03 - Kapitel 17 - 24 (Seite 238 - 353)

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  • Ich weiß nicht, ob das wirklich eine gute Idee ist, daß Corsha und Sekesh in so kleiner Gruppe die Welt retten wollen. Ob es nicht besser wäre, wenn sie Modrath, Krendar und Farosh noch dabei hätten, sie können für die Rettung jeden Mann/Frau brauchen. Aber andererseits werden die Drei nicht so einfach befreit werden können und wenn dann Sekesh plus Begleitung auch noch festgesetzt werden, hat es auch keinen Zweck. Ganz blöde Situation. Wobei ich dem Broca und seinen zwei Mitgefangenen durchaus zutraue, daß sich befreien können. Allerdings mache ich mir momentan etwas Sorgen um Krendar, nachdem er mit dem Hammer am Kopf niedergeschlagen wurde.


    Wohin die Zwerge sie und die anderen Gefangenen hinbringen werden? Womöglich in die versteckte Stadt, in der sich auch Glond befindet? Das wäre natürlich praktisch. Da die Zwerge gesunde und kräftige Orks fangen, scheinen sie sie für eine bestimmte Arbeit zu brauchen. Aber für was? Irgendwann wurde erwähnt, daß gemunkelt wird, daß Orks in den Minen arbeiten – vielleicht brauchen sie sie genau dafür?
    Aber warum arbeiten dort keine Zwerge, das ist doch eigentlich ihr Territorium? Und weiß in Derok eigentlich irgend ein Zwerg, was diese Zwerge dort tun?


    Daß Bruggach keine Chance mehr hatte, tut mir sehr leid, ich mochte ihn sehr gerne, auch wenn er keine lange Rolle in dem Buch hatte. Sekesh ist wirklich zu allem bereit, um die Ahnen vollständig auszumerzen. Und letztendlich ist ihre Entscheidung vernünftig.


    Axt und Kearn sind Nyorda dicht auf der Spur, aber davon weiß sie anscheinend noch nichts. In jedem Fall muß sie nun untertauchen. Ich bin froh, daß Axt „nur“ Ayna mit ihrer Tochter unter Druck gesetzt hat und Kearn nicht die Möglichkeit zur Folter bekommen hat.


    Chert ist übrigens ein gutes Beispiel dafür, daß nicht jeder Zwerg den Menschen gegenüber gleichgültig sind. Die Einstellung der Köchin gefällt mir gut und ich hoffe, daß Nyorda sie nicht auch noch umbringt. Die Geschichte, wie die Menschen und Zwerge in das Land gekommen sind, war auch sehr interessant; schade, daß sich dennoch so eine ungleiche Abhängigkeit zwischen den beiden Rassen entwickelt hat. Die eingeschleusten Attentäter sind ja ganz schön zahlreich in der Zwergenfestung. Daß Bernys ebenfalls zu ihnen gehört, hätte ich nie gedacht. Aber statt zusammenzuarbeiten, stehen sie in direkter Konkurrenz, weil alle den Beutel mit dem Dalkargold haben wollen. Drangog hat doch die Menschen über das Ohr gehauen, wenn er jedem den Beutel Gold verspricht.
    Ich bin übrigens immer noch nicht von meinem Verdacht weg, daß doch einer der Zwerge hinter den Attentaten stehen könnte, denn woher weiß Drangog denn so gut über die Anführer Bescheid? Es wird immer offensichtlicher, daß die Anführer gezielt ausgeschaltet werden sollen. Ich hatte schon im letzten Abschnitt den Verdacht, daß hier unliebsame Konkurrenz ausgeschaltet werden soll – und wer profitiert dann schlußendlich am meisten davon? Ein Zwerg! Und damit ist für Zornthal wieder im Rennen ;D


    Glond, Wolfmann und (gezwungenermaßen) Dvergat arbeiten nun doch für den Haarigen, oder? Die Aktion mit Peltzer kann ich noch nicht richtig einordnen, welche Bedeutung sie haben wird. Waren unsere Drei hier als eine Art Kopfgeldjäger tätig?
    Hey, wenn man solche Freunde hat, wie sie Glond und Krendar haben, braucht man keine Feinde mehr :D Glond geht es jetzt wie Krendar und er muß die Frotzeleien bzgl. seiner erfolgreichen Prügelei über sich ergehen lassen: „Ich wußte von Anfang an, daß die Sache blutig endet“, wenn sie es Glond überlassen. Herrlich :D


    Was die alte Schamanin der Korrach erzählt, ist auch spannend: kein Wunder haben unsere Protagonisten das Gefühl, daß die Dunkelheit noch nicht vorbei ist. Wurde das Unbekannte bzw. der „Kopf“ im Verbotenen Tal tatsächlich durch Zufall durch die Lawinen befreit? Oder kam es eher zu einer Art Vulkanausbruch, da die Spitze des Berges fehlt und damit das Verlies aus Mondsilber durchlässig wurde?

  • Verdammt, du bist gut. *g*


    Ja, es gab einen Vulkanausbruch (allerdings nicht im Verbotenen Tal. Noch einiges weiter östlich. Man denke sich Mount St. Helens. Nur größer). Dreimal darfst du raten, wo die ganze Asche in Band 2 herkam. *gg* Das war natürlich nicht alles von den paar Totenfeuern in Derok. ;)


    Was den Hammer und Krendars Kopf angeht - mach dir mal keine Sorgen. Das ist immer noch ein Aerc. Die können einiges ab. *g*


    Was Sekeshs entscheidung bei Bruggach anging, war das unvermeidlich. Man bedenke, dass sieeine derartige schon bei ihrem eigenen Bruder in Band 1 getroffen hatte. Weicher geworden ist auch sie im letzten halben Jahr nicht. Eher noch pragmatischer.



  • Ja, es gab einen Vulkanausbruch (allerdings nicht im Verbotenen Tal. Noch einiges weiter östlich. Man denke sich Mount St. Helens. Nur größer). Dreimal darfst du raten, wo die ganze Asche in Band 2 herkam. *gg* Das war natürlich nicht alles von den paar Totenfeuern in Derok. ;)


    Oh man, ja, die Asche, stimmt ja *sichgegendiestirnklatsch*. So eine Naturkatastrophe kann dann die besten Sicherheitsvorkehrungen über den Haufen werfen. Danke für den Link, so ähnlich habe ich es mir vorgestellt.



    Was den Hammer und Krendars Kopf angeht - mach dir mal keine Sorgen. Das ist immer noch ein Aerc. Die können einiges ab. *g*


    Dann bin ich ja beruhigt ;D



    Was Sekeshs entscheidung bei Bruggach anging, war das unvermeidlich. Man bedenke, dass sieeine derartige schon bei ihrem eigenen Bruder in Band 1 getroffen hatte. Weicher geworden ist auch sie im letzten halben Jahr nicht. Eher noch pragmatischer.


    Ja, die Entscheidung ist hart, aber in der Situation verständlich - Bruggach sieht das schlußendlich auch so. An den Bruder aus dem ersten Band habe ich gar nicht gedacht :-[

  • Ich bin noch nicht durch mit dem Abschnitt (irgendwie ist im Augenblick so viel anderes ???).


    Die Szene in der Küche gefällt mir sehr gut. Chert ist ja sehr bewandert in 'Geschichte'. Ich mag, wie sie sich für ihre Mitarbeiter verantwortlich fühlt, und ihnen hilft, wo sie kann.
    Haben die Menschen wirklich keine 'Geschichtsschreibung' (Chert deutet es an)? Oder ist nur Nyorda so 'geschichtslos'?
    Auf jeden Fall habt ihr mit diesem Kapitel erreicht, das ich noch viel mehr über eure Welt lesen will :lesen:. Ihr müßt einfach irgendwann dorthin zurückkehren 8).


    Axt als Detektiv, Dion als Gerichtsmediziner kommt richtig gut. Jetzt wissen sie also, wie die Attentäter in die Festung kommen. Diese Krimielemente, für Zwergenromane eher untypisch, machen die Story wirklich interessant.


    Nyorda hat sich also kaufen lassen. Die Szene macht aber auch deutlich, das es wohl nur einen Attentäter gibt, nämlich Nyorda, die auf alle Zwerge angesetzt ist. Woher haben die Orks bloss diese detailierten Beschreibungen und Charakterporträts.
    Heißt das auch, das Nyorda sich ihre Helfershelfer, wie den Steinmetz, rekrutiert hat?


    Das Zwergengold hat nun auch Nyordas Schwester, dessen Tochter und ihre Enkelin in Gefahr gebracht. Eigentlich hätte sie sich das denken können. Gott sei Dank kommen sie mit heiler Haut davon.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Zitat

    Ich bin noch nicht durch mit dem Abschnitt (irgendwie ist im Augenblick so viel anderes ???).


    Kenn ich. Nennt sich "Vorweihnachtszeit". Keine Sorge, das geht vorbei.


    Zitat

    ich noch viel mehr über eure Welt lesen will :lesen:. Ihr müßt einfach irgendwann dorthin zurückkehren 8).


    Wie gesagt - schaun wir mal. ;)



    Zitat

    Heißt das auch, das Nyorda sich ihre Helfershelfer, wie den Steinmetz, rekrutiert hat?


    Hm. Achte da mal auf die Reihenfolge der Kapitel und frage dich, ob das wahrscheinlich ist. ;)

  • Es macht riesig Spaß in dem Buch zu lesen. Leider ist auch bei mir die Vorweihnachtszeit angekommen. Aber heute habe ich mit Genuss den Abschnitt gelesen (zeitiges Aufstehen ermöglicht absolute Ruhe beim Kaffeetrinken)


    Es ist wirklich schwer, wenn man so mit der Sympathie springt. Ich mag Nyorda und ich habe mich bemüht, kein Kopfkino zu bekommen, bei der Beschreibung ihres Weges durch die Kanalisation. Das nenne ich mal hart im Nehmen!
    Aber vorher war ja noch ihre Arbeit in der Küche und die Gespräche mit der Küchenchefin. Ihr habt Euch ja bemüht, die Zwerge, die Nyorda tötet als unangenehme Zeitgenossen zu kennzeichnen, Kriegstreiber und Schlemmer, damit die Menschenfrau nicht so ganz schlecht wegkommt. Insofern hoffe ich auch, dass sie niemanden umbringen muss, den wir mögen. Ein Duell Axt gegen Nyorda wäre wirklich gemein.
    Überraschend dann die Begegnung der beiden Meuchelmörder. Da steht Nyorda einerseits sympathisch da, andererseits aber auch ziemlich dumm. Sie hat nichts gemerkt und die Methode der anderen ist wirklich viel kreativer. Allerdings schade, dass Nyorda sie umbringen musste, denn sie hatte ja von einem Helfer gesprochen. Warum hat Nyorda eigentlich nicht nach den anderen beiden Ausschau gehalten? Sie wusste doch, dass vor ihr schon drei Menschen geschickt wurden und zwei das Ziel erreicht hatten?


  • Ich bin übrigens immer noch nicht von meinem Verdacht weg, daß doch einer der Zwerge hinter den Attentaten stehen könnte, denn woher weiß Drangog denn so gut über die Anführer Bescheid? Es wird immer offensichtlicher, daß die Anführer gezielt ausgeschaltet werden sollen. Ich hatte schon im letzten Abschnitt den Verdacht, daß hier unliebsame Konkurrenz ausgeschaltet werden soll – und wer profitiert dann schlußendlich am meisten davon? Ein Zwerg! Und damit ist für Zornthal wieder im Rennen ;D


    Da bin ich ganz bei Dir. Obwohl ich mir vorstellen könnte, dass Zwerge und Orcs zusammenarbeiten, um die Kriegstreiber loszuwerden, aber nicht so. Die Idee an sich ist ja nicht neu, Attentäter zu schicken, um dem Gegner die "richtige" Politik aufzuzwingen oder auch zu ermöglichen. Aber hier passt irgendwie was nicht.


  • Es ist wirklich schwer, wenn man so mit der Sympathie springt. Ich mag Nyorda ...
    Ihr habt Euch ja bemüht, die Zwerge, die Nyorda tötet als unangenehme Zeitgenossen zu kennzeichnen, Kriegstreiber und Schlemmer, damit die Menschenfrau nicht so ganz schlecht wegkommt. Insofern hoffe ich auch, dass sie niemanden umbringen muss, den wir mögen. Ein Duell Axt gegen Nyorda wäre wirklich gemein.


    Einen sehr schalen Beigeschmack hat es für mich trotzdem. Sie tötet sie, ohne das sie eine Chance haben. Letztendlich machen sie nur ihren Job. Sie sind Generäle, Armeeangehörige. Ich konnte Attentäter noch nie leiden. Letztendlich sind sie feige, und nehmen billigend in Kauf, das andere ausser ihren Zielen dabei drauf gehen.
    Nyorda denkt auch nicht weiter darüber nach. Sie schwächt die eine Kriegspartei. Doch was ist mit der anderen. Ich weiß, das ist ihr eigentlich total egal. Sie will nur ihre Kohle und ein freies Leben. Eine Freiheit, die ihr nemand garantieren kann.

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  • Warum hat Nyorda eigentlich nicht nach den anderen beiden Ausschau gehalten? Sie wusste doch, dass vor ihr schon drei Menschen geschickt wurden und zwei das Ziel erreicht hatten?


    Ich denke alle Attentäter sind extreme Individualisten. Und sie wurden bewußt ausgesucht, ihren Job alleine zu machen. Sie haben ja keine große Motivation. Bernys sagt es Nyorda ja auch, das es ihr nur ums Gold geht. Deshalb ist sie ja sauer. Sie sieht in Nyorda eine Gefahr für ihre Pläne. Ich denke, so dürften das alle geschickten Attentäter sehen.
    Außerdem erhöht sich dadurch auch für die Aerc die Chancen auf Erfolg. Wenn einer auffliegt, weiss er eben nichts konkretes von den anderen.

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  • Ich mag Nyorda und ich habe mich bemüht, kein Kopfkino zu bekommen, bei der Beschreibung ihres Weges durch die Kanalisation. Das nenne ich mal hart im Nehmen!


    Hier war ich wirklich froh, daß man beim Lesen keine Gerüche wahrnehmen kann.



    Außerdem erhöht sich dadurch auch für die Aerc die Chancen auf Erfolg. Wenn einer auffliegt, weiss er eben nichts konkretes von den anderen.


    Und die Chance, daß sich die Attentäter gegenseitig an die Kehle gehen, weil jeder diesen Beutel Gold für sich haben will. Und der letztlich Überlebende wird dann vllt. von den Dalkar niedergemetzelt; in dem Fall würde Drangog eine Menge Gold sparen können ;D

  • Einen sehr schalen Beigeschmack hat es für mich trotzdem. Sie tötet sie, ohne das sie eine Chance haben. Letztendlich machen sie nur ihren Job. Sie sind Generäle, Armeeangehörige. Ich konnte Attentäter noch nie leiden. Letztendlich sind sie feige, und nehmen billigend in Kauf, das andere ausser ihren Zielen dabei drauf gehen.
    Nyorda denkt auch nicht weiter darüber nach. Sie schwächt die eine Kriegspartei. Doch was ist mit der anderen. Ich weiß, das ist ihr eigentlich total egal. Sie will nur ihre Kohle und ein freies Leben. Eine Freiheit, die ihr nemand garantieren kann.


    Ich mag Attentäter auch nicht, vor allem klappen immer nur die Attentate auf nette Menschen (in der Realität). Aber was Nyorda betrifft, sehe ich die Sache ein wenig anders. Während Bernys wirklich nur für Geld mordet, ist bei Nyorda der Hass die treibende Kraft. Sie sieht, wie die Zwerge die Menschen behandeln und mal so gesehen, wie die Zerge z.B. mit der Schwester und der totkranken Tochter umgehen ist ja auch nicht wirklich nett, oder? DA kann man doch wütend werden und wenn dann jemand kommt, wenn man kein wirkliches Leben mehr hat, nichts mehr zu verlieren, dann ist da schon eine Motivation dahinter, die stärker ist als Gold. Ich denke sie verlangt das Gold auch eher deswegen, weil die Aerc ihr sonst nicht glauben würden.


  • Ich mag Attentäter auch nicht, vor allem klappen immer nur die Attentate auf nette Menschen (in der Realität). Aber was Nyorda betrifft, sehe ich die Sache ein wenig anders. Während Bernys wirklich nur für Geld mordet, ist bei Nyorda der Hass die treibende Kraft. Sie sieht, wie die Zwerge die Menschen behandeln und mal so gesehen, wie die Zerge z.B. mit der Schwester und der totkranken Tochter umgehen ist ja auch nicht wirklich nett, oder?


    Aber gerade in der Küchenchefin hat Nyorda ja auch eine Dalkar kennengelernt, die anders ist. Sie kümmert sich um ihre Leute. Übernimmt für sie Verantwortung. Auch für Nyordas Schwestern, wenn sie nur davon gewußt hätte. Doch Nyorda ist nicht bereit an ihrem 'Weltbild' etwas zu ändern.

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  • Aber gerade in der Küchenchefin hat Nyorda ja auch eine Dalkar kennengelernt, die anders ist. Sie kümmert sich um ihre Leute. Übernimmt für sie Verantwortung. Auch für Nyordas Schwestern, wenn sie nur davon gewußt hätte. Doch Nyorda ist nicht bereit an ihrem 'Weltbild' etwas zu ändern.


    Das stimmt so nicht. Sie beginnt nachzudenken , aber eine nette Zwergin macht noch keinen netten Feind, oder? Gekümmert hatte sich die Zwergin ja nicht, sie hätte doch fragen können, warum Nyorda statt der Tochter kommt. Es gab auch Sklaven, die nett behandelt wurden, aber deshalb waren sie doch Sklaven, oder? Außerdem hatte sie den Auftrag da schon angenommen.


  • Das stimmt so nicht. Sie beginnt nachzudenken , aber eine nette Zwergin macht noch keinen netten Feind, oder? Gekümmert hatte sich die Zwergin ja nicht, sie hätte doch fragen können, warum Nyorda statt der Tochter kommt. Es gab auch Sklaven, die nett behandelt wurden, aber deshalb waren sie doch Sklaven, oder? Außerdem hatte sie den Auftrag da schon angenommen.


    Du hast schon recht, Sklave bleibt Sklave. Aber die Küchenchefin hat ja auch aus der Geschichte der Besiedlung erzählt. Und da war von gegenseitiger Unterstützung die Rede. Das war per se kein Freibrief zur Sklaverei. Das ist wohl im Laufe der Generationen auf beiden Seiten vergessen worden.
    Natürlich hätte die Küchenchefin nachfragen können. Vielleicht hat sie es einfach vergessen. Aber ich meine mich auch zu erinnern, das sie erstaunt ist, das Nyordas Schwester nichts gesagt hat. Also kein Vertrauen zu ihr hatte.
    Ich bin auf jeden Fall gespannt, wohin die Bessenheit Nyorda noch führt.

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  • Eines sollte man dabei allerdings bedenken - Cherts Sicht auf die Geschichte und das Miteinander von Menschen und Dalkar, die die Sicht der "gewöhnlichen" Dalkar nun mal spiegelt, ist vermutlich nicht die Sicht der Menschen. Die sehen das mit der "gegenseitigen Unterstützung" nämlich generell ein wenig anders. Generell betrachten sich die Menschen (ja auch in Band 1 und 2) vor allem als übervorteilt und allein gelassen - in Slums (wie die Deroker Nordstadt) abgeschoben und als bilige Arbeitskräfte für ausschließlich niedere Arbeiten missbraucht.
    Nyorda ist da nicht allein mit ihrem … nennen wir es Unmut. Und eine verständnisvolle Zwergin macht noch keinen Sommer ...


    Auch Nyorda ist klar, dass der "gewöhnliche Zwerg" (wie das arme Schwein, das sie am Fluss absticht) im Grunde nichts dafür kann. Sie jagt aber auch keine gewöhnlichen Zwerge, sondern genau die, die sie für die wurzel des Übels der menschlichen Situation hält. Aus ihrer Sicht ist sie eine Freiheitskämpferin. Die Zwerge haben ihre Chance gehabt, mit den Menschen als ebenbürtigen Partnern zu leben. Sie haben - als Volk - offensichtlich aber kein Inteesse (so sieht es Nyorda aus ihrer gesamten Lebenserfahrung heraus), also hat sie sich mit der Idee angefreundet, jetzt mal anderen die Chance zu geben. Das macht sie noch nicht zum netten Menschen (soll es ja auch gar nicht), aber letztendlich hoffentlich doch halbwegs verständlich.


    Das Churchill-Zitat am Anfang von Band 1 hat auch in Band 3 durchaus noch eine volle Gültigkeit.


  • Eines sollte man dabei allerdings bedenken - Cherts Sicht auf die Geschichte und das Miteinander von Menschen und Dalkar, die die Sicht der "gewöhnlichen" Dalkar nun mal spiegelt, ist vermutlich nicht die Sicht der Menschen.


    Mir ist durchaus bewußt, das es sich hier 'nur' um eine zwergische Sichtweise handelt. Aber bisher haben wir kaum etwas über die Vergangenheit und die Anfänge auf dem Kontinent erfahren. Ich fand es interessant zu erfahren, wie die Anfänge gewesen sein könnten. Im Laufe der Jahre ist da ja durchaus einiges aus dem Ruder gelaufen.
    Ich kann Nyordas Handeln durchaus nachvollziehen, aber ich muss es nicht für gut befinden.


    Zitat

    Und eine verständnisvolle Zwergin macht noch keinen Sommer ...


    Aber einen Frühling. Und sie ist ja nicht die Einzige. Vielleicht bekommen auch die Dalkar in Zukunft ein gemeinsames gleichberechtigtes Zusammenleben mit Menschen und Aerc hin...


    Zitat

    ich hoffe sie bekommt die Chance mehr aus ihrem Leben zu machen.


    Das wünsche ich ihr auch. Aber ich hoffe sie macht dann auch etwas daraus. Legt hoffentlich ihre Bitterkeit ab und hält sich ihren Geist offen für andere Wege als den des Tötens. Sonst könnte sie am Ende auf der Strecke bleiben.

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    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()

  • Zitat

    Ich kann Nyordas Handeln durchaus nachvollziehen, aber ich muss es nicht für gut befinden.


    Na dann läuft ja alles, wie es soll. *g*
    Würdest du es tatsächlich für gut befinden, würde mich auch ein wenig gruseln.

  • Ich bin auch angekommen. Die langen Abschnitte dauern in der Vorweihnachtszeit immer noch etwas länger...


    Nyorda tut wirklich alles, um ihre Liste der Zwergenanführer abzuarbeiten. Dabei hinterlässt sie eine Menge Dreck. Kein Wunder, dass das langfristig zu Problemen führen kann. Ob sie aus dem Gespräch mit ihrer "Mitkämpferin" etwas gelernt hat? Vielleicht geht sie es in Zukunft ja ein wenig vorsichtiger an. Wobei ich eher daran glaube, dass sie nur das Ziel vor Augen hat. Alles was auf dem Weg passiert, ist egal.


    Ich war schon irgendwie froh, dass dieser Zwerg nicht gerade auf dem Örtchen saß, während sie da kletterte. :D


    Ich hoffe ja immer noch, dass Krendar & Co sich befreien können und Sekesh mit unterstützen. Das wäre ja sonst ein Himmelfahrtkommando in der kleinen Truppe. Aber ok, wahrscheinlich sorgen sie ohne den Oger auch für weniger Aufsehen. Doch traurig ist es schon.


    Zitat von odenwaldcollies

    Was die alte Schamanin der Korrach erzählt, ist auch spannend: kein Wunder haben unsere Protagonisten das Gefühl, daß die Dunkelheit noch nicht vorbei ist. Wurde das Unbekannte bzw. der „Kopf“ im Verbotenen Tal tatsächlich durch Zufall durch die Lawinen befreit? Oder kam es eher zu einer Art Vulkanausbruch, da die Spitze des Berges fehlt und damit das Verlies aus Mondsilber durchlässig wurde?


    Das fand ich auch interessant und ich musste ebenfalls sofort an einen Vulkanausbruch denken.


    Zitat von odenwaldcollies

    Daß Bruggach keine Chance mehr hatte, tut mir sehr leid, ich mochte ihn sehr gerne, auch wenn er keine lange Rolle in dem Buch hatte. Sekesh ist wirklich zu allem bereit, um die Ahnen vollständig auszumerzen. Und letztendlich ist ihre Entscheidung vernünftig.


    Sehr traurig das Ganze. Aber das sind typische Orks... da gibt es kein Mitleid und jammern. Es sind Krieger und genauso gehen sie auch in den Tod, wenn sie eine Belastung darstellen bzw. nicht mehr nützlich sind. :'(