05 - Kapitel 9 bis 10

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  • Nun aber auch etwas, was mich nicht 100%ig überzeugt hat: Der Riese war mir zu schnell tot. Ich fand es rührend, dass Ingbar sich opferte und auch die Szene in der Ragna stirbt, war mir nicht zu kurz, aber dass der Stich von Ingbar ins Auge des Riese gereicht haben soll, um den Riesen - den, der mit einem Handschlag Albalon in zwei Hälften teilen kann - zu töten, das ging mir zu glatt. Sorry, für den Endlosschachtelsatz :-[ . Da aber die Alternative gewesen wäre, dass er noch welche von den Guten getötet und/oder mit seinem Feuerblick Teile oder gar ganz Albalon zerstört hätte - nein, dann lieber so.


    Es ist ruhig geworden in der Leserunde, jeder hat das Buch durch und seine Meinung abgegeben. Trotzdem mache ich noch einen Versuch, Gedanken in den Raum zu werfen und zu sehen, ob noch jemand hier reinschaut.


    Beim ersten Lesen hatte ich keine Probleme mit der Art und Weise, wie Ysbaddaden von Ingbar besiegt wurde. Nachdem die Meinungen an dieser Stelle auseinandergehen, habe ich mir die Stelle noch einmal angeschaut. Letztendlich hat es sich Ingbar ein wenig von Odysseus abgeschaut, der dem Zyklopen Polyphemus einen brennenden Pfahl ins Auge gerammt hat. Der gute Odysseus war sich nicht zu schade, dies zu tun, während der Zyklop schlief. Diesen Luxus hatte Ingbar leider nicht, sodass er sich opfern musste. Von daher finde ich es überzeugend. Denn immerhin musste Ingbars Opfer gebracht werden, um den Riesen zu töten. Und was die Methode betrifft: Was für Odysseus gut ist, ist doch für Ingbar erst recht gut genug.


    Wie dieser Tage zu lesen war, wird in Kindergeschichten und -märchen viel häufiger gestorben als in Geschichten für Erwachsene. Selbst der Protagonist ist bei Kindern in viel größerer Gefahr. Wir Erwachsenen vertragen offensichtlich viel zu wenig. Darum hat uns der Body Count hier auch so schockiert. :o
    Aber es wachsen ja offensichtlich etliche Bogins nach ...

  • Mir ging es beim Lesen eher wie Bettina, der Riese war mir zu schnell und zu "einfach" besiegt. Da kam schon einiges zusammen, Ingbars halbelbische Springkraft, durch die er den Riesen überhaupt erreichen konnte, dann der Treffer ins Auge und das auch noch tief genug, dass er ihn nicht nur verletzt, sondern tötet - das ging schon ziemlich glatt, außer natürlich für den armen Ingbar, dessen Opfer ich durchaus anerkenne.
    Auch wenn es mir zu schnell ging, war es schon richtig so, so wie der Riese beschrieben wurde, hätten sie ja auch als Gruppe (und zudem geschwächt) keine Chance gehabt, sobald er mal sein Auge richtig geöffnet hätte.


  • Mir ging es beim Lesen eher wie Bettina, der Riese war mir zu schnell und zu "einfach" besiegt.


    Ja, es ging schnell und einfach. Der Trick war eben, genau die richtige Stelle mit genügend Kraft zu treffen. Da kann auch ein Riese nix mehr machen. Das Auge ist sozusagen seine Achillesferse ;)

  • Da der Riese in der Hinsicht wie ein Mensch gebaut ist, ist das tatsächlich die perfekte tödliche Stelle. Durch das Auge ins Gehirn, das geht ganz schnell, weil der Durchgang durch keinen Knochen geschützt ist, und führt sofort zum Tod.


    Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Ein ausgedehnter Kampf wie bei Peter Jackson wäre völlig unrealistisch, die haben alle miteinander nicht den Hauch einer Chance. Es gab nur diesen einen Moment (der Ablenkung), und der musste sitzen. Einfach ist das deswegen trotzdem nicht, aber Ingbar ist ein ausgebildeter Kämpfer und hat alles hineingelegt in diese eine, letzte Chance. Und er war wohl auch der Einzige, der das konnte.


    Klar hätte es auch schiefgehen können. Aber euch möcht ich erleben, wenn ich das so gemacht hätte! :totlach:

    Grüße aus dem Weißen Reich,<br />Prisca

  • Es ging schnell, ja, aber das mu0te es auch, bevor das Auge geöffnet war, sonst hätten sie echt keine Chance mehr gehabt. Und ehrlich, nach dem ganzen Trubel war ich froh, daß ise den Riesen wenigstens schnell wieder losgeworden sind ;D



    Klar hätte es auch schiefgehen können. Aber euch möcht ich erleben, wenn ich das so gemacht hätte! :totlach:


    Ertappt :D


    Lumberjack:
    Danke für den Hinweis mit Odysseus, daran hatte ich gar nicht mehr gedacht.


  • Beim ersten Lesen hatte ich keine Probleme mit der Art und Weise, wie Ysbaddaden von Ingbar besiegt wurde. Nachdem die Meinungen an dieser Stelle auseinandergehen, habe ich mir die Stelle noch einmal angeschaut. Letztendlich hat es sich Ingbar ein wenig von Odysseus abgeschaut, der dem Zyklopen Polyphemus einen brennenden Pfahl ins Auge gerammt hat.


    Es ist ja nicht so, dass ich sage, ich kann damit absolut nicht leben, dass der Riese so schnell besiegt wurde. Mein erster Leseeindruck war aber eben: Wie, das wars? Der ist wirklich schon tot? Vielleicht hätte es geholfen, wenn die Protagonisten sich auch ein wenig darüber gewundert hätten. Keine Ahnung.



    Wie dieser Tage zu lesen war, wird in Kindergeschichten und -märchen viel häufiger gestorben als in Geschichten für Erwachsene. Selbst der Protagonist ist bei Kindern in viel größerer Gefahr. Wir Erwachsenen vertragen offensichtlich viel zu wenig. Darum hat uns der Body Count hier auch so schockiert. :o


    Ach, so sehr schockiert hat Prisca mich jetzt nicht... da habe ich schon ganz andere Bücher gelesen, in denen der Autor fast alle Hauptfiguren hat sterben lassen. Den 2. Teil der Klippenland-Chroniken habe ich an die Wand geschmissen, weil es der Autor hart an meine Schmerzgrenze getrieben hat >:( . Zu Ende gelesen habe ich es dann aber doch ;D .


    Mir hat es in "Der Fluch der Halblinge" aber z. B. gar nicht gefehlt, dass da nicht massenhaft gestorben wurde. Es war auch so spannend genug. Wie hier schon mal jemand gesagt hat - ich weiß gerade nicht wer - zittere ich aber auch etwas mehr, wenn es zwischendurch mal jemanden von den "Guten" erwischt.

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)


  • Klar hätte es auch schiefgehen können. Aber euch möcht ich erleben, wenn ich das so gemacht hätte! :totlach:


    Dass mir die Alternative nicht besser gefallen hätte, habe ich ja auch in meiner Kritik geschrieben ;D :winken:.

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)


  • Ach, so sehr schockiert hat Prisca mich jetzt nicht... da habe ich schon ganz andere Bücher gelesen, in denen der Autor fast alle Hauptfiguren hat sterben lassen. Den 2. Teil der Klippenland-Chroniken habe ich an die Wand geschmissen, weil es der Autor hart an meine Schmerzgrenze getrieben hat >:( . Zu Ende gelesen habe ich es dann aber doch ;D .


    Mir hat es in "Der Fluch der Halblinge" aber z. B. gar nicht gefehlt, dass da nicht massenhaft gestorben wurde. Es war auch so spannend genug. Wie hier schon mal jemand gesagt hat - ich weiß gerade nicht wer - zittere ich aber auch etwas mehr, wenn es zwischendurch mal jemanden von den "Guten" erwischt.


    soo schockiert nicht - aber ich finde es gut, wenn man auch um seine Lieblinge bangen muss und nicht von vornherein mit der Einstellung an das Buch geht, dass sowieso nur die Fieslinge leiden müssen - von daher ist es schon in Ordnung, dass auch mal die lieb gewonnenen Charaktere leider und auch sterben mussten..
    ich habe in dem Fantasy- Genre auch schon Bücher gelesen, wo mehr und auch Hauptcharaktere gestorben sind >:(

  • Game of Thrones - A Song of Ice and Fire ;) Ich glaube, so extrem wie da ist es nirgends.



    Es ist ja nicht so, dass ich sage, ich kann damit absolut nicht leben, dass der Riese so schnell besiegt wurde. Mein erster Leseeindruck war aber eben: Wie, das wars? Der ist wirklich schon tot? Vielleicht hätte es geholfen, wenn die Protagonisten sich auch ein wenig darüber gewundert hätten. Keine Ahnung.


    Das werde ich gern aufgreifen! Vielleicht liegt es wirklich daran, dass zu wenig "drumrum" dazu bemerkt wurde. Ich werde mir die Szene nochmal vornehmen und vielleicht dies und das ergänzen, wobei Ysbaddadens Ende an sich unverändert bleibt. Sagt man nicht so im Norden "Butter bei die Fische"? Also ein bissl Füllsel dazu.



    Wie dieser Tage zu lesen war, wird in Kindergeschichten und -märchen viel häufiger gestorben als in Geschichten für Erwachsene. Selbst der Protagonist ist bei Kindern in viel größerer Gefahr.


    Das ist mir schon lange aufgefallen, dass man hierbei überhaupt nicht zimperlich ist. Angefangen bei den Gebrüdern Grimm ... ;)

    Grüße aus dem Weißen Reich,<br />Prisca

  • Ich muss sagen, dass mir das als Kind überhaupt nicht aufgefallen ist. Eben weil eigentlich letzten Endes immer - oder zumindest meisten - die Guten gewannen. Ich habe im großen Märchenbuch meines Vaters mal ein Märchen gelesen, wo einem Kind der Finger abgeschnitten wurde, das ging mir damals sehr nach. Aber Hexe verbrennen, Wölf töten etc. das störte mich gar nicht. Und meine Kinder haben auch gerne Märchen gelesen, bzw. vorgelesen bekommen. Es kommte wohl immer darauf an, wie man die Sache sieht, bwz. wie sie von den Erwachsenen dargestellt wird. Auf jeden Fall wurden die Märchen früher nicht als brutal eingestuft.

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren


  • Ich habe im großen Märchenbuch meines Vaters mal ein Märchen gelesen, wo einem Kind der Finger abgeschnitten wurde, das ging mir damals sehr nach.


    Für mich war als Kind der Struwwelpeter ganz furchtbar. Der Horror! Ein Trauma, das ich bis heute nicht ganz überwunden habe. Das ist für mich kein Kinderbuch und müsste FSK 18 bekommen.


    Der Body Count hier geht in Ordnung :kommmalherfreundchen:

    Viele Grüße von<br />L. Jack

    Einmal editiert, zuletzt von Lumberjack ()


  • Game of Thrones - A Song of Ice and Fire ;) Ich glaube, so extrem wie da ist es nirgends.


    Oha, gut zu wissen. Ich habe mir den ersten Band von meinem Bruder geliehen, aber noch nicht gelesen. Wenn da zu viel gestorben wird, werde ich die komplette Reihe wohl eher nicht lesen. Ich kann es nicht leiden, wenn ein Autor mir die Charaktere erst über mehrere Bände ans Herz wachsen lässt und sie dann der Reihe nach sterben. Zumindest nicht, wenn es zu viele sind.



    Das werde ich gern aufgreifen! Vielleicht liegt es wirklich daran, dass zu wenig "drumrum" dazu bemerkt wurde. Ich werde mir die Szene nochmal vornehmen und vielleicht dies und das ergänzen, wobei Ysbaddadens Ende an sich unverändert bleibt. Sagt man nicht so im Norden "Butter bei die Fische"? Also ein bissl Füllsel dazu.


    Vielleicht könnte man in Fionns Vision etwas einbauen; oder in die Szene, in der Ingbar losrennt, ihn darüber nachdenken lassen, dass das Auge seine einzige Chance ist. Aber da die meisten von den Leserundenteilnehmern den Tod von Ysabaddaden in Ordnung fanden, lass es doch so.

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)

  • Den Struwwelpeter fand ich als Kind nicht gruselig, dann schon eher den Suppenkasper. Ich habe als Kind sehr schlecht gegessen und mir wurde von einer Tante gesagt, dass es mir auch so ergehen würde, wenn ich nicht aufesse :o >:(.


    Und Albträume habe ich von Der Reisekamerad/H. C. Andersen bekommen.

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)

  • Für mich war als Kind der Struwwelpeter ganz furchtbar. Der Horror! Ein Trauma, das ich bis heute nicht ganz überwunden habe. Das ist für mich kein Kinderbuch und müsste FSK 18 bekommen.


    Der Body Count hier geht in Ordnung :kommmalherfreundchen:


    Da sieht man es mal wieder. Der Struwwelpeter hat mir gar nichts ausgemacht, denn fand ich sogar klasse. Denn genau das, was dort beschrieben und erzählt wird, kann teilweise wirklich passieren. Siehe Paulinchen, Suppenkaspar, Zappelphilipp. Das war für mich eher: Pass auf, dass Du sowas nicht machst, denn Du siehst was dabei passieren kann. Aber in diesem Buch war für mich eigentlich das Schlimmste, - ich weiß nicht mehr, wie die Geschichte heißt - als Daumen abgeschnitten wurden, ach ja der Daumenlutscher (das ist natürlich Blödsinn, dass dan die Daumen abgesnitten werden) und als der Friedrich in die Tinte getunkt wurde. Aber alles in allem fand ich das Buch gar nicht so schlimm, sondern eher lustig. Mit war halt einfach klar, dass es das nicht gibt. Wenn Eltern es aber als Erziehungsmethode einsetzen, sozusagen als Drohung, dass ist natürlich gänzlich falsch!

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren


  • @Jack: Dein Leserundenfazit ist aber besonders schön geschrieben :-*.


    Das ist aber sehr lieb, vielen Dank :-[ :winken:


    Ich wünsche dir und allen anderen ebenfalls sehr schöne Weihnachtsfeiertage! Und viel Zeit zum Lesen, auch wenn wir Priscas Buch nun leider schon durchhaben. Aber es wäre ja vielleicht auch die Gelegenheit, Teil 1 (noch einmal) zu lesen.