05 - Kapitel 9 bis 10

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  • Game of Thrones - A Song of Ice and Fire ;) Ich glaube, so extrem wie da ist es nirgends.


    Da sagt es der Autor aber vorher, dass alle sterben werden. Und deshalb habe ich das auch nicht gelesen. Nein nicht deshalb, aber ich fand es einfach langweilig. Damit stehe ich sehr allein da, aber Silverberg hat mir mal gesagt, dass ein gutes Buch das ist, wo ich gleich weiter lesen will und ich zwinge mich nicht mehr Seitenweise durch Bücher.

  • So, mein Weg durch die Welt der Bogins ist auch zuende.
    Für mich war das Ende ein wenig sehr konstruiert. Alles passt so prima zusammen. Dabei hat mir aber besonders gefallen:


    die Lösung mit dem Teilen des Herzens! Das war eine tolle Allegorie und eine für mich völlig neue und unerwartete Lösung des Problems.
    Das Verschwinden der alten Wesen. Es ist eine schöne Idee zu sagen, dass die alten Feinde tot sind und damit kein Ausgleich der Kräfte von Gut und Böse mehr notwendig ist und die alten Wesen (die eigentlich ja weder Gut noch Böse sein sollten sich zurückziehen, die neue Welt neuen Wesen hinterlassen. Diese Szenen fand ich gut geschrieben und passend zur Geschichte.


    schwierig finde ich, dass die Schwangerschaft erhalten geblieben ist, obwohl die Mutter zweimal bis an ihre Grenzen gehen musste und alle Kraft gegeben hat. Naja, hoffen wir auf ein normales Kind...


    Die Lösung mit den Feinden fand ich insoweit ein wenig konstruiert, weil alles im Verhältnis zu genauen Beschreibungen an anderen Stellen ziemlich schnell ging und dadurch für mich zum Beispiel der Trick bei Malachit nicht wirklich zu genießen war.
    Unverständlich warum die hexe zweimal den gleichen Fehler macht bei einer so langen genauen Vorbereitung ist ebenso unverständlich. Wäre der Kampf nur mit dem Riesen gewesen und hätte es für sie eine Notwendigkeit ergeben den Riesen zu wecken, aber die gab es eigentlich nicht. Sie hatte doch genug Verbündete. So klar war mir nicht, warum sie den Riesen weckt und vor allem nicht, warum sie das andere Ungeheuer wecken mußte.
    Der Sieg über den Riesen war für mich keine Frage.
    Aber das dann die Elbin auch noch unsterblich wird und der König ihr gleich seine Liebe gesteht und alles ist so schnell in Ordnung. Irgendwie purzelten dann die Happy Ends in einer Woge los.
    Trotzdem werde ich gern das erste Buch lesen, denn die Charaktere haben mir gefallen und leider kann man einiges nicht verstehen, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, da doch einige Flüche eine Rolle spielen, die scheinbar im ersten Band ausgesprochen wurden und hier weiß man noch nicht einmal genau, wie und was mit dem Fluch bezweckt wurde.


  • Die Lösung mit den Feinden fand ich insoweit ein wenig konstruiert, weil alles im Verhältnis zu genauen Beschreibungen an anderen Stellen ziemlich schnell ging und dadurch für mich zum Beispiel der Trick bei Malachit nicht wirklich zu genießen war.


    Die Szene mit Malachit hat mir sehr gut gefallen. Das "Fith-Fäth" hat mich sehr überrascht. Wie ich schon geschrieben hatte, ging mir der Tod des Riesen auch etwas zu schnell.



    Unverständlich warum die hexe zweimal den gleichen Fehler macht bei einer so langen genauen Vorbereitung ist ebenso unverständlich. Wäre der Kampf nur mit dem Riesen gewesen und hätte es für sie eine Notwendigkeit ergeben den Riesen zu wecken, aber die gab es eigentlich nicht. Sie hatte doch genug Verbündete. So klar war mir nicht, warum sie den Riesen weckt und vor allem nicht, warum sie das andere Ungeheuer wecken mußte.


    Das andere Ungeheuer hat sie geweckt - zumindest habe ich es so verstanden - um Peredur und die anderen aufzuhalten. Wenn Fionn und die anderen dabei "drauf gegangen" wären, wäre es ihr bestimmt entgegen gekommen. Peredur konnte ja nicht sterben. In die Höhle des Riesen ist sie ja eigentlich nicht wegen dem Riesen gegangen, sondern wegen Peredurs Herzen. Dass sie den Riesen geweckt hat, habe ich unter Größenwahn verbucht. Wo sie doch schon mal da war ... Verbündete kann man schließlich nie genug haben.



    Aber das dann die Elbin auch noch unsterblich wird und der König ihr gleich seine Liebe gesteht und alles ist so schnell in Ordnung.


    Màr, die Elbin, ist nicht unsterblich geworden, sondern sterblich. Wahrscheinlich hast Du Dich nur verschrieben, oder?



    Irgendwie purzelten dann die Happy Ends in einer Woge los.


    Stimmt, mir hat's aber gefallen. :)



    Trotzdem werde ich gern das erste Buch lesen, denn die Charaktere haben mir gefallen und leider kann man einiges nicht verstehen, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat, da doch einige Flüche eine Rolle spielen, die scheinbar im ersten Band ausgesprochen wurden und hier weiß man noch nicht einmal genau, wie und was mit dem Fluch bezweckt wurde.


    Mir hat das erste Buch sogar einen Ticken besser gefallen als das zweite.

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)

  • Hier nun endlich meine Eindrücke vom letzten Abschnitt. Ist ein bisschen lang geworden. Aber wie hat mein Sohn einmal in der Philosophie-Stunde (2. oder 3. Klasse) beim Thema "Freundschaft" gesagt: "Das musste jetzt alles raus."


    Cady begibt sich in die Höhle des Löwen zu Malachit. Schmunzeln musste ich - auch wenn die Sache ja keine lustige Angelegenheit ist - als sie langsam in den Saal trippelt, wo ihre Freunde um einen Tisch herum sitzen und zu erstarren drohen, und dann einfach "Hallo!" sagt. Da hat sie das Überraschungsmoment auf ihrer Seite, und bestimmt ist Malachit das erste Mal in seinem Leben sprachlos.


    Zudem ist Cadys Einstellung wirklich zu bewundern. Obwohl sie weiß, dass Malachit sie vermutlich nicht gehen lassen wird, egal was er verspricht, behält sie ihren Gleichmut bei und fühlt sich beschwingt, geradezu euphorisch. Weil sie einem unglaublich mächtigen Wesen wie Malachit die Stirn bietet und sich nicht vor Angst irgendwo verkriecht. Recht hat sie! In diesem Moment habe ich mit ihr empfunden, dass sie die wichtigste Person überhaupt ist, und dass Malachit auch so sieht und sich sich deshalb mit ihr abgibt, ohne auf die anderen zu achten. Ein schwerer Fehler! Denn es passiert. Vor ihm steht nicht mehr die echte Cady, sondern Màr.


    "Wir können auch schnell sein, wie du siehst - nur einmal nicht hingesehen, nur einmal nicht auf die Bogins geachtet, die dich beeinflussten, indem sie so taten, als wären sie erzürnt." (Seite 351)


    Malachit ist zum einen völlig davon überrascht, dass die verschiedenen Völker gemeinsam Widerstand leisten. Damit hat er bestimmt nicht gerechnet. Und auch nicht damit, dass Màr lebt, denn sein Gift ist sonst unheilbar und absolut tödlich. Er hat keinen Gedanken daran verschwendet, dass die Rettung der Elbin möglicherweise mit Hilfe einer kleinen Bogin und "ihres" Buches gelang. Und so kann der Kampf zwischen den beiden mit aller Härte beginnen.


    Tiw ist wieder einmal sehr direkt (und modern), als er zu Cady meint, dass ihr Auftauchen eine gelungene Überraschung wäre, sie aber einen "Knall" hätte, das Buch mit zubringen. Mir gefällt, dass trotz aller Ernsthaftigkeit spontaner Humor nicht zu kurz kommt. Letzten Endes ist er aber trotzdem froh, dass sie alle von der Kraft des Buches durchströmt werden, diese Kraft weiterleiten können.


    In dem Zusammenhang fällt mir auch Freund Gru Einzahn ein, der sich verabschiedet. Schließlich hat er seinen Beitrag geleistet und kann als Held bei seiner Familie vorbeischauen, nicht ohne jedoch zu versichern: "Also, wenn ihr mich brauchen tut, dann bin ich halt da." (Seite 360)- Ein feiner Kerl!


    Für einen Moment habe ich dann den Atem angehalten, als es Malachit gelingt, Màr zu verletzen. Das war's! dachte ich. Doch Mani ist zur Stelle, und ihr gelingt es, Malachit, der ihren Zorn, ihre starke Verbindung zu Màr und ihre Mondkraft unterschätzt, mit ihrem Pfeil zu treffen, bevor weitere Geschosse von den kämpfenden Elben ihm endgültig den Garaus machen. Victoria nostra est!


    Aber ist es wirklich ein Sieg? Malachit hat es doch geschafft, Màr tödlich zu verwunden, ihr Herz schlägt nur noch wenig. Damit will sich Cady nicht abfinden, die sonst so sanfte Cady wird richtiggehend impulsiv und fährt Mani, die keine Hoffnung mehr für ihre Schwester sieht, an: "Sprich erst wieder, wenn du mir sagen kannst, was zu tun ist!" (Seite 357) - Was für ein Kampfgeist!


    Peredur, Fionn und die anderen kommen dem Herz immer näher. Sie treffen auf Morcant, den Meersänger. Noch ist das Herz sicher, aber etwas anderes Beunruhigendes schleicht heran. Wer ist "er", der erwachen will? Hat Ragna damit etwas zu tun. Sie scheint ihnen zuvor gekommen zu sein. In dem Moment dachte ich erneut, das war's, jetzt aber endgültig. Sie sind zu spät gekommen, denn Ragna hält das pulsierende Herz von Peredur in ihrer Hand. Statt jedoch das Herz zu vernichten und damit folglich Peredurs (und Asgells) Leben auszulöschen, weckt Ragna den Riesen Ysbaddaden. Der, der eigentlich ein Verbündeter Ragnas sein soll, ist irgendwie sauer auf Schwarzauge, will von ihr nicht mehr missbraucht werden, schnappt sich erst das Herz und verschlingt es. Dann greift er sich Ragna, durchbohrt sie mit einer Kralle seiner Hand und beschert ihr einen so raschen Tod, dass sie nichts mehr dagegen unternehmen kann und "einsam und still wie ein Tautropfen in der Sonnengut der Wüste verdunstet" (Seite 364). Zack. Bumm. Aus. Mit. Ragna. Dubh. Sùil. Schwarzauge. - Das ging ja flott!


    Bleibt der Riese, der allen den Tod bringen kann, wenn sich sein Augenlid öffnet. Hier sieht Ingbar seine Chance, seine Schuld zu sühnen, und es gelingt ihm, dem Riese unter Opferung seines Lebens den Garaus zu machen. - Er ist eben doch ein Guter!


    Dass Fionn dann Peredur die Hälfte seines Herzens geben will, weil dieser sonst stirbt, verdient höchsten Respekt. Denn diese Übertragung wurde bisher noch nicht durchgeführt, es ist also blanke Theorie und unsicher und riskant. Umso großartiger, dass alle aufatmen können, als es tatsächlich klappt. Ein wirklich schöner Moment! Was wahre Freundschaft vermag! Ein Hoch auf Fionn und (nicht nur) meine Verbeugung!


    Zum Ende hin blieb mir dann fast das Herz (und ich habe ein ganzes) stehen, als Màr, überglücklich mit ihrem geliebten Peredur, der wieder fühlen kann, vereint, zu Fionn sagt: "Du solltest dich besser beeilen." (Seite 383)- Hat Prisca unsere Cady sterben lassen? Hat sie nicht, und mir plumpste echt ein Felsbrocken in den Du Heaginns herunter. Auch sie hat eine Hälfte gegeben, eine Hälfte ihres Lebens für Màrs Leben. Wie Fionn. Das drückt sie beide aber nicht nieder. Denn sie sind glücklich, dass sie leben und dass sie ihre verbleibenden Jahre, die immer noch ausreichend sind, miteinander verbringen werden. Und mit mit ihren Kindern. Ein wunderbarer Gedanke!

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

    Einmal editiert, zuletzt von Svanvithe ()

  • Da hast Du ja noch umfangreich gepostet. :)



    Dann greift er sich Ragna, durchbohrt sie mit einer Kralle seiner Hand und beschert ihr einen so raschen Tod, dass sie nichts mehr dagegen unternehmen kann und "einsam und still wie ein Tautropfen in der Sonnengut der Wüste verdunstet" (Seite 364). Zack. Bumm. Aus. Mit. Ragna. Dubh. Sùil. Schwarzauge. - Das ging ja flott!


    Ja, mir ging es nach all dem Aufwand zu flott.


    Bleibt der Riese, der allen den Tod bringen kann, wenn sich sein Augenlid öffnet. Hier sieht Ingabr seine Chance, seine Schuld zu sühnen, und es gelingt ihm, dem Riese unter Opferung seines Lebens den Garaus zu machen. - Er ist eben doch ein Guter!


    Eben, was war seine Schuld? Ich kenne ja den ersten Band nicht, aber hier wird immer gesagt, er stand unter dem Einfluss seiner Mutter, der keiner widerstehen kann. Also wieso "Schuld"? Warum also musste er was gut machen?



    Dass Fionn dann Peredur die Hälfte seines Herzens geben will, weil dieser sonst stirbt, verdient höchsten Respekt. Denn diese Übertragung wurde bisher noch nicht durchgeführt, es ist also blanke Theorie und unsicher und riskant. Umso großartiger, dass alle aufatmen können, als es tatsächlich klappt. Ein wirklich schöner Moment! Was wahre Freundschaft vermag! Ein Hoch auf Fionn und (nicht nur) meine Verbeugung!


    Naja, die Lösung war toll, aber es steckt wohl im Charakter der Bogins, dass sie Sterben nicht zulassen können, solange es einen Weg gibt. Fionn war von Anfang an bereit zur Not dafür zu sterben. War also die Frage, wie er das macht. Das war m.E. eine sehr originelle Idee.


  • Schmunzeln musste ich - auch wenn die Sache ja keine lustige Angelegenheit ist - als sie langsam in den Saal trippelt, wo ihre Freunde um einen Tisch herum sitzen und zu erstarren drohen, und dann einfach "Hallo!" sagt. Da hat sie das Überraschungsmoment auf ihrer Seite, und bestimmt ist Malachit das erste Mal in seinem Leben sprachlos.


    Hier habe ich auch gegrinst: ganz cool, obwohl ihr ihre Knie zittern ;D

  • Wow, vielen Dank für dein ausführliches Statement! :-* Schön, dass du trotz aller Handicaps tzatsächlich bis zum Schluss dabei geblieben bist, das freut mich sehr!



    Zum Ende hin blieb mir dann fast das Herz (und ich habe ein ganzes) stehen, als Màr, überglücklich mit ihrem geliebten Peredur, der wieder fühlen kann, vereint, zu Fionn sagt: "Du solltest dich besser beeilen." (Seite 383)


    Das war natürlich eine absichtliche Gemeinheit, um nochmal ein bissl Pep reinzubringen in den Ausklang. ;)

    Grüße aus dem Weißen Reich,<br />Prisca

  • Das ist dir ja auch total gelungen...


    Aber ich bin glücklich, dass es so ausgegangen ist :herz:, und für mich ist es auch ein guter Abschluss.


    Einige Mädels haben ja etwas von einem weiteren Band geschrieben. Ich bräuchte den nach dem Ende nicht. Doch wenn's einen gäbe, wäre ich gerne dabei. Jetzt überlege ich, mir den "Fluch" noch zuzulegen, um einiges, was mir hier etwas unklar ist, besser verstehen zu können.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

  • Das würde mich natürlich freuen :D auch wenn für euch natürlich die Geheimnisse und Überraschungen dort dann schon keine mehr sind.


    Also wenn jetzt die Wahnsinnsverkäufe wären, dann dürfte ich bestimmt einen dritten Band machen. Idee und Konzept dafür hab ich schon. (Und viele Grausamkeiten harhar) Aber ich warte jetzt erst mal ab, bis die Rechte wieder an mich zurückfallen, und dann sehen wir weiter.

    Grüße aus dem Weißen Reich,<br />Prisca

  • Svanvithe: Kann ich nur bestätigen. Mir hat der erste Band auch sehr gut gefallen.


    @Prisca: Und wie lange dauert es in etwa, bis man/Du die Rechte zurückbekomm(s)t? Monate? Jahre?

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)

  • Also laut Vertrag müssen sie den Titel 18 Monate in Verkauf haben. Ich nehme mal an, dass sie ihn anschließend gleich aus dem Programm nehmen werden, dann kann ich den Vertrag kündigen. Wäre also so Mitte nächstes Jahr.

    Grüße aus dem Weißen Reich,<br />Prisca

  • Jepp, Band 1 gehört... drei, zwei, eins... mir. Kurzentschlossen hat es gerade geklappt.


    Ich hoffe, ich kann ihn lesetechnisch zeitnah "einschieben", zuvor schreibe ich aber meine Rezension für Band 2 fertig...

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen