04 - Kapitel 7 bis 8

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  • Ach ja, ich stolpere so hinter Euch her.


    Es kommt also eine Wendung, aber einige Sachen verstehe ich nicht. Wieso ist ein besonnener Lehrer so dumm, sich in einen Kampf mit einem Zauberer zu stürzen, in dem er nur verlieren kann.
    Wieso müssen die Helden der Bösen helfen? Es würde doch genügen, sie erst mal umbringen zu lassen und dann gemeinsam das Böse bekämpfe. Noch waren sie nicht in der Nähe. Feind gegen Feind macht doch einen Feind weniger. Irgendwie ist mir hier einiges sehr konstruiert. Dann kommt auch noch die Geschichte, dass der Lehrer in die Schülerin verliebt war und aber für den Leser netter Weise schon vorher Ersatz gezeigt wurde, denn da wären ja Konflikte aufgekommen, wenn zwei Zwerge die gleiche Frau lieben. Da kann man in amerikanischen Filmen immer Wetten abschließen, dass aus so einer Dreiergruppe einer stirbt.
    Schade finde ich vor allem den Tod des Trolls, auch wenn er dadurch die Sonnensehnsucht erfüllen kann. Auch das wirkte ziemlich aufgesetzt so als Trost für den Leser.
    Aber kann es dafür Ersatz geben? Das Paar wirkt doch nur als Paar. (mein Sohn hat es Frau Rowling übel genommen, dass sie einen der Zwillinge hat sterben lassen) da können, wie bei den Elben, gleich beide sterben. Naja, mal sehen. Die Orgels haben es ja bisher auch hinbekommen, den einen Zwilling noch zu einem wichtigen Charakter zu machen.
    Insgesamt wird es jetzt schon einfacher für die Helden. Für mich gibt es eigentlich einen interessanten Strang, der noch wirklich Spannung aufbaut, dass ist das Problem des Todes oder Leben des Königs. Ich glaube ja an den Bogin.
    Der zweite interessante Strang ist, wie die Bogins es schaffen , die Guten nicht unter ihren Bann zu nehmen. Allerdings frage ich mich, wieso ein Zauberer. der alles wissen kann das dann nicht merkt.


    Im Moment benehmen sich die Bösen auch ziemlich blöde. Naja, sonst wären sie ja wirklich nicht besiegbar.

  • Màr geht es nicht gut, es sieht so aus, dass sie nicht mehr gerettet werden kann. Vielleicht ist auch die hoffnungslose und unerfüllte Liebe zu Peredur eine Ursache dafür, dass sich ihr Zustand so sehr verschlechtert hat, sie den Einflüssen böser Mächte und damit Malachit nichts entgegensetzen kann. Màni macht sich Vorwürfe, dass sie es nicht früher bemerkte und auch die warnenden Worte ihrer Schwester, sie würde Ragnas zunehmenden Einfluss fürchten, nicht ernst nahm. So fehlte es Màr letzten Endes an Kraft ihrer Warnung das nötige Gewicht zu verleihen. Aber so ist es manchmal. Man möchte etwas nicht wahr haben, was doch möglich erscheint


    Nun liegt die Elbin, die zumindest ihre Gefühle für Peredur offenbart hat, sterbend danieder. Ich finde es bewundernswert, dass unsere (kleine) Boginfrau Cady nicht aufgeben will, und tatsächlich gelingt ihr mit Hilfe des Buches der Begin das unmöglich Scheinende. Mich hat hier fasziniert, dass es bezüglich des Buches gar nicht notwendig ist, dieses zu öffnen (nicht nur, weil es wohl die Entscheidung des Buches selbst ist, wann dies geschieht). Vielmehr kann Cady es inzwischen ebenfalls spüren. Diese Fähigkeit besaß wohl bislang nur Fionn, weil er vermutlich Hüter des Buches war. Nun beherrscht Cady die Fähigkeit, die Essenz ihres Volkes zu spüren. "Es birgt pure Lebenskraft für die Dinge, die wir zum Wachsen bringen." (Seite 256) - Ein wunderbarer Gedanke, Màrs Lebenskraft damit auch wieder zum Wachsen zu bringen.


    Ingbar tut mir leid. Seine Mutter versucht, ihn zu beeinflussen, in dem sie sich in seinen Geist drängt. Doch er widersteht ihr - noch - weiß aber gleichzeitig nicht, wie lange er sich zur Wehr setzen kann. Deshalb will er gefesselt werden, um niemanden zu gefährden, am wenigsten Peredur. Ich halte ihn für ehrlich, auch wenn er nicht sagen will, warum seine Mutter in den Norden reist. Und die Ahnung, seine eigene Mutter töten zu müssen, damit Albalon von ihr befreit wird, muss ihn sehr niederdrücken.


    Von Cervus - einem von den ganz Alten - erfahren Peredur & Co., was inzwischen geschehen ist. Dass auch die Elben angegriffen wurden und sich unter den Opfern Dandelion und Hyazinthe befinden. Ich gehe mal davon aus, dass die beiden eine Rolle im ersten Buch spielten und sie deshalb nur einen kurzen Auftritt hatten. Ich hätte sie gern näher kennen gelernt, damit mich ihr Tod mehr berührt hätte.


    Zustimmen kann ich der Aussage von Cervus: "Wir sind, die wir sind. Es steht uns nicht zu, ein Urteil darüber zu fällen, wer gut oder böse ist, denn das kommt immer auf den Standpunkt an." (Seite 269) - Klar, ein "Böser" sagt ja von sich selbst nicht, dass er böse ist...


    Valnir ist ungeheuer mutig, als sie sich waffenlos und nur spärlich "gerüstet" auf die beiden Myrkalfren stürzt, die Asgell zur Befragung durch den unheimlichen Jaderose abholen wollen. Das nötigt diesem Respekt ab, weil er einer Frau nicht so viel Mumm zutraut. Deshalb will er sie für sich gewinnen. Einmal soll sie das Zwergenheer anführen und dann ihm zu Willen sein, weil er sie erregend findet. Valnir ist nicht auf den Mund gefallen und kontert: "Niemals... Du kannst einen Zwerg nicht brechen. Du kannst uns zwingen, in den Schmieden zu arbeiten, aber nicht, zu kämpfen. Was du sonst mit mir anstellen magst, ist mir gleichgültig. Ich lasse es über mich ergehen und werde es nicht einmal spüren, und hinterher spüle ich dich mit einem Eimer Wasser weg." (Seite 293) - Recht hat sie!

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Ich habe mich so gefreut, dass Blaufrost den Geheimgang in der Bibliothek gefunden hat und damit Djarfur und die Oger und Trolle. Nun konnte es ja nur noch aufwärts gehen ;)


    Klasse war dann Gru Einzahns Plan: „Wir gehn rein, haun alle zu Brei, mach’n die Metalldinger kaputt und gehn wieda raus mit unsern Freund’n.“ Besser kann ein Plan nicht sein ;D Und so kommt es dann auch: Oger und Trolle leisteten ganze zerstörerische Arbeit und amüsierten sich köstlich dabei. Sie sangen Lieder in rhythmischen Reimen und legten alles im Takt in Schutt und Asche. Ich hab mich auch köstlich dabei amüsiert :D


    Und dann auch noch Blaufrost :o Das war zu rührend, wie er einmal wenigstens die Sonne sehen wollte :'(


    O ja, das war heftig, erst bekommen wir wieder die lustige Seite unserer Lieblingsriesen aufgetischt und dann muss sich Blaufrost mit einem Blick in die Sonne verabschieden. Da war ich mächtig traurig drüber.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Leider gibt es auch hier Verluste unter den Fiandur und das, als der Kampf praktisch schon vorbei ist :( Randur und Blaufrost *schnüff*


    Randur hatte ich fast vergessen. Dass er dran glauben musste, ging mir auch nahe. Schön, dass er Valnir noch gestanden hat, dass er sie eigentlich immer mochte und gern mit ihr zusammen Pläne für eine gemeinsame Zukunft geschmiedet hätte.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

    Einmal editiert, zuletzt von Svanvithe ()

  • Schön, dass du noch dabei bist, Svanvithe! :klatschen:


    Dandelion und Hyazinthe spielen im ersten Buch keine Rolle, sie hatten nur hier einen kurzen, wenngleich effektiven Auftritt. Ich hätte ihnen auch gern ein wenig mehr Raum gegönnt, aber das hätte den Umfang gesprengt. Vielleicht in der Nachbearbeitung ... ;)


    Was Blaufrost betrifft, so bin ich froh, dass ihm wenigstens sein sehnlichster Wunsch noch vergönnt wurde, und ein Abschied.


    Randur hat mich mit seinem Geständnis selbst überrascht. Bisher war ich immer davon ausgegangen, dass Valnir für ihn schwärmt, aber nicht weiß, wie sie es ihm gestehen soll. Tja, und dann stand es da auf einmal ...

    Grüße aus dem Weißen Reich,<br />Prisca

  • Na klar doch. Ich war leider auf Grund meines Sturzes etwas aus der Bahn geworfen, habe mir aber vorgenommen, alle meine offenen Leserunde - so auch diese hier - mit Beiträgen in sämtlichen Abschnitten und natürlich auch einer Rezension zu beenden. :)


    Wenn das Elbenpaar ein bisschen mehr Platz bekommt, würde es mich für die beiden freuen, auch wenn es an ihrem "Ende" nichts ändert.


    Ja, ich war komplett baff, als Randur da plötzlich seine weiche Seite für Valnir zeigt, war doch zuvor nichts davon zu spüren. Aber so sind sie wahrscheinlich, die "harten" Zwergenkämpfer.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

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  • Suse

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