Leserundenfazit und Rezensionen

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  • Ich habe das Lesen des Buches sehr genossen. Vielleicht auch gerade deswegen, weil ich genau im Alter der Granny-Nannys bin und selbst schon mal an einen Austausch z.B. nach Australien nachgedacht habe. Was aber nicht heißen soll, dass das Buch nur für ältere Leserinnen interessant ist - absolut nicht!


    Hier meine Rezi, die ich auch bei Amazon, was liest du, bücher.de, lovelybooks und Thalia eingestellt habe:


    Clara Behrens aus Hamburg möchte gerne selbständig arbeiten, nur als was. Bei einem Gespräch mit Mama Else kommt ihr der zündende Gedanke. Sie möchte ältere Frauen an junge Familien vermitteln - eine Granny-Nanny Agentur. Ihr Mann Tommi steht ihr mit Rat und Tat zu Seite und bald kann sie die ersten 3 Damen Familien vermitteln.


    Dann lerne ich nach und nach Karen Parotat, Hanni Wiesinger und Suse Hartema kenne. Drei Frauen, nicht mehr ganz jung, aber noch lange nicht zu alt sind um mit ihrem Leben noch mal etwas ganz Anderes anzufangen. Eine Anzeige von Clara Behrens erreicht sie - sie überlegen nicht lange, greifen zu und lassen sich für 3 Monate auf das Abenteuer Granny-Nanny ein. Alle 3 verschlägt es in sehr unterschiedliche Familien nach Berlin.


    Tania Krätschmar schildert sehr lebensnah, gefühlvoll und warmherzig die Erfahrungen der drei Nanny in ihren sehr unterschiedlichen Familien, die es nicht immer leicht haben. Es kommt auch manches ganz anders als es sich die Nannys vorgestellt haben.


    Auf betreiben von Clara Behrens treffen sich die 3 jeden Montag in Berlin Schöneberg in einem Cafe zum Kennenlernen und zum Austausch. Die Drei sind sich von Anfang an sehr sympathisch und es entstehen im Lauf der Zeit drei wunderbare Freundschaften.


    Die drei Frauen, alle in meinem Alter, habe ich von Beginn an mit ihren Ecken und Kanten und den kleinen Macken und Unzulänglichkeiten, vor allem aber mit ihren großen Herzen und ihrer Begeisterung für alles Neue, in mein Herz geschlossen. Ich habe sie bei der Arbeit in ihren Familien begleitet und war bei ihren Spaziergängen in Berlin dabei. Ich habe mit bekommen, wie sie sich alle ein Stück weit verändert bzw. wieder zu sich selbst gefunden haben.


    Clara und die Granny-Nannys: ein wunderbares Buch über 3 Frauen, die´s noch mal wissen wollen. Absolut lesenswert!


    Vielen herzlichen Dank, dass ich bei dieser Leserunde dabei sein durfte. Ich habe es sehr genossen.

  • Auch von mir ein herzliches Dankeschön für diese schöne Leserunde und für Deine Begleitung, liebe Tania! :bussi:


    Zum Buch:


    Clara Behrens eröffnet eine Granny-Nanny-Agentur in Hamburg. Sie vermittelt ältere Damen für eine begrenzte Zeit an Gastfamilien, die eine Nanny für ihre Kinder suchen. Die ersten drei Granny-Nannys sind Karen, Suse und Hanni. Alle drei verschlägt es nach Berlin zu ganz unterschiedlichen Gastfamilien. Jede der drei älteren Damen erlebt turbulente drei Monate, die sie verändern und zu Freundinnen werden lassen.


    Mein Leseeindruck:


    "Clara und die Granny-Nannys" ist für mich ein echtes Wohlfühlbuch. Die drei Protagonistinnen Karen, Suse und Hanni könnten kaum unterschiedlicher sein, aber ich habe sie alle in mein Herz geschlossen und konnte gut mit ihnen mitfühlen.


    Ich mochte es zu lesen, wie besonders Hanni sich verändert und wie die drei Frauen zu Freundinnen werden.


    Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und angenehm, so dass sich das Buch recht flüssig lesen lässt. Auch ist die Geschichte sowohl humorvoll als auch manchmal sehr überraschend. Es werden aber auch ernste Themen angesprochen.


    Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Ich habe mich wohlgefühlt beim Lesen und hatte schöne Lesestunden mit der Lektüre.
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  • Anbei meine Rezension, vielen Dank für die nette Runde und die tolle Geschichte!


    Clara Behrens ist mit ihrer Arbeit als Lehrerin nicht glücklich. Nach einem Gespräch mit ihrer Mutter über verpasste Chancen im Leben beschließt sie, sich ein zweites Standbein aufzubauen. Sie gründet eine Agentur für Granny-Nannys. Ältere Frauen, die noch fit und rüstig sind und mal aus ihrem Alltag hinauswollen, werden an Familien vermittelt, die Hilfe bei der Kinderbetreuung suchen.


    Durch Zufall landen die ersten drei Granny-Nannys in Berlin.
    Suse kommt aus Nordfriesland und führt dort mit ihrem Bruder ein kleines Restaurant, die beiden streiten sich aber viel und sind sich oft uneinig. So ist Suse begeistert, als sich herausstellt, dass ihre Gastfamilie ebenfalls ein Restaurant führt und ihr Gastvater Martin sehr angetan von ihren Ideen und Plänen ist. Doch sollte sie sich nicht eigentlich um Tochter Stella kümmern?
    Hanni ist eigentlich die typische Großmutter, nur hat sie leider keine Enkel. Um ihren Sohn Ben kümmert sie sich nur zu gerne, doch dem wird das teilweise zu viel und so bringt er seine Mutter erst auf die Idee, sich als Granny-Nanny zu bewerben. Glücklicherweise geht das auch per Brief, denn mit der modernen Technik steht Hanni auf Kriegsfuß. Dumm nur, dass sie sich um zwei halbwüchsige Jungs kümmern soll, die mit ihren Smartphones und Laptops praktisch zusammengewachsen sind. Wie soll Hanni an die beiden nur rankommen?
    Die dritte im Bunde ist Karen. Gerade als Englisch-Lehrerin pensioniert, will sie sich nicht von ihrer Tochter Anne als ständige Babysitterin verplanen lassen und geht lieber nach Berlin, wo sie bei einer amerikanischen Familie landet. Doch auch hier liegt einiges im Argen!


    Die drei unterschiedlichen Frauen treffen sich immer montags und tauschen sich über ihre Erfahrungen aus. Sie werden gute Freundinnen und machen alle drei im Laufe der Zeit eine Entwicklung durch, vor allem Hanni verändert sich total!


    Berlin mit seinen vielen Facetten bietet eine wunderbare Kulisse für diese abwechslungsreiche und unterhaltsame Geschichte! Die Protagonistinnen sind alle sehr sympathisch und vor allem glaubwürdig. Auch die Nebencharaktere fand ich alle höchst interessant und stimmig, vom einen oder anderen hätte ich mir noch ein bisschen mehr Informationen gewünscht, aber es sind natürlich viele Figuren, da kann nicht jeder ganz so ausführlich dargestellt werden.


    Es werden ernste Themen angesprochen, aber die Grundstimmung der Geschichte ist dennoch heiter. Über allem steht die Freundschaft und der Mut zu Veränderungen – dafür ist man nie zu alt!

  • Meine Rezension ist am Montag online gegangen.


    Inhalt:
    Clara Behrens ist zu Besuch bei ihrer Mutter und merkt einmal mehr, dass Else mit dem Alter hadert. Während sie im Kopf noch hellwach ist, macht ihr Körper viele Dinge nicht mehr so einfach mit. Und Else wurmt es um so mehr, dass sie so gern noch etwas erleben wollen würde, es aber nicht mehr kann.
    Unbewusst redet sie ihrer Tochter damit ins Gewissen, die mit ihrem Leben als Lehrerin ebenfalls nicht sehr glücklich ist. Zu allem Überfluss fliegt ihr Sohn Leon nun bald für ein Jahr in die USA und sie wird ihn schrecklich vermissen.


    Auf dem Heimweg denkt Clara über ihre Mutter und deren Worte nach und plötzlich hat sie die Idee! Eine Agentur für Frauen im besten Alter, die noch etwas erleben wollen und eine Chance erhalten sollen auf ein neues Abenteuer. Zu ihrer Überraschung ist ihr Mann Tommi ebenfalls begeistert und verspricht sie zu unterstützen. Da er bei einer Zeitung arbeitet, sind die Grundsteine schnell gelegt.
    Claras Agentur wird in der Zeitung erwähnt und auch ein TV-Sender berichtet über sie. So erreicht sie auch ihre ersten Grannys.


    Suse Hartema arbeitet in der Küche im Restaurant 'Die Robbe'. Zusammen mit ihrem Bruder hat sie vor 20 Jahren die Wirtschaft von ihren Eltern übernommen. Eigentlich macht es ihr Spaß in der Küche zu stehen, aber während sie gern eine Gastronomie aufziehen will reicht es ihrem Bruder völlig aus einen Imbiss zu führen. Da prallen regelmäßig Welten aufeinander und so langsam reicht es Suse. Da sieht sie auf der Zeitung, in die der stinkende Fisch eingewickelt ist, Claras Anzeige.
    Suse muss nur kurz darüber nachdenken und denkt sich 'Das ist es!'. Als sie ihren Bruder damit konfrontiert ist der mehr als erheitert. Er gibt seiner Schwester keinen Monat, bis die wieder nach Hause zurück kehrt. Er ist davon überzeugt, dass er den Laden mit Links schmeißt. Dann soll er mal zusehen.


    Karen Parotat hat es geschafft! Der letzte Arbeitstag liegt hinter ihr und vor ihr ganz viel Ruhe und Entspannung. Ihre Tochter Anne sieht das ganz anders. Jetzt, wo ihre Mutter in den Ruhestand gegangen ist, kann sie sich ja um die zwei Enkelkinder kümmern und Anne karrieremäßig richtig durchstarten. So spannt sie ihre Mutter gleich am ersten Tag ein und erzählt ihr die Babysitterin sei krank. Na das fängt ja gut an. Eigentlich mag Karen ihre Enkelkinder, aber wenn sie eins nicht leiden kann, dann bevormundet zu werden. Weil sie aber nie Nein sagen kann, gibt sie nach und fährt zu ihrer Tochter.
    Karen soll sich wohl nicht nur einfach darum kümmern, dass ihre Enkelkinder den Tag überstehen, sie muss ebenfalls einkaufen gehen, denn der Kühlschrank ist leer. Also schnappt sie sich ihre zwei Enkel und fährt einkaufen.
    Dort trifft sie unverhofft auf die Babysitterin, die einen erstaunlich gesunden Eindruck macht. Durch sie erfährt sie auch von der Absicht ihrer Tochter sie als regelmäßige Babysitterin einzusetzen. Das kommt ja gar nicht in die Tüte.
    Sobald am frühen Abend ihr Schwiegersohn die Haustür aufschließt ist Karen weg. Daheim schmeißt sie sich in den Sessel und sieht beim Durchschalten im TV eine kleine Reportage. Diese Clara Behrens hat eine tolle Idee und Karen denkt sich, warum nicht? Soll Anne sehen wie sie allein klar kommt, Karen braucht dringend einen Tapetenwechsel.


    Die letzte im Bunde ist Hanni Wiesinger. Hanni wäre gern an Karens Stelle. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als sich um Enkelkinder zu kümmern. Ihr Sohn Ben und seine Frau Gitta haben es damit aber überhaupt nicht eilig.
    Nachdem ihr Ehemann vor 3 Jahren verstorben ist, ist Hanni allein in dem Häuschen und weiß nicht so recht etwas mit sich anzufangen. Der einzige Lichtblick ist der Sonntag, denn da kommt Ben sie besuchen und dann kann sie ihn umsorgen. Ben ist allerdings nicht mehr in dem Alter von seiner Mutter betüttelt zu werden und will ihr vorsichtig einen Vorschlag machen. Er hat von einer Agentur gehört, die Frauen sucht die sich gern um Kinder kümmern und bereit sind mal etwas anderes zu machen. Das wäre doch etwas für seine Mutter. Sie kann schließlich nicht immer nur allein in ihrem Häuschen sitzen und darauf warten, dass er sie besuchen fährt.
    Hanni ist entsetzt. Will Ben sie etwa los werden? Wie soll sie sich denn in einer anderen Umgebung zurecht finden?
    Einige Tage denkt Hanni über die Anzeige nach. Hat Ben vielleicht doch Recht? Braucht sie mal etwas anderes in ihrem Leben? Nach langem zögern meldet sie sich schließlich bei Clara und meldet sich für die Agentur an.


    Ein paar Wochen später erhalten alle drei Damen Post. Für sie sind Gastfamilien gefunden worden - in Berlin! Am 01. Oktober geht es los. Während Hanni glaubt jetzt hat ihr letztes Stündlein geschlagen, freut sich ihr Sohn Ben sehr für sie.
    Suse ist schon ganz aufgeregt, aber Bodo belächelt sie und ist sich sicher, dass seine Schwester nicht lange bleiben wird.
    Auch Karen ist erfreut und kann es kaum erwarten. Ihre Tochter hingegen nimmt es ihr verdammt übel, dass sie einfach so abhaut um sich um fremde Kinder, statt um ihre eigene Familie zu kümmern.
    So landen am Ende alle drei in Berlin und haben keine Ahnung worauf sie sich da bloß eingelassen haben.


    Meinung:
    Nachdem ich vor einem Jahr Eva und die Apfelfrauen von Tania Krätschmar gelesen hatte und es mir sehr zugesprochen hat, wollte ich Clara und die Granny-Nannys natürlich auch unbedingt lesen. Ähnlich wie auch schon bei Eva und die Apfelfrauen haben mich die Charaktere schnell für sich einnehmen können. Jede der drei Damen hat etwas Spezielles für sich und geht mit der ihr gesetzten Aufgabe anders um. Von allen drei Damen war ich am meisten von der Entwicklung von Hanni überrascht und auch erfreut. Aber alle drei entwickeln sich gut weiter und lernen mit den ihn gesetzten Aufgaben umzugehen. Das hätte nicht jeder geschafft und wahrlich auch nicht jeder gewollt.


    Sehr niedlich sind die kleinen Kartentexte über vielen Kapitelüberschriften. Ansonsten bekommt man von Clara nicht viel mit. Sie hat das erste Kapitel für sich und taucht danach nur noch durch diese Texte auf bis zum Ende. Dann gibt es auch noch einen Abstecher zu ihr und ihrer Familie. Das ist auf der einen Seite einfacher für den Leser, weil er sich so auf die drei Hauptpersonen konzentrieren kann, auf der anderen Seite fehlt so ein wenig der Bezug zum Titel. Ich hatte mir dadurch mehr von Clara erwartet.
    Man kann sich übrigens sehr gut in die Probleme der Granny-Nannys einfühlen, auch wenn man vielleicht erst die Hälfte der Lenze zählt ^^ Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht und ich habe die Zeit in Berlin mit Karen, Suse und Hanni sehr genossen.


    Vielen lieben Dank an den Verlag und das Team von Leserunden.de, dass ich bei der Leserunde teilnehmen durfte =o)


    Ihr findet sie hier:
    http://www.buchjunkies-blog.de/?action=review&reviewId=1723
    http://www.lovelybooks.de/auto…anny-Nannys-1111251303-w/

  • Vielen lieben Dank an die tolle Leserunde, es hat mir sehr viel Freude gemacht, das Buch mit Euch zu lesen.
    Besonderen Dank an Dani, die sich darum bemüht hat, dass auch mein E-Book am Ende alle wichtigen Sätze und Wörter enthalten hat ;D
    Danke auch an die Autorin und den Verlag .


    Clara sucht eine neue Aufgabe und gründet eine Agentur , die ältere Damen als Nannys in Familien vermittelt.
    So lernen wir drei Damen kennen , die aus unterschiedlichen Gründen einen solchen Job annehmen , in Berlin lernen sie sich kennen und werden so zu Freundinnen .
    Jede hat so ihre Erlebnisse mit den "Leihfamilien"


    Mir hat dieses sehr kurzweilige Buch sehr gut gefallen. Die Drei erleben so unterschiedliche Dinge , die die Lektüre sehr unterhaltsam gestalten.
    Durch die Erfahrungen verändern sich Grannys und das nicht nur äußerlich. Doch auch die Gastfamilien profitieren von den Grannys .
    Das Buch hat Aspekte , die zum Nachdenken anregen aber auch sehr komische Momente. Man wünscht sich die Drei persönlich kennenzulernen und am Montag ein Gläschen Prosecco mit ihnen zu trinken.


    Als Fazit : Es ist nie zu spät , etwas Neues anzufangen , man braucht nur ein kleines bisschen Mut.


    .....und ich wünsche mir eine Fortsetzung.


    Meine Bewertung werde ich bei Amazon, buch.de und bücher.de , sowie Thalia abgeben.

  • Ich habe mir über die Feiertage ein paar Gedanken gemacht und hier ist nun meine Rezension:


    Clara und die Granny-Nannys
    Tania Krätschmar


    Ein schlicht und einfach gehaltenes Buchcover, in dezenten Farben.


    Soll das schon alles sein?. Nein, hier muss sich was ändern. Clara Behrens hat das Gefühl, noch etwas aus ihrem Leben machen zu müssen. Aus diesem Grund entwickelt sie kurz entschlossen und mit tatkräftiger Unterstützung von ihrer Mutter und ihrem Ehemann die Idee, eine Agentur zu gründen, in der sie ältere Damen als Au-Pair zu Gasteltern vermittelt. Und schnell ist die Agentur gegründet und die ersten Granny-Nannys können vermittelt werden.
    Für Karen, Hanni und Suse beginnt nun das Abenteuer in Berlin, doch irgendwie läuft es für die drei älteren Damen dann ganz anders als geplant. Wie auch sonst in ihren Leben, aber die Drei lassen sich davon nicht unterkriegen.


    Suse lebt in Nordfriesland und betreibt mit ihrem Bruder Bodo ein kleines Lokal. Zufrieden ist sie allerdings mit ihrem Leben nicht so recht und da kommt ihr die Anzeige von Clara Behrens genau richtig. Drei Monate als Granny-Nanny bei einer Gastfamilie leben und deren Kinder betreuen. Auf ins Abenteuer. Und raus aus dem alten Trott. Und einwenig Ahbstand zum Bruder, der nimmt alles als selbstverständlich und nie ein Wort des Lobes für Suse.


    Für die frisch pensionierte Lehrerin Karen ist es eher eine Flucht, denn ihre Schwiegertochter sieht in Karen schon eine jederzeit zu Verfügung stehende Omi, die sich glückselig um ihre Enkelkinder kümmert, während Sohn und Schwiegertochter Karriere machen. Aber nicht mit der energischen Karen. Sollen die mal sehen wie ohne sie läuft.
    Hausfrau Hanni wird eher ungewollt zur Granny-Nanny. Sohn Ben schlägt ihr den Job vor und die schüchterne, biedere Hanni fühlt sich erst einmal ziemlich überrumpelt. Und dann auch noch Berlin, und dass auch noch mit dem eigenen Auto, welches sie doch sonst nur mal schnell zum Einkaufen nutzt. Und das auch noch ungern.


    Drei vollkommen unterschiedliche Charaktere sind die Granny-Nannys.
    Der Autorin Tania Krätschmar gelingt es hervorragend, ihre drei Protagonistinnen und deren Charaktere wieder zugeben. Suse, Karen und Hanni kommen alle aus recht beschaulichen Kleinstädten und so fällt es der einen oder anderen schon schwerer, sich in Berlin zurechtzufinden. Jede hat so ihre kleinen Schwierigkeiten. Aber jeden Montag treffen sich die drei Frauen und finden einen Weg sich auch in Berlin wohl zu fühlen. Sie tauschen sich über ihre Erfahrungen bei ihren Gasteltern aus und ermuntern und trösten sich gegenseitig. Öfters müssen Tränen getrocknet werden und Mut zugesprochen.
    Aber man merkt bei Lesen, das Leben fängt erst richtig an, jenseits der Fünfzig.
    Man gehört noch lange nicht zum alten Eisen.
    Mir gefällt es ausgesprochen gut, dieses offene Ende, wie es mit allem weitergehen könnte. Hier kann sich jeder selber so seine Gedanken machen.


    Danke an die Autorin für die tolle Begleitung der Leserunde.
    Und ein Dankeschön and den Blanvalet Verlag für das Leseexemplar.


    Ich werde meine Rezension auch noch bei Amazon einstellen.


    Gruß Lena :lesen:

  • Auch ich durfte im Rahmen der Leserunde das Buch mitlesen.
    Worum geht es in den Buch? Das Buch handelt von drei Frauen, die auf unterschiedlichste Weise auf die Granny-Nanny-Agentur aufmerksam werden und über diese nach Berlin zu verschiednen Familien kommen um dort als Kindermädchen arbeiten.
    Da ist einmal Karen: Sie möchte nicht mehr immer von ihrer Tochter als Kindermädchen benutzt werden und bewirbt sich deshalb als Kindermädchen. Ihre Familie ist aus der USA und alles andere als einfach.
    Die Zweite Granny Nanny ist Suse: Diese gönnt sich eine Auszeit aus der von ihr und ihren Bruder betreibenen Gaststätte. Eine Arbeit mit Kindern kann sie sich gut vorstellen. Leider wartet diese Aufgabe nicht so in Berlin auf sie.
    Und dann ist noch Hanni. Hanni wird eigentlich von ihren Sohn zur Granny Nanny Agentur aufmerksam gemacht. Er findet, dies wäre doch mal was für sie. Und so kommt Hanni nicht ganz von sich aus nach Berlin und in einen Familie, wo sie auch noch einiges lernen kann.
    Jeden Montag treffen sich die drei Frauen in Cafe Maiwald und tauschen ihre Erlebnisse aus. Dabei wachsen sie zu Freundinnen zusammen.


    Tania Krätschmar zeigt mit ihren Roman, dass man selbst im Alter noch einmal neue Wege bestreiten kann und dadurch manchmal ungeahnte Veränderungen geschehen können. Man verliebt sich, dabei kann es trotz des Alters manchmal noch blind vor Liebe ist oder es gelingen einen Veränderungen, die andere in Erstaunen versetzen. Manchmal findet man sich selbst in einer der Frauen wieder und manches bringt einen zum Nachdenken. Der Roman ist jedoch mehr in die humorvolle Ecke einzuordnen. Es gab einige Szenen, wo ich richtig lachen konnte. Und eh dies geschieht, bedarf es einige Erzählkunst.
    Ich habe den Roman sehr genossen, da er meine Altersgruppe anspricht. Gern würde ich mehr über die drei Frauen lesen.

  • Wenn auch spät, so doch auch noch mein Dank an die Leserunde und an Tania.


    Omas an die Front
    Clara hat eine tolle Idee und den Mut, sie umzusetzen. Ihr Mann unterstützt sie und los geht es. Warum sollen Rentnerinnen oder Frauen, die über 50 sind und keine Arbeit haben, nicht auch als Nanny arbeiten? Immerhin steht ihnen genug Zeit zur Verfügung und viel Lebenserfahrung und meist auch noch viel Power. Bisher war mir nur die amerikanische Variante bekannt, in der Omas ohne Enkelkinder mit Kindern ohne Oma verbunden werden (gibt es ja auch als großer Bruder und so).
    Dass man das als Geschäft aufziehen kann, fand ich schon interessant, obwohl ich mir immer noch nicht vorstellen kann, wie der finanzielle Teil funktioniert. Aber das ist eigentlich auch Nebensache. Es geht hier darum, eine Aufgabe zu bekommen, die aus dem täglichen Einerlei herausholt. Neuland zu betreten, zu merken, wie viel man noch erwarten kann, auch wenn die Gesellschaft der Meinung ist, man sei zu alt zum Leben.
    Die Grannys, welche als erste in die Vermittlung der Agentur aufgenommen werden, sind unterschiedliche Charaktere in ebenso unterschiedlichen Lebenssituationen:
    Da ist die Lehrerin, die endlich pensioniert ist und deren Tochter meint, nun eine preiswerte Babysitterin für ihre Kinder zu haben. Darf man das nicht wollen? Darf man den unbezahlten und meist auch nicht sehr anerkannten (weil selbstverständlichen) Job als Oma ablehnen und das Abenteuer suchen?
    Eine Witwe sitzt in ihrer Wohnung und der Höhepunkt ihres Lebens ist der Besuch des Sohnes, den sie dann verwöhnen kann. Eigene Enkelkinder hat sie nicht und es ist auch keine Aussicht, dass sich dieser Zustand ändert. Sollte man diese Frau hinaus schicken und sagen: „Da gibt es ein Leben, das findet dort draußen statt!“?
    Die Restaurantbesitzerin ist für ihren Bruder eine Köchin, auf die er gern verzichten kann, eigene Ideen kann sie nicht verwirklichen. Ihre Meinung ist nicht gefragt, dabei liebt sie kochen. Wie wäre es, wenn man den Herrn Bruder mal erleben lässt, wie wichtig sie für das Restaurant ist? Aber Erfahrungen mit Kindern hat sie ja nun nicht. Soll sie gehen und es darauf ankommen lassen?
    Das also sind die Abenteuerinnen und Clara will ihnen den Start leicht machen. Bedarf ist da. Sehr schnell hat Clara die drei vermittelt und sie kommen nach Berlin. Als Starthilfe arrangiert Clara ein Treffen in einem Cafe und dort kommt zu dem Dreiergespann noch eine freundliche und sehr engagierte Kellnerin.
    Im Verlaufe der Handlung erleben wir, wie die Granny-Nannys sich in ihren Familien mehr oder weniger einleben, wie jede an dieser neuen Aufgabe wächst, wie sie sich gegenseitig unterstützen und teilweise ihr Leben völlig umkrempeln. In Berlin gibt es ja genug interessante Typen. Der Friseur, der im Buch eine Rolle spielt, wäre mir eine Reise wert.
    Es ist ein wirkliches Vergnügen, dieses Buch zu lesen in dem die Emanzipation aus völlig anderer Sicht erzählt wird und mit einer wundervollen Leichtigkeit, einem stillen Humor und keinerlei Tränendrüsigkeit.


    Fazit:
    Ein Mutmachbuch für alle über 50jährigen oder solche, die sich schon so fühlen. Ein Buch voller Leben und mit absolut sympathischen Protagonistinnen.

  • Wenn noch nicht geschehen, stellt eure Rezensionen doch bitte auch auf der Hauptseite ein.


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  • Meine Meinung: Ein richtiges Wohlfühlbuch das ich sehr genossen habe 8)


    Die Frauen in dem Buch waren mir sehr sympathisch, auch wenn ich manchmal die einzelnen Handlungen nicht wirklich nachvollziehen konnte. Aber das ist im richtigen Leben auch so. Vor allem die Treffen der Nannys fand ich immer super zum lesen, da bekam man am meisten mit was in deren Leben so vor sich ging.


    Ich hätte in dem Buch noch Stunden lesen und die einzelnen Schicksale der Nannys noch ewig weiter verfolgen können. Ich hoffe wirklich dass es eine Fortsetzung gibt, vielleicht mit anderen, aber natürlich auch wieder bekannten Figuren.


    Vor allem Hanni hat es mir besonders angetan. Anfangs hatte ich sie eher als schüchternes Persönchen am Schirm und dann hat sie gezeigt was wirklich in ihr steckt. Das fand ich echt grandios.


    Die Autorin zeigt ganz deutlich eins: Es ist nie zu spät was neues anzufangen.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen