Jäger im Zwielicht - Abschnitt 1: Anfang - einschl. Hernes Eiche

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  • Hallo Stephan,
    hallo Aileen (nachgeordnet, weil es um Stephans Buch geht ;D )


    ein frohes neues Jahr für Euch und Eure Nebelhexe.


    So, jetzt haben wir einen ehemaligen Jäger des Königs der vermeintlich tot an einer Eiche hängt. :o
    "Vermeintlich" deswegen weil im Klappentext steht, dass Cassandra ihn vom Bann befreien kann. Also gehe ich davon aus, daß er nur tot scheint und nicht tot ist.


    Was hat es damit auf sich, daß sein Pfeil - egal wo abgeschossen - immer wieder in dieser Eiche landet?


    Das ist aber auch dumm gelaufen und ich kann mir vorstellen, dass das Leben nach der Rettung durch Cascadine kein Leben mehr für Herne ist. Ein leidenschaftlicher Jäger, der nicht mehr jagen kann - da fehlt der komplette Lebensinhalt und den kann auch eine Frau wie Cassandra sicherlich nicht ersetzen.


    Ihr Aussage "er soll mich jagen und erobern, jeden Tag aufs Neue" hat mir gut gefallen, ist auch ein schöner Gedanke, aber ganz sicher keine Jagd-Ersatz-Handlung bzw. wird nicht so befriedigend sein, daß es Herne komplett ausfüllen würde. Aber ich kann Cassandra verstehen, dass sie diesen Strohhalm gegriffen hat um Herne zu retten und ihn nicht hat einfach sterben lassen. Dass Cascadine vor seinem Zauber mit keinem Wort erwähnt hat, dass Herne mit dem Geweih eins wird, ist aber auch böse.


    Herne gefällt mir sehr gut. Seine Art zu jagen, seine Gedanken dazu, gefallen mir. Das ist ein schöner Gedanke, dass Wild nur dann geschossen würde wenn es auch bereit für den Tod ist. Als er die Waffe des Königs nach unten drückte um den Schuss auf den Hirsch zu verhindern dachte ich, dass er das mit seinem Leben bezahlen wird. Das war ja schon sehr dreist. aber dadurch, dass er in der Gunst des Königs sehr hoch steht, musste das lediglich ein anderer ausbaden. Hm ... da bekommst Du eine übergebraten für etwas was Du selbst nicht verbockt hast. Ich würde so einen Job nicht haben wollen. ;)


    Irgendwie merkwürdig der Gedanke, dass da einfach mal so und ohne Vorankündigung der König mit seinem Gefolge in ein Dorf einmarschiert, zu Essen und zu Trinken verlangt und für ihn wird dann auch noch das beste Fleisch aufgetischt und dann verschwindet die Delegation nachdem sie sich die Schnute abgeputzt haben wieder sang- und klanglos.


    Wer ist Cascadine? Woher kommt er und was ist sein Ziel? Er kam ja aus dem Nichts und wurde von Richard II als Heiler eingestellt. Müssen sich solche Leute nicht normalerweise erst bewähren? Wieso wird er so vorbehaltlos in Dienst genommen? Für mich macht er den Eindruck als wäre er eher ein Magier der dunklen Seite als ein Heiler.


    Und nun stellt sich auch mir die Frage - was hat Julia in unserer Zeit mit all dem zu tun?
    Von Julia erfahren wir im 1. Kapitel ja nur, dass sie auf dem Reiterhof nahe Windsor eingetroffen ist, von Carry bekommt sie ihre Unterkunft gezeigt und dann entdeckt sie das kleine Büchlein. Anschließend wird der Leser direkt in das Geschehen um Cassandra, Herne und Richard II. geführt.


    Es liest sich sehr schön und sehr schnell und die Hälfte hab ich ja dann jetzt schon durch. Ich bin gespannt wie es weitergeht, wie Cassandra ihren Herne retten kann und wie Julia in die Geschichte verstrickt ist.

  • Ja, es liest sich schön und schnell und ist nun schon halb um :'(
    Ich weiß schon warum ich lieber lange Bücher mag >:(


    Cascadine ist glaube ich hier der "Böse"... Neben dem das er ein echter Unsympath ist, hat er sich ja auch mit Hernes Verwandlung eine echte Fiesheit geleistet. Das er das vorher nicht erzählt hat, das Herne das Geweih behalten wird, war ja ganz sicher Vorsatz.
    Und die arme Cassandra muß das nun ausbaden... Das war ja ohnehin eine schwere Entscheidung die sie da treffen mußte, allein um den Preis der "Jägerfähigkeiten".
    Andererseits hätte herne im Laufe der Zeit sicher dann auch mit etwas Abstand festgestellt das es besser ist nicht mehr jagen zu können als tot zu sein. Im ersten Moment ist der Verlust dieser Fähigkeit für ihn natürlich unfassbar und das "Da wäre ich liebrr tot !" ist vielen Menschen schon aus weit geringeren Gründen in den Sinn gekommen.


    Leider hat er aber nicht mehr die Zeit, sich daran zu gewöhnen, nun ein anderes Leben führen zu müssen, sondern er bringt sich um.


    Gespannt bin ich auch, was an Herne für den König so besonders war - denn er hat ihn ja anders behandelt als seine anderen Jäger.


  • Das ist aber auch dumm gelaufen und ich kann mir vorstellen, dass das Leben nach der Rettung durch Cascadine kein Leben mehr für Herne ist. Ein leidenschaftlicher Jäger, der nicht mehr jagen kann - da fehlt der komplette Lebensinhalt und den kann auch eine Frau wie Cassandra sicherlich nicht ersetzen.


    Hm, so sehe ich das nicht... Natürlich ist da der komplette Lebensinhalt weg.
    Aber es ist auch möglich, einen Neuen zu finden.
    Ansonsten müßte ja jeder der zB einen schlimmen Unfall hatte und dadurch seinen Beruf nicht mehr ausüben kann direkt Selbstmord begehen.


    Cassandra kann und soll das nicht ersetzen, da muß schon eine neue Lebensaufgabe her.



    Irgendwie merkwürdig der Gedanke, dass da einfach mal so und ohne Vorankündigung der König mit seinem Gefolge in ein Dorf einmarschiert, zu Essen und zu Trinken verlangt und für ihn wird dann auch noch das beste Fleisch aufgetischt und dann verschwindet die Delegation nachdem sie sich die Schnute abgeputzt haben wieder sang- und klanglos.


    Na ja, da dem König "alles gehörte" war das für ihn wohl ganz normal, sich eben das zu nehmen was er gerade haben wollte.


    Ich hatte die ganze Zeit Angst das er sich Cassandra als "Gespielin" holen würde, seit gesagt wurde, das er wohl gerade wieder auf der Suche ist.


  • Hm, so sehe ich das nicht... Natürlich ist da der komplette Lebensinhalt weg.
    Aber es ist auch möglich, einen Neuen zu finden.
    Ansonsten müßte ja jeder der zB einen schlimmen Unfall hatte und dadurch seinen Beruf nicht mehr ausüben kann direkt Selbstmord begehen.


    Hm ...... schau Dir mal die Selbstmordrate an unter Unfallopfern ....


    Zuerst einmal muss ja der Blick wieder offen sein für andere Dinge. In der Regel hängt man ja an dem was man verloren hat, wenn es der Lebensinhalt war (oder der Beruf der einen ausgefüllt hat) ist da erst mal gähnende Leere und Angst. Dass man sich neu orientiert und wieder ins Leben kämpft dauert ja meist lange Zeit.


    Zitat

    Cassandra kann und soll das nicht ersetzen, da muß schon eine neue Lebensaufgabe her.


    Ich gehe jetzt mal davon aus, daß es tatsächlich Richard II ist, den auch unsere Geschichte kennt - dann hätte Herne sich in der Zeit von 1377 bis 1399 einen neuen Lebensinhalt suchen müssen. Wie viele Möglichkeiten hatte er denn da?


    Zitat

    Na ja, da dem König "alles gehörte" war das für ihn wohl ganz normal, sich eben das zu nehmen was er gerade haben wollte.


    Ja, schon klar. Ich mag unangekündigten Besuch so gar nicht ;D - und damals kam ja fast der ganze Hofstaat als Anhang mit und wollte beköstigt werden.


    Zitat

    Ich hatte die ganze Zeit Angst das er sich Cassandra als "Gespielin" holen würde, seit gesagt wurde, das er wohl gerade wieder auf der Suche ist.


    Das hatte ich vergessen zu erwähnen.
    Den Gedanken hatte ich auch. Und was nicht ist kann ja noch werden ... sie wird Gespielin für den König, dafür wird der Bann von Herne genommen?

  • Hm ...... schau Dir mal die Selbstmordrate an unter Unfallopfern ....


    Zuerst einmal muss ja der Blick wieder offen sein für andere Dinge. In der Regel hängt man ja an dem was man verloren hat, wenn es der Lebensinhalt war (oder der Beruf der einen ausgefüllt hat) ist da erst mal gähnende Leere und Angst. Dass man sich neu orientiert und wieder ins Leben kämpft dauert ja meist lange Zeit.


    Ja, ich kann mir vorstellen das Herne da in "guter Gesellschaft" ist :( (Wobei ich die Rate nciht kenne... )


    Was aber nichts daran ändert, das es eben möglich ist, einen neuen Lebensinhalt zu finden. Man muß sich nur die Zeit lassen und es eben auch "zulassen".


    Das das im 14. Jh. nicht so einfach war wie heute ist klar, da war die Auswahl an Berufen ja etwas geringer.
    Aber er ist stark, wendig, kann sich in Tiere hineinversetzen... Da muß es doch was geben.


    Wobei das mit dem Geweih natürlich dann alles noch mal eine andere Sache ist.



    ... sie wird Gespielin für den König, dafür wird der Bann von Herne genommen?


    :o

  • Hallo zusammen!


    Brr, die Geschichte von Herne ist ja gruselig! Die Vorstellung, mit einem Hirschgeweih verwachsen zu sein... da schaudert es mich! Aber ihn scheint ja sogar weniger das Geweih als der Verlust seiner Jagdfähigkeit zu bekümmern und entsetzen.
    Gegenüber Cassandra ist das nicht fair, sie wollte sein Leben retten. Aber vielleicht hätte sie anders entscheiden sollen, dass Cascadine ein unheimlicher Typ ist, hatte sie ja sofort gefühlt, ihm hätte sie wohl besser nicht trauen dürfen.
    Dennoch ist es sehr traurig, dass Herne nicht wenigstens versucht, mit ihr weiterzuleben, sondern davonläuft, sich versteckt und schließlich erhängt :(


    Wie geht das jetzt wohl weiter? Ist er wirklich tot?
    Und wer legt Cascadine das Handwerk, es kann nicht gut sein, wenn so ein unheimlicher Magier im Gefolge des Königs ist, wer weiß, was der da noch alles anrichtet!


    Die Rahmenhandlung mit Julia am Anfang empfand ich als sehr kurz. Ja, es ist eine Novelle, aber das war für mich ein doch sehr aprupter Wechsel in die "Geschichte in der Geschichte".
    Aber das Pferd, das sie so "beobachtet" hat bestimmt noch eine Bedeutung?

  • Dani, ja, das Pferd hab ich auch direkt abgespeichert als "ist bestimmt wichtig" !


    Bei Pferd fällt mir noch was anderes wieder ein:
    Stephan, warum denn presst Herne seine Unterschenkel in die Flanken seines Pferdes !? :o Da gehören die doch gar nicht hin !!!

  • Hallo ihr Lieben,


    der erste Abschnitt der Novelle hat sich wie nichts weggelesen, am liebsten hätte ich direkt weitergelesen. Ich bedaure es jetzt schon, daß die Geschichte bald vorbei ist.


    Hernes Geschichte ist so traurig - und ich würde mich nicht wundern, wenn Cascadine seine Finger bei dem Unfall mit dem Hirsch im Spiel hatte. Und Cassandra hat er ebenfalls übers Ohr gehauen, als er ihr nicht gesagt hat, daß Herne das Geweih für immer tragen wird. Daß sich Richard so für seinen ersten Jäger eingesetzt hat, hat mich auch überrascht; bis dahin ist er ja nicht sehr positiv weggekommen. Wer ist dieser Cascadine überhaupt? Woher kommt her? Bisher macht er nicht den Eindruck, daß er zu den Guten gehört, auch Herne war sehr mißtrauisch ihm gegenüber. Mußte er deswegen sterben? Und warum vertraute ihm Richard so schnell? Ich meine, als König nehme ich ja nicht jeden Dahergelaufenen als Leibarzt. Ich habe auch die Befürchtung, daß der König irgendwie von Cascadine beeinflusst wird.


    Cassandras Alpträume beunruhigen mich etwas, ich glaube, daß sie nicht grundlos von ihnen heimgesucht wird. Ist das eigentlich Zufall, daß sie Cassandra heißt, wie ihre berühmte Namensvetterin, die ebenfalls Unheil vorhersehen konnte? Was sind das für Wesen, die ihr im Traum begegnen? Bei dem schwarzen Pferd mußte ich direkt an das scharze Pferd auf dem Gestüt der Redcliffs denken. Das wird sicherlich noch eine Rolle spielen, ich hoffe nur nicht die Rolle eines Pferdes mit glühenden Augen :o


    Achja, dann das Vorwort: "Für alle Träumer, die an ein gutes Ende glauben" - das ist hoffentlich keine Drohung :D


    Ich habe gesehen, daß es beim Ulrich-Burger-Verlag noch mehr Novellen aus der Reihe gibt. Ich finde die durchgängige Gestaltung mit auf dem aufgeschlagenen Buch sehr gelungen.


  • So, jetzt haben wir einen ehemaligen Jäger des Königs der vermeintlich tot an einer Eiche hängt. :o
    "Vermeintlich" deswegen weil im Klappentext steht, dass Cassandra ihn vom Bann befreien kann. Also gehe ich davon aus, daß er nur tot scheint und nicht tot ist.


    Da ich die ebook-Version habe, war mir das bisher unbekannt. Aber so ganz überzeugt bin ich auch noch nicht von seinem Tod. Eins irritiert mich übrigens noch: im ersten Kapitel "Das Treffen auf der Lichtung" werden wir Zeuge, wie ein weißer Hirsch (der auch das Wappentier von Richard ist) seinen Jägern entkommt und erschrickt, als er im Wasser sein Spiegelbild erblickt. Warum erschrickt er? Ist das Herne?
    Denn der nachfolgende Alptraum von Cassandra, in dem sie träumte, daß jemand auf sie geschossen hat, kann damit nichts zu tun haben. Der Hirsch ist ein Er, während in Cassandras Traum auf Sie geschossen wird.



    Was hat es damit auf sich, daß sein Pfeil - egal wo abgeschossen - immer wieder in dieser Eiche landet?


    Ja, das ist sehr mysteriös. Zwischen Herne und der Eiche gibt es in jedem Fall eine Verbindung.



    Herne gefällt mir sehr gut. Seine Art zu jagen, seine Gedanken dazu, gefallen mir. Das ist ein schöner Gedanke, dass Wild nur dann geschossen würde wenn es auch bereit für den Tod ist. Als er die Waffe des Königs nach unten drückte um den Schuss auf den Hirsch zu verhindern dachte ich, dass er das mit seinem Leben bezahlen wird. Das war ja schon sehr dreist. aber dadurch, dass er in der Gunst des Königs sehr hoch steht, musste das lediglich ein anderer ausbaden.


    Mir gefällt Hernes Respekt vor dem Leben ebenfalls sehr gut. Und bei der von dir beschriebenen Szene, in der ein Anderer anstelle von Herne bestraft wird, habe ich mich gefragt, woher das kommt, daß Richard so große Stücke auf Herne hält.



    Andererseits hätte herne im Laufe der Zeit sicher dann auch mit etwas Abstand festgestellt das es besser ist nicht mehr jagen zu können als tot zu sein. Im ersten Moment ist der Verlust dieser Fähigkeit für ihn natürlich unfassbar und das "Da wäre ich liebrr tot !" ist vielen Menschen schon aus weit geringeren Gründen in den Sinn gekommen.


    Das dachte ich zwischendrin auch, aber andererseits erwähnt er, daß er sich innerlich wie tot fühlt; wahrscheinlich gab es bei der Verschmelzung von Hirsch und Herne noch mehr unbekante "Nebenwirkungen" als nur der Verlust der Jagdfähigkeit.



    Ich hatte die ganze Zeit Angst das er sich Cassandra als "Gespielin" holen würde, seit gesagt wurde, das er wohl gerade wieder auf der Suche ist.


    Ohja, die Befürchtung hatte bzw. habe ich auch.

  • Hallo und einen guten Abend 8) ! Und euch allen auch ein frohes, gesundes und lesereiches neues Jahr!


    Ich sehe da wird schon fleißig diskutiert :). Das ist schön und es ist vor allem interessant zu lesen in welche Richtungen das alles geht. Als Autor merkt man dann auch, dass diese Geschichte durchaus Potenzial für einen ganzen Roman gehabt hätte.


    Ja, Herne hat da kein leichtes Schicksal. Fast hätte ich gesagt, ihm wurde über mitgespielt :o, aber Cassandra hat ihm ja das Leben gerettet und welche Beweggründe Cascadine haben mag, weiß man ja ( noch ) nicht so wirklich. Die Sache mit dem Geweih mag eine Gemeinheit sein, aber wer weiß, bei einem Pferderennen könnte dies ein durchaus begehrter Kopfschmuck für die Damenwelt der High Society werden ;D.



    Irgendwie merkwürdig der Gedanke, dass da einfach mal so und ohne Vorankündigung der König mit seinem Gefolge in ein Dorf einmarschiert, zu Essen und zu Trinken verlangt und für ihn wird dann auch noch das beste Fleisch aufgetischt und dann verschwindet die Delegation nachdem sie sich die Schnute abgeputzt haben wieder sang- und klanglos.


    So einen Überfall würde ich auchnicht wollen. Aber ich denke damals war das so. Der Adel kam und nahm sich was er wollte. Soll's ja heute auch noch geben. :)



    Wer ist Cascadine? Woher kommt er und was ist sein Ziel? Er kam ja aus dem Nichts und wurde von Richard II als Heiler eingestellt. Müssen sich solche Leute nicht normalerweise erst bewähren? Wieso wird er so vorbehaltlos in Dienst genommen? Für mich macht er den Eindruck als wäre er eher ein Magier der dunklen Seite als ein Heiler.


    Tja, wer ist Cascadine, wofür steht er? Ich bin gespannt wen oder was ihr in ihm seht.


    Hm, so sehe ich das nicht... Natürlich ist da der komplette Lebensinhalt weg.
    Aber es ist auch möglich, einen Neuen zu finden.
    Ansonsten müßte ja jeder der zB einen schlimmen Unfall hatte und dadurch seinen Beruf nicht mehr ausüben kann direkt Selbstmord begehen.


    Vielleicht hängt es auch einfach von der Tätigkeit ab und wie sehr man sich mit ihr identifiziert. Herne empfand das Jagen vielleicht eher als Berufung denn als Beruf. Dadurch mag er authentischer sein und das wiederum könnte Richard - ohne sich dessen bewusst zu sein - an ihm schätzen :nachdenk: :nachdenk:


  • Dani, ja, das Pferd hab ich auch direkt abgespeichert als "ist bestimmt wichtig" !


    Bei Pferd fällt mir noch was anderes wieder ein:
    Stephan, warum denn presst Herne seine Unterschenkel in die Flanken seines Pferdes !? :o Da gehören die doch gar nicht hin !!!


    Weil Herne so lange Beine hat ;D. Nein, mal im Ernst: das hat jetzt eine kleine Diskussion hier im Hause Lössl ausgelöst. Tatsächlich liegt das weniger an Hernes langen Beinen als vielmehr daran, dass ich mich wohl das letzte Mal mit der Anatomie eines Pferdes vor ca. 30 Jahren beschäftigt :-[ und ich da wohl einfach "drauf losgeschrieben habe". Du hast also recht, Smyrill, Flanke ist genau genommen nicht wirklich korrekt.


  • Cassandras Alpträume beunruhigen mich etwas, ich glaube, daß sie nicht grundlos von ihnen heimgesucht wird. Ist das eigentlich Zufall, daß sie Cassandra heißt, wie ihre berühmte Namensvetterin, die ebenfalls Unheil vorhersehen konnte?


    Die Namensvetterin aus der Mythologie hatte ich da gar nicht im Kopf, also ja, das ist Zufall - vielleicht aber auch nicht. Ich hatte da noch einen anderen Namen an den ich mich nicht einmal mehr erinnern kann. Von Cassandra kam ich jedenfalls nicht los - wie das halt manchmal so ist ;D . Wer weiß was mich da unterbewusst beeinflusst hat :)


  • Tja, wer ist Cascadine, wofür steht er? Ich bin gespannt wen oder was ihr in ihm seht.


    Ein wenig komme ich bei hm immer wieder auf das Vorwort zurück, daß "aus der Dunkelheit Licht entsteht und daß da, wo sich Licht und Dunkelheit vereinen, ein anderes Reich liegt, eine Welt, die ihren eigenen Gesetzen folgt, eine Welt der Stille, aus der alles entsteht." Das ist doch auch die Zeit, die Herne am liebsten mochte. Aber ehrlich gesagt, sehe ich Cascadine bisher eher nicht in diesem Zwischenreich, wahrscheinlich war das lediglich Hernes Leitspruch ;D


  • So einen Überfall würde ich auchnicht wollen. Aber ich denke damals war das so. Der Adel kam und nahm sich was er wollte. Soll's ja heute auch noch geben. :)


    Ja, heißt das heute nicht Schwiegermutter !?!? ;D ;D ;D


    (Dabei habe ich eine ganz ganz liebe SchwiMu ;) )

  • Huhu, ich bin zwar noch nicht wirklich "dran" aber ich mische auch mal ein bisschen mit :)




    Hm ...... schau Dir mal die Selbstmordrate an unter Unfallopfern ....


    Stimmt, sehe ich auch so. Vielleicht hätte er ja eine Chance gehabt sich zu fangen, wenn er Cassandra an sich rangelassen hätte :'(


    Zitat

    Ich gehe jetzt mal davon aus, daß es tatsächlich Richard II ist, den auch unsere Geschichte kennt - dann hätte Herne sich in der Zeit von 1377 bis 1399 einen neuen Lebensinhalt suchen müssen. Wie viele Möglichkeiten hatte er denn da?


    Stimmt, Umschulung als ... Wildhüter :boahnee: ich glaube das wäre eher nicht so sein Ding gewesen.


    Zitat

    Ja, schon klar. Ich mag unangekündigten Besuch so gar nicht ;D - und damals kam ja fast der ganze Hofstaat als Anhang mit und wollte beköstigt werden.

    Och, das ist ja schade, jetzt wollten wir eigentlich in Begleitung von 7-10 Zwergen bei Dir einfallen und Dich auf ein "unexpected adventure" einladen :D



    Weil Herne so lange Beine hat ;D. Nein, mal im Ernst: das hat jetzt eine kleine Diskussion hier im Hause Lössl ausgelöst. Tatsächlich liegt das weniger an Hernes langen Beinen als vielmehr daran, dass ich mich wohl das letzte Mal mit der Anatomie eines Pferdes vor ca. 30 Jahren beschäftigt :-[ und ich da wohl einfach "drauf losgeschrieben habe". Du hast also recht, Smyrill, Flanke ist genau genommen nicht wirklich korrekt.


    Probiers halt mal bei unserer Netty aus - aber das ist eigentlich egal, wo Du die Beine hinlegst, wenn sie nicht mag, bewegt sie sich sowieso nicht :totlach: :elefant:


  • Hallo Stephan,
    hallo Aileen (nachgeordnet, weil es um Stephans Buch geht ;D )


    ein frohes neues Jahr für Euch und Eure Nebelhexe.


    da schließe ich mich mal voll an und wünsche viele schöne Tage auf Skye und viel tolle neue Ideen.



    So, jetzt haben wir einen ehemaligen Jäger des Königs der vermeintlich tot an einer Eiche hängt. :o
    "Vermeintlich" deswegen weil im Klappentext steht, dass Cassandra ihn vom Bann befreien kann. Also gehe ich davon aus, daß er nur tot scheint und nicht tot ist.


    Was hat es damit auf sich, daß sein Pfeil - egal wo abgeschossen - immer wieder in dieser Eiche landet?


    Ich denke, Cascadin hat die Aussage von Cassandra (welch bezeichnender Name) wahr gemacht und der Traum wir keiner sein. Dieser Pfeil ist der für die Hirschkuh und der wird treffen und die Kuh ist Cassandra. So mal vorweg gesponnen, auch wenn das ein wenig aus 'nem Film geklaut ist :)



    Ihr Aussage "er soll mich jagen und erobern, jeden Tag aufs Neue" hat mir gut gefallen,


    Naja, aber man sollte vorsichtig sein mit Worten, die man einem bösen Zauberer gegenüber sagt. Was sie nicht weiß, er hat Herne selbst gesagt, dass man schnell zum Gejagten wird. Mal sehen.


    Herne gefällt mir sehr gut. Seine Art zu jagen, seine Gedanken dazu, gefallen mir. Das ist ein schöner Gedanke, dass Wild nur dann geschossen würde wenn es auch bereit für den Tod ist.


    Das ist eigentlich die Aufgabe eines Jägers.



    Als er die Waffe des Königs nach unten drückte um den Schuss auf den Hirsch zu verhindern dachte ich, dass er das mit seinem Leben bezahlen wird. Das war ja schon sehr dreist. aber dadurch, dass er in der Gunst des Königs sehr hoch steht, musste das lediglich ein anderer ausbaden. Hm ... da bekommst Du eine übergebraten für etwas was Du selbst nicht verbockt hast. Ich würde so einen Job nicht haben wollen. ;)


    Damals wurde nicht gefragt. So einfach, wie sich Cassandra das vorstellt, hätte Herne nicht den Dienst quittieren können. Trotzdem wundert mich die Haltung des Königs. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Unterbewusstsein des Königs an Herne hängt und sein Geist vom Cascardin okkupiert ist.




    Irgendwie merkwürdig der Gedanke, dass da einfach mal so und ohne Vorankündigung der König mit seinem Gefolge in ein Dorf einmarschiert, zu Essen und zu Trinken verlangt und für ihn wird dann auch noch das beste Fleisch aufgetischt und dann verschwindet die Delegation nachdem sie sich die Schnute abgeputzt haben wieder sang- und klanglos.


    Die haben sich noch zivilisiert verhalten. Normalerweise war das Dorf hinterher nicht nur alle Lebensmittel los. Wir lesen in der Fantasy ja immer von den guten alten Königen, die noch mit ihrer Mannschaft zusammen Bier trinken und nur das Beste wollen. Im Mittelalter war davon aber nichts zu spüren.




    Wer ist Cascadine? Woher kommt er und was ist sein Ziel? Er kam ja aus dem Nichts und wurde von Richard II als Heiler eingestellt. Müssen sich solche Leute nicht normalerweise erst bewähren? Wieso wird er so vorbehaltlos in Dienst genommen? Für mich macht er den Eindruck als wäre er eher ein Magier der dunklen Seite als ein Heiler.


    Ja, das sehe ich auch so und er will Macht. Er ist m.E. dabei, den König zu seiner Marionette zu machen und Herne war ihm im Weg. Allerdings kam ihm der Unfall mit dem Hirsch nur zu Pass, denn ich denke, der hat nur die Kuh beschützt, die ein Jäger auch nicht geschossen hätte (heute früh waren zwei Jäger mit am Tisch, die glücklos waren bei der Wildschweinjagd, weil ihnen nur eine Bache mit Frischlingen in die Sicht kam)
    [/quote]



    Und nun stellt sich auch mir die Frage - was hat Julia in unserer Zeit mit all dem zu tun?
    Von Julia erfahren wir im 1. Kapitel ja nur, dass sie auf dem Reiterhof nahe Windsor eingetroffen ist, von Carry bekommt sie ihre Unterkunft gezeigt und dann entdeckt sie das kleine Büchlein. Anschließend wird der Leser direkt in das Geschehen um Cassandra, Herne und Richard II. geführt.


    Und was hat das mit dem Pferd zu tun, dass eindeutig eine Beziehung zu ihr aufbaut?



    Es liest sich sehr schön und sehr schnell und die Hälfte hab ich ja dann jetzt schon durch. Ich bin gespannt wie es weitergeht, wie Cassandra ihren Herne retten kann und wie Julia in die Geschichte verstrickt ist.


    Ja, das stimmt.