Allgemeine Fragen an Gerhard J. Rekel

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  • Herr Rekel, Sie sind ja ein sehr vielseitiger Mensch, wie man auf Ihrer Homepage nachlesen kann; Sie schreiben Drehbücher für Film und Fernsehen, Hörspiele und Theaterstücke, vieles davon preisgekrönt.


    Mich würde interessieren: an welchem Projekt arbeiten Sie im Moment gerade? Und: planen Sie weitere Romanveröffentlichungen bzw. haben vielleicht sogar schon einen weiteren Roman in der Schublade?


    Viele neugierige Grüße ;)
    Miramis

  • Hallo Herr Rekel,


    da Sie sonst Drehbücher schreiben, würde mich interessieren, wie oder ob Sie einen Unterschied beim Schreiben empfinden. (Abgesehen davon, dass Sie das Buch in Ruhe alleine schreiben konnten ;D ). Wie ist es beim Drehbuchschreiben? Läuft da im Kopf ein anderer Film ab, als beim Bücher schreiben? Bzw. sehen Sie während des Buchschreibens gleich einen fertigen Film vor sich?

  • Liebe Miramis, liebe Heimfinderin,


    arbeite zur Zeit an zwei Projekten. Einerseits hat lustigerweise der Roman dazu geführt, dass mir ein potenter Filmproduzent in den letzten Wochen einen Drehbuchauftrag für einen historischen Kinofilm gab, ein Stoff Anfang des 19. Jahrhunderts.


    Und ich arbeite – schon länger – an einem neuen Roman: es geht um einen Mann, der Ende des 19. Jahrhunderts eine erste funktionierende Verbindung zwischen Orient und Okzident geschaffen hat (Orient ist also ein kleiner Konnex zum DUFT DES KAFFEES), im Zentrum steht die Biographie eines Menschen, der Großes für Europa verändert hat, ausgelöst durch eine (unglückliche) dramatische Liebesgeschichte und eine kleine philosophische Idee...


    Bis zur Fertigstellung wird es allerdings noch eine Weile dauern…


    Zu Heimfinderin:
    Das Verfassen von Prosa bietet viele Freiheiten. Man muss nicht über Anzahl und Kosten für Drehorte und Schauspieler etc. nachdenken. Und mir noch viel wichtiger: Ich kann tiefer in die Figuren hineinschlüpfen, kann ihre inneren Konflikte ausführlicher erzählen, kann eben auch reflektieren; über die Langsamkeit, den Rhythmus und „wellenförmige Charakterbildung über Generationen hinweg…“
    Diese Möglichkeiten des Romans als auch die genauere atmosphärische Deskription machen mir großen Spaß.


    Natürlich denke ich sowohl im Roman und als auch im Drehbuch gerne in Bildern, doch beim Roman dürfen es eben auch phantastische, philosophische oder Sprachbilder sein... (ja man darf sogar manchmal - zumindest bei geduldigen Lesern -einen kleinen Um- oder Irrweg einschlagen...)


    Herzlichen Gruß gjr

  • Hallo Herr Rekel,


    vielen Dank für die interessanten Antworten und herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Drehbuchauftrag!


    Auf den neuen Roman aus Ihrer Feder bin ich jedenfalls schon mal sehr gespannt.

  • Lieber Herr Rekel,


    schön zu hören, dass Sie einen weiteren Roman in Arbeit haben. Und dazu noch mit einem interessanten Thema, Orient und Okzident. Leider bekommt man immer nur zu hören, was die beiden trennt - um so besser, wenn Sie über eine Verbindung der beiden schreiben.


    Und natürlich wünsche ich Ihnen auch viel Erfolg mit dem Film!


    Viele liebe Grüße
    Miramis

  • Jetzt bin ich richtig neugierig auf den Film - wie auch auf das neue Buch ;)


    Ich hätte noch eine ganz profane Frage: welche Kaffeesorte ist Ihr größter Favorit? :smile:

    Nicht müde werden,sondern dem Wunder wie einem Vogel die Hand hinhalten.<br />-Hilde Domin-

  • Ich halte das wie mit dem Wein: manchmal eine andere Sorte probieren (um dann auch wieder zu Erprobtem zurückzufinden) und hier und da natürlich eine Forschungsreise zu neuen Zwischentönen...


    Zur Zeit finde ich den indischen "Monsooned Malabar" als Espresso exzellent (konnte den zuletzt von einem leidenschaftlichen "Garagenröster á la Brioni" in München testen (http://www.caffe-fausto.de), den ich bei einer Lesung kennenlernen durfte. Aber auch viele Arabica-Sorten aus Äthiopien, Kolumbien und natürlich zum Blue Mountain aus Jamaica sage ich auch nicht nein...


    Besten Gruß gjr


  • Zur Zeit finde ich den indischen "Monsooned Malabar" als Espresso exzellent (konnte den zuletzt von einem leidenschaftlichen "Garagenröster á la Brioni" in München testen (http://www.caffe-fausto.de), den ich bei einer Lesung kennenlernen durfte. Aber auch viele Arabica-Sorten aus Äthiopien, Kolumbien und natürlich zum Blue Mountain aus Jamaica sage ich auch nicht nein...


    Vielen Dank für den link! Die angebotenen Kaffeesorten klingen ziemlich vielversprechend... Deshalb habe ich umgehend eine Bestellung über ein Probierpäckchen getätigt und bin schon jetzt sehr gespannt! :)


    Schönen Gruß
    dubh

  • Ah, schade, hätte ich die Frage mal früher gestellt - ich bin vorgestern aus München zurückgekommen. Aber dann merke ich mir den Tip eben fürs nächste Mal vor.


    Wir haben hier in der Nähe auch eine gute Kleinrösterei, durch die ich Kaffee erst richtig schätzen und genießen gelernt habe. Seitdem kriege ich beim Feldwaldwiesenkaffee aus dem Supermarkt das kalte Grausen :o

    Nicht müde werden,sondern dem Wunder wie einem Vogel die Hand hinhalten.<br />-Hilde Domin-

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen