08 - 40. Kapitel (S. 311) - 3. Interludium (S. 349)

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  • Tja, dann will ich mal anfangen. Also die zwei Sonnen führen zeitweise (wielange genau wissen wir nicht) dazu, dass der Tag länger wird und die Gebiete, die sich in der Nacht befinden weniger. Damit sind die Menschen eindeutig benachteiligt, weil ihr Lebensraum schwindet. Es gibt augenscheinlich keine Vereinbarung für diese besondere Phase des Planeten. Sicher gibt es etwas, aber das scheint einigen nicht zu passen, denn es kann ja nur in den Aufzeichnungen der Bilteca und in den Memores zu finden sein. Ein Memor hatte sich scheinbar an die alten Erzählungen erinnert und er wußte, dass es falsch ist in dieser Zeit die Menschen weiterhin zu verfolgen, weil sie helfen können. Ich denke es ist eine Zeit, die nur überstanden werden kann durch geeinte Aktionen. Man neigt aber zu kriegerischen Auseinandersetzungen, weil der Lebensraum der Menschen schwindet und sie also gezwungen sind in den Tag zu gehen.


    Ich könnte mir schon vorstellen, dass es eine besondere Pflanze ist, die nur im blauen Licht wachsen kann und die eine Art Seuche verbreitet, an der die Sassek auf alle Fälle sterben, denn sie leben im Tag, auch wenn er blau ist. Sie freuen sich ja gerade wieder auf den Zuwachs von land und alle lange geschürte Angst vor Blau geht unter. in der Nacht wachsen die Blumen nicht und die Menschen, die dort leben sind also geschützt. Sie können eventuell rechtzeitig reagieren.

  • Hoffentlich hat Natas Geist nicht zu sehr unter der Gefangenschaft gelitten, wenigstens Remon erkennt sie noch. Die Krienos sind womöglich auch schuld daran, daß es zu dem Schiffsunglück kam – und nicht mal das Nabo kann ihnen etwas entgegensetzen. Heißt das, daß das Plexo gegenüber dem blauen Licht ebenfalls hilflos ist? Der Begriff Zombie ist gar nicht so falsch, wenn Tote durch diese Krienos wieder auferstehen. Das erklärt auch Natas Ausspruch, daß die Toten ihren Tod wollen. Ich hatte damit gerechnet, daß Remon und Nata in Elysior aufeinander treffen, bei dem verunglückten Schiff habe ich mit ihrem Zusammentreffen nicht gerechnet. Was Vorena nun tun wird?
    Was würde den passieren, wenn Nata das Nabo bekommen würde? Beziehungen zwischen Guardistas scheinen nicht verboten zu sein, dann wäre die Beziehung zwischen Remon und Nata legitim.


    Hoffentlich kümmert sich Firando wirklich um Enna und Hurnendo, aber ich habe den Eindruck, daß er sich wirklich um Nata sorgt, da er auch durchsetzt, daß Enna ihre Mutter besuchen darf.


    Meine Vermutung, daß die blauen Blumen Leichen benötigen, um zu wachsen, war falsch, anscheinend braucht es nur das blaue Licht. Aber ihre Samen müssen dann lange Zeit im Boden überdauert haben. Diese Krienos scheinen aber nicht ständig zu fliegen, immerhin befinden sich die drei Communidades schon eine Zeit lang in dem blauen Licht.


    Daß die Menschen in dem blauen Licht ungern in die Nacht zurück wollen, kann ich sehr gut verstehen, vor allem, was die Wärme angeht. Aber durch ihre Entscheidung wächst die Unruhe auf Bisola immer stärker an. Interessant und sehr realistisch ist auch, daß es verschiedene Stellungsnahmen dazu gibt. Die einen Sasseks wollen partout keine Menschen im Tag haben, während andere Sasseks, wie der Memor, ihnen Schutz anbieten möchte. Interessant fand ich in diesem Zusammenhang, daß es mal eine Zeit gab, in der es das blaue Licht und nur Nacht gegeben hat – beinahe wie das Gegenstück von dem jetzigen Szenario.
    Aber Nata hat recht, es müssen damals genügend Spezies überlebt haben, um den Grundstein für die heutige Population zu legen, u.a. Memors, die die Geschichte immer weitertragen konnten. Haben die Menschen und Sasseks überlebt, die in der Nacht damals friedlich zusammengerückt sind? Können sich diese Untoten außerhalb des blauen Lichts überhaupt aufhalten?


    Das dritte Zwischenspiel ist sehr gruselig und gibt einen Ausblick, was unsere Protagonisten erwarten wird.

  • uiuiui - spannend geht es weiter
    Man erfährt, dass die zweite Sonne in ihrer Postion immer mehr die Nacht zurückdrängt. Das hat natürlich alles seine Konsequenzen für die Menschen und so versuchen sie, sich einen Lebensraum auch am Tag zu ergattern. Die Grauwacht muss dagegen ankämpfen, da die Reglung des Lebensraumes von Sassek und Menschen ja vertraglich festgehalten wurde.
    Wie man mit den Menschen verfahren söllte, davon haben die Sasseks anscheinend unterschiedliche Ansichten. Die einen wollen, dass die Menschen sich an den Vertrag halten - auch wenn dies eine auergewöhnliche Situation ist. Die anderen scheinen sich zu erinnern bzw. scheinen das Wissen von damals nicht vergessen zu haben und wollen den Menschen helfen - sie erhoffen sich Unterstürtzung. Wie das wohl ausgehen wird?
    Die Wesen, die durch das blaue Licht wieder zurück gekommen sind, sind auf jeden Fall nicht ohne. :o Die blauen Blumen benötigen das blaue Licht und der Begriff Zombie ist wirklich sehr passend. Ich frage mich noch etwas, welche Rolle die Blumen eigentlich spielen. Sind das quasi die Eier dieser Kreaturen?
    Dass wir Nata so schnell wiedersehen, hätte ich nun auch nicht gedacht. Ob sie ihre Gefangenschaft heil überlebt hat, ohne geistige Schäden? Ihr Zustand scheint kritisch zu sein und der Kontakt mit diesen Kreaturen war definitiv nicht förderlich. Und dass das eine Mitglied der Grauchwacht auch zu solch einem Zombie gemacht hat - zeigt, dass auch das Nabo/Plexo seine Grenzen hat...Mir scheint es so, als ob die Kreaturen des blauen Licht und das Plexo vielleicht sogar Rivalen sind..auf jeden Fall bin ich gespannt, wie da der Zusammenhang ist..
    Auch mein erster Gedanke war, jetzt kann Nata doch das Nabo in sich aufnehmen..Wie wird Vorena von ihrer Gegenwart denken und wie wird sich Remon verhalten?


  • Die Grauwacht muss dagegen ankämpfen, da die Reglung des Lebensraumes von Sassek und Menschen ja vertraglich festgehalten wurde. ?


    Ja, aber erfordern veränderte Bedingungen nicht auch neue Regeln? Hier so einfach an den alten Regeln festzuhalten ist genau das, woraus die größten Probleme erwachsen. Der Mensch lernt durch Erfahrung. Wenn er Erfahrungen nicht auswertet, entwickelt er sich nicht mehr. Komischerweise ist es immer am schwersten, Gesetze den neuen Gegebenheiten anzupassen.



    Wie man mit den Menschen verfahren söllte, davon haben die Sasseks anscheinend unterschiedliche Ansichten. Die einen wollen, dass die Menschen sich an den Vertrag halten - auch wenn dies eine auergewöhnliche Situation ist. Die anderen scheinen sich zu erinnern bzw. scheinen das Wissen von damals nicht vergessen zu haben und wollen den Menschen helfen - sie erhoffen sich Unterstürtzung. Wie das wohl ausgehen wird?


    Hier sind wiedermal ganz schöne Parallelen, wer sich an die Vergangenheit erinnert und warnen will wird einfach zum Verstummen gebracht.



    Die Wesen, die durch das blaue Licht wieder zurück gekommen sind, sind auf jeden Fall nicht ohne. :o Die blauen Blumen benötigen das blaue Licht und der Begriff Zombie ist wirklich sehr passend. Ich frage mich noch etwas, welche Rolle die Blumen eigentlich spielen. Sind das quasi die Eier dieser Kreaturen?
    Mir scheint es so, als ob die Kreaturen des blauen Licht und das Plexo vielleicht sogar Rivalen sind..auf jeden Fall bin ich gespannt, wie da der Zusammenhang ist..


    Das ist eine interessante Theorie.


    Auch mein erster Gedanke war, jetzt kann Nata doch das Nabo in sich aufnehmen..Wie wird Vorena von ihrer Gegenwart denken und wie wird sich Remon verhalten?


    Ich glaube es ist nicht so einfach, ein Nabo in sich aufzunehmen, wenn es die Möglichkeit gibt, es denen zu geben, die dazu auserwählt sind. Bei dem Jungen war niemand da, der es ihm hätte verwehren können.

  • Davon gehe ich auch aus.


    Naja, es wäre noch zu verstehen, dass sie sich in Fleisch krallen, um davon zu leben, denn es dürfte in vielen Gebieten der blauen Sonne kein fruchtbarer Boden vorhanden sein, aber wieso erzeugen sie Zobies? gehen sie in tote Gehirne und bringen diese mittels des Kleinhirns wieder zu kurzzeitigem Funktionieren? Warum? Damit das Fleisch länger frisch bleibt? oder besser durchblutet?


  • Naja, es wäre noch zu verstehen, dass sie sich in Fleisch krallen, um davon zu leben, denn es dürfte in vielen Gebieten der blauen Sonne kein fruchtbarer Boden vorhanden sein, aber wieso erzeugen sie Zobies? gehen sie in tote Gehirne und bringen diese mittels des Kleinhirns wieder zu kurzzeitigem Funktionieren? Warum? Damit das Fleisch länger frisch bleibt? oder besser durchblutet?


    Bringen die Häute die Menschen/Sasseks wirklich um oder nur um den Verstand? Remon hatte doch das Gefühl, bei dem willenlosen Grauwachtmitglied, den er auf dem Schiff umbringt, im Moment seines Todes so etwas wie Erleichterung verspürt zu haben. Aber warum sie die Menschen/Sasseks befallen, ist dennoch eine gute Frage: brauchen sie sie als Nährboden für neue blaue Blumen? Ich denke da wieder an den Prolog, in dem die blauen Blumen aus dem toten Sassek wuchsen.


    Rhea, wir sind schon so weit wie die Wissenssuchenden und die Geister in der Bilteca: ich antworte auf deine Fragen mit Gegenfragen :D

  • Einigen wir uns mal, dass das Fleisch der Nährboden ist auf dem sie wachsen und sie so was wie fleischfressende Pflanzen sind. Mal sehen, ob wir jetzt das Kristallbuch bekommen.

  • Ein spannender Leseabschnitt, das Tempo hat merklich angezogen.
    Die 'Folterung' von Nata ist mir ganz ordentlich an die Nieren gegangen. Gefühlte Wochen sind da ins Land gezogen. Und sie haben sie dazu gebracht, das sie nicht mehr wiederspricht. Abschiebung in den Tag ist die Folge, ihr sicherer Tod also.


    Dann habe ich zum ersten Mal die Grauwacht wirklich im Einsatz gesehen. Und es kam mir so sinnlos vor. Dieser verdammte Pakt, der scheinbar sinnlos ist, wird hier mit brutaler Waffengewalt durchgesetzt. Warum sollen eigentlich Menschen von Sassek getrennt sein? Hat da jemand Angst, das die beiden Völker zusammen, vielleicht die Krienos aufhalten könnten? Oder ist der Pakt vielleicht eine langfristige Bestrafung gegen die Sassek, für ein begangenes Unrecht an den Menschen? (immerhin werden ja nur die im Tag leben von den Krienos überfallen)


    Eine wirkliche Überraschung war das Auftauchen von Nata auf diesem gestrandeten Schiff. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet. Und das auch die Grauwacht nicht gegen die Krienos gewappnet ist, ist schon beängstigend. Was kann diese Kreaturen eigentlich aufhalten?
    Ich glaube nicht, das Vorena zulassen würde, das Nata das Nabu bekommen würde. Obwohl es ein schöner Gedanke ist, und eine schöne Allitaration (heißt das so) ergeben würde: Nata Nabu. Vielleicht ist Nata ja mit dem Nabu in sich ein Teil der Lösung? Der Gedanke gefällt mir.


    Das dritte Interludium macht den Horror dann perfekt. Ein ganzes Feld dieser Blauen Blumen, und sie wollen einfach nicht brennnen. Wieso sind diese Blumen eigentlich blau? Warum dieses Symbol der Romantik der Suche nach Erkenntnis und Verständnis der Natur und sich selbst, als Träger dieser Horrorwesen?


    Auf die Lösung bin ich wirklich gespannt.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Hat da jemand Angst, das die beiden Völker zusammen, vielleicht die Krienos aufhalten könnten? Oder ist der Pakt vielleicht eine langfristige Bestrafung gegen die Sassek, für ein begangenes Unrecht an den Menschen? (immerhin werden ja nur die im Tag leben von den Krienos überfallen)


    Ich neige immer dazu, der Natur keine "Schuld" zu geben. Scheinbar ist die blaue Sonne in einem bestimmten Zyklus verantwortlich für eine Veränderung der Landschaft. Es wäre für mich wirklich eine Erklärung, dass die Landschaften, die dann zusätzlich in den Tag kommen, sehr unfruchtbar sind und sich also fleischfressende Pflanzen heraus gebildet.
    Ich denke nicht an eine Bestrafung (obwohl, es ist ja ein Buch von Bernd :-\, wir könnten auch in einem Experiment landen) Es kann eigentlich auch nicht sein, dass man die Rassen trennen will, denn in den Gebieten, die immer gemäßigt sind, gibt es ja beide Rassen in einer Metropole. Die Menschen würden auf die Dauer im Tag ohne technische Hilfsmittel nicht überleben und die Sassek nicht in der Kälte. Man müßte also Metropolen auf dem ganzen Planeten bauen und das geht vermutlich nur gemeinsam. Eigentlich wäre das eine bessere Nutzung der Fähigkeiten der Grauwacht.


  • Einigen wir uns mal, dass das Fleisch der Nährboden ist auf dem sie wachsen und sie so was wie fleischfressende Pflanzen sind. Mal sehen, ob wir jetzt das Kristallbuch bekommen.


    An fleischfressende Pflanzen mußte ich bei den Blumen auch direkt denken.


    Also, wenn Bernd uns das Kristallbuch im nächsten Abschnitt verspricht, dann nehme ich den Arm jetzt mal raus ;D



    Die 'Folterung' von Nata ist mir ganz ordentlich an die Nieren gegangen. Gefühlte Wochen sind da ins Land gezogen. Und sie haben sie dazu gebracht, das sie nicht mehr wiederspricht. Abschiebung in den Tag ist die Folge, ihr sicherer Tod also.


    Das war wirklich eine fiese Folter.



    Warum sollen eigentlich Menschen von Sassek getrennt sein? Hat da jemand Angst, das die beiden Völker zusammen, vielleicht die Krienos aufhalten könnten? Oder ist der Pakt vielleicht eine langfristige Bestrafung gegen die Sassek, für ein begangenes Unrecht an den Menschen? (immerhin werden ja nur die im Tag leben von den Krienos überfallen)


    Das habe ich mir auch überlegt, warum Mensch und Sassek unbedingt getrennt bleiben müssen. Wenn das stimmt, was der Memor auf dem Marktplatz erzählt - und davon gehe ich aus -, dann war das nicht immer so. Mich "stört" auch ein wenig, daß in der Grauwacht nur Menschen und keine Sasseks vertreten sind, das ist doch eigentlich ungerecht. Dadurch habe ich immer noch den Verdacht, daß irgendwie die Menschen die Drahtzieher hinter dem Pakt sind.



    Ich neige immer dazu, der Natur keine "Schuld" zu geben. Scheinbar ist die blaue Sonne in einem bestimmten Zyklus verantwortlich für eine Veränderung der Landschaft. Es wäre für mich wirklich eine Erklärung, dass die Landschaften, die dann zusätzlich in den Tag kommen, sehr unfruchtbar sind und sich also fleischfressende Pflanzen heraus gebildet.


    Da sehe ich wie du: ich gebe der Natur auch keine Schuld, die Welt ist eben so, wie sie ist - und ihre Bewohner müssen lernen, sich damit zu arrangieren.



    (obwohl, es ist ja ein Buch von Bernd :-\, wir könnten auch in einem Experiment landen)


    :o Mißtrauisch über die Schulter schiel ....


    Und ja, ich bin auch immer mehr davon überzeugt, daß die Lösung darin liegt, daß Mensch und Sassek gemeinsam handeln und auskommen sollten. Andererseits, wäre diese Lösung schon etwas arg harmonisch für Bernd, oder nicht? Da ist Skepsis angebracht ;D