08 - 40. Kapitel (S. 311) - 3. Interludium (S. 349)

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  • Ich neige immer dazu, der Natur keine "Schuld" zu geben. Scheinbar ist die blaue Sonne in einem bestimmten Zyklus verantwortlich für eine Veränderung der Landschaft.


    Ich würde der Natur auch keine Schuld geben. Die natürlichen Gegebenheiten sind wie sie sind, aber der Pakt ist künstlich geschaffen. Man kann hier auch die Natur benutzt haben. Das ist für mich kein Wiederspruch.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Das war wirklich eine fiese Folter.


    Hier hatte ich ursprünglich an eine eher konventionelle Folter mit glühenden Eisen und Streckbank gedacht. Sie fühlte sich aber für den Geistesmenschen Agnecodo falsch an. Deswegen bin ich auf diese Einzelhaft gekommen. Im Rückblick ist das eine der Szenen, auf die ich besonders stolz bin, weil ich das Gefühl habe, dass sie die Besonderheit der Situation herausstellt. Nata ist eben nicht irgendwelchen Grobianen, wohl aber einem grausamen Menschen in die Hände gefallen.



    Und das auch die Grauwacht nicht gegen die Krienos gewappnet ist, ist schon beängstigend. Was kann diese Kreaturen eigentlich aufhalten? ...
    Das dritte Interludium macht den Horror dann perfekt. Ein ganzes Feld dieser Blauen Blumen, und sie wollen einfach nicht brennnen.


    Glaubt Ihr, die Sasseks tun in diesem Interludium das Richtige (auch wenn sie erfolglos bleiben)? Oder folgen sie einer falsch verstandenen Tradition?



    Auf die Lösung bin ich wirklich gespannt.


    Ja, es ist Zeit für die Auflösung. ;)
    Sie wartet im nächsten Leseabschnitt, und ich hoffe, Ihr werdet zu dem Schluss kommen, dass dann alle Puzzleteile ineinandergreifen.
    Im zehnten und letzten Leseabschnitt geht es dann darum, was aus den Protagonisten wird - nachdem Ihr als Leser dann alles wissen werdet ...


    Es kann eigentlich auch nicht sein, dass man die Rassen trennen will, denn in den Gebieten, die immer gemäßigt sind, gibt es ja beide Rassen in einer Metropole.


    Genau, in Sombralor. Diese Metropole ist darauf ausgelegt, die Bedürfnisse von Menschen und Sasseks gleichzeitig zu erfüllen.


    Man müßte also Metropolen auf dem ganzen Planeten bauen und das geht vermutlich nur gemeinsam. Eigentlich wäre das eine bessere Nutzung der Fähigkeiten der Grauwacht.


    Glaubt Ihr, die Grauwacht hat die Fähigkeiten, Metropolen oder auch nur Refugios zu bauen? Erinnert Ihr Euch an den Umgang Remons und Vorenas mit den Tefactos? Denkt ihr, sie verstehen deren Funktionsweise?



    Das habe ich mir auch überlegt, warum Mensch und Sassek unbedingt getrennt bleiben müssen.


    Das ist eine der entscheidenden Fragen. Wenn Ihr die knackt, werdet Ihr auch den Rest des Rätsels um Bisola lösen. ;)

  • Zitat

    Glaubt Ihr, die Sasseks tun in diesem Interludium das Richtige (auch wenn sie erfolglos bleiben)? Oder folgen sie einer falsch verstandenen Tradition?


    Wenn Du so fragst, bin ich mir da gar nicht sicher. Bisher waren die Blumen immer in der Nähe, wenn diese fliegenden 'Lappen', die Krienos da waren. Gehen sie vielleicht aus zerstörten Blumen hervor? Oder sind die Blumen gar ihre (bevorzugte) Nahrung? Und Menschen nur Ersatz? Warum machen sie die Menschen zu Zombies? Weil sie sie brauchen? Vielleicht um größere Strecken zu überwinden?

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Ich hatte das GEfühl, dass der Sassek nicht aus Tradition die Blumen beseitigen wollte, sondern gemerkt hatte, dass diese fliegenden Häute die Sassek zu Zombies machen (heißt das bei Sassek auch Zombie?) und er dachte, mit Feuer könnte er sie als einziges bekämpfen. Ich dachte ja auch, dass dieses bekämpfen des Blau mit Feuer ein Überbleibsel des richtigen Verhaltens ist, was aber ohne Inhalt tradiert wurde.

  • Hier nun meine bisherige Einschätzung:


    Bisola ist eine Welt, auf der Tag und Nacht wechseln. Die Sasseks können nur im Tag leben. Da der Lebensraum im Tag aber für Sasseks und Menschen nicht auszureichen scheint, sind die Menschen an die Nacht gebunden. Ich vermute, dass die Sasseks sich erst zu dem entwickelt haben, was sie jetzt in der Geschichte sind. Dafür spricht das bereits erwähnte Wandbild, auf dem sie "aus dem Dschungel" kommen, aber sie waren schon immer Bewohner von Bisola. Der Pakt wurde mit Menschen geschlossen. Die Frage ist nun, sind diese ebenfalls schon immer Bewohner dieser Welt? Ich könnte mir vorstellen, dass dem nicht so ist, und deshalb sind sie Bewohner der Nacht.


    Meiner Meinung nach hat eine menschenähnliche Spezies, die nach Bisola von außen kam, ein riesiges Netzwerk wie das Plexo geschaffen und alles, was damit verbunden ist. Möglicherweise, um die Sassek nicht zu überfordern. Das ist vielleicht auch der Grund, dass die Mitglieder der Grauwacht Menschen sind. Ob man das einen Vorteil nennen kann, wenn die Grauwacht mit allen Mitteln durchsetzt, dass der Pakt eingehalten wird?


    Die beiden Sonnen hat es immer schon gegeben. Über einen langen Zeitraum zeigt sich die blaue Sonne nicht. Sie muss verantwortlich dafür sein, dass die Krienos "leben" können. Es könnte doch möglich sein, dass diese auch immer schon auf Bisola existierten, aber immer nur im Licht der blauen Sonne. Weil so viele Doppelmonde zwischen ihrem Auftauchen vergehen, kennen weder Menschen noch Sasseks die Krienos. Lediglich aus die Richtlinien der Goraja, die alles blau verbieten, kann geschlossen werden, dass die Sasseks eine Ahnung von dieser Gefahr haben. Jedoch muss eine Chance geben, die Krienos, die keinen Unterschied zwischen Menschen und Sasseks machen, zurückzudrängen.



    Das ist eine der entscheidenden Fragen. Wenn Ihr die knackt, werdet Ihr auch den Rest des Rätsels um Bisola lösen. ;)


    Ja, warum eigentlich? Es spricht doch im Grunde nichts dagegen, dass beide Spezies zusammenleben, wenn die Voraussetzungen geschaffen und gegenseitige Vorurteile abgelegt werden.


    Und es könnte doch sein, dass es, wenn sich Menschen und Sassek einig sind, ein gemeinsames Vorgehen gegen die Krienos gibt...

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Bringen die Häute die Menschen/Sasseks wirklich um oder nur um den Verstand? Remon hatte doch das Gefühl, bei dem willenlosen Grauwachtmitglied, den er auf dem Schiff umbringt, im Moment seines Todes so etwas wie Erleichterung verspürt zu haben. Aber warum sie die Menschen/Sasseks befallen, ist dennoch eine gute Frage: brauchen sie sie als Nährboden für neue blaue Blumen? Ich denke da wieder an den Prolog, in dem die blauen Blumen aus dem toten Sassek wuchsen.


    Ich denke, dass die Krienos beides tun: Menschen und Sasseks um den Verstand bringen und dann töten. So sah es für mich im Prolog und auch im Interludium jedenfalls aus. Deresa hatte ja die Haut am Kopf. Im Kopf ist das Gehirn. Wenn die Krienos das "besetzen", kann das doch genau den Effekt haben, dass sich die Befallenen verändern. Und wenn sie "genug" haben und ihnen Gefahr droht, verlassen sie den Körper und fliegen davon. So wie es im 3. Interludium geschieht. Als die Sassek das Feuer legen, mögen die Blumen (ver)brennen. Aber: "In der warmen Luft über den Flammen stiegen Tausende durchscheinende Häute in den Himmel." (Seite 349)


    Da muss ich doch aus meinem eigenen Geschriebenen schlussfolgern, dass die Krienos selbst "denken" können.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Hier hatte ich ursprünglich an eine eher konventionelle Folter mit glühenden Eisen und Streckbank gedacht. Sie fühlte sich aber für den Geistesmenschen Agnecodo falsch an. Deswegen bin ich auf diese Einzelhaft gekommen. Im Rückblick ist das eine der Szenen, auf die ich besonders stolz bin, weil ich das Gefühl habe, dass sie die Besonderheit der Situation herausstellt. Nata ist eben nicht irgendwelchen Grobianen, wohl aber einem grausamen Menschen in die Hände gefallen.


    Für mich ist psychische Folter ist genauso schlimm wie physische. Ich kann die Hilflosigkeit von Nata deshalb gut nachempfinden. Einerseits bin ich froh, dass sie Agnesodo und Orresta "entkommen" ist und Remon sie auf dem Schiff entdeckt. Andererseits hoffe ich sehr, da sie wohl nicht von den Krienos befallen wurde, wieder ins Leben zurückfindet.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

  • Ich hole jetzt auch wieder auf, mein Kind war etwas kränklich.


    Die Menschen werden förmlich in die Ecke gedrängt. Das ist keine gute Voraussetzung für eine friedliche Klärung. Es sollten endlich alle begreifen, dass man trotz Vertrag in dieser besonderen Situation zusammen agieren muss. Erst recht wenn es Informationen darüber gibt, dass es in der Vergangenheit schon einmal funktioniert hat. Auch wenn das für alle eine komische Vorstellung ist, weil sie es nicht anders kennen, müssen sie so langsam mal über ihren Schatten springen. Es muss einfach jemand den Ton für alle angeben. Remon ist der perfekte Kandidat mit seiner Kindheit bei den Sasseks. Er versteht beide Seiten. Schauen wir mal. :)


    Zitat von Rhea

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass es eine besondere Pflanze ist, die nur im blauen Licht wachsen kann und die eine Art Seuche verbreitet, an der die Sassek auf alle Fälle sterben, denn sie leben im Tag, auch wenn er blau ist. Sie freuen sich ja gerade wieder auf den Zuwachs von land und alle lange geschürte Angst vor Blau geht unter. in der Nacht wachsen die Blumen nicht und die Menschen, die dort leben sind also geschützt. Sie können eventuell rechtzeitig reagieren.


    So in der Art denke ich mir das auch. Normal müssten die Sasseks mit in die Nacht flüchten, damit den Häuten keine Nahrung bleibt. Ich denke nicht, dass die Menschen in anderer Art helfen können, als einfach nur den begrenzten Lebensraum noch zu teilen. ???



    Das wartet im nächsten Leseabschnitt auf Euch. ;)


    Oh super! 8)


  • Normal müssten die Sasseks mit in die Nacht flüchten, damit den Häuten keine Nahrung bleibt. Ich denke nicht, dass die Menschen in anderer Art helfen können, als einfach nur den begrenzten Lebensraum noch zu teilen.


    Derzeit ist ihr Lebensraum noch sehr groß: er umfasst beinahe die halbe Welt, also mehr, als alle Landmassen der Erde zusammengenommen (weil die Menschen ja auch auf dem gefrorenen Meer in der Nacht leben können).
    Aber können auch die wechselwarmen Sasseks dort existieren?
    Seite 158:

    Zitat


    Noch passte sich die Wärme in der Stadt den Bedürfnissen der warmblütigen Menschen an, aber schon das war eine Erlösung verglichen mit der offenen Nacht, wo ein Sassek in Kältestarre zu fallen drohte.


  • Aber können auch die wechselwarmen Sasseks dort existieren?
    Seite 158:


    Wobei die Häute ja nur eine begrenzte Zeit fliegen, das wäre doch sicher nicht für lange. Wahrscheinlich stelle ich mir das zu einfach vor, aber ein kleines Asyl an den Feuern mit warmen Decken usw. müsste die Zeit doch überbrücken können. Aber das geht wegen der Massen wahrscheinlich auch nur begrenzt. Eine Zwickmühle... ???


    Oder man holt sie mit Nabo wieder aus der Kältestarre. Jetzt wird es verrückt. ;D

  • Kati, ich finde deine Ideen nicht so übel. Auch die Metropolen könnten ja Sassek aufnehmen und die Menschen könnten diese auch vorzeitig räumen. Wenn es denn alles liebe Menschen wären, oder? ;)

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen