06 - 28. Kapitel (S. 233) - 33. Kapitel (S. 272)

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  • Ich hatte im vorigen Abschnitt schon ein nicht so gutes Gefühl, was Firando angeht, leider hat sich das nun bestätigt. Oder wird er doch noch den Mut haben, mit Nata zu sprechen, wenn die anderen Sabos weg sind? Die Sonne ist also auch blau? Wenn Elana recht hat, dann gibt es zwei Sonnen, habe ich das richtig verstanden? Das wurde bisher noch nicht erwähnt, oder? Bisher war nur von 2 Monden die Rede.


    Nata, Enna und Hurnendo haben eigentlich Glück, daß sie an Jatena geraten, so kommen sie wenigstens erstmal in der Stadt unter, die auch nach außen hin dicht zu machen scheint. Und genau wie Nata würde mich ebenfalls interessieren, warum sich die Menschen und Sassek so verbarrikadieren. Grenzen sie sich voreinander ab oder wollen sie sich gegen etwas schützen, das von außerhalb kommen könnte? Ich hatte den Eindruck, als ob sich Mensch und Sassek gegen einen Ansturm von außen rüsten.


    Nun erleben wir, wie ein Guardista ein defektes Tefacto repariert, diese ganzen Bahnen, die Remon sieht, nachdem er die Schriftzeichen berührt hat, erinnern mich ein wenig an Blutbahnen, von denen eine unterbrochen war, deswegen konnte das Tefacto kein Wasser mehr liefern. Dadurch, daß es Remon gelingt, es zu reparieren, müßte er nun wieder einen besseren Stand unter den Guardista haben – hoffentlich.


    Den Memor Ttegoni finde ich ja köstlich: zuerst habe ich gar nicht verstanden, von wem oder was er redet, bis ich kapiert habe, daß er immer so verschwurbelt redet :D Ein Weibchen mit wuchtigen Hüften, ohoh, Ttegoni, damit begibst du dich auf dünnes Eis ;D
    Aber unter den Sasseks selbst scheint er neben der Rolle des Memors auch die Rolle der Nervensäge innezuhaben.


    Der Prozess gegen Ssarronn finde ich genauso eine unnötige Farce wie der gegen Remon in Oculor, aber man tut eben alles, um Unruhen zu vermeiden. Und ja, nun haben Ssarronn und Remon noch was gemeinsam, daß sie Beide als Verräter gelten. Schön, daß die Beiden sich so gut verstehen.


    Ich finde es übrigens immer wieder schön, daß Remon regelmäßig an seine Familie denkt – Eid hin oder her, ich denke, wenn sich ihm die Gelegenheit bietet, wird er zu seiner Familie zurückkehren, und wenn es nur deswegen ist, um sich zu vergewissern, daß es ihnen gut geht.

  • Nun, es wird interessant. Wo steht Firando? Er wurde von Natas Vater angeschrieben, also hielt dieser viel von ihm. Tut er nur so, oder ist er umgeknickt? Wird Nata eine Freie bleiben? Kann sie kommen und gehen wie sie will? Scheinbar ist es doch auch eine Form von Eigentum, dass die Dame beansprucht. sie leben und arbeiten bei ihr. Aber sie können in der Freizeit machen was sie wollen? Wieso wäscht sich Nata nicht wenigstens? Mal sehen, wann Orresta erfährt, dass sie da ist


    Interessant ist die Verhandlung bei den sassek. Man müßte doch wissen, dass es keine große Strafe für Ssaron ist. Bedeutet das, dass man es auch als nicht wirklich bestrafenswert ansieht oder ist der Ehrverlust wichtiger für die anderen? Wieso ist Kress plötzlich so anders? Sie wollte doch eine Bestrafung, dann aber wirkt sie, wie jemand, den man zwingt zu einer Bestrafung? Hat sie doch was übrig für Ssarron? War vielleicht alles nur um seine Aufmerksamkeit zu erlangen? Das ist wieder richtig spannend. Ich liebe es, wenn Charaktere undurchsichtig sind.
    Außerdem erfährt man hier mehr von Kress Denkungsart. Sie gefällt mir immernoch nicht, aber sie wirkt hier etwas ruhiger und versucht ihre Argumente verständlich zu machen. Leider hinterfragt sie ihre Ansichten nicht. Sie nimmt sie sehr dogmatisch. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass die anderen das genauso sehen.


    Den Memor finde ich auch köstlich. Sehr von sich eingenommen, aber immerhin wird dadurch das Heldenlied Remons gesungen ;)


    "Ich finde es übrigens immer wieder schön, daß Remon regelmäßig an seine Familie denkt – Eid hin oder her, ich denke, wenn sich ihm die Gelegenheit bietet, wird er zu seiner Familie zurückkehren, und wenn es nur deswegen ist, um sich zu vergewissern, daß es ihnen gut geht."


    Ich fand es toll, wie er sich im Plexos zuhause fühlte. Irgendwie kam es mir so vor, als ob zumindest in dem Moment der Vereinigung Nata und Emma in den Hintergrund getreten sind. Es scheint aber auch so zu sein, dass der Plexos nicht ohne die Menschen auskommen kann, also ist er ein künstliches Wesen? Vielleicht geschaffen von einer ausgestorbenen Rasse? Er hat sich die Grauwacht als Ersatz geschaffen und kontrolliert sie, auf deren Ungefährlichkeit?


  • Leider hinterfragt sie ihre Ansichten nicht. Sie nimmt sie sehr dogmatisch. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass die anderen das genauso sehen.


    Und damit erinnert sie mich wieder an Vorena, die auch nichts hinterfragt, sondern "ihren Stiefel fährt", wie er vorgeschrieben ist, da gibt es ebenfalls kein rechts und kein links.


  • Wenn Elana recht hat, dann gibt es zwei Sonnen, habe ich das richtig verstanden? Das wurde bisher noch nicht erwähnt, oder?


    In der Handlung wurde es nicht erwähnt, aber wenn Ihr das Muster der Ableitung aus dem Spanischen auf den Namen der Welt anwendet ... ;)


    Ich hatte den Eindruck, als ob sich Mensch und Sassek gegen einen Ansturm von außen rüsten.


    Was, glaubst Du, könnte diesen Ansturm auslösen? Kommt er von den Menschen oder von den Sasseks?



    Wird Nata eine Freie bleiben? Kann sie kommen und gehen wie sie will? Scheinbar ist es doch auch eine Form von Eigentum, dass die Dame beansprucht. sie leben und arbeiten bei ihr.


    Denkst Du an die Unfreien in Güldenwaid?


    Bedeutet das, dass man es auch als nicht wirklich bestrafenswert ansieht oder ist der Ehrverlust wichtiger für die anderen?


    Glaubt Ihr, ein Ehrverlust spielt hier eine Rolle?


    Wieso ist Kress plötzlich so anders? Sie wollte doch eine Bestrafung, dann aber wirkt sie, wie jemand, den man zwingt zu einer Bestrafung? Hat sie doch was übrig für Ssarron? War vielleicht alles nur um seine Aufmerksamkeit zu erlangen?


    Ist sie wirklich anders? Oder ist nur die Umgebung anders? Weniger Blau, weniger Stress für Kress ...?
    Oder ist es der Unterschied zwischen Theorie und Praxis? Viele Leute sagen, es macht ihnen nichts aus, dass Tiere für ihr Schnitzel geschlachtet werden, aber sie könnten es nicht selbst tun.



    Außerdem erfährt man hier mehr von Kress Denkungsart. Sie gefällt mir immernoch nicht, aber sie wirkt hier etwas ruhiger und versucht ihre Argumente verständlich zu machen. Leider hinterfragt sie ihre Ansichten nicht. Sie nimmt sie sehr dogmatisch. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass die anderen das genauso sehen.


    Kennt Ihr die Geschichte von Franz von Assisi? Er verschenkte sein gesamtes Vermögen, um Jesus auf dem Weg der Armut nachzufolgen. Er galt schon zu Lebzeiten als Heiliger, aber auch als so radikal, dass ein "normaler Mensch" ihm nicht nachfolgen könne.



    Ich fand es toll, wie er sich im Plexos zuhause fühlte. Irgendwie kam es mir so vor, als ob zumindest in dem Moment der Vereinigung Nata und Emma in den Hintergrund getreten sind.


    Gab es in diesem Moment überhaupt noch etwas, das Remon wichtig war?


    Es scheint aber auch so zu sein, dass der Plexos nicht ohne die Menschen auskommen kann, also ist er ein künstliches Wesen? Vielleicht geschaffen von einer ausgestorbenen Rasse? Er hat sich die Grauwacht als Ersatz geschaffen und kontrolliert sie, auf deren Ungefährlichkeit?


    Liebes Tagebuch,
    es funktioniert! Ein Rätsel führt zum nächsten, und die Leserschaft folgt der Spur. :)



    Und damit erinnert sie mich wieder an Vorena, die auch nichts hinterfragt, sondern "ihren Stiefel fährt", wie er vorgeschrieben ist, da gibt es ebenfalls kein rechts und kein links.


    Befehle zu befolgen scheint allerdings nicht Vorenas Stärke zu sein - Seite 25:

    Zitat

    In dem Blau ihrer Augen loderte die Wut, die stets Vorenas stärkster Antrieb gewesen war. Sie wollte in ihrem langen Leben nichts erreichen. Vorena wollte nur zerstören, was die vom Plexo gewünschte Ordnung bedrohte. Ihr Eifer ging selbst den Offizieren der Grauwacht zu weit.


  • Was, glaubst Du, könnte diesen Ansturm auslösen? Kommt er von den Menschen oder von den Sasseks?


    Ich glaube, dass sie sich auf einen Ansturm gegeneinander rüsten. Für mich sieht es so aus, als ob sie wissen, dass es Krieg geben wird und damit das Zusammenleben in derStadt auch nicht mehr friedlich möglich ist. Der Friede war ja wohl eher ein aufgezwungener. Man tolerierte sich gegenseitig, aber man respektierte sich nicht. Es scheint wenige gegeben zu haben, die sich für die Lebensweise der anderen Rasse interessiert haben und wenig wirkliche Zusammenarbeit. (Erinnert sehr en einige reale Zustände)



    Denkst Du an die Unfreien in Güldenwaid?


    Nein, ich frage mich, ob es noch eine Zwischenstufe gibt. So was wie die Dienerschaft eines Adligen. Sie waren zwar keine Leibeigenen, hatte aber real auch wenig Möglichkeiten, sie aus dem Haushalt wieder hinaus zu begeben.


    Glaubt Ihr, ein Ehrverlust spielt hier eine Rolle?


    Ich weiß eben nicht, was mir dieser Bestrafung erreicht werden sollte. Es klingt sehr nach einem Kompromiss. Kress ist noch jung und für sie wäre es wohl eine schlimme Strafe, damit ist ihrer Anforderung Genüge getan, Ssarron ist älter und für ihn ist es halt nur lästig (obwohl an einer Stelle geschrieben wurde, dass diese Schwimmhäute einen einfacheren Gang erlauben, den Mesnchen z.B. nicht haben) also ist auch ihm Gerechtigkeit widerfahren, da man scheinbar seine Verfehlung als gering ansieht. Ist es so? Oder bin ich wieder auf der falschen Fährte?

    Oder ist es der Unterschied zwischen Theorie und Praxis? Viele Leute sagen, es macht ihnen nichts aus, dass Tiere für ihr Schnitzel geschlachtet werden, aber sie könnten es nicht selbst tun.


    Gilt das auch für Fanatiker? (Auch wenn ich Schnitzel esse, bin ich kein fanatischer Fleischesse. Wenn ich das bin, dann kann ich auch selbst schlachten. Die meisten denken bloß nicht dran oder wollen nicht dran denken. Das ist aber ein Unterschied, ob ich definitiv verlange dass geschlachtet wird.)
    Bis dahin, wo sie es selbst machen soll, habe ich nicht gemerkt, dass sie von ihrer Wut auf Ssarron Abstand genommen hätte.


    Kennt Ihr die Geschichte von Franz von Assisi? Er verschenkte sein gesamtes Vermögen, um Jesus auf dem Weg der Armut nachzufolgen. Er galt schon zu Lebzeiten als Heiliger, aber auch als so radikal, dass ein "normaler Mensch" ihm nicht nachfolgen könne.


    Deine Vergleiche finde ich nicht wirklich annehmbar, denn es geht bei Franz von Assisi nicht darum, dass er anderen schadet. Er bestimmt nur über sich. Man könnte eventuell jemanden wie Johanna von Orleans als Vergleich hernehmen, aber selbst sie ist nicht gegen etwas aufgetreten, sondern hat versucht ihr Land von fremden Eroberern zu befreien.


    Gab es in diesem Moment überhaupt noch etwas, das Remon wichtig war?


    Ich hatte das Gefühl, nein, es war ihm wie angekommen zu sein, zu einer Einheit zu werden (etwas, wofür wir Menschen sehr empfänglich sind bei allem Streben nach Individualität). Es schien so, als ob er allein sich nicht hätte befreien können, wenn da nicht die Notwendigkeit gewesen wäre, dass er helfen muss und die Sicherheit, dass er unschädlich ist.


    Liebes Tagebuch,
    es funktioniert! Ein Rätsel führt zum nächsten, und die Leserschaft folgt der Spur. :)


    Naja, ich wollte ja gern den Plexos als naturgegeben sehen, aber dann würde er ohne technische Wartung auskommen. Oder? Wenn Es Dein Wille ist, dass wir den Rätseln folgen, dann soll er geschehen. Ich liebe Rätsel!



    Und damit erinnert sie mich wieder an Vorena, die auch nichts hinterfragt, sondern "ihren Stiefel fährt", wie er vorgeschrieben ist, da gibt es ebenfalls kein rechts und kein links.


    Befehle zu befolgen scheint allerdings nicht Vorenas Stärke zu sein - Seite 25:

    Zitat

    In dem Blau ihrer Augen loderte die Wut, die stets Vorenas stärkster Antrieb gewesen war. Sie wollte in ihrem langen Leben nichts erreichen. Vorena wollte nur zerstören, was die vom Plexo gewünschte Ordnung bedrohte. Ihr Eifer ging selbst den Offizieren der Grauwacht zu weit.


    Wissen wir, was in dem Eid steht, den sie geschworen hat? Sie ist sehr auf ihre Ehre bedacht und sie will den Eid vollständig erfüllen. Wenn dieser also auf die Ordnung des Plexos geleistet wurde, dann nimmt sie Befehle ernst allerdings nur, wenn sie diesem Eid entsprechen. Insoweit kann man die beiden vielleicht vergleichen. Vor allem, dass beide nicht nach Wissen streben, sondern wörtlich ihre Aufträge erfüllen. Trotzdem mag ich Vorena mehr, denn am Ende ist ihre eigene Ehre ihr wirklich am Wichtigsten. Sonst hätte sie Remon nicht gehen lassen. Sie ist auf alle Fälle berechenbarer als Kress.


  • In der Handlung wurde es nicht erwähnt, aber wenn Ihr das Muster der Ableitung aus dem Spanischen auf den Namen der Welt anwendet ... ;)


    Hüstel, ich gehe jetzt mal dezent einen Schritt auf die Seite, damit ich nicht mehr auf der Leitung stehe - meine Güte, ist das peinlich :-[ :-[ :-[
    Ich bin ja eher im Italienischen als im Spanischen bewandert, und war daher irgendwie immer bei Isola =Insel und habe das Bisola als Bi-Isola gelesen, zwei Inseln: Tag und Nacht.



    Was, glaubst Du, könnte diesen Ansturm auslösen? Kommt er von den Menschen oder von den Sasseks?


    Ich denke, der Ansturm kommt von außen und nicht, daß sich die Sombralor-Menschen und -Sasseks gegeneinander rüsten. Wenn von außen, könnte ich mir Menschen UND Sasseks als Angreifer vorstellen, die Frage ist dann nur, warum sie mit einem Ansturm rechnen. Oder es gibt eine dritte Macht, die aus dem blauen Licht kommt, diese Zombieartigen, denen wir im Prolog schon begegnet sind.



    Befehle zu befolgen scheint allerdings nicht Vorenas Stärke zu sein - Seite 25:


    Sie ist zwar übereifrig (wie Kress), was bei ihren Kollegen nicht so gut ankommt, aber ich hatte schon das Gefühl, daß sie sehr pflichtversessen ist und letztendlich die Befehle ausführt, vllt. nicht immer gern, aber sie führt sie aus.


  • Ich fand es toll, wie er sich im Plexos zuhause fühlte. Irgendwie kam es mir so vor, als ob zumindest in dem Moment der Vereinigung Nata und Emma in den Hintergrund getreten sind. Es scheint aber auch so zu sein, dass der Plexos nicht ohne die Menschen auskommen kann, also ist er ein künstliches Wesen? Vielleicht geschaffen von einer ausgestorbenen Rasse? Er hat sich die Grauwacht als Ersatz geschaffen und kontrolliert sie, auf deren Ungefährlichkeit?


    Ich muß gerade wieder an die Vermutung aus den vorigen Abschnitten denken, daß hier auch moderne technische Dinge eine Rolle zu spielen scheinen. Einer unserer Mitleser hat den Begriff Netzwerk angesprochen, vielleicht ist das Plexos eine Art Computernetzwerk? Daher auch die immer mal wieder defekten Tefactos, die sich nicht selber "heilen" können.Tja, da hilft nur eins: Windows runter- und wieder hochfahren :D Oder auf ein gescheites Betriebssystem umsteigen :D

  • Ja, genau, und zu meiner "Netzwerktheorie" stehe ich nach wie vor...


    Hüstel, ich gehe jetzt mal dezent einen Schritt auf die Seite, damit ich nicht mehr auf der Leitung stehe - meine Güte, ist das peinlich :-[ :-[ :-[
    Ich bin ja eher im Italienischen als im Spanischen bewandert, und war daher irgendwie immer bei Isola =Insel und habe das Bisola als Bi-Isola gelesen, zwei Inseln: Tag und Nacht.


    Manchmal ist es vielleicht gut, wenn man weder spanisch noch italienisch kann. Aber ich habe mir auch meine Gedanken gemacht und nach dem Hinweis von Bernard, dass er sich an das Spanische gehalten hat, fast jede Bezeichnung dahingehend "untersucht". Dank des Internets bin ich so sehr häufig fündig geworden. Zumal auch im Glossar nicht unerhebliche Hinweise stehen.


    Nur einige Beispiele:


    Bisola = bi (Präfix, das eine Doppelheit ausdrückt) sol = zwei Sonnen
    Sabo = sabio = Gelehrter
    Tefactos = tefakto = Artekfakt
    Bilteca = biblioteca = Bibliothek


    Das war's für heute. Ich schaffe es nun nicht mehr, weiter zum 6. Abschnitt zu schreiben, mache ich dann morgen...

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

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  • Den Memor Ttegoni finde ich ja köstlich: zuerst habe ich gar nicht verstanden, von wem oder was er redet, bis ich kapiert habe, daß er immer so verschwurbelt redet :D Ein Weibchen mit wuchtigen Hüften, ohoh, Ttegoni, damit begibst du dich auf dünnes Eis ;D
    Aber unter den Sasseks selbst scheint er neben der Rolle des Memors auch die Rolle der Nervensäge innezuhaben.



    Den Memor finde ich auch köstlich. Sehr von sich eingenommen, aber immerhin wird dadurch das Heldenlied Remons gesungen ;)


    Von Ttegoni, der ein besonders ehrgeiziges Exemplar zu sein scheint und seine Aufgabe richtig gut erfüllen möchte und vielleicht ein wenig übers Ziel hinausschießt, mal abgesehen, finde ich den Memor sehr interessant. Er ist sozusagen die lebende Erinnerung? Auf jeden Fall sehr wichtig für die Sasseks, weil sie durch ihn wissen, wer sie sind. Wenn der Memor schlecht ist, ist das auch für den Stamm so, dem er angehört, weil viel verloren geht. Aber da sind die Sasseks dann flexibel und "wandern ab und wenden sich einer anderen Gemeinschaft zu, in der die Erinnerungen mehr Kraft haben.“ (Seite 236)


    Beim Memor hast du auf Latein zurückgegriffen, oder?

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

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  • Von Ttegoni, der ein besonders ehrgeiziges Exemplar zu sein scheint und seine Aufgabe richtig gut erfüllen möchte und vielleicht ein wenig übers Ziel hinausschießt, mal abgesehen, finde ich den Memor sehr interessant. Er ist sozusagen die lebende Erinnerung? Auf jeden Fall sehr wichtig für die Sasseks, weil sie durch ihn wissen, wer sie sind. Wenn der Memor schlecht ist, ist das auch für den Stamm so, dem er angehört, weil viel verloren geht. Aber da sind die Sasseks dann flexibel und "wandern ab und wenden sich einer anderen Gemeinschaft zu, in der die Erinnerungen mehr Kraft haben.“ (Seite 236)


    Ich finde die Idee mit dem Memoren auch sehr spannend und eine tolle Idee, wie die Sasseks ihre Wissensaufbewahrung handhaben.

  • Auch das war wieder ein spannender Abschnitt. Ach und solche Rätsel machen mich immer ungeduldig - für sowas bin ich immer viel zu neugierig ;) drum werde ich schnell meine Eindrücke posten und heute Abend den nächsten Abschnitt lesen^^
    Im sechsten Abschnitt bekommt man einen Einblick in die Strukturen und die Rituale der Sasseks. Das hat mir wieder gut gefallen. Die Zeremonie mit den schlüpfenden Eiern war gut eingebaut. Und dann diese Verurteilung von Ssarronn. Auch ich denke, dass es rigendwie nur Farce war. Man hat wohl selber erkannt, dass die Situation nicht so schlimm war, wie zuvor vielleicht berichtet, musste aber eine gewisse Bestrafung vollführen. Und Ssarronn hat bei Kress eine Veränderung wahrgenommen, als sie die Schwimmhäute durchgeschnitten hat. Ob er sich das vielleicht nur gewünscht hat? Auf mich wirkt Kress immer noch sehr fanatisch und will ihre Gedanken unbedingt verteidigen und ihre Ansichten kundtun, indem sie - komme was wolle - wohl alles Blau verbrennt. Ssarronn und Remon scheinen sich zusammenzutun. Das fand ich gut, wer weiß - auf welche gemeinsamen Erkenntnisse sie kommen werden. Die beiden sind wirklich sympathisch - ob sie das Buch überleben werden?
    Hurnendo, Nata und Enna flüchten nach Sombralor. Ob sie denn gar nicht befürchten, dort entdekct zu werden? Ist die Metropole so groß? Aber wenn man sich in gewissen Kreisen aufhält, müssen sie doch befürchten, entdeckt zu werden. Die Verschanzungen in der Stadt sind schon eigenartig. Auf den ersten Moment hat es auf mich so gewirkt, als ob sich die Menschen und die Sasseks gegenseitig verschanzen, da sie einen Angriff der anderen Rassen fürchten - ob das aber wirklich so ist? Aber ich bin frohen Mutes, dass es im nächsten Abschnitt angesprochen wird.
    Von Firando war ich etwas enttäuscht. Warum hat Refael ihn angeschrieben, er hat das doch bestimmt gemacht, weil er große Stücke auf ihn gehalten hat? Aber auf mich wirkte er, als ob er das Thema nicht weiter debattieren möchte. Ich kann mir aber auch sehr gut vorstellen, dass er sein Interesse an den blauen Monden bloß verborgen hat und im geheimen sich mit dem Thema beschäftigt. Hat er Angst vor Verrätern unter den Sabos? Und wovor hätte er Angst? Das Experiment von Elana hat mir gut gefallen, es war anschaulich beschrieben.
    Die Beschreibungen bezüglich des Tefactos waren interessant. Es scheint einen gewissen Einfluss auf Remon gehabt zu haben. Da stellt sich die Frage, was es ist. Und was ist das Plexo eigentlich? Irgendwie hat dieses Geflecht mich an ein Nervensystem erinnert und mir scheint es auch so, als ob es die Symbiose zu den Menschen braucht - ob es eine Art Parasit ist? Auf jeden Fall bin ich echt auf die Erklärung und noch mehr auf den Weg dorthin gespannt.


  • Die beiden sind wirklich sympathisch - ob sie das Buch überleben werden?


    Welcher Autor könnte schon so grausam sein, sympathische Figuren umzubringen?
    :unschuldig:


    Hurnendo, Nata und Enna flüchten nach Sombralor. Ob sie denn gar nicht befürchten, dort entdekct zu werden? Ist die Metropole so groß? Aber wenn man sich in gewissen Kreisen aufhält, müssen sie doch befürchten, entdeckt zu werden.


    Welche Alternative siehst Du für Nata? Wohin könnte sie sich wenden, um weitere Informationen zu erhalten?


    Deine Überlegungen zu Firando sind spannend. Wie sehen das die anderen in der Leserunde? Spielt Firando ein doppeltes Spiel? Auf welcher Seite steht er - und welche Seiten gibt es überhaupt?


  • Welcher Autor könnte schon so grausam sein, sympathische Figuren umzubringen?
    :unschuldig:


    :ernst:



    Deine Überlegungen zu Firando sind spannend. Wie sehen das die anderen in der Leserunde? Spielt Firando ein doppeltes Spiel? Auf welcher Seite steht er - und welche Seiten gibt es überhaupt?


    Dazu schreibe ich jetzt lieber nichts, weil ich schon weiter bin und Angst habe, daß ich womöglich etwas verrate.


  • irgendwie habe ich das ungute Gefühl, dass mindestens einer der sympathischen Figuren das Buch nicht überleben wird.. :D


    Was Firando angeht (obwohl ich den nächsten Abschnitt nun schon gelesen habe), ich bin mir immer noch nicht sicher, was er spielt..er ist für mich noch ziemlich undurchsichtig..


  • Wie sehen das die anderen in der Leserunde? Spielt Firando ein doppeltes Spiel? Auf welcher Seite steht er - und welche Seiten gibt es überhaupt?


    Bei Firando habe ich mir noch keine Meinung gebildet. Die Informationen bisher sind ja eher mager. Die Situation in der wir ihm begegnen, ist auch nicht sehr aussagekräftig. Er ist sicherlich kein Held, und drängt sich nicht tatkräftig in den Vordergrund. Er ist eher vorsichtig, nimmt sich stark zurück und ordnet sich lieber erst mal unter. Eine vielleicht typisch Verhaltensweise eines Intellektuellen, der in einer Diktatur oder einem Machtbereich lebt.


    Zitat

    irgendwie habe ich das ungute Gefühl, dass mindestens einer der sympathischen Figuren das Buch nicht überleben wird..


    Ich mache mir da nicht viel Hoffnung. Sondern freue mich nur von meinen Lieblingen (Nata, Enna, Remon, Ssaasek, Vorena) möglichst viel zu lesen. Am Ende lebt wahrscheinlich keiner mehr ;D


    Zitat

    Nun erleben wir, wie ein Guardista ein defektes Tefacto repariert, diese ganzen Bahnen, die Remon sieht, nachdem er die Schriftzeichen berührt hat


    Eine wunderbare Szene. Die, für mich, schönste und interessanteste Stelle in diesem Leseabschnitt.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

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  • Diesen Memor finde ich irgendwie skurril. Kann man den auch abschalten oder "zeichnet" der wirklich alles auf, was so passiert? Einfach in der Hoffnung, es könnte für andere (Generationen) wichtig sein, oder? Der tut mir schon auch ein wenig leid... so ständig in dieser Rolle gefangen und kaum jemand dankt es ihm. ;)


    Zitat von odenwaldcollies

    Aber unter den Sasseks selbst scheint er neben der Rolle des Memors auch die Rolle der Nervensäge innezuhaben.


    Auf jeden Fall. Gab es in der Vergangenheit schon Zwischenfälle, dass die ein Messer im Rücken hatten? ;D


    Jatena gefällt mir. Sie nimmt ganz unvoreingenommen Nata, Enna und Hurnendo mit in die Stadt. Aber wahrscheinlich hat sie einfach nur ein paar Arbeiter gebraucht, da kamen die Menschen aus der Wildnis gerade recht. Das Leben dort scheint sowieso gänzlich anders zu sein. Mal schauen, ob wirklich alles so gleichberechtigt ist.


    Die Gesellschaft im Haus von Firando ist schon mal sehr viel angenehmer als die letzten in der Metropole. Hier wird diskutiert und nicht nur oberflächlich gefeiert. ich wünschte nur, sie würden den befremdlichen Ausführungen von Elana und Nata auch mehr Raum geben. Da scheint doch etwas Wahres dran zu sein. Ich vermute mal stark, dass sich Nata und Elana noch austauschen werden. Die zwei scheinen sich gut zu ergänzen.


    Als Remon das kaputte Artefakt repariert, war das sehr faszinierend. Man kann sich diese Welt unter den Eindrücken des Nabo kaum vorstellen, aber durch die Beschreibung kommt es sehr gut rüber. Zumindest bei den Sasseks dürfte er sein Ansehen als vollständiges Mitglied der Grauwacht haben. ich bin gespannt, ob es sich auch noch unter den Kollegen ändert. Ich kann ihnen aber nicht verdenken, dass sie skeptisch sind.


    Zitat von Bernard

    Wie sehen das die anderen in der Leserunde? Spielt Firando ein doppeltes Spiel? Auf welcher Seite steht er - und welche Seiten gibt es überhaupt?


    Ich kann ihn noch nicht einschätzen. Er scheint aber Kontakt zu Orresta zu haben, deshalb sollte Nata vorsichtig sein. :lesen:


  • Kann man den auch abschalten oder "zeichnet" der wirklich alles auf, was so passiert? Einfach in der Hoffnung, es könnte für andere (Generationen) wichtig sein, oder? Der tut mir schon auch ein wenig leid... so ständig in dieser Rolle gefangen und kaum jemand dankt es ihm. ;)
    ...
    Auf jeden Fall. Gab es in der Vergangenheit schon Zwischenfälle, dass die ein Messer im Rücken hatten? ;D


    :totlach: