05 - 22. Kapitel (S. 179) - 2. Interludium (S. 229)

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  • Eigentlich habe ich es so empfunden, dass sie mit allen Mitteln die Verbreitung des Wissens über die Monde verhindern will. sie weiß m.M.n. dass es die Erscheinung schon einmal gegeben hat und ich denke sie weiß auch, oder denkt zu wissen, was sie bedeutet. Vielleicht bedeutet sie Krieg und sie will diesen? Da Natas Vater ein seriöser Wissenschaftler war (so mein Empfinden, ich muss ja vorsichtig sein) und Nata es auch ist, wäre es eigentlich sinnvoll, sie einzuweihen. Da sie das nicht tut befürchte ich Schlimmes. Die Vorbereitungen, die Nata erlebt deuten eigentlich auf eine Kriegsvorbereitung hin. Ich frage mich nur, woher die Menschen dort das Wissen haben. Oder machen sie nach, womit einige Sabos begonnen haben?

  • Den Abschnitt hatte ich schon vor ein paar Tagen gelesen, aber bisher noch keine Zeit zum Posten bekommen - gut, dass ich meine Eindrücke stichpunkthaltig festhalte - so bekomm ich meine Meinung besser zusammen :)
    Die Darstellung der Sasseks finde ich sehr interessant - ich muss sagen, dass mir Ssarronn recht gut gefällt. Er nimmt nicht immer alles als gegeben hin und scheint die Umstände zu hinterfragen. Er hat diesen Fanatismus wie z.B. Kress nicht und kommt mir überlegter vor.
    Wie Kress dann in der Metropole gewütet hat - ach herje..damit hätte sie alles gefährden können, wofür die Gemeinschaft dieser speziellen Orchidee gekämpft hat. Um in der Metropole zu leben, mussten sie soch doch behaupten, haben gegen andere Gemeinschaften gekämpft und sie hätte alles zerstören können, nur weil sie von dieser Vorstellung so geblendet ist. Einerseits kann man verstehen, dass sie diese Besessenheit des Barons von der Farbe Blau (die Farbe des Herzfeuers) nicht gutheißen kann - aber dass sie dann alles in Brand setzen will..da ist es ganz schön mit ihr durchgegangen..Daher verstehe ich auch nicht ganz, dass (bisher?) keine Strafe erfolgt ist. Sie hätte alles zunichte machen können, wofür die Gemeinschaft gekämpft hat..Nein, im Gegenteil, sie klagt sogar Ssarronn noch an..
    Auch ich hoffe, dass die Flucht von Hurnendo, Nata und Enna gelingen wird - denke aber, dass sie auf die ein oder andere Gefahr stoßen werden und hoffe, dass sie diese Hürden meistern können. Vielleicht werden sie ja auch aufgegriffen..Und wohin wollen sie eigentlich fliehen? (Habe ich das überlesen? :-[)
    Dann lernen wir auch Firando kennen. Er stellt weiterhin Nachforschungen an und besticht dafür den Wächter, der die Gefangenen bewacht. Für mich wirkt er so ein bisschen wie ein typischer Wissenschaftler - schon ein bisschen klischeebehaftet. Zumindest was man nach dem kurzen Abschnitt über ihn sagen kann. Er ist wissensbegierig, sträubt sich aber gegen offene Konfrontation oder Gewalt.
    Agnecodo ist mir suspekt. Der hat doch bestimmt Dreck am stecken. Irgendwie kommt der intrigant rüber - der scheint seine eigenen Fäden zu spinnen und hat noch eine diverse Macht und einen Einfluss, damit er diese auch weiterspinnen bzw. ausleben kann. Das wird bestimmt noch interessant mit ihm.


  • ich muss sagen, dass mir Ssarronn recht gut gefällt. Er nimmt nicht immer alles als gegeben hin und scheint die Umstände zu hinterfragen. Er hat diesen Fanatismus wie z.B. Kress nicht und kommt mir überlegter vor.


    Ja genau, deswegen finde ich ihn auch so toll.


  • gut, dass ich meine Eindrücke stichpunkthaltig festhalte - so bekomm ich meine Meinung besser zusammen


    Wenn ich als Leser an einer Leserunde teilnehme, mache ich mir auch immer Notizen.


    Sie hätte alles zunichte machen können, wofür die Gemeinschaft gekämpft hat..


    Seite 179:

    Zitat

    Wobei die Gorajas natürlich streng genommen keinem Stamm Gefolgschaft schuldeten, sondern wegen der Würde ihrer Profession ausgewählt worden waren.


    Und wohin wollen sie eigentlich fliehen?


    Oculor und die Gebiete, in denen Nata und Enna bisher gelebt haben, fallen gerade ins Licht, kommen daher als Ziel nicht infrage. Wo könnte Nata Antworten auf ihre Fragen bekommen?



    Agnecodo ist mir suspekt.


    Schon bevor er das erste Mal auftaucht, fällt sein Name - auf Seite 209. ;)

  • Meine Güte, Kress ist wirklich unberechenbar. Ich überlege schon die ganze Zeit, mit was ich ihr Verhalten vergleichen kann. Das nur an der Farbe Blau festzumachen, fällt mir echt schwer. Aber gut, so hat jedes Volk ihre Besonderheiten und die sollten geachtet werden. Sie reagiert ja wirklich ganz heftig. Erst der Mord an Baron Erren, dann der Metropolfürst und noch das Feuer...


    Remon war hier mein persönlicher Held. Durch seine Kindheit bei den Sasseks hat er so seine Vorteile und es fällt ihm leicht, sie einzuschätzen um Missverständnis in Gesten usw. vorzubeugen. In meinen Augen ist er damit der perfekte Grauwächter. Er kann auch sehr besonnen Gateo überzeugen, zu lügen um weiteres Chaos zu verhindern. Er vermittelt zwischen dem neuen Metropolfürst, den Sasseks und der Grauwacht. Ja, ich bin beeindruckt.


    Endlich erfahren wir auch etwas über Vorenas Vergangenheit. Ihre Eltern waren also Rebellen. Es ist für mich daher kein Wunder, dass sie die Werte der Grauwacht so lebt. Schließlich ist einst ihre ganze Familie daran zerbrochen, weil ihre Eltern sich nicht an die Regeln hielten. Für ein Kind muss das traumatisch sein. Sie wird das vielleicht ständig vor Augen haben und es besser machen wollen.


    Ich bin gespannt, ob Nata Orresta tatsächlich täuschen kann. Ich würde mich ja direkt viel wohler fühlen, wenn sich ihre Wege trennen. Die Alte macht mir irgendwie Angst.


    Ich war mir an der Stelle nicht sicher, ob sie tatsächlich überrascht war oder ob sie schockiert war, weil Nata über dieses Wissen verfügte. Vllt. dachte Orresta, sie hätte früh genug die Aufzeichnungen von Natas Vater an sich gebracht, damit Nata keine Schlußfolgerungen daraus ziehen kann - oder sie war schockiert, weil sie nicht damit gerechnet hat, daß Natas Vater mit seinen Nachforschungen bereits so weit gekommen ist.


    Ich gehe davon aus, dass sie sehr wohl Bescheid weiß. Vor Nata will sie den Schein wahren in der Hoffnung, dass sie aufgibt. Orresta will keine Forschungen über das Licht dulden. Solche Aussagen "... wie dein Vater" nutzt sie wohl eher zur Einschüchterung. Ich würde zu gern wissen, welche Details Orresta noch kennt bzw. was sie bezweckt.

  • Die Positionierung von Informationen zur Vergangenheit von Hauptfiguren ist schriftstellerisch immer ein wenig schwierig. Zu Beginn des Buchs interessieren die Figuren noch nicht besonders, man hat noch keine Beziehung zu ihnen aufgebaut. Zudem nehmen Charakterstudien die Geschwindigkeit aus der Handlung, die gerade in Schwung kommen soll.
    Zu weit hinten bringen Charakterisierungen aber kaum noch etwas - die Geschichte ist dann bald vorbei, also kann der Leser das Wissen über die Hintergründe nur noch wenige Seiten nutzen.
    Deswegen ist es nicht so einfach, die richtige Stelle für solche Passagen zu finden.


  • Ich gehe davon aus, dass sie sehr wohl Bescheid weiß. Vor Nata will sie den Schein wahren in der Hoffnung, dass sie aufgibt. Orresta will keine Forschungen über das Licht dulden. Solche Aussagen "... wie dein Vater" nutzt sie wohl eher zur Einschüchterung. Ich würde zu gern wissen, welche Details Orresta noch kennt bzw. was sie bezweckt.


    Dazu tendiere ich ebenfalls, und du hast recht, dieses "... wie dein Vater" kann man als Drohung auffassen, wenn man bedenkt, wie er endete.


  • Die Positionierung von Informationen zur Vergangenheit von Hauptfiguren ist schriftstellerisch immer ein wenig schwierig. Zu Beginn des Buchs interessieren die Figuren noch nicht besonders, man hat noch keine Beziehung zu ihnen aufgebaut. Zudem nehmen Charakterstudien die Geschwindigkeit aus der Handlung, die gerade in Schwung kommen soll.
    Zu weit hinten bringen Charakterisierungen aber kaum noch etwas - die Geschichte ist dann bald vorbei, also kann der Leser das Wissen über die Hintergründe nur noch wenige Seiten nutzen.
    Deswegen ist es nicht so einfach, die richtige Stelle für solche Passagen zu finden.


    Ich finde das bisher sehr gut gelöst von dir.

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen