04 - 19. Kapitel (S. 148) - 21. Kapitel (S. 178)

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  • Ein recht kurzer Abschnitt, der mir aber wieder gut gefallen hat :)
    es stellt sich also heraus, dass Perul Remon an die Grauwacht verraten hat - und das nur, um der beste Jäger in seiner Communidad zu sein..ich war echt am überlegen, ob das so ein toller Titel ist, dass es sich lohnt, jemanden zu verraten..aber vielleicht hat er auch wegen dem Besuch von Vorena kalte Füße bekommen. Und nachdem er Gewissheit bezüglich Remon hatte, ist er auf Grund der Gefahr zur Metropole gegangen - trotzdem fand ich den Verrat echt hinterrücks..ich bin auf jeden Fall gepsannt, wie es mit Remon nun weiter geht - welches Schicksal ihn ereilen wird..
    und wieder verpassen sich Nata und Enna und Remon. Schade. Ich hatte mich ja auch darauf gefreut, dass Nata mit Enna nach Sombralor geht, aber doch nicht auf diese Art und Weise :( Nata wird beschuldigt, ein Kristallbuch geklaut zu haben. Wer it denn Orresta, dass sie die Macht hat, Nasta diesbezüglich abführen zu lassen. Hat sie die Situation einfach ausgenutzt oder vielleicht sogar eingefädelt? Wollte sie, dass Nata mit ihr nach Sombralor gehen muss? Die Beschreibungen des Kristallbuches hat mir gut gefallen. Einerseits fand ich die Fragen echt interessant, die der Geist gestellt hat, anererseits finde ich es aber auch bedenklich, dass die Geister entscheiden, wer es würdig ist, dieses Wissen zu erhalten. Wer diese Geister sind, wurde ja noch nicht wirklich geklärt -irgendwie misstraue ich denen..
    Die Perspektive des Sasseks hat mir gut gefallen. Wie er die Gesten deutet :) Und man bekommt einen kleinen Einblick, wie das Leben zwischen den Sasseks so ist und wie ihr Leben so abläuft..Ssarronn scheint mir symapthisch zu sein - er ist nicht ganz so vorurteilsbelastet und ihm dürstet es eher nach dem Wissen, warum die Monde blau erscheinen - er will die Menschen nach ihrem Wissen fragen..Kress fand ich dagegen eher unsympathisch - viel zu impulsiv und leicht überheblich..

  • Da haben wir den Salat. Kaum weiß Perul sicher, dass Remon ein Guardista ist, wird er zum Verräter. Er wirft eine jahrelange Freundschaft einfach so in den Dreck und hat doch für mein Empfinden kaum etwas davon. Ich verstehe den Grund nicht. hat er bei der "Verhandlung" mit der Grauwacht kalte Füße bekommen und konnte er bessere Forderungen deshalb nicht durchsetzen?


    Endlich lernen wir auch die Sasseks kennen. Ich hatte sie mir irgendwie primitiver vorgestellt, aber sie sind den Menschen ganz ähnlich. Verschiedene Charaktere prallen aufeinander, mit oder ohne Verständnis für die "Vormieter" der Metropole. Ich finde die Stelle im Buch nicht mehr, aber ich habe etwas im Kopf, dass sie die wahren Herren der Geister sind?!


    Nata muss jetzt tatsächlich mit Orresta nach Sombralor? Das wird ja eine schlimme Reise. Wie kommt die denn darauf, sich anzuschließen... Klar, alle müssen die Stadt verlassen und da bietet es sich an, in der Gruppe zu reisen. Aber etwas schlummert in Orresta. Was hat sie für ein Interesse, Natas Nachforschungen bezüglich der Monde zu verfolgen? Man spürt ja, dass sie es unterbinden will. Erst nimmt sie ihr die Bücher und nun das. Ich denke mit der alten Tante werden ernsthafte Studien und Gespräche verdammt schwierig.


    Remon wird seine Familie bestimmt wieder knapp verpassen. >:(


  • Sollte diese Begegnung für Perul das letzte Zünglein an der Waage gewesen sein, ist er für mich noch niederträchtiger als ich bisher dachte. >:( :(


    Auch Bisola bewohnen einige fiese Leute. ;D



    Ein recht kurzer Abschnitt, der mir aber wieder gut gefallen hat :)


    Das freut mich. :)



    und wieder verpassen sich Nata und Enna und Remon. Schade. Ich hatte mich ja auch darauf gefreut, dass Nata mit Enna nach Sombralor geht, aber doch nicht auf diese Art und Weise :(


    Euch kann man es wirklich nur schwer recht machen. ;D
    Vertraut mir: So wird es spannender.


    Nata wird beschuldigt, ein Kristallbuch geklaut zu haben. Wer it denn Orresta, dass sie die Macht hat, Nasta diesbezüglich abführen zu lassen. Hat sie die Situation einfach ausgenutzt oder vielleicht sogar eingefädelt?


    Eine interessante Frage.
    Glaubt Ihr, Orresta hat im eigentlichen Sinne Macht - also so etwas wie Befehlsgewalt? Oder hat sie "nur" Einfluss, also die Aufmerksamkeit von Leuten, die wiederum über Macht verfügen?
    Wie stellt Ihr Euch das bei den Sabos allgemein vor?



    Die Perspektive des Sasseks hat mir gut gefallen. Wie er die Gesten deutet :)


    Ssarronn ist ganz schön clever, was? :)
    Er ist übrigens meine Lieblingsfigur in der Geschichte.



    Da haben wir den Salat.


    :totlach:
    Kurz, knapp und bildhaft - das meines Erachtens gelungenste Fazit zu dieser Entwicklung!


    Endlich lernen wir auch die Sasseks kennen. Ich hatte sie mir irgendwie primitiver vorgestellt, aber sie sind den Menschen ganz ähnlich.


    Dieses "Missverständnis" freut mich. Ich hatte die Hoffnung, dass sich eine solche Einschätzung aus den Splittern formt, die ich zu Beginn des Buchs ausgestreut habe. Wenn man jemanden wirklich kennenlernt, erscheint er differenzierter als aus der Ferne.


    Ich finde die Stelle im Buch nicht mehr, aber ich habe etwas im Kopf, dass sie die wahren Herren der Geister sind?!


    Ist das so? Was meinen die anderen?


    Nata muss jetzt tatsächlich mit Orresta nach Sombralor? Das wird ja eine schlimme Reise. Wie kommt die denn darauf, sich anzuschließen...


    Sie bekommt dafür etwas von Orresta ... Nämlich das Verschweigen einer bestimmten Vermutung, die Orresta gegenüber Nata geäußert hat und die für einen Menschen, den Nata liebt, gefährlich werden könnte.


  • Auch Bisola bewohnen einige fiese Leute. ;D


    Das ist doch keine Entschuldigung! >:(



    Eine interessante Frage.
    Glaubt Ihr, Orresta hat im eigentlichen Sinne Macht - also so etwas wie Befehlsgewalt? Oder hat sie "nur" Einfluss, also die Aufmerksamkeit von Leuten, die wiederum über Macht verfügen?
    Wie stellt Ihr Euch das bei den Sabos allgemein vor?


    Es wird ja gesagt, dass sie nicht die Macht hat, sie hat nur die richtigen Beziehungen zu denen, die Macht haben. Möglicherweise, indem sie eine Gefahr benennt, die für die gesamte Gemeinschaft eintritt, wenn jemand das Verbot übertritt. Unter den Sabos hört man auf sie, wegen des Einflusses ihres Gönners (oder wie auch immer er mit ihr zusammenhängt) Ich denke Sabos sind mehr oder weniger eigenbrötlerisch und können einer Gemeinschaft dienen, wenn man sie um Rat fragt, aber sie sind eben nicht Teil der Communidad und unterstehen damit niemandem, damit dürften sie aber auch keinen direkten Einfluss haben.



    Ssarronn ist ganz schön clever, was? :)
    Er ist übrigens meine Lieblingsfigur in der Geschichte.


    Mir gefällt er auch. Er ist neugierig und das gefällt mir immer. Ist eine tolle Eigenschaft.


    :totlach:
    Kurz, knapp und bildhaft - das meines Erachtens gelungenste Fazit zu dieser Entwicklung!


    Ich mag eigentlich Salat, aber ob der mir schmeckt wird sich zeigen.


    Dieses "Missverständnis" freut mich. Ich hatte die Hoffnung, dass sich eine solche Einschätzung aus den Splittern formt, die ich zu Beginn des Buchs ausgestreut habe. Wenn man jemanden wirklich kennenlernt, erscheint er differenzierter als aus der Ferne.


    Ich wundere mich nur, dass sie die Häuser auch als angenehm empfinden. Schön, dass die Geister das Wärmeniveau so generell heben können, aber haben sie nicht andere Bedürfnisse an ihre Wohnungen als die Menschen? Ich hatte sie mir nicht primitiver vorgestellt als die Menschen nur mit einer völlig anderen Lebensweise. Das da ein wenig Wärme schon ausreicht, um sie zufrieden zu stellen ist erstaunlich.


    Ist das so? Was meinen die anderen?


    Ich glaube das nicht. Die Geister gehorchen denen, die regieren, aber nur soweit es mit ihren Interessen übereinstimmt. Entweder sind sie Imaginationen des Plexos oder sie sind ihre eigenen Herren. Es wurde ja mal im Buch gesagt, dass man nicht wissen kann, ob sie einen Auftrag ausführen.


    Sie bekommt dafür etwas von Orresta ... Nämlich das Verschweigen einer bestimmten Vermutung, die Orresta gegenüber Nata geäußert hat und die für einen Menschen, den Nata liebt, gefährlich werden könnte.


    Nennen wir es doch beim Namen das Kind, Orresta kennt den vollständigen Namen Ennas, das heißt, sie weiß wer ihr Vater ist. Da Remon von Vorena das Versprechen erhalten hat, seine Familie da raus zu halten, denke ich, dass sie auch bestraft würden, wenn ihre Beziehung zu ihm herauskommen würde. Warum weiß ich nicht, aber vielleicht als Mitschuld.


  • Sie bekommt dafür etwas von Orresta ... Nämlich das Verschweigen einer bestimmten Vermutung, die Orresta gegenüber Nata geäußert hat und die für einen Menschen, den Nata liebt, gefährlich werden könnte.


    :kommmalherfreundchen:



    Es wird ja gesagt, dass sie nicht die Macht hat, sie hat nur die richtigen Beziehungen zu denen, die Macht haben. Möglicherweise, indem sie eine Gefahr benennt, die für die gesamte Gemeinschaft eintritt, wenn jemand das Verbot übertritt. Unter den Sabos hört man auf sie, wegen des Einflusses ihres Gönners (oder wie auch immer er mit ihr zusammenhängt) Ich denke Sabos sind mehr oder weniger eigenbrötlerisch und können einer Gemeinschaft dienen, wenn man sie um Rat fragt, aber sie sind eben nicht Teil der Communidad und unterstehen damit niemandem, damit dürften sie aber auch keinen direkten Einfluss haben.


    Da bin ich bei Rhea.


  • Ich hatte sie mir nicht primitiver vorgestellt als die Menschen nur mit einer völlig anderen Lebensweise. Das da ein wenig Wärme schon ausreicht, um sie zufrieden zu stellen ist erstaunlich.


    Die Wärme ist sehr wichtig, reicht aber tatsächlich nicht allein aus. Im nächsten Leseabschnitt werden noch einige Dinge vorgestellt, die speziell für die Sasseks angenehm sind - eine üppige Vegetation und Bademöglichkeiten.



    Nennen wir es doch beim Namen das Kind, Orresta kennt den vollständigen Namen Ennas, das heißt, sie weiß wer ihr Vater ist. Da Remon von Vorena das Versprechen erhalten hat, seine Familie da raus zu halten, denke ich, dass sie auch bestraft würden, wenn ihre Beziehung zu ihm herauskommen würde. Warum weiß ich nicht, aber vielleicht als Mitschuld.


    Die Richtung stimmt noch nicht ganz, denke ich ... ;)

  • Zitat von Rhea

    Nennen wir es doch beim Namen das Kind, Orresta kennt den vollständigen Namen Ennas, das heißt, sie weiß wer ihr Vater ist.


    Aber mal ehrlich, wenn der Name so dramatisch ist und auf alles schließen lässt, warum brachten sie Enna dann ihren kompletten Namen bei? Sie wird ihn immer voller Stolz aufsagen. Man hätte den weglassen können oder Remon hätte sich bei seinem Neustart umbenennen sollen, eine neue Identität zulegen... ???

  • Aber mal ehrlich, wenn der Name so dramatisch ist und auf alles schließen lässt, warum brachten sie Enna dann ihren kompletten Namen bei? Sie wird ihn immer voller Stolz aufsagen. Man hätte den weglassen können oder Remon hätte sich bei seinem Neustart umbenennen sollen, eine neue Identität zulegen... ???


    Den Namen hat niemand gegeben, die Vatersnamen werden dazu genannt, ist so Sitte. Warum sollte sich Remon umbenennen. Es ist ja nur im Zusammenhang wichtig und sie hatten gehofft, nie wieder mit der Grauwacht zu tun zu haben.
    Bernd meinte ja auch, das sei es nicht, aber die Sabo wird bei der Nennung des Namens aufmerksam.


  • Die Richtung stimmt noch nicht ganz, denke ich ... ;)


    Fassen wir einmal zusammen, was Nata weiß:
    Vorena hat Remon mitgenommen und wollte ihn - nach einem Umweg über einige Refugios - nach Oculor bringen. Vermutlich sollte er dort abgeurteilt werden, eine öffentliche, schwere Bestrafung erschien ihr wahrscheinlich.
    Bislang hat sie weder Remon noch Vorena in Oculor ausgemacht, geschweige denn eine öffentliche Bestrafung eines Guardistas gesehen. Am Turm der Grauwacht schien alles alltäglich.
    Es könnte also sein, dass Remon irgendwie entkommen ist und Vorena - aus welchem Grund auch immer - die Reise nicht überlebt hat. In diesem Fall wäre Remon jetzt frei. Wahrscheinlich ist das nicht, aber hoffen kann sie.
    Mit Ausnahme von Vorena, die evtl. kein Faktor mehr ist, weiß also niemand, dass Remon noch lebt. Die restliche Grauwacht hat nach wie vor den Kenntnisstand, er sei umgekommen, wie Nata und Remon es bei ihrer Flucht vorgetäuscht hatten.
    Wenn Orresta nun den falschen Leuten einen Tipp gibt - denn Orresta vermutet ja, dass Remon nach seinem angeblichen Tod noch eine Tochter gezeugt hat - dann wird die Grauwacht beginnen, nach Remon zu suchen. Dass sie mit dieser Suche bei Nata und Enna beginnen werden, kommt noch erschwerend hinzu.
    Schaut mal auf Seite 130f. ;)

  • Ich finde bemerkenswert, dass sich Nata sich immer wieder über andere Menschen Gedanken macht. Beispielsweise denkt sie nochmals an die jungen Leute, die sich in ihrem Haus vergiften wollten. Die Frage, ob sie es wirklich getan haben, lässt sie nicht los. Vielleicht stellen sie sich aber auch ihrem Schicksal, das sicher Härten mit sich bringen wird, die sie so noch nicht kennengelernt haben. Denn Menschen sind zäh, und wenn sie die Zähne zusammenbeißen und der Witterung trotzen, die in der Nacht auf sie wartet, werden sie stärker.


    Die Bilteca ist eine fantastische Einrichtung. Die Kristallbücher werden nur dem zugänglich gemacht, der es sich „verdient“, und zwar durch die Beantwortung einer Frage (oder mehrerer Fragen), die auch vorhandenen Wissen erst einmal testet und abruft. Den eigenen Geist anstrengen finde ich persönlich sehr wichtig, und deshalb gefällt mir, dass die Bilteca „eine Spur zwischen Frage und Wissen des Studierenden“ legt, dabei aber vermeidet, „dass die Menschen ohne eigenes Nachdenken und Forschen allein aus der Lektüre der Kristallbücher Erkenntnisse“ ziehen. (Seite 154)


    Hinsichtlich der Kristallbücher bleibe ich bei meinem Bild von Computern. Dass die Kristallbücher, die nicht in Gebrauch sind, wie ein Wasserfall aus der Decke Richtung Boden fließen, erinnert mich an den Datenfluss in der Matrix. Und die zu entnehmenden Kristallbücher sind Datenchips, in denen das Wissen gespeichert ist...


    Bei Orresta habe ich nach wie vor ein ungutes Gefühl. Ihr ist nicht zu trauen. Ich kann noch nicht sagen, was sie tatsächlich antreibt. Ist es die Angst vor dem Unbekannten?


    Endlich begegnen wir den Sasseks näher. Ssarronn kann ich wirklich gut leiden. Mir kommt er äußerst wissbegierig vor und besonders interessiert an den Menschen. Das zeigt sich auch daran, dass er es bedauert, sich nicht mit Nata austauschen zu können, nachdem er sie kennenlernt und hofft, andere wie sie zu finden, bevor die Menschen ihre Wanderung beginnen. Er scheint auch sehr milde zu sein, was der impulsiven Kress, mit der er sich eine Vereinigung wünscht, so gar nicht passt. Die „junge Dame“ ist sehr eifrig am Werk, gerade was die Verfolgung der Farbe blau betrifft. „Was nützt es, wenn wir den Tag zur Sittsamkeit zurückführen und die Menschen währenddessen ihre Verderbnis durch die Nacht tragen?“ (Seite 163) - Mir kommt es so vor, als ob sie über das Ziel hinausschießt.


    Traurig, aber wahr, Perul hat Remon an die Grauwacht verraten aus „Hochachtung und der Pflicht, jene, die das Plexo erwählt hat, getreulich zu unterstützen“. Da geht es mir wie Vorena. Einem wie Perul, der von Ehre spricht, dem es aber offensichtlich nur darum geht, der beste Jäger seiner Communidad zu sein, möchte man nicht ein zweites Mal begegnen...

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

  • [quote='Torshavn','https://leserunden.de/forum/index.php?thread/&postID=216566#post216566']
    [quote='odenwaldcollies','https://leserunden.de/forum/index.php?thread/&postID=216144#post216144']
    Die Kristallbücher fand ich übrigens toll, in diesem Strom und wie man sich würdig erweisen muß, solch ein Buch lesen zu dürfen.[quote]


    Die Idee der Kristallbücher gefällt mir auch. Ein sehr interessantes Speichermedium. Allerdings finde ich diesen beschränkten Zugang zum Wissen eher bedenklich. Immerhin entscheiden diese 'Geister' wer darf und wer nicht.
    [quote]


    Meinst du, dass die Geister tatsächlich entscheiden? Ich denke, derjenige erhält Zugang, wenn er sich auf Grund seines vorhandenen Wissens als "würdig" erweist. Ich sehe die Geister nur als Hüter der Kristallbücher und der Bilteca.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

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  • Ssarronn ist ganz schön clever, was? :)
    Er ist übrigens meine Lieblingsfigur in der Geschichte.


    Das habe ich mir gedacht, als du irgendwo davon sprachst, dass wir deinen "Liebling" im 4. Abschnitt kennenlernen. Ich mag ihn auch sehr. Er macht sich (wie Nata) seine Gedanken und ist bestrebt, das Wissen über die Menschen zu vervollständigen. Er beobachtet und vergleicht und fragt nach und handelt sehr überlegt.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Hinsichtlich der Kristallbücher bleibe ich bei meinem Bild von Computern. Dass die Kristallbücher, die nicht in Gebrauch sind, wie ein Wasserfall aus der Decke Richtung Boden fließen, erinnert mich an den Datenfluss in der Matrix. Und die zu entnehmenden Kristallbücher sind Datenchips, in denen das Wissen gespeichert ist...


    Ja, die Kristallbücher haben mich ebenfalls an moderne Speichermedien erinnert.

  • Mir gibt Folgendes noch zu denken:


    Beim Zusammentreffen der Menschen mit den Sasseks im Thronssaal des Cestillos schwebt einer der "Geister" zur Decke hinauf, so dass Ssarron einen Blick dorthin wirft. Er sieht eine - vermutlich sehr alte - Darstellung von Sasseks und Menschen, deren Anführern einander die Hände reichen. Sie sind in Stoffbahnen gewickelt, eine Bekleidung, die Ssarronn nicht kennt. Hinter den Menschen befinden sich Eisberge unter einem Sternenhimmel, und gleichzeitig kommen die Sasseks aus dem Dschungel. Über den Händen ist eine gelbe und eine blaue Kugel gemalt...


    Schließen die Menschen und Sasseks hier den Pakt? Was sind das für "Eisberge", und warum kommen die Sasseks aus dem Dschungel? Stellen die Kugeln die Monde, die Sonnen oder einfach nur "Tag" und "Nacht" dar?

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Bei Orresta habe ich nach wie vor ein ungutes Gefühl. Ihr ist nicht zu trauen. Ich kann noch nicht sagen, was sie tatsächlich antreibt. Ist es die Angst vor dem Unbekannten?


    Die Angst vor dem Unbekannten ... Hm ... Weiß Orresta weniger als Nata und die Sabos, denen wir ansonsten begegnet sind, oder eher mehr? Wenn Angst ihr Motiv ist - wovor hat sie dann Angst? Und wenn es nicht um Angst geht - worum dann?


    Die „junge Dame“ ist sehr eifrig am Werk, gerade was die Verfolgung der Farbe blau betrifft. „Was nützt es, wenn wir den Tag zur Sittsamkeit zurückführen und die Menschen währenddessen ihre Verderbnis durch die Nacht tragen?“ (Seite 163) - Mir kommt es so vor, als ob sie über das Ziel hinausschießt.


    Über Kress haben wir ja schon ein wenig diskutiert. Dein Zitat zeigt ihre Argumentation in ähnlicher Weise wie die von Leuten, die Sorge wegen Phänomenen hegen, die sich global auswirken können:
    Was nützt es, in Deutschland alle Atomkraftwerke abzuschalten, wenn in Frankreich welche direkt hinter der Grenze stehen?
    Was nützt es, einen Gentschnik-freien Acker zu bewirtschaften, wenn auf dem Nachbarfeld Gentechnik verwendet wird und der Wind die Samen verteilt?
    Wenn das Blau wirklich gefährlich ist und sich so global auswirkt, dass es die Monde verändert - was hilft es dann, diese Farbe im Tag zu eliminieren, wenn die Nacht davon "verseucht" ist?



    Meinst du, dass die Geister tatsächlich entscheiden? Ich denke, derjenige erhält Zugang, wenn er sich auf Grund seines vorhandenen Wissens als "würdig" erweist. Ich sehe die Geister nur als Hüter der Kristallbücher und der Bilteca.


    Es scheint wie bei allen Prüfungen zu sein: Sowohl das Wissen, das in den Fragen geprüft wird, als auch die Art, wie die Fragen gestellt werden, und natürlich die Bewertung der Antwort entscheiden darüber, wie das Ergebnis ausfällt. In Bezug auf die Geister heißt das: Denkt sich jeder Geist die Fragen selbst aus? Tun sie das als Kollektiv? Oder macht das jemand anderes und die Geister übermitteln die Fragen nur?


  • Über Kress haben wir ja schon ein wenig diskutiert. Dein Zitat zeigt ihre Argumentation in ähnlicher Weise wie die von Leuten, die Sorge wegen Phänomenen hegen, die sich global auswirken können:
    Was nützt es, in Deutschland alle Atomkraftwerke abzuschalten, wenn in Frankreich welche direkt hinter der Grenze stehen?
    Was nützt es, einen Gentschnik-freien Acker zu bewirtschaften, wenn auf dem Nachbarfeld Gentechnik verwendet wird und der Wind die Samen verteilt?
    Wenn das Blau wirklich gefährlich ist und sich so global auswirkt, dass es die Monde verändert - was hilft es dann, diese Farbe im Tag zu eliminieren, wenn die Nacht davon "verseucht" ist?


    Was nützen die schönsten Umweltbedingungen, wenn sie keiner mehr nutzen kann, der Krieg das Leben ausgelöscht hat?


    Außerdem erachte ich Kress als so eine Art Sabo. Ich würde sie also eher mit Orresta vergleichen als mit Vorena, denn letztere erfüllt ihre Pflicht gewissenhaft, nicht emotional. Kress ist als Botschafterin da und hat scheinbar von den Menschen keine Ahnung und hält sich an keine Abmachungen. DA hätte ja vorher darüber geredet werden müssen, denn die Stadt hatte ein blaues Herzfeuer. Nee, für mich gibt es für diesen Wahnsinn keine Entschuldigung und es KANN nicht richtig sein.


  • Die Angst vor dem Unbekannten ... Hm ... Weiß Orresta weniger als Nata und die Sabos, denen wir ansonsten begegnet sind, oder eher mehr? Wenn Angst ihr Motiv ist - wovor hat sie dann Angst? Und wenn es nicht um Angst geht - worum dann?


    Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass Orresta mehr als Nata und die anderen Sabos weiß oder nach mehr Erkenntnis strebt. Eventuell hat sie Befürchtungen, dass die bisherigen Strukturen gestört werden oder gar verloren gehen, wenn dieses Phänomen des Farbwechsels der Monde anhält. Es könnte jedoch auch um Kontrolle gehen. Dass alle an den bisherigen Regeln festhalten und diese nicht in Frage stellen, weil die gegenwärtige Situation sich ändert.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Es scheint wie bei allen Prüfungen zu sein: Sowohl das Wissen, das in den Fragen geprüft wird, als auch die Art, wie die Fragen gestellt werden, und natürlich die Bewertung der Antwort entscheiden darüber, wie das Ergebnis ausfällt. In Bezug auf die Geister heißt das: Denkt sich jeder Geist die Fragen selbst aus? Tun sie das als Kollektiv? Oder macht das jemand anderes und die Geister übermitteln die Fragen nur?


    Ich halte mal an meiner Theorie, dass die Bilteca Teil des riesigen Datennetzwerkes ist, fest. Dann würde innerhalb des Netzes sowohl Frage als auch Antwort mit den gespeicherten Daten abgeglichen und verarbeitet werden. Folglich stelle ich mir die Geister, da zum Netz gehörig, eher als Übermittler der Fragen und Antworten vor.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

  • Ich halte mal an meiner Theorie, dass die Bilteca Teil des riesigen Datennetzwerkes ist, fest. Dann würde innerhalb des Netzes sowohl Frage als auch Antwort mit den gespeicherten Daten abgeglichen und verarbeitet werden. Folglich stelle ich mir die Geister, da zum Netz gehörig, eher als Übermittler der Fragen und Antworten vor.


    Haben die Geister die Fragen gestellt? Ich hatte das GEfühl, dass die Fragen aus dem Strom kamen und direkt im Kopf des zu prüfenden auftauchen?