03 - 13. Kapitel (S. 97) - 18. Kapitel (S. 147)

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  • So, ich bin noch nicht fertig mit dem Abschnitt, aber ich habe ein paar Fragen:


    Wenn die Wanderung beginnt, werden auch die Metropolen geräumt. Ist es dann ein Wettlauf, wer die nächste Metropole als erster erreicht?


    Gibt es jedesmal eine Besitzt Umverteilung?


    Alle wissen um die Wanderung, warum werden die Menschen in den Metropolen in keiner Form vorbereitet?


    Was machen die Sasseks mit den Behausungen der Menschen, wenn sie die übernehmen? Was geschieht mit den Metropolen, die ja auf die Belange der Menschen zugeschnitten sind?


    Was ist mit Perul los?
    (Da hast Du uns wieder in die Falle gelockt, oder?) An dein Tagebuch:
    Gut, dass die Leser den Autor nicht zu früh gelobt hatten. Abwarten ist eine bessere Strategie!


  • Wenn die Wanderung beginnt, werden auch die Metropolen geräumt. Ist es dann ein Wettlauf, wer die nächste Metropole als erster erreicht?


    Zwischen einer Metropole, die gerade ins Licht fällt, und einer anderen, die in die Nacht kommt, liegt eine sehr, sehr weite Strecke. Wenn eine Communidad, die eine Metropole beherrscht, also aufbricht, wenn diese verlorengeht, dann wird es viele andere Communidades geben, die vor ihr eine andere Metropole erreichen, die gerade in die Dunkelheit fällt. Zudem befinden sich die Metropolen nicht in exakt gleichen Abständen; es kann also sein, dass einige Zeit lang mehr Metropolen in der Nacht als im Tag liegen, und es gibt auch das umgekehrte Verhältnis.
    Im letzten Leseabschnitt, als Remon in Hartfels ankommt, verraten die Abgesandten aus Oculor ein wenig darüber, wie sie sich die Wanderung durch die Nacht vorstellen.



    Gibt es jedesmal eine Besitzt Umverteilung?


    Jedenfalls bleibt alles zurück, was nicht transportabel ist ...



    Alle wissen um die Wanderung, warum werden die Menschen in den Metropolen in keiner Form vorbereitet?


    Was machen die Sasseks mit den Behausungen der Menschen, wenn sie die übernehmen? Was geschieht mit den Metropolen, die ja auf die Belange der Menschen zugeschnitten sind?


    Abwarten ... ;) Ich glaube, die Fragen nach der Vorbereitung der Wanderung und nach der Übernahme durch die Sasseks klären sich bald.

  • Ja, einige Fragen klärten sich direkt nach dem ich gepostet hatte, aber ich vergesse manchmal Fragen und diesmal waren sie mir wichtig.


    Ich kann die Selbstmordkandidaten sehr gut verstehen. Was soll jemand machen, der sein ganzes Leben nur Künstler war oder Schneider o.ä. was in dem rauen Leben nicht gebraucht wird. Ich denke, bevor sie sich geändert hätten wären sie schon tot. Deshalb meine Frage, warum die Menschen nicht vorbereitet werden. Es ist doch keine Katastophe, die plötzlich herein bricht. Aber die jungen Leute benehmen sich so. Man sollte meinen, dass es so eine Art Überlebenstraining geben müßte, welches Pflicht ist für alle. Auch hier sollten harte Proben außerhalb der Metropole stattfinden. Irgendwie ist es unglaublich, dass die Menschen statt sich vorzubereiten lieber sterben.


    Woher haben sie das Gift?


    Weshalb wird ihnen nicht gesagt, wie schwer man stirbt?


    Wer hat Natas Vater ermordet und warum??


    Welche Rolle spielt die Frau Orresta? Wollte sie wirklich Wissen erhalten oder wollte sie es vernichten?


    Ist es Futterneid der Sabo (auch hier läßt wieder Spanisch grüßen, nicht wahr?) oder hat der Vater etwas entdeckt, was nicht entdeckt werde sollte? Gilt es eine Panik zu verhindern oder haben Menschen für die Veränderungen gesorgt? Wenn ja warum?


    In einem hatte ich recht. Nata kommt in Schwierigkeiten. Wie wird man eine Erpresserin los? (wenn man ein guter Mensch ist und Meuchelmord ausscheidet?)


    Hat Remon gewußt, dass sie beobachtet wird und sich deshalb so verhalten? Oder wurde er gezwungen sich so zu verhalten?
    Ich hoffe mal nicht, dass es Eifersucht ist? Er wirkte ja irgendwie benommen, nicht ganz bei sich.


  • Ich kann die Selbstmordkandidaten sehr gut verstehen. Was soll jemand machen, der sein ganzes Leben nur Künstler war oder Schneider o.ä. was in dem rauen Leben nicht gebraucht wird. Ich denke, bevor sie sich geändert hätten wären sie schon tot. Deshalb meine Frage, warum die Menschen nicht vorbereitet werden. Es ist doch keine Katastophe, die plötzlich herein bricht. Aber die jungen Leute benehmen sich so. Man sollte meinen, dass es so eine Art Überlebenstraining geben müßte, welches Pflicht ist für alle. Auch hier sollten harte Proben außerhalb der Metropole stattfinden. Irgendwie ist es unglaublich, dass die Menschen statt sich vorzubereiten lieber sterben.


    Vielen Dank für die Einlassung. Darin stecken einige Themen, die man sicher diskutieren kann, wenn die Leserunde Lust dazu hat.
    Wenn Du recht hast, haben die jungen Leute in Oculor etwa 20 Jahre recht gut gelebt, aber in der Wildnis nun keine Chance. Menschen, die wie Enna aufwachsen, haben nie in vergleichbarem Luxus gelebt und werden das (von seltenen Ausnahmen abgesehen) auch nie tun, können aber auf ihrem "niedrigen Niveau" in der Wildnis überleben. Was ist vorzuziehen, wenn man wählen könnte? 20 gute Jahre und dann Schluss oder 60 karge Jahre?
    Wer sollte die Instanz sein, die die Menschen zu einem Überlebenstraining zwingt? Die Menschheit ist in zahllose Communidades zersplittert. Wenn ein Feuerwahrer sagt: "So, liebe Untertanen, ihr macht jetzt mal Überlebenstraining" - wird ihn das beliebt machen oder eher gefährden?
    Vielleicht gibt es auch die Wahlmöglichkeit, solche Trainings zu absolvieren, so wie es bei uns Angebote zur Gesundheitsvorsorge etc. gibt. Aber nimmt dann jeder Teil?
    Und schließlich: Auch mit Überlebenstraining wird der Lebensstandard auf der Wanderung erheblich niedriger sein als der in den Metropolen. Man verliert sein Haus, man kann kaum noch etwas von dem machen, was man gern tut, muss jeden Tag hart schuften, um ein paar Kilometer vorwärts zu kommen, es stürmt und ist klapperkalt. Selbst wenn man darauf vorbereitet wurde - erscheint diese Perspektive jedem lebenswert?



    Weshalb wird ihnen nicht gesagt, wie schwer man stirbt?


    Vermutest Du, sie verwenden das gleiche Gift wie Natas Vater?



    Hat Remon gewußt, dass sie beobachtet wird und sich deshalb so verhalten? Oder wurde er gezwungen sich so zu verhalten?


    Welche von Remons Handlungen meinst Du damit? Oder meinst Du evtl. Perul?


  • Vielen Dank für die Einlassung. Darin stecken einige Themen, die man sicher diskutieren kann, wenn die Leserunde Lust dazu hat.
    Wenn Du recht hast, haben die jungen Leute in Oculor etwa 20 Jahre recht gut gelebt, aber in der Wildnis nun keine Chance. Menschen, die wie Enna aufwachsen, haben nie in vergleichbarem Luxus gelebt und werden das (von seltenen Ausnahmen abgesehen) auch nie tun, können aber auf ihrem "niedrigen Niveau" in der Wildnis überleben. Was ist vorzuziehen, wenn man wählen könnte? 20 gute Jahre und dann Schluss oder 60 karge Jahre?
    Wer sollte die Instanz sein, die die Menschen zu einem Überlebenstraining zwingt? Die Menschheit ist in zahllose Communidades zersplittert. Wenn ein Feuerwahrer sagt: "So, liebe Untertanen, ihr macht jetzt mal Überlebenstraining" - wird ihn das beliebt machen oder eher gefährden?
    Vielleicht gibt es auch die Wahlmöglichkeit, solche Trainings zu absolvieren, so wie es bei uns Angebote zur Gesundheitsvorsorge etc. gibt. Aber nimmt dann jeder Teil?
    Und schließlich: Auch mit Überlebenstraining wird der Lebensstandard auf der Wanderung erheblich niedriger sein als der in den Metropolen. Man verliert sein Haus, man kann kaum noch etwas von dem machen, was man gern tut, muss jeden Tag hart schuften, um ein paar Kilometer vorwärts zu kommen, es stürmt und ist klapperkalt. Selbst wenn man darauf vorbereitet wurde - erscheint diese Perspektive jedem lebenswert?


    Also ich persönlich halte das Leben für lebenswert, allerdings weiß ich nicht, wie ich darüber denken würde, wenn ich jeden Tag mit schlimmen Schmerzen verbringen müßte.
    Das Leben ist wirklich schön und ich merke immer wie ich mich sofort erhole, wenn ich die Schönheit der Natur erleben kann. Sicher, für uns klingt das Leben in der Kälte furchtbar, aber Nata hat es anders erlebt. Es gibt auch dort Schönheit und Freude und vor allem Liebe.


    ABER
    Wenn man keine Chance zum Überleben hat, die Commuidad nur behindert, weil man schwach ist, nicht lange Laufen kann, nicht abgehärtet ist usw.
    Also die Begründung, das Leben zu beenden, weil es nie wieder die Qualität hat finde ich absolut nicht in Ordnung, denn es gibt immer Neues und eben andere Qualitäten zu entdecken. DAs Leben zu beenden, weil man sonst jämmerlich sterben muss ohne eine Chance zu haben, kann ich irgendwo verstehen.
    Es gibt doch so was wie einen Katastrophenschutz, der ist für eventuell eintretende Katastrophen. Hier ist es eine sicher eintretende Katastrophe. Also sollte es Möglichkeiten geben, sich darauf vorzubereiten. Es muss ja nicht für jeden Pflicht sein, aber für die, die ansonsten nur eine Last wären schon. Also, wenn ich Künstler oder Schneider werden will, würde ich als Communidad verlangen, dass zumindest die wichtigsten Überlebensfähigkeiten angelernt und trainiert werden, wie z.B. Jagen und kämpfen und Abhärtung. Was sonst sollte ein Künstler auf der Wanderung tun?
    Die Gewichtungen können sich verändern. Vielleicht wäre es auch schön, auf der Wanderung und in anderen Siedlungen Kunst zu haben, aber eben als sekundäre Fähigkeit.
    Ich hoffe ich konnte ausdrücken, was ich meine.


    Vermutest Du, sie verwenden das gleiche Gift wie Natas Vater?


    Erwischt, da habe ich nicht nachgedacht und einfach Nata nachgeplappert. Stimmt, da ich auch überzeugt bin, dass der Vater ermordet wurde, könnte es sein, dass sie ein anderes Gift haben, Schließlich steckt sicher mehr Geld dahinter.

  • Die Beschreibungen von Oculor finde ich sehr spannend, der Schutzschild hält tatsächlich das extreme Wetter draußen. Diese Geisterwesen sind auch sehr mysteriös, sie scheinen Diener zu sein und doch auch wieder nicht. Je mehr wir von Natas Vater erfahren, umso mehr bedaure ich, daß wir ihn nicht mehr persönlich kennenlernen, das hätte sicherlich interessante Gespräch zwischen ihm und seiner Tochter gegeben. Immerhin hat sie die tröstliche Gewissheit, daß er ihr nicht böse war, daß sei damals einfach abgehauen ist.


    Bei der dicken Zunge dachte ich direkt an Vergiftung, und zwar nicht freiwillig, was Hurnendo indirekt bestätigt. Aber wer steckt dahinter? Orresta, weil sie so schnell die Unterlagen von Refeal an sich bringen will und dafür bereit ist, Nata unter Druck zu setzen? Oder weiß Orresta, wer dahintersteckt und will die Aufzeichnungen in Sicherheit bringen?
    Ennas abwehrende und Hurnendos verneinende Reaktion auf Orresta läßt mich allerdings sehr mißtrauisch werden. Und warum bringt sie bei dem Ball Nata mit den anderen Sabo zusammen und bringt das Gespräch ausgerechnet auf die Monde, ein Thema, das Refeal stark beschäftigt hat? Das ist doch kein Zufall, will sie herausfinden, was Nata weiß? Ob der dunkle Stern wirklich etwas damit zu tun hat? Daß Nata ebenfalls eine Sabo ist, hat mich überrascht.


    Warum erzählt Perul Nata nicht, was mit Remon ist, bevor sie irgendeine Dummheit begeht? Ist es wegen der Nähe zum Turm der Grauwacht, dem er eigentlich fernbleiben wollte, wie er Remon doch versprochen hat? Ich hoffe sehr, daß ich mich nicht iin Perul täusche.


    Sehr spannend fand ich die Daten zum Nordpol Sombralor, daß dort Sasseks und Menschen zusammen wohnen, weil die Metropole zur Hälfte in der Nacht und zur Hälfte im Tag liegt. Sie sitzen dort sogar in einem gemeinsamen Rat. Hm, ich hätte jetzt nichts dagegen, wenn Nata sich auf den Weg dorthin machen würde, um Firando aufzusuchen ;D


  • Vermutest Du, sie verwenden das gleiche Gift wie Natas Vater?


    Ich denke, daß es sich um verschiedene Gifte handelt, ansonsten wären die jungen Leute ziemlich über das Ohr gehauen worden.


    Zu der Diskussion, warum sie die jungen Leute lieber umbringen wollen statt die Wanderung zu wagen:
    Ich stelle mir das in den Metropolen sehr schwierig vor, das zu kontrollieren bzw. es zu bewerkstelligen, daß alle ein entsprechendes Überlebenstraining absolvieren - oder auch nur diejenigen, die es nötig haben. Und es scheint auch niemanden großartig zu stören, daß sich diese Menschen umbringen wollen. Das erinnert mich ein wenig an Ennas Prüfung: wer zu schwach ist, bleibt eben auf der Strecke.



    Was ist vorzuziehen, wenn man wählen könnte? 20 gute Jahre und dann Schluss oder 60 karge Jahre?


    Gute Frage, der Mensch neigt i.d.R. immer mehr zur Bequemlichkeit - und die Temperaturen in den Metropolen sind auch deutlich gemäßigter, wer will es ihnen verdenken. Selbst Nata geniesst die wärmeren Temperaturen und ihr geht auch durch den Kopf, wie es wäre, hier wieder für immer zu leben.


    Aber es zeigt auch deutlich, was für ein hartes Leben mit der Wanderung auf die Menschen wartet, daß sie zu solch drastischen Mittel wie Selbstmord greifen.


  • Sicher, für uns klingt das Leben in der Kälte furchtbar, aber Nata hat es anders erlebt. Es gibt auch dort Schönheit und Freude und vor allem Liebe.


    ... und Nata ist ebenfalls ein Kind der Metropolen. Erst mit Remon ist sie in die Wildnis der Nacht hinausgewandert - vorher kannte sie sie nur von vergleichsweise kurzen Reisen zwischen angenehmeren Orten.



    Die Beschreibungen von Oculor finde ich sehr spannend,


    :freu:



    Und warum bringt sie bei dem Ball Nata mit den anderen Sabo zusammen und bringt das Gespräch ausgerechnet auf die Monde, ein Thema, das Refeal stark beschäftigt hat? Das ist doch kein Zufall, will sie herausfinden, was Nata weiß? Ob der dunkle Stern wirklich etwas damit zu tun hat?


    Möglich, wobei ein solch omnipräsentes Phänomen natürlich überall auf Bisola diskutiert werden wird.



    Daß Nata ebenfalls eine Sabo ist, hat mich überrascht.


    Darauf wollte ich ein wenig hinaus, als ich im letzten Leseabschnitt gefragt habe, was Ihr von Nata haltet. Meine Lektorin meinte nämlich - und ich vermute, dass sie auch damit recht hat -, dass Nata zunächst als abergläubische Frau mit vergleichsweise geringer Bildung erscheint und man dann in der Metropole lernt, dass das Gegenteil der Fall ist. In der Wildnis wurde sie nur als Wissenschaftlerin kaum gebraucht. Auf so eine Problematik hat Rhea ja bereits hingewiesen.



    Sehr spannend fand ich die Daten zum Nordpol Sombralor, daß dort Sasseks und Menschen zusammen wohnen, weil die Metropole zur Hälfte in der Nacht und zur Hälfte im Tag liegt. Sie sitzen dort sogar in einem gemeinsamen Rat. Hm, ich hätte jetzt nichts dagegen, wenn Nata sich auf den Weg dorthin machen würde, um Firando aufzusuchen ;D


    Ein paar Seiten hat das Buch ja noch. ;)

  • Zitat

    Was ist vorzuziehen, wenn man wählen könnte? 20 gute Jahre und dann Schluss oder 60 karge Jahre?


    Eine interessante Frage. Was sind gute Jahre? Genuss im Überfluss und machen, was ich möchte? Sind karge Jahre gleich schlechte Jahre? Das sieht doch wohl jeder anders.
    Ich bin kein Freund davon sein Leben einfach wegzuschmeissen, nur weil es gerade mal schwieriger werden könnte.
    Wer sagt, das Intelektualität, Kunst und Literatur nicht gebraucht werden, außerhalb der Metropolen? Sie sind dann vielleicht nicht mehr Selbstzweck.


    Diese Metropole Oculur gefällt mir nicht. Eine einzige Darstellung von Dekadenz und Lebensunlust. Das ist mir ein bißchen zu einseitig. Ich wünsche mich dort schon wieder fort.


    Peruls Verhalten ist mir bisher schleierhaft. Hoffentlich bleibt er ein Freund.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Diese Metropole Oculur gefällt mir nicht. Eine einzige Darstellung von Dekadenz und Lebensunlust. Das ist mir ein bißchen zu einseitig. Ich wünsche mich dort schon wieder fort.


    Ich finde das lustig, wie du die Metropole siehst, denn sie ist doch wie unser Leben nur etwas besser, denn es braucht keiner zu hungern, und etwas schlechter, denn man muss sie wieder aufgeben. Aber ansonsten leben die Menschen dort ganz normal. Glaubst du nicht, dass wir in unseren Metropolen auch genug Dekadenz haben?


  • Denkst Du, auch Natas Vater hat so gelebt?
    Vielleicht kann man im nächsten Leseabschnitt noch einen anderen Aspekt der Metropolen kennenlernen ... ;)


    Nein ih denke Natas Vater hat nicht so gelebt. Ich glaube, er war den anderen Sabos ein Dorn im Auge. Wahrscheinlich haben sie ihn deshalb aus dem Weg geräumt.
    Ich weiß, das ich bsiher nur einen kleinen Einblick in diese Stadt bekommen habe. Wahrscheinlich wolltest du in diesem ersten Leseabschnit in der Metropole nur deutlich machen, wie groß der Unterschied zwischen Refugio und Metropole ist. Aber diese Selbstmordpartys 'kotzen' mich an.
    Und diese alte Sabo, die sich als Freundin des Vaters gegenüber Nata ausgibt, ist auch nicht gerade ein Aushängeschild für die positive Intellektuelle.
    Bisher überwiegen für mich die negative Eindrücke. Auch wenn ich dieses Restaurant z.B. interessant finde. Dort bekommt jeder kostenlos etwas zu essen. Immerhin ein sozialer Dienst.
    Auf andere Aspekte freue ich mich natürlich ;)

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  • Ich verstehe, was du meinst, Torshavn, die Metropolen sind teilweise wirklich sehr "realistisch" dargestellt, auch mit den Partys, die noch in letzter Minute gefeiert werden - pure Verzweiflung?



    Auch wenn ich dieses Restaurant z.B. interessant finde. Dort bekommt jeder kostenlos etwas zu essen. Immerhin ein sozialer Dienst.


    Gut, daß du da Restaurant erwähnst: an manchen Stellen weist das Buch ganz schön moderne "Technologien" auf, wie auch die Touch-Screens in diesem Restaurant ;D


  • Darauf wollte ich ein wenig hinaus, als ich im letzten Leseabschnitt gefragt habe, was Ihr von Nata haltet. Meine Lektorin meinte nämlich - und ich vermute, dass sie auch damit recht hat -, dass Nata zunächst als abergläubische Frau mit vergleichsweise geringer Bildung erscheint und man dann in der Metropole lernt, dass das Gegenteil der Fall ist. In der Wildnis wurde sie nur als Wissenschaftlerin kaum gebraucht. Auf so eine Problematik hat Rhea ja bereits hingewiesen.


    Das stimmt, so hätte ich Nata anfangs nicht eingeschätzt, daß sie ehemalige Metropolbewohnerin und auch eine Sabo ist. Ja, in der Wildnis ist solch geistiges Wissen oftmals nutzlos, da sind andere Fertigkeiten überlebensnotwendig.



    Denkst Du, auch Natas Vater hat so gelebt?


    Ich denke auch nicht, daß ihr Vater so ein oberflächliches Leben gelebt hat, das einfachere Äußere seines Wohnhauses deutet schon darauf hin.


  • Ich verstehe, was du meinst, Torshavn, die Metropolen sind teilweise wirklich sehr "realistisch" dargestellt, auch mit den Partys, die noch in letzter Minute gefeiert werden - pure Verzweiflung?



    Gut, daß du da Restaurant erwähnst: an manchen Stellen weist das Buch ganz schön moderne "Technologien" auf, wie auch die Touch-Screens in diesem Restaurant ;D


    Ich habe das nicht als "sozialen Dienst" gesehen, sondern etwas, das auch vom Plexos ausgeht. Scheinbar ist es nahrhaft, aber die Erscheinungsform funktioniert ja nur in diesen Verpflegungsstätten.


  • Ich verstehe, was du meinst, Torshavn, die Metropolen sind teilweise wirklich sehr "realistisch" dargestellt, auch mit den Partys, die noch in letzter Minute gefeiert werden - pure Verzweiflung?


    Wenn ihr mal Filme über die Zeit der Inflation seht, dann werdet ihr ziemlich ähnliche Erscheinungen finden. Wenn man nicht weiß, wie man den nächsten Tag übersteht und ob, dann sagen sich viele - noch mal richtig Leben. Und richtig leben sehen die Menschen unterschiedlich. Es wird auch welche geben, die einfach noch die letzten Tage der schöpferischen Arbeit genießen.

  • Gut, daß du da Restaurant erwähnst: an manchen Stellen weist das Buch ganz schön moderne "Technologien" auf, wie auch die Touch-Screens in diesem Restaurant ;D


    Das ist eine gute Feststellung. Ich frage mich auch schon seit geraumer Zeit, was für einen phantastischen Roman lese ich eigentlich? Fantasy? Es gibt Schwerter, archaisch-feudale Strukturen.
    Oder Science Fiction? Die Technik des Restaurant, dieser Phlobos der alles in Gang hält und die alten Artefakte.
    War Bisola vielleicht mal eine hochtechnisierte Welt, die ins 'Mittelalter' zurückgefallen ist?

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  • Ich habe das nicht als "sozialen Dienst" gesehen, sondern etwas, das auch vom Plexos ausgeht. Scheinbar ist es nahrhaft, aber die Erscheinungsform funktioniert ja nur in diesen Verpflegungsstätten.


    Und deshalb nicht 'Sozialer Dienst'? Der Plexos wird auch eine Absicht damit verfolgen, das ist richtig. Aber eine gute Sache ist es trotzdem.
    Ich hatte noch eine andere Assoziation. Mich erinnerte es an das Buch 'Soilent Green' (verfilmt mit Charlton Heston). Eine SF- Geschichte in der die Menschen von sich selbst leben. Ihre Toten werden in Lebensmitteltabletten verarbeitet und an die Lebenden ausgegeben.

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