01 - Prolog (S. 9) - 5. Kapitel (S. 47)

  • Hallo Bernard, liebe Mitleser,


    Hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Grauwacht" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders unseren Autor - schön, dass du uns wieder begleitest!


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch.
    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch ;)


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Phantasieren!
    Kati :winken:



    Hier könnt ihr bis zur Seite 47 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Lieber Bernd, liebe Mitleser,


    dann mache ich doch mal den Anfang: auf diesen knapp 50 Seiten erhalten wir bereits so viele Infos und unbekannte Namen, daß ich es sehr gut finde, daß die Abschnitte so kurz sind. Schon nach dem Prolog hat mich die Geschichte gefangen genommen und ich bin sehr gespannt, wie es mit Bisola und unseren Protagonisten weitergehen wird.


    Die Karte hattest du ja schon mal hier eingestellt, aber ich will trotzdem nochmal erwähnen, daß sie wirklich toll gestaltet ist.


    Dann zu dem Prolog: momentan kann ich ihn noch nicht zeitlich einordnen, was die Handlung um Remon anbetrifft. Ich kann Sarlos' Begeisterung für das Tageslicht sehr gut nachvollziehen, das ist ja ein Albtraum, sein ganzes Leben nur in Dunkelheit zu verbringen :o Er und seine Gefährten sind also auf der Suche nach einem Refugio. Ist ein Refugio eine Art feste Unterkunft, im Sinne von Höhlen, Gebieten mit Mauer drumrum o.ä.? Und wer zuerst kommt, kann sich die besten Refugios sichern, oder nicht? Es ist also mal wieder Zeit, daß die Menschen Richtung Dunkelheit ziehen, weil sich der Tag-Nacht-Rhytmus verschiebt, aber die Dunkelheit kommt nicht.


    Einen Sassek lernen wir auch kennen, auch wenn er mausetot ist. Das Wesen hat mich irgendwie an ein Krokodil erinnert. Sie haben aber eindeutig die besseren Karten, wenn sie immer im Tag leben. Können oder wollen sie nicht im Dunkeln leben? Und warum muß das zwischen Mensch und Sassek so strikt getrennt sein, warum ist kein Miteinander möglich? Und wer hat damals den Pakt ausgehandelt? Ich würde mal behaupten, der wurde den Menschen von den Sassek aufdiktiert, aber warum? Und wem unterstehen dann die Guardista? Auch den Sassek? Irgendwem müssen die Guardista ja ihren Eid leisten. Ich bin wirklich sehr gespannt, was wir hier noch alles erfahren werden.


    Was das genau bedeutet, daß die Menschen in ständiger Dunkelheit und Eiseskälte leben müssen, wird einem erst so nach und nach richtig klar, daß z.B. die Menschen keine Möglichkeit haben, Getreide für Mehl anzubauen usw. Dann gibt es ärmere und reichere Gemeinschaften (so würde ich die Communidades "übersetzen") - das bedeutet aber auch, daß bei dem Aufbrauch alle Jahrzehnte die Karten neu gemischt werden, denke ich. Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, wer am Schnellsten ist ...
    Die Gegenden, die momentan im Dunkeln liegen, brauchen doch aber auch eine gewisse Zeit, bis ihre Flora so weit entwickelt ist, wie das in den Taggebieten der Fall ist?


    Diese Prüfungen, denen die Menschenkinder unterworfen werden, sind grausam, aber ich kann die Intention dahinter verstehen, das harte Leben, das sie führen müssen, kann sich leider keine schwachen und kranken Menschen "leisten", so menschenverachtend sich das auch anhört.


    Remon ist also ein desertierter Guardista, dem die Hinrichtung dafür droht. Mir tut es sehr leid, daß die kleine Familie nicht ihr gemeinsames Leben weiterführen darf, ich würde mir wünschen, daß sie irgendwann doch wieder zusammenkommen. Allerdings kennen wir ja Bernd, da ist nicht unbedingt ein Happy End zu erwarten, auch wenn du angekündigt hast, daß diese Geschichte nicht so düster wie die Schattenherren- bzw. -kult-Bücher ist ;D Aber ich mache mir jetzt einfach mal keine Hoffnungen, dann können sie auch nicht enttäuscht werden.
    Nun bleibt erstmal zu hoffen, daß Enna ihre Prüfung besteht.


    Von wem erhalten die Guardista das Nabo, wer verwaltet diese Substanz? Auch die Sassek? Ist das Nabo dafür verantwortlich, daß sie widerstandsfähiger sind, abgehackte Hände wieder nachwachsen und sie langsamer altern? Vorenas Aussage, daß Remon evtl. sein Nabo behalten kann, bedeutet dann sicherlich, daß er am Leben bleiben darf, wenn er Glück hat - ansonsten wird es recycelt. Hergestellt kann es wohl nicht werden. Und dieses Steinpulver ist dann nötig, um das Nabo zu "füttern"?


    Dann zu den Communidades/Refugio: ein Feuerverwahrer scheint ein angesehener Posten zu sein, was ich gut verstehen kann. Was das Plexo genau ist, weiß ich noch nicht, ich tippe aber auf etwas Lebendiges, weil Stimmen darin zu hören sind. Wessen Stimmen? Ich bin mir nicht sicher, ob es erwähnt wurde, aber können die Stimmen alle hören oder nur die Guardista? Dann die Tefacto, Artefakte mit denen man mit dem Plexo in Kontakt treten kann? Wenn man kein Guardista ist und die richtigen Rituale beherrscht? Diese Artefakte scheinen aber auch organisch zu sein, wenn sie gesund sein können. Ein wenig erinnert mich das Plexo an das Bärchenorakel aus "Schattenkult", das hat sich doch normalerweise auch sehr undeutlich ausgedrückt - nur ab und an konnte man es verstehen ;D


    Diese Bestien, gibt es die nur in der Dunkelheit oder auch im Tag? Gebrial ist dann wohl eher tot oder kann er sich auch wieder regenieren? Für Loca sieht es eher düster aus.


    Vorena ist mir übrigens bisher nicht besonders sympathisch, ich mag so willige und oberkorrekte Befehlsempfänger nicht leiden, aber mal sehen, ob sie ihre Haltung bei den zukünftigen Veränderungen beibehalten kann.


    Wie lang ist ein Click? ;D


    Eine ganze Menge Fragen und am liebsten würde ich direkt weiterlesen :lesen:


    Eines noch: ich merke immer, wie ich mein Gehirn zwingen muß, daß ein Tag bzw. eine Nacht jahrzehntelang andauert. Immer, wenn die Rede davon ist, daß es Nacht bzw. demnächst Tag wird, dann falle ich immer in unsere Definition von Tag- und Nachtlänge zurück.

  • Schon am ersten Leserundentag beginnen die Spekulationen - sehr schön! :)




    Schon nach dem Prolog hat mich die Geschichte gefangen genommen und ich bin sehr gespannt, wie es mit Bisola und unseren Protagonisten weitergehen wird.
    ...
    Eine ganze Menge Fragen und am liebsten würde ich direkt weiterlesen


    :freu:



    Die Karte hattest du ja schon mal hier eingestellt, aber ich will trotzdem nochmal erwähnen, daß sie wirklich toll gestaltet ist.


    Die Szene der Fantasy-Schaffenden in Deutschland ist sehr klein. Timo Kümmel kenne ich aus einem Forum, in dem wir beide registriert sind. Wir waren auch bereits auf Facebook connectet, als mir der Piper-Verlag mitteilte, dass Timo die Illustration für Schattenkult anfertigen würde. Es freut mich, dass wir bei Grauwacht wieder zusammenarbeiten konnten.


    Bei dieser Leserunde muss ich besonders vorsichtig mit meinen Beiträgen sein, weil es um ein Rätsel geht und es den Spaß verdürbe, wenn ich zu viel verriete. Ich bin aber sehr gespannt auf Eure Spekulationen – mal schauen, ob die Geschichte so funktioniert, wie ich sie gedacht habe.


    es ist also mal wieder Zeit, daß die Menschen Richtung Dunkelheit ziehen, weil sich der Tag-Nacht-Rhytmus verschiebt, aber die Dunkelheit kommt nicht.


    Zur Präzisierung: Die Menschen leben in der Dunkelheit, von daher folgen sie der Abenddämmerung und weichen vor der Morgendämmerung zurück. Sarols' Gruppe ist etwas vorschnell unterwegs ... ;)


    allerdings kennen wir ja Bernd, da ist nicht unbedingt ein Happy End zu erwarten, auch wenn du angekündigt hast, daß diese Geschichte nicht so düster wie die Schattenherren- bzw. -kult-Bücher ist ;D Aber ich mache mir jetzt einfach mal keine Hoffnungen, dann können sie auch nicht enttäuscht werden.


    Liebes Tagebuch!
    Meine Leserinnen halten mich für herzlos! Was soll ich nur tun?



    Eines noch: ich merke immer, wie ich mein Gehirn zwingen muß, daß ein Tag bzw. eine Nacht jahrzehntelang andauert. Immer, wenn die Rede davon ist, daß es Nacht bzw. demnächst Tag wird, dann falle ich immer in unsere Definition von Tag- und Nachtlänge zurück.
    ...
    diese Bestien, gibt es die nur in der Dunkelheit oder auch im Tag?


    Für mich war es beim Schreiben eine schöne Aufgabe, mir auszumalen, wie eine Welt aussieht, in der Tag und Nacht so lange andauern. Glaubt Ihr, der Tag wäre ein angenehmerer Lebensraum? Und dass es viele Tiere gibt, die in beiden Habitaten (über-)leben können?



    Interessante Fragen! Ich setze mich auf meine Hände und überlasse Euch das Spekulieren. ;D


  • Zur Präzisierung: Die Menschen leben in der Dunkelheit, von daher folgen sie der Abenddämmerung und weichen vor der Morgendämmerung zurück. Sarols' Gruppe ist etwas vorschnell unterwegs ... ;)


    Ja, das ist korrekter beschrieben :-[



    Liebes Tagebuch!
    Meine Leserinnen halten mich für herzlos! Was soll ich nur tun?


    Woher das wohl kommt ;D



    Glaubt Ihr, der Tag wäre ein angenehmerer Lebensraum? Und dass es viele Tiere gibt, die in beiden Habitaten (über-)leben können?


    Ständig Tag bringt eigentlich den Schlafrhythmus durcheinander, aber wenn man es ständig gewohnt ist? Im Moment wäre mir der Tag schon lieber, allerdings kennen wir das Tag-Habitat noch nicht. Und ich bin auch gespannt, ob und wieviele Tiere es gibt, die in beiden Habitaten leben können. Ich denke eher nicht, weil die Tiere eine gewisse Anpassungszeit brauchen, wenn Beutetiere und Beutegreifer sich aus den Augen bzw. Habitaten verlieren.


  • Für mich war es beim Schreiben eine schöne Aufgabe, mir auszumalen, wie eine Welt aussieht, in der Tag und Nacht so lange andauern. Glaubt Ihr, der Tag wäre ein angenehmerer Lebensraum? Und dass es viele Tiere gibt, die in beiden Habitaten (über-)leben können?


    Mir gefällt diese Idee von ewiger Nacht für die Menschen und ewigem Tag für die Sassek. Ich bin sehr gespannt, warum diese Regelung so getroffen wurde.
    Mich an diesen Topos zu gewöhnen, fand ich nicht so schwer, da er zum einen Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist (was von Anfang an klar ist), und zum anderen bin ich es von Martin gewöhnt, auch wenn er mit den Jahreszeiten auf diese Art jongliert.


    Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie das Leben in einem der beiden Extreme ist. Aber ich denke, das sich die Bewohner, Lewbewesen und Pflanzen nach all den 'Jahrzehnten' oder 'Jahrhunderten' an dieses Leben angepasst haben.
    Interessant finde ich, das in den Menschen offensichtlich immer noch die Sehnsucht nach dem Licht steckt, wie die Neugierde Sarlos ja zeigt.


    Ich glaube nicht das es viele Tiere sind, die in beiden Habitaten leben können. Aber einige sind sicher anpassungsfähig. Vielleicht gibt es da ja auch richtige Pendler.


    Zitat

    Schon nach dem Prolog hat mich die Geschichte gefangen genommen


    Mir ging es ganz ähnlich. Der Prolog ist Dir wirklich gelungen. Ich war sofort fasziniert, von der Welt (diesem kleinen Ausschnitt, der sich hier zeigt). Sarlos war mir gleich sympathisch (großer Fehler, ich sollte dich mittlerweile kennen ;)). Seine Neugierde und Begeisterung für den Tag ist sehr schön dargestellt. Und dann diese plötzliche Wende als er die Leiche findet und erkennt, das das Leben im Tag wohl auch gefährlich ist. Seine Überraschung als er seine 'Zombie'Freunde warnen will, war auch meine Überraschung. Wirklich gut 8). Nun ist Sarlos bereits tot ??? Oder doch nicht?
    Ich bin sehr gespannt, was jetzt auf mich zukommt.


    Dazu eine Frage:
    Wie lange arbeitest du an so einem Einstieg (Prolog) in die Geschichte bis du meinst, das er passt und fesselt? Oder geht dir der Anfang einer Geschichte leicht von der Hand?

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()


  • Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie das Leben in einem der beiden Extreme ist. Aber ich denke, das sich die Bewohner, Lewbewesen und Pflanzen nach all den 'Jahrzehnten' oder 'Jahrhunderten' an dieses Leben angepasst haben.


    Ich hoffe, das wird im Verlauf der Lektüre deutlich. Dieses besondere Setting ist natürlich etwas, das ich ausführlich thematisiert habe, sodass diese "Lebensumstände" immer wieder beleuchtet werden.



    Der Prolog ist Dir wirklich gelungen. Ich war sofort fasziniert, von der Welt (diesem kleinen Ausschnitt, der sich hier zeigt).
    ...
    Ich bin sehr gespannt, was jetzt auf mich zukommt.


    :freu:



    Wie lange arbeitest du an so einem Einstieg (Prolog) in die Geschichte bis du meinst, das er passt und fesselt? Oder geht dir der Anfang einer Geschichte leicht von der Hand?


    Generell schreibe ich eine Geschichte gegen Ende etwas schneller als am Anfang, weil ich vertrauter mit den Figuren und dem Hintergrund bin und da nicht mehr so viel entwickeln muss. Es ist aber kein dramatischer Unterschied - vielleicht 15 Seiten/Tag am Anfang und 20 Seiten/Tag am Ende.
    Die Prologe sind allerdings tatsächlich oft eine Ausnahme. Bei Knecht, Herr und Schattenkult hatte die Manuskriptfassung, die ich ins Lektorat gegeben habe, jeweils keinen Prolog. In allen Fällen habe ich mich vom Lektorat überzeugen lassen, dass ein Prolog eine gute Idee wäre, um die Stimmung bereits zu etablieren, bevor sich die eigentliche Handlung und die Figuren entwickeln können.
    Bei Grauwacht war es ähnlich. Auch hier gab es zunächst keinen Prolog, es ging direkt mit dem ersten Kapitel los. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich damals zunächst die ersten 100 Manuskriptseiten ins Vorlektorat gegeben und in der Begleitmail direkt so etwas geschrieben wie: "Ich weiß, wir brauchen einen Prolog. Das können wir dann gern telefonisch diskutieren." :)
    In der ersten vollständigen Manuskriptfassung war der Prolog dann enthalten. Ich wähnte mich in Sicherheit, aber dann kam die Rückmeldung: "Schön wären noch Einschübe zwischen den einzelnen großen Blöcken, die zeigen, was in der restlichen Welt passiert." :D
    Als ich diese Interludien ergänzt hatte, war mir klar: Meine Lektorin hatte (wie fast immer) recht. Ich bin gespannt, ob Ihr das ebenso seht. ;)
    Das eigentliche Schreiben des Prologs geht also genauso schnell wie bei jeder anderen Szene auch.
    Für die Konzeption brauche ich etwas länger, weil sich die Logik des Prologs nicht, wie bei einer gewöhnlichen Szene, als ein Glied in der Kette der Haupthandlung ergibt, sondern ich frisch ansetzen muss.
    In der Überarbeitung, insbesondere bei der gemeinsamen Arbeit mit dem Lektorat, ist der Prolog meist eine der am intensivsten beackerten Passagen.


  • Mich an diesen Topos zu gewöhnen, fand ich nicht so schwer, da er zum einen Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist (was von Anfang an klar ist), und zum anderen bin ich es von Martin gewöhnt, auch wenn er mit den Jahreszeiten auf diese Art jongliert.


    Ich ertappe mich immer dabei, wenn erwähnt wird, daß der Tag kommt, ich automatisch an "morgen" denke ;D



    Seine Überraschung als er seine 'Zombie'Freunde warnen will, war auch meine Überraschung. Wirklich gut 8). Nun ist Sarlos bereits tot ??? Oder doch nicht?
    Ich bin sehr gespannt, was jetzt auf mich zukommt.


    Stimmt, die Zombie-Gefährten hatte ich ganz vergessen, was mit ihnen wohl passiert ist, daß sich die Haut ablöst. Sonneneinfluss kann es eigentlich nicht sein, sonst hätte es Sarlos doch ähnlich ergehen müssen.


  • Dann die Tefacto, Artefakte mit denen man mit dem Plexo in Kontakt treten kann? Wenn man kein Guardista ist und die richtigen Rituale beherrscht? Diese Artefakte scheinen aber auch organisch zu sein, wenn sie gesund sein können. Ein wenig erinnert mich das Plexo an das Bärchenorakel aus "Schattenkult", das hat sich doch normalerweise auch sehr undeutlich ausgedrückt - nur ab und an konnte man es verstehen ;D


    ich muss gestehen, der Vergleich mit Schattenkult und dem Bärchenorakel (wie du es so niedlich ausdrückst) war auch mein erster Gedanke, irgendwie musste ich bei den Beschreibungen auch sofort daran denken..


  • in meinem Köpfchen kreisen sich ähnliche Fragen..und ich muss gestehen, im Moment habe ich wohl noch viele Fragezeichen über dem Kopf kreisen ???
    Es gibt noch sehr viele Fragen - die Welt betreffend, die mir noch ein Rätsel sind, aber wir sind ja auch erst am Anfang des Buches..
    ich finde es gut, dass zu Beginn die Spannung geweckt wird, indem dem Leser so Teilhäppchen hingeworfen werden, man stellt sich dann automatisch die Frage, was es damit denn jetzt bitte auf sich hat..
    Ich muss aber auch sagen, ein bisschen weniger Fragezeichen wäre für mich ganz nett gewesen (nicht böse gemeint) - im Moment finde ich alles noch total verwirrend und habe in bestimmten Details so meine Probleme, vollständig zu folgen..aber das ist ja bei einem Fantasy-Roman eigentlich normal, dass man sich erstmal an die Welt und die Begriffe/Gegenstände/Namen/... gewöhnen muss

  • So erstmal ein liebes Hallo in die Runde :winken: Und ein großes Hallo an Bernard, ich freu mich schon sehr auf die Leserunde :winken:


    Zuerst möchte ich die Gestaltung des Buches loben. Das Cover gefällt mir ziemlich gut (die Farben sind echt hübsch) und die Karte ist einfach genial..Ich frage mich, wie du auf die Idee zu diesem Setting von der Welt gekommen bist?
    Zuerst musste ich mich erstmal an die Namen gewöhnen. Und wenn ich mir das Personenverzeichnis am Ende so grob überflogen habe, ist mir der ein oder andere ungewöhnliche Name aufgefallen ;)
    Ich habe heute nun auch den ersten Abschnitt gelesen - und wie bereits in dem anderen Beitrag erwähnt - mir schweben noch viele Fragezeichen um den Kopf.
    Die Welt gefällt mir ganz gut, man bekommt einen guten Einblick in das Leben, was für Kreaturen darin leben. Auch einen kleinen Einblick in die Gesetze der Welt bekommt man. Die Menschen leben also in der Dunkelheit - bei Nacht. Allgemein sind das eher ungemütliche Lebensbedingungen und man bekommt einen guten Einblick, was gewisse Sachen für eine Bedeutung haben, was für uns eigentlich normal ist, wie z.B. Roggen und Brot.
    Der Prolog hat auf jeden Fall meine Neugier geweckt. Die Andeutung, dass es nicht erlaubt ist, dass die Menschen sich im hellen aufhalten, was für Wesen eine Bedrohung sein könnten. Und als der eine (ich entschuldige mich jetzt schon für mein schlechtes Namensgedächnis) dann zu seinen Leuten wieder zurück kommt und dann diese 'Zombies' wiederfindet..Was da wohl vorgefallen ist? Was stand da hinter ihm? Was hat ihn niedergestreckt? Ob er noch lebt?
    Und dann lernen wir Remon und seine Familie kennen. Bisher gefällt mir Enna ganz gut und ich hoffe, dass wir noch mehr über sie lesen werden. Aber wie bereits von meinen Mitlesern angedeutet - ich sollte noch nicht allzu viel Sympathie mit den Charakteren auswechseln und Herzblut hineinstecken, wer weiß, wieviele Seiten sie überleben werden ;)
    Auch ich frage mich, was es mit diesen Guardistas und Nardo so auf sich hat?
    Ganz ehrlich, ich bin echt heilfroh, dass die Abschnitte so kurz gehalten sind..diese sind zwar recht kurz, aber so dicht mit Infos gepackt..es wird bestimmt ein actionreicher Roman :)


  • Ich frage mich, wie du auf die Idee zu diesem Setting von der Welt gekommen bist?


    In der ursprünglichen Idee war bereits das Konzept einer Truppe vorgesehen, die neutral zwischen zwei verfeindeten Mächten steht und diese voneinander trennt. Je länger ich darüber nachdachte, desto weniger reizvoll erschien mir, die Grenze zwischen diesen Mächten auf herkömmliche Weise zu gestalten. Natürlich kommt man als Fantasyautor recht schnell auf den Gegensatz Licht/Finsternis, und der erschien mir grundsätzlich auch brauchbar, aber ich wollte das bewährte Muster »das Böse lauert im Dunkeln« gern brechen und habe deswegen die Menschen in die Dunkelheit und die Sasseks in das Licht gepackt. Dass Tag und Nacht dann sehr langsam wandern mussten, ergab sich daraus, dass die Menschen sonst nicht mit der Nacht wandern könnten (und damit die Sasseks überhaupt mit dem Tag wandern konnten, mussten sie bestimmte Eigenschaften haben, die Ihr ab dem dritten Leseabschnitt kennenlernen werdet). Außerdem wollte ich, um die Tragik des Zurücklassens zu vergrößern, Dinge haben, die beiden Völkern sehr wertvoll sind, die sie aber nicht mitnehmen können. Viele weitere Eigenheiten Bisolas, was Klima, Flora, Fauna, etc. angeht, folgen aus diesen Eckpunkten.



    Zuerst musste ich mich erstmal an die Namen gewöhnen. Und wenn ich mir das Personenverzeichnis am Ende so grob überflogen habe, ist mir der ein oder andere ungewöhnliche Name aufgefallen.
    ...
    mir schweben noch viele Fragezeichen um den Kopf.


    Da Grauwacht eine Rätselgeschichte ist, kommt zu Beginn tatsächlich eine Vielzahl an Fragen auf. Aber wie bei jeder guten Rätselgeschichte werden auch schon Hinweise und Antworten geliefert – sie sind aber unter den vielen Details versteckt und werden in Zusammenhängen präsentiert, in denen man sie vermutlich nicht sofort als solche wahrnimmt. Die Namen (und auch die Bezeichnungen für viele seltsame Dinge) gehören dazu ... ;)



    Aber wie bereits von meinen Mitlesern angedeutet - ich sollte noch nicht allzu viel Sympathie mit den Charakteren auswechseln und Herzblut hineinstecken, wer weiß, wieviele Seiten sie überleben werden ;)


    Liebes Tagebuch,
    bis jetzt konnte ich mein weiches Herz vor meinen Leserinnen verbergen!

  • Auch ich habe mich endlich in die Welt von Bisola begeben. Ich finde es faszinierend, sie kennenzulernen. Ich denke, es ist wichtig, die normale Vorstellung von Tag und Nacht in dem Zeitrhythmus und Lichtverhältnis, wie sie uns geläufig sind, auszuklammern. Das fällt mir bezüglich der Nacht noch etwas schwer, weil ich da stets an eine sehr tiefe Dunkelheit denke.


    Wie funktioniert das mit dem Schlafen? Ist es auch in der Nacht unterschiedlich hell?


    Blau scheint eine große Rolle zu spielen, der Mond Dya "trägt" blau, bevor ein Wechsel zwischen Tag und Nacht eintritt. Richtig? Aber es stimmt etwas nicht. Die Nacht ist langsamer als sonst, und blaues Licht wie des Mondes bedeckt den Himmel.


    Was deine "harte Seite" betrifft, lieber Bernhard, bin ich ja unbelastet, denn ich keine noch keines deiner anderen Bücher. Der Prolog ließ zwar schon einen Einblick zu, denn ich vermute, dass Sarlos den Sperr nicht überlebt hat, aber für Remon, Nata und Enna hoffe ich, dass dein weiches Herz es nicht zulässt, dass ihnen Böses widerfährt. Ich mag die drei jetzt schon und finde, dass es doch belohnt werden muss, dass Remon die Grauwacht für Nata aufgegeben hat und dass ihm und Nata nur dieses eine Kind vergönnt ist. Auch wenn sie wissen, "dass jeder Traum einmal enden muss" (Seite 34), sollen sie träumen, solange sie können. Ich bin jedenfalls beim Träumen dabei.


    Zunächst haben mich die langen Namen verwirrt. Aber dann bin ich dahinter gestiegen, dass zusätzlich Vater und Mutter mit benannt werden, also Enna Remon Nata. Das macht es doch deutlich, zu welcher Familie die Person gehört...


    Als erstes Fazit kann ich sagen, dass mir bis jetzt nicht nur die Idee und die Umsetzung, sondern ebenso der gradlinige Schreibstil richtig gut gefallen, weswegen ich gern weiterlese...

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Wie funktioniert das mit dem Schlafen? Ist es auch in der Nacht unterschiedlich hell?


    Das kommt auf das Wetter an (wenn der Himmel bewölkt ist, ist das Sternenlicht ausgesperrt) und auf den Stand der Monde.


    Blau scheint eine große Rolle zu spielen, der Mond Dya "trägt" blau, bevor ein Wechsel zwischen Tag und Nacht eintritt.


    Die Mondzyklen sind wesentlich schneller als die Tag-Nacht-Wechsel. Wenn Du irgendwo eine Kamera aufstellen und dann im Zeitraffer ablaufen lassen würdest, dann würdest Du viele Mondauf- und -untergänge sehen, aber nur sehr selten (je nachdem, wie lange die Kamera aufnimmt, sogar gar keine) Dämmerung.
    Um nicht zu viel zu verraten, beschränke ich mich auf einige Zitate aus diesem Leseabschnitt:
    Seite 20:

    Zitat

    Auch ihm war unwohl dabei, das fahlgrüne Lichtband anzusehen, das sich über Dyas abnehmende Scheibe schob. Bei Mezza hatte es sich in seinem letzten Zyklus ebenso verhalten: Zunächst war es nur ein grüner Schleier gewesen. Doch als der größere Mond, zu einem Halbkreis geschrumpft, unter den Horizont getaucht war, hatte er eine vollständig blaue Färbung angenommen. Remon befürchtete, dass Dyas kleinerer Begleiter bald seine gelbe Farbe aufgeben würde, wie es auch in seinem letzten Zyklus geschehen war. Noch befand er sich aber in der zunehmenden Phase seiner langsamen Wanderung und war deswegen vollständig gelb.


    Seite 28:

    Zitat

    »Dreißigmal läuft Dya über den Himmel, wenn Mezza es nur einmal tut«, wandte Remon ein. »Sie ziehen noch immer ihre Bahn wie zuvor. In nur einem unter zwölf Zyklen Mezzas wird er von Dya verdeckt. So ist es seit jeher gewesen.«


    Seite 30:

    Zitat

    Der große Mond versank gerade als blaue Halbscheibe im Westen. Über den östlichen Schneeflächen würde er gelb von Neuem aufsteigen.


    Auch in der "echten Welt" kann man den Mond wandern sehen, am besten mit einem Fernrohr, aber es geht auch mit bloßem Auge. Am einfachsten ist das bei Vollmond, wenn er von einer Hauskante oder etwas anderem, das still steht, ein bisschen verdeckt wird. Wenn man genau auf den Bereich achtet, an dem der Mond "abgeschnitten" wird, kann man sehen, wie er darin verschwindet bzw. daraus hervorkommt.



    Zunächst haben mich die langen Namen verwirrt. Aber dann bin ich dahinter gestiegen, dass zusätzlich Vater und Mutter mit benannt werden, also Enna Remon Nata. Das macht es doch deutlich, zu welcher Familie die Person gehört...


     :klatschen:




    Als erstes Fazit kann ich sagen, dass mir bis jetzt nicht nur die Idee und die Umsetzung, sondern ebenso der gradlinige Schreibstil richtig gut gefallen, weswegen ich gern weiterlese...


    :freu:

  • Hallo in die Runde,


    zuerst meine Eindrücke bevor ich eure nachlese.


    Ich bin auch gut in der Geschichte angekommen. Mit dem Prolog ging es ja direkt spannend los. Das farbige Licht scheint ein riesiges Problem zu sein. Wenn man streng nach dem Pakt geht, wäre dann bald kein Platz mehr für die Menschen. Warum war der Begleiter von Sarlos so merkwürdig? Und warum platzt ihm Haut aus dem Gesicht? Von den Sasseks wissen wir ja noch nichts. Vielleicht experimentieren sie und schleichen sich getarnt unter die Menschen... *Spekulation aus*


    Remons Geschichte ist so traurig. Nun muss er seine geliebte Familie zurücklassen, weil Vorena ihn entdeckt hat. Das mit dem Nabo ist irre spannend und ich kann auch verstehen, dass die Grauwacht es zurück will. Langsameres Altern, besseres Sehen, nachwachsende Gliedmaßen... das ist ja irgendwie irre. Was ist das für ein Mittel? Irgendwo muss es doch hergestellt werden?


    Was passiert eigentlich mit den ausgesetzten Kindern? Weil Remon viel geübt hat vermute ich mal, dass nur die, die den Weg zurück finden in die Gemeinschaft aufgenommen werden?


    Das mit den Artefakten in den Siedlungen (Plexo) ist mir auch noch unklar. Aber da kommt sicher noch mehr... :lesen:

  • Bernard schrieb:

    Für mich war es beim Schreiben eine schöne Aufgabe, mir auszumalen, wie eine Welt aussieht, in der Tag und Nacht so lange andauern. Glaubt Ihr, der Tag wäre ein angenehmerer Lebensraum? Und dass es viele Tiere gibt, die in beiden Habitaten (über-)leben können?


    Mit der Tag- Nachtlänge habe ich auch so meine Probleme. Ich hatte zuerst gegrübelt, warum Remon eine feste Unterkunft mit persönlichen Sachen hat, wenn er es doch bei Dämmerung wieder aufgeben muss. Aber bei der Länge der Nächte, macht es ja wieder Sinn!


    Ich fand die Idee von Güldenwaid nicht schlecht. Es gibt Höhlen, in denen man lebt und bleiben könnte (wenn der Pakt nicht wäre). So kann man auch mal dem Tag oben einen Besuch abstatten, wenn die Luft rein ist. So eine Wanderschaft stelle ich mir echt hart vor... und dann immer nur in der Dunkelheit. Obwohl die Nacht auch sehr schön sein kann, aber ständig wollte ich sie nicht haben.


    Kann man sich die farbigen Lichter eigentlich wie Polarlichter vorstellen?


    Und wie muss man sich die Wanderung vorstellen. Erst laufen die Menschen in der Abenddämmerung und lassen sich in einer Siedlung nieder, die irgendwann von anderen verlassen wurde. Dann müsste ja die Grauwacht folgen und danach die Sasseks. ???


  • Was passiert eigentlich mit den ausgesetzten Kindern?


    Ich vermute, diese Kinder haben einfach Pech :(



    Und wie muss man sich die Wanderung vorstellen. Erst laufen die Menschen in der Abenddämmerung und lassen sich in einer Siedlung nieder, die irgendwann von anderen verlassen wurde. Dann müsste ja die Grauwacht folgen und danach die Sasseks. ???


    So stelle ich mir das bisher auch vor.


  • Remons Geschichte ist so traurig. Nun muss er seine geliebte Familie zurücklassen, weil Vorena ihn entdeckt hat.


    Versteht Ihr auch Vorenas Position?


    Das mit dem Nabo ist irre spannend und ich kann auch verstehen, dass die Grauwacht es zurück will. Langsameres Altern, besseres Sehen, nachwachsende Gliedmaßen... das ist ja irgendwie irre. Was ist das für ein Mittel? Irgendwo muss es doch hergestellt werden?


    Erinnert Euch diese Wirkung an etwas? ;)
    Wie erwähnt gibt es in diesem Roman von Anfang an nicht nur Rätsel, sondern auch bereits Hinweise für die Lösung derselben.



    Was passiert eigentlich mit den ausgesetzten Kindern? Weil Remon viel geübt hat vermute ich mal, dass nur die, die den Weg zurück finden in die Gemeinschaft aufgenommen werden?


    Das hat odenwaldcollies perfekt beschrieben:

    Diese Prüfungen, denen die Menschenkinder unterworfen werden, sind grausam, aber ich kann die Intention dahinter verstehen, das harte Leben, das sie führen müssen, kann sich leider keine schwachen und kranken Menschen "leisten", so menschenverachtend sich das auch anhört.



    Ich fand die Idee von Güldenwaid nicht schlecht. Es gibt Höhlen, in denen man lebt und bleiben könnte (wenn der Pakt nicht wäre).


    Erinnerst Du Dich noch, wonach Sarlos im Prolog sucht? ;)


    Kann man sich die farbigen Lichter eigentlich wie Polarlichter vorstellen?


    Die Monde werden, wenn sie untergehen, farbig.
    Sie gehen immer als zunehmende Halbmonde auf, werden bis zum höchsten Punkt ihrer Bahn Vollmonde und gehen als abnehmende Halbmonde wieder unter (das ist also anders als bei uns). Neu ist, dass sie "im Sinken", also beim Abnehmen, ihre Farbe wechseln. Erst wandert Grün von der gerundeten Seite her in die Mondfläche hinein, dann Blau, und wenn sie als Halbmond versinken, sind sie komplett blau. Wenn sie aber wieder aufgehen, sind sie wieder gelb.
    Wenn Ihr jetzt nur noch Fragezeichen seht: Keine Sorge, die Protagonisten werden in den kommenden Leseabschnitten an der Lösung dieses Rätsels arbeiten, und sie werden Euch erlauben, dabei über ihre Schultern zu schauen. ;)


  • Versteht Ihr auch Vorenas Position?


    Ja, irgendwie schon. Sie ist durch und durch Guardista und kennt nur die Grauwacht und deren Verantwortung, den Frieden zu wahren, indem auf die Einhaltung des Abkommens zwischen Menschen und Sasseks geachtet wird. Zumal es nur eine begrenzte Anzahl gibt, sowohl von Mitgliedern der Grauwacht als auch von Nabo. Und wenn sich dann jemand seiner eingegangenen Verpflichtung entzieht, fügt er dem ganzen System Schaden zu. Denn es könnte ja sein, dass Remons "Beispiel" andere folgen und eine Familie gründen und den Dienst bei der Grauwacht vernachlässigen oder verlassen. Die Zeit scheint dafür nicht reif zu sein, noch nicht jedenfalls...


    Das mit dem Nabo ist irre spannend und ich kann auch verstehen, dass die Grauwacht es zurück will. Langsameres Altern, besseres Sehen, nachwachsende Gliedmaßen... das ist ja irgendwie irre. Was ist das für ein Mittel? Irgendwo muss es doch hergestellt werden?



    Erinnert Euch diese Wirkung an etwas? ;)
    Wie erwähnt gibt es in diesem Roman von Anfang an nicht nur Rätsel, sondern auch bereits Hinweise für die Lösung derselben.


    Mich erinnert es an die Möglichkeiten von Amphibien, Gliedmaßen nachwachsen zu lassen, wie beispielsweise beim Axolotl. Und die Sasseks sind amphibisch. Zudem häuten sie sich mehrmals in ihrem Leben. Was, wenn das Nabo von ihnen stammt, einst aus ihren Zellen entwickelt wurde und deshalb nur begrenzt zur Verfügung steht?

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Versteht Ihr auch Vorenas Position?


    Ich kann sie aus ihrer Warte verstehen, doch - aber aus Remons Sicht natürlich nicht so sehr ;D



    Mich erinnert es an die Möglichkeiten von Amphibien, Gliedmaßen nachwachsen zu lassen, wie beispielsweise beim Axolotl. Und die Sasseks sind amphibisch. Zudem häuten sie sich mehrmals in ihrem Leben. Was, wenn das Nabo von ihnen stammt, einst aus ihren Zellen entwickelt wurde und deshalb nur begrenzt zur Verfügung steht?


    Guter Gedanken, denn werde ich im Hinterkopf behalten.

  • Hallo, ich bin auch angekommen.


    Das Buch wirkt auf mich von Anfang an anders als die vorhergehenden Bücher von Dir, Bernd, die ich gelesen habe. Es ist trotz aller Spannung irgendwie ruhiger. Es gibt so viel zu "sehen", allein die Schauplätze der Handlung sind schon so spannend, dass es eigentlich nicht vieler Aktion bedarf.


    Der Prolog war für mich auch schon anders. Er wirkte nicht so "prologmäßig" Es ist eher eine kleine Geschichte, eine Rätselgeschichte. Sie erzählt schon einiges aus dieser Welt, aber eigentlich noch nicht viel Fremdes. Die Freude über das Licht ist nachvollziehbar und die Furcht nach dem Fund des Toten, war f bei mir die erste Frage auf. Warum erschrickt er so vor einem Toten? Nicht, weil es ein Sassek ist, aber warum sonst? Sicher gibt es doch auch Tiere in der Nachtwelt, die gefährlich sind, er müsste als Späher doch gewohnt sein, sich vor solchen in Acht zu nehmen. hier aber bricht er die Suche ab und flüchtet zurück. Ist es nur deshalb, weil er die Gefahren des Tages nicht kennt?
    Es ist auch ein wenig vorschnell zu glauben, dass die Gefahr des Zerplatzens der Adern ein Märchen ist, wenn man sich gerade mal vorgewagt hat. Ich könnte mir vorstellen, dass Sonnenbrand für die Haut der Nachtmenschen sehr gefährlich ist.(z.B.)
    Allerdings ist es wohl kein Sonnenbrand, oder? Vielleicht ein Sonnenstich? der die Zurückgelassenen verwandelt hat?


    Ob er tot ist? Bei 90% der Autoren würde ich sagen, das ist nur ein Spannungsmoment, der lebt noch, aber bei Dir? Da kannst DU in dein Tagebuch eintragen was du willst. Wir wissen um deine Mitleidlosigkeit.



    Die Beschreibung wie der Vater seine Tochter vorbereitet fand ich sehr schön. Der schmale Grat zwischen der Notwendigkeit, ihr lebenswichtige Dinge beizubringen und dem Wunsch sie zu trösten und zu wärmen.
    Ich habe es auch so verstanden, dass die Prüfungen eine Art natürlicher Auslese sind. Wer zurück findet kann in der Gemeinschaft bleiben, die anderen werden nicht überleben.
    Vielleicht ist es gut, dass Remon nicht dabei ist, denn die Möglichkeit besteht ja, dass seine Tochter die Prüfung nicht besteht und das wäre doch furchtbar miterleben zu müssen. Ich glaube nicht, dass es ihm erlaubt wäre sie zu suchen. Zumindest nicht, wenn die Familie in der Communidad bleiben will. (ich finde es ja nett, wie das Spanische hier einfließt, so ein bisschen verfremdet..)


    Vorena kann ich verstehen (obwohl ich denke, dass auch Nata ein wenig recht hat), aber mehr noch hat mir einiges gefallen, was von Remons Seite kommt.


    "Ich bin nicht vor meinem alten Leben weggelaufen. Ich habe ein neues gewählt"


    "Ein Teil von ihm empfand einen lange verschütteten Stolz, weil er jetzt endlich für seinen damaligen Entschluss einstand, statt sich in der Nacht zu verkriechen."


    Das Buch geht toll los und ich habe mich nicht umsonst darauf gefreut.

Anstehende Termine

  1. Donnerstag, 10. Mai 2018 - Sonntag, 27. Mai 2018

    odenwaldcollies

  2. Freitag, 11. Mai 2018 - Sonntag, 27. Mai 2018

    gagamaus

  3. Freitag, 11. Mai 2018, 21:40 - Sonntag, 27. Mai 2018, 22:40

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