01 - Prolog (S. 9) - 5. Kapitel (S. 47)

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  • Das Buch geht toll los und ich habe mich nicht umsonst darauf gefreut.


    :freu: :freu:



    Das Buch wirkt auf mich von Anfang an anders als die vorhergehenden Bücher von Dir, Bernd, die ich gelesen habe. Es ist trotz aller Spannung irgendwie ruhiger. Es gibt so viel zu »sehen«, allein die Schauplätze der Handlung sind schon so spannend, dass es eigentlich nicht vieler Aktion bedarf.


    Vielen Dank. Ich freue mich immer, wenn ein Buch einen eigenen »Sound« hat. Das birgt zwar das Risiko, dass jemand, dem Grauwacht gefällt und der dann hoffnungsfroh zu einem anderen Buch von mir greift, enttäuscht wird, aber trotzdem gefällt mir diese »Individualität« bei einer Geschichte.


    [Quote author=Rhea link=topic=10479.msg215056#msg215056 date=1422827303]
    Ob er tot ist? Bei 90% der Autoren würde ich sagen, das ist nur ein Spannungsmoment, der lebt noch, aber bei Dir? Da kannst DU in dein Tagebuch eintragen was du willst. Wir wissen um deine Mitleidlosigkeit.[/Quote]
    Liebes Tagebuch,
    ach, Du weißt schon ...


    [Quote author=Rhea link=topic=10479.msg215056#msg215056 date=1422827303]
    Die Beschreibung wie der Vater seine Tochter vorbereitet fand ich sehr schön. ... Ich habe es auch so verstanden, dass die Prüfungen eine Art natürlicher Auslese sind. Wer zurück findet kann in der Gemeinschaft bleiben, die anderen werden nicht überleben.[/Quote]
    Bereits im nächsten Leseabschnitt werdet Ihr erfahren, ob Enna überlebt oder nicht. Jetzt ist also die letzte Chance, einen Tipp abzugeben ... ;)


    [Quote author=Rhea link=topic=10479.msg215056#msg215056 date=1422827303] ich finde es ja nett, wie das Spanische hier einfließt, so ein bisschen verfremdet[/Quote]
    Ich habe 2013/2014 einige Spanischkurse an der Volkshochschule belegt. Ich mag den Klang der Sprache und habe die Gelegenheit genutzt, sie in die Geschichte einzubringen. Der schöne Klang ist aber nicht der einzige Grund dafür ... ;)

  • Ein Tipp zur Vorstellung von Tag und Nacht:
    Für uns sind das Zeiten - irgendwann ist Tag und irgendwann ist Nacht.
    Für die Akteuere der Geschichte sind es eher Länder: irgendwo ist Tag und irgendwo ist Nacht. Diese Länder verschieben sehr langsam - und auf bisher gut berechenbare Weise - ihre Grenzen. Wo diese zu Beginn der Geschichte verlaufen, kann man auf der Karte am Anfang des Buchs studieren. ;)


  • Mich erinnert es an die Möglichkeiten von Amphibien, Gliedmaßen nachwachsen zu lassen, wie beispielsweise beim Axolotl. Und die Sasseks sind amphibisch. Zudem häuten sie sich mehrmals in ihrem Leben. Was, wenn das Nabo von ihnen stammt, einst aus ihren Zellen entwickelt wurde und deshalb nur begrenzt zur Verfügung steht?


    Ja, das würde Sinn machen.
    Oder noch schlimmer: Am Ende sind die Sasseks ehemalige Grauwächter, die das Zeug einfach schon zu lange in sich haben.... :o


  • Versteht Ihr auch Vorenas Position?


    Ja ich kann ihre Position gut verstehen. Wenn sie auch wahrscheinlich nicht ganz uneigennützig handelt, wie Nata ja angedeutet hat. Vorena und Remon verbinden ja viele gemeinsame Jahre und ein kurzes Verhältnis.
    Ich kann mir auch vorstellen, das die Grauwacht auf einen Mann wie Remon nicht gerne verzichtet. Dieser erste Leseabschnitt hat ja gezeigt, das er ein fähiger und loyaler Mann ist. Er handelt mit sehr viel Ruhe und Übersicht. Das gefällt mir gut.
    Er sagt ja, das er die Grauwacht nicht verlassen hat, sondern nur ein anderes Leben gewählt hat. Das heißt für mich, das er hinter den Idealen und Aufgaben dieser Gemeinschaft steht. Nun bin ich gespannt, ob das so bleibt. Denn ich lese aus dem Text durchaus auch eine gewisse Unzufriedenheit unter den Menschen heraus mit dem Leben in ewiger Nacht.


    Zitat

    Erinnert Euch diese Wirkung an etwas? ;)


    Ich weiß nicht so ganz worauf du anspielst Bernard. Mich erinnert es ein bißchen an die Jedi & Sith aus Star Wars, aber auch an die Wirkung des Einen Ringes aus dem HdR.


    Zitat

    Bereits im nächsten Leseabschnitt werdet Ihr erfahren, ob Enna überlebt oder nicht. Jetzt ist also die letzte Chance, einen Tipp abzugeben ... ;)


    Ich hoffe und wünsche mir, das sie überlebt. Sie ist mir sehr sympathisch (sehr gefährlich bei dir ;D). Enna ist nicht nur vom Pragmatismus durchdrungen. Sie hat etwas Träumerisches, Poetisches. Ich hoffe, das das Platz in dieser Welt hat. :)


    Zitat

    Das Buch wirkt auf mich von Anfang an anders als die vorhergehenden Bücher von Dir, Bernd, die ich gelesen habe. Es ist trotz aller Spannung irgendwie ruhiger. Es gibt so viel zu "sehen", allein die Schauplätze der Handlung sind schon so spannend, dass es eigentlich nicht vieler Aktion bedarf.


    Das trifft es ziemlich gut Rhea. :) Ich habe in diese Geschichte besser hineingefunden als in die Schattenherren- Trilogie. Mir gefallen die Welt und ihre Protagonisten auch besser (bisher).

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

    Einmal editiert, zuletzt von Torshavn ()


  • Das trifft es ziemlich gut Rhea. :) Ich habe in diese Geschichte besser hineingefunden als in die Schattenherren- Trilogie. Mir gefallen die Welt und ihre Protagonisten auch besser (bisher).


    Ich wollte nicht sagen, dass es mir besser gefällt. Es ist einfach anders auf eine sehr interessante Weise.


  • Ich wollte nicht sagen, dass es mir besser gefällt. Es ist einfach anders auf eine sehr interessante Weise.


    Entschuldige bitte, das wollte ich Dir auch gar nicht unterschieben. Ich wollte nur sagen, das mir dieses Buch bisher besser gefällt als die Schattenherren.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Ich weiß nicht so ganz worauf du anspielst Bernard. Mich erinnert es ein bißchen an die Jedi & Sith aus Star Wars, aber auch an die Wirkung des Einen Ringes aus dem HdR.


    Ich sage mal ein zögerndes Jaaaa ... Wenn wir Topfschlagen spielen würden, wären wir damit grob in der Richtung, aber noch ziemlich weit weg. Ich glaube, dass es beim Lesen von Grauwacht einen Moment geben könnte, in dem es "Klick" macht, man in eine ganz andere Richtung denkt als bisher und plötzlich alle Puzzleteile völlig neu anordnet. Jedenfalls wünsche ich mir, dass es so ist, und bin gespannt, ob das in dieser Leserunde zutrifft. Was ich jedenfalls versprechen kann: Die Lösung der Rätsel wird nicht plötzlich vom Himmel fallen, sondern zu den vorher ausgestreuten Hinweisen passen. Dann wird klar werden, warum Menschen und Sasseks so leben müssen, wie sie es tun.



    Ich habe in diese Geschichte besser hineingefunden als in die Schattenherren- Trilogie. Mir gefallen die Welt und ihre Protagonisten auch besser (bisher).


    Ich vermute, dass das Interesse am Hintergrund auch eine wesentliche Triebfeder für Grauwacht ist. Ganz im Zentrum steht die Kette von Rätseln. Sie beginnt mit "Was hat es mit dem blauen Licht auf sich?", und diese Frage geht dann in einige andere über. Ich habe aber beim Schreiben gemerkt, dass man nicht einfach die Struktur einer Rätselgeschichte Eins zu Eins in ein Fantasysetting übertragen kann, ohne gewaltig hinter dem Potenzial einer Fantasygeschichte zurückzubleiben. Der exotische Hintergrund braucht Raum, und deswegen habe ich die ersten 100 Seiten umfangreich überarbeitet und mehr Atmosphäre hineingebracht. Und siehe da: Die Atmosphäre hat die Rätselkette verstärkt, die Lösungen der Rätsel hängen oft eng mit den Spezifika des Hintergrunds zusammen.
    Sprich: Wenn man die Rätsel löst, versteht man die Welt besser, und wenn man ein Gefühl für die Welt entwickelt, lösen sich die Rätsel leichter.
    Meinen persönlichen Lieblingsprotagonisten werdet Ihr im vierten Leseabschnitt kennenlernen. Ich bin gespannt, wie er Dir gefallen wird. :)

  • Entschuldige bitte, das wollte ich Dir auch gar nicht unterschieben. Ich wollte nur sagen, das mir dieses Buch bisher besser gefällt als die Schattenherren.


    Habs nicht als Unterschieben aufgefasst, wollte es nur noch mal deutlich machen. :winken:

  • Ich bin nun auch in Bisola angekommen. Die Geschichte liest sich sehr gut und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.


    Die Karte, das Personenverzeichnis und das Glossar haben mein Leserherz gleich höher schlagen lassen. Das Glossar habe ich schon fleißig benutzt.


    Im Prolog findet der Späher Sarlos einen toten Sassek. Die blauen Blumen, die aus dem Leichnam wuchsen, waren sehr ungewöhnlich. Vielleicht ist bei der Verwesung irgendetwas ausgetreten, was wie Dünger auf die Blumen gewirkt hat?


    Als Sarlos in sein Lager zurück kommt und Deresa zombimäßig auf ihn zukam - das war unheimlich. Deresa kam mit einem Jagdmesser auf Sarlos zu, getroffen in der Brust wurde er aber von einem Speer. Stand noch jemand hinter ihm, von dem wir nichts erfahren haben, weil aus Sarlos Blickwinkel erzählt wurde?


    Die Atmosphäre in Erdblut war sehr düster. Das fand ich sehr gut beschrieben. Was hat es mit dem Herzblut auf sich? Woher bekommt man es und wofür wird es gebraucht?


    Remos, Nata und Enna scheinen ein sehr inniges Verhältnis zu haben. Remos mag ich schon sehr. Die Namen der Protagonisten gefallen mir sehr gut, allerdings kämpfe ich ein wenig damit aus Vorena nicht eine Verona zu machen oder aus Gebrial einen Gabriel. Aber ich denke, das wird sich bald legen.


    Remon war also mal ein Guardista und hat diese wegen Nata verlassen. Ist Vorena eigentlich zufällig auf Remon gestoßen oder hat sie nicht geglaubt, dass er wirklich tot ist und hat ihn gesucht? Remon soll nun mit Vorena den verschwundenen Guardista Gebrial aufspüren. Ich bin gespannt, ob er noch lebt oder ob das Gift des Kaltstachlers ihn getötet hat. Warum hat Gebrial überhaupt die Guardista verlassen und was hat er vor? Mich wundert, dass Gebrial Laco als Führer akzeptiert hat. Muss der nicht gemerkt haben, dass mit Laco etwas nicht stimmt?


    Zu Ennas Prüfung: Ich glaube, dass bei Ennas Prüfung auf jeden Fall etwas schief geht. Vielleicht findet sie nicht zurück, schafft es aber trotzdem irgendwie zu überleben. Ich habe noch kein Buch von Bernhard gelesen, aber ich hoffe einfach, dass er sie nicht sterben lässt.


    Wenn die Menschen und die Sasseks sich die Refugien (nacheinander) teilen, haben die Sasseks dann auch Zugriff auf den Plexos?


    Der Plexos erinnert mich an Myzel von Pilzen. Wo kommt der Plexos her und hilft er uneigennützig? Wem gehören die Stimmen, die man im Plexos hören kann? Hat der Plexos ein Bewusstsein?


    Die Fragen nach dem Nabo wurden schon gestellt, das will ich jetzt nicht nochmal wiederholen.

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)


  • Im Prolog findet der Späher Sarlos einen toten Sassek. Die blauen Blumen, die aus dem Leichnam wuchsen, waren sehr ungewöhnlich. Vielleicht ist bei der Verwesung irgendetwas ausgetreten, was wie Dünger auf die Blumen gewirkt hat?


    Was ist Euch bei den Blumen aufgefallen? ;)


    Die Atmosphäre in Erdblut war sehr düster. Das fand ich sehr gut beschrieben.


    Vielen Dank. :)


    Was hat es mit dem Herzblut auf sich? Woher bekommt man es und wofür wird es gebraucht?


    Da hilft ein Blick ins Glossar (es wird aber auch später in der Geschichte noch erwähnt): Das Herzfeuer ist ein kopfgroßer Edelstein, der das spirituelle Zentrum einer Communidad bildet. Die Communidades benennen sich auch nach ihrem Herzfeuer und nehmen es mit, wenn sie auf Wanderschaft gehen. Man kann das Herzfeuer auch einer anderen Communidad übergeben und sich so unter deren Schutz stellen (und seine Freiheit aufgeben).


    allerdings kämpfe ich ein wenig damit aus Vorena nicht eine Verona zu machen oder aus Gebrial einen Gabriel.


    Das liegt sicher daran, dass ich genau umgekehrt vorgegangen bin, als ich mir die Namen ausgedacht habe. ;) Das mache ich gern, so hört es sich direkt nach einem Namen an und trotzdem ist es ein bisschen fremd, sodass man merkt, dass die Protagonisten in einer anderen Welt leben.


    Ist Vorena eigentlich zufällig auf Remon gestoßen oder hat sie nicht geglaubt, dass er wirklich tot ist und hat ihn gesucht? ... Warum hat Gebrial überhaupt die Guardista verlassen und was hat er vor?


    Vorena sagt auf Seite 29:

    Zitat

    Ich suche einen von uns. Er hat die Refugios in dieser Gegend kontrolliert.


    Gebrial war also in offizieller Mission unterwegs, ist aber "überfällig", hätte also schon zurückkommen sollen. Remon und Vorena spüren einander durch die Verbundenheit der Guardistas, wenn sie auf eine bestimmte Nähe herankommen.



    Zu Ennas Prüfung: Ich glaube, dass bei Ennas Prüfung auf jeden Fall etwas schief geht. Vielleicht findet sie nicht zurück, schafft es aber trotzdem irgendwie zu überleben. Ich habe noch kein Buch von Bernhard gelesen, aber ich hoffe einfach, dass er sie nicht sterben lässt.


    Wie könnte ich einem so lieben Mädchen etwas antun?
    :unschuldig:


    Der Plexos erinnert mich an Myzel von Pilzen. Wo kommt der Plexos her und hilft er uneigennützig? Wem gehören die Stimmen, die man im Plexos hören kann? Hat der Plexos ein Bewusstsein?


    Ein schöner Vergleich. Was meinen die anderen dazu? Ist da etwas dran?


  • Was ist Euch bei den Blumen aufgefallen? ;)


    Das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen, und darum habe ich den Prolog noch einmal genauer gelesen. Mehrere der tief blauen Blumen wachsen durch die Brust, und eine kommt aus einer leeren Augenhöhle!


    Und warum sind die Arme seltsam verdreht? Wenn ein Raubtier am Leichnam gezerrt hat, wo sind die entsprechenden Bissspuren? Außerdem sieht es nicht danach aus, dass der Sassek seine Arme schützend vor seinen Körper gehalten hat, was man tut, wenn man angegriffen wird. Was oder wer hat also seinen Tod verursacht?


    Mit dieser Frage im Hinterkopf erscheint das Verhalten der Gefährten von Sarlos unter einem anderen Licht. Denn er findet keinen Kontakt zu ihnen. Sie verhalten sich anders als sonst (schrieb einer nicht Zombie?):


    "Deresa wandte sich ihm zu. Langsam, als wäre ihre Kleidung eingefroren. Im dunkelblauen Schatten der Bäume erkannte Sarlos ihr Gesicht nur schlecht, aber der Blick war so starr... Deresa kam näher. Die Schatten der Büsche fielen auf sie, aber Sarlos erkannte eine Bewegung in ihrem Gesicht. War das ein Stück Haut, das sich gelöst hatte?" (Seite 14)


    Holla, da wächst 'ne Blume aus einer leeren Augenhöhle, und in einem Gesicht bewegt sich Haut? Ist da "etwas" auf oder in den Köpfen der Menschen und hat sie "verändert"? Und ist dieses Etwas auch schuld am Tod der Amphibie?



    Ein schöner Vergleich. Was meinen die anderen dazu? Ist da etwas dran?


    Das Wort "Plexo" kommt mir bekannt vor. Und siehe da, PLEXUS ist ein Geflecht aus Nervenfasern. Von daher passt das Bild des Myzels doch gut, und die Theorie des verbundenen Bewusstseins kann gar nicht so verkehrt sein.


    "Manchmal brauchten die Tefactors die Aufmerksamkeit der Grauwacht, um gesund zu bleiben. Das Plexo gab dem Guradista in diesen Fällen zu verstehen, welche Handlungen er durchführen musste. Dennoch blieb es eine schwierige Aufgabe, weil sich das Plexo auch in solchen Situationen selten klar verständlich ausdrückte. Nur die besondere Verbindung, die ein Guradista zu ihm aufbauen konnte, ermöglichte eine solche Kommunikation überhaupt. Das war umso erstaunlicher, weil das Plexo bei anderen Gelegenheiten jedem eindeutige Auskünfte gab, der am rechten Ort die vorgeschriebenen Rituale durchführte. (Seite 41)


    Mich erinnert das an "Eywa" auf Pandora (Avatar). Vielleicht ist das Plexo ja (auch) ein "neuronales Netz"?

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Was ist Euch bei den Blumen aufgefallen? ;)


    Mir ist aufgefallen, dass die Blumen blühen, obwohl Schnee liegt und obwohl der Körper noch nicht ewig da liegen kann. Pflanzen brauchen eine gewisse Zeit bis sie blühen können, deswegen habe ich gedacht, dass vielleicht irgendetwas in dem Körper des Sasseks war, was die Pflanze dazu angeregt hat, ihr Wachstum zu beschleunigen. Aber das, was was Svanvithe schreibt, hat mich umdenken lassen.



    Das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen, und darum habe ich den Prolog noch einmal genauer gelesen. Mehrere der tief blauen Blumen wachsen durch die Brust, und eine kommt aus einer leeren Augenhöhle!
    [...]
    "Deresa wandte sich ihm zu. Langsam, als wäre ihre Kleidung eingefroren. Im dunkelblauen Schatten der Bäume erkannte Sarlos ihr Gesicht nur schlecht, aber der Blick war so starr... Deresa kam näher. Die Schatten der Büsche fielen auf sie, aber Sarlos erkannte eine Bewegung in ihrem Gesicht. War das ein Stück Haut, das sich gelöst hatte?" (Seite 14)


    Holla, da wächst 'ne Blume aus einer leeren Augenhöhle, und in einem Gesicht bewegt sich Haut? Ist da "etwas" auf oder in den Köpfen der Menschen und hat sie "verändert"? Und ist dieses Etwas auch schuld am Tod der Amphibie?


    Das könnte wirklich sein. Denn im Text stand auch, dass der Körper des Sasseks ausgetrocknet war. Außerdem lag Schnee; vielleicht hat die Pflanze die Körperwärme und die Feuchtigkeit des Sasseks zum Wachsen genutzt. Da die Blüten aus dem Brustkorb und dem Kopf kamen, haben die Wurzeln sich vielleicht schon den Weg durch den kompletten Körper gesucht. Vielleicht erklärt das die verdrehten Arme und die nicht vorhandenen Kampf-/Bissspuren? Allerdings frage ich mich, wenn Sarlos Gefährten infiziert waren mit den Blumen, warum Sarlos nicht.

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)

  • Warum hat mich denn niemand darauf hingewiesen, dass ich völlig auf dem falschen Dampfer bin mit dem Schnee? ;) Nachdem ich es selber gemerkt habe, habe ich mir den Prolog noch einmal durchgelesen und habe jetzt einen konkreten Verdacht, was den Sassek getötet hat.


    Zitat

    S. 11: Wieder sah er (Sarlos) zu den Wolken hinauf, die er zwischen Zweigen mit blauem Laub ausmachte.


    Zitat

    S. 12: Doch das Verstörendste waren die tief blauen Blumen, ...


    Zitat

    S. 13: War das wirklich nur der Wind, der in den Zweigen rauschte?


    Dann, als er in das Lager zurückkommt:


    Zitat

    S. 14: Im dunkelblauen Schatten der Bäume erkannte Sarlos ihr Gesicht nur schlecht ...


    Zitat

    S. 14: Seine Ferse blieb an einer Wurzel hängen ...


    Zitat

    S. 14: Sarlos starrte auf die Speerspitze, die zwischen seinen Rippen herausragte.


    Das könnte auch die verdrehten Arme des Sasseks erklären. Irgend etwas hat an ihm gezerrt, aber keine Bissspuren etc. hinterlassen.


    Ich sehe schon, bei Bernd muss man auf jeden kleinen Nebensatz achten. Memo an mich selber: Beim Lesen auf jedes noch so kleine Detail achten! :D

    Liebe Grüße,<br />Bettina<br /><br />Es wäre gut, Bücher zu kaufen, wenn man die Zeit, sie zu lesen, mitkaufen könnte, aber man verwechselt meistens den Ankauf der Bücher mit dem Aneignen ihres Inhalts.<br /><br />Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph (1788 - 1860)

  • Ich hatte mich über den Schnee gewundert, aber da ich an der Stelle eben nicht mit raten konnte, weil mir außer der Farbe blau nichts aufgefallen war, habe ich mich zurückgehalten. Konnte ja sein, ich habe was falsch gelesen.
    Dein Memo ist schon richtig. Es korrespondiert mit Bernds Tagebuch ;)

  • Suse

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