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    Bitte achtet bei eurem Feedback darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Ein Herzliches Dankeschön von mir; mir haben die Leserunde sowie das Buch sehr viel Spaß gemacht.


    Zum Buch:


    Die 20-jährige Jette, die in Kanada aufgewachsen ist, besucht überraschend ihren Opa Kurt in Lübeck. Die beiden haben sich vorher noch nie gesehen. Kurt ist Polizist, und Jette gerät an ihrem ersten Tag in Deutschland prompt mitten in einen Mordfall. Sie wird Zeugin, wie die Buchhändlerin der Bahnhofsbuchhandlung in Lübeck erschossen wird. Kurt und Jette ermitteln…

    Mein Leseeindruck:

    Ich habe bereits zwei weitere Bücher der Autorin gelesen und habe ihren Schreibstil in „Lübecker Blut“ gleich wiedererkannt. Christiane Güth schreibt sehr humorvoll, was mir sehr gefällt.


    Auch die Protagonisten haben mir wieder sehr gefallen. Ich konnte zwar nicht immer nachvollziehen, warum bestimmte Handlungen ausgeführt (oder unterlassen) wurden, aber das hat meinem Lesespaß keinen Abbruch getan. Das Buch hat mich wunderbar unterhalten können, und es lässt sich dank des leichten und flüssigen Schreibstils und der kurzen Kapitel auch recht schnell lesen.


    Wer allerdings einen spannenden und actiongeladenen Krimi erwartet, dürfte vielleicht ein wenig enttäuscht werden. Das Buch ist zwar durchaus spannend, aber auf eine eher ruhigere und unterhaltende Art.
    Mir gefällt diese Art sehr gut, und daher bekommt „Lübecker Blut“ auf jeden Fall fünf Sterne von mir. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin!

  • Ich bin auch bereit zum Rezi-posten und möchte mich ganz herzlich beim Leserunden-Team und bei Christiane Güth bedanken. Es hat sehr viel Spass gemacht. Hier nun mein Fazit:


    Das köstliche Marzipan


    ist es wohl nicht, was die junge Jette, Tochter nach Kanada emigrierter Deutscher in das Land ihrer Ahnen treibt. Und es ist ein besonderer Neubeginn: ein Start mit Knall. In der Bahnhofsbuchhandlung nämlich, in der sie sich beim Warten auf ihren Opa Kurt, tätig bei der Lübecker Polizei, die Zeit vertreiben will, wird die Buchhändlerin, mit der sie gerade spricht, erschossen.


    Und weiter geht es mit den Hindernissen: Kurt nimmt seine Enkelin nämlich nicht gerade mit offenen Armen auf, sein ungeliebter Vorgesetzter Goran, der den alten Recken am liebsten in Rente sähe, dagegen umso mehr. Zudem hat Jette etwas in Kanada zurückgelassen, was auch dort bleiben soll.


    "Aufgemotzt" werden die Ermittlungen vor allem durch Kurts Kartenrunde, ein munteres Klübchen, das außer ihm aus der Polizeisekretärin Inge-Britt, Kioskbesitzer Fritz und Rentner Erwin besteht, die den Fall nicht nur beim Kartenspielen kräftig aufmischen: sie sind die wahren Juwelen in diesem Buch, wohingegen Kurt und vor allem Jette ein bisschen angestrengt wirken und somit den Leser - zumindest mich - ziemlich strapazieren.


    Es gibt eine Menge Figuren, die nur kurz aufblitzen und den eigentlich runden Fall ein wenig unübersichtlich gestalten. Doch der unterhaltsame Schreibstil der Autorin Christiane Güth und ihre originellen Ideen - die tote Buchhändlerin meldet sich bspw. ab und an aus dem "Off" - haben mich dann doch am Ball gehalten. Ein netter Krimi, bei dem ein paar Stränge zu viel im Sande verlaufen, der jedoch trotzdem eine Menge Lesespass brachte. Es wäre interessant zu wissen, wie es mit Kurt und Jette weitergeht - ich zumindest hoffe hier auf einen nächsten Fall.

  • Auch ich will nun meine Rezension posten und mich noch einmal ganz herzlich für die Leserunde bedanken, für die vielen Lesestellen, auf die aufmerksam gemacht wurde und an Christiane vielen lieben Dank für ihre Erklärungen und Hinweise.




    Wenn der Opa mit der Enkelin..


    Warum sitzt Kurt in einer Baracke und knurrt? Wieso kommt Jette plötzlich aus Kanada? Warum wird die Buchhändlerin mitten in einem engagierten Verkaufsgespräch erschossen?
    Auch die Erschossene selbst ist sehr verwundert. Sie schaut dem Treiben nach ihrer Ermordung zu. Ohne einzugreifen kommentiert sie immer wieder die Situation in ihrem Buchladen.
    Nein, das ist keine Geistergeschichte und wir erleben auch keine Horrorszenarien. Aber der Mord im Buchladen ist schon das Herzstück der kriminalistischen Handlung. Dazu gibt es ein buntes Gemisch an Charakteren:
    Jette, ein etwas naives, leicht verzogenes junges Mädchen, welches aus Kanada nach Deutschland kommt und sich bei ihrem bisher unbekannten Opa einquartiert. Der Leser erlebt Lübeck somit aus der Sicht einer Kanadierin.
    Kurt, der Opa von Jette. Ein Kriminalist mit Leidenschaft, der sich aber durch Schicksalsschläge eine dicke, sehr raue Schale zugelegt hat.
    Sylke, die ermordete Buchhändlerin, die den Ermittlern neugierig über die Schulter schaut.
    Goran, ein arroganter Polizist und Vorgesetzter von Kurt.
    Inge-Britt, die Sekretärin des Chefs der örtlichen Polizei. Eine Frau mit viel Herz und ebenso viel Verstand.
    Fritz, ein Imbissbudenbesitzer, der heimisch geworden ist, wo er nie bleiben wollte, und der Ruhe und Menschenkenntnis einbringt.
    Schließlich Erwin – der Nachbar mit einem absolut gepflegten Garten. Jemand, der bereit ist, vollen Einsatz zu geben, solange dies ausreichend gewürdigt wird.
    Diese Personen in ihren Interaktionen zu erleben hat viel Spaß gemacht. Die Spannung der Handlung kam für mich weniger aus dem Fall selbst als durch die Entwicklung der Figuren.
    Sicher liegt in diesem Personalfundus noch ein großes Potenzial, womit eventuell noch ein weiter Fall für den Leser interessant wäre. Das ist vor allem auch wünschenswert, weil einige Fragen und Probleme nicht wirklich besprochen wurden, da sie nicht zur unmittelbaren Handlung gehören.
    Die Einschübe durch den Geist der Buchhändlerin hat mich zu Beginn verwirrt, dann fand ich diesen kleinen Griff in eine andere Schublade sehr gelungen.
    Fazit:
    Ein netter Krimi, der interessante Charaktere in guter Krimi-Art einen Fall lösen lässt. Spannung, Humor und ein besonderer Showdown sind die Würze, die Lesespaß garantieren.


    amazon
    Thalia
    Literaturschock

  • Nun kommt auch meine Rezi, sorry das es etwas gedauert hat, aber die Grippewelle ist auch an uns nicht vorbeigegangen.


    "Lübecker Blut" ... wenn man an Lübeck denkt fällt einen sicherlich zu allererst Marzipan ein, doch mit Marzipan hat es in diesem Buch - bis auf eine kleine Marzipanpistole, die aber auch sogleich verzehrt wird - nicht viel zu tun. Da ist Jette, eine junge naive Kanadierin, die auf des auf der Fluch vor Drogendealern nach Lübeck zu ihren Großvater zieht, den sie noch nie in ihren Leben gesehen hatte geschweige denn Kontakt zu ihn hatte. Dann ist da Kurt ein älterer, knorriger Polizist der sich sehr gern mit seinem Vorgesetzten anlegt, da er wohl seinetwegen degradiert wurde. Und dann gibt es noch Kurts liebenswürdige ältere Nachbar und natürlich einen Mord.


    Erzählt wird hier aus der Sicht der Ermordeten, was auf den ersten Blick etwas verwirrend scheint, aber dennoch sehr gelungen ist.


    Auch wenn der Krimi letztendlich noch einige Fragen offen läst liest er sich von der ersten Seite an sehr gut. Durch die"Ermittlergang " ist Spannung und Witz garantiert. Rundum ein sehr gelungener und lesenswerter Krimi.



    In den nächsten Tagen werde ich dann meine Rezi auf Amazone und anderen Buchhändlerseiten veröffentlichen.

  • Heute kann ich auch endlich meine Rezi posten. Leider hatte auch mich die Grippe die letzten Tage voll im Griff, deshalb etwas später als geplant.


    Zur Story
    Die junge Kanadierin Jette hat ihren Opa Kurt in ihrem bisherigen Leben noch nicht kennengelernt. Sie hat zwar schon einiges von ihm gehört, von ihrer Mutter aber scheinbar nichts wirklich Gutes. Als sie dann aus Naivität in Kanada in Schwierigkeiten kommt, nutzt sie doch gleich die Gelegenheit - sammelt ihr ganzes Geld zusammen und macht sich auf zu einem Überraschungsbesuch bei ihrem Opa in Lübeck.
    Jette scheint die Schwierigkeiten regelrecht anzuziehen, in der Bahnhofsbuchhandlung wird an ihrem Anreisetag eine Buchhändlerin erschossen und das genau vor Jettes Augen. Da Opa Kurt Polizist und Jette von Natur aus neugierig ist, können beide es nicht lassen und nehmen ihre eigenen Ermittlungen auf. Unterstützt werden sie dabei von einer skurrilen "Rentnergang".


    Meine Meinung
    Anders wie in vielen anderen Krimis darf in "Lübecker Blut" durchaus auch mal gelacht werden. Vor allem die Ermittlungsmethoden der Gang muten doch sehr lustig an. Vor allem Erwin hat mich sehr oft zum Lachen gebracht und auch Kurts Ermittlungsmethoden nicht immer die feine englische Art. Nur Jette hat mich manchmal echt zum Verzweifeln gebracht. So viel Naivität geht doch manchmal gar nicht mehr.
    Die Kommentare der toten Buchhändlerin zwischendurch fand ich eine ganz tolle Idee. Hat das ganze zwischendurch immer mal wieder etwas aufgelockert, obwohl die Lästereien über die Kollegin fand ich dann nicht so toll.
    Den Schluss des Romans fand ich persönlich dann etwas zu rasant. Es kam mir so vor, als wenn nur noch ein paar Seiten zur Verfügung standen und noch alles rein musste. Zu viele Stränge bleiben für mich noch offen oder werden zu schnell abgehandelt.


    Fazit
    Ich kann sagen, es war ein schöner, kurzweiliger Krimi, welcher sich schnell und gut lesen lässt. Für mich hat allerdings so ein wenig die Spannung gefehlt, es löste sich alles zu schnell und zu glatt auf.

  • So, hier ist auch mein Fazit:


    Zum Buch


    Inhalt
    Die junge Kanadierin Jette kommt überstürzt und ohne Vorwarnung nach Lübeck, um bei ihrem bisher unbekannten Großvater Kurt Unterschlupf zu finden. Der ist nicht besonders erfreut darüber, holt Jettes Erscheinen doch Emotionen wieder hoch, die er bisher erfolgreich unterdrückt hatte. Jettes Ankunft bringt allerdings noch ganz andere Turbulenzen, denn kaum hat sie den Fuß auf Lübecker Boden, genauer in eine Bahnhofsbuchhandlung gesetzt, wird sie Zeuge eines Mordes.


    Kurt ist Polizist und hat gerade mit seiner Degradierung zu kämpfen und ganz besonders damit, dass sein ehemaliger junger Kollege Goran nun sein Vorgesetzter ist. Goran sähe Kurt am liebsten in Rente und entsprechend gespannt ist das Verhältnis zwischen den beiden. Der Mordfall bringt Jette zwischen die Fronten, denn sie findet Goran eigentlich ganz sympathisch, auch wenn er alles versucht, ihrem Großvater zu schaden, während Kurt alles daran setzt, den Fall noch vor seinem jungen Vorgesetzten zu lösen. Weil ihm dafür die polizeilichen Mittel fehlen, bildet er seine persönliche Ermittlergruppe, die neben ihm und seiner Enkelin noch aus der Polizeisekretärin Inge-Britt, seinem übereifrigen Nachbarn Erwin und seinem Freund, dem Kioskbesitzer Fritz, besteht. Gemeinsam beginnen sie zu ermitteln ...


    Meine Meinung
    Die Stärke dieses Krimis liegt für mich besonders in den so lebendig geschilderten Figuren, ganz besonders in der zusammengewürfelten Ermittlertruppe. Als Polizist hat Kurt Eider das kriminalistische Können, auch Polizeisekretärin Inge-Britt hat eine gute Spürnase und zudem noch die Möglichkeit, an interne Informationen zu kommen. Und vor allem hat sie ganz viel Herz. Aber gerade auch die Laien im Team sind nicht zu unterschätzen, denn als Kioskbesitzer bekommt Fritz so einiges mit und Erwin, der sich sonst nur um seinen perfekten Garten kümmern muss, läuft zur Hochform auf und schießt dabei nicht nur einmal übers Ziel hinaus, als er den Detektiv in sich erweckt. Es machte mir riesigen Spaß, die Ermittlungen und die Zusammenkünfte der Truppe zu verfolgen.


    Der Krimi selbst war zwar recht spannend und man konnte schön rätseln und spekulieren, aber er war für mich nicht die Hauptsache. Irgendwie wirkte er manchmal sogar eher nebensächlich und löste sich fast wie von selbst auf. Das hat mich aber nicht gestört, denn die Handlung war trotzdem für mich nie langweilig, sondern sehr unterhaltend bis hin zum rasanten Ende.


    Einen Teil der Spannung verdankt der Krimi auch der Nebengeschichte um Jette und Kurt. Zum einen haben die beiden einen schlechten Start und man fiebert mit ihnen mit, wie und ob sie sich wohl zusammenraufen. Zum anderen hat Jette aus Kanada selbst noch ein Geheimnis um ihre Person mitgebracht, denn natürlich hat ihr überstürzter Aufbruch nach Deutschland einen Grund. Die gespannte Beziehung zwischen den beiden bot also einigen Zündstoff neben den Ermittlungen.


    Mir hat der Krimi Spaß gemacht. Er ist eine leichte, humorvolle und unterhaltsame Lektüre mit sympathischen und lebendigen Figuren. Ganz besonders witzig fand ich auch die Idee, das Mordopfer immer mal wieder aus dem Off zu Wort kommen zu lassen. Ich würde mich über eine Fortsetzung freuen, auch weil einige Fragen zu Kurts und Jettes Familiengeschichte hier leider noch offen geblieben sind.


    Zur Leserunde
    Krimis sind natürlich immer gut geeignet, sie in einer Leserunde zu lesen, denn das gemeinsame Rätseln und Spekulieren macht immer wieder Spaß. Vielen Dank an dich Christiane, dass du uns so nett dabei begleitet hast. :) Ich hoffe, du hattest auch Spaß mit der Runde.

  • Inhalt:


    Die junge Kanadierin Jette kommt nach Lübeck, um ihren Grossvater zu besuchen. Gleich bei ihrer Ankunft, noch am Bahnhof, wird sie Zeugin eines Verbrechens: Sylke, die Bahnhofsbuchhändlerin wird in ihrem Geschäft erschossen. Jettes Großvater Kurt ist ein etwas in Ungnade gefallener Polizist. Zusammen mit Jette und seinen Freunden Fritz, Erwin und Inge-Britt macht er sich daran, den Mörder zu fassen.


    Meine Meinung:


    Dieses Buch lebt sehr stark von den Mitgliedern des Ermittlerquintetts. Jeder mit einem eigenen Charakter, einem eigenen Dickschädel und einer liebenswerten Art. Die Beschreibung wie sich diese Fünf an die Lösung des Falls machen ist einfach nur witzig. Dabei erleben wir die Personen nicht nur als Hobbyermittler, sondern wir erleben mit ihnen auch ihren Alltag. Jette, wie sie sich in Lübeck einlebt, Kurt mit seinen Konflikten mit seinem Chef Goran, Fritz, mit seinem kleine Kiosk, Erwin im Kampf gegen das Unkraut in einem Vorgarten und Inge-Britt, die gute Seele des Teams.. Mir sind immer die Geschichten neben der Hauptgeschichte besonders wichtig und machen für mich die Würze eines guten Krimis aus.


    Trotz dieser sympathischen Nebenstränge bleibt auch die Hauptgeschichte spannend und man hat als Leser vielen Möglichkeiten selber mitzurätseln. Bis zum Ende konnte der Spannungsbogen aufrecht gehalten werden und so war die Lektüre bis zur letzten Seite sehr unterhaltsam.

    Eine Geschmacksfrage die kurzen Zwischensequenzen, in denen die ermordete Buchhändlerin Sylke von ihrer Wolke die Ermittlungen kommentiert. Mich haben diese Absätze immer etwas irritiert und für mich hätte es sich nicht gebraucht. Aber da es nur kurze Abschnitte waren, konnte man diese auch überlesen und sie haben nicht weiter gestört.


    Ein wirklich amüsanter Krimi, mit witzigen Charaktern und einer spannenden Geschichte. Ich hoffe, wir werden das Quintett noch mal in einem anderen Fall erleben.


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    Vielen Dank, dass ich mit einem Leseexemplar dabei sein durfte. Ich bin leider etwas spät gestartet, aber meine kranken Zwillinge haben meine Zeitplan etwas durcheinander gewürfelt. Die Runde war sehr nett, mit tollen Ideen und spannenden Diskussionen über die Handlung.

  • Hier also noch meine Rezension:


    Kurz nachdem die junge Kanadierin Jette Eiden in Lübeck angekommen ist befindet sie sich auch schon mittendrin in einer abenteuerlichen Geschichte. Sie wird Zeugin eines Mordes. Vor ihren Augen wird in der Bahnhofsbuchhandlung die nette Buchhändlerin erschossen. Eine scheußliche Sache. Das lang ersehnte Treffen mit ihrem deutschen Großvater fällt aus diesem Grund völlig anders aus, als Jette es sich erträumt hat. Der Polizist Kurt Eiden ist noch von der alten Schule und seine Ermittlungsmethoden sind in den Augen seines Vorgesetzten Goran mehr als fragwürdig. Opa Kurt und Enkelin Jette werden ein Team. Gemeinsam mit Kurts Freunden verfolgen sie verschiedene heiße Spuren...


    Ein neues Buch der Autorin Christiane Güth, das den Leser nach Lübeck entführt. Hier im Norden kommt es zu einer ganz besonderen Familienzusammenführung. Jette die quirlige Kanadierin trifft auf ihren bisher unbekannten und auch nicht gerade unkomplizierten Großvater. Ihr Gramps ist ein richtiger Norddeutscher, ganz nach meinem Geschmack. Harte Schale, aber eigentlich mit einem ganz weichen und liebevollen Kern.


    Christiane Güth lässt in ihren Krimi aber nicht nur Jette und Kurt ermitteln, sie werden von Kurts Freunden unterstützt. Auch die tote Buchhändlerin wird weiterhin in die Geschichte mit eingebunden. Ihre Gedanken und Meinung erleuchten im Laufe des Krimis immer wieder den Leser und beantworten so einige Fragen. So ergänzen ihre Worte die durchaus spannend erzählte Geschichte sinnvoll. Aber am Schluss hatte ich das Gefühl, dass mir irgendetwas gefehlt hat. Es war nicht die Erklärung bzw. die Auflösung des Falles. Diese hat die Autorin sehr gut und ausführlich erzählt, aber für die komplette Punktezahl habe ich in dieser Geschichte etwas entscheidenes vermisst. Ein unbefriedigtes Gefühl blieb zurück. Somit gebe ich dem Krimi insgesamt 6 von 10 Punkte.


    © claude


    Die Rezension habe ich auch hier veröffentlicht
    LB http://www.lovelybooks.de/auto…6-w/rezension/1136248798/
    WLD http://wasliestdu.de/rezension/jette-und-kurt-ermitteln
    meinem Blog http://claudes-schatzkiste.blo…-von-christiane-guth.html

  • Hallo an alle,


    bevor die Leserunde zuende geht, wollte ich mich auch noch einmal melden. Erstmal ein großes DANKE, dass Ihr so fleißig gelesen, mitgefiebert, ermittelt und geschrieben habt. Als Autorin bekommt man ja (außer bei Lesungen) in der Regel wenig direkte Rückmeldungen. Ich fand es toll und auch hilfreich von Euch zu erfahren, was gefiel, wo Fragen entstanden sind und wie Ihr das Buch insgesamt findet.


    Besonders gefreut habe ich mich über Eure Meinung zum Ermittlerteam inklusive Kurts Doppelkopfrunde. Ich hatte es schon erwähnt, aber mir lag beim Schreiben am Herzen, neben Kurt und Jette auch eingenwillige und starke Nebenfiguren (Inge-Britt, Fritz und Erwin) mitwirken zu lassen, da ich keinen klassischen Polizeiermittlungskrimi sondern eine etwas andere Konstellation haben wollte. Und da die drei ja schon ziemlich speziell sind, freu ich mich, dass sie Euch gefallen haben.


    Hilfreich war für mich - auch in Hinblick auf einen nächsten Band - zu erfahren, welche Fragen offen blieben, oder an welchen Stellen Ihr hängen geblieben seid. Danke auch dafür! Ich hoffe, das beim nächsten Buch besser hinzubekommen.


    Tja und die Sicht der Buchhändlerin war wirklich ein Experiment, über das ich lange nachgedacht und auch mit meiner Lektorin diskutiert habe. Schön, dass Sylkes Sicht "von oben" gut angekommen ist.


    Also, nochmal MERCI für Eure Mühe und Hilfe - auch im Namen von Kurt und Jette.
    Sie haben an diesem Wochenende viel vor. Kurt und Inge-Britt sind für ein paar Tage in ein Wellnesshotel gefahren. (Inge-Britt hat darauf bestanden!) Fritz macht sich heute einen gemütlichen Fernsehabend und wird sich wahrscheinlich den ein oder anderen Krummesser genehmigen. Erwin ist bei dem schönen Wetter bereits schwer im Garten beschäftigt. Die Steinplatten auf seiner Terrasse sind über den Winter grün geworden - dagegen hat er natürlich schon das passende Mittelchen parat. Und Jette? Fühlt sich pudelwohl in ihrer neuen WG. Bei der Einweihungsparty hat sie einen coolen Jungen kennengelernt. Sie haben heute ihr erstes Date. ;)


    Viele liebe Grüße sendet Euch
    Christiane :winken:


  • Sie haben an diesem Wochenende viel vor. Kurt und Inge-Britt sind für ein paar Tage in ein Wellnesshotel gefahren. (Inge-Britt hat darauf bestanden!) Fritz macht sich heute einen gemütlichen Fernsehabend und wird sich wahrscheinlich den ein oder anderen Krummesser genehmigen. Erwin ist bei dem schönen Wetter bereits schwer im Garten beschäftigt. Die Steinplatten auf seiner Terrasse sind über den Winter grün geworden - dagegen hat er natürlich schon das passende Mittelchen parat. Und Jette? Fühlt sich pudelwohl in ihrer neuen WG. Bei der Einweihungsparty hat sie einen coolen Jungen kennengelernt. Sie haben heute ihr erstes Date. ;)


    Sehr schön ;D

  • Hallo zusammen,


    nun auch meine abschließende Meinung zum Buch und das Fazit zur Runde.


    Jette ist noch nicht allzu lange volljährig, da reist sie von ihrem Zuhause in Kanada nach Lübeck. Ihre Eltern stammen aus der Hansestadt, haben sich aber schon vor der Geburt ihrer Tochter nach Nordamerika aufgemacht. Jette möchte ihren Großvater, einen altgedienten Polizisten, kennenlernen, den sie nicht kennt, da ihrer Mutter all die Jahre keinen Kontakt zu ihm wünschte. Doch mit ihrer unbekümmerten und ziemlich spontanen Art überrumpelt sie ihren Gramp komplett: der ahnte nichts von den - zugegeben sehr kurzfristigen - Planungen seiner Enkeltochter und die will nun immerhin gleich bei dem Witwer einziehen!
    Und nicht nur das: Kurt Eiden ist nicht nur das Gegenteil von spontan, sondern auch ein knurriger, alter Haudegen, der gerade ordentlich an seiner Degradierung durch einen jungen Vorgesetzten zu knabbern hat. Und mit Jette kommen auch die längst verdrängten Emotionen zu seiner Familie nach oben…
    Aber nicht nur Kurt erlebt mit dem Auftauchen seiner Enkelin eine Überraschung, auch Jette selbst kommt mit einem Paukenschlag in Lübeck an: während sie am Bahnhof auf das erste Zusammentreffen mit ihrem Großvater wartet und sich dabei die Zeit in einer Bahnhofsbuchhandlung vertreibt, wird sie Zeugin eines Mordes. Direkt vor ihren Augen wird die Buchhändlerin, die ihr eben noch ein kleines Büchlein für Lübeck empfohlen hat, erschossen.
    Doch nachdem Jette den ersten Schock überwunden hat, bleibt vor allen Dingen Neugier. Wer hat der sympathischen Buchhändlerin nur so etwas antun können? Nachdem Jette ihre Aussage bei der Polizei gemacht hat, gerät sie schon in die nächsten Schwierigkeiten: sie findet den Ermittler Goran sympathisch. Ausgerechnet Goran - der neue Chef Kurts, den dieser auf den Tod nicht ausstehen kann! Da ihr Großvater nicht in die Ermittlungen um den Mordfall am Lübecker Bahnhof einbezogen wird, bildet er rasch seine eigene Truppe, mit der er den Fall klären kann. Doch während er unbestritten kriminalistisches Talent besitzt, kann man das vom Rest der 'Ermittlergruppe' nicht behaupten: da wären sein Nachbar Erwin, der nicht nur beim eigenen Rasen übereifrige Tendenzen hat, der Kioskbesitzer Fritz, der auch die Lübecker Unterwelt - oder zumindest die, die bei ihm einkauft, kennt und Inge-Britt, die resolute Sekretärin des Polizeipräsidenten, die schon immer eine Schwäche für Kurt Eider hatte. Dieser illustren Runde schließt sich also auch Jette an, auch wenn vor allem ihr Großvater eher skeptisch ist, da er sie als ziemlich disziplinlos erachtet. Aber gut, alle zur Verfügung stehenden Kräfte werden eingebunden und so beginnt die Truppe zu ermitteln…


    Einen Krimi, der in Lübeck spielt, muss ich einfach lesen - immerhin kenne ich die Hansestadt einigermaßen gut. Und als gelernte Buchhändlerin hat mich natürlich auch das Schicksal der Bahnhofsbuchhändlerin neugierig gemacht... ;) Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht! Vor allem die Figuren haben mir sehr gut gefallen - allen voran Jette, Kurt und Inge-Britt! Sicher, vor allem Kurt ist nicht wirklich sympathisch - an manchen Stellen wollte ich ihn am liebsten mal kräftig schütteln -, aber ich fand vor allem den alten Haudegen sehr glaubhaft, wie er da in seinem Bürocontainer auf dem Abstellgleis seine Zeit fristet. Zum Glück hat er Inge-Britt an seiner Seite, die ihn nicht nur manches Mal zu trösten versucht, sondern auch immer wieder wichtige Ermittlungserkenntnisse beschaffen kann. Aber auch Jette hat mir gut gefallen, denn sie bildet einen ziemlichen Kontrast zu ihrem Gramp, der aber durchaus glaubhaft ist. Auch wenn ich nicht all ihre Aktionen gutheißen kann, so kann ich zumindest meist ihre Beweggründe verstehen…
    Außer den Figuren hat mir auch der Krimi an sich gut gefallen. Sicher, er ist kein rasender Pageturner, aber die Spannung ist gut und lässt genügend Raum für eigene Spekulationen. Zudem gibt es noch ein weiteres Rätsel in "Lübecker Blut", denn schon bald erfährt man, dass Jette vielleicht doch nicht so ganz von sich alleine darauf kam, Kanada zu verlassen…
    Die Beziehung Kurts zu seiner Enkelin hat reichlich Zündstoff und auch das ist ein sehr interessanter Teil des Buches. Auch aus diesem Grund würde ich mich sehr freuen, wenn es eine Fortsetzung geben würde, denn die beiden, ihr Verhältnis zueinander und die Vergangenheit der Familie Eider haben in meinen Augen noch reichlich Potential.


    Fazit: Ein flüssig zu lesender Krimi, der vor allem aufgrund seiner - teils sehr kauzigen - Figuren Spaß macht und neben guter Spannung auch mit reichlich Humor aufwartet. ich würde mich auf weitere Krimis rund um Kurt und Jette freuen!




    Zur Leserunde:


    Vielen Dank an alle - es hat wirklich Spaß gemacht, mit Euch zu lesen und zu rätseln! Ein besonders dickes Dankeschön geht natürlich an Dich, Christiane! Toll, dass Du Dir die Zeit genommen hast und uns begleitet hast! Ich hoffe, dass wir uns mit einem neuen Buch von Dir hier wieder lesen. :winken:


    Liebe Grüße
    dubh

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen