Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (bitte ohne Spoiler)

  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein.


    Wir legen Wert darauf, dass ihr zum Abschluss der Leserunde ein Fazit einstellt. Eure Rezensionen hier und ihre Verteilung auf anderen Seiten sind wichtig für die Steigerung der Attraktivität von Leserunden.de und eine "Gegenleistung" für eure Freiexemplare. Ebenso sind sie ein Dankeschön für die Autoren, die mit uns hier ihre Zeit verbringen.


    Wir freuen uns natürlich auch, wenn die Autoren ebenfalls ein Fazit zu ihrer Leserunde einbringen.


    Bitte achtet bei eurem Feedback darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Eine alte Clique, ihr düsteres Geheimnis und ein rasanter Showdown in der Eifel


    Nina Lehmann kann mit ihrer Karriere als Staatsanwältin sehr zufrieden sein, außerdem lockt ihr Chef mit einer Beförderung. Ausgerechnet dann erhält sie einen anonymen Brief, der sich auf ein von ihr streng gehütetes Geheimnis aus den 1990er Jahren bezieht – und das unter keinen Umständen bekannt werden darf. Da sie wissen will, wer hinter dem Brief steckt, macht sie sich auf den Weg in die Eifel zu dem im Brief genannten Ort. Dort trifft sie überraschend auf die Mitglieder ihrer alten Clique, die alle das gleiche Geheimnis verbindet. Zuerst fühlt sich die Gruppe sehr stark und ist überzeugt, dem Witzbold von Briefschreiber das Handwerk zu legen, aber bald müssen sie erkennen, daß ihr unbekannter Feind es ernst meint.


    „Mordsommer“ ist mein erster Eifelthriller von Rudi Jagusch, aber es wird nicht mein letztes Buch von ihm sein. Die Spannung wird sehr schnell aufgebaut und über die gesamte Buchlänge hochgehalten. Die Handlung der Gegenwart wird immer wieder durch Rückblicke auf die Ereignisse Anfang der 1990er Jahre unterbrochen, beide Handlungsstränge streben dabei konstant dem Höhepunkt zu.
    Dann gibt es noch Abschnitte aus der Ich-Perspektive, bei denen ich mir nicht sicher war, in welcher Zeitebene sie spielen und wer ihr Erzähler ist. Ich hatte zwar einen Verdacht, kam aber während des Lesens immer wieder ins Schwanken.


    Kurz vor Schluß hatte ich mich auf einen Verdächtigen festgelegt, wurde aber dann durch den Autor nochmal richtig ins Schleudern gebracht und war mir gar nicht mehr sicher.


    Bei den Charakteren ist kaum jemand dabei, der mir sehr sympathisch war, was auch kein Wunder ist, sobald man von dem Geheimnis der Clique erfährt. Dabei schafft der Autor es aber, die Figuren nicht nur einseitig erscheinen zu lassen. Was mir auch gut gefallen hat, daß der Autor widerliche Szenen zwar anreisst, aber nicht zu sehr ins Detail geht.


    Mir hat das Ende des Buches gut gefallen, läßt es doch noch einigen Raum für Spekulationen über die zukünftige Entwicklung und bietet einen guten Abschluß der bisherigen Ereignisse.


    Da ich noch ein paar Eifelkrimis des Autors hier ungelesen liegen habe, freue ich mich jetzt umso mehr auf die Bücher.


    Meine Rezension erscheint bei:
    Amazon
    Großes Literaturschock-Bücherforum
    Literaturschock.de
    LovelyBooks
    Thalia


    Zur Leserunde:
    Ich bin natürlich auch noch weiterhin bei der Runde dabei, dazu macht sie viel zu viel Spaß. Aber dennoch möchte ich mich schon mal bei dir, lieber Rudi, bedanken, daß du diese Runde so toll und aktiv begleitest. Und ich würde mich freuen, wenn wir mit einem deiner nächsten Bücher wieder zusammen in die mörderische Eifel reisen würden ;D

  • Hier nun auch meine Rezension! Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte und vor allem auch ganz herzlichen Dank an Rudi für die ganz besonders intensive und - wie ich fand auch ganz besonders herzliche Begleitung. Rheinländer eben! (Wie Ihr wisst bzw. Euch denken könnt, bin ich diesbezüglich nicht ganz unvoreingenommen). Mir war es dann doch zu brutal, aber das ist mein ganz persönlicher und subjektiver Geschmack, man möge mir das nachsehen.


    Wie Gewalt entsteht


    Harte Zeiten sind es, in denen wir heute leben: auch ohne offiziell verhängten Kriegszustand geht es brutal und blutig zu auf dieser Welt. Woanders mehr als bei uns, aber auch hierzulande geht es mehr und mehr zur Sache. Da kommt unwillkürlich die Frage auf, wo denn die Ursache für eine solche Gewaltbereitschaft, ein solches Potential liegen kann, das manche Menschen dazu bringt, Gewalttaten der heftigsten Art zu begehen. Eine mögliche Antwort gibt Autor Rudi Jagusch in seinem Thriller "Mordsommer".


    Worum es geht? Die ehrgeizige Kölner Staatsanwältin Nina hat die Aussicht, weiter auf der Karriereleiter hochzupurzeln - und ist mehr als bereit dazu. Da erhält sie eine bzw. gleich mehrere Nachrichten, die in ihre Vergangenheit führen, in ihre Jugendtage, in denen Dinge geschehen sind, die unter keinen Umständen an die Öffentlichkeit dringen sollten. Doch Nina ist nicht die Einzige, die davon weiß, dieses Wissen teilt sie mit einigen anderen Menschen: ihrer damaligen Clique. Aus Gründen, die im Handlungsverlauf deutlich werden, haben sie schon seit Jahren untereinander keinen Kontakt mehr, doch nun treffen sie in einem kleinen verlassenen Eifeldorf aufeinander, denn sie alle haben eine Nachricht erhalten, der sie gefolgt sind.


    Alle außer einem: Steff, Ninas große Jugendliebe. Welche Rolle spielt er in dem ganzen Szenario? Und welches Geheimnis verbindet die ehemaligen Freunde?


    Ein Buch, dessen Handlung gewalttätiger und grausamer nicht sein könnte - mir persönlich ging es zu brutal zu, auf der anderen Seite war das Ende dann aber nicht so überraschend, wie es hätte sein können. Brutalität ohne Spannung also? Nicht ganz, denn wer kurzfristige übergriffsartige Spannungsmomente liebt, kommt durchaus auf seine Kosten, nur Liebhaber von raffinierten Auflösungen, atemberaubend aufregenden Schlussszenarien - und dazu gehöre ich - bleiben eher auf der Strecke. Nicht, dass es kein Showdown gibt - doch es ist nicht so überraschend und nervenzerreißend, wie ich es mir erhofft hätte - zur Sache geht es jedoch durchaus! Mir fehlten ein wenig die Hintergründe - einige der Protagonisten blieben mir dann doch zu blass.


    Aber: Obwohl ich nicht restlos begeistert bin, finde ich dieses Buch sehr wichtig. Gerade in heutigen Zeiten denkt man viel darüber nach, was Gewalt bedingt und wie die Menschen zu bestimmten Verhaltensweisen, die nicht nur für mich kaum nachzuvollziehen sind, motiviert werden. Rudi Jagusch zeigt in "Mordsommer" eine mögliche Option auf - die unfassbar scheint, trotzdem glaube ich, dass Menschen so sein können. Für Freunde harter Thriller, die inhaltlich nicht an der Oberfläche bleiben, auf jeden Fall ausgesprochen empfehlenswert.

  • Da ging es ja ganz schön heftig in der Eifel zu. Dennoch hat die Leserunde viel Spaß gemacht. Vielen Dank auch für die Begleitung.


    da waren's nur noch…


    Als Jugendliche waren Nina, Rike, Jana, Tim, Fabian, Mike und Steff Freunde. Sie hatten gemeinsame dunkle Interessen, nun haben sie alle Karriere gemacht. Nun schneit ihnen eine Einladung ins Haus, die sie nicht einfach ignorieren können, denn wenn ihr Geheimnis öffentlich wird, können sie nur verlieren. Sie hatten einen Schwur geleistet, nie darüber zu reden, doch nun werden sie durch die Vergangenheit bedroht. Wer also hat dieses Treffen in der Eifel eingefädelt?


    Unterbrochen wird die Geschichte der Gegenwart durch Rückblenden in die Zeit Anfang der 90er Jahre. Außerdem berichtet jemand zwischendurch über seine Gefühle, die von Hass bestimmt sind.


    Sehr schnell ist die Spannung aufgebaut und sie hält einen bis zum Schluss gefangen. Nina, die ehrgeizige Staatsanwältin, steht hier im Zentrum der Geschichte und ihre Zweifel, wem sie trauen kann, werden immer größer. Der Täter hat dieses Treffen minutiös geplant und seine Hinweise so gelegt, dass jeder jeden verdächtigt. Auch für den Leser ist es nicht einfach, einen Verdächtigen auszumachen, denn alle Beteiligten könnten es sein.


    Von Anfang waren die Protagonisten nicht sympathisch und je mehr man über sie erfährt, umso mehr verstärkt sich dieses Gefühl. Die Charaktere sind sehr gut und detailliert beschrieben.


    Das Treffen in der Eifel entpuppt sich als ein Höllentrip. Das verlassene Dorf in der Eifel wirkt düster und bedrohlich. Das Kopfkino ist von Anfang an in Betrieb und sorgt sowohl für Spannung als auch für Grauen. Sogar das Wetter sorgt dafür, dass das Geschehen noch drastischer wird, denn eine Flucht aus dem Ort ist nicht möglich.


    Glücklicherweise werden die Brutalitäten nicht im Einzelnen beschrieben, sondern nur angedeutet. Dennoch ist dieser Psychothriller nichts für schwache Nerven.


    Ein spannender Psychothriller.



    Meine Rezension werde ich auch noch bei amazon, lovelybooks, wasliestdu, buecher.de einstellen

  • Mordsommer von Rudi Jagusch


    Zum Inhalt:
    Die Staatsanwältin Nina Lehmann hat gerade allen Grund zum feiern. Ein schwieriger Fall ist abgeschlossen und man bietet ihr den Job als Oberstaatsanwältin an. Doch als sie zu Hause ankommt, findet sie einen anonymen Brief vor. Jemand scheint ihr gut gehütetes Geheimnis aus der Jugend zu kennen und beordert sie in die Eifel. Dort angekommen erwartet sie eine Überraschung, denn fünf ihrer alten Jugendfreunde treffen ebenfalls dort ein. Der mysteriöse Unbekannte spielt ein böses Spiel mit der Gruppe.


    Meine Meinung:
    Das war mein erstes Buch von Rudi Jagusch und wird auf keinen Fall mein letztes bleiben. Der Autor hat es geschafft, mich mit diesem Thriller total zu fesseln. Bis zum Schluß ist es mir nicht gelungen, herauszufinden wer der mysteriöse Unbekannte ist. Man ahnt zwar mit welcher Tat in der Jugend das Ganze zu tun hat, aber sicher kann man sich nie sein. Und obwohl es um furchtbar grausame Taten geht, hat der Autor diese nur so angedeutet, das das Buch nicht zu reißerisch und grausam wird. Der Phantasie sind allerdings keine Grenzen gesetzt.


    Es gibt zwei Erzählstränge, einmal die Geschehnisse in der Eifel und einmal die Erlebnisse der Akteure in ihrer Jugend. Zwischen diesen Erzählsträngen wechselt der Autor immer wieder hin und her. So erfährt man nach und nach was damals passiert ist und wie unsere Akteure sich damals verhalten haben.


    Was für mich neu war in einer Geschichte, keiner der Charaktere war sympathisch. Das hat aber gar nicht gestört. Alles andere wäre wohl nicht glaubhaft gewesen. Die Charaktere sind richtig gut und glaubwürdig gezeichnet und auch der Schauplatz hat es in sich. Eine gewisse Gruselathmosphäre sorgt für weitere Spannung. Für mich ein gelungener Thriller.


    Zur Leserunde:
    Das gemeinsame Spekulieren hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Gerade bei einem Thriller ist das immer besonders schön.


    Meine Rezi werde ich außerdem bei amazon und bei Literaturschock einstellen

  • Vielen Dank für diese spannende Leserunde und einen großen Dank an Rudi Jagusch, es hat mir hier sehr viel Spaß gemacht, mit zu diskutieren.



    Mordsommer – von Rudi Jagusch


    Was haben 7 Mitglieder einer alten Jugendclique gemeinsam? 1 Geheimnis aus der Jugendzeit, dessen Enthüllung für alle fatale Folgen auf ihr weiteres Leben haben würde.
    Und deshalb geht die angehende Oberstaatsanwältin Nina Lehmann auch einem anonymen Brief nach, der sie zu einem abgelegenen Ort in die Eifel führt. Dort ist sie aber nicht allein, denn 5 weitere Mitglieder der Clique haben sich ebenfalls nach Mauel auf den Weg gemacht, auch sie haben anonyme Briefe erhalten. Wer kennt ihr gemeinsames Geheimnis und was will er von der Gruppe? Ein mörderisches Spiel beginnt…….und die ehemaligen Cliquenmitglieder werden weniger und weniger.


    Das Buch „Mordsommer“ ist mein erstes Buch von Rudi Jagusch.
    Ohne Umschweife kommt der Autor zum Kern des Geschehens, so dass der Leser von der ersten Seite an spannend unterhalten wird. Mit detaillierten Beschreibungen, die teils brutal und pervers auf den Leser wirken und nichts für schwache Nerven sind, werden die einzelnen Szenen dargestellt, die mir mehr als einmal einen Schauer über den Rücken gejagt haben und mich die Zeilen schneller lesen ließen.
    Der große Unbekannte kommt mehrfach durch kursive Textpassagen zu Wort, aber ist er auch der Verfasser der anonymen Briefe und der Mörder, der ein Mitglied nach dem anderen auf brutale Art und Weise ins Jenseits befördert? Ich wusste es bis kurz vor Ende des Buches nicht, denn hatte ich einen potentiellen Täter im Visier, musste ich diesen auf den nachfolgenden Seiten wieder laufen lassen.
    Geschickt legt Rudi Jagusch eine Fährte nach der anderen, denn irgendwie konnte es jeder sein.
    Auch auffallend die Antipathie, die ich für die Hauptprotagonistin Nina sowie für die übrigen Cliquenmitglieder empfand. Dies ist mir noch bei keinem Buch passiert, aber Rudi Jagusch hat sich schon was dabei gedacht, deren Charaktere so zu gestalten. Denn genauso passt es dann auch im Gesamteindruck wieder.


    Aufgebaut ist das Buch in 2 wechselnde Erzählstränge. Zum einen die Gegenwart mit den Geschehnissen in der Eifel und dann die Erlebnisse der Clique in der Jugendzeit in den 90er Jahren, in denen auch das große Geheimnis gelüftet wird, welches die Clique verbindet. Die Kapitel sind übersichtlich, so dass man auf die Fortsetzung des jeweils anderen Erzählstranges nicht zu lang warten muss.


    Mir hat das Buch sehr gefallen, ich fand es von Anfang bis Ende extrem spannend, zu keiner Zeit hat man das Gefühl, die Handlungen ziehen sich wie Gummi in die Länge. Ein rasanter Thriller, nichts für zart besaitete Nervenkostüme. Es wird nicht das letzte Buch von Rudi Jagusch sein für mich.


    Meine Rezension erscheint hier, auf Literaturschock, Amazon, Thalia, Weltbild, der Club, Was liest Du, Lovelybooks und meinem Blog.

  • Meine Rezension erscheint hier:
    http://www.amazon.de/review/ed…53&reviewID=RAD6CZSS4PLKO
    http://www.lovelybooks.de/auto…5-w/rezension/1139562772/
    und hier
    http://wasliestdu.de/rezension…psychothrill-vom-feinsten


    :)
    Die erfolgreiche Staatsanwältin Nina erhält einen anonymen Brief, der nur einen einzige Satz zum Inhalt hat : „Ich kenne Dein Geheimnis 1992“ Nina weiß sofort – es ist ernst. Doch was hat sie zu verbergen? Der Leser weiß bald, dass Nina und ihre Clique 1992 einen Pakt geschlossen haben: die „Sache“ darf nie bekannt werden, alle werden schweigen! Als sie ein zweiter Brief erreicht, in dem nur eine Adresse eines Eifeldorfes genannt wird ist Nina zunächst erleichtert – ein schlechter Scherz einer ihrer Freunde von damals? Als 6 der 7 Cliquemitglieder nacheinander im Dorfkrug des einsamen Örtchens Mauel auftauchen stellt sich bald heraus, dass es sich nicht um ein harmloses Klassentreffen handelt. Alle haben den Brief erhalten. Ein Unbekannter spielt ein grausames Spiel, das seine Opfer fordert. Und alle wissen, was der Grund dafür sein könnte … Da findet die Gruppe den ersten Toten ...
    Wohl manchem wird das Gerüst dieser Geschichte bekannt vorkommen. Der – auch verfilmte -
    Klassiker „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast“ wird in vielen Punkten zitiert – wohl auch als Hommage an die "Vorlage" spielt er in Teilen in den 90ern.
    Und doch ist „Mordsommer“ ganz anders. Ähnlich ist as "10-kleine-Negerlein Prinzip" und die Tatsache, dass der Leser auch hier bis zur allerletzten Buchseite eifrig mitraten kann, wer nun der Initiator, Briefschreiber und somit vielleicht auch der Mörder ist und was er vorhat. Und doch bietet dieser Thriller viel Neues. Besonders spannend sind die verschiedenen Erzählstränge – drei Perspektiven bestehend aus Vergangenheit, Gegenwart und Gedanken eines der Protagonisten. Immer neue Geheimnisse und Missverständnisse werden uns vom Autoren als falsche ( und richtige! ) Fährten angeboten. Von Kapitel zu Kapitel erfahren wir mehr über das Geheimnis der Vergangenheit, dass die Jugendlichen verband und ihnen zum Verhängnis wird. Dabei spielen auch die verschachtelten Beziehungen der Protagonisten untereinander eine große Rolle.
    Der – auch real existierende - Schauplatz ist für einen Thriller ideal gewählt, ein Ort, von dem es kein Entkommen gibt. Der Mörder ist unter ihnen.


    Mich hat dieses Buch gepackt, auch wenn die Geschichte in anderer Form schon erzählt wurde. Ein absolut gelungener Thriller, der sich durchaus mit Bestsellern wie Fitzek messen kann. Fast jedes Kapitel endet mit einem kleinen ( oder großen! ) Cliffhanger, das macht diesen Psychothriller zu einem wahren Pageturner, den man am Stück zu Ende lesen möchte.
    Sicherlich nicht mein letztes Buch von Rudi Jagusch, eine echte Entdeckung für mich!


    Das war meine erste Leserunde hier und gleich ein so tolles Buch!
    Dankeschön dafür!
     :winken:

  • 20 Jahre lang hören die Ex-Mitglieder einer Clique aus den 90gern nichts mehr voneinander. 20 Jahre in denen keiner vergessen konnte, was damals geschah. 20 Jahre entwickeln sich 7 Leben in unterschiedliche Richtungen...
    ...und auf einmal wird alles wieder wach.
    Anonyme Briefe erreichen die Mitglieder und laden sie ein zu einem Treffen an einem verlassenen Ort mitten in der Eifel.
    Frei nach dem Motto: "I know what you did last summer" nähert sich der Leser langsam den Geschehnissen in der Vergangenheit und verfolgt die Folgen in der Gegenward.


    Der Thriller liest sich sehr flüssig und ist so spannend, dass man ihn wirklich kaum weg legen kann. Der Einstieg ist direkt aktionsgeladen. Diese Spannung wird tatsächlich bis zu den letzten Seiten hin aufrecht erhalten. Ich bin zumindest bis zum Ende im Dunkeln getappt - Nun bin ich aber auch nicht der klassische Krimileser. ;)
    Rudolf Jagusch erschafft hier sehr plastische Figuren, mit sehr vielen Ecken und Kanten. Sympathisch ist wirklich niemand aus dieser Clique.
    Besonders gut hat mir als Fast-Kölnerin das Lokalcolorit gefallen. Wir werden den Eifelort bestimmt bei Gelegenheit mal aufsuchen.
    Oft bin ich in Büchern mit zwei Zeitsträngen schnell genervt, weil ich lieber konsequent dem einen folgen möchte - hier hat das Zusammenspiel aber perfekt funktioniert. Beide Stränge bleiben gleich interessant.


    Für einen Krimi fand ich dieses Buch SEHR gut. Insgesamt kann ich Krimis allerdings nicht so hoch bewerten wie andere Bücher, weil ich da eine andere Werigkeit habe.


    Auf jeden Fall hat die Runde sehr viel Spass gemacht und ich bin nach längerer Forenpause wieder richtig angefixt. 8)

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM

  • Rezension: Mordsommer ist ein Thriller, der einen trotz der wenig -bis unsympathischen Protagonisten von der ersten bis zur letzten Seite gefangen nimmt. Rudi Jagusch schafft durch die schnellen Szenen und Kapitelwechsel eine anhaltende Spannung, die einen zwingt immer weiter zu lesen. Man wird immer wieder mit kleinen Informationen wie Häppchen gefüttert, die mal Fragen beantworten und mal neue Fragen aufwerfen. Von Anfang bis Ende habe ich mit geraten und ich muss sagen, mir war bis zum Ende nicht klar, wer der Mörder ist. Da ich das Buch in einer Leserunde gelesen habe und ich dann immer genauer lese, sind mir ein paar Ungereimtheiten aufgefallen, die aber dem Genuss keinen Abbruch tun und wahrscheinlich von vielen gar nicht bemerkt werden. Durch die schönen Landschaftsbeschreibungen, die mich an den nächsten Urlaub denken lassen und kleine feine Schilderungen, die mich zum Schmunzeln brachten wird der Roman immer wieder aufgelockert. :buchtipp:
    Mein Fazit: Trotz der einen oder anderen Ungereimtheit ein lesenswertes Buch, welches ich im Urlaub sicherlich an einem oder zwei Tagen gelesen hätte und mich nur gezwungenermaßen davon hätte trennen können. Ich habe mir sofort ein paar andere Bücher von Rudi Jagusch besorgt, denn der nächste Urlaub kommt bestimmt. :urlaub:

  • Und jetzt noch was zu der Leserunde: Es hat mir sehr viel Spass gemacht ein Teil dieser Leserunde zu sein. Ich habe hier einen neuen Autor kennengelernt und habe ihn auch schon gleich weiterempfohlen und auch in einer Facebookgruppe von ihm, respektive seinem Roman geschwärmt. Per Zufall habe ich heute noch etwas von ihm gefunden: http://www.krimihotel.de/krimihotel-eifel.php
    Im Juli findet dort ein Wochenende mit Rudi statt. Ich muss jetzt mal schauen, ob meine Tochter oder mein Mann Zeit hat, dann könnte man sich ja mal so etwas gönnen. In diesem Sinne. Ich freue mich Euch alle wieder zu sehen. Den Moderatoren ein dankeschön und bis bald mal wieder.


    Liebe Grüße


    Christine

  • So, hier kommt auch noch mein Fazit, das ich wie immer auch noch verteilen werde:


    Zum Buch


    Inhalt
    Staatsanwältin Nina Lehmann steht kurz vor ihrer Beförderung, als sie einen anonymen Brief mit den Worten „Ich kenne dein Geheimnis 1992“ erhält. Diese wenigen Worte lassen die bisher recht erfolgreich verdrängte Vergangenheit wieder aufbrechen und können vor allem auch dafür sorgen, ihre Karriere zu beenden. Notgedrungen macht sie sich also auf den Weg zu einem kleinen Ort inmitten der Eifel, den Treffpunkt, den der Briefeschreiber genannt hatte. Dort kommt die nächste Überraschung: alle aus ihrer ehemaligen Jugendclique werden dort versammelt und obwohl sie sich damals geschworen haben, ihre schlimmen Geheimnisse für immer für sich zu behalten, scheint jemand sie zu kennen und zur Rechenschaft ziehen zu wollen. Wer steckt dahinter und wem kann man noch trauen? Ein grausames Psycho-Spiel beginnt...


    Meine Meinung
    Von der ersten Seite an wird man mitten ins Geschehen geworfen und bekommt gleich einen Vorgeschmack davon, mit welcher Kaltblütigkeit die Protagonisten in diesem Thriller agieren können. Denn eines ist mir schnell aufgefallen, nämlich dass ich keinen der Charaktere sympathisch finde. Die Anwältin Nina zeigte mir früh, dass ich sie nicht leiden kann. Und auch die anderen Mitglieder der Clique verbreiteten schnell mehr oder weniger starke Antipathie, je mehr ich von ihnen und ihren Jugendtaten gelesen hatte. Diese Gruppe scheint nun allerdings Opfer zu sein, denn es sind sie, die in dem verlassenen Dorf in der Eifel zu Verfolgten werden und es sind sie, die dabei in tödlicher Gefahr sind. Das ist vielleicht ein etwas ungewohntes Lesegefühl, wenn man sonst eher mit sympathischen Charakteren mitleidet, denn nicht nur einmal fühlte ich auch etwas Genugtuung, wenn sie ganz besonders erschrocken reagierten. Es ist aber auf jeden Fall sehr passend und richtig, sie dem Leser so darzustellen. Es las sich nicht weniger spannend.


    Denn in einem zweiten Erzählstrang erfahren wir in Rückblicken, was die Clique in ihrer Schulzeit getrieben hatte und das lässt einem die Haare zu Berge stehen. Die Kaltblütigkeit und Grausamkeit, die sie in ihren gemeinsamen Treffen an den Tag legten und dieser völlige Mangel an Empathie Tieren und Menschen gegenüber erzeugt Gänsehaut. Glücklicherweise geht der Autor bei den betreffenden Szenen nicht zu sehr ins Detail, wofür bin ich ihm sehr dankbar bin, sondern erzeugt den Gruselfaktor und das Entsetzten beim Leser mehr durch beschriebene Empfindungen und Andeutungen, als mit viel Blut. Für mich, der ich blutiges Gemetzel überhaupt nicht mag, war es immer eine noch gut lesbare Dosis, um Grauen zu erfahren.


    Ein dritter Erzählstrang besteht dann aus den Gedanken einer Person mit großen Hass- und Rachegefühlen, allerdings erfährt man nicht, um wen es sich handelt. Gedanken, die mit großer Aggression in die Vergangenheit zurückgehen, aber auch abschweifen. Wer ist diese Person und wie steht sie mit den Gräueln in dem verlassenen Dorf in Verbindung?


    Diese drei Erzählstränge zueinander zu bringen und dabei darüber zu spekulieren und zu rätseln, wer der Initiator des tödlichen Treffens sein könnte, war sehr spannend. Der Autor hat es sehr gut verstanden, mich immer wieder zu verwirren oder von meinen Verdächtigungen abzubringen und zwischen möglichen Erklärungen hin und her zu springen. Irgendetwas passte doch immer mal wieder nicht zusammen oder eine andere Person erregte plötzlich meinen Verdacht, so dass ich meine Verdächtigungen nicht wirklich greifen und festmachen konnte und immer wieder schwankte, auch wenn ich das Gefühl hatte, es nun zu wissen. So war ich bis zum Schluss unsicher und wurde noch überrascht, wenn auch einiges passte, was ich vermutet hatte. Das was richtig gut gemacht und hielt für mich die Spannung bis zum Schluss ganz oben. Am liebsten würde ich noch eine Verfilmung davon sehen, denn es bietet Stoff für eine schön düstere Stimmung und einige schöne Schreckmomente.



    Zur Leserunde
    Leserunden zu Krimis und Thrillern sind einfach immer wieder spannend. Man kommt dabei immer auf die möglichsten und unmöglichsten Ideen. ;D Es hat riesigen Spaß gemacht, gemeinsam zu rätseln, vielen Dank an euch. Ganz besonders danke ich dir, Rudi, dass du uns so nett begleitet hast. Ich hoffe, wir lesen uns bei deinem nächsten Buch wieder hier! :winken:

  • Ich möchte einfach noch einmal ein Dank in die Runde senden. Für eure sehr intensive Teilnahme, für eure Tipps, für die schönen Rezis, für den freundlichen Umgangston, die Lockerheit und und und ...
    Ich habe mich bei euch wohl gefühlt!!!!
    Liebe Grüße
    Rudi

  • odenwaldcollies :


    Ich habe das bei einer CC-Mitspielerin gefunden, die sich über ihr Geburtstagsgeschenk, ein Krimiwochenende dort freut. Ich finde so was muss geteilt werden. Es gibt sicher viele die das auch toll finden. Ich habe zu Hause auch chon darüber erzählt und mein Geburtstag kommt dieses Jahr noch. ;)


  • Und jetzt noch was zu der Leserunde: Es hat mir sehr viel Spass gemacht ein Teil dieser Leserunde zu sein. Ich habe hier einen neuen Autor kennengelernt und habe ihn auch schon gleich weiterempfohlen und auch in einer Facebookgruppe von ihm, respektive seinem Roman geschwärmt. Per Zufall habe ich heute noch etwas von ihm gefunden: http://www.krimihotel.de/krimihotel-eifel.php
    Im Juli findet dort ein Wochenende mit Rudi statt. Ich muss jetzt mal schauen, ob meine Tochter oder mein Mann Zeit hat, dann könnte man sich ja mal so etwas gönnen. In diesem Sinne. Ich freue mich Euch alle wieder zu sehen. Den Moderatoren ein dankeschön und bis bald mal wieder.


    Liebe Grüße


    Christine


    Da bin ich ja gespannt, ob wir uns sehen werden :)

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