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  • Echt wahr? Da gibt's schon was? Ich denke, ins Bloggerportal kann man wohl nur als Blogger reinsehen, oder ;)
    Naja, ansonsten muss man halt bis Mai warten, wenn die Goldmann-Vorschauen online gehen. Aber es stimmt natürlich: Cover und Titel stehen schon.


    Ja, Titel, Cover und Erscheinungsdatum sind drin =o) Hm, vermutlich, ja ^^


    Sage mal - gibt es zu den Büchern einen Reihentitel? Im Portal steht 'Die Geraldines' ... passt das? Dann würde ich es in meinem Blog nachpflegen.


  • Sage mal - gibt es zu den Büchern einen Reihentitel? Im Portal steht 'Die Geraldines' ... passt das? Dann würde ich es in meinem Blog nachpflegen.


    Es gibt keinen offiziellen Reihentitel, denke ich, aber "Die Geraldines" passt schon ganz gut. Ich persönlich bin auf jeden Fall dafür! Den dritten Band wird zwar kein Geraldine erzählen, er heiratet aber in die Geraldine-Familie ein (er ist also doch wieder einer :)) und die Geraldines spielen auch wieder eine große Rolle, von daher passt das schon.

  • Mit einiger Verspätung möchte ich auch noch meine Rezension hier einstellen. Wie schon das Vorgängerbuch hat mir dieses sehr gut gefallen. Für die Verspätung möchte ich mit entschuldigen. Vielen Dank, dass ich mit einem Freiexemplar dabei sein durfte und auch für die nette Begleitung durch die Autorin. Vielleicht liest man sich ja zum 3. Teil wieder.


    Inhalt:
    Wales, Sommer 1146: Isabel, eine junge Frau aus dem Geschlecht der Geraldine, soll zur Festigung des Bündnisses mit dem Sheriff von Pembroke dessen Ehefrau werden. Da ihre Vorfahren sowohl Normannen als auch Waliser waren, schlagen beide Herzen in ihrer Brust. Auf der Reise zu ihrem zukünftigen Ehemann wird die Reisegruppe von Walisern überfallen. Unbemerkt von ihrem Onkel Maurice, rettet Isabel dem Rebellenführer Cadell das Leben. Ihre einzige Hilfe ist der Junge Knappe Ralph, der ebenfalls walisischer Abstammung ist. Dieses Geheimnis verbindet die beiden jungen Leute.
    Schnell wird klar, dass der Sherriff von Pembroke ein brutaler Mann ist und Isabel schaut in eine unglückliche Zukunft. Kurz vor der geplanten Hochzeit wird die Burg des Grafen von Rebellen angegriffen und Isabel wird von ihnen als Geisel entführt. Im Lager der Rebellen erkennt Isabel ihr walisisches Herz.


    Meine Meinung: Mich hat dieses Buch vollkommen gefesselt und mich auf eine Reise ins Mittelalter genommen. Isabel ist eine starke, junge Frau, die zusammen mit ihren Freunden gegen die normannischen Besatzer vorgeht, Rückschläge erlebt und dabei auch die Liebe ihres Lebens trifft. Eine schöne Mischung aus Abenteuer, Liebe, Hass und Intrigen, also alles, was ein guter Mittelalterroman braucht.


    Die Geschichte setzt auf einem historischen Gerüst auf, ist gut recherchiert ohne dabei trocken oder langweilig zu werden. Eingebunden in die spannende Handlung, erfahren wir so auch viel über die historisch belegten Ereignisse in dieser Zeit. Wenn auch die vielen Namen anfangs etwas verwirrend wirkten, so hilft doch ein beigefügter Stammbaum die zum Teil sehr verzweigten Familienverbindungen zu durchschauen und zu sortieren. Mir wurde so ein weiteres Kapitel der englischen Geschichte nahegebracht.


    Der Roman lebt sehr stark von den interessanten Persönlichkeiten, die mit ihren Eigenarten lebendig werden und die Geschichte tragen. Von der geliebten Großmutter, der großen Liebe Ralph bis zum Bösewicht, dem Grafen von Pembroke, haben wir sehr gut charakterisierte Personen, die auch der Leser lieben und hassen wird.


    Ein absolut lesenswerter Roman, besonders für die Leser, die eine gute Geschichte gerne mit historischen Fakten verbunden haben möchten.

  • Oh wie schön, wieder jemand fertig ;D Danke für diese schöne Rezension und dass du dabei warst. Auch ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns alle beim dritten Band wiedersehen!

  • Hallo zusammen,


    mit Schrecken habe ich bemerkt, dass ich hier noch keine Rezension geschrieben und eingestellt habe. Nun aber schnell. :-[


    "Das Blut der Rebellin" war mein erstes Buch von Sabrina Qunaj. Leider, muss ich sagen, denn bislang ist mir diese Autorin komplett entgangen. Vielleicht liegt das daran, dass ich bei historischen Romanen immer ein wenig zu vorsichtig bin - weder mag ich historische Schmöker, in denen nicht allzu viel Authentisches zu finden ist, noch interessiert mich jede Zeit und/ oder Region...


    Die Geschichte dieses Buches spielt im 12. Jahrhundert in Wales, zu einer Zeit, in der sich viele Waliser den Eroberern widersetzen, während in deren Land ein Bürgerkrieg herrscht. Die junge Isabel, die dem mächtigen Geraldine-Geschlecht angehört, soll aus politischen Gründen mit dem Sheriff von Pembroke verheiratet werden. Isabel ist klug und tapfer und stellt sich ihrer Aufgabe, indem sie auf der Burg ihres zukünftigen Ehemannes die Einweisungen in die Gepflogenheiten einer Ehefrau über sich ergehen lässt, doch schon sehr bald merkt sie, aus welchem Holz der Sheriff von Pembroke geschnitzt ist. Das Mädchen, in dessen Adern sowohl adeliges walisisches als auch normannisches Blut fließt, muss sich schon bald entscheiden, für welche Sache nun ihr Herz schlagen soll. Als kurz vor der Hochzeit Rebellen die Burg angreifen, packt Isabel die Gelegenheit beim Schopfe und flieht. Doch sie hat die Rechnung ohne ihren Fast-Ehemann gemacht. Auch nachdem einige Zeit ins Land gegangen ist, will dieser sie nicht aufgeben und schickt Ralph le Walleys auf die Suche nach ihr - ausgerechnet Ralph...


    Sabrina Qunaj hat einen historischen Roman geschrieben, der mich auf ganzer Linie überzeugt hat: er ist spannend, beruht auf historischen Fakten und hat wunderbar herausgearbeitete Figuren. Zugegeben, ich kenne mich mit der walisischen Geschichte nicht und mit den englischen Königen auch nur sehr rudimentär aus. Aber ich wurde durch die Lektüre auf die ein oder andere Sache aufmerksam, habe ein bisschen recherchiert und gelesen und kann im Anschluss nur sagen, dass die Autorin hier wirklich exzellente Arbeit geleistet hat. Und das ohne auch nur einen Hauch Langeweile zu verbreiten! Ja, am Anfang musste ich hin und wieder auf den Stammbaum zu Beginn des Buches linsen - einfach, um die Verquickungen zu verstehen und mich auch an so manchen verhältnismäßig ungewohnten Namen zu erinnern. Aber dafür ist die Geschichte intelligent, packend und ich hatte wirklich das Gefühl, in die damalige Zeit abzutauchen. Geschichte ist meist wahnsinnig spannend und erklärt uns viel von dem, was wir heute sind und warum. Wenn ich dann auch noch erfahre, warum Menschen zu bestimmten Handlungen gezwungen wurden, wie sie sich für sich und ihre Rechte eingesetzt und für Freiheit gekämpft haben, dann finde ich das auch heute noch bemerkenswert. Das große Thema ist hier natürlich der walisisches Freiheitskampf, aber ich kann nicht sagen, dass eine Seite in den Himmel gelobt wird. Grausamkeiten und Heldenmut gibt es auf beiden Seiten, ebenso wie Gut und Böse. Und so muss sich die Hauptfigur Isabel nicht nur einmal entscheiden, wohin sie gehört und wer sie sein möchte. Sie muss begreifen, dass Tapferkeit nicht alleine zählt und dass jeder seinen Preis für den Krieg und all die Toten bezahlen muss.
    Wer "Die Tochter des letzten Königs" gelesen hat, kennt eine Handvoll Leute, die auch in diesem Buch eine Rolle spielen. Allen voran natürlich Nesta ferch Rhys, Isabels Großmutter. Eine bemerkenswerte Frau, die hier nur eine Nebenrolle spielt, mir aber sehr viel Lust gemacht hat, den vorherigen Roman der Autorin ebenfalls noch zu lesen. Denn auch wenn es theoretisch so etwas wie der Vorgänger ist, sind die Romane abgeschlossen und können somit für sich selbst gelesen werden - die Klammer sind die Geraldines und eben die walisische Geschichte.


    Kurzum: ein toll erzählter, sehr spannender historischer Roman, der mir den walisischen Freiheitskampf näher gebracht und mich vor allem mit seinen vielschichtigen Figuren überzeugt hat. So geht für mich dieses Genre - fernab von all dem wenig bis gar nicht authentischen Kitsch, den man leider zu häufig in den entsprechenden Regalen der Buchhandlungen findet! Die Autorin Sabrina Qunaj ist mit diesem Roman auf meine immerwährende Wunschliste gehüpft.


    Klare Leseempfehlung!

    Liebe Grüße

    Tabea

    Einmal editiert, zuletzt von dubh ()


  • Auf so eine schöne Rezension hat sich das Warten aber gelohnt! Vielen, vielen Dank! Und danke, dass du dabei warst!


    Danke Dir, Sabrina! Besonders schön finde ich übrigens, dass es zwar noch eine ganze Weile dauert, aber die nächste Runde trotzdem schon am Horizont zu sehen ist... Bis dahin wünsche ich Dir viel Erfolg mit Deinen Büchern und vor allem auch viel Spaß beim Schreiben! :winken:

  • Die Rebellin Isabel FitzWilliam de Carew


    12.Jh. In Wales. Nesta frech Rhys’ Enkelin Isabel FitzWilliam de Carew, Tochter ihres Sohnes Gerald de Windsor, ist ihrer Großmutter in großer Liebe verbunden. Sie verbringen viel Zeit miteinander und Isabel lauscht mit Begeisterung den Geschichten, die ihr Nesta über die Vorfahren erzählt. Doch diese unbekümmerte Kindheit hat ein jähes Ende, als sie mit 8 Jahren bei der Vertreibung aus ihrer Heimat von ihrer Familie getrennt wird und fünf Jahre in einem normannischen Kloster verbringen muss. Zur Vorbereitung für ihre arrangierte Hochzeit mit dem Sheriff von Pembroke kommt Isabel dann auf die Burg nach Tenby in die Obhut ihrer zukünftigen Schwiegermutter Lady Hayt, die sie unter ihre Fittiche nimmt und mit harter Hand auf ihre Zukunft vorbereitet, denn der Sheriff ist ein grausamer Mann. Während ihres Aufenthaltes dort lernt Isabel Ralph le Walleys kennen, mit dem sie sich anfreundet und immer mehr Zeit verbringt. Was als Freundschaft begann, entwickelt sich immer mehr zu einer Liebe, die die beiden aber geheim halten müssen. Zu Hilfe kommt ihnen dabei der alte walisische Bogenbauer Trystan. Als Tenby von Rebellen angegriffen wird, flüchtet Isabel und findet ihre Berufung, als Kriegerin an der Seite der Befreier zu kämpfen, während Ralph zu den zu bekämpfenden Feinden gehört. Wird ihre Liebe dies überstehen, oder wird Isabel ihr Leben an der Seite des Sheriffs verbringen?


    Sabrina Qunaj hat mit ihrem Buch “Das Blut der Rebellin” den Folgeband zu ihrem historischen Roman “Die Tochter des letzten Königs” vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar bildhaft und flüssig zu lesen. Die Geschichte lebt von dem gefühlvollen Erzählstil, der den Leser auch an den Gedanken der einzelnen Protagonisten teilhaben lässt. Der Spannungsbogen wird schnell aufgebaut und zieht sich durch die gesamte Handlung wie ein roter Faden. Der von der Autorin akribisch recherchierte geschichtliche und politische Hintergrund wurde sehr geschickt in die spannende Erzählung eingeflochten, der Leser verliert sich schnell in der faszinierenden Epoche Englands im 12. Jahrhundert. Die Charaktere sind mit viel Liebe sehr vielfältig angelegt, alle wirken sehr authentisch und lebensecht. Als Leser verfolgt man Isabels Leben und ihre Entwicklung von jungen Jahren an mit. Dadurch wächst diese einem auch sehr ans Herz und man fiebert mit ihr und ihrem Schicksal besonders mit. Isabel ist eine mutige und starke junge Frau mit eigenem Kopf und einem Sinn für Gerechtigkeit und Unabhängigkeit, innerlich kämpft sie mit der Entscheidung, wo ihr eigentliches Zuhause ist. Sie hat ihre Prinzipien und ist ihrer Großmutter Nesta in vielen Dingen sehr ähnlich. Dabei schlägt Isabel auch Wege ein, die zur damaligen Zeit bestimmt als emanzipiert betrachtet worden wären. Lady Hayt ist zu Beginn schwer einzuschätzen, doch je mehr man über ihr Leben erfährt, um so mehr baut sich Sympathie für diese harte Frau auf, die einen Beschützerinstinkt in sich trägt, der Isabel vor Schlimmem bewahren will. Sheriff William Hayt ist ein grausamer Unhold, der sich die Menschen unterwerfen und ihren Willen brechen will. Ralph ist ein junger Mann, der sein Leben mit Isabel verbringen möchte, dabei lässt er außer acht, dass Isabel ein eigenständiger Mensch mit eigenen Gedanken und Vorstellungen ist. Er ist stur und handelt teilweise unüberlegt, wobei er sich und andere in Gefahr bringt.


    Wunderbar auch die Aufmachung des Buches, denn es gibt sowohl ein Glossar und einen Stammbaum mit allen Namen sowie eine Landkarte zum Nachschlagen zu Beginn des Romans. Zudem gibt es eine kleine Einführung in die richtige Aussprache und ein Nachwort der Autorin mit interessanten Informationen über die Geschichte.


    Sabrina Qunaj hat mit ihrem historischen Roman “Das Blut der Rebellin” einmal mehr bewiesen, wie gut sie Geschichten erzählen und den Leser in Bann ziehen kann. Für Historienfans ist das Buch ein MUSS, aber auch Liebhaber von spannenden Liebesgeschichten kommen hier auf ihre Kosten. Unbedingt lesen, einfach wunderbar!!!

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen