05: Seite 327 - Ende (Kap. 31 – Ende)

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  • Also doch Carl – die Vermutung, daß er zum Geheimdienst gehört, war tatsächlich richtig. Allerdings wäre ich nicht darauf gekommen, daß es ein Foto von Carl gibt, mit dem Leonard diesen in der Hand hat. Ich hätte eher Karen als die treibende Kraft hinter allem vermutet.
    Bei dem Sekt hatte ich direkt ein ganz dummes Gefühl und ich habe so gehofft, daß Niall und Susan nicht davon trinken. Susan ist noch ein unschuldiges Opfer.


    Eine ganze Zeit lang war ich mir nicht sicher, ob Leonard mit seinen angeblichen Entführern unter einer Decke steckte und Niall absichtlich zu seiner Wohnung geschickt hatte. Was für ein Glück für Niall und Beth, daß Beth auf das Gespräch vor seinem Haus gedrängt hat. Allerdings hatten Ken und Laura nicht dieses Glück – ihr Tod ist so sinnlos.


    Der Gedanke, daß Beth zum Mossad gehören könnte, kam mir zwischendrin auch mal, wie sie direkt durchschaut, was in ihrem Büro passiert ist und darauf kommt, daß ihre Telefone abgehört werden könnten.


    Im Endeffekt ging es nicht „nur“ um ein paar verschärfte Antiterrorgesetze, sondern darum, den Krieg im Nahen Osten anzuheizen und dabei eine führende Rolle zu spielen – noch viel schlimmer. Daß Farooq für den Geheimdienst gearbeitet hat, darauf wäre ich auch nicht gekommen, ihm habe ich den hundertprozentigen IS-Kämpfer ohne weiteres abgenommen. Und Paulie Ferguson mußte dafür ebenfalls sterben. Und vllt. geht auch noch der Anschlag auf die Synagoge auf das Konto des MI5, um die Angst unter der Bevölkerung zu schüren und evtl. Widerstand gegen Waffenlieferungen dadurch niedrig zu halten.


    Ein wenig enttäuscht war ich von Leonard, daß er sich nun so aus der Affäre stiehlt, um es mal provokant auszudrücken. Es wäre mutiger gewesen, wenn er gerade jetzt zu seinen Fehlern gestanden und alles daran gesetzt hätte, zusammen mit Niall die Wahrheit ans Licht zu bringen, immerhin hat er seinen Sohn mit der Doku instrumentalisiert. Andererseits kann ich ihn auch verstehen, daß er allmählich immer mehr an seiner Schuld verzweifelt und mit seinem Tod nimmt er sich selbst als Druckmittel aus dem Spiel, das der Geheimdienst bisher gegenüber Niall hatte.


    Daß Dilek sich nun radikalisiert, hat mich, ehrlich gesagt, nicht so überrascht: bei ihr hatte ich bereits im vorigen Abschnitt das Gefühl, daß sie für die Ziele der IS empfänglich sein könnte. Im Endeffekt ist sie aber auch ein Opfer dieses ganzen blutigen und menschenverachtenden „Theaters“, das Innenministerium und Geheimdienst hier abgezogen haben.

  • Unglaublich, das Ende. Im Leben hätte ich nicht vermutet, dass Carl einen so persönlichen - wenn auch natürlich stark mit politischen Gegebenheiten zusammenhängenden - wunden Punkt hat, der ihn zu alledem motiviert hat. Und was für eine grauenvolle "dunkle Stelle" in seiner Biographie! Das ist natürlich verständlich, dass er die ausgemerzt haben will und dabei im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen geht - und das nicht zu knapp.


    Ich hätte auch nicht gedacht, dass die Fäden in dem Ausmaß bei ihm zusammenlaufen - dass er also eine solch enorme Macht hat bzw. kurz davor steht, sie sich anzueignen. Seine Position im Gesundheitsamt irritiert ein wenig, finde ich, weil es in Deutschland dann doch etwas anderes und viel Niedrigeres ist. Ein Verwandter von mir war nämlich auch mal Chef eines Gesundheitsamtes - sonderlich wichtig war der aber nicht und mit der großen Politik hatte er schon gar nix zu tun!


    Heftig auch, dass Carl bis zum Ende bereit ist, alle mit in den Tod zu reißen und dies auch mit Susan tut - bei Niall ist es aus seiner Sicht schiefgegangen. In dem Moment hätte es gereicht, wenn er allein gegangen wäre, Niall hatte sich ja in Bezug auf das Foto abgesichert.
    Und auch Huffman steht in nun in einem anderen Licht da, ich kann gut verstehen, dass er nicht dazu bereit war, dieses Bild und dessen Negativ zu vernichten. Meine Vermutung, dass die Ursache weit zurücklag in der früheren Zeit ihrer Bekanntschaft, war also richtig, wenn es auch in einem ganz anderen Zusammenhang zu sehen ist, als ich gedacht hätte.


    Das Terrormotiv war hier eher ein Vorwand - und wieviel unglück hat es mit sich gebracht. Auch Dilek, die man so leicht auf einen guten Weg hätte bringen können, weil sie jede Menge "richtiges" Potential hatte, ist nun radikalisiert bzw. auf dem besten Wege dahin! Es bleibt nur zu hoffen, dass sie ihren kleinen Bruder nicht auch noch mitreißt!


    Unglaublich auch die Symbolik - zu Beginn wird ein junger Soldat ermordet und am Ende hat ein anderer Soldat in seiner Jugend eine schändliche Tat begangen, für die ihn sicher viele hätten töten wollen, wenn sie das Bild gesehen hätten... sehr kraftvoll!


    Und obwohl ich jetzt mehrfach "unglaublich" geschrieben habe, halte ich die Geschichte für ausgesprochen glaubwürdig - gerade im Spiegel dessen, was sich in den letzten Monaten weltweit ereignet hat.


    Wirklich ein tolles, kluges und mutiges Buch, das in diesen Zeiten nicht genug Menschen lesen können! Ich jedenfalls werde versuchen, es soweit wie möglich zu streuen: als Geschenk für Freunde und Verwandte unterschiedlichen Alters und natürlich auch als Krimitipp!


  • Eine ganze Zeit lang war ich mir nicht sicher, ob Leonard mit seinen angeblichen Entführern unter einer Decke steckte und Niall absichtlich zu seiner Wohnung geschickt hatte. Was für ein Glück für Niall und Beth, daß Beth auf das Gespräch vor seinem Haus gedrängt hat. Allerdings hatten Ken und Laura nicht dieses Glück – ihr Tod ist so sinnlos.


    Diesen Gedanken hatte ich auch - und ich war wirklich froh, dass das nicht der Fall war - der eigene Vater...



    Daß Dilek sich nun radikalisiert, hat mich, ehrlich gesagt, nicht so überrascht: bei ihr hatte ich bereits im vorigen Abschnitt das Gefühl, daß sie für die Ziele der IS empfänglich sein könnte. Im Endeffekt ist sie aber auch ein Opfer dieses ganzen blutigen und menschenverachtenden „Theaters“, das Innenministerium und Geheimdienst hier abgezogen haben.


    Naja, sie ist im Verlauf der Handlung "gekippt", finde ich. Ich habe sie als sehr sensibel und empathisch empfunden, eigentlich hätte es auch in eine andere Richtung gehen können. Ich finde auch, ihre Radikalisierung können sich Innenministerium und Geheimdienst auf ihre Fahnen schreiben!

  • Leonard lässt Niall eine Schnitzeljagd machen. Es dauert eine Weile, bis Niall seine Absichten erkennt. Leider kommt es dann zum Tod von Laura und Ken, weil noch jemand seine Finger im Spiel hat.


    Obwohl mir Carl suspekt war, hätte ich nicht gerechnet, dass er der Drahtzieher ist. Ich hatte eher seine Ex als treibende Kraft gesehen. Er wollte also seine Macht ausüben, Waffen liefern und Krieg treiben; er schreckte selbst vor Mordaufträgen und Anschlägen nicht zurück. Farooq war ihm beim Geheimdienst unterstellt, nicht Cemal. Nur Leonard, der immer gegen Krieg war, konnte Carl schaden - mit einem Foto, das Carls wahres Gesicht zeigte.


    Dann zieht er sich mit vergiftetem Wein aus der Affäre und schreckt auch nicht davor zurück, seine Frau und Niall mit in den Tod zu nehmen. Verdammter Feigling, er sollte eigentlich auch die Folgen tragen. Niall überlebt dank Beth. Zum Schluss war ich mir bei ihr auch nicht sicher. Ihre Paranoia und ihr Verhalten ließen fast auf Mossad schließen.


    Leonard kommt frei und - begeht Selbstmord. Das war für mich unverständlich. Er hat Schuld auf sich geladen, aber statt Gutmachung, evtl. durch die Doku, schleicht er sich aus dem Leben.


    Dilek radikalisiert sich auch. Das hatte ich nicht erwartet, obwohl sie auch auf der Suche nach einem Sinn war.


  • Also doch Carl – die Vermutung, daß er zum Geheimdienst gehört, war tatsächlich richtig. Allerdings wäre ich nicht darauf gekommen, daß es ein Foto von Carl gibt, mit dem Leonard diesen in der Hand hat. Ich hätte eher Karen als die treibende Kraft hinter allem vermutet.
    Bei dem Sekt hatte ich direkt ein ganz dummes Gefühl und ich habe so gehofft, daß Niall und Susan nicht davon trinken. Susan ist noch ein unschuldiges Opfer.


    Leserunden sind echt gefährlich. Ich hatte Carl nicht so wirklich auf dem Schirm, aber ihr wart schon wieder nah dran.
    Bei dem Wein wurde mir aber auch gleich ganz anders, da war klar, dass was dahintersteckt.


    Zitat

    Eine ganze Zeit lang war ich mir nicht sicher, ob Leonard mit seinen angeblichen Entführern unter einer Decke steckte und Niall absichtlich zu seiner Wohnung geschickt hatte. Was für ein Glück für Niall und Beth, daß Beth auf das Gespräch vor seinem Haus gedrängt hat. Allerdings hatten Ken und Laura nicht dieses Glück – ihr Tod ist so sinnlos.


    Das hatte ich nicht ganz verstanden. Hatte Leonard das "Geh nach Hause" also doch nicht wörtlich gemeint und Niall hat es falsch interpretiert? Den Tod von Ken und Laura fand ich auch sehr traurig.


    Zitat

    Ein wenig enttäuscht war ich von Leonard, daß er sich nun so aus der Affäre stiehlt, um es mal provokant auszudrücken. Es wäre mutiger gewesen, wenn er gerade jetzt zu seinen Fehlern gestanden und alles daran gesetzt hätte, zusammen mit Niall die Wahrheit ans Licht zu bringen, immerhin hat er seinen Sohn mit der Doku instrumentalisiert. Andererseits kann ich ihn auch verstehen, daß er allmählich immer mehr an seiner Schuld verzweifelt und mit seinem Tod nimmt er sich selbst als Druckmittel aus dem Spiel, das der Geheimdienst bisher gegenüber Niall hatte.


    Das fand ich auch sehr schade. Andererseits kann ich verstehen, dass er nicht mehr kämpfen wollte, er hat sein Leben lang versucht, mit seinen Bildern etwas zu bewegen und muss dann am Ende so etwas erleben.


    Zitat

    Daß Dilek sich nun radikalisiert, hat mich, ehrlich gesagt, nicht so überrascht: bei ihr hatte ich bereits im vorigen Abschnitt das Gefühl, daß sie für die Ziele der IS empfänglich sein könnte. Im Endeffekt ist sie aber auch ein Opfer dieses ganzen blutigen und menschenverachtenden „Theaters“, das Innenministerium und Geheimdienst hier abgezogen haben.


    Ich hab das auch befürchtet und war dennoch am Ende traurig und geschockt, dass es so weit kommt. Die Schuld für die Radikalisierung liegt doch immer wieder am System selbst. Und könnte verhindert werden, das macht es so furchtbar.



    Unglaublich auch die Symbolik - zu Beginn wird ein junger Soldat ermordet und am Ende hat ein anderer Soldat in seiner Jugend eine schändliche Tat begangen, für die ihn sicher viele hätten töten wollen, wenn sie das Bild gesehen hätten... sehr kraftvoll!


    Und obwohl ich jetzt mehrfach "unglaublich" geschrieben habe, halte ich die Geschichte für ausgesprochen glaubwürdig - gerade im Spiegel dessen, was sich in den letzten Monaten weltweit ereignet hat.


    Wirklich ein tolles, kluges und mutiges Buch, das in diesen Zeiten nicht genug Menschen lesen können! Ich jedenfalls werde versuchen, es soweit wie möglich zu streuen: als Geschenk für Freunde und Verwandte unterschiedlichen Alters und natürlich auch als Krimitipp!


    Ja, es ist weiß mehr als einfach nur ein Kriminalroman, das Buch bringt viele aktuelle Themen auf und macht sehr nachdenklich.

  • Wow, was ein Ende! Und wir lagen gar nicht so falsch. Carl war einfach schon immer jemand, dem man nicht ganz getraut hat. Den Job beim Gesundheitsministerium hat ihm so gar niemand richtig abgenommen. Aber ich habe ehrlich gesagt vermutet, dass Karen eine weitreichendere Rolle spielt. Sie ist bzw. scheint die mit mehr Macht zu sein, aber das ist ja nur das offizielle Bild. Carl hat ja schon im Hintergrund viele Fäden gezogen. Ob nun er allein oder nicht? Ich vermute mal, dass er das nicht allein geschafft hat, aber entweder der Kopf oder einer der Köpfe davon ist.


    Dass die Entführung nicht nur eine Entführung war, sondern etwas gesucht wurde, hab ich schon geahnt. Aber das Bild hat mich dann doch sehr überrascht. Aber Leonard hat das richtig clever versteckt. Enttäuscht bin ich von seinem Selbstmord. Da freut er sich erst, seinen Sohn endlich kennen zu lernen und dann bringt er sich um diese Chance. Aber er hat seinen Sohn auch benutzt, um eine Doku zu drehen und das Geheimnis aufzudecken, welches er nicht geschafft hat. Also puh... was soll man dazu sagen? Na ja, ehrlich gesagt, ein Happy End zwischen Niall und Leonard hätte ich auch komisch gefunden, also mag der Ausgang hier ganz richtig sein, wenn auch nicht richtig zufriedenstellend.


    Wirklich schade, dass Dilek auf den Weg in die Radikalisierung ist - oder ist sie auch vom Geheimdienst engagiert? Wer weiß? Ich vermute zwar, dass sie sich eher wegen der Familiengeschichte radikalisiert hat, aber so ein paar Verschwörungsgedanken am Ende dieses Buches verstehen sich ja fast von selbst. :)


    Das Buch lässt mich ganz vielen Emotionen und Gedanken zurück. Und das ist gut so - genau so sollen Thriller sein. Nur spannend kann - nun ja, vielelicht nicht jeder, aber doch viele. Aktuelle Themen einarbeiten, die bewegen und Gedanken anregen, aber so dass Leser sich auch noch unterhalten fühlen. Super gelungen!


  • Im Endeffekt ging es nicht „nur“ um ein paar verschärfte Antiterrorgesetze, sondern darum, den Krieg im Nahen Osten anzuheizen und dabei eine führende Rolle zu spielen – noch viel schlimmer. Daß Farooq für den Geheimdienst gearbeitet hat, darauf wäre ich auch nicht gekommen, ihm habe ich den hundertprozentigen IS-Kämpfer ohne weiteres abgenommen. Und Paulie Ferguson mußte dafür ebenfalls sterben. Und vllt. geht auch noch der Anschlag auf die Synagoge auf das Konto des MI5, um die Angst unter der Bevölkerung zu schüren und evtl. Widerstand gegen Waffenlieferungen dadurch niedrig zu halten.


    Ja, schon der Wahnsinn, dass es nicht "nur" um verschärfte Gesetze ging. Schon das fand ich sehr gewagt und irrwitzig. Aber das war ja quasi nur der Nebeneffekt. Es ging um den Krieg im Nahen Osten und Waffenlieferungen. Irgendwo stand ein Absatz, dass es letztendlich immer um Geld und Wirtschaft geht. Und ja, es sind immer nur die kleinen Leute, die "niederen" Anhänger, die denken, es geht um hehre Ziele - Religion, Glaube, Frieden, Freiheit, was auch immer - doch die Spitzen in diesen Organisationen funktionieren wohl alle gleich: Geld und Macht. Schon traurig, wenn man es genau betrachtet.


  • Ich hätte auch nicht gedacht, dass die Fäden in dem Ausmaß bei ihm zusammenlaufen - dass er also eine solch enorme Macht hat bzw. kurz davor steht, sie sich anzueignen. Seine Position im Gesundheitsamt irritiert ein wenig, finde ich, weil es in Deutschland dann doch etwas anderes und viel Niedrigeres ist. Ein Verwandter von mir war nämlich auch mal Chef eines Gesundheitsamtes - sonderlich wichtig war der aber nicht und mit der großen Politik hatte er schon gar nix zu tun!


    Hmm... die Position im Gesundheitsamt hatte er doch gar nicht, oder? Das war doch nur die Tarnung. Jedenfalls hab ich das so verstanden. Machen das Geheimdienstler nicht immer so? Es sagt doch keiner, dass er beim Geheimdienst arbeitet, oder?


  • Aber er hat seinen Sohn auch benutzt, um eine Doku zu drehen und das Geheimnis aufzudecken, welches er nicht geschafft hat. Also puh... was soll man dazu sagen? Na ja, ehrlich gesagt, ein Happy End zwischen Niall und Leonard hätte ich auch komisch gefunden, also mag der Ausgang hier ganz richtig sein, wenn auch nicht richtig zufriedenstellend.


    Niall wurde die ganze Zeit doch nur herumgeschoben: Es geht los mit den beiden Mördern, Der Sender, sein Vater, sein Nennonkel, Karen, Beth. Alle beeinflussen ihn doch in ihrem Sinn.

  • Ja, das dachte ich auch.


    Wenn man es so sieht, habt ihr natürlich recht. Nur lege ich für einen Vater da schon andere Maßstäbe an... aber dumm ist Niall ja auch nicht - er hätte ja auch mal selbst irgendwann sagen können, halt, mit mir nicht.


  • Wenn man es so sieht, habt ihr natürlich recht. Nur lege ich für einen Vater da schon andere Maßstäbe an... aber dumm ist Niall ja auch nicht - er hätte ja auch mal selbst irgendwann sagen können, halt, mit mir nicht.


    Er hatte wohl nicht genügend Selbstwertgefühl, er fühlte sich allen, die da zogen, unterlegen.

  • Denkt bitte dran, dass es nicht nötig ist, immer alles zu zitieren, vor allem, wenn ihr euch direkt auf den vorhergehenden Beitrag bezieht ;)

  • Die Vermutugen, dass Carl für den Geheimdienst arbeitet, haben sich also bestätigt. Es gibt also ein Foto, auf dem Carl in eindeutiger Pose zu sehen ist.



    Leserunden sind echt gefährlich. Ich hatte Carl nicht so wirklich auf dem Schirm, aber ihr wart schon wieder nah dran.
    Bei dem Wein wurde mir aber auch gleich ganz anders, da war klar, dass was dahintersteckt.


    Bei dem Wein hatte ich auch sofort ein ungutes Gefühl.


    Ich finde es schon erschreckend, wozu Menschen in der Lage sind, wenn sie vergangene Taten geheim halten wollen, wie viel Opfer hätte es noch geben sollen?
    Nun scheint auch noch Dilek auf dem Weg zu Radikalisierung zu sein, hoffentlich besinnt sie sich noch, oder steckt da noch etwas anderes dahinter?


    Aber es ist trotzdem seltsam, dass die religiösen und politischen Umstände genutzt werden, um die eigenen Schandtaten zu verwischen bzw. geheim zu halten.

  • Ein Ende das nach den vorherigen Ereignissen absehbar war. Carl als Drahtzieher im Hintergrund, nur auf Kriegstreiberei bedacht. Wie alle größenwahnsinnigen, die erkennen, dass ihre Macht gebrochen ist, begeht er schließlich Selbstmord. Hier hätte Niall eigentlich stutzig werden müssen. Aber er ist auch am Ende immer noch ziemlich unbedarft.
    Leonards Selbstmord erschließt sich mir nicht ganz. Aber passt zum Ton des Buches. Ein Happyend wäre hier nicht angebracht gewesen.


    Auch Dilek wird sich jetzt also dem Kampf gegen die Ungläubigen anschließen. Tja, irgendwo hat Carl am Ende doch gewonnen.


  • Im Endeffekt ging es nicht „nur“ um ein paar verschärfte Antiterrorgesetze, sondern darum, den Krieg im Nahen Osten anzuheizen und dabei eine führende Rolle zu spielen – noch viel schlimmer. Daß Farooq für den Geheimdienst gearbeitet hat, darauf wäre ich auch nicht gekommen, ihm habe ich den hundertprozentigen IS-Kämpfer ohne weiteres abgenommen. Und Paulie Ferguson mußte dafür ebenfalls sterben. Und vllt. geht auch noch der Anschlag auf die Synagoge auf das Konto des MI5, um die Angst unter der Bevölkerung zu schüren und evtl. Widerstand gegen Waffenlieferungen dadurch niedrig zu halten.


    Diese Wendung war für mich absolut überraschend. Ich habe absolut nicht damit gerechnet, dass der MI5 oder ein anderer Geheimdienst etwas mit der Sache zu tun hat. Es ist schon ein eiskaltes Vorgehen, um politische Ziele durchzusetzen eine Menschen ermorden zu lassen, die Täter im Gefängnis zu töten, eine Anschlag auf eine Synagoge zu verüben (hier ist mir aber nicht ganz klar, ob das nicht andere Täter waren), eine Wohnung mit 2 weiteren Toten in die Luft zu sprengen, mir war das beinahe etwas zu viel.


    Bei Leonhards Entführung hatte ich ja noch vermutet, dass es jetzt nach Syrien verschleppt wird und dort ermordet wird, aber dann kam eine ganz andere Wendung auf. Eine Art Schnitzeljagd, die Details über Carls zu Tage brachten und damit seine weiteren Verstrickungen in den ganzen Tathergang offenlegten. Mir hat das gut gefallen, wie die Autorin die Stimmung in diesem Buch an dieser Stelle total umgedreht hat, nicht der der IS ist der Böse sonder der MI5 und der britische Staat.


    Leider ist dieser Ansatz bei den Verbrechen, die der IS wirklich verübt nicht der richtige und hier steckt wahrscheinlich kein westlicher Geheimdienst dahinter, aber so ganz abwegig finde ich diese Auflösung der Geschichte nicht. Ich möchte es mir einfach nicht vorstellen, dass es so sein könnte.


  • eine Anschlag auf eine Synagoge zu verüben (hier ist mir aber nicht ganz klar, ob das nicht andere Täter waren),


    Ja, ein schlechter Beigeschmack bleibt, weil man sich nicht sicher sein kann, wer tatsächlich hinter dem Anschlag in der Synagoge steckt.

  • Suse

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