Leserundenfazit, Rezensionen etc. (ohne Spoiler)

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  • Rezension


    Schon die Aufmachung des Buches hat mir sehr gefallen, das stimmungsvoller Cover hatte es mir ja schon länger angetan. Zudem gab es noch Stammbäume, eine Karte - und nicht zu vergessen dieses tolle glatte Papier.


    Mein erster Roman von Viola Alvarez, ich hatte schon viel gutes gehört - und doch hat mich ihr Stil überrascht, er ist etwas besonderes. Es kam mir eher vor wie die mündliche Überlieferung eines Skalden, und nicht wie ein Buch. Dieser Eindruck entstand durch die persönliche Ansprache, öfter auch durch eine Ausdrucksweise die ich nicht in einem Buch vermutet hätte, durch die andauernde leicht melancholische Atmosphäre und auch durch die zu Beginn erfolgte Vorstellung der Ahnenreihen.
    Die Autorin beherrscht auch die Kunst, manche Figuren nur durch ein paar Sätze lebendig werden zu lassen. Dazu kommt der Humor, z.B. die Beschreibungen des Christentums aus der Sicht eines Heiden (wie den Gründen, für die ein Mann verehrt wurde) oder Frau Uotes Bestreben, ihre Tochter mittels der Beschreibung ihrer geheimen Kammer und dem passenden Schlüssel auf die Hochzeitsnacht vorzubereiten. :)


    Es gab auch viele traurig-schöne emotionale Szenen, bei denen mir das Herz aufging - ich aber gleichzeitig :'( könnte. Und eine Menge toller Beschreibungen, die ich einfach noch einmal (oder zweimal) lesen musste, um sie richtig zu verinnerlichen. Weise und einfühlsame Momente genauso wie traurige Stellen, in denen mit wenigen Worten der Gemütszustand einer Person bildhaft dargestellt wurde.
    Die Figuren wurden sehr vielschichtig dargestellt - es gab keine flachen Charaktere und kein reines Gut oder Böse. Die Personen waren sehr menschlich, und ich konnte ihre Beweggründe meistens gut nachvollziehen.


    Das tragische Ende kann natürlich keiner ändern, obwohl es mich gefühlsmäßig doch sehr erwischt hat. Was in jedem Fall für die Personen und die Erzählkunst spricht. Und dann gibt es noch Bryndt - in den Momenten, in denen er im Vordergrund steht und von seiner Vergangenheit erzählt, wird die Geschichte für mich noch dichter und emotionaler. Und seine Ausdrucksweise, einfach nur schön - z.B. sein Bezug zum Wind und die Beschreibung der verschiedenen Flüsse.
    Und er hinterlässt der Welt ein großes letztes Wort - und ein Vermächtnis, welches mich zum Nachdenken angeregt hat. Genauso wie die unterschiedliche Darstellung der beiden Familien.
    Es war für mich ein Buch für Herz und Kopf - und sicher nicht mein letztes von Viola Alvarez.



    Leserundenfazit


    Ich bin ja zwischenzeitlich sehr hinterhergehinkt, habe es aber doch noch geschafft die Leserunde ein- und sogar zu überholen. In den letzten Abschnitten wurde es sehr ruhig, aber ich denke (und hoffe) dass sich das noch ändert. Ich freue mich jedenfalls schon auf eure Beiträge, und bin gespannt auf eure Eindrücke. Vieles haben wir ja auch schon zusammen erlebt, und es ist einfach toll wenn man mit seinen Gefühlen und Gedanken nicht alleine da steht. Oder sagen wir, in den meisten - manche meiner Macken sind dann doch zu extrem. :-[ ;D *dieAugenbrauehochzieht*


    Die Einwürfe und Kommentare der Autorin fand ich sehr interessant, sie haben mich oft zum Nachdenken angeregt. Auch über Dinge, die ich eigentlich als selbstverständlich hingenommen habe. Eine interessante Erfahrung, vielen Dank dafür! :)
    Vielleicht entstehen an der einen oder anderen Stelle ja auch noch interessante Diskussionen...

  • Rezension


    Was gibt es schöneres als ein dünn aussehendes Hardcover, dass dann doch 700 Seiten inklusive Lesebändchen aufweist und zudem noch einen Stammbaum und eine Landkarte? Höchstens so ein ähnliches Wunderwerk, allerdings mit mehr als 700 Seiten! Auch wenn es das Buch als Taschenbuch noch nicht gibt, wenn ein Hardcover so wunderschön gestaltet ist, dann würde sich für mich die Frage auch gar nicht erst stellen, ob ich das Taschenbuch oder das Hardcover kaufen soll … manche Bücher muss man einfach als Hardcover haben.


    Ich muss gestehen, dass ich an das Buch mit nur sehr geringem Wissen über die Nibelungen-Sage herangetreten bin, mein Wissen diesbezüglich endet mit Siegfried und dem Drachen, dem wortwörtlichen Blutbad und dem Lindenblatt. Insofern konnte ich die Geschichte wie sie Viola Alvarez erzählt unvoreingenommen auf mich wirken lassen und haben das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen.


    Bezüglich der Figuren gefällt mir sehr gut, dass sie, trotz der voreingenommenen Haltung des Erzählers gegenüber seinen Mitspielern, trotzdem nicht schwarz-weiß gemalt/ beschrieben sind. Man weiß zwar, wie Bryndt darüber denkt, aber ansonsten sind die Figuren sehr fascettenreich und irgendwie kann man mit ihnen allen mitfühlen, mit Siegfried, mit Gunther, mit Krimhild…jeder hat sein Päckchen zu tragen, seine eigene Geschichte, und wirklich böse kann man denjenigen, die Bryndt so sehr hasst nicht wirklich sein. Aber auch die Geschichte von Brynhilds Familie, die Bryndt uns am Anfang erzählt ist wunderbar, Brynhilds Ahnen haben es mir angetan. Sie sind so viel lebendiger und spannender als die Familie von Gunther, bei ihnen hätte ich noch länger verweilen können.


    Der Held des Buches ist Hagen von Tronje, der bereits etwas ältere Ratgeber von König Gunther und der heimliche Herrscher von Worms. Hagen hat sich direkt in mein Herz gespielt und ist so auch zu meinem Helden geworden. Wie schreibt Viola Alvarez so schön "Manche Könige brauchen weder einen Titel noch ein Land, um zu sein wer sie sind."


    Wie bereits in ihrem Roman „Das Herz des Königs“ verzaubert Viola Alvarez mich als Leserin total mit dieser Geschichte, der tiefen Emotionalität und ihrem Erzählstil: das Buch ist von Anfang an sehr emotional, irgendwie spüre ich immer eine gewisse Melancholie und Traurigkeit, auch an den Stellen, wo ich eigentlich vor mich hingrinse. Grundsätzlich finde ich, dass sich das alles wie ein großes langes Märchen liest, die Sprache passt für mich einfach zu der Tatsache, dass hier eine Legende erzählt wird. Wunderschön! Jeder zweite Satz bringt mich zum jubeln, seufzen, lachen, grinsen oder auch zum weinen. Das sind dann zwar keine tiefen Schluchz-Szenen, aber die ein oder andere einsame Träne kullert bei mir schon mal auch bei einzelnen Sätzen. Ich finde es übrigens bemerkenswert, dass ich in einem Buch, das eine tragische Liebesgeschichte erzählt, mehr, lauter und herzlicher lachen kann, als bei einem Buch wie „Die Bibel nach Biff“. Ich glaube zudem, dass es kaum ein Buch gibt, bei dem sich meine Gefühlsausbrüche so häufig und extrem von einer Sekunde auf die nächste ändern.


    Es ist für mich ein Buch, dass ich kaum aus der Hand legen kann, ich will die Andeutungen verstehen, ich will einfach die ganze Geschichte kennen, so wie sie uns hier erzählt wird. Und dabei verzichte ich auch gerne auf ein paar Stunden Schlaf, ich muss mich regelrecht zwingen, das Licht auszumachen.


    Leserundenfazit:
    Auch mir hat die Leserunde wieder sehr viel Spaß gemacht und möchte daher schon mal die Gelegenheit nutzen und mich herzlich bei Viola Alvarez für die tolle Leserundenbegleitung bedanken. So viele LR mit Autorenbegleitung hab ich noch nicht mitgemacht, aber grade diese Zwischenfragen der Autorin fand ich sehr interessant, es war nicht nur ein Reagieren auf unsere Eindrücke, sondern auch ein Einfordern und Gedankenstöße-Geben, was ich als sehr positiv empfunden habe.
    Leider geht es mir anders als Seychella, ich habe nur noch ein Viola-Alvarez-Buch vor mir und dann muss ich warten, aber ich freue mich auf den guten Walter von der Vogelweide ;)


    lg
    kathrin

  • Leserundenfazit:
    Mir hat die Leserunde sehr viel Spaß gemacht! Die vielen Anregungen durch das Lesen der anderen Beiträge und die Fragen und Antworten der Autorin waren sehr interessant. Vielen Dank an Viola Alvarez! Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen! Dies hier war meine erste Leserunde mit Autorin und ich habe es als sehr spannend gefunden, ihre Beiträge zu lesen. Oft habe ich auch in dem Buch wieder zurück geblättert und Stellen, die andere erwähnten, nochmals nachgelesen.
    Nach den letzten Seiten habe ich das Buch dann erst zur Seite gelegt, später dann aber wieder die Erinnerungen gesamtheitlich nochmals gelesen. Auch das hat sehr viel Spaß gemacht da ich den Hintergrund ja schon kannte und den Zusammenhang nun aus einer anderen Sichtweise betrachtete.
    Das Buch ist nun beendet, ich werde die noch folgenden Beiträge hier mitlesen und das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Da möchte ich mich Seychella anschließen:

    Zitat

    Es war für mich ein Buch für Herz und Kopf - und sicher nicht mein letztes von Viola Alvarez.


    LG
    Liandra

  • Dann möchte ich hier auch noch mein Fazit ziehen :)


    Zum Buch: Die Nibelungengeschichte ist mir in verschiedenen Fassungen vertraut, daher hatte mich eine neue Perspektive interessiert und diesbezüglich wurde ich keinesfalls enttäuscht! Obwohl die Handlung ja im großen und ganzen feststand, gab es immer wieder überraschende Wendungen und "Einlagen" (ich sag nur: Duos ;D). Die Charaktere kamen sehr plastisch daher, Sprache und Stil waren für meinen Geschmack sehr passend und haben mir gut gefallen – bis auf die Stellen, an denen Bryndt als Erzähler zurücktritt, wie ich dann auch in den entsprechenden Threads angemerkt habe.
    Und obwohl das alles sehr gut zusammenpaßte, habe ich mit – für mich unverhältnismäßig großen – Lücken gelesen, so daß ich mich gefragt habe, woran das gelegen hat. Gut, es gab einfach auch äußere Einflüsse, die mich manchen Abend davon abgehalten haben, aber das allein war es nicht. Ich hätte schon manches Mal zu diesem statt zu einem anderen Buch greifen können und habe es nicht getan. Ich bin mir nicht genau über die Gründe im klaren. Lag es an meiner Kenntnis der grundsätzlichen Handlung? Das glaube ich eher nicht, dafür gab es zu viele neue Details. An den Personen? Eigentlich auch nicht, es gab einige, die ich nicht besonders leiden mochte (was aber ein grundsätzliches Interesse an ihnen und ihren Handlungen nicht ausschließt!), und andere, die ich sehr gerne mochte (vor allem Hagen). Am ehesten trifft wohl zu, daß mir der langsame und leicht melancholische Erzählfluß derzeit nicht entgegenkam, mir hat etwas "Drive" gefehlt. Das ist aber kein grundsätzliches Problem (ich kann mich auch auf dergleichen eigentlich gut einstellen und tue das auch gerne), aber dafür war es wohl einfach der falsche Lesezeitpunkt. Ich werde das Buch also später noch einmal lesen, um es völlig zu genießen.


    Zur Leserunde: Zunächst herzlichen Dank an Dich, Viola, für die Begleitung hier. Und dann möchte ich mich dafür entschuldigen, daß ich auf Deine Zwischenfragen, mit denen Du die Diskussionen belebt hast, so selten eingegangen bin. Aber dafür hätte ich in die entsprechenden Abschnitte jeweils noch einmal zurückblättern müssen, und dafür hatte ich angesichts meiner oben geschilderten "Probleme" mit dem Buch dann leider keinen Nerv mehr. Ich werde sie mir aber auf jeden Fall wieder vornehmen, wenn ich den Re-Read beginne, denn es waren sehr interessante Anregungen dabei, die vor allem meine Sicht auf Krimhild beeinflussen werden – in welche Richtung auch immer.


    Schönen Gruß,
    Aldawen

  • Rezension:
    Wir befinden uns im Europa des späten fünften Jahrhunderts. Ein nordländischer Skalde wird entführt und verschleppt. Er erzählt dem Leser eine Geschichte, die spannender kaum sein könnte. Schließlich handelt es sich bei dem Entführten um Bryndt Högnisson, Kind von Brynhild und Hagen von Tronje...


    Schon bei der äußeren Betrachtung des Buchs bekam ich Lust zum Lesen. Der Einband ist von einem außergewöhnlich strukturierten Papier, das Coverbild fast mystisch (was ein wenig im Gegensatz zu der Bezeichnung "Historischer Roman" steht, die der Verlag dem Buch zuordnet). Schlägt man das Buch auf, findet man sogleich den Stammbaum der Hauptpersonen, was beim Lesen insbesondere bei den fremdländisch klingenden Namen eine große Hilfe ist. Ganz hinten findet sich außerdem eine Karte, die dem Leser deutlich macht, wo genau man sich während der Handlung befindet.


    Erzählt wird die Geschichte von Bryndt, der die Handlung und auch die Personen aus seiner ganz persönlichen Sicht sieht und ihnen somit richtig Leben einhaucht. Die handelnden Personen werden alle ausführlich eingeführt, meist über mehrere Generationen und jede wird so facettenreich dargestellt, dass sie mit allen Macken und Liebenswürdigkeiten absolut glaubwürdig wirken. Außerdem entwickeln sie sich ständig weiter, keine bleibt plump, hölzern oder stets gleich und vorhersehbar. Besonders gut gefielen mir die Dialoge, die stets einen leisen trockenen Humor hatten, der mich oft beim Lesen lächeln ließ. Generell ist die Sprache, der sich die Autorin bedient, einfach wundervoll poetisch und flüssig, man möchte immer weiter und weiter lesen und immer tiefer in die Welt der Nibelungen eintauchen. Die Handlung an sich erschien mir sehr spannend, obwohl sie mir natürlich in Kenntnis der Saga bekannt war. Da Frau Alvarez aber nicht einfach die Nibelungensaga nacherzählt, sondern sie vollkommen neu gestaltet, konnte ich vieles aus anderen Blickwinkeln sehen, was ich als sehr reizvoll empfand. Mir persönlich gefällt diese Erzählung besser als das, was ich vorher in dieser Richtung gelesen habe. Die Bezeichnung "Historischer Roman" finde ich in diesem Zusammenhang allerdings nicht sehr passend. Natürlich erscheint alles im mittelalterlichen Gewand, was ich auch beim Lesen richtig vor Augen hatte, aber historische Details sucht man vergebens. Dafür findet man aber ein wunderbares Buch, das sicherlich viele Leser, nicht nur ausgesprochene Nibelungen-Liebhaber, in seinen Bann ziehen wird.


    Mein Fazit:
    Nachdem ich schon von "Wer gab Dir, Liebe, die Gewalt" absolut begeistert war, gesellt sich nun auch "Die Nebel des Morgens" zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Ein absoluter Lesetipp!

  • Und nun auch mein Fazit:


    Da ich mich sehr für alte Legenden, Mystik und Historisches interessiere, bin ich auf das Buch "Die Nebel des Morgens" von Viola Alvarez gestoßen. Es wanderte sofort auf meinen Wunschzettel, da mich die Thematik der Nibelungensage schon lange fasziniert. Ich habe schon einiges zu dem Thema gelesen, aber die Beschreibung des Buches, dass es sich hier um eine neue Sicht handelt, hat mich neugierig gemacht. Ich habe vorher noch kein Buch von Frau Alvarez gelesen und war daher auch sehr auf Ihren Schreibstil gespannt, von dem ich im Forum schon einiges gehört hatte. Meine Erwartungen waren also entsprechend hoch...


    ...und sie wurden in keinster Weise enttäuscht. Schon von Anfang an hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, einen Film zu sehen, so plastisch und realistisch ist die Handlung beschrieben. Starke, vielschichtige Charaktere, Spannung und Emotionen gepaart mit wohl dosierten Portionen an feinem Humor und ein Fundus an Zitaten, über die man noch lange nachdenkt, machten das Lesen zu einem absoluten Hochgenuss. Frau Alvarez hat einen wunderschönen Erzählstil, bildhaft, poetisch und leise. Einige Leser, die schon mehr Bücher von Frau Alvarez gelesen haben, haben ja bereits angemerkt, dass man ihre Bücher nicht mal schnell zwischendurch lesen kann. Das kann ich nur bestätigen. Ihre Sprache ist sehr intensiv und für den Genuss des Buches sollte man sich Zeit nehmen. Leider war mir das nicht vergönnt, ich konnte das Buch leider nur scheibchenweise lesen und mit längeren Pausen. Das habe ich als sehr schade empfunden, aber das Buch verdient es auf jeden Fall, nochmal gelesen zu werden. Für mich war es definitiv ein Highlight des Jahres und ich werde mit Sicherheit auch die anderen Bücher von Viola Alvarez lesen.


    Zur Handlung selbst: Das Versprechen einer neuen Sicht der Nibelungensage wurde bestätigt. So könnten die Geschehnisse gewesen sein, die dann zur Sage führten. Keine Drachen, keine Zwerge, keine Tarnkappe - und das fand ich sehr sympathisch, denn somit war die Handlung sehr realistisch und glaubwürdig. Die Stimmungen des Buches wechselten zwischen wütend, optimistisch, heiter und melancholisch. Ich hatte an mehreren Stellen das Bedürfnis, einfach Halt! zu rufen, da man die Handlung als solches ja doch kennt und man weiß, dass die Personen in ihr Verderben rennen, unaufhaltsam. Interessant für mich war vor allem die Geschichte hinter den einzelnen Personen, die Erklärung, warum diese so sind, wie sie sind - daher gibt es auch keinen strahlenden Helden oder schlimmen Bösewicht. Kennt man die Geschichte, kann man das Wesen und die Handlungswesen nachvollziehen und es gibt kein Schwarz oder Weiß.


    Mir hat die Leserunde sehr viel Spaß gemacht und die Begleitung von Frau Alvarez habe ich als absolute Bereicherung empfunden. Für mich war es ja die erste Teilnahme an einer Leserunde und der Kontakt zur Autorin ist wirklich etwas ganz besonderes. Schwierig für mich war, die Abschnitte einzuhalten. Aber das lag sicher daran, dass ich diese Leseweise nicht gewohnt bin sondern meist in einem Rutsch lese und erst nach Ende des Buches reflektiere. Allerdings hatte ich dieses mal das Gefühl, viel intensiver zu lesen. Schade war, dass mir die Zeit gefehlt hat, ich mußte öfters Pausen einlegen und das hat dieses Buch einfach nicht verdient. Es war mir auf jeden Fall ein Vergnügen und ich danke an dieser Stelle nochmals für die tolle Begleitung von allen Mitlesern und Frau Alvarez und auch dafür, dass ich dieses tolle Buch hier gewonnen habe!!


    Viele liebe Grüße,


    Sansa

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen