Teil 6 - Seite 375 - Ende

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Teil 6 - Seite 375 bis Ende schreiben.
    Für die eBook-Leser: Die Überschrift lautet "Josef wird verkauft" bis Ende.


    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • In Michele habe ich mich also nicht getäuscht, als ich dachte, dass er noch sehr unfreundlich werden kann. Er hat Agnes also nur nach Italien gelockt, damit sie ihn heiratet. Gut, dass sie standhaft geblieben ist. Allerdings hätte es mich interessiert, ob Agnes sich wirklich von Hans scheiden lässt oder nicht.


    Ich hätte nicht gedacht, dass Matteo eine so dominante Mutter hat, die seine Post nicht wegschickt. Das erklärte immerhin sein plötzliches Verschwinden und lässt ihn deutlich glaubhafter erscheinen.


    Am Ende sind alle offenen Fragen geklärt worden, z.B. Aldos verschwinden und die Vaterschaft, auf diese Lösung wäre ich nie gekommen und für Elisa wäre es anders besser gewesen.


    Der historische Strang hat mir bis zum Ende besser gefallen.

  • Angeln war Matteo, das hätte ich nicht erwartet, ich dachte, dass Michele ihn irgendwie von dem Besuch abgehalten hatte oder sogar an Entführung hatte ich gedacht, aber doch nicht, dass der Typ angeln war.
    Dass er einen Brief geschrieben hatte, fand ich auch sehr seltsam, im Zeitalter von Handy und SMS, kann ich nicht verstehen, dass er einen Brief schreibt und ihn seiner Mutter, die ja nichts von Agnes hält, zum Verschicken gibt.
    Nein, sorry, das ist für mich nicht nachzuvollziehen.


    Und das es zwischen den Beiden zum Happy End kommt, passt für mich auch nicht so richtig, Ich dachte nach dieser Ehe mit Hans, bräuchte sie etwas Zeit nur für sich.
    Hoffen wir mal, dass die Beiden im Haus Ca´more glücklich werden. Ich traue Matteo leider immer noch nicht.


    Den Vergangenheitsteil fand ich ja richtig furchtbar. Was waren Rosaria und ihre Schwiegermutter doch für Menschen??
    Lassen Arturo im Glauben, dass er Schuld am Tod des kleinen Jungen ist und bringen den Kleinen in das Irrenhaus.
    Und wie sie ihrem Hund umbringt, nur damit sie etwas in die Kiste packen kann.. das hat mich richtig gegruselt.
    Aber noch gruseliger fand ich, wie die beiden Frauen im Auto gelacht haben, als sie den Kleinen in die Irrenanstalt gefahren haben, da hatte ich richtig Gänsehaut


    Dass Arturo nicht der Vater des Kleinen war, hat mich zwar überrascht, aber fast habe ich mir so etwas gedacht, man hat nie etwas über ein leidenschaftliches Verhältnis gelesen, immer nur, dass er ihr vorgelesen hat, ihr Lesen und Schreiben beigebracht hat.


    Fast ein Wunder, dass Aldo (Volo) als Künstler aus dem Irrenhaus entlassen wurde. Die Interpretationen der Druckplatten fand ich richtig toll, ich hätte die Bilder gerne einmal gesehen.


    Insgesamt hat mir das Lesen des Buches sehr große Freude gemacht.
    Viele Rätsel und Familiengeheimnisse, unerwartete Wendungen, das gefällt mir beim Lesen sehr. Gut, dass mir das Ende in der Gegenwart nicht so gefallen hat, ist nebensächlich


  • Angeln war Matteo, das hätte ich nicht erwartet, ich dachte, dass Michele ihn irgendwie von dem Besuch abgehalten hatte oder sogar an Entführung hatte ich gedacht, aber doch nicht, dass der Typ angeln war.
    Dass er einen Brief geschrieben hatte, fand ich auch sehr seltsam, im Zeitalter von Handy und SMS, kann ich nicht verstehen, dass er einen Brief schreibt und ihn seiner Mutter, die ja nichts von Agnes hält, zum Verschicken gibt.
    Nein, sorry, das ist für mich nicht nachzuvollziehen.


    Es ist immerhin eine gute Entschuldigung und nicht überall hat man einen guten Handyempfang.



    Und das es zwischen den Beiden zum Happy End kommt, passt für mich auch nicht so richtig, Ich dachte nach dieser Ehe mit Hans, bräuchte sie etwas Zeit nur für sich.
    Hoffen wir mal, dass die Beiden im Haus Ca´more glücklich werden. Ich traue Matteo leider immer noch nicht.


    Matteo passt sicher besser zu Agnes als Hans.



    Den Vergangenheitsteil fand ich ja richtig furchtbar. Was waren Rosaria und ihre Schwiegermutter doch für Menschen??
    Lassen Arturo im Glauben, dass er Schuld am Tod des kleinen Jungen ist und bringen den Kleinen in das Irrenhaus.
    Und wie sie ihrem Hund umbringt, nur damit sie etwas in die Kiste packen kann.. das hat mich richtig gegruselt.
    Aber noch gruseliger fand ich, wie die beiden Frauen im Auto gelacht haben, als sie den Kleinen in die Irrenanstalt gefahren haben, da hatte ich richtig Gänsehaut


    Arturos Mutter hätte in dieses Irrenhaus gehört. Nach dem, was sie mit dem Hund gemacht hat, wäre das Grund genug gewesen. Wie konnten die beiden Frauen Arturo nur so quälen?




    Insgesamt hat mir das Lesen des Buches sehr große Freude gemacht.
    Viele Rätsel und Familiengeheimnisse, unerwartete Wendungen, das gefällt mir beim Lesen sehr. Gut, dass mir das Ende in der Gegenwart nicht so gefallen hat, ist nebensächlich


    Da kann ich mich nur anschließen! :winken:


  • Es ist immerhin eine gute Entschuldigung und nicht überall hat man einen guten Handyempfang.


    Ja bei Angeln hatte er sein Handy ja nicht dabei, aber er hätte ja vorher Bescheid sagen können oder eine SMS schicken, dann hätte Agnes doch gewusst, dass er weg ist.
    Mir war Matteo halt nicht sonderlich sympathisch und ich weiß nicht, ob er auf Dauer wirklich der treue, liebevolle Ehemann sein wird.

  • Jetzt habt ihr euch bis zum Schluss durch die lange Geschichte geackert, vielen Dank!


    Zuerst ein paar Notizen zu Kommentaren von euch:
    (ähäm, ihr seht dass sich der Technikdummtropf sogar mit dem Zitieren schwer tut - entweder markiert sich alles bau, oder gar nichts. Darum das händische Kopieren, enschuldigt bitte)



    "Den Vergangenheitsteil fand ich ja richtig furchtbar. Was waren Rosaria und ihre Schwiegermutter doch für Menschen??
    Lassen Arturo im Glauben, dass er Schuld am Tod des kleinen Jungen ist und bringen den Kleinen in das Irrenhaus.
    Und wie sie ihrem Hund umbringt, nur damit sie etwas in die Kiste packen kann.. das hat mich richtig gegruselt.
    Aber noch gruseliger fand ich, wie die beiden Frauen im Auto gelacht haben, als sie den Kleinen in die Irrenanstalt gefahren haben, da hatte ich richtig Gänsehaut"


    "Fast ein Wunder, dass Aldo (Volo) als Künstler aus dem Irrenhaus entlassen wurde. "


    Da ich immer versuche, möglichst real über Dinge zu schreiben, hatte ich eine benachbarte Psychiaterin gebeten, mir die Krankenakte von Aldo zu formulieren, wie es ein Mediziner tun würde.
    Wie Psychiater so sind, hat sie mir da sehr nett geholfen. Allerdings wurde ich bzw. wurden meine Figuren dafür richtig in die Mangel genommen. Warum, wieso, wie etc. hat der/die was getan? Und jede Figur und ihre Handlungen wurde untersucht und bestätigt oder als unglaubwürdig widerlegt. Das war wirklich unglaublich spannend für mich. Interessanterweise meinte die Psychiaterin, dass es sehr stimmig für Alfonsina sei, dass sie für das Verbrechen, das sie aus ihren verbogenen Moralvorstellungen heraus tut (um ihre Männer zu schützen und die Familienfassade zu wahren), ein großes Opfer bringt. Indem sie ihren heissgeliebten Hund tötet, bestraft sie unbewusst sich selbst. Sie nimmt sich das, was ihr am meisten weh tut. So wie sie Elisa das Kind nimmt und Arturo seine Liebe. Sie tut es also nicht nur aus Berechnung und um möglichst realistisch für Arturo einen gefüllten Sarg zu simulieren. Da hätte sie tatsächlich auch etwas anderes finden können.


    Auch hat die Psychiaterin mit mir abgeklopft, wie sich Aldo/Volo in San Servolo entwickeln hätte können, was er nach diesem Kindheitstrauma später für ein Erwachsener geworden wäre. "Ein zauseliger Waldschrat, der nicht gerne spricht, sondern sich lieber in seinen Farben versteckt. Aber kein Menschenfeind." Das war wirklich superspannend!


    Überhaupt war es ein unglaubliches berührendes Erlebnis auf San Servolo zu recherchieren... Die ansässige Historikerin hat mich durch Museum und die Anlagen geführt, dann haben wir im Archiv gmeinsam Agnes´ Recherche simuliert. Innerhalb weniger Minuten hatte ich die Krankenakte eines sechsjährigen Kindes, samt Foto in der Hand. Ich durfte sie sogar kopieren. Offensichtlich gab es zu der Zeit einige arme Eltern, die ihre Kinder in der Psychiatrie eingeliefert haben, um ihnen regelmäßiges Essen zu gewährleisten, ist das nicht furchtbar?


    Auch in der Jetzt-Handlung haben wir Matteo diskutiert. Die Fachfrau meinte, dass sich dieses versteckte Familiengeheimnis tatsächlich auf seine Beziehung Frauen gegenüber auswirken könnte. Da hat der schlaue Herr Rilke mit seiner Elegie schon lange vor Familienaufstellung und systemischer Beratung die Schreibfeder auf den Punkt gelegt! Ein Aufdecken und Erkennen der Verstrickungen könnte tatsächlich zu einer Veränderung in seinem Verhalten bewirken. Insofern bin ich sehr zuversichtlich, dass Matteo und Agnes eine gute, respektvolle Partnerschaft aufbauen werden. Nun ja, ganz und gar wird natürlich seine Sozialisierung als Mammone und italienischer Macho nicht zu verleugnen sein. Aber Agnes sollte jetzt wirklich genug Selbstbewusstsein bekommen haben, um ihre Grenzen zu ziehen, oder?


    Jetzt bin ich schon gespannt auf eure Abschlussgedanken und freue mich auch sehr über viele, viele Fragen zum Schreiben, zur Geschichte der Geschichte, zu den Recherchearbeiten und was euch noch alles so einfällt!


    Bis bald!

  • Das finde ich ja mal richtig interessant, dass du dich in diesen Fragen von einer Psychiaterin hast beraten lassen.
    Sehr interessant, die Erklärung des Verhaltens von Alfonsina bezüglich des Hundes.
    Und Eltern haben Kinder in die Psychiatrie gebracht? Wie schrecklich!

  • Das macht riesig Spaß, weil die Figuren auf einmal noch viel lebendiger werden. Man spricht ja dann über sie, wie über gute Bekannte. Bei meinem Kinderbuch, das im Herbst erscheint, habe ich das auch gemacht. Und auch da habe ich gemerkt, wie durch die Therapiestunde die ganze Geschichte und aller Reaktionen noch einmal viel eindeutiger werden.
    San Servolo ist nichts für schwache Nerven. All die Fotos von diesen armen Kindern. Ein schlimmes Problem war wohl auch Pellagra, das ist eine Mangelerscheinung durch einseitige Ernährung mit Maismehl, die sich auf das Gehirn auswirkt. Und ein Beispiel von einem 10-jährigen Jungen, der mehrmals in einem Jahr abgeliefert wurde, weil er "böse" zu seiner Stiefmutter war und auf ihre Erziehungsmethoden nicht positiv reagiert hätte, ist mir sehr nahe gegangen. Da läuft sofort ein Horror-Film im Kopf ab!

  • Ich muss erst einmal die ganzen Informationen bzw. Beiträge verarbeiten, bevor ich etwas Abschließendes schreiben kann. Aber mich würde eine Fortsetzung interessieren, in der es mehr um Volo geht. :winken:

    If I couldn&#039;t read, I couldn&#039;t live.&quot;<br /><br />Thelma Green

  • Ich hab das Buch auch am WE beendet, war allerdings noch nicht zum Posten gekommen, jetzt habt ihr mich alle überholt.


    Ich hab ja die ganze Zeit gerätselt, wo die Verbindung zwischen Volo und den Ereignissen damals liegt, auf die naheliegende Verbindung Aldo=Volo bin ich aber erst jetzt zum Schluss wirklich gekommen.


    Was für ein perfides Spiel, das die beiden Frauen da ausgeheckt haben. Lassen sie Arturo wirklich glauben, er hätte seinen eigenen Sohn getötet und "verscharrt".
    Und dass Elisa vor Kummer stirbt, ist ihnen auch völlig egal, hauptsache, die Familienehre bleibt gewahrt. Grässliche Weiber, alle beide!


    Aldo bzw. Volo hat Glück im Unglück gehabt, dass man ihm die Mal-Therapie angedeihen ließ.


    Am Ende fand ich den Vergangenheitsteil aber noch glaubwürdiger als die Gegenwart. Michele entpuppt sich als Ekel - dass er Hintergedanken dabei hatte, der unbekannten Agnes diesen Auftrag zu geben, hatte ich schon vermutet, aber am Ende erscheint mir das doch ein bisschen plump, dass er sie nur für sich gewinnen wollte.
    Mit Matteo bin ich das ganze Buch hindurch nicht so richtig warmgeworden und ich bin mir nicht sicher, ob sich Agnes mit ihm so verbessert ::) Obwohl, schlimmer als Hans wird schwierig ;D


  • Allerdings hätte es mich interessiert, ob Agnes sich wirklich von Hans scheiden lässt oder nicht.


    Ich hoffe doch!



    Dass Arturo nicht der Vater des Kleinen war, hat mich zwar überrascht, aber fast habe ich mir so etwas gedacht, man hat nie etwas über ein leidenschaftliches Verhältnis gelesen, immer nur, dass er ihr vorgelesen hat, ihr Lesen und Schreiben beigebracht hat.


    Ohja, das hab ich gerade beim Posten schon wieder verdrängt gehabt. Einfach nur schrecklich, dass Elisa zu allem anderen auch noch wiederholte Vergewaltigungen über sich ergehen lassen musste. Und seine Frau schaut einfach nur zu bzw. hält sich die Ohren zu :(
    Wie krass muss aber auch ein Mann drauf sein, der im Schlafzimmer der eigenen Ehefrau ein Dienstmädchen vergewaltigt?!


  • Überhaupt war es ein unglaubliches berührendes Erlebnis auf San Servolo zu recherchieren... Die ansässige Historikerin hat mich durch Museum und die Anlagen geführt, dann haben wir im Archiv gmeinsam Agnes´ Recherche simuliert. Innerhalb weniger Minuten hatte ich die Krankenakte eines sechsjährigen Kindes, samt Foto in der Hand. Ich durfte sie sogar kopieren. Offensichtlich gab es zu der Zeit einige arme Eltern, die ihre Kinder in der Psychiatrie eingeliefert haben, um ihnen regelmäßiges Essen zu gewährleisten, ist das nicht furchtbar?


    Schrecklich!
    Aber ich finde es toll, dass du so intensiv und auch vor Ort recherchierst. Ich finde, die Atmosphäre von San Servolo ist dir sehr gut gelungen (ich kenne die Anlage ja nicht, aber ich hatte beim lesen direkt so ein bedrücktes und trauriges Gefühl)

  • Ich habe den gestrigen Abend genutzt, um das Buch zu beenden. Ich hoffe mir ist keiner böse, wenn ich sage, dass bei mir der Funke nie so ganz übergesprungen ist.


    Aldo ist damals also nicht gestorben, sondern hat als Künstler Volo gelebt. Diesen Zusammenhang habe ich nie gesehen, sondern musste es erst lesen, um es zu verstehen. Aber einige meiner Mitleser waren da ja schlauer. Zudem hätte ich nie gedacht, dass Aldo nicht der Sohn von Arturo ist. Das war für mich eine richtige Überraschung. Wahrscheinlich habe ich da zu viel rein interpretiert.


    Agnes und Matteo sind für mich persönlich auch nur wieder so ein Paar auf Zeit und kein richtiges. Hat Agnes mit ihrem Hans nicht genug ins Klo gegriffen, muss sie das gleich wieder tun? Dieses positive Ende war für mich daher nicht sonderlich glaubhaft. Und wie in den anderen Abschnitten erwähnt, gab es für ich im ganzen Buch nicht einen Mann, der mir sonderlich sympathisch war, was ich ungemein schade finde.


    Meine Rezension werde ich dann wohl morgen schreiben und verbreiten.

    &quot;Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&quot; (H.M. Enzensberger)


  • Ja bei Angeln hatte er sein Handy ja nicht dabei, aber er hätte ja vorher Bescheid sagen können oder eine SMS schicken, dann hätte Agnes doch gewusst, dass er weg ist.
    Mir war Matteo halt nicht sonderlich sympathisch und ich weiß nicht, ob er auf Dauer wirklich der treue, liebevolle Ehemann sein wird.


    Musatecna ich bin vollends deiner Meinung. Matteo hat auf mich nie den Eindruck eines liebenswerten Kerls gemacht, den man eigentlich erwartet, wenn sich eine Frau verliebt. Und ich bin auch immer der Meinung: wer ein Mal betrügt, der tut dies immer wieder... :(

    &quot;Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&quot; (H.M. Enzensberger)

  • Dass Matteo angeln war, glaube ich ihm durchaus. Aber auch ich finde es merkwürdig, dass er einen Brief schreibt - mit dem Handy hätte er das schneller und effektiver machen können, das wäre dann auch angekommen. Selbst wenn die Mutter den Brief eingeworfen hätte, hätte er doch nicht sicherstellen können, dass sie die Absage zum Abendessen noch rechtzeitig bekommen wird.


    Ebenso bin ich nicht ganz einig mit Agnes, dass sie sich nun doch wieder auf den windigen Matteo einlässt. Ob sie da vom Regen in die Traufe kommen wird? Aber - schlimmer als Hans kann es wahrscheinlich echt nicht mehr werden.


    Zitat

    Den Vergangenheitsteil fand ich ja richtig furchtbar. Was waren Rosaria und ihre Schwiegermutter doch für Menschen??


    Leider ging der Plan ja nicht so ganz auf. Arturo hat sich ja nicht hingebungsvoll seiner Frau zugewandt sondern auch er hatte Depressionen und konnte mit dem Tod des Jungen nicht abschließen. Die beiden Frauen waren zwar sehr gut in der Ausführung des Planes, aber wie konnten sie erwarten, dass Arturo sich dann freudig seiner - bisher vernachlässigten - Frau zuwenden würde.


    Zitat

    Und wie sie ihrem Hund umbringt, nur damit sie etwas in die Kiste packen kann.. das hat mich richtig gegruselt.


    Das war die grausamste Stelle im ganzen Buch.


    Zitat

    Dass Arturo nicht der Vater des Kleinen war, hat mich zwar überrascht, aber fast habe ich mir so etwas gedacht, man hat nie etwas über ein leidenschaftliches Verhältnis gelesen, immer nur, dass er ihr vorgelesen hat, ihr Lesen und Schreiben beigebracht hat.


    Ja, an der Vaterschaft habe ich auch gezweifelt. Allerdings hatte ich eher den Bruder in Verdacht als seinen Vater.
    Aber dass die Mutter sich das nächtelang angehört hat, dass ihr Mann das Bett mit Elisa teilt, das kann ich nicht verstehen. Aber sie hätte ihm auch kein Loch in den Schädel schlagen können, denn er hat das Geld nach Hause gebracht.


    Ganz sicher ist so etwas zu dieser Zeit sehr oft vorgekommen - es ändert nichts daran, dass es widerlich ist. :'(


    Als Michele Agnes eröffnet hat, dass er die Pläne schon in der Schublade hat und er sie eigentlich nur engagiert hat um ihr näher zu kommen, hätte ich eine impulsivere Reaktion von Agnes erwartet.


    Zitat

    Insgesamt hat mir das Lesen des Buches sehr große Freude gemacht.
    Viele Rätsel und Familiengeheimnisse, unerwartete Wendungen, das gefällt mir beim Lesen sehr. Gut, dass mir das Ende in der Gegenwart nicht so gefallen hat, ist nebensächlich


    Hier schließe ich mich gerne an. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Der Handlungsstrang von Elisa sehr viel mehr als der von Agnes.


  • Ja, mir hat der Handlungsstrang in der Vergangenheit auch viel besser gefallen, er war auch viel spannender.
    In der Gegenwart haben mich auch etwas die Reaktionen von Agnes gestört.
    Nach dieser Ehe mit Hans dachte ich auch, dass sie sich beim nächsten Mann etwas anders verhält.
    Sowohl das Verhalten gegenüber Michele, sei es als sie im Restaurant "gekuschelt" hat, als auch bei seinem Geständnis, dass er sie nur nach Italien gelockt hatte, hat mich sehr überrascht und war für mich nicht so ganz nachzuvollziehen.
    Aber auch dass sie sich gleich so fest auf Matteo einlässt, konnte ich nicht verstehen.

  • Ich bin auch zwiegespalten, was die Männer in diesem Roman betrifft.


    Meine Rezension erfolgt auch in den nächsten Tagen. :winken:

    If I couldn&#039;t read, I couldn&#039;t live.&quot;<br /><br />Thelma Green

  • Ein altes Haus, Spuren, die in die Vergangenheit führen und Protagonisten, deren Schicksale eng damit verbunden sind.


    Die Architektin Agnes Behrend steht vor dem Scheitern ihrer Ehe, als sie den Auftrag bekommt, Pläne für ein altes Haus in Italien zu erstellen. Dort triff sie auf den Italiener Matteo, der sich als Gärtner der Ca More ausgibt. Auch der Auftraggeber, Michele, von Agnes, wird uns vorgestellt.


    Der Roman von Helen Abele führt uns auch in die Vergangenheit von Elisa und Arturo, die die Ca More als Treffpunkt wählen. Die Beiden führen eine unglückliche Ehe und führen dort ihr platonisches Verhältnis. Aber von wem ist das Kind, das Elisa bekommt. Dieser Sohn verschwindet eines Tages auf tragische Weise.


    Es lebt aber in diesen Gemäuern der Ca More weiter. Wie das erfahren wir im Verlaufe dieses Romans. Ich möchte aber an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Nur soviel, der Maler Volo spielt eine wichtige Rolle. Ich hätte noch gern etwas mehr über ihn erfahren, aber der Autorin standen das Paar Elisa und Arturo sowie Agnes und Matteo im Vordergrund. Etwas überflüssig fand ich die ganzen Liebesverwicklungen in der heutigen Zeit zwischen Agnes und Matteo, ihrem Auftraggeber und die Zwistigkeiten mit ihrem Ehemann Hans, auch wenn sie irgendwie wichtig für die Entwicklung der Protagonisten sind.


    So ganz anfreunden konnte ich mich auch nicht mit den Männern in diesem Roman im alllgemeinen. Der Mann von Elisa, mit dem sie zwangsverheiratet wurde, ist ein Unsympath, wie er im Buche steht und spielt ihr auf grausame Art und Weise mit. Von Arturo hätte ich mir gewünscht, dass er sich offen zu Elisa bekennt, aber er kann sich nicht gegen seine Frau und Schwiegermutter durchsetzen. Diese Beiden schmieden einen perfiden Plan, um Arturo an seine Frau zu binden.


    Matteo, der sich in Agnes verliebt, ist ein Draufgänger und Frauenheld, der sich nach meinem Eindruck nicht viel verändert hat. Ob die Beiden miteinander glücklichl werden. Bei ihrem Ehemann Hans zu bleiben, erscheint mir aber auch keine Option, dazu hat er sie in ihrer Ehe doch zu sehr gegängelt.


    Einzig und allein der Maler Volo erscheint mir irgendwie authentisch. Obwohl er in diesem Irrenhaus, das in dem Roman erwähnt wird, Schreckliches mitgemacht hat, geht er seinen Weg.


    Mit dem Roman Das Haus hinter dem Maulbeerbaum, zeichnet uns die Autorin Helen Abele ein Sittengemälde der damaligen und heutigen Zeit.


    P. S. Mit diesem Beitrag habe ich zwar meine Rezension vorweg genommen, aber ich hoffe, das ist in Ordnung so.

    If I couldn&#039;t read, I couldn&#039;t live.&quot;<br /><br />Thelma Green