01 - Seite 7 bis 90 (Prolog bis Buch 1, Kapitel 9)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Lieber Tom, liebe Mitleser/innen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Kalypto" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Autor Tom Jacuba, der uns hier zum ersten Mal begleitet - schön, dass Du dabei bist!


    Ihr dürft den Autor duzen.


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die Ausführungen zur Netiquette durch.
    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren!



    Hier könnt ihr zum Inhalt von Seite 7 bis 90 (Prolog bis Buch 1, Kapitel 9) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Juhu, es geht los!


    Ich habe die ersten 9 Kapitel beendet und finde mich so langsam in die Welt hinein.
    Schön finde ich die Karten auf den Innenseiten der Klappen. Noch schöner hätte ich ein Namensverzeichnis oder sogar ein Glossar gefunden, denn es gibt ja hier einige neue Personen und Begriffe auf den ersten Seiten. Das ist zwar in den meisten Fantasywelten erst einmal so, aber ich finde eine Stelle zum Nachgucken da ja wirklich nicht schlecht.


    Aber nun mal zum Inhalt. Der Prolog klingt erst sehr rätselhaft, wie Prologe das meist so an sich haben. Aber der Zusammenhang erklärt sich dann recht schnell.


    Wir haben, wenn ich das richtig erfasst habe, 3 Handlungsstränge.
    Catolis, die mir auf den ersten Seiten noch recht sympathisch war, deren Ziele und vor allem Vorgehensweise mich dann aber schnell schaudern ließen :o Die geht ja im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen! Mit diesem Inselvolk hat sie wohl einen guten Griff für den Anfang getan, aber das genügt ihr nicht und gegen Ende des Abschnitts erfahren wir, dass ihre neuen Untertanen wohl schon ausschwärmen, das Ziel ist ja schließlich die ganze Welt. Wie sie darauf kommt, dass das so geschehen muss, und was es alles mit dem Ersten Morgenlicht auf sich hat, ist mir noch nicht so recht klar, aber wir sind ja noch am Anfang.


    In dem Handlungsstrang um Vogler dachte ich erst, er sei die Hauptfigur, aber das kommt dann wohl seinem Sohn Lasnic zu. Diese Geburtsbeschreibung war ja auch sehr speziell. Andererseits, auch heute sind ja Wassergeburten sehr "in", nur dieses festgeschnallt-sein der Mutter fand ich befremdlich.
    Der Angriff der Riesenwelse genau im Moment, als alles gutgegangen zu sein scheint, ist natürlich sehr dramatisch! Die arme Frau. Aber warum haben die Welse Abstand gehalten und sich den Säugling nicht geschnappt? Ist an Lasnic irgendetwas besonderes? Scheint auf jeden Fall so.
    Seine Tobsuchtsanfälle sind erschreckend, er verliert da ja völlig die Kontrolle über sich. Es kann aber auch nicht gut sein, dass sowohl sein Vater als auch er seit Jahren von den beiden Wettermännern mit irgendwelchen Tränken versorgt werden.
    Vogler ist nun tot, aber wie ist er gestorben? Was hat es mit diesem Ring auf sich? Das blaue Leuchten deutet auf das Erste Morgenlicht hin, oder nicht? Wie ist Vogler an diesen Ring gekommen? Hat er ihnen einem der drei anderen Magier abgenommen? Catolis lässt sich wohl sicher nichts einfach so wegnehmen ;)


    Der dritte Handlungsstrang gefällt mir auch. Ayrin ist mir sympathisch. Warum ist aber ihre Mutter so vor der Zeit gealtert und dem Wahnsinn verfallen? Hatte es wirklich mit ihrer Schwangerschaft zu tun? Wer ist der Vater von Lauka? Diese ist ja ein grässliches Kind. Obwohl man ihr anscheinend nicht alles durchgehen lässt, wirkt sie total verzogen und arrogant. Schreckliches Gör! Ich kann Ayrins Abneigung nachvollziehen, immerhin macht sie sie für den Tod der Mutter verantwortlich, aber darüber hinaus konnte ich bisher an Lauka auch echt nichts Liebenswertes feststellen. Das bietet also sicher noch Raum für Konflikte zwischen den Halbschwestern.
    Aber auch an ihrem Reich sind Catolis' Kämpfer schon aufgetaucht, zumindest gehe ich davon aus.


    Ich bin gespannt, wie das nun weitergeht. Müssen sich die verschiedenen Völker zusammenschließen, um Catolis etwas
    entgegensetzen zu können? Werden sich so Ayrin und Lasnic begegnen?


    Da es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt, gehe ich davon aus, dass hier noch nicht alle Fragen beantwortet werden, aber ich bin extrem gespannt, wie es weitergeht!

  • Hallo an alle, endlich kann es losgehen!
    Die Karte finde ich auch richtig gut und sie sieht super hübsch aus. Nach diesem Abschnitt hab ich gleich noch mal geschaut, wo unsere drei Handlungsstränge denn stattfinden. Übrigens bin ich schon ganz gespannt, wo wir denn Kalypto finden, das ja momentan nur „irgendwo“ ist. Ich denke, im großen Ozean wäre noch Platz für ein weiteres Reich. ;)


    Mir gefällt es sehr gut, wenn Fantasy-Romane gleich so komplex anfangen. Wir werden hier ja in drei völlig unterschiedliche Völker geworfen, bei denen es gleich turbulent losgeht. Eins haben sie gemeinsam: Die Leute sterben weg wie die Fliegen… Ansonsten scheinen die Bräuche und die Kultur sehr unterschiedlich zu sein und das gefällt mir richtig gut. Ich freu mich, wenn man als Leser so vielseitige Völker kennenlernen darf.


    Catolis fand ich, wie Dani auch, zunächst total interessant und sympathisch und dann hat sie sich plötzlich zur totalen Tyrannin entwickelt. Aber wer weiß, was es genau mit diesem Wettkampf auf sich hat, den die vier Magierinnen ausfechten müssen. Anscheinend müssen sie Völker aufspüren und dann gewinnt das beste? Ich bin gespannt, das wird bestimmt noch interessant (und blutig).


    Der arme Lasnic. Es ist schwer vorstellbar beide Elternteile schon so früh zu verlieren, da sind seine Wutausbrüche schon fast nachvollziehbar. Anscheinend aber kümmern sich die anderen Leute des Dorfes aber gut um ihn, vielleicht schafft er es bald, sich wieder geborgen zu fühlen? Auf jeden Fall scheint er aber ein besonderer Junge zu sein. Besonders in Fantasy-Settings glaube ich nicht an Zufälle. ;) Erst die schwere Geburt, dann der Angriff der Welse und ihr Zögern, das Baby anzugreifen, obwohl sie der Mutter ja schon längst das Bein abgebissen haben (brrrr!). Und dann der Ring. Hatte Vogler vielleicht sogar gezielt danach gesucht? Wusste er irgendwas? Angeblich lässt dieser Trank einen ja Dinge sehen, aber ich wäre mir da nicht so sicher, ob die echt oder nur Halluzinationen sind.


    Ayrin ist auch ein sehr interessantes junges Mädchen mit einem ähnlich traurigen Schicksal wie Lasnic (ob die beiden sich irgendwann mal gegenseitig trösten werden? ;)). Irgendwie ist es schon nachvollziehbar, dass sie ihre Halbschwester für den Tod ihrer Mutter verantwortlich macht, aber ich fand ihren Hass schon ganz schön extrem. Als Achtjährige mag man das noch so sehen, aber ein wenig hatte ich gehofft, dass sie mit der Zeit ein wenig mehr.. nachdenkt? Aber Lauka hilft ehrlich gesagt auch kein Stück. So innerlich hässliche Menschen trifft man selten. „Ayrin stirbt hoffentlich vor mir und dann bin ich Königin“, so was denkt doch ein normales Kind kaum von allein? Und warum wird die nicht mal ordentlich erzogen? Bei Ayrin scheint das doch auch zu klappen.

  • Ich bin auch gut in der Geschichte angekommen. Anfangs fand ich es etwas schwierig, weil direkt so viel Fremdartiges und einige Handlungsstränge da waren, aber das hat sich gelegt.


    Das Waldvolk finde ich faszinierend. Ihre Bräuche und der Zusammenhalt sind wirklich gut. Aber sie müssen dort ja mit einigen Gefahren leben. Diese riesigen Schlammwelse mag ich mir kaum vorstellen. Warum aber haben sie sich nicht an das Baby getraut? Lasnic hat vielleicht eine starke, abschreckende Aura und/oder er ist wichtig für die Welt, so dass die komplette Natur Respekt vor ihm hat. Der Klappentext lässt ja schon so einiges erahnen. Das er manchmal durchdreht, wundert mich überhaupt nicht. Er hat schon so einiges erlebt, Mutter und Vater verloren, seine Wurzeln. Das muss schlimm sein!


    Derzeit grübele ich auch noch über die schreckliche Lauka. Sie kommt mir manchmal in den Beschreibungen schon so berechnend und damit erwachsen vor. Ist das also wirklich nur eine kindliche Träumerei, einmal Königin zu werden? Bei der Geschichte wäre ja alles möglich.... der Vater unbekannt, eine Horrorschwangerschaft und der Tod der Königin durch ihre Geburt. Ich werde das Gefühl nicht los, dass da Größeres dahinter steckt. Diese Magier des Morgenlichts haben doch sicher alle Möglichkeiten. Vielleicht auch eine Wiedergeburt im Körper eines Kindes direkt hinein in eine Königsfamilie?


    Womit wir bei den Magiern wären. Den Handlungsstrang um Catolis mag ich am wenigsten. Sie ist so durchtrieben böse und scheinbar auch geführt von Rache, da sie schon einmal aufgeben musste. Man kann ein neues Reich doch auch in einer Gemeinschaft aufbauen und alle Stärken versammeln statt sich zu bekriegen wie Schachfiguren auf dem Spielbrett. Frustrierend!


    :winken:

  • Zitat von Dani

    Wie sie darauf kommt, dass das so geschehen muss, und was es alles mit dem Ersten Morgenlicht auf sich hat, ist mir noch nicht so recht klar, aber wir sind ja noch am Anfang.


    Ich bin schon auf das erste Gespräch zwischen den erwachten Magiern im Morgenlicht gespannt, falls wir davon lesen dürfen. Vielleicht macht das etwas schlauer, was die Pläne angeht.


    Zitat von Dani

    Diese Geburtsbeschreibung war ja auch sehr speziell. Andererseits, auch heute sind ja Wassergeburten sehr "in", nur dieses festgeschnallt-sein der Mutter fand ich befremdlich.


    Wobei warmes Wasser da sicherlich viel angenehmer ist, als so ein Fluss mit allerlei Getier darin. Mich hat es geschüttelt! Aber sie nehmen ihr Bräuche sehr ernst und vielleicht ist Lasnic genau dadurch etwas Besonderes. Diese Geburt soll ja einen starken Jäger oder fruchtbare Mutter hervorbringen.


    Zitat von Dani

    Müssen sich die verschiedenen Völker zusammenschließen, um Catolis etwas
    entgegensetzen zu können? Werden sich so Ayrin und Lasnic begegnen?


    Daran habe ich auch schon gedacht. Die zwei würden sicher gut zusammen passen und haben schon einige Gemeinsamkeiten. Ich denke, dass es durchaus bereichernd sein kann. Für Ayrin ein Beschützer und für Lasnic eine starke Persönlichkeit, die ihm über seine Ausbrüche hilft. :popcorn:


    Zitat von Piranhapudel

    Aber wer weiß, was es genau mit diesem Wettkampf auf sich hat, den die vier Magierinnen ausfechten müssen. Anscheinend müssen sie Völker aufspüren und dann gewinnt das beste? Ich bin gespannt, das wird bestimmt noch interessant (und blutig).


    Und damit gehen doch zwangsläufig auch die Magier aufeinander los, oder? Catolis scheint mir eher so, als wolle sie unbedingt gewinnen. Nach einer gemeinsamen Sache der Magier um ein neues Reich zu gründen, sieht das nicht aus. Aber wir wissen ja auch noch nichts von den anderen, ich bin gespannt.


    Zitat von Piranhapudel

    Und dann der Ring. Hatte Vogler vielleicht sogar gezielt danach gesucht? Wusste er irgendwas? Angeblich lässt dieser Trank einen ja Dinge sehen, aber ich wäre mir da nicht so sicher, ob die echt oder nur Halluzinationen sind.


    Ach ja, der Ring! Ich vermute, dass er das Instrument ist, was ihn in Catolis Arme laufen lässt. Durch Zeichen darauf oder ähnliches. Wurde nicht auch ein blauer Glanz erwähnt? Sie kann ihn damit locken und er wird kommen, da er den Tod seines Vaters aufklären will. Und dann schnappt die Falle zu. Vielleicht verleitet dieser Ring auch zu seinen Ausbrüchen. So ein Schaaatz Ring kann ja böse sein. ;D

  • Ich hatte es gar nicht so verstanden, dass die Magier und ihre Völker zwingend aufeinander losgehen. Es scheint mir eher so, dass sie eben das stärkste Volk suchen, und im Zweifel gibts da natürlich Kämpfe, um herauszufinden, welches das beste ist. Aber die Magier an sich sind ja alle auf derselben Seite, schicken halt "nur" ihre Kämpfer/Völker in den Auswahlprozess.
    Und dieses stärkste Volk, das da nach dem Ausleseprozess übrigbleibt, dient dann zu... wasauchimmer das Erste Morgenlicht bezweckt, da blick ich noch nicht durch.

  • Erstmal ein liebes Hallo in due Runde :winken: Ich bin schon sehr auf dieses Buch gespannt, was es uns alles zu bieten hat :)


    Zuerst möchte ich die Karte loben, die finde ich echt hilfreich und ich habe sie auch schon das ein oder andere Mal zu Rate gezogen und geschaut, wo wir uns denn nun eigentlich befinden :) Manchmal hätte ich mir auch ein Personenverzeichnis gewünscht, besonders zu Beginn ist es nicht immer einfach :-[
    Der erste Abschnitt ist schonmal so richtig schön kryptisch..Man muss sich wirklich erstmal in dieser neuen und zugleich fremden Welt zurechtfinden - aber wenn man sich erstmal an die Örtlichkeiten gewöhnt hat, dann lässt sich das Buch flüssig lesen :)
    In dem ersten Abschnitt wird die Geschichte aus drei Perspektiven erzählt - wer weiß, ob im Verlaufe des Buches noch weitere hinzukommen ;) Ich möchte es auf jeden Fall mal nicht ausschließen
    Der Prolog macht neugierig, man würde gerne wissen, worum es eigentlich geht und die Antwort lässt auch nicht allzu lange auf sich warten..Man lernt Catolis und ihre Mission kennen - im ersten Moment fand ich sie eigentlich recht sympathisch, ihre Art und wie sie lernen muss, mit der neuen Aufgabe umzugehen..doch dann lernt man sie später nochmal besser kennen - sie geht wirklich über Leichen..worauf dieses Völkerzusammenrotten hinausgeht, da kann man ja anhand des Klappentextes schon ein bisschen spekulieren..ich bin mir echt nicht mehr sicher, was ich von ihr halten soll - bzw. von ihrem Volk, dass sie die anderen Völker versklaven wollen und sich dafür ein starkes anderes Volk aussuchen..auch würde mich interessieren, wo die anderen hin sind und was sie so alles finden..
    dann lernen wir auch noch das Waldvolk kennen - einerseits finde ich dieses recht interessant, auch wie sie Leben; aber andererseits bin ich mit diesem Völkchen noch nicht richtig warm geworden - sie wirken wirklich noch ziemlich fremd auf mich - mit ihren Sitten und ihrem Glauben, ihrer Lebensweise und auch allgemein..die Geburt von Lasnic war wirklich spektakulär. Und auch ich habe mich gefragt, ob er etwas besonderes ist - schließlich wurde er verschont. Und dann verliert er auch noch seinen Vater..Was es wohl mit dem Schmuckstück auf sich hat? Welche Bedeutung hat dieser? Und dann diese Tobsuchtsanfälle - ob da auch mehr dahinter steckt?
    Und dann lernen wir noch das Volk in Garona kennen. Ich muss sagen, dass mir dieser Erzählstrang bisher am besten gefällt. Ayrin wirkt auf mich recht sypmathisch und auch das Völkchen drumherum - der Harlekin und die anderen Frauen um sie herum..Ayrins Halbschwester Lauka ist mir persönlich auch nicht wirklich sympathisch und dem restlichen Volk scheint es wohl nicht unähnlich zu gehen - eine richtig arrogante Zicke..Wie es hier wohl weitergehen wird?
    Allgemein bietet der erste Abschnitt schon einiges an Potential und interessante Charaktere mit unterschiedlichen Welten..ich bin gespannt, wie es weitergeht :lesen:

  • Ihr habt den ersten Teil schon gelesen? Dann seid ihr wirklich flott unterwegs in meiner Erzählung. Das spricht zumindest mal nicht gegen sie.


    Mit Erleichterung lese ich, dass Ihr im Großen und Ganzen „gut angekommen“ seid in der Geschichte von Lasnic, Ayrin und den Magiern von Kalypto. „Anfangs fand ich es etwas schwierig, weil direkt so viel Fremdartiges und einige Handlungsstränge da waren“, schreibst Du, Kati, und tatsächlich ist es für mich als Schreiber eine echte Gratwanderung, bei einem Einstieg in einen Roman einerseits möglichst wenig zu verwirren und andererseits den Hunger nach Geheimnis und Komplexität zu stillen, den ja viele Fantasyleser hegen, und den auch Du, Piranhapudel, offensichtlich schätzt. Ich mag das auch, wenn der Anfang „schonmal so richtig schön kryptisch“ ist, wie Du, Mine_Bue, schreibst, und muss mich immer ein wenig zügeln, um meine Leser nicht mit allzu vielen Rätseln zu traktieren.
    Kurz: Auch in dieser Hinsicht bin ich noch ein Lernender. Im Grunde ist jeder Bucheinstieg immer noch eine Herausforderung für mich, es diesmal besser, ja richtig gut zu machen.


    Stellt Euch vor: Ich hatte ein Personenverzeichnis geplant – wohl aus oben angedeuteten Gründen – und sogar schon geschrieben. Doch meine Kolleginnen – meine Lektorin in Berlin und die Dame, die das Kalypto-Projekt im Kölner Verlagshaus betreut – mögen es wie Piranhapudel und Mine_Bue eher geheimnisvoll und schlugen vor, das Verzeichnis wieder aus dem Manuskript zu nehmen. Ihr Argument: Es würde zu viel vorwegnehmen und verraten. Und ich habe mich überzeugen lassen.


    Kein Grund natürlich, die Idee für den zweiten Band nicht noch einmal ins Gespräch zu bringen. Und auch Deine Idee, Dani, für ein Glossar, werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen.


    Tja – „die schreckliche Lauka“ … Ich schreibe ja längst an Band Zwei und lerne Ayrins kleine Schwester immer besser kennen. O weh, wenn Ihr wüsstet! Doch erst einmal kein weiteres Wort zu Lauka.


    Und Catolis? Was soll ich sagen? Ich mag sie sehr und bedaure es fast, dass sie so tief in diese zerstörerische Magier-Doktrin von Kalypto verstrickt ist. Doch wie alle Hauptfiguren und die wichtigsten Nebenfiguren hat auch sie einen weiten Weg vor sich. Ich fürchte allerdings, Catolis‘ Weg müsste besonders weit und hart sein, um aus dieser Verstrickung jemals wieder heraus zu finden.


    Alle Fragen werden wirklich noch nicht beantwortet, da hast Du recht, Dani, und als Schreiber lese ich extrem gern Sätze wie: „Ich bin extrem gespannt, wie es weitergeht!“
    Ich freue mich schon auf Eure nächsten Statements und reibe mir innerlich die Hände, wenn ich mir vorstelle, wie Ihr bald ins zweite Buch eintauchen werdet.


    Eine Bitte: Hat mir jemand den Link zu der Seite, auf der man allgemeine Fragen an mich loswerden kann? Die Seite ist mir verloren gegangen.


    Allen einen guten Start in die Woche!


  • Eine Bitte: Hat mir jemand den Link zu der Seite, auf der man allgemeine Fragen an mich loswerden kann? Die Seite ist mir verloren gegangen.


    Du findest alle Threads zu deiner Runde hier im [url=http://www.leserunden.de/index.php/board,901.0.html]Unterforum[/url]


  • Stellt Euch vor: Ich hatte ein Personenverzeichnis geplant – wohl aus oben angedeuteten Gründen – und sogar schon geschrieben. Doch meine Kolleginnen – meine Lektorin in Berlin und die Dame, die das Kalypto-Projekt im Kölner Verlagshaus betreut – mögen es wie Piranhapudel und Mine_Bue eher geheimnisvoll und schlugen vor, das Verzeichnis wieder aus dem Manuskript zu nehmen. Ihr Argument: Es würde zu viel vorwegnehmen und verraten. Und ich habe mich überzeugen lassen.


    Es bleibt ja immer noch jedem Leser selbst überlassen, sich das anzuschauen. In vielen Büchern ist es ja auch hinten eingefügt, so dass man es wirklich nur sieht, wenn man danach sucht.


  • Stellt Euch vor: Ich hatte ein Personenverzeichnis geplant – wohl aus oben angedeuteten Gründen – und sogar schon geschrieben. Doch meine Kolleginnen – meine Lektorin in Berlin und die Dame, die das Kalypto-Projekt im Kölner Verlagshaus betreut – mögen es wie Piranhapudel und Mine_Bue eher geheimnisvoll und schlugen vor, das Verzeichnis wieder aus dem Manuskript zu nehmen. Ihr Argument: Es würde zu viel vorwegnehmen und verraten. Und ich habe mich überzeugen lassen.


    Also ich habe direkt ans Ende des Buches geblättert und nach einem Verzeichnis gesucht. Aber die Damen haben natürlich Recht. Wenn man es nicht spoilerfrei umschreiben kann, ist es besser, sich von der Geschichte treiben zu lassen. :)

  • LICHT... sehe ich nun langsam auch, gebe aber zu, dass ich beim Prolog noch im Dunkeln getappt bin, was Sache sein wird. Ein wenig heller wurde es später: Danach ist Kalypto ein (angeblich vollkommenes) Reich gewesen, das einst mächtig war, sich die Welt untertan gemacht hatte, dann aber unterging. Wenn ich es richtig deute, ist Catolis als Erste Magierinfürstin nun dafür zuständig, ein Volk zu finden, das sich knechten lässt und damit ihr zu Willen ist, damit Kalypto neu entstehen kann. Ziel ist also die Macht über die Welt. Scheinbar mit allen Mitteln...


    Wir lernen die Waldmenschen kennen. Dass es dann in der Waldsiedlung so heftig wird und auch traurig, hat mich betrübt. Als Mutter, die selbst 19 Stunden in den Wehen lag, leide ich bei Gebärenden immer besonders mit. Und dass Voglers Frau dann nach der qualvollen Geburt getötet wird, ist heftig. Aber zumindest das Kind überlebt. Dann verliert Lasnic auch noch seinen Vater. Das kann nicht ohne Folgen für seine Seele an ihm vorüberziehen. Ich erkläre mir so seine Anfälle von Raserei und Jähzorn.


    Ich vermute, Vogler ist getötet worden. Vielleicht hat er etwas entdeckt, was geheim bleiben sollte. Warum lag der Ring in seinem Mund?


    Arga mag ich, und ich finde gut, dass Lasnic in ihr eine aufrichtige Freundin zu haben scheint, die mit seinem Jähzorn umgehen und die ihn auffangen kann.


    Irgendiwe ist im ersten Abschnitt Sterben angesagt. Denn die kleine Ayrin verliert ebenfalls früh ihre Mutter, die einst eine gütige und schöne Frau gewesen ist. Die Formulierung... "Nach sechs Wintern dann musste sie lernen, dass jeder Ebene ein Abhang folgte und niemand sein Leben lang nur aus dem Becher des Glücks schlürfen durfte." (Seite 27)... finde ich in diesem Zusammenhang sehr treffend. Ayrin hat mir leid getan.


    Jedenfalls kann ich mir die Veränderung von Belice nur so erklären, dass das Kind in ihrem Leib - Lauka - der Grund dafür ist. Allerdings meine ich, dass Belice gar nicht mitbekommt, was sie sagt und tut. Warum offenbart sie den Namen des Vaters nicht. Ist es jemand, der im Verborgenen agiert und sich deshalb nicht meldet? Interessant finde ich, dass es hier eine besondere Form der Partnerschaft und Vaterschaft gibt. Ist es richtig, dass eine Frau nicht an einen Partner gebunden ist?


    Dass Ayrin ihre Halbschwester von Anfang an hasst, macht mir ein bisschen Angst. Solche Gefühle in jungen Jahren können den Geist schon ziemlich vergiften. Allerdings präsentiert sich Lauka später auch nicht als Mädchen, das man sofort ins Herz schließen möchte. Sie erscheint mir sehr launisch, eigensinnig und überheblich. Sie sieht sich als Königin, ohne zu merken, dass sie damit gleichzeitig voraussetzt, dass Ayrin das nicht mehr ist...


    Gemocht habe ich die dicke Runja, die hörte ich richtig schnaufen beim Lesen. Hildrun ist zwar spröde, scheint aber ernsthaft und ehrlich auf das Wohl von Ayrin bedacht zu sein. Mauritz kann bei aller Freundlichkeit noch nicht richtig einschätzen. Ob es an seinen ständigen schlüpfrigen Witzen und Beleidigungen liegt?

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Mir gefällt es sehr gut, wenn Fantasy-Romane gleich so komplex anfangen. Wir werden hier ja in drei völlig unterschiedliche Völker geworfen, bei denen es gleich turbulent losgeht. Eins haben sie gemeinsam: Die Leute sterben weg wie die Fliegen… Ansonsten scheinen die Bräuche und die Kultur sehr unterschiedlich zu sein und das gefällt mir richtig gut. Ich freu mich, wenn man als Leser so vielseitige Völker kennenlernen darf.


    ...Ich bin gespannt, das wird bestimmt noch interessant (und blutig).


    Ja, erst mal wurde ordentlich gestorben. Nun haben wir zwei "Helden", die einen seelischen Knacks haben und sich wahrscheinlich in der Zukunft beweisen müssen. Ob sie wollen oder nicht. Zumindest bei Lasnic scheint das aber sehr fraglich.


    Ich hoffe, dass uns eine Atempause gegönnt wird, bevor es dann blutig weitergeht...

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Ich hatte es gar nicht so verstanden, dass die Magier und ihre Völker zwingend aufeinander losgehen. Es scheint mir eher so, dass sie eben das stärkste Volk suchen, und im Zweifel gibts da natürlich Kämpfe, um herauszufinden, welches das beste ist. Aber die Magier an sich sind ja alle auf derselben Seite, schicken halt "nur" ihre Kämpfer/Völker in den Auswahlprozess.
    Und dieses stärkste Volk, das da nach dem Ausleseprozess übrigbleibt, dient dann zu... wasauchimmer das Erste Morgenlicht bezweckt, da blick ich noch nicht durch.


    Ich denke nicht, dass Catolis das stärkste Volk sucht, sondern das Volk, das sie unterdrücken/versklaven kann, damit es ihr zu Willen ist. Wie es aussieht, scheint sie diesbezüglich erfolgreich gewesen zu sein. Wenn das Ziel die Weltherrschaft durch das Kalyptische Reich ist, vermute ich darin den ersten Schritt. Und die anderen drei Magier sind an anderer Stelle auf ihrem Weg, auf ihre Weise die Erschaffung von Kalypto vorzubereiten. "Der Meister des Willens sollte nach Osten ziehen, der Meister des Lichts nach Westen, die Meisterin des Lebens noch weiter hinauf nach Norden, und sie selbst, Catolis, die Großmeisterin der Zeit, wollte nach Süden aufbrechen." (Seite 35)

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Und Catolis? Was soll ich sagen? Ich mag sie sehr und bedaure es fast, dass sie so tief in diese zerstörerische Magier-Doktrin von Kalypto verstrickt ist. Doch wie alle Hauptfiguren und die wichtigsten Nebenfiguren hat auch sie einen weiten Weg vor sich. Ich fürchte allerdings, Catolis‘ Weg müsste besonders weit und hart sein, um aus dieser Verstrickung jemals wieder heraus zu finden.


    Catolis ist ein komplexer Charakter. Ich denke, sie ist von ihrer Aufgabe zunächst überrascht worden, hat sich dann aber hinein gefunden. Es wird bestimmt interessant, ihre Entwicklung zu verfolgen. Wahrscheinlich erleben wir noch einige Überraschungen.


    Bislang haben wir ja nur von Catolis' Weg erfahren und lediglich die anderen Meister "in Stellung gebracht", die von Catolis ausgewählt wurden. Ob sie alle in Einigkeit zusammenarbeiten, ist jetzt wahrscheinlich noch nicht abzuschätzen. Aber ich meine, dass hier auch Konfliktpotential und Gefahren auf die jungen Meister lauern. Warum sonst warnt der Wächter des Schlafes sie, sich davor zu hüten, den Irdischen zu nahe zu kommen? "Wer immer sich den Menschlichen in Freundschaft oder gar in Liebe verbindet, verleugnet seinen Meistergrad und muss scheitern. Und sterben." (Seite 35)

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Ich hatte auch den Eindruck, dass Catolis eher auf Unterdrückung aus ist. Vielleicht sucht sie nebenbei nach dem stärksten Volk bzw. kann ich mir vorstellen, dass sie sich ein Volk aussucht und es dann so formt, dass es das stärkste wird...


    Genau, ein Volk, das im Grunde für sie "durchs Feuer geht". Das sie zuvor mit ihren magischen Mitteln stark gemacht hat.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

  • Hallo :winken:


    Gleich im ersten Abschnitt wird man ja hineingeworfen in verschiedene Schauplätze und ich hatte Zweifel ob ich mir die ganzen Namen und Bezeichnungen merken kann. Am Ende hatte ich aber das Gefühl, dass man einen guten Einstieg bekommen hat. Einen Anhang bzw. ein Glossar zu den verschiedenen Völkern und Rängen innerhalb der Gesellschaften hätte ich mir gewünscht, da ich mir so etwas beim Lesen nicht merken kann und gerne zwischendurch nachschaue.


    Catolis war mir ganz am Anfang spontan sympathisch, was sich aber recht schnell legte. Ob Ihre Mitstreiter bei den anderen Völkern auch so vorgehen? Wahrscheinlich schon, denn es geht ja immerhin um ein neues Kalypto.


    Das Waldvolk ist sehr interessant. Die Geburt von Lasnic war unheimlich, als die Schlammwelse kamen und das Kind nicht anrührten, heftig dann die Beschreibung von der toten Mutter, die von den Welsen angefressen war :o. Lasnic muss etwas besonderes sein, sonst wäre er auch ein Opfer geworden. Seine Wutausbrüche kann ich nicht einordnen. Warum hatte Vogler den Ring im Mund? Vielleicht, um ihn vor etwas oder jemandem zu verbergen?


    Lauka ist einfach nur furchtbar, ob ihre negativen Ströme ihre Mutter schon in der Schwangerschaft gepeinigt und in den Wahnsinn getrieben haben?
    Ayrin macht einen starken Eindruck, sie verliert früh ihre Mutter und versucht, ihrer neuen Rolle gerecht zu werden.


    Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht :lesen:

    Liebe Grüße Claudia

    Einmal editiert, zuletzt von Delena ()


  • Catolis war mir ganz am Anfang spontan sympathisch, was sich aber recht schnell legte.


    Ja ;D Als sie erst die Möglichkeiten ihrer neuen Position begriffen hatte, waren ihr Sympathiepunkte plötzlich egal.


    Zitat von Delena

    Warum hatte Vogler den Ring im Mund? Vielleicht, um ihn vor etwas oder jemandem zu verbergen?


    Entweder das oder jemand hat ihn absichtlich dort platziert, damit er gefunden wird. Was auch immer damit zusammenhängt. :o

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen