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  • Hallo :winken: An dieser Stelle schon mal Danke für das gemeinsame Lesen und fürs Spekulieren. Es hat besonders viel Spaß gemacht über die Magier zu diskutieren. ;) Herzlichen Dank auch an Thomas für die Einblicke in die Entstehung und dass du uns so oft dazu gebracht hast, über Aspekte des Romans nachzudenken!


    Hier meine Meinung zum Buch:


    Nach einem jahrtausende langen Schlaf erwacht Catolis, Magierin des untergegangenen Reiches Kalypto, aus ihrem Schlaf und wird zur Meisterin der Zeit ernannt. In ihrer neuen Funktion weckt sie drei weitere Magier und zu viert machen sie sich in alle vier Himmelsrichtungen auf, um das perfekte Volk zu finden. Schnell wird klar, dass sie selbst nicht untätig bleiben, und wenn das Volk nicht gut genug ist, dann formen sie es eben entsprechend. Catolis schwingt sich zur obersten Priesterin in einem riesigen Inselreich auf und agiert als einzige Magierin recht offen an der Spitze eines Volkes. Bei ihr erleben wir die unendlichen und blutigen Eroberungszüge ihres Volkes.
    Die anderen Magier bleiben für den Leser und auch für die Völker lange Zeit im Verborgenen. Hier erleben wir die Kultur der Völker aus der Sicht von Lasnic, der in den Wäldern lebt, und von Ayrin, der Königin des Bergreiches Garona. Lasnic ist ein sehr impulsiver junger Mann und sehr naturverbunden. Nach mehreren schweren Schicksalsschlägen muss er ohne Eltern aufwachsen und erlebt ein wildes und gefährliches Abenteuer nach dem anderen. Auch Ayrin hatte es in ihrem Leben nie leicht: Bei der Geburt ihrer Halbschwester stirbt ihre Mutter, die Königin. Damit wird sie bereits in sehr jungen Jahren an die Spitze von Garona gestellt, das von Frauen beherrscht wird, und muss nicht nur die verhasste und zickige Halbschwester aushalten, sondern sich auch drohenden Gefahren eines sich aufschwingenden Inselreiches stellen.


    Mein Versuch das Grundthema dieses High Fantasy-Romans kurz *hust* zusammenzufassen, zeigt schon, wie komplex diese Geschichte ist. Und das ist einfach wunderbar! Schon durch die vielen Sichtweisen ist das Buch unglaublich vielseitig, weil wir drei ganz unterschiedliche Völker kennenlernen: Das naturverbundene Waldreich mit seinen speziellen Ritualen, das Bergreich Garona, in dem endlich mal starke weibliche Charaktere das Sagen haben, und das Inselreich, das Catolis sich ausgesucht hat. Dazu kommt noch die alles überspannende Gefahr durch die vier Magier, die nicht nur still und leise ihre Völker stärker machen wollen, sondern natürlich auch noch planen diese gegeneinander antreten zu lassen, bis nur noch eines übrig bleibt. Alle Völker sind damit, ohne dass sie es auch nur ein bisschen ahnen können, Spielbälle in einem großen Wettkampf. Und auch als Leser kann man das schnell vergessen, weil man beim Lesen einfach so tief ins Wald- und Bergreich und in die Kulturen der Völker eintauchen kann. Vor allem kann man sich nie sicher sein, welche Krisen gerade von sich aus Krisen sind und welche absichtlich von den Magiern hervorgerufen wurden. So bleibt es wirklich die ganze Zeit spannend und interessant.


    Der Schreibstil von Tom Jacuba ist sehr angenehm und schön zu lesen. Die vielen Personen wachsen dem Leser nicht über den Kopf, weil auch immer wieder mal deren Funktion oder Titel dazu genannt wird (“Kauzer, der Wettermann”), und man sie damit auf jeden Fall zuordnen kann. Auch die Beschreibung der verschiedenen Reiche und der Landschaften wird hier nicht langweilig, weil sie einfach etwas ganz besonderes und ziemlich interessant sind. Die wunderschöne Karte in der Klappe ist dann nebenbei auch noch praktisch. Dazu kommt, dass der Schreibstil den verschiedenen Charakteren angepasst ist und damit auch immer die verschiedenen Atmosphären spürbar sind. Lasnic ist sehr impulsiv und flucht andauernd, wohingegen Ayrin eher nüchtern und ruhig ist. So bleibt die Geschichte nicht nur durch die vielseitige und sehr komplex miteinander verknüpfte Handlung spannend, sondern auch durch den Stil.


    An dieser Stelle möchte ich euch nun noch zeigen, was ich gern in High Fantasy-Geschichten finde und in diesem Auftaktband auch gefunden habe: Komplexität und Vielseitigkeit sowohl im world building als auch in der Geschichte selbst (habe ich ja oben schon beschrieben) und dabei auch in gewisser Weise eine Welt, die man nicht schon mehrfach gesehen hat. Hier habe ich mich besonders über das Bergreich Garona gefreut, da dort auf eine sehr interessante Weise komplett die Frauen das Sagen haben, und auch über das Waldreich, bei dem es genau gegenteilig läuft — und jetzt stellt euch mal vor, was passiert, wenn Menschen beider Völker aufeinander treffen. ;) Dazu kommt noch, dass Tom Jacuba es mit detaillierten, aber nicht zu ausschweifenden Beschreibungen von Landschaften und Tierwesen schafft, all das vor dem inneren Auge Form annehmen zu lassen, obwohl es sich doch oft um Wesen handelt, die bei uns nicht existieren. Mein liebstes Tier war hier übrigens der Flussparder. Und als letztes freue ich mich immer wieder über ein interessantes Magiesystem und eine epische Quest mit viel Action. Die Form von Magie, die sich der Autor hier ausgedacht hat, sollte man meiner Meinung nach beim Lesen entdecken. Die epische Quest haben wir hier auf jeden Fall in dem Wettkampf der Magier und ich bin mir sicher, dass ihr beim Lesen entdecken werdet, welche Quests die einzelnen Protagonisten — mal mehr, mal weniger freiwillig — verfolgen könnten.


    “Kalypto: Die Herren der Wälder” ist ein wunderbarer Auftakt zu einer neuen High Fantasy-Reihe. Komplex, vielseitig und spannend. Mit sehr interessanten Völkern und Kulturen, die nur noch Spielbälle in einem großen Wettkampf zu sein scheinen, um das perfekte Volk für den Wiederaufbau des Reiches Kalypto zu finden.


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  • Dein Fazit, liebe Cindy, liest sich, als hätte das Buch Dir eine Menge Freude gemacht. Das wiederrum freut mich und ich sage "Danke!". Gute Woche und herzliche Grüße.

  • Seit tausenden von Jahren ruhen die Magier des Reiches Kalypto in einem tiefen Schlaf. Nun wurde die Magierin Catolis erweckt, um eine neue Ära einzuleiten. Sie und 3 von ihr ausgewählte Magier machen sich auf die Suche nach einem Volk, auf dessen Rücken die Wiederauferstehung von Kalypto erfolgen kann. Jeder wird seinen Favoriten ins Rennen schicken, doch am Ende kann es nur einen Sieger geben.


    Catolis selbst setzt sich als Hohepriesterin an die Spitze eines zähen und brutalen Inselvolks und formt es nach ihren Wünschen und Vorstellungen.


    Die anderen Völker lernen wir aus der Perspektive ihrer Mitglieder kennen. Im Waldvolk spielt ein junger Mann namens Lasnic eine wichtige Rolle, das Bergvolk von Garona wird von seiner jungen Königin Ayrin geleitet. Das vierte Volk spielt hier sowieso noch keine größere Rolle, dieses lernen wir wohl erst im zweiten Band kennen.


    Zu Beginn des Buches verlaufen die Handlungsstränge parallel und der Leser lernt langsam die verschiedenen Völker und Hauptfiguren kennen. Wie häufig in High Fantasy Romanen dauert es eine Zeit, bis man sich in die Welt hineinfindet. Die verschiedenen Völker und ihre Lebensräume sind ganz unterschiedlich, alle sind aber detailliert und phantasievoll beschrieben, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Ein kleines Glossar am Ende hätte ich trotzdem noch gut gefunden, ebenso ein Personenverzeichnis, denn es sind doch einige Figuren, die der Leser sich hier in den verschiedenen Reichen merken muss. Es gelingt aber auch ohne ganz gut, da die Figuren alle mit ihren Titeln und Eigenschaften ausführlich beschrieben werden. Viele der Nebenfiguren haben mir mit ihren kleinen Besonderheiten richtig gut gefallen.


    Die Handlung selbst lässt sich Zeit. Zu Begin der Geschichte sind die späteren Protagonisten gerade mal geboren oder noch Kinder. Erst nach und nach wird klar, wer hier welche Rolle spielt, wobei vieles auch bis zum Schluss hin rätselhaft bleibt, insbesondere die Personen der Magier. Aber das bringt eben auch Spannung in die Geschichte.


    Es handelt sich hier um den Auftaktband einer Trilogie, im Januar 2016 erscheint der zweite Teil "Kalypto. Die Magierin der tausend Inseln".


    Gegen Ende nimmt das Tempo immer mehr zu und erste Fragen werden beantwortet. Der Schluss ist kein Cliffhanger, sondern ein guter Zeitpunkt, um die Geschichte vorübergehend zu unterbrechen, aber dennoch die Spannung auf ihren Fortgang zu schüren. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht und werde die Geschichte auf jeden Fall weiterlesen!

  • Danke für Dein Fazit, Dani. Du scheinst keine Schwierigkeiten gehabt zu haben, Dich von der Geschichte mitziehen zu lassen. Gut so.
    Ich beende gerade das Erste Buch von Kalypto II. Ich habe das Gefühl, es liest sich - sogar ohne Kalypto I - flüssiger, als der erste Teil von "Herren der Wälder". Ich muss mich eher bemühen, wieder Tempo rauszunehmen - man kann ja nicht ständig atemlos einem Spannungsbogen hinterher jagen.


    Personenregister und Glossar habe ich an den Verlag weiter gegeben und werde beide Punkte zur gegebenen Zeit noch einmal auf die Tagesordnung setzen.
    Schönes Wochenende!
    Thomas

  • Hier nun auch meine Rezi:


    Mit dem Fantasy-Buch „Kalypto – Die Herren der Wälder“ hat der Autor Tom Jacuba einen gelungenen Auftakt zu einer wundervollen Reihe geschaffen. Bisher hatte ich von Tom Jacuba, der unter dem Namen Thomas Ziebula historische Romane schreibt, schon „Der Gaukler“ gelesen und war somit sehr auf sein neues Werk gespannt – und wurde dabei nicht enttäuscht.


    Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
    Der junge und impulsive Lasnic, Angehöriger des Waldvolks, kann es nicht glauben: Ausgerechnet er wurde von der Ratsversammlung zum Waldfürsten berufen! Kurzentschlossen packt er seine Sachen und flüchtet vor der Verantwortung, ohne zu ahnen, dass er in ein viel größeres Abenteuer hineinstolpert. Denn im Verborgenen naht eine Gefahr, die alle freien Völker bedroht: Die Magier des vor Jahrtausenden untergegangenen Reichs Kalypto sind wieder erwacht - und sie schicken vier Späher aus, um das Volk zu finden, das sich am besten zur Versklavung eignet.


    Zuerst möchte ich das Cover von „Kalypto“ loben. Dieses ist mir sofort aufgefallen und hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Ich finde die Gestaltung sehr ansprechend. Auch die beigefügte Karte hat mir gut gefallen und ich habe so öfters zur Orientierung benutzt. Besonders zu Beginn des Buches hätte ich mir ein Personenregister gewünscht. Am Anfang werden doch recht viele Personen mit teils außergewöhnlichen Namen eingeführt, an die man sich erst mal gewöhnen muss. Doch im Verlauf der Geschichte habe ich die einzelnen Charaktere auch auseinander halten können.
    Der Schreibstil von Tom Jacuba hat mir gut gefallen. Er hat einen klaren und einfachen Stil und Jacuba versteht es, mit wenigen Worten sehr viel auszudrücken. Auch ist eine hohe Bildgewalt erkennbar. Mit wenigen Worten wurden Landschaften oder auch Lebewesen beschrieben, sodass ich ein genaues Bild vor meinem geistigen Auge hatte. Jacuba schafft es auch, seinen Schreibstil an die verschiedenen Eigenarten der unterschiedlichen Völker oder auch Charakteren anzupassen. Dadurch wird der Eindruck der Unterschiede nochmal verstärkt. Der Spannungsbogen wird innerhalb des umfangreichen Buches permanent aufrecht erhalten. Es passieren unvorhersehbare Wendungen und man fiebert mit den einzelnen Charakteren mit, so packend ist der Verlauf der Geschichte.
    Der Buch „Kalypto – Die Herren der Wälder“ ist wunderbar vielseitig und komplex. Zu Beginn des Buches verlaufen drei Handlungsstränge parallel zueinander, die im Verlauf des Buches zueinander führen. So lernt man die einzelnen Völker und auch die Welt an sich kennen. Die Gestaltung der Welt hat mir wirklich sehr gut gefallen. Sie ist vielseitig und hat viele verschiedene Schichten, die man im Verlauf des Buches kennen lernt. Die Idee, die hinter diesem Buch steht, hat mir persönlich sehr gut gefallen und auch die Umsetzung ist gekonnt. Man fragt sich, was eigentlich hinter diesem Reich Kalypto steht – was es mit dem Prolog und somit auch mit den Magiern auf sich hat. Wie werden die einzelnen Völker darauf reagieren? Man lernt in diesem Buch die einzelnen Völker recht gut kennen – auch ihre Unterschiede zueinander. Da ist einerseits das Waldvolk, dieses ist ziemlich naturverbunden, hat seine eigenen Traditionen und Sitten. Auf der anderen Seite ist Garona – ein Volk, welches in den Bergen wohnt. Dort haben Frauen die stärkere und führende Position. Und nicht zu vergessen: das Volk der Tausend Inseln, unter denen Catolis – eine Magierin – lebt. Ein recht kriegerisches und machtdominantes Volk. Auch die Darstellung der Völker und ihrer Bewohner haben mir sehr gut gefallen. Sie sind beeindruckend beschrieben. Die Charaktere wirken vielseitig und realistisch. Sie sind komplex gehalten, haben ihre Stärken und Schwächen und auch sind sie nicht nur schwarz oder weiß gestaltet. In die Geschichte werden wunderbare fantastische Wesen eingearbeitet, die man so aus keinem anderen Fantasy- Buch kennt. Eine wirklich wunderbare Welt, die sich Tom Jacuba hier ausgedacht hat. Auf Grund der Komplexität und auch der Namen hatte ich zu Beginn meine Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Doch dies hat sich recht schnell wieder gegeben, sodass ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen konnte. Ich wurde von dieser für mich fremden Welt in einen Bann gezogen und wollte einfach nur noch wissen, wie es weitergeht. Auch die liebevoll dargestellten Nebencharaktere haben dazu beigetragen, dass ich das Buch lieben lernte. Sie haben dem Buch nochmal zusätzlich Leben eingehaucht.


    Mein Fazit ist, dass ich dieses Buch „Kalypto – Die Herren der Wälder“ trotz bestehender Anfangsschwierigkeiten dann nur noch schwer aus der Hand legen konnte. Dieses Buch ist ein vielseitiges und komplexes Fantasy-Werk, mit wundervollen Charakteren und einer gelungenen Umsetzung der Grundidee. Auf Grund der Startschwierigkeiten meinerseits vergebe ich wohlverdiente 4 Sterne. Auf die Fortsetzung, die für Januar 2016 angekündigt wurde, warte ich schon sehnsüchtig – ich muss einfach wissen, wie es weitergeht.



    diese werde ich natürlich auch verlinken:
    Amazon (http://www.amazon.de/review/R1…m?ie=UTF8&ASIN=3404207912)
    Lovelybooks (http://www.lovelybooks.de/auto…6-w/rezension/1158114402/)
    wasliestdu (http://wasliestdu.de/rezension…to-die-herren-der-waelder)


    Ich möchte mich für die tolle Leserunde und für die wirklich sehr gute Begleitung bedanken - es war sehr interessant, nochmal ein paar Hintergrundinfos - auch zum Entstehungsprozess - zu erhalten :)

  • Zum Buch:


    Das untergegangene Reich Kalypto steht kurz vor der Wiederauferstehung. Um ein möglichst perfektes Volk hierfür zu finden, begeben sich die Magierin Catolis und drei von ihr ausgewählte Magier auf die Suche.


    Ganz unterschiedliche Völker werden von den Magiern als potenzielle Bevölkerung des neuen Reiches ausgewählt.
    Catolis selbst formt als oberste Priesterin in Zusammenarbeit mit dem ihr ergebenen Krieger Zlatan ein Inselvolk nach ihren Vorstellungen. Auch ein Waldvolk mit dem jungen Jäger Lasnic und das von Frauen regierte Bergvolk von Garona unter der Leitung der Königin Ayrin sind im Blickpunkt der Magier. Wer von den Magiern sich in welcher Rolle unter die jeweiligen Völker mischt, bleibt lange im Dunkeln, ein Volk wird erst im nächsten Band offenbart.


    Meine Meinung:


    Der Roman „Kalypto“ spielt in einer vielfältigen, von Tom Jacuba detailliert beschriebenen Welt. Durch den wunderbaren Schreibstil findet man sich schnell in diese High-Fantasy-Geschichte hinein. Aufgrund der unterschiedlichen Völker und deren Rituale und Hierarchien wäre ein Personenregister bzw. ein Glossar schön gewesen, aber auch so hatte ich keine Probleme, der Geschichte zu folgen.


    Erzählt wird aus wechselnden Sichtweisen, so dass man sowohl die Beweggründe der Magier und deren Pläne als auch die Gefühle und Eindrücke der einzelnen Völker versteht. Der Roman beginnt mit detaillierten Beschreibungen der Lebensweisen, phantastischen Wesen, Beziehungen der Protagonisten und vielem mehr.
    Mit zunehmer Seitenzahl steigt das Tempo und auch die Spannung. Lediglich die Rolle von Catolis als Magierin wird dem Leser von Beginn an offenbart, wer in den anderen Völkern als Magier unterwegs ist, bleibt lange ungewiss.


    Es handelt sich hier um den Startband einer Trilogie, der einen schönen Abschluss hat und Lust macht, die Folgebände unbedingt lesen zu wollen, ich gehöre auf jeden Fall dazu.


    Die umfangreiche sehr phantasievolle Welt in „Kalypto“, die spannende Handlung und die liebevoll und detalliert beschriebenen Protagonisten in den Haupt- und Nebenrollen haben mir ein ganz tolles Lesevergnügen bereitet.


    Zur Leserunde:


    Vielen Dank an die Mitleserinnen und Mitleser, es hat riesig Spass gemacht. Danke auch an Tom für die tolle Begleitung und die vielen Hintergrundinformationen. Man liest sich, spätestens beim Folgeband :winken:

  • Tausende Jahre sind vergangen, seit das Reich Kalypto untergegangen ist. Die Magier zogen sich damals in einen Berg zurück und schliefen wartend auf eine Zeit, in der ein zweites Kalypto auferstehen kann. Vier von ihnen wurden nun geweckt, um eine wichtige Prüfung zu meistern. Sie werden in verschiedene Regionen der Welt entsandt. Jeder ist auf der Suche nach einem perfekten Volk, welches sie versklaven können. So entsteht schnell ein makaberer Wettstreit, der mit Magie auf dem Rücken von Unschuldigen ausgetragen wird.


    In den Wäldern um Stommfurt wurde Lasnic zum jungen Fürsten ernannt. Er verlor bereits früh seine Eltern und meistert sein hartes Leben als talentierter Jäger. Da er sich der Verantwortung nicht gewachsen fühlt, flüchtet er aus seiner Heimat und direkt in die Machenschaften der kalyptischen Magier.


    Auf der anderen Seite im fernen Garona haben die Frauen das Sagen. An ihrer Spitze herrscht Ayrin als Königin ohne engere Familie. Ihr bleibt nur die verhasste Halbschwester Lauka, bei deren Geburt ihre Mutter unter mysteriösen Umständen starb. Auch hier spürt man den Einfluss der Magier deutlich und schon bald kommt es zu furchtbaren Angriffen.


    Schnell mutet die Geschichte als grausames Spiel an, in der die Völker kaum eigene Möglichkeiten haben. Man fragt sich als Leser immer wieder, wie sie wohl ohne die Magier, die im Geheimen die Fäden ziehen, leben würden. Als Hauptcharakter auf der Seite der Kalypter treffen wir auf Catolis. Sie beherrscht ihre Rolle perfekt und ist eine Art Gottespriesterin für ihre Untertanen. Allerdings treibt sie auch die Neugier an, welche Fortschritte ihre Kollegen wohl machen.


    "Die Herren der Wälder" ist der erste Teil einer Trilogie. Tom Jacuba schreibt hier High Fantasy und baut das Abenteuer rund um die Entstehung eines neues Reiches geschickt auf. Das Tempo nimmt kontinuierlich zu und findet am Ende eine gute Möglichkeit, die Geschichte ohne großen Cliffhanger vorerst zu beenden.

  • Hallo Ihr. Aus Frankreich und dem Offline zurück, gucke ich gleich mal, was Ihr so gepostet habt.
    Vor allem Euer Fazit sehe ich - und es liest sich, als hätte Euch die Lesereise durch den Kalyptokosmos Freude gemacht. Da bin ich froh.
    Und danke Euch für die Rezis, die schöne Runde - Ihr habt wirklich gründlich gelesen - und die Anregungen, die Ihr mir gegeben habt. War gut mit Euch . Bis zum nächsten Mal! :winken:
    Schönen Sonntag noch und seid alle herzlich gegrüßt
    Thomas

  • Jawoll, ich gebe mir Mühe, die Rezension schnellstmöglich nachzureichen...


    Für die Begleitung bei der Leserunde bedanke ich mich aber heute schon. Mir hat das Lesen des Buches und der Beiträge viel Spaß gemacht. Und ich freue mich schon auf den zweiten Band...


    Seit ich in diesem Forum bin, habe ich schon einige Fantasybücher gelesen und entwickle mich langsam, aber stetig zur begeisterten Leserin dieses Genres :), ohne natürlich die historischen Romane aus dem Auge zu verlieren. Vielleicht schmökere ich zur Abwechslung demnächst in deinem "Gaukler", der liegt auf meinem SUB...

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

  • Ich habe zu danken.


    Und jetzt versuche ich mir gerade meinen "Gaukler" vorzustellen, wie er auf einem "SUB" liegt. Gelingt mir nicht. Da ich heute noch nichts Neues gelernt habe, frage ich also: Was ist dieses gefährlich klingende Ding?


    Ansonsten: Der Sommer kommt und keiner hat was dagegen.
    Bis die Tage!

  • Ich wusste es auch lange nicht:


    SUB = Stapel Ungelesener Bücher :)


    Für den SUB ist so eine Foren"mitarbeit" sehr gefährlich... er wächst auf unerklärliche Weise (fast) täglich...

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

  • Der Gaukler hat mir persönlich auch gut gefallen - ist aber wohl eher was für Leser, die auch öfters mal im historischen Genre lesen und nicht unbedingt für Quereinsteiger ;)
    Ich habe noch die "Hure" auf dem SUB, vielleicht sollte ich die mal in Kürze befreien und mir so die Warterei auf den zweiten Kalypto-Teil versüßen..*grübel*

  • Das kann ich Dir guten Gewissens empfehlen, Mine_Bue. Der "Gaukler" hat mir als Schreiber zwar mehr Spaß gemacht, weil ich Shakespeare liebe, mich das Thema "Wandertheater" sehr interessiert und die Recherchen unglaublichen Spaß gemacht haben. Doch der "Spielmann" ist mir dramaturgisch besser gelungen. Er liest sich wesentlich leichter.


    Danke für die Aufklärung. Ja, so einen SUB habe ich auch hier rumstehen.


    Und nun verabschiede ich mich endgültig und mit dem Hinweis auf meine website - http://www.tom-jacuba.de/
    Dort habe ich heute einen Text über die Entstehung der "Kalypto"-Reihe veröffentlicht, der letzten Monat im Nautilus erschienen ist. Vielleicht interessiert's ja jemanden, wie eines von viel zu vielen Büchern, die an SUBs schuld sind, zustande kam.
    ADIEU!

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen