05: Seite 243 bis Ende (Kapitel 26 bis Ende)

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  • Ich bin auch schon längst fertig, aber auch ein klein wenig enttäuscht. Das ganze Realitätswechsel-Ding wird nicht weiter erklärt. Die beiden springen durch die Realitäten und das war es dann.


    Mit geht es ähnlich. Ich hatte mir von der Ausgangsidee irgendwie deutlich mehr versprochen.
    Zum Ende hin waren mir die Realitätswechsel einfach zu viel, um mich noch begeistern zu können.


    Das hat mich auch sehr gestört. Ich gebe zu, dass man mir so etwas ganz genau erklären muss, damit ich es verstehe. Und das ist hier gar nicht passiert. Deswegen habe ich es dann einfach hingenommen, was mich aber etwas frustiriert hat.


    Je mehr ich über bestimmte Dinge nachgedacht habe desto unlogischer wurde es - und dann habe ich es auch lieber einfach hingenommen, dass es so ist, ohne es wirklich zu verstehen. ;D


    Die "künstlichen" Missverständnisse zwischen Josh und Sarah am Ende gingen mir ein wenig auf die Nerven.


    Ja, das kam mir auch sehr konstruiert vor, um dann einen dramatischeren Ausgang zu haben.



    Somit ist der Josh jetzt ja auch gar nicht der, in den sie sich verliebt hat und umgekehrt. Er könnte in dieser Realität ja auch ein totaler Idiot sein, was hätte sie dann damit gewonnen, dass sie ihn gefunden hat? Wir hatten ja bei ihm und Lindsey gesehen, dass Gefühle sich nicht unbedingt durch die Realitäten retten lassen...


    Stimmt eigentlich - soweit habe ich noch gar nicht gedacht.
    Wenn es auf andere Figuren zugetroffen hat, kann es ja auch ohne weiteres bei Josh oder Sarah passieren, dass sie extrem anders sind als zuvor und gar nicht mehr miteinander können! ;D
    Und ich beim Lesen davon einfach aus gegangen, dass sie eine Art Seelenverwandtschaft verbindet, aber wer weiß ... es könnte ja auch ganz anders ausgehen! ;D

  • Ich zitiere gerade mal aus dem 4. Abschnitt: ;D



    Nur dass man einfach die Realität wechselt bei "nicht gefallen" oder bei Situationen, an denen man Schuld hat..da weiß ich einfach noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich hoffe, dass es da am Ende ein schönes Fazit gibt, das vielleicht auch ein wenig belehrend ist oder tiefschürfend ;)


    Genau das ist es was mir bei diesem Buch etwas fehlt und mich am Ausgang der Geschichte auch ziemlich stört ... eine Art Botschaft an uns Leser! ;)


  • Am Ende kommt dann auch noch Patrick zu Wort, was mich ein wenig gewundert hat. Denn für mich hat er eher eine Nebenrolle gespielt. Aber letztendlich ist er ja dann der Grund, warum Josh Sarah verlässt. Ich konnte überhaupt nicht verstehen, dass er für Sarah auf einmal so wichtig war. Wichtiger als Josh. Klar hat er ein Bein verloren, aber war doch nicht ihre Schuld. Sie kann dann zwar alles mit ihm klären, aber Josh ist weg. Blöd!


    Das war mir auch nicht so klar. Erst erscheint es die ganze Zeit so, als sei zwischen ihr und Josh eine so starke Anziehung und dass die beiden sich total mögen und dann ist Patrick auf einmal wieder Nr. 1 in Sarahs Leben (um es mal dramatischer auszudrücken)? Naja gut, wenn man davon ausgeht, dass Patrick vielleicht Sarahs erste große Liebe war, dann kann man ja schon nachvollziehen, dass er ihr immer etwas bedeuten wird, denn der ersten Liebe verzeiht man ja vieles. Aber trotzdem lässt man dann dafür doch nicht alles andere links liegen...



    Sarah reist also 3 Monate lang jeden Tag in eine andere Realität??? Das kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Und dass die beiden sich dann am Ende in irgendeiner Realität treffen und er sie nicht kennt, hat mir nicht gefallen. Und verstehen konnte ich es auch nicht. Ich habe mit Zeitreisen ja schon so meine Probleme. Aber mit diesen Realitätenwechseln komme ich noch weniger klar.


    Ich hatte mir gedacht, dass er sie dann nicht kennt, weil das sozusagen der Preis dafür ist, dass Sarah in die Realität gewechselt ist. Denn es wurde ja ganz am Anfang gesagt, dass es immer einen Preis zu zahlen gibt für einen Wechsel in eine andere Realität. Irgendetwas wird immer anders sein und nicht perfekt sein (= es gibt immer einen Preis, den man zahlt).


    Aber ich musste ja über den zweiten Teil deiner Worte schmunzeln, denn genauso geht es mir auch immer! Ich hab mit Zeitreisen so meine Problemchen und mit Parallelwelten eigentlich auch (in diesem Bereich habe ich noch nicht so viel gelesen, deswegen war es bisher immer eher so eine Vermutung, dass ich da Schwierigkeiten haben könnte). Aber hier fand ich, dass Rainer wirklich alles sehr schön strukturiert hat. Ich wusste immer in welcher Realität wir uns gerade befinden und dadurch, dass nicht alles bis ins letzte Detail erklärt wurde (denn das hätte man ja versucht zu verstehen), konnte man sich selber Erklärungen ausdenken/suchen, die für einen selbst passen. Wäre alles vorgegeben und erklärt worden, hätte ich versucht, die Erklärungen des Autors nachzuvollziehen, da diese dann für mich als das "Einzig wahre" gegolten hätten und so



    Genau das ist es was mir bei diesem Buch etwas fehlt und mich am Ausgang der Geschichte auch ziemlich stört ... eine Art Botschaft an uns Leser! ;)


    Wenn man ganz genau hinschaut findet man zwar eine Grundfrage/einen Grundkonflikt (oder aber ich denke zu viel und interpretiere zu viel hinein), aber eine Antwort darauf habe ich bisher nicht wirklich gefunden. Der Grundkonflikt ist einfach, dass man immer einen Preis dafür zahlt, dass man versucht sein Leben perfekt zu gestalten. Aber ob dies nun erstrebenswert ist oder eben nicht, das wird durch das Ende, dass Sarah wieder einen Preis zahlt (Josh erinnert sich nicht an sie), nicht beantwortet.


    Ich finde, Sarah hätte am Ende vielleicht noch einmal tiefergehend reflektieren müssen, was ihr genau alles widerfahren ist. Sie hätte ein Fazit ziehen können oder eine Erkenntnis gewinnen können. Dann wäre das Ende auch runder erschienen.

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/


  • Das hat mich auch sehr gestört. Ich gebe zu, dass man mir so etwas ganz genau erklären muss, damit ich es verstehe. Und das ist hier gar nicht passiert. Deswegen habe ich es dann einfach hingenommen, was mich aber etwas frustiriert hat.


    Ich fand gerade das, dass die Realitätenwechsel nicht genauer erklärt wurden, ganz gut. So konnte ich mir meine eigenen Erklärungen zusammensuchen und wurde nicht weiter verwirrt :) Wenn die Autoren Erklärungen vorgeben, versuche ich immer sie zu verstehen und wenn das nicht klappt, dann verwirrt mich das, gerade bei so komplexen Themen. Dadurch, dass hier aber alles etwas offener blieb, habe ich nicht versucht die Erklärungen auf biegen und brechen zu verstehen, sondern ich habe mir meine eigenen gesucht. Ergebnis: keine Verwirrung meinerseits :D


    Aber generell habt ihr natürlich recht, normalerweise ist es mir auch lieber, wenn alles aufgeklärt wird. Nur bei so schwierigen Themen denke ich, dass es vielleicht für uns Leser einfacher ist, wenn wir mehr Raum haben.

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/

  • Für mich gibt es schon eine Grundfrage, aber die wird eigentlich gar nicht gestellt, geschweige denn beantwortet. Nämlich, ob es richtig ist, bei jedem Anzeichen von Problemem/Schwierigkeiten einfach davonzulaufen und so ewig auf der Suche nach der "perfekten" Welt zu sein. Oder ob es nicht besser wäre, sich den Problemen zu stellen, sich durchzubeißen und so eine gute Welt zu finden bzw. sie sich selbst zu erschaffen ;)

  • Diese Grundfrage finde ich gut und auch ich habe hinterher darüber nachgedacht.
    Ich kann eure Kritik verstehen und ich glaube, hätte ich das Buch zeitgleich mit euch gelesen, hätte ich es auch schlechter bewertet, weil man dann doch noch mehr darüber nachdenkt. Ich fand es dennoch genial und habe es geliebt. Momentan können mich nicht viele Bücher so begeistern und irgendwie war es trotz vieler offener Fragen und so genau das Richtige für mich.

  • Ist ja auch super, dass die Geschmäcker unterschiedlich sind.
    Mir fehlte hier einfach was und ich hab aufgrund anderer Bücher von Rainer höhere Erwartungen gehabt ;)


  • Diese Grundfrage finde ich gut und auch ich habe hinterher darüber nachgedacht.
    Ich kann eure Kritik verstehen und ich glaube, hätte ich das Buch zeitgleich mit euch gelesen, hätte ich es auch schlechter bewertet, weil man dann doch noch mehr darüber nachdenkt. Ich fand es dennoch genial und habe es geliebt.


    Mir hat das Buch auch sehr gefallen. Wenn man natürlich , so wie hier, mit mehreren Leuten zusammen das Buch liest kommen schon viele Gedanken hinzu, auf die man selbst vielleicht nicht gekommen wäre. Dadurch hinterfragt man viel mehr.


    Ist ja auch super, dass die Geschmäcker unterschiedlich sind.


    Das finde ich auch , sonst wäre es ja auch langweilig


  • Mich irritiert allerdings die Vorstellung, dass es noch andere Versionen der Beiden gibt – so zum Beispiel der Josh, der verzweifelt nach seiner Sarah sucht … :o
    Denn so interpretiere ich mittlerweile den Prolog!


    Oh stimmt! :o
    Mannomann ich hab das Gefühl ich verstehe immer weniger :-[



    Für mich gibt es schon eine Grundfrage, aber die wird eigentlich gar nicht gestellt, geschweige denn beantwortet. Nämlich, ob es richtig ist, bei jedem Anzeichen von Problemem/Schwierigkeiten einfach davonzulaufen und so ewig auf der Suche nach der "perfekten" Welt zu sein. Oder ob es nicht besser wäre, sich den Problemen zu stellen, sich durchzubeißen und so eine gute Welt zu finden bzw. sie sich selbst zu erschaffen ;)


    Das konnte ich auch heraus lesen. Allerdings finde ich die Frage hier sehr schwer zu beantworten.
    Die Realität zu wechseln, nur weil die toten Freunde immer noch tot sind ist sicherlich nicht der richtige Weg.
    Die Realität zu wechseln, weil ein Kopfgeld auf dich ausgesetzt wurde und du gejagt wirst: verständlich ;)


    Ich finde es auch total interessant wie unterschiedlich die Eindrücke zu diesem Buch sind ;D

  • Der letzte Abschnitt hat mich nicht wirklich zufrieden gestellt.


    Ich hatte es eigentlich so verstanden, dass die "Realitätenspringer", also Sarah und Josh sich nicht verändert haben. Sie konnten sich ja auch aneinander erinnern. Jetzt existiert auf einmal ein Josh, der sich nicht an Sarah erinnern kann, das verstehe ich nicht.


    Und weshalb können die beiden die Realitäten wechseln? Gibt es noch mehr Menschen mit dieser Fähigkeit? Da war mir zu wenig Hintergrundinformation im letzten Abschnitt.



    Oh stimmt! :o
    Mannomann ich hab das Gefühl ich verstehe immer weniger :-[


    Puh, das stimmt, je mehr ich darüber nachdenke, desto verwirrter bin ich. ???


  • Ich hatte es eigentlich so verstanden, dass die "Realitätenspringer", also Sarah und Josh sich nicht verändert haben. Sie konnten sich ja auch aneinander erinnern. Jetzt existiert auf einmal ein Josh, der sich nicht an Sarah erinnern kann, das verstehe ich nicht.


    Der Josh ist halt nicht der Springer-Josh, den sie zuerst kennengelernt hat. Der lebt inzwischen vielleicht in einer anderen Realität. Die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden nochmal in derselben Realität landen, war wohl recht gering.


    Mir leuchtet eher nicht ein, warum er sie auch in dieser Realität lieben sollte (wenn er sie erstmal kennengelernt hat), wo doch alle anderen Menschen sich von Realität zu Realität verändert haben, teilweise grundlegend.


    Aber wahrscheinlich bin ich zu unromantisch und glaube einfach nicht an eine Liebe über alle Ebenen hinweg ;D

  • Ich steh in Sachen Realitäten hier echt etwas auf dem Schlauch. Meint Ihr, es gibt mehrere Parallelrealitäten, die gleichzeitig existieren? Kann Sarah denn auch evtl. eine Nicht-Springer-Sarah treffen? ??? Ach, ich glaub ich nehm' das einfach so hin und denk nicht weiter drüber nach...


    Das mit dem Lieben über alle Ebenen hinweg, hab ich einfach gerne so akzeptiert ;D

    Liebe Grüße Claudia

    Einmal editiert, zuletzt von Delena ()

  • Suse

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