Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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  • Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind Eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass Ihr zum Abschluß zeitnah Euer Fazit hier einstellt.


    Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.


    Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.


    Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Zehn Jahre sind vergangen, seit die Freunde und ihr damaliger Psychologieprofessor an einem sozialen Experiment teilgenommen haben,
    welches mit einem Selbstmord einer der Teilnehmerinnen endete. Das Experiment ließ alle mehr oder weniger verstört zurück,
    was durch verschiedene Beschreibungen der einzelnen Hauptpersonen anzunehmen ist. Sie treffen sich alle auf Johns Anwesen, einem Cottage, an der felsigen Küste von Dorset.
    Zum ersten Mal kommt es zum Erfahrungsaustausch nach dem Experiment und dessen tragischen Folgen.


    Alle Charaktere weisen "Verstörtheit" durch das damalige Experiment aus, bei dem Einen etwas mehr, bei Anderen etwas weniger. Teilweise ist die Handlung vorhersehbar, teilweise
    überraschend.



    Das Buch fällt durch das Cover optisch ins Auge, danach suche ich persönlich oft meinen Lesestoff aus. Ausserdem haben mich die kurz gehaltenen Kapitel positiv überrascht,
    da ich gerne nach einem Kapitel eine kurze Lesepause einlege, um die Eindrücke zu sortieren.
    Der Schreibstil ist klar und man kann ohne groß nachzudenken den Inhalt nachvollziehen. Es ist meiner Meinung nach sehr angenehm zu lesen.
    Besonders gut gefallen mir auch die Reflektionen der Teilnehmer bei dem damaligen Experiment, die zwischendurch immer wieder in schwarzen Feldern eingeschoben werden.


    Ein wenig stören tut mich allerdings, dass ich das Buch zu Ende gelesen habe, jedoch mit offenen Fragen zurückbleibe. Wird aber entschädigt dadurch, dass das Buch bis zur letzten Seite echt spannend ist. Die Spannung flaut nie ab, man will es eigentlich gar nicht zur Seite legen.
    Weitere Rezensionen zu dem Buch werde ich gleich im Anschluss bei Büchertreff und Amazon einstellen. Ausserdem bei Literaturschock.


    Zur Leserunde: Dies war ja wie am Anfang schon genannt meine erste Leserunde, sie hat mir echt sehr viel Spaß gemacht, ich musste mich echt teilweise zügeln, da ich doch recht schnell lese und unbedingt wissen wollte wie es weitergeht, aber ich hab mich beherrschen können und mich dem allgemeinen Tempo angepasst. Danke an alle, die mir durch die erste Leserunde geholfen haben ;) freu mich schon auf das morgige Buch :lesen:


    Lg

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

    Einmal editiert, zuletzt von Tara01092012 ()

  • Dark House von Thomas Kastura


    Zum Inhalt:
    10 Jahre sind vergangen, seitdem Professor Knowles und zehn seiner Studenten ein Experiment durchgeführt haben. Die Studenten haben in einem Dark House Erfahrungen gemacht, die ihr Leben nachhaltig verändert haben. Nun, 10 Jahre später, lädt der damalige Assistent der Professors, auch einer der ehemaligen Studenten, die anderen zu einem gemeinsamen Wochenende nach Culls Cove ein.


    Meine Meinung:
    Das war mein erstes Buch von Thomas Kastura. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, einen Roman mit einem durchweg hohen Spannungsbogen zu schreiben. Es war schwer das Buch zur Seite zu legen. Bis zum Schluß war mir als Leser nicht klar, warum das passiert was hier passiert.


    Das Buch startet mit der Vorstellung der einzelnen Personen. Das war zunächst ein bisschen verwirrend, im Laufe der Geschichte konnte man dann die zehn verschiedenen Charaktere gut auseinander halten.


    Die Protagonisten der Geschichte sind sehr unterschiedlich gestaltet. Ich muss aber zugeben, dass mir niemand besonders ans Herz gewachsen ist. Alle hatten mehr oder weniger große Probleme und die Gruppe untereinander war auch nicht unbedingt sehr freundschaftlich in ihrem Umgang miteinander. Gestört hat das in dieser Geschichte allerdings nicht. Vielleicht war es sogar besser, denn man mußte sich ziemlich schnell auch wieder von vielen verabschieden.


    Das Ende hat mich ein bisschen enttäuscht. Irgendwie habe ich da etwas mehr erwartet. Dennoch war das bestimmt nicht mein letztes Buch von Thomas Kastura.



    Zur Leserunde:
    Es hat wieder viel Spaß gemacht die verschiedenen Auffassungen zu lesen. Bei Leserundenbüchern denke ich auf jeden FAll immer viel mehr über das gelesene nach. Bis zum nächsten Mal :winken:

  • Zum Inhalt:
    Zehn Freunde oder Studienkollegen kommen zehn Jahre nach einem psychologischen Experiment, das von ihrem Professor und Mentor durchgeführt wurde, wieder zusammen. Das Experiment hat das Leben aller Beteiligten beeinflusst - und zwar durchwegs negativ.
    Das Treffen findet in dem Cottage eines Studienkollegen statt, welches für die zehn Personen schnell zur tödlichen Falle wird.


    Meine Meinung:
    Ich kannte Thomas Kastura bisher nicht und bin durch leserunden.de auf dieses Buch aufmerksam geworden.
    Der Schreibstil ist klar und gut zu lesen. Die Spannung wird bis zum Schluss aufrecht erhalten.
    Anfangs werden sehr viele verschiedene Personen eingeführt und deren Geschichten kurz umrissen. So richtig warm wurde ich mit niemandem, sympathisch waren sie mir alle nicht. Ihre Handlungsweisen sind sicher durch ihre jeweilige Vergangenheit begründet, diese erschließt sich aber dem Leser nicht so richtig und es bleiben bis zum Schluss einige Fragen offen.
    Es handelt sich um keinen klassischen Krimi, das Buch thematisiert und hinterfragt eher die Beziehungen zwischen Menschen sowie deren Entwicklung/Entgleisung.


    Insgesamt lässt das Buch einen mit vielen Fragezeichen zurück, man ist aufgefordert sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen. Vorgekaut wird einem hier nichts.


    Zur Leserunde:
    Es hat viel Spaß gemacht in dieser kleinen Runde zu spekulieren und zu rätseln. Dass der Autor erst relativ spät zur Runde gestoßen ist, war natürlich Pech. Es wäre sicher interessanter gewesen, wenn wir seine Einwürfe und Hinweise schon früher bekommen hätten - aber das ist nun mal so ;)
    Ich freue mich jedenfalls, dass ich dabei sein durfte!


    Meine Rezension stelle ich bei Literaturschock, Amazon, Thalia und Lovelybooks ein.

  • Lieber Thomas,



    Übrigens: Sabsi hat mir aufgrund dieser seltsamen Sympathie-Begründung eine 3-Sterne-Rezension bei Amazon reingewürgt. Das finde ich ziemlich zum Kotzen.


    Für alle Teilnehmer unseres Forums gelten einige Regeln:


    1. Höflich kommunizieren
    2. Konstruktiv bleiben
    3. Die Rezensionen nach bestem Wissen und Gewissen schreiben


    Die ersten beiden Punkte haben bisher alle außer dir erfüllt. Dir machen Leserunden offensichtlich keinen Spaß, das hast du inzwischen allen deutlich signalisiert. Hut ab vor den Leser_innen, dass sie mit deiner immer wieder durchschimmernden Aggression bisher so souverän umgegangen sind.


    Zu Punkt 3: Wenn Sabsi das Buch so empfindet, dann ist das ihr gutes Recht. Es ist sehr unprofessionell, wenn Autoren und Autorinnen sich über die persönliche Meinung ihrer Leser_innen aufregen oder sie gar "zum Kotzen" bezeichnen.


    Ich würde vorschlagen, dass wir es dabei belassen und du dich deinen anderen Themen widmest.


    Liebe Grüße
    Susanne

  • Ich finde es gerade schade, dass das hier etwas aus dem Ruder läuft. ::)



    Ich habe schon an anderen Leserunden zu meinen Büchern teilgenommen, und die liefen alle sehr viel respektvoller ab. Niemals wurde ich genötigt, irgendetwas aufzuklären....


    Mandelnden Respekt kann ich seitens der Teilnehmer nicht finden.


    Ich sehe jetzt auch nicht ganz den Punkt an dem Du genötigt wurdest etwas aufzuklären. Wir sind doch alle freiwillig hier weil wir gemeinsam Dein Buch lesen und besprechen wollten.


    Du schreibst im 4. Abschnitt am 01. Juli


    Zitat von ThomasK

    Das Problem ist: Ich finde, dass ein Autor sein Buch nicht im Nachhinein erklären kann oder soll. Ich kann nicht mehr über die Beweg- und Hintergründe der Figuren sagen, als im Roman drinsteht.


    Ist es nicht gerade Sinn einer Leserunde, dem Leser - über das einfache Lesen des Buches hinaus - einen kleinen Einblick darin zu geben, warum genau ein Protagonist oder eine Situation so ist, wie er ist oder eben nicht ist? Und aus Sicht des Autors mit zu erleben wie die Geschichte, die Personen und all das Drumherum (worüber man sich als Autor sicherlich unendlich viele Gedanken gemacht hat) beim Leser ankommen?


    Ein Buch lesen und mit offenen Fragen zurück zu bleiben, das kann wahrscheinlich jeder von uns auch außerhalb einer Leserunde. Aber machen wir nicht genau aus diesem Grund das hier? Wäre es nicht einfacher ein Buch zu lesen, ohne Leserunde, ohne Autor, das würde jeden von uns viel weniger Zeit für unsere Postings über die entstandenen Gedanken kosten. Buch lesen, ins Regal stellen, fertig. Man "müsste" noch nicht einmal eine Rezension schreiben.


    Nehmen wir doch einfach mal unsere Gedanken zu Tim - er hat sehr viel Geld dabei um Knowles für ein erneutes Experiment wie "Dark House" zu bezahlen. Von uns Lesern kam die Frage auf, welchen Nutzen Tim aus der Wiederholung dieses Experimentes gehabt hätte. Im Buch ist darüber nix zu finden, aber Du - als Autor - hast Dir bei der Entstehung der Figur Gedanken gemacht, warum, wieso, weshalb gerade Tim für eine Wiederholung des Experimentes zahlen wollte.


    Insofern weiß Du warum Tim das viele Geld bei sich trägt, weil Du die Idee dazu entwickelt hast, dass genau Tim das Geld in seinem Koffer trägt und nicht jemand anderer - der Leser weiß dieses jedoch nicht.


    Während ich diesen Text hier schreibe, hast Du im 4. Abschnitt kommentiert


    Zitat von ThomasK

    Lewis erkennt Pris (die außerdem eine gewisse Ähnlichkeit mit Hollie hat). Deswegen sagt er: "Das ist unmöglich."


    Für den Leser geht aus dem Buch an keiner Stelle hervor, dass Pris und Hollie sich ähnlich sehen. Das ist Wissen, das uns verborgen bleibt und mit einem einzigen Antwortsatz hast Du hier ein Fragezeichen über unseren Köpfen auflösen können.


    Aus etlichen Leserundenteilnahmen, die dieser hier vorausgegangen sind weiß ich, dass es Autoren gibt, die gerade dieses Hintergrundwissen mit ihren Leserundenteilnehmern besprechen. Oftmals sogar wirklich sehr ausführlich mit tiefen Einblicken in die Vorarbeit zur Entstehung des gerade gemeinsam gelesenen Buches.


    Bitte, ich weiß dass es sehr sehr heiß draußen ist, aber das müssen wir nicht hier in unsere Leserunde übertragen.
    Wir alle verbringen hier einen Teil unserer Freizeit.


    Ich gebe ne Runde Eis


    [Blockierte Grafik: https://lh3.googleusercontent.com/-CMQSQjP787U/T9Id2sqdYSI/AAAAAAAAFGI/aKnJ9Z3ZcOc/s799/comp_007.jpg]


  • ? Was heißt das nun, Du ziehst den Roman zurück?


    Ich finde es immer spannend, wenn man bei einem Thriller oder Krimi als Leser mitgeht, miträt und spekuliert. Ich darf als Leser auch Sebastian Fitzek ( z.B.) unterstellen, dass seine Plots völlig over the top sind - abstrus, überzogen - AAAABER ( und das ist das Wichtige ! ) ich lese seine Bücher gerne. Sie sind spannende Pageturner und unterhalten mich.


    Und Deinen Thriller, Thomas, fand ich gut und habe ihn bereits weiterempfohlen. Was ich nicht so schön finde, ist Deine Reaktion hier. Manchmal stellen sich dem Leser Fragen, weil er einfach etwas überlesen hat oder es nciht versteht - das ist doch gar nicht immer Schuld des Autors. Und dazu ist eine Leserunde doch auch da - Austausch.


    Also durchweg 4 Sterne ( und einmal 3 ) bei amazon von den Lesern hier kann ich bei Gott nicht schlecht finden.

  • Hut ab vor allen, die hier noch weiterhin konstruktiv kommentieren - allen voran JanaBabsi und Rhea und auch Suse :bussi:
    Ich könnte es nicht, daher hab ich mich bisher rausgehalten. Da ich nun aber direkt angesprochen wurde - wenn es auch immerhin die gröbste Härte wieder rausgenommen wurde:
    Ich bin durchaus auch der Meinung, dass es mein gutes Recht ist, ein Buch so zu beurteilen, wie ich es empfunden habe. Und ich habe nicht ein oder zwei Sterne vergeben, sondern drei, was für mich "war okay, aber hat mich nicht vom Hocker gerissen" bedeutet. Mit "Reinwürgen" hat das für micht nichts zu tun.
    Vielleicht habe ich mir was anderes erwartet, vielleicht habe ich das Buch nicht verstanden.. wer weiß.. aber das ist meine Meinung und dazu stehe ich.


    Schönes Wochenende allen :winken:

  • Zehn befreundete Psychologie Studenten und ihr Professor wagen ein außergewöhnliches Experiment. In einem völlig abgedunkelten Gebäude schlüpfen sie - angeleitet durch ihren Lehrer - in vorbestimmte Rollen, nehmen Drogen, haben Sex, unterwerfen sich, gehen an Grenzen. Am nächsten Tag soll alles vergessen sein. Der Versuch misslingt, denn nicht alle Teilnehmer profitieren von diesem Versuch, die junge Hollie bringt sich kurz darauf um.


    Zehn Jahre später erhalten alle Freunde von damals eine Einladung zu einem erneuten Treffen. Dieses soll auf einem Anwesen eines der ehemaligen Teilnehmer stattfinden, das einsam auf einer schottischen Halbinsel gelegen ist. Alle kommen. Doch schon Stunden nach dem Eintreffen der zehn Freunde gibt es den ersten Toten und das alte Anwesen wird durch einen Sturm von der Außenwelt abgeschnitten.


    Thomas Kastura ist ein spannender Thriller gelungen. "Wer wars?" - darum geht es vornehmlich hier, ist ja ein beliebtes Thema bei Krimiautoren - hier in einer hier sehr interessanten Variation. Ähnlich wie in „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast“ (als Horrorslasher verfilmter Psychothriller von Lois Duncan ) bleibt es nicht bei einem Mord. Die zentrale Frage ist: Wer will sich an den Ex-Studenten rächen und weshalb? Ist der Mörder einer von Ihnen?


    Schon bald vermutet der Leser, dass das Motiv des Mörders mit dem Experiment im Dark House zu tun haben muss. Alle beginnen, sich zu misstrauen, denn jeder hat sein Geheimnis ( ob in der Gegenwart oder der Vergangenheit )
    Gerade seit dem verhängnisvollen Tag vor zehn Jahren entstanden zwischen vielen der ehemaligen Freunde extreme Spannungen, man hat sich nach Dark House getrennt, ein jeder ging seiner Wege und das mit Grund.
    Eine ziemlich kaputte Truppe – die sich aber vielleicht gerade deshalb zu Studienzeiten gefunden hatte.

    Der Leser erfährt in kurzen, schwarz hinterlegten Absätzen andeutungsweise, was damals in Dark House passierte. In der übrigen Geschichte muss der Leser immer wieder unterscheiden, zwischen Fakten und den Spekulationen der Protagonisten. Was ist wahr, was ist Lüge, was ist reine Vermutung? Das gefällt mir an diesem Thriller sehr gut.


    Es gab für mich ein paar Ungereimtheiten und leider einen kleinen Abfall der Spannungskurve im letzten Drittel, aber ich habe mich durchgehend gut unterhalten gefühlt.
    Insgesamt: Ein harter Thriller mit interessanten psychologischen Aspekten und einer tollen Location, den ich gerne weiterempfehle.


    Hier noch meine Links:
    http://www.lovelybooks.de/auto…4-w/rezension/1163767343/
    http://www.amazon.de/review/RK…m?ie=UTF8&ASIN=3426199319
    https://literaturschock.de/lit…x.php?thread/37269.0.html
    http://wasliestdu.de/rezension…riment-misslingt-thriller
    https://www.facebook.com/irmga…5567170476122?pnref=story
    http://www.hugendubel.de/shop/…/prod_id/41743208/#rating

  • 10 Freunde - 10 Jahre nach dem Psychologie-Experiment „Dark House“


    10 ehemalige Psychologie-Studenten und Professor Knowles treffen sich 10 Jahre nach dem missglückten Experiment „Dark House“ in einem Cottage auf einer kleinen Insel. An diesem Wochenende soll endlich aufgearbeitet werden, worüber seit 10 Jahren niemand gesprochen hat: Der Selbstmord von Hollie kurz nach dem Experiment und was genau damals im „Dark House“ passiert ist.


    Irgend jemand scheint jedoch seine ganz eigenen Pläne zur Verarbeitung des damaligen Experiments zu haben, denn nur kurze Zeit nach seiner Ankunft im Anwesen „Culls Cove“ hat Professor Knowles sein Leben ausgehaucht. Weitere Tote folgen .......


    Mein Eindruck:


    „Wir schauten in einen schwarzen Spiegel und erkannten darin etwas viel Lehrreicheres als Liebe: Leid“ (S. 47)


    „Dark House“ – 11 Freunde, ein Haus mit mehreren Zimmern in dem es stockdunkel und still wie in einem Grab ist. Drogen, Alkohol und ein Professor, der das Experiment leitet. Es geht um Sex, SM-Spiele, Partnertausch und um ..... Macht.


    Das Buch beginnt mit der Anreise der 10 Akteure. Der Leser bekommt einen kurzen Einblick, was die Personen heute tun und wie sie ihr Leben führen. Hängt es mit dem Experiment zusammen, dass niemand wirklich erfolgreich ist in dem was er tut?


    Schon bei der Ankunft der ehemaligen Freunde auf „Culls Cove“ wird dem Leser bewusst, dass das Wort „Freundschaft“ hier und heute fehl am Platz ist. Die Begrüßung untereinander erscheint mir so, als ob hier jeder die Verfehlungen des Anderen ans Tageslicht bringen möchte, um selbst in besserem Licht zu erscheinen. Die Stimmung ist eher frostig als freundschaftlich, auch wenn im Kamin ein Feuer brennt.


    Niemand weiß, was damals wirklich im „Dark House“ passiert ist und warum sich Hollie kurz danach vor einen Zug geworfen hat. Genau dieser Umstand soll an diesem Wochenende analysiert und aufgearbeitet werden.


    Professor Knowles führt die Liste der Toten an – kurz nach seiner Ankunft findet man seine Leiche am Strand. Es bleibt nicht bei einem Toten und mit jedem Mord wird das Misstrauen zwischen denen die übrig bleiben größer. Wer könnte es gewesen sein und warum? Wer wird der nächste Tote sein? Und obwohl sie gegenseitig immer misstrauischer werden, sind sie doch aufeinander angewiesen um dieses Wochenende eventuell überleben zu können.


    Irgendwie haben die Protagonisten alle einen psychischen Knacks weg und ich konnte mich für niemanden besonders erwärmen. Das macht aber nix, weil sie nacheinander sehr schnell die Bühne wieder verlassen bis nur noch übrig bleibt, wer seine eigene Ansicht von „Aufarbeitung“ hat.


    Obwohl nichts anderes passiert als dass einer nach dem anderen stirbt, ist das Buch von der 1. Seite an spannend und zwingt einen dazu weiterlesen zu müssen.


    Auch die Protagonisten stellen sich die Frage warum Hollie sich damals umgebracht hat und wer nun – nach 10 Jahren - Interesse daran haben könnte alle umzubringen die damals beteiligt waren. Zwischendurch werden die Erinnerungen der Teilnehmer an das „Dark House“ in schwarz unterlegten Einschüben herausgestellt.


    Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt woher der Mörder seine Mordwaffen bezogen hat und woher er/sie weiß damit umzugehen. Es handelt sich um Mordinstrumente, die nicht jeder einfach so in einem Laden kaufen kann und deren Handhabung einer gewissen Ausbildung bedarf. Von daher war die Antwort auf die Frage wer sich hinter dem Mörder verbirgt, für mich nicht so ganz nachvollziehbar.


    Nach Beendigung bleiben beim Leser einige Fragen offen. Aber vielleicht bedürfen sie ja auch keiner Antwort.


    Leserunde:
    Ich bedanke mich bei meinen MitleserInnen für den Austausch in dieser Leserunde und danke dem Verlag für das Leseexemplar.


    Rezension:


    https://buechersindfliegendete…ark-house-thomas-kastura/
    https://www.amazon.de/review/R…66412761_cm_rv_eml_rv0_rv
    http://wasliestdu.de/rezension…gie-experiment-dark-house
    http://www.lovelybooks.de/auto…4-w/rezension/1164516085/


    weltbild
    thalia
    bloggervernetzt


    http://www.literaturschock.de/…iscussions/review?id=8443
    https://literaturschock.de/lit….msg858761.html#msg858761

  • Melde mich nach Schottland ab. Ich weiß nicht, o ich von dort posten kann, werde es versuchen, aber meine Rezis kommen spätestens in der Woche ab 21., da in ich wieder da. Dann aber alle :)

  • Die Leserunde war ja sehr unruhig und ungewohnt. Ich habe mich daher auch etwas mehr zurückgehalten. Mit etwas Abstand ist meine Rezension nun geschrieben:

    Vor zehn Jahren haben sie gemeinsam ein Experiment durchgeführt. Nach dem Studium hat eine Gruppe von Studentinnen und Studenten auf Anraten ihres Psychologieprofessors Knowles gemeinsam eine Nacht im Dark House verbracht. In dunklen Räumen war alles erlaubt und alles möglich und die Erinnerungen an diese Nacht sind gemischt, gerade vor dem Hintergrund, dass sich eine junge Frau kurz nach der Teilnahme am Dark House das Leben nahm.


    Nun soll auf Einladung von John ein Wiedersehen in Culls Cove, einem abgelegenen Anwesen an der englischen Küste, stattfinden. Die ehemaligen Studienkollegen reisen mit sehr gemischten Gefühlen an, denn die Grenzerfahrungen von damals haben das Leben jedes Einzelnen beeinflusst. Selbstverständlich ist auch Professor Knowles mit von der Partie, doch als schon bald nach dem Eintreffen seine Leiche gefunden wird, macht sich Angst unter den ehemaligen Freunden breit. Und diese soll berechtigt sein.


    Der Autor stellt dem Leser ganz ruhig und behutsam seine handelnden Charaktere vor und der Leser kann so schnell erfassen wie einschneidend die Erlebnisse im Dark House für die damals noch jungen Leute waren. Eigentlich können sie auch heute noch nicht wirklich damit umgehen. Leider erfährt der Leser über diese Ereignisse lange nicht alles, sondern nur einzelne Ausschnitte, die aber bereits ausreichen sich ein hinreichendes Bild von den zurückliegenden Ereignissen zu machen. Dennoch hätte ich mir hier noch etwas mehr Informationen gewünscht.


    Culls Cove entwickelt sich für die Teilnehmer des Studientreffens zunächst zu einer Falle, weil die Natur sich von ihrer schlechtesten Seite zeigt und dann zu einem regelrechten Horrorszenario. Die Angst wird zum ständigen Begleiter.


    „Dark House“ ist eine Geschichte mir einer wahnsinnig guten Grundidee. Die Geschichte ist so fesselnd, dass man das Buch eigentlich gar nicht aus der Hand legen mag. Man rätselt, spekuliert und fragt sich was als nächstes geschehen wird. Wer ist hier der Täter? Kommt er aus der Gruppe selbst oder kann es ein Außenstehender sein, obwohl ja eigentlich niemand sonst in der Nähe weilen dürfte? Und was überhaupt ist die Intention des Täters?


    Die Auflösung hierzu kommt etwas zu früh und für meine Empfindung auch mit zu brachialer Gewalt. Das passte einfach nicht mehr so richtig zusammen, denn so viel Action hätte die Grundidee nicht gebraucht um eine spannende Handlung aufzubauen und aufrechtzuerhalten.


    Dennoch ist „Dark House“ ein gelungener „Thrill“ und garantiert dem Leser einen guten Blick auf das, was Erfahrungen aus Menschen machen können.


    Die Rezension ist derzeit auch hier schon zu finden:
    http://buchrezicenter.filmbesp…/genres/krimi/dark-house/

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen