01 - Seite 1 bis 104 (Kapitel 1 - 11)

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  • Liebe Petra, liebe Mitleser/innen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Bella Clara" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Autorin Petra Durst-Benning - schön, dass Du uns wieder einmal begleitest!


    Ihr dürft Petra duzen.


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die Ausführungen zur Netiquette durch.
    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:


    Hier könnt ihr zum Inhalt vom Beginn bis Seite 104 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

    Liebe Grüße

    Dani

    Einmal editiert, zuletzt von Dani79 ()

  • Ich habe mir, wie gesagt, zunächst jetzt das Buch in der Bücherei besorgt, zum Glück war es gerade da. Den ersten Abschnitt habe ich jetzt gelesen.


    Die arme Clara. Früher war es ja so, dass Frauen halt nichts, oder zumindest nicht viel zu sagen hatten. Von wegen Frau sich scheiden lassen. So ging es auch Clara. Aber man muss erst mal auf ihre Idee kommen, und vor allen Dingen man muss das dann auch durchziehen. Sie tut mir nur so unendlich leid, weil Sophie, die sie ja zugesprochen bekam, nicht mit ihr gehen wollte. Da hat sie der Vater bestochen mit der Katze und vielleicht mit noch mehr.


    Natürlich hat der Vater dem Gericht wohl kaum gesagt, dass Clara da war, und Sophie mitnehmen wollte. Jetzt ist sie als unzuverlässig abgestempelt worden und darf die Kinder noch nicht mal sehen.


    Ich finde es schön, dass Josephines Freundin Lilo, die ja auch Claras FReundin geworden ist, sie am Bodensee aufnimmt. Etwas frage ich mich allerdings. Lilo ist doch auch geschieden, wie hat die das geschafft?


    Ich freue mich, dass Clara in Meersburg gleich Arbeit gefunden hat und bei Lilo noch im Hotel mithelfen kann.


    So jetzt wird weitergelesen.

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Puh, Clara hat es echt hart getroffen. Auf den ersten Seiten war ich noch verwirrt: die brave Clara soll eine Affäre gehabt haben? Als sich dann aufklärt, was für ein Schauspiel sie aufführen muss, um die Scheidung zu bekommen, tat sie mir sehr leid.
    Und trotz aller Planung gibt es zwei unangenehme Überraschungen, sie verliert die Apotheke ihrer Eltern und das Sorgerecht. Da hat ihr Anwalt sie aber schlecht beraten...


    Vielleicht hätte sie nicht gleich am nächsten Tag auf Arbeitssuche gehen sollen, sondern erstmal Gras über die Sache wachsen lassen sollen?
    Nun kriegt sie in ganz Berlin keinen Fuß mehr auf den Boden. Entweder weil niemand gesucht wird oder weil sie eine Frau ist oder eben wegen des dämlichen Artikels...


    Berlin ganz zu verlassen, war sicher nicht leicht für sie, gerade wegen der Kinder. Aber dort hat sie so ja nun erstmal wirklich keine Chance mehr.


    Meersburg ist so eine schöne Stadt, mich wundert es gar nicht, dass sie dort schnell wieder Mut fasst! Und es lässt sich dort ja wirklich gut für sie an, Lilo ist ein Segen für sie und dann findet sie auch noch so schnell Arbeit in einer Apotheke. Wenn es auch nicht so ist, wie mit ihrem Vater, denn dieser Apotheker hat einen ganz anderen Schwerpunkt, aber immerhin!
    Aber die Weingartens sind schon auch irgendwie merkwürdig, oder? Wieso gliedern die sich so gar nicht in der Stadt ein?


    Sehr gut hat mir auch die Szene gefallen, als Lilo ihr Schwimmen beibringt! Ein weiteres Stück Selbständigkeit, das Clara sich so erobert.


    Und am Ende des Abschnitts sieht es so aus, als ergibt sich endlich eine Gelegenheit, wieder ihre Salben und Cremes herzustellen. Das wäre doch toll!


  • Ich finde es schön, dass Josephines Freundin Lilo, die ja auch Claras FReundin geworden ist, sie am Bodensee aufnimmt. Etwas frage ich mich allerdings. Lilo ist doch auch geschieden, wie hat die das geschafft?


    Lilo ist es offensichtlich gelungen, Geld aus der Scheidung mitzunehmen. Aber auch sie musste ihre Heimat verlassen und woanders neu anfangen, wo niemand von ihrer Vergangenheit weiß.
    Ich glaube, Claras Anwalt war ziemlich unfähig und so ist es ihr bei alldem eben noch schlechter ergangen als sowieso schon durch diese Lügengeschichte mit dem Betrug "geplant" war.

  • Mein Einstieg hier ist bischen anders, ich gelobe aber Besserung.


    Das 1. Kapitel fängt schon großartig an. Wie kann ein Ehemann/Richter einer Mutter/Frau sowas antun und ihr die Kinder aburteilen bzw. die Kinder trennen? War das früher etwa so? Skandal. Und mal wieder ist es nur die Frau Schuld. Wobei hier Clara unschuldig ist, sie tut es nur um von Ihrem Thyrann Ehemann wegzukommen.


    Wieso wurde das Ekelpaket Dr. gerhard Gropius erschaffen? Ich könnte dem den Hals umdrehen.


    Der Einstieg hat meinen Blutdruck ziemlich in die Höhe geschossen.


    Aber das war wohl früher so, wie gut das sich die Zeiten geändert haben.


    Umso schöner fand ich die detaillierte Beschreibung des Ortes Meersburg. Ich habe alles aus Claras Sicht beobachten können. Ist es heute auch noch so schön dort wie früher?


    Im weiteren Verlauf lernt Clara einige nette Leute kennen, die ihr nicht nur schwimmen beibringen (Lilo), sondern ihr auch Arbeit geben (u.a. der Apotheker Weingarten). Sie merkt immer mehr das sie mutiger und aufgeschlossener wird im Gegensatz zu der Apothekers-Ehefrau. Die verbirgt sicher noch ein Geheimnis, denn mir ist es ein Rätsel wieso sie seit 3 Jahren im Haus verbringt und noch nicht mal zum einkaufen raus geht.


    Ich hoffe für Clara im weiteren Verlauf, dass sie ihre Kinder wieder bekommt und ganz viel schlechtes für diesen Dr. Gropius. Lassen wir uns überraschen :)


  • Aber die Weingartens sind schon auch irgendwie merkwürdig, oder? Wieso gliedern die sich so gar nicht in der Stadt ein?


    Sehr gut hat mir auch die Szene gefallen, als Lilo ihr Schwimmen beibringt! Ein weiteres Stück Selbständigkeit, das Clara sich so erobert.


    Und am Ende des Abschnitts sieht es so aus, als ergibt sich endlich eine Gelegenheit, wieder ihre Salben und Cremes herzustellen. Das wäre doch toll!


    Ich glaube da steckt ein Geheimnis dahinter, vielleicht ein skandalöses für die damalige Zeit.


    Ja das wäre toll und man wünscht es Clara von Herzen.

  • Hah! Ich sehe schon, ich habe eure Neugierde geweckt und die Fantasie schlägt schon ein paar Purzelbäume ...:-) Sehrrrrr gut!


    Zu den Weingartens: Ich liebe außergewöhnliche Typen, gerade bei den Nebenfiguren. Es muss nicht jeder ein goldiges Schätzelein sein. Auch hier und heute laufen genug Leute rum, die so ähnlich wie die Weingartens sind. Traurig, aber wahr. Geheimnis??? Man wird sehen ...


    Zu Gerhard Gropius: Liebe Erazer, mit dem müssen die Leser der Jahrhundertwindtrilogie nun schon über 1.000 Seiten lang aushalten. Und die arme Clara viele Jahre lang ... Der ist sooo schrecklich, oder? Aber leider gibts von der Sorte heute auch noch genügend, auch wenn sich die Gesetze zu Gunsten der Frauen geändert haben.


    Liebe Grüße, eure Petra

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)


  • Zu Gerhard Gropius: Liebe Erazer, mit dem müssen die Leser der Jahrhundertwindtrilogie nun schon über 1.000 Seiten lang aushalten. Und die arme Clara viele Jahre lang ... Der ist sooo schrecklich, oder? Aber leider gibts von der Sorte heute auch noch genügend, auch wenn sich die Gesetze zu Gunsten der Frauen geändert haben.


    Liebe Grüße, eure Petra


    Klar bei der Champagnerkönigin war er auch schon ein Thyrann, aber dass er soweit geht. Vom ersten Teil weiß ich leider nicht mehr soviel, weil doch schon so lange her ist.
    Auf jeden Fall, ja der ist mehr als schrecklich. Ich hätte nie solang an seiner Seite aushalten können, nur war ja früher die Frauen nicht so emanzipiert wie heute. Heute käme mir so einer nicht ins Haus bzw. schnell wieder aus dem haus :)


    liebe Grüße zurück
    Lydia

  • Hallo Petra,
    hallo zusammen :winken:


    würde man doch nur in jedes Buch so leicht hineinfinden.


    Über Clara war ich auf den ersten Seiten auch erschrocken, aber als sich dann herausstellte warum sie das getan hat, flogen ihr sofort meine Sympathien zu. Das war ganz sicher nicht einfach für sie. Gut, dass sie ihre Freundinnen hat, die ihr zur Seite standen.


    Ihr Anwalt hat sie ganz sicher falsch beraten. Aber ich glaube wirklich aus Unwissenheit, nicht aus Boshaftigkeit. Wenn Clara gewusst hätte, dass sie weder die Apotheke ihrer Eltern noch beide Kinder zugesprochen bekommt, hätte sie dann diesen Schritt getan? Ganz sicher nicht. Von daher war es zwar dumm für sie, aber für ihren Werdegang war es genau richtig.


    Dass sie ihre Kinder nicht sehen darf ist eine harte Maßnahme von Dr. Gropius.
    Aber auch die Kinder erscheinen mir nicht so, dass sie sich nach ihrer Mutter verzehren - zumindest nicht beim Besuch von Clara, wie es sonst aussieht weiß man ja nicht. Der Doc hat da aber ganz sicher großen Einfluss genommen, dass es so ist wie es ist.


    Der letzte Apotheker, den sie auf ihrer Bewerbungstour besucht hat, war echt ein Ar***. Die Ohrfeige hab ich ihm gegönnt.


    Zitat

    Etwas frage ich mich allerdings. Lilo ist doch auch geschieden, wie hat die das geschafft?


    Bei Lilo war der Ehemann der Fremdgänger. Und wenn ich das richtig verstanden habe, hat Lilo sich scheiden lassen und nicht ihr Mann. Damals gab es ja noch das Schuldprinzip bei der Scheidung.


    Clara geht es in Meersburg richtig gut und sie lebt auf.
    Als der Name Lilo Böhringer fiel, musste ich erst mal stocken ... ich hab eine Bekannte mit Namen Lilo Behringer. :)


    Lilo tut Clara gut, in allen Belangen. Sie unterstützt sie bei der Arbeitssuche, sie bietet ihr Arbeit im Hotel an und Clara gewinnt jeden Tag an Selbstvertrauen. Das kann man in jeder Zeile spüren. Und auch Nacktbaden wird zur Selbstverständlichkeit.


    Bei der Geburt des Weingarten-Kindes hatte ich Pipi in den Augen. Die Szene war wirklich sehr schön beschrieben.


    Warum die Weingartens sich noch nicht vor die Türe gewagt haben, werden wir sicherlich auf den nächsten Seiten erfahren und ich bin sicher, dass Clara großen Einfluss darauf haben wird, dass sie sich eben doch irgendwann vor die Türe begeben und auf der Promenade spazieren gehen. Die Wohnsituation ist nicht gerade schön und für das Baby alles andere als gesundheitsfördernd.


    Und nun darf sie auch noch ihre erste Creme herstellen. Es bleibt nicht bei der einen Creme, ganz sicher nicht. ;)

  • Ich hätte mich an Claras Stelle schon viel früher von ihm getrennt, ich kann mich auch noch daran erinnern, dass er Clara in Die Chämpagnerkönigin sehr schlecht behandelt hat. Leidtragende sind aber auch die Kinder, ich bin gespannt, wie sich das Ganze weiter entwickelt, ob zum Positiven oder zum Negativen. Sicher hat es Clara hart getroffen, dass sie das Sorgerecht verliert. Aber ob ihr Anwalt da hätte etwas ausrichten können? Sicherlich hat Gerhard Gropius nun einmal in seiner Stellung als angesehener Arzt leider die besseren Karten. Dass er aber mit einem fiesen Trick ihr auch noch die Tochter nimmt, ist mehr als gemein. >:(


    Aber zurück zum Anfang:
    Sehr gefallen hat mir, dass ihre Freundinnen Josefine und Isabelle ihr zur Seite stehen, auch wenn sie nicht viel ausrichten können. Aber als moralische Unterstützung war dies Clara bestimmt sehr wichtig.


    Die Reaktionen des Gerichtspublikums und der Berliner im Nachhinen, als sich Clara um eine neue Stelle bemüht, hat mich auch sehr entsetzt. Aber zur damaligen Zeit war das wohl so, eine Ehe hat zu halten bis dass der Tod sie scheidet....


    Der Brief, den Josefine von Lilo erhält, kommt da zur rechten Zeit. Es ist eine glückliche Fügung, dass Lilo ein Hotel am Bodensee betreibt und Clara nicht nur dorthin ziehen kann, sondern dort auch Gelegenheit für einen Neuanfang findet.
    Das wird ihr hoffentlich gut tun. Auch das Aufleben der Freundschaft mit Lilo wird von Bedeutung sein. Mir war gar nicht bewusst, dass Schwimmen für Frauen keine Selbstverständlichkeit ist, gut, dasss Clara es durch Lilo lernt.


    Sicherlich wird es für Clara noch einige Schattenseiten und Rückschläge geben, aber ich bin mir sicher, dass Gerhard Gropius Einfluss nicht bis zum Bodensee reicht und dass Clara ihren Weg gehen wird. Das Apotheker-Ehepaar so seltsam und skurill es auch erscheinen mag, wird Clara aber doch behilflich sein, so denke ich zumindest.


    Trotz der beklemmenden Situation ist mir ein guter Einstieg in den Roman gelungen. Das hat mir auch bei den beiden Vorgängerbänden gefallen, dass es auch zu dieser Zeit selbstbewusste Frauen gibt, die trotz aller Schwierigkeiten nicht den Mut verlieren. Ich denke, so wird es auch Clara gehen.

    If I couldn&#039;t read, I couldn&#039;t live.&quot;<br /><br />Thelma Green


  • Ich hätte mich an Claras Stelle schon viel früher von ihm getrennt,


    Aber genau das ist ja halt nicht so einfach. Er hätte einer Trennung/Scheidung ja nie zugestimmt, wenn sie ihn nicht mit dem angeblichen Seitensprung quasi dazu gezwungen hätte.


    Zitat

    Sehr gefallen hat mir, dass ihre Freundinnen Josefine und Isabelle ihr zur Seite stehen, auch wenn sie nicht viel ausrichten können. Aber als moralische Unterstützung war dies Clara bestimmt sehr wichtig.


    Das zieht sich ja durch alle 3 Bände - egal wie weit es sie geographisch auseinander verschlägt, die Freundschaft besteht und die Frauen sind füreinander da, wenn es darauf ankommt.

  • Aber genau das ist ja halt nicht so einfach. Er hätte einer Trennung/Scheidung ja nie zugestimmt, wenn sie ihn nicht mit dem angeblichen Seitensprung quasi dazu gezwungen hätte.



    Das zieht sich ja durch alle 3 Bände - egal wie weit es sie geographisch auseinander verschlägt, die Freundschaft besteht und die Frauen sind füreinander da, wenn es darauf ankommt.


    Hallo ihr Lieben :winken:


    Gerhard Gropius kenne ich schon aus dem ersten Teil "Solang die Welt noch schläft" und schon damals war ich sehr geschockt von
    seinen frauenfeindlichen, bösartigen Ansichten, als es ums Radfahren und allgemein mehr Freiheiten für Frauen ging.
    Unfassbar, dass Clara so eine wilde Ehebruchsgeschichte erfinden muss, um geschieden werden zu können. Sie war viel zulange in der
    Opferrolle und früher war sie so lebensfroh und selbstbewußt.
    Ich hoffe sehr, dass sie den Weg zurück zu sich selbst finden kann. Allerdings bin ich anderer Meinung, was die Vaterqualitäten von Gerhard angehen.
    So ein bösartiger, sadistisch veranlagter Mensch kann nie, niemals ein "guter Vater" sein. Er hat ja schon den Sohn manipuliert und zu einem Mutter-
    hasser gemacht. Ich habe große Angst um das kleine Töchterchen und auch um das Kätzle, das ja nur Mittel zum Zweck ist, nämlich Sophie bei sich zu halten.
    Leider habe ich einen Informationsnachteil, weil ich den zweiten Teil noch nicht gelesen habe, aber ich erinnere mich noch sehr gut an die drei
    Freundinnen, deren Leben sich in so unterschiedliche Richtungen entwickelt haben. Damals hat Gerhard seiner jungen Frau den Umgang mit Isabelle
    und Josephine verboten, weil sie seiner Meinung nach einen schlechten Einfluss auf sie hatten. Es ist schön zu sehen, dass sie doch in Kontakt geblieben sind.


  • Allerdings bin ich anderer Meinung, was die Vaterqualitäten von Gerhard angehen.
    So ein bösartiger, sadistisch veranlagter Mensch kann nie, niemals ein "guter Vater" sein. Er hat ja schon den Sohn manipuliert und zu einem Mutter-
    hasser gemacht. Ich habe große Angst um das kleine Töchterchen und auch um das Kätzle, das ja nur Mittel zum Zweck ist, nämlich Sophie bei sich zu halten.


    Da hast du recht. Ich habe auch kein gutes Gefühl dabei, die Kinder bei Gerhard zu wissen.

  • Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Gerhard Gropius ein guter Vater ist.


    Er ist doch ein richtiger Tyrann. Schade dass er keinen Seitensprung gemacht hat! Denn dann hätte sich Clara ohne Probleme scheiden lassen können, siehe Lilo. (Ich hatte gar nicht daran gedacht, dass es hier der Mann war, der 'die Ehe gebrochen' hat.)

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren


  • Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Gerhard Gropius ein guter Vater ist.


    Er ist doch ein richtiger Tyrann. Schade dass er keinen Seitensprung gemacht hat! Denn dann hätte sich Clara ohne Probleme scheiden lassen können, siehe Lilo. (Ich hatte gar nicht daran gedacht, dass es hier der Mann war, der 'die Ehe gebrochen' hat.)


    Er ist ein Tyrann, aber auch ein gefährlicher Demagoge. Erinnert ihr euch an die Hetzschriften gegen die Radlerinnen, die er im ersten Teil
    verfasst hat? Daraus sprach so viel Hass gegenüber Frauen, die ein selbstbestimmtes Leben führen und sich nicht fremdbestimmen lassen
    möchten. Auch so viel abstruse Sexualideologie war in seinen "Argumenten" gegen das Radfahren. Schon in der Szene, als er Clara kennenlernt,
    reagiert er aggressiv, als sie ein medizinisches Fachbuch liest. Da hätte ihr schon auffallen müssen, dass er keine Interessen bei Frauen duldet, die
    seinem kruden Weltbild widersprechen. Irgendwie kann ich nicht nachvollziehen, dass sie ihn geheiratet und so viele Jahre bei ihm geblieben ist.
    Ich befürchte, er wird einen Weg finden, sich an ihr zu "rächen" ..... ???

  • Vielleicht wird doch alles anders, als wir denken und Gerhard Gropius begeht einen Seitensprung oder findet gar eine neue Frau. die er vielleicht genauso tyrannisieren wird. Oder aber diese wird sich nicht wie Clara von ihm bevormunden lassen, lassen wir uns überraschen. Vielleicht hat diese neue Liebe sogar einen positiven Einfluss auf ihn?!


    Als fürsorglichen Vater kann ich mir Gerhard Gropius allerdings auch nicht vorstellen. Sohn und Tochter sind ihm anscheinend nur Mittel zum Zweck, um erstens sein Image aufzupolieren und um Clara in die Knie zu zwingen, vielleicht sogar zu ihm zurückzukehren. :o Dazu sind ihm anscheinend alle Mittel recht, wie der Trick mit der Katze, damit Sophie bei ihm bleibt und der Mutter zu entfremden. Gerhard Gropius scheint mit allen Wassern gewaschen zu sein.


    Ich denke auch, dass es nicht bei der einen Creme bleiben wird. Ich konnte mich in die Szene mit dem weiblichen Hotelgast gut hineinversetzen. Sicherlich hätte Clara auch gute Tipps für meine derzeitigen Hautprobleme. Ich finde es gut, wie der Apotheker Weingarten reagiert und Clara keine großen Umstände macht oder ihr gar verbietet, in seiner Apotheke eine Creme herzustellen. Ihr sogar mit hilfreichen Tipps unter die Arme greift.


    Vielleichrt hätte es doch noch einen anderen Weg gegeben für Clara als diesen fingierten Seitensprung, aber wichtig ist dennoch erst einmal, dass die Scheidung von Gerhard rechtskräfitg ist, auch wenn es mit schmerzhaften Einschnitten in ihr Leben verbunden ist. Aber hoffentilch wendet sich für Clara noch alles zum Guten, vor allem was ihre Kinder betrifft.


    Ich gehe davon, und das ist, was mir besonders gefällt, dass in allen drei Bänden der Jahhundertwind-Trilogie sich nicht nur die Freundschaft der drei Frauen wie ein roter Faden zieht und die Rahmenhandlung bestimmt, sondern auch Lilo eine sehr wichtige Stellung im Leben von Clara einnimmt. Ich denke, dass Lilo die Vierte im Bund geworden ist.

    If I couldn&#039;t read, I couldn&#039;t live.&quot;<br /><br />Thelma Green

  • Alina, das hast du schöööööön gesagt!!! Lilo ist tatsächlich die vierte im Bunde geworden!!!! Wie schön, dass du das gespürt hast ...


    Liebe Grüße von Petra (Ohne Freundschaft wäre alles nix)

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)


  • Lilo ist es offensichtlich gelungen, Geld aus der Scheidung mitzunehmen. Aber auch sie musste ihre Heimat verlassen und woanders neu anfangen, wo niemand von ihrer Vergangenheit weiß.
    Ich glaube, Claras Anwalt war ziemlich unfähig und so ist es ihr bei alldem eben noch schlechter ergangen als sowieso schon durch diese Lügengeschichte mit dem Betrug "geplant" war.


    Ich glaube auch, bei der anschließenden Aufteilung der Güter nach einer Scheidung , gab es doch einen Unterschied ,ob man schuldig, wie im Fall von Clara(obwohl die Schuld ja nur vorgespielt war) oder unschuldig, wie in Lilos Fall, da ist ja den Mann fremdgegangen

  • Ich habe mich sehr gefreut, die drei Mädels wieder zu treffen und habe mich auch sehr gefreut, dass Clara endlich einen Weg gefunden hat,von ihrem schrecklichen Ehemann wegzukommen. Scheinbar musste sie mit dem Skandal warten bis ihre Eltern tot waren.
    Ich bin aber der festen Überzeugung, dass sie ,wenn sie gewusst hätte, dass sie ihre Kinder verliert, diesen Schritt immer noch nicht gemacht hätte.


    Was für ein widerlicher Typ, wie er dafür sorgt, dass sie auch die Tochter nicht sehen darf. Einfach schrecklich!


    Ich hoffe sehr, dass es ihr am Bodensee jetzt besser wird, jetzt scheint sich ja alles ganz gut anzulassen. Da das Buch aber noch einige Seiten hat, befürchte ich, es kommt noch einiges auf Clara und uns zu.
    Ich denke der liebe Herr Gropius wird sich was einfallen lassen, wenn erhört, dass seine Exfrau irgendwo erfolgreich Fuß gefasst hat.


    Lilo finde ich toll, eine eigenständige ,sehr moderne Frau! Und sie gehört ja auch irgendwie zu dem Kleeblatt der Freundinnen dazu

  • Ein kurzer Satz zu Lilo, die nach ihrer Scheidung wieder auf die Füße gekommen ist: Wenn ihr euch an das erste Gespräch zwischen Clara und Lilo erinnert - sie sitzen im Speisesaal des Hotels, es ist Claras erster Abend am See - da erzählt Lilo, dass sie in ihrem Schwarzwalddorf total unten durch ist. Dort wurde sie als Versagerin und die Böse angeschaut, dabei war ihr Mann es, der sie ständig betrogen hat!
    Lilo hat es also auch nur deshalb geschafft, weil sie anderswo einen Neuanfang wagte und ihre Scheidung nie an die große Glocke hing, sondern verheimlichte ...


    Grüßiiiiis, Petra

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)