01 - Seite 1 bis 104 (Kapitel 1 - 11)

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  • Lilo hat es also auch nur deshalb geschafft, weil sie anderswo einen Neuanfang wagte und ihre Scheidung nie an die große Glocke hing, sondern verheimlichte ...


    Aber ihr wurde nach der Scheidung Geld zugesprochen, womit sie diesen Neuanfang erst wagen konnte. Also musste ja ihr Mann als "der Schuldige" aus der Verhandlung rausgehen. Sie hatte also den besseren finanziellen Part im Gegensatz zu Clara.

  • Mein Buch ist gestern angekommen und ich habe gleich den ersten Abschnitt verschlungen. Ich habe selten ein Buch erlebt, in das man so gut einsteigen kann, die Seiten sind nur so geflogen. Ich kenne die Vorgängerbände nicht, aber auch so bin ich gut in die Geschichte hinein gekommen.


    Clara ist ja wirklich in einer furchtbaren Situation. Sie wird von ihrem Mann mißhandelt und die einzige Chance, sich von ihm zu trennen ist ihn dazu zu bewegen, die Scheidung einzureichen. War es damals wirklich so, dass eine Frau die Scheidung nicht einreichen konnte? Hat der Anwalt sie falsch beraten? Ihm muß doch klar sein, dass Clara auf diesem Weg die Schuld zugesprochen bekommt und auch als Nichtjurist kann ich mir vorstellen, dass ihre Situation schlechter ausschaut, wenn man ihr die Schuld am Scheitern der Ehe gibt. So hat sie jedenfalls alles verloren, das Sorgerecht für den Sohn und später auch noch für die Tochter, die Apotheke ihrer Eltern. Mich kommt das einfach nicht richtig vor und ich bin der Meinung, das Clara sich noch mal juristisch beraten lassen sollte, um vielleicht eine Revision des Urteils zu erreichen.


    Gerhard scheint ja schon aus den Vorgängerbüchern als Ekel bekannt zu sein, aber was wir hier von ihm erleben reicht schon, um den Eindruck zu bestätigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er ein guter Vater ist und sich gut um seine Kinder kümmert. Ihm geht es doch nur um Macht und um die Möglichkeit, seiner Frau Schmerzen zuzufügen. Er gibt sich auch nicht mit der Apotheke und dem Sorgerecht für den Sohn zufrieden, er läßt ihr auch noch das Sorgerecht für die Tochter entziehen.


    Clara hat einfach keine Chance mehr in Berlin einen Fuß auf den Boden zu bekommen. Ihr Mann hat zu viel Macht und dann erscheint ihr Bild auch noch auf dem Titelbild der Zeitung. Wenn man sich überlegt, dass eigentlich Gerhard der Schuldige ist am Scheitern der Ehe und zieht er den großen Gewinn aus der Scheidung und Clara läßt er nicht einmal die Chance, eine Job als Apothekengehilfin zu bekommen.


    Gut, dass Clara so gute Freundinnen hat und Lilo zum richtigen Zeitpunkt einen Brief an Josefine schreibt und sich so in Erinnerung bringt. Man merkt richtig wie gut es Clara tut, aus Berlin abzureisen und sich an einem andern Ort ein neues Leben aufzubauen. Lilo hat wahrscheinlich Recht, wenn sie sagt, dass sie sich nur wieder ein Leben aufbauen konnte, da sie ihren Heimatort verlassen hat und an den Bodensee gezogen ist, wo sie niemand kennt. Schon in der ersten Apotheke findet sie Arbeit und sie findet auch schnell Anschluß an die Dorfbewohner. Klingt doch alles ganz gut.


    Das letzte Kapitel war wahrscheinlich richtungsweisend für das weitere Buch, Clara mischt ihre erste Creme und übergibt sie an sie an die Dame, die sie in Lilos Hotel kennengelernt hat. Wenn das man nicht die Anfänge von Claras eigenem Geschäft sind.


    So, jetzt bin ich mal gespannt, wie sich Clara im eigenen Leben zurecht findet und ich bin mir sicher, dass Gerhard sich zu früh freut, Clara wird noch zu ihrem Recht kommen. :lesen:


  • ll


    Das letzte Kapitel war wahrscheinlich richtungsweisend für das weitere Buch, Clara mischt ihre erste Creme und übergibt sie an sie an die Dame, die sie in Lilos Hotel kennengelernt hat. Wenn das man nicht die Anfänge von Claras eigenem Geschäft sind.


    Das vermute ich auch mal.

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Aber ihr wurde nach der Scheidung Geld zugesprochen, womit sie diesen Neuanfang erst wagen konnte. Also musste ja ihr Mann als "der Schuldige" aus der Verhandlung rausgehen. Sie hatte also den besseren finanziellen Part im Gegensatz zu Clara.


    Ich freue mich auch, Lilo wiederzusehen. Sie war immer so selbstbewußt und zielstrebig. Jede Trennung ist auch die Chance für einen neuen
    Anfang. Für Clara ist es aber dramatischer als für Lilo, einmal finanziell, aber auch seelisch, wegen ihrer Kinder und Gerhard, den sie nicht so einfach
    verdrängen kann. Ich hoffe für beide Frauen, dass sie es schaffen, wieder ein Ziel und einen Lebensinhalt zu finden.

  • Ich muss ja gestehen, ich habe an Lilo nur noch eine sehr vage Erinnerung. Aber ich mag ihre Art hier und sie ist ein echter Glücksfall für Clara (und vielleicht auch umgekehrt?)

  • Ich glaube auch, bei der anschließenden Aufteilung der Güter nach einer Scheidung , gab es doch einen Unterschied ,ob man schuldig, wie im Fall von Clara(obwohl die Schuld ja nur vorgespielt war) oder unschuldig, wie in Lilos Fall, da ist ja den Mann fremdgegangen


    Zu meiner Jugendzeit war das noch so, aber wie etwa 50 Jashre früher die Rechtslage in einem solchen Fall war, ist mir nicht bekannt. Ich vermute aber, dass es da noch schlimmer (zumindest für die Frauen) war.

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Es ist schön zu sehen, wie sich Clara`s Sicht auf ihr Leben öffnet und sie freier atmen kann, als sie nach Meersburg kommt.
    Als hätte die Stadt Berlin sie so sehr bedrückt und ängstlich werden lassen durch ihre Horrorehe und die Art, wie Gerhard sie unterdrückt hat
    all die Jahre. Hier an dem großen weiten See findet sie zu ihren früheren Stärken zurück und sieht einen Weg vor sich, dem sie folgen kann,
    anstatt immer nur im Kreis zu gehen wie in Berlin.
    Außerdem liebe ich den Bodensee und die schöne Altstadt von Meersburg und gehe immer gerne mit Romanfiguren dorthin.

  • Der Bodensee als Kraftort ... Funktionierte damals. Funktioniert heute.


    Grüßis, eure Petra

    Lesen ist wie ein Kurzurlaub vom Alltag! <br />Viele schöne Lesestunden wünscht euch deshalb eure Urlaubsfee Petra Durst-Benning :-)

  • Ach ja, wir hätten an den Bodensee fahren sollen, anstatt an die Ostsee (Nähe Eckernförde). Dort oben war es schlechtes Wetter (war bei uns zu Hause aber auch) und es war kalt. Außerdem hätten wir nicht so weit zu fahren gehabt!

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Ich wäre jetzt auch gerne am Bodensee, vielleicht ist es jetzt von den Temperaturen dort angenehmer als hier und würde dort auf Claras Spuren wandeln. Ich liebe ja den Sommer, aber diese Hitze muss nicht sein.


    Sich durch Schwimmen wie Clara und Lilo abzukühlen, das wäre jetzt schön. Leider war ich noch nie am Bodensee.


    Bestimmt würde Clara ihren Kundinnen bei dieser Hitze auch empfehlen, im Bodensee schwimmen zu gehen und hätte auch ein besonderes Verwöhnprogramm für diese.


    Der Bodensee als Kraftort, das hast du schön ausgedrückt, liebe Petra. Ich denke, das wird auf alle Fälle heute auch funktionieren. :winken:

    If I couldn&#039;t read, I couldn&#039;t live.&quot;<br /><br />Thelma Green

  • Hallo :winken:


    So, jetzt bin auch ich endlich angefangen zu lesen. Der Einstieg ist mir dann auch sehr leicht gefallen, wobei ich bei den ersten Sätzen dann doch etwas geschockt war. Zunächst dachte ich wirklich hier steht eine der Freundinnen wegen eines schweren Verbrechens vor Gericht. Aber nein, es ist nur eine Scheidung. Clara hat ihren Mann verlassen. Furchtbar was sie sich alles ausgedacht hat, nur damit es zu diesem Gerichtstermin kommen konnte. Einen vernünftigen Anwalt hat sie dann auch noch nicht mal an ihrer Seite. Sie wird behandelt wie eine Schwerverbrecherin und ihr Mann sorgt dafür, dass es auch so bleibt. Beide Kinder nimmt er ihr weg und die Apotheke der Eltern auch. Dass er da das Sorgerecht für die Kinder bekommt, konnte ich ja noch nachvollziehen, aber wieso wird Clara auch die Apotheke weggenommen? Die gehört doch eigentlich ihr, oder?
    Für Clara muss es die Hölle sein, ihre Kinder nicht mal mehr sehen zu dürfen.
    Ich fand es schon immer furchtbar, dass Männer machen konnten was sie wollten und Frauen still zu sein hatten. Clara wehrt sich hier, richtig so. Leider sehen das die Menschen in Berlin eben anders und so bleibt nur der Weg an den Bodensee zu Lilo. Die Entscheidung diesen Weg zu gehen ist sicher richtig. Ihre Kinder wird sie oder so nicht mehr sehen können, dann lieber ganz wo anders neu anfangen.


    Schnell findet sie auch eine Arbeit in einer Apotheke, wobei dieses Paar schon seltsam ist. Die Frau geht nicht raus und ihr Mann ermuntert sie auch nicht. Obwohl er doch einen recht offenen Eindruck macht. Als Clara beginnt ein Creme herzustellen, ist er ja sehr interessiert. Ich bin mal gespannt wie nah sich der Herr Apotheker und Clara noch kommen werden. Die Ehefrau scheint ja kein Interesse an der Arbeit zu haben und auch den Ratschlägen von Clara gegenüber ist sie verschlossen. In ihrer kleinen Wohnung scheint es ja wohl zu schimmeln, so wie Clara die Wohnung beschreibt, dass kann doch für Kind und Mutter nicht gesund sein.


    Lilo finde ich klasse. Ihre ganze Art strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. Angefangen von ihrer modischen Kurzhaarfrisur bis hin zum Bad im See, nackt. Zu dieser Zeit ja nicht unbedingt selbstverständlich, oder? In nur wenigen Jahren hat sie es geschafft ein gut gehendes Hotel aufzubauen, klasse. Ich bin gespannt wie es da weitergeht.


  • Lilo ist es offensichtlich gelungen, Geld aus der Scheidung mitzunehmen. Aber auch sie musste ihre Heimat verlassen und woanders neu anfangen, wo niemand von ihrer Vergangenheit weiß.
    Ich glaube, Claras Anwalt war ziemlich unfähig und so ist es ihr bei alldem eben noch schlechter ergangen als sowieso schon durch diese Lügengeschichte mit dem Betrug "geplant" war.


    Claras Anwalt war auf jeden fall unfähig, ich glaube aber sie hatte gar keinen. Nur dieses Beratungsgespräch am Anfang. Lilo hatte eine etwas besser Scheidung und etwas Geld bekommen um neu anfangen zu können.


    Zitat von Taubenschlag

    Gerhard scheint ja schon aus den Vorgängerbüchern als Ekel bekannt zu sein, aber was wir hier von ihm erleben reicht schon, um den Eindruck zu bestätigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er ein guter Vater ist und sich gut um seine Kinder kümmert. Ihm geht es doch nur um Macht und um die Möglichkeit, seiner Frau Schmerzen zuzufügen. Er gibt sich auch nicht mit der Apotheke und dem Sorgerecht für den Sohn zufrieden, er läßt ihr auch noch das Sorgerecht für die Tochter entziehen.


    Gehard ist für mich ein rotes Tuch. Ich denke auch, dass er kein guter Vater sein wird. Er hat Clara die Kinder nur weggenommen um ihr zu zeigen wie viel Macht er hat.



    Ach ja, wir hätten an den Bodensee fahren sollen, anstatt an die Ostsee (Nähe Eckernförde). Dort oben war es schlechtes Wetter (war bei uns zu Hause aber auch) und es war kalt. Außerdem hätten wir nicht so weit zu fahren gehabt!


    Also jetzt ist hier bomiges Sonnenwetter ;D



    Ich muss ja gestehen, ich habe an Lilo nur noch eine sehr vage Erinnerung. Aber ich mag ihre Art hier und sie ist ein echter Glücksfall für Clara (und vielleicht auch umgekehrt?)


    Lilo hatte ihren Auftritt in Band 1, oder? Ich gestehe, denn habe ich noch nicht gelesen :-[


    Das vermute ich auch mal.


    So sehe ich das auch und der Apotheker ist ja auch sehr interssiert

  • Ich befürchte, er wird einen Weg finden, sich an ihr zu "rächen" ..... ???


    Hoffentlich nicht!

    Liebe Grüße

    Lerchie

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    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen