06 - Seite 467 bis Ende (ab Parabellum)

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  • Nachdem Nina im Fragenthread geschrieben hat, daß Romane für Erwachsene auch durchaus blutig und ohne Happy End enden dürfen, war ich jetzt ja etwas alarmiert, aber es wendet sich schlußendlich doch noch alles zum Guten.


    War mein Mißtrauen, daß Aino immer noch nicht die ganze Wahrheit erzählt hat, nicht ganz unberechtigt. Ich habe mir wirklich gefragt, was Aino in dieser Wohnsiedlung will – allerdings war ich zuerst mal erleichtert, daß sie sich „nur“ in eine Wohnsiedlung hat fahren lassen. Ich dachte wirklich, sie tut sich was an bzw. setzt sich so ab, daß niemand mehr sie findet. Wahnsinn, welche Wirkung die Zeichnung von Matilda so viele Jahre später auf sie hatte, daß sie ihre Drohung von damals dann doch noch wahr machen wollte. Und ich finde es einen sehr feinen Zug von Aino, daß sie damals bei dem sterbenden Mikael geblieben ist bzw. den beiden noch eine letzte gemeinsame Zeit ermöglicht hat, obwohl sie selbst in Matilda verliebt war. Sie muß sie sehr geliebt und geschätzt haben, immerhin stellt sie Matildas Glück über ihr eigenes.


    Was Aki damals getan hat, war sehr schändlich und ich muß sagen, mich macht sein Tod nicht traurig. Ich bin aber auch froh, daß Aino nicht geschossen hat, sondern Aki an einem Herzschlag gestorben ist. Und welch eine Ironie: Aarto versuchte den Mörder seines Opas wiederzubeleben.


    Mich hat es einerseits traurig gestimmt, daß Aino gestorben ist, aber andererseits bin ich froh, daß sie nochmal nach Helsinki gekommen ist und nicht mehr zu ihrer Familie zurück muß – dieser Wunsch hat sich mit ihrem Tod wenigstens erfüllt. Wobei ich bei der Vorstellung, wie Aino Hilke mit der Pistole davon überzeugt, ihr den Karton zu geben, kurz auflachen mußte :D
    Ich bin froh, daß es für Mo schlußendlich recht glimpflich ausgegangen ist. Daß sie für Leons Familie die Verrückte ist, scheint sie nicht allzu sehr belasten, lieber bewahrt sie Ainos wahre Geschichte und Absichten für sich und für die Kutznetzows kann es auch nicht so prickelnd sein, wenn rauskommen sollte, daß ihre Oma Leute mit der Pistole bedroht hat.
    Bei der Begegnung von Leon und Mo wird deutlich, daß Mo seit ihrem letzten Zusammentreffen viel reifer ist.


    Und Dani zeigt bei der Krise doch Gefühle: sie hatte wohl ein wenig Angst um ihre Schwester, die sie in den Klauen einer bewaffneten Oma gesehen hat. Und in der Folge führen sie endlich das lange überfällige und klärende Gespräch. Durch die ungerecht verteilte Liebe der Eltern wurden die Schwestern damals regelrecht gegeneinander ausgespielt und Mißverständnisse geschürt. Schlimm, wenn Beziehungsdramen immer auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden.
    Mit meiner Vermutung, daß Dani und Mo unterschiedliche Väter haben und das in dem Brief stand, den Dani Mo nicht verziehen hat, lag ich richtig. Und ich denke, ein DNA-Test wird das Blut als András' Blut nachweisen, die Indizien sind sehr eindeutig. Daß er mit gefälschten Papieren eingereist und vor allem als Chirurg gearbeitet hat, obwohl er keine Approbation hatte, ist ein Ding! Damit hatte ich nicht gerechnet. Auch wenn András neue Frau nichts dafür kann, aber ich hoffe, daß Dani ihn wegen der fehlenden Approbation und vor allem wegen dem Mord dran kriegen wird.


    Zutrauen tue ich ihm den Mord sofort, wie kann man seiner Tochter bloß so einen gruseligen Schwachsinn von Rosemary Kennedy und der Lobotomie erzählen. Ich kannte diesen Fall durch eine andere Leserunde, daher haben sich mir direkt bei Erwähnung des Namens sämtliche Nackenhaare aufgestellt.


    Die beiden Schwestern werden jetzt sicherlich nicht ein Herz und eine Seele sein, aber es ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, sie beginnen aufeinander zuzugehen.


    Zuerst dachte ich, das wird es doch jetzt nicht zwischen Aarto und Mo gewesen sein und habe mich riesig gefreut, als er bei Mo auftaucht. Aber als Mo sich in den See absinken läßt, habe ich nochmal die Luft angehalten, aber glücklicherweise entscheidet sie sich klar für das Leben und kann mit der Vergangenheit endlich abschließen. Aartos Reaktion war auch toll, eine reine Liebeserklärung. Leon hätte Mo sicherlich nur Vorwürfe gemacht und sie gefragt, ob sie (mal wieder) verrückt wäre.


    Das war wieder ein ganz tolles Buch und ich bin schon etwas traurig, daß es bereits zu Ende ist.


    Ach ja: Aino hat damals tatsächlich die Familienfotos geschossen, die nicht das sind, was sie vorgeben. Dadurch bekommen Ainos kritische Bemerkungen zu Mos Fotografie noch mehr Sinn.

  • Ich habe das Buch bereits gestern beendet, weil ich einfach nicht mehr warten konnte. War aber auch ganz gut so, habe einfach meinen gesamten restlichen Abend damit verbracht und kurz vor der Schlafenszeit war ich dann durch. Dann konnte ich noch mal über Nacht sacken lassen, was auch nötig war. Noch eine ganze Menge Schocker zum Ende.


    Schade, dass mein schlechtes Gefühl bei Ainos Gesundheit Recht behalten hat. Da hat sie ihre Erkältung verschleppt, bis es einfach zu schlimm geworden ist. :( Und zu ihrem wirklich Plan: Hm. Ich bin noch nicht mit mir selbst einig geworden, wie ich das finden soll. Einerseits war ja klar, dass Aino etwas nach Helsinki getrieben hat, von dem wir noch gar nichts wissen konnten, andererseits war das ja schon ganz schön heftig. Das ganze Konstrukt an sich war krass, das hat mir richtig die Luft weggenommen. Schön für Aino, dass sie diese eine Nacht irgendwie aus ihrem Gedächtnis verdrängen konnte, sodass sie doch noch ein recht unbeschwertes Leben hatte. Ich kann mir vorstellen, dass sie durch das Bild so richtig in einen Sog oder Wahn gezogen wurde, der eventuell erst verursacht hat, dass sie so negativ über das Leben oder die Verschwendung von Lebenszeit nachgedacht hat. Und der Wunsch nach Rache ist durch den Wahn natürlich immer stärker geworden. Trotzdem kann ich diese Selbstjustiz nicht gutheißen — so unfair das damals auch behandelt wurde. Wer weiß, ob sie danach noch mit sich hätte leben können. Ich finde es hier sehr wahrscheinlich, dass sie quasi aufgegeben hat, nachdem sie ihre “Lebenstat” indirekt doch noch vollbracht hat.


    Das mit Mos Vater hätte ich so gar nicht erwartet, das hat mich total überrascht. Eine falsche Identität, wow. Richtig gruselig, wenn man sich vorstellt, dass man von einem Menschen behandelt wird, der nicht richtig zum Arzt ausgebildet wurde. Für mich war diese Enthüllung und dann die Andeutung, dass Ermittlungen eingeleitet werden, eine einzige Genugtuung. Dieser Mann hat durch seine Taten mehrere Leben zerstört und dabei hat er selbst nur betrogen. Kann doch nicht sein, dass er einfach unbehelligt sein Leben weiter lebt, während andere immer noch leiden.



    Bei der Begegnung von Leon und Mo wird deutlich, daß Mo seit ihrem letzten Zusammentreffen viel reifer ist.


    Im Gegensatz zu Leon, der hat bei diesem letzten Treffen nur das Bild eines armen Würstchens bei mir zurückgelassen.



    Die beiden Schwestern werden jetzt sicherlich nicht ein Herz und eine Seele sein, aber es ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, sie beginnen aufeinander zuzugehen.


    Es wird wohl noch lange dauern, bis sie wieder richtige, liebende Schwestern sein können, falls überhaupt. Aber ich fand es schon bemerkenswert, wie dieses Erlebnis mit Aino außerhalb ihrer Schwesternbeziehung sie wieder zusammengeführt hat und sie sich quasi bedingungslos geholfen haben (“quasi”, denn am Ende kam ja doch noch die Rechnung von Dani :D ).


  • Im Gegensatz zu Leon, der hat bei diesem letzten Treffen nur das Bild eines armen Würstchens bei mir zurückgelassen.


    Ja, das empfand ich genauso, Leon macht hier keine gute Figur.



    (“quasi”, denn am Ende kam ja doch noch die Rechnung von Dani :D ).


    Wahrscheinlich wollte Dani es nicht gleich übertreiben ;D Die Rechnung ist vllt. eine Art Puffer, um ihre Schwester erstmal nicht zu sehr an sich ran zu lassen. Wer weiß, vllt. bekommt Mo mit der Zeit noch etwas Rabatt.

  • Das Aino Aki umbringen will, hätte ich ja so gar nicht erwartet.
    Und sie ist schon eine kleine Heuchlerin, hält Mo vor, noch nicht abgeschlossen zu haben (ja nicht ganz direkt), aber das hat sie wohl auch nicht. Jetzt mag ich Aino noch weniger. Und das liegt einfach daran, dass sie Mo Sachen vorwirft in denen sie selber nicht besser ist. Aber sie wirkt für mich echt.


    Aino ist nun auch gestorben. Ich glaube auch, dass sie es auch so gewollt hatte. Das war ja jetzt ihr Ziel gewesen und hat sich ja auch mit Medikamenten vollgepumpt, damit es geht. Irgendwann wenn man so krank ist, hat man wohl auch keine Lust mehr zu Leben. Ich weiß ja nicht, wie es vorher war.


    Gut das Mo endlich mal ein paar Sachen im Flieger anspricht mit Dani, so lässt sich ja einiges klären. Und es hilft vielleicht auch den Hass ein bisschen runterzuschrauben.


    Der Vater von Mo hat sie ja auch nicht mehr alle. Das ist ja schon länger klar. Aber was er da Mo erzählt, ist unmöglich. Und dann noch dieses, denk mal drüber nach? Hä, sowas auch...
    Und auch den Rest den Mo rausgefunden hast, einfach ein Hammer.


    Das Aarto zu Mo kommt, finde ich ja toll. Dem muss ja was an ihr liegen. Wirkt nicht wie jemand der einfach so geht. Und das mit dem Kaffe und der Urne finde ich ja auch geil ;)


    Das Ende passt für mich. Sie ist mit Aarto zusammen und es ist ja so weiter alles offen gelassen, was passieren kann, wie das Leben.


    Und jetzt lass ich das alles noch ein bisschen wirken. Aber hat mir schonmal alles sehr gut gefallen.
    Wurde hier nicht enttäuscht und dabei hatte ich so eine Angst, dass mir das Buch nicht gefallen würde...

  • Wahrscheinlich wollte Dani es nicht gleich übertreiben ;D Die Rechnung ist vllt. eine Art Puffer, um ihre Schwester erstmal nicht zu sehr an sich ran zu lassen. Wer weiß, vllt. bekommt Mo mit der Zeit noch etwas Rabatt.

    .


    Da bin ich ziemlich sicher, aber 180-Drehungen brauchen einfach ihre Zeit. :) Immerhin hat Dani das Flugticket bezahlt. Und es war ja schon ein erster großer Schritt für beide, einmal ehrlich zueinander zu sein, selbst wenn das erst einmal nur bedeutet, offen einzugestehen, wie mies man miteinander umgegangen ist. Immerhin lädt Danae Mo ja nun auch zu sich nach Hause ein und lässt privat ihre Maske etwas mehr fallen. Und sie sagt Aarto ja, wo er Mo finden kann ...


    Liebe Grüße
    Nina


  • Und sie ist schon eine kleine Heuchlerin, hält Mo vor, noch nicht abgeschlossen zu haben (ja nicht ganz direkt), aber das hat sie wohl auch nicht. Jetzt mag ich Aino noch weniger. Und das liegt einfach daran, dass sie Mo Sachen vorwirft in denen sie selber nicht besser ist.


    Ja, da ist sie wohl das Pendant zum Kette rauchenden Arzt mit 100 Kilo Übergewicht und roter Knollennase, der einem missionarische Vorträge über die Risiken von Fastfood, Feierabendbier und Bildschirmarbeit ohne Sport hält. ;)


    Zitat

    Wurde hier nicht enttäuscht und dabei hatte ich so eine Angst, dass mir das Buch nicht gefallen würde...


    Das ist toll! Darauf einen finnischen: :elch:

  • Zitat

    Richtig gruselig, wenn man sich vorstellt, dass man von einem Menschen behandelt wird, der nicht richtig zum Arzt ausgebildet wurde.


    Ja, absolut gruselig! Wenn man bei google den Suchbegriff "falscher Arzt" eingibt, wird es noch unheimlicher. Solche Fälle gibt es immer wieder mal. Und die aktuellsten sind noch gar nicht lange her. Ein falscher Schönheitschirurg ist sogar auch dabei, wuah! :o


    Liebe Grüße
    Nina

  • Immer noch ein tolles Buch - nur Onerva hat aus meiner Sicht eine etwas zu kleine Rolle darin gespielt - sie hat Aino ja eigentlich erst zu Matilda zurückgeführt. Wobei "toll" die Untertreibung des Jahrzehnts ist: ich fand es einfach sensationell gut!


    Und: liebte Mikael denn nun Aino, Matilda oder beide - ich möchte ja glauben, dass es Aino war, der seine eigentliche Begierde galt und dass sie dadurch einen Kreis des Begehrens bildeten: Aino begehrte Matilda, Matilda Mikael und Mikael Aino - so schließt es sich wieder oder so könnte es zumindest sein. Mikael ist tatsächlich Aartos Opa!


    Das Ende war schon sehr traurig und ich hätte es mir ein kleines bisschen glanzvoller vorgestellt, aber so passt es auch.


    Das Schwesternverhältnis hat sich ein bisschen gefestigt und zwar auf eine sehr reduzierte Art und Weise, die sich perfekt in die ganze Geschichte hineinfügte. Vor allem, da ja beide einiges vewinden mussten: Danae vor allem, dass ihr Vater ein anderer war (das war aber langfristig sicher eher eine angenehme Nachricht) und alle beide, dass der, der offiziell ihr Vater war, mit einem falschen Pass und der Approbation seines Cousins lebte.


    Und der Tod von Aino war natürlich ein Schlag, aber ich denke mal, sie hat sich das Ende auch rund gemacht und letztendlich ihren Frieden gefunden! Und für Mo und Aarto gab es ein Happy End, was ja vielleicht auch Aino auf den Weg gebracht hat. Und ich kaufe mir am Wochenende eine Tasse mit der kleinen Myy - das muss jetzt sein! Und denke beim Teetrinken jedes Mal an Nina und ihren schönen Roman!


    Ich hätte mir am Ende ein Glossar gewünscht zu all den finnischen Begriffen, die im Buch vorkommen - so blieb alles ein bisschen unklar. Und dabei verstehe ich ein kleines Bisschen Finnisch, vom Estnischen her.


    Mein Lieblingssatz zum Ende: "Es ist eine Sache, nicht an die Familie zu glauben, aber eine ganz andere, sie zu verlieren." S. 501
    Ja, die Sätze, die Zitate: ich bin gar nicht der Typ für, so fleißig wie hier schreibe ich nur alle Jubeljahre heraus. Das muss schon ein ganz besonderes Buch sein, das mich zu sowas bringt - und das ist es, ganz eindeutig!


  • Da bin ich ziemlich sicher, aber 180-Drehungen brauchen einfach ihre Zeit. :) Immerhin hat Dani das Flugticket bezahlt. Und es war ja schon ein erster großer Schritt für beide, einmal ehrlich zueinander zu sein, selbst wenn das erst einmal nur bedeutet, offen einzugestehen, wie mies man miteinander umgegangen ist. Immerhin lädt Danae Mo ja nun auch zu sich nach Hause ein und lässt privat ihre Maske etwas mehr fallen. Und sie sagt Aarto ja, wo er Mo finden kann ...


    Liebe Grüße
    Nina


    Genau, Dani ist für ihre Verhältnisse schon ein großes Stück auf Mo zugegangen.



    Ja, die Sätze, die Zitate: ich bin gar nicht der Typ für, so fleißig wie hier schreibe ich nur alle Jubeljahre heraus. Das muss schon ein ganz besonderes Buch sein, dass mich zu sowas bringt - und das ist es, ganz eindeutig!


    So ging es mir aber auch.

  • Ja, ich weiß, es ist das Ende des letzten Abschnitts, aber während des Lesens, saß ich die ganze Zeit neben dem Raum, in dem wir Aino wähnten, ich fragte mich dauernd, ob sie noch lebt, ob sie die Kamera heil nach Hause gebracht hat..
    Der Karton:
    Als sie Aarto davon erzählt, kapiert dieser schnell, das Moira es hinter sich bringen muss, er kickt den Motor und fliegt mit ihr nach Hause.. Auch schön, er verhandelt nicht viel, er macht einfach..
    Aarto bleibt bei ihr.. na endlich findet sie die Kraft ihn zu öffnen..eine ganze Fallstudie verbirgt sich darin. Was Suzana ihr zB mit dem Bild angetan hat, war grausam, aber man kann es ihrem Vater mit auf die "Rechnung" setzen..
    Was ist das mit ihrer Mutter und dem Bootssteg, war es wirklich ein Unfall? Warum nur hat Suzana das Bild aufgehoben?


    Und endlich sehen sie auch in Ainos Zimmer nach..und sie ist nicht da..
    :o
    Aarto weiß wieder schnell, was zu tun ist und durch einige unmögliche Fäden, die er zieht, finden sie eine heisse Spur..und ja, sie finden Aino.. aber Aino hat vorher Aki gefunden, beinahe hätte sie ihn erschossen..meine Güte, das alte Frollein ist aber immer für eine Überraschung gut, sie setzt immer noch einen drauf..also hatte ich tatsächlich eine richtige Vermutung..was die Handtasche anbelangt..
    Hechel und jetzt schnell wieder in die Geschichte eintauchen, ich muss wissen was Aino noch alles ausspuckt, ausser Blut..sorry, ich bin aufgewühlt..
    :ohnmacht:

  • Zitat

    Hechel und jetzt schnell wieder in die Geschichte eintauchen, ich muss wissen was Aino noch alles ausspuckt, ausser Blut..sorry, ich bin aufgewühlt..
    :ohnmacht:


    *Eine-Tasse-Kaffee-mit-einem-Löffel-Finlandia-rüberschieb* ("Mit einem Schuss" sollte man hier ja besser nicht sagen, oder? :o)



    Liebe Grüße
    Nina


  • Immer noch ein tolles Buch - nur Onerva hat aus meiner Sicht eine etwas zu kleine Rolle darin gespielt - sie hat Aino ja eigentlich erst zu Matilda zurückgeführt. Wobei "toll" die Untertreibung des Jahrzehnts ist: ich fand es einfach sensationell gut!


    Ja, ich finde es auch super toll, aber eigentlich geht es mir mit allen Büchern von Nina so. Sucht!


    Und: liebte Mikael denn nun Aino, Matilda oder beide - ich möchte ja glauben, dass es Aino war, der seine eigentliche Begierde galt und dass sie dadurch einen Kreis des Begehrens bildeten: Aino begehrte Matilda, Matilda Mikael und Mikael Aino - so schließt es sich wieder oder so könnte es zumindest sein. Mikael ist tatsächlich Aartos Opa!


    Ich bin eigentlich überzeugt, dass Mikael Matilda liebte.


    Das Ende war schon sehr traurig und ich hätte es mir ein kleines bisschen glanzvoller vorgestellt, aber so passt es auch.


    Ich denke es geht nicht besser. Wenn Aino überlebt hätte, dann schwer krank und leider besteht durchaus die Möglichkeit, dass sie dann nie wieder eine eigene Entscheidung treffen konnte. Sie wollte ja ncht mehr. Am Ende ihre Lebens war sie zufrieden, glaube ich. Sie hat Matilda gerächt und sie hat einem jungen Menschen auf den Weg geholfen.


    Das Schwesternverhältnis hat sich ein bisschen gefestigt und zwar auf eine sehr reduzierte Art und Weise, die sich perfekt in die ganze Geschichte hineinfügte. Vor allem, da ja beide einiges vewinden mussten: Danae vor allem, dass ihr Vater ein anderer war (das war aber langfristig sicher eher eine angenehme Nachricht) und alle beide, dass der, der offiziell ihr Vater war, mit einem falschen Pass und der Approbation seines Cousins lebte.


    Ich denke das ist für die Schwestern nicht so wichtig wie die Erkenntnis, dass er der Mörder ihrer Mutter war. Das zu verdauen ist sicher schwer. Überraschend, dass im Unbewußten Danae schon vorher darauf tippte.


    Und der Tod von Aino war natürlich ein Schlag, aber ich denke mal, sie hat sich das Ende auch rund gemacht und letztendlich ihren Frieden gefunden! Und für Mo und Aarto gab es ein Happy End, was ja vielleicht auch Aino auf den Weg gebracht hat. Und ich kaufe mir am Wochenende eine Tasse mit der kleinen Myy - das muss jetzt sein! Und denke beim Teetrinken jedes Mal an Nina und ihren schönen Roman!


    Gute Idee!

  • Hab das Buch schon seit vorgestern durch, aber irgendwie musste ich doch alles erst mal sacken lassen ...


    Ist halt etwas komplett anderes als die von ihr gewohnte Jugendliteratur.


    Das Ende war echt traurig. Teilweise aber auch erfreulich. Mo`s und Danaes Verhältnis ist zum Glück nicht mehr so angespannt. Ausserdem hat Aino Mo sehr viel mit auf den Weg gegeben und Aarto hat ihr auch ein Stück geholfen zu vertrauen.
    Aino konnte den Tod von Mikael noch rächen.


    Bin irgendwie aber immer noch hin und hergerissen. Es ist ein echt tolles Buch, mit tollen Charakteren. Aber sehr anstrengend zu verdauen.


    Danke für die tolle Leserunde mit euch! Ich muss das Ende noch etwas sacken lassen, aber mach mich mal an die Rezension!

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.



  • Ich denke es geht nicht besser. Wenn Aino überlebt hätte, dann schwer krank und leider besteht durchaus die Möglichkeit, dass sie dann nie wieder eine eigene Entscheidung treffen konnte. Sie wollte ja ncht mehr. Am Ende ihre Lebens war sie zufrieden, glaube ich. Sie hat Matilda gerächt und sie hat einem jungen Menschen auf den Weg geholfen.


    Sehe ich genauso, Aino wollte nicht mehr bewacht und kontrolliert werden, so wollte sie nicht leben, kein Wunder, das sie mit Moira die Chance zur Flucht ergriffen hat. Sie hat alle Kraftreserven die sie noch hatte und nicht mehr hatte mobilisiert und gelogen was die Balken bogen, gerade das sie zum Schluss noch mit der Wahrheit (?) herausrückte. Sie hat sich nichts geschenkt, aber sich auch viel gut geredet.. Auf der einen Seite hatte sie jedes "Recht" auf Rache, was Aki und seine Freunde, Mikail und Matilda angetan haben ist .. keine Worte - oder zuviele..
    Ich frage mich jetzt, wenn die anderen noch gelebt hätten, hatte sie auch vor, denen im grauen Kleid zu erscheinen..da wurde klar, wofür sie den strengen "Dresscode" wollte..Aki fiel von selbst um.
    Aarto hätte ihn bestimmt noch gerne gesehen.

  • *Eine-Tasse-Kaffee-mit-einem-Löffel-Finlandia-rüberschieb* ("Mit einem Schuss" sollte man hier ja besser nicht sagen, oder? :o)



    Liebe Grüße
    Nina


    Danke, der war bitter nötig! Bis tief in die Nacht habe ich gelesen, aber jetzt bin ich fertig und einerseits glücklich so ein schönes Buch gelesen zu haben und andererseits traurig, das es "rum" ist.
    :bussi:
    Ich muss auch noch anmerken, das diese dunkelblauen Stunden zum Lesen deines Buches für mich am Schönsten waren.
    Die Atmosphäre verdichtet sich zu einer alten Sehnsucht, in ganz langen Atemzügen habe ich die letzten Worte aufgesogen..
    Pusu + Kiitos

  • Mir hat das Ende gut gefallen...
    Für Aino hätte es anders nicht laufen können, ohne "schrecklich" oder "kitschig" zu werden.
    Sie wäre ja entweder in den Fängen ihrer furchtbaren Familie gelandet oder aber sie hätte einen "Ausweg" gefunden - was aber doch eher unrealistisch geworden wäre.
    So haben wir hier auch den totalen Cut zwischen Moira und Ainos Familie, was ich sehr gut finde !!


    Moira ist auf einem guten Weg... ohne das es hier kitschig wird, ohne rosarote Wölkchen oder so. Ich finde das ziemlich glaubhaft so wie es jetzt ist.


    Auch die Beziehung zu ihrer Schwester.


    Aarto ist schon ein bißchen als das Sahnehäubchen hinterhergereist, aber das ist völlig okay so :flirt:


    Zumal es auch hier nicht "rosarot"endet sondern eben mit "einer Möglichkeit". Was die beiden nun draus machen wissen wir ja nicht.


  • Wie schön! :D
    Und danke! Ja, die blauen Stunden ... die liebe ich auch!


    Liebe Grüße
    Nina