03 - Seite 200 bis 285 (ab Zeitreisen)

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  • Ich musste weiter lesen und ich muss mich wirklich bremsen.


    Komisch ist es schon, die nüchternen Männer so anders zu sehen. Das schlechte Gewissen nagt an ihnen und scheinbar ist es nur eine kurze Freude, ein ausreißen aus dem Alltag, der sie nun wieder in seinen Krallen hat.


    Hier wird nun wieder deutlich, was Mo mit ihren Bildern einfängt. Es ist nicht ein Moment, der insgesamt keine Rolle spielt, wie die Mutter, die auch mal auf ihre Kinder wütend ist oder einfach genervt und sie aber eigentlich liebt. Sie hat einen Moment von Glück eingefangen, der sonst verloren gegangen wäre. Ich finde das toll.


    Aino im modernen Helsinki, ohje, ich kann sie verstehen. Wenn ich heute in meine Heimatstadt komme, dann fehlt auch so viel von dem, was sie für mich zur Heimat gemacht hat. Dazu kommt, dass Bahnhofsvorpätze ja immer ein Gewühl sind und der Krach eben groß. Aber toll wie sich Aino fängt und zielstrebig ins Museum fährt.
    Nun erfahren wir endlich mehr über den Grund der Fahrt. Aino sucht also nach den Gründen für das Verschwinden ihrer Freundin. Ich bin total begeistert von der Energie, die sie in ihre Aufgabe steckt und ich freue mich, dass sie in Mo den richtigen Begleiter gefunden hat.
    Schön, dass wir so ganz nebenbei etwas aus der finnischen Nationalkultur erfahren. Und wieder spiegelt sich das Bild von Danae in allem. Mo muss ihre Schwester sehr lieben und bewundern.
    Aber dann das Bild von dem Leichnam. Hat Mo ihre Mutter gefunden, vielleicht sogar fotographiert? Nebenbei, was ist in dem Karton? Warum traut sie sich nicht ihn aufzumachen? Ich war ja sehr erleichtert, als sie ihn nicht ins Meer geworfen hat.


    Mo tut mir so leid, warum kann sie sich niemandem anvertrauen?


    Und dann kommt etwas, was eben auch Finnen ausmacht - sie tanzen (übrigens nicht nur Tango und zwar den speziellen finnischen Tango, der mit dem Standarttanz nichts zu tun hat und auch nicht sehr viel mit dem Argentinischen) Finnen tanzen gern auch ihre Volkstänze. Ich finde das ist ein großes Plus.
    Die Szene fand ich einfach wundervoll und auch das Leuchten, das Ainos AUgen erreichte.


    Aha, ich ahne, wer die Fotos in Leons Album gemacht hat. Hier geht es also um zwei völlig verschiedene Arten zu photographieren.
    Ainos Geschichte ist berührend und so natürlich, so viel normales Leben im Krieg. Trotz des Krieges wirken aber noch die Klassenunterschiede und die zwei Mädchen müssen ihre Freundschaft geheimhalten. Dann ist Mathilda weg und Aino konnte nicht erfahren, was mit ihr passiert ist. Aber nun will sie es wissen.
    Die Szene als die Mutter ihr Kind aus den Armen reißt, ohne sich zu bedanken ist sehr realistisch. So was kenne ich auch. War es das schlechte Gewissen oder der Schock? Aber ich finde es so toll, dass Mathilda Aino dazu bringt, dem Kind zu winken und die Begründung ist so richtig wie genial. Ich habe so was noch nicht irgendwo gelesen.


    Dann endlich der Gesuchte (bisschen blöd, dass es der letzte ist, aber Murphy schlägt wohl zu). Aino erschrickt als sie ihn sieht. Warum? Sie nistet sich bei ihm ein mit einer sicheren Selbstverständlichkeit. Warum macht Aaron mit?
    Ist Aaron das Gegenstück zu Leon? Mir gefällt er ja und ich glaube Mo gefällt er auch, aber da ist ja noch eine Sanna....
    Er hat also Aino das Wohnzimmer überlassen und seine Sachen in eine Zimmer geräumt. Obwohl er davon nicht begeistert ist, macht er mit. Es erinnert mich an Mo zu Beginn ihrer Reise. Aino hat was an sich, oder?


    Interessant die Verbindung zu Heulern. Ich denke schon, dass sie so heißen, weil ihr Ruf nach der Mutter wie heulen klingt, aber in Verbindung mit dem Märchen wirkt es nochmal anders.


    Also war Mo das "schleimige Papagirl" Danae muss schon sehr eifersüchtig gewesen sein und Mo hat alles versucht, etwas gegen die Bevorzugung zu tun und die Liebe ihrer Schwester zu behalten. Aber da war wohl nicht viel zu machen. Hat Danae den Verdacht, dass der Vater die Mutter ermordet hat wirklich oder ist es nur um das Verhältnis zwischen Mo und ihrem Vater zu stören? Was ist das für ein Verhältnis mit Susanna? Sie ist verzweifelt und unglücklich, weil sie den Mann nicht halten kann und geht in den Alkohol und läßt dann alles an Mo aus, will aber auch eine Famiie haben und macht also ab und zu auf Familie? Sie ist sicher sehr verzweifelt und unglücklich, als sie merkt, dass Mo sich eine andere Familie gesucht hat und sie immer wieder belogen. Die Reaktion ist natürlich trotzdem völlig daneben, aber die Frau muss sehr unglücklich sein.
    Allerdings scheint sie nicht die erste zu sein, die Mo schlägt. Denn Mo erkennt das Gefühl ja wieder. Arme Mo. Was werden wir noch erkennen und warum kümmert sich Danae nicht um ihre Schwester und holt sie da weg?


    Mo sucht Familie und liebt Menschen wegen der Familie nicht um ihrer selbst willen. Komisch, denn ich glaube, dass Beatas Mutter genauso war wie Beata. Ein Hausmütterchen und Aidans Familie macht diesen attraktiv. Da läuft was ziemlich schief bei Mo und ich gehe davon aus, dass Aino das in Ordnung bringen wird.


    Es ist so spannend. Kommt mal alle schnell nach!

  • Was für ein supertolles Buch! Ich schwelge richtig darin und bin schon jetzt ganz traurig, dass ich bereits die Hälfte hinter mir habe!


    Diese Beschreibung von Helsinki ist einfach grandios, natürlich war auch ich - wie Aino und Mo - im Kunstmuseum und zwar 2012 in einer Helene Schjerfbeck-Ausstellung (sie wird ja auch erwähnt) und habe auch Bilder Gallén-Kallela gesehen. Die sind wirklich eindrucksvoll, er hat auch andere, aber diese Reihe, in der er Kalevala und andere Mythen/Sagen interpretiert, die eröffnet ganz neue Welten! Es im selben Jahr eine Sonderausstellung mit seinen Bildern in Düsseldorf, da wollte ich gar nicht mehr raus. Auch ich habe, wie Ainos Mutter, einige Postkarten seiner Gemälde, die ich immer wieder anschaue! Ich kann mir gut vorstellen, was sie in Mo auslösten!


    Ich fand auch die Erwähnung der Felsen neben der Hochhaussiedlung (S. 264) ganz toll und treffend, das ist mir auch immer wieder aufgefallen, diese "Naturgewalt" inmitten des Urbanen! Helsinki ist eine Stadt mit ganz vielen Brüchen in dieser Hinsicht und gerade das gefällt mir supergut!


    Der Abschnitt hat schon so gut angefangen mit der Rückverwandlung des finnischen Mannes - eigentlich in ein Häufchen Elend - herrlich!


    Dann sind natürlich die Schilderungen aus dem Krieg (ich wusste gar nicht, dass Helsinki so starke Bombenangriffe erlebte) auch sehr besonders, die Episode zu Matilda Virkunen und zu der Künstlerin, die sie gemalt hat. Was für ein spannendes Geheimnis! Lebt Matilda möglicherweise wirklich noch?


    Und dann der Besuch bei Aarto und die Übernahme von dessen Wohnung durch Aino! Unglaublich! Der hat mich ein bisschen an die "Leningrad Cowboys" erinnert, die Szene insgesamt an die Filme von Kaurismäki, die ich liebe (vor allem "Der Mann ohne Vergangenheit"), das ist dieses spezielle finnische, herb-reduzierte, das da rüberkommt.


    Ein paar unglaublich tolle Sätze habe ich auch hier wieder gefunden:


    "Mir war nicht klar, dass meine Schwester eine Sirene ist. Aber ein finnischer Maler hat sie durch Jahrhunderte hindurch erkannt." (S.215)


    "Ich weiß schon, warum meine Fotos Beweise sind: Weil sie nicht zulassen, dass Wirklichkeiten einfach wieder verschwinden, als hätten sie nie existiert." (S. 201)


    Ja, ein Buch, von dem ich mir wünsche, es würde nie enden...

  • Mir gefällt das Buch immer besser – obwohl ich es bisher schon toll fand.


    Ainos Geschichte über ihre Freundschaft mit Matilda finde ich sehr spannend und ergreifend. Und ich kann es sehr gut verstehen, daß sie nach all den Jahren die Hintergründe von Matildas Tod wissen will, bevor sie keine Zeit mehr dazu hat. Spannend ist auch die unterschiedliche Wirkung der Bombenangriffsgeschichte auf Mo und auf Aino: während Aino von Matilda fasziniert ist, geht Mo das verlassene Kind nicht aus dem Kopf – und reflektiert damit ihre Vergangenheit und Probleme mit Familien. Sie wird dadurch gezwungen, sich mit ihren Dämonen der Vergangenheit auseinanderzusetzen.


    Mo ist regelrecht besessen davon, eine eigene Familie zu haben, zu der sie gehört, das wird bei ihrem Verhalten gegenüber Beatas Familie (was den Eltern sicherlich damals zu denken gegeben hat) und Aidan gegenüber deutlich. Auch auf ihn läßt sie sich ein, weil er so herzlich mit seinem Vater umgeht.


    Mos Panikattacke bei dem Anblick des Bildes ist ja sehr extrem und ich habe mich gefragt, ob sie damals womöglich ihre tote Mutter gefunden hat bzw. die Leiche gesehen hat. Andererseits wurde mehrmals erwähnt, daß man ihr die Beerdigung und damit den Anblick der Leiche „erspart“ hat. Vllt. war genau das ein Fehler und Mos Phantasie geht bis heute hier mit ihr durch?


    Die Szene in der Metrostation, als die Menschen einfach so das Tanzen anfangen, fand ich sehr schön. Überhaupt haben die Finnen scheinbar einige Charakterzüge, die ungewöhnlich erscheinen, z.B. daß Aino in der Nacht wildfremde Menschen anruft und diese sich dann noch bereit erklären, weitere Verwandte anzurufen, um Aino zu helfen. Wenn du hier in Deutschland jemanden aus dem Bett klingelst, wird er dich wahrscheinlich alles mögliche heißen, wenn er von deinem Anliegen erfährt.


    Aber der Hammer ist, wie Aino Aartos Wohnung regelrecht entert :D Damit hätte ich nie und nimmer gerechnet, daß er das zulässt, zumal er nun in auf einer Matratze schlafen darf. Warum reagiert Aino eigentlich so geschockt, als sie Aarto sieht? Ist es wirklich nur sein Aussehen oder erinnert er sie an jemanden? Immerhin gehört ihm das Aquarell, vllt. gibt es hier eine familiäre Verbindung zu Onervas oder Matildas Familie?


    Und wir erfahren noch etwas mehr über Suzana: der Beiname Eisenhand kommt nicht von ungefähr, ihr rutscht bei Mo öfters die Hand aus, und das ziemlich heftig! Kein Wunder, daß sich Mo in Beatas Familie flüchten will. Suzana erscheint mir von Beginn an ziemlich besitzergreifend; vllt. hat sie die Hoffnung, daß sie über Mo deren Vater an sich binden kann, denn sie scheint ja zu wissen, daß er es mit der Treue nicht sehr ernst nimmt, verschließt aber die Augen davor. Und für den Vater ist die Lösung auch sehr bequem, er muß sich dadurch nicht mehr großartig um Mo kümmern und kann noch mehr reisen. Wozu heiratet so ein Mensch überhaupt? Ist er seiner neuen Frau gegenüber genauso treulos und seinem Kind gegenüber so gleichgültig? Und Dani wurde nach ihrem Ausflug, dessen wahren Gründe sicherlich herausgekommen sind, ins Internat abgeschoben.


  • Nebenbei, was ist in dem Karton? Warum traut sie sich nicht ihn aufzumachen? Ich war ja sehr erleichtert, als sie ihn nicht ins Meer geworfen hat.


    Ich bin auch froh, daß sie in nicht ins Meer geworfen hat - ich bin doch auch neugierig, was da drin ist.



    Mo tut mir so leid, warum kann sie sich niemandem anvertrauen?


    Ich hoffe ja, da Aino es irgendwie schafft, Mos Schale zu knacken.



    Und dann kommt etwas, was eben auch Finnen ausmacht - sie tanzen (übrigens nicht nur Tango und zwar den speziellen finnischen Tango, der mit dem Standarttanz nichts zu tun hat und auch nicht sehr viel mit dem Argentinischen) Finnen tanzen gern auch ihre Volkstänze. Ich finde das ist ein großes Plus.
    Die Szene fand ich einfach wundervoll und auch das Leuchten, das Ainos AUgen erreichte.


    Das mit den Finnen und Tango war mir überhaupt nicht bekannt. Ich muß mal sehen, ob ich dazu eine Video finde.



    Aha, ich ahne, wer die Fotos in Leons Album gemacht hat. Hier geht es also um zwei völlig verschiedene Arten zu photographieren.


    Das dachte ich auch.



    Diese Beschreibung von Helsinki ist einfach grandios,


    Ich kenne Helsinki bisher nicht, auch kaum Bilder von dort, aber Ninas bildstarken Beschreibungen machen neugierig.



    Dann sind natürlich die Schilderungen aus dem Krieg (ich wusste gar nicht, dass Helsinki so starke Bombenangriffe erlebte) auch sehr besonders,


    Das ist ein Kapitel der Geschichte, welches mir so auch nicht bekannt war.


  • Und dann der Besuch bei Aarto und die Übernahme von dessen Wohnung durch Aino! Unglaublich! Der hat mich ein bisschen an die "Leningrad Cowboys" erinnert, die Szene insgesamt an die Filme von Kaurismäki, die ich liebe (vor allem "Der Mann ohne Vergangenheit"), das ist dieses spezielle finnische, herb-reduzierte, das da rüberkommt.


    Ja, nicht? :-)) Ich liebe diese reduzierte, auf den Punkt konzentrierte Art der Unterhaltung auch, fand sie bei meinen Interviews fürs Buch in Helsinki anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Ich dachte einige Male: Warum ist mein Gesprächspartner denn so mürrisch und schlecht gelaunt?
    Ohne die Kaurismäki-Filme (die diesen "Gesprächscode" natürlich noch etwas karikieren und übertreiben) wäre ich da anfangs wahrscheinlich (wie so einige Deutsche, so habe ich mir sagen lassen) etwas verwirrt gewesen. ;D


    Liebe Grüße
    Nina


  • Ja, nicht? :-)) Ich liebe diese reduzierte, auf den Punkt konzentrierte Art der Unterhaltung auch, fand sie bei meinen Interviews fürs Buch in Helsinki anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Ich dachte einige Male: Warum ist mein Gesprächspartner denn so mürrisch und schlecht gelaunt?


    Ich bin ja mit Esten aufgewachsen, die genauso sind, bin aber selbst von Neigung und Naturell her eher Lettin (da kommt meine Mutter her). Mein Vater war der einzige mir bekannte Este, der am Stück gequasselt hat, alle anderen (und das waren viele) waren so auf den Punkt, wie Du das beschreibst. Bei Feiern dauerte es stundenlang, bis die in Schwung kamen...

  • Die Tangolinks sind ein Traum! Der Typ mit dem langen Zopf in dem Flashmob (den ich mir ebenfalls genauso vorgestellt habe) sieht genauso aus wie mein finnischer Kollege Pekka aus einem EU-Projekt, der mir von seiner Tangobegeisterung erzählte....

  • Das sind tolle Links, vor allem der Flashmob !


    Das Buch gefällt mir weiterhin richtig gut... ich bin aber wirklich immer noch froh, das Familientreffen hinter mir gelassen zu haben. Auf den Teil, in dem wir irgendwen von der Verwandschaft (egal ob Moiras oder Ainos) wiedertreffen, freue ich mich auch kein bißchen :o
    (Wobei ich ja nicht weiß ob da noch mal wer auftaucht, rechne aber damit).


  • Auf den Teil, in dem wir irgendwen von der Verwandschaft (egal ob Moiras oder Ainos) wiedertreffen, freue ich mich auch kein bißchen :o
    (Wobei ich ja nicht weiß ob da noch mal wer auftaucht, rechne aber damit).


    Die Vorstellung schiebe ich auch ganz weit weg von mir, denn das bedeutet sicher auch dicken Ärger für Mo.


  • Sind ja viele verschiedene Tangoarten dabei.


    Polka-Tango fehlt! ;D


    Liebe Grüße
    Nina



    PS:
    Apropos Polka (die auch sehr viel getanzt wird): Braucht jemand heute einen wirklich schlimmen Ohrwurm?
    Dann klicke man auf den Klassiker:


    Und das ist die Coverversion, die ein wunderbarer Klingelton fürs Handy ist (zumindest sind danach alle wach):
    8)

  • Ich denke nicht, dass es Ärger bedeutet. Wenn Mo zurückkommt, dann viel erwachsener und sicherer und dann klärt sich das vermutlich ziemlich einfach. Mit Leon würde ich an ihrer Stelle kein Wort mehr wechseln und meiner Schwester, egal wie sie drauf ist, ein Dankeschön senden, dass sie mich rechtzeitig aus dieser Verbindung geholt hat.
    Irgendwie könnte ich mir vorstellen, dass Mo in Finnland bleibt.


  • Dankeschön! Aufgrund meiner baltischen Erziehung kann ich super Polka tanzen, selbst wenn man mich mitten in der Nacht weckt... demnächst mit der passenden Mucke. Mal sehen, was mein deutscher Mann dazu sagt, der davon keinen blassen Schimmer hat.... vielleicht sollte ich mit ihm nach Finnland fahren und es auf einen Flashmob ankommen lassen, das ist dann wenigstens mit Sicherheit keine reine Polka!

  • Ich hatte in diesem Abschnitt leider einen totalen Lesehänger... was aber nicht mit der Geschichte zu tun hatte, sondern ich den irgendwie immer bekomme, wenn viele historische Fakten eintrudeln...
    Und in diesem Abschnitt gab es ja ziemlich viele davon.
    Bin nun aber auch durch ... und finde das Buch weiterhin toll...


    Ich frag mich auch, was da mit Suzana abging... Schlimm sowas!!! Und auch das gesamte Verhältnis der "kleinen Familie" find ich erschreckend. Danae wird vom Vater sehr vernachlässigt und lässt ihren Frust immer wieder an Mo aus, teilweise ist sie aber auch sehr nett zu ihr.
    Die arme Mo, ist in allem hin und hergerissen und kann es im Grunde keinem Recht machen, klar dass sie in eine "neue Familie" flüchten will.


    Ganz toll fand ich in diesem Abschnitt, dass Aino ihre kostbarsten Erinnerungen, die sie bisher keinem erzählt hatte, nun vor Mo offenlegt.
    Ausserdem fand ich Ainos Aussage, Mo`s Sichtweise gegenüber auch klasse: "Ich kann nicht nur eine Hand von einem Menschen nehmen. Alles oder Nichts. Ein Mensch ist nämlich kein Bildausschnitt..."

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.