03 - Seite 200 bis 285 (ab Zeitreisen)

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  • Das Leben ist leider ja auch nicht immer Hollywood...
    Ich denke aber auch, dass viele Leser von dir es sich damit schwertun, dass du in zwei Kategorien schreibst und deswegen evtl. was anderes erwarten!?


    Das spielt vielleicht auch ein wenig mit hinein. Ich versuche es deshalb auch wirklich ganz klar und überall zu kommunizieren, dass das Erwachsenenbuch etwas anderes ist als die Jugendbücher - deshalb auch die extra Homepage für diese Kategorie. Und immerhin steht ja auch Ullstein auf dem Buch ...


    Liebe Grüße!
    Nina


  • Allerdings denke ich auch, dass man eine solche Situation überhaupt nicht nachvollziehen kann, wenn man selbst nie etwas ähnliches erlebt hat. Wir können uns da schon glücklich schätzen! Deshalb kann ich gar nicht wirklich sagen, warum genau die Mutter ihre Tochter “vergessen” hat, und verurteilen möchte ich sie auch nicht. Aber mich hat dieser Satz zum Ende der Szene berührt: wie lange das Kind wohl braucht, bis sie vergisst, dass ihr Mutter sie bei diesem Angriff im Stich gelassen hat (oder so ähnlich).


    Ich kann mir das persönlich auch überhaupt nicht vorstellen, aber du hast völlig Recht: Wir waren (zum Glück) noch nie in einer solchen Situation. Und leider haben sich laut Schilderungen von Augenzeugen und Betroffenen solche Szenen im Krieg bei einem Angriff zuweilen wirklich abgespielt. Der Mutter kann man sicher keinen Vorwurf machen, solche Reaktionen gründen auf extremstem Schock, wo sich alles nur noch auf Flucht reduziert, das bewusste, planende Denken setzt aus - und immerhin hat sie ja reflexartig zumindest das Baby festgehalten. Sie sucht ja auch später nach ihrer Tochter und wird sich, wenn sie wirklich alles realisiert hat bestimmt ewig Vorwürfe machen.


    Liebe Grüße!
    Nina

  • OMG ich habe das Gefühl, ihr rennt schon wieder so durch das Buch.
    Ist aber natürlich bisher ein sehr schönes Buch und wäre es kein Leserunde, hätte ich es am Wochenende wohl schon durchgelesen.


    Endlich in der Ausstellung angekommen, verschweigt Aino noch immer, was sie da genau möchte. Dieses Mädchen auf den Bild, wer ist das und warum will sie den Besitzer finden?


    Das Mo sich übergeben musste wegen den Bild ist schon echt heftig. Ich frage mich, was genau sie erlebt hat. Denn hier merkt man, wie wenig sie das alles verarbeitet hat. Es wurde ja im Vorkapitel von Unfall geredet. Hört sich so an, als ob die Mutter ertrunken wäre.


    Aino und Matilda hatten kein leichtes Leben oder eher Jugend. Sowas muss man echt nicht erlebt haben. Die Geschichte die Aino aber erzählt finde ich sehr spannend. Ich bin ja gespannt, ob sie rausfindet, was mit Matilda geschehen ist.


    Aarto ist ja schon ein komischer Kerl. Ich finde sowas immer komisch, da ich einfach immer drauf los rede.


    Ich frage mich auch, was der Vater gegen Dani hatte. Es sind natürlich nur ganz wenige Momente die ich sehe, so dass ich kaum einen Einblick oder eher Überblick erhalten kann. Jetzt erhalte ich aber wenigstens ein Bild von Suzanna, sie war also die Freundin ihres Vaters und hat sie wohl auch geschlagen. Was ist bloß los gewesen, in ihrer Kindheit. Warum ist Suzanna so, das ist echt erschreckend.


  • Wenn ihr wollt, könnte ihr euch die Ateneum-Bilder mal direkt anschauen. In dem Fotoalbum zur Recherchereise sind es die Fotos 7 bis 10 (also ziemlich weit vorne): http://www.ninablazon.com/index.php?thema=8


    Schön finde ich ja das erste Bild davon, wo du wie Mo zwischen den Schülern durchschaust ;)


    Ach und liebe Nina, ich finde die Personen so gut wie sie sind. Jeder hat Ecken und Kanten und es geht nicht einfach alles weg, von jetzt auf gleich, was man erlebt hat. Vielleicht können manche, die solche Erfahrungen gar nicht gemacht haben, sowas auch nicht nachvollziehen.



    Schon wieder so ein emotionaler und berührender Abschnitt. Es gefällt mir richtig, wie sich die Beziehung von Aino und Mo immer weiter entwickelt. Und dass Aino Mo sogar schon so intime Erlebnisse erzählt, die bisher niemand wissen durfte.


    Das finde ich auch sehr schön. War auch richtig überrascht, dass sie geredet hat, dachte das dauert bei ihr länger. Aber langsam fasst sie vertrauen zu ihr. Auch wenn Aino nicht alles an ihr mag.



    Matilda scheint ein ganz besonderes Mädchen gewesen zu sein. Ich finde es immer besonders sympathisch, wenn jemand offensichtlich andere Denkweisen hat, sich dessen aber gar nicht bewusst ist und dann damit ganz natürlich anderen Menschen guttut.
    Ich bin wirklich gespannt, was mit ihr passiert ist. So ganz untypisch halte ich es nicht, falls die (reiche) Familie sie eher für tot erklärt hat als zuzugeben, dass sie ins Irrenhaus musste.


    Ja Matilda fand ich auch sehr besonders.
    Und das die Familie sie versteckt, ist ja auch bei einigen normal, da sie sich einfach schämen. Ich finde es schlimm, dass eine Person auf Andere projiziert wird, auch wenn man ja nicht die Person ist. Außerdem denke ich, dass sie sie vielleicht wegschaffen wollten, auch wenn sie nicht dahin gehört, einfach nicht normal für die war.

  • Das spielt vielleicht auch ein wenig mit hinein. Ich versuche es deshalb auch wirklich ganz klar und überall zu kommunizieren, dass das Erwachsenenbuch etwas anderes ist als die Jugendbücher - deshalb auch die extra Homepage für diese Kategorie. Und immerhin steht ja auch Ullstein auf dem Buch ...


    Liebe Grüße!
    Nina


    Du würdest in unserem SF Club viele Zustimmungen bekommen. Die Männer dort regen sich über die All-Age-Bücher auf.

  • Sabo... was meinst du denn mit schwelgerischte.. :-\ ???


    Na, da konnte man am meisten drin schwelgen, Nostalgie trifft auf Dramatik, die Wunder des Krieges..etc


    @Rhea..genau! :-) Das hat mich sofort in eine Ainus Zeit geworfen, der Leser, ein stiller Zuschauer.. Ich musste trotzdem unsinnigerweise dauernd an die Wäsche denken, die sie vertragen sollte..wahrscheinlich, weil Matilda von ihren Träumen und Zielen erzählt hat und Ainu es so barsch durch ihre eigene harte Realität weggewischt hat.. "Unsinn, ich muss Wäsche austragen.."
    In diesem Moment zeigten sich die Unterschiede, ihre Familien würden einander nie akzeptieren, so groß war die gesellschaftliche Kluft, das hinderte die beiden trotzdem nicht daran, das zu werden, was sie füreinander waren..auch noch über den Tod hinaus.. Ich wünschte Ainu wäre es früher möglich gewesen..
    :) :)

  • Und ansonsten finde es mal wieder absolut toll, wie differenziert und sorgfältig ihr lest und mit wieviel "Möglichkeitsraum" und Neugier ihr die Figuren betrachtet (man könnte sie ja auch rundweg ablehnen, weil sie eben nicht dem Hollywood-Schema entsprechen).


    Mir ist wohl bewusst, dass die Figuren knifflig sind und dass sie den Lesern durchaus Toleranz abfordern (in einem anderen Forum wurden sie gerade ziemlich abgewatscht und verurteilt).


    Liebe Nina, wer kann was gegen Deine Figurenführung haben? Ich weiß nicht. Naja, Danae verstehe ich nicht und ich frage mich, ob in der Famlie Leons nicht auch ein wenig Differenzierung möglich ist. Allerding s weiß ich aus eigener ERfahgung, es reicht, wenn einer in der Familie was gegen dich hat, wenn es die Chef-Figur ist mit der sich niemand anlegt oder wo anlgeben sinnlos ist.
    Ich finde die Figuren sehr schön, gerade das aus dem Verschweigen und der eigenen Dunkelheit der Psyche entstehende Agressionspotenzial zwischen Mo und Aino ist einfach herrlich, den eigentlich mögen sich die beiden, aber ja nicht zugeben, weil nicht sein kann was nicht sein darf.
    Also ich finde Deine Figuren liebenswert und differenziert und mit unerwarteten Umschwüngen, soannend. Was braucht es noch?

  • Die Familie ist indiskutabel, ich weiß echt nicht, ob ich da noch "differenzieren" will..sie können doch nicht alle - vom Kanarienvogel bis zum Enkel und Exfreund - eine Entschuldigung für dieses Verhalten haben. Da ist mir die kraztbürstige Ainu noch die Liebste, aber auch sie hat ihre Momente, wo man ihr ein paar derbe finnische Flüche um die Ohren hauen will..aber ich mag knifflige Figuren, meistens sind sie es wert, sich auf sie einzulassen.
    Die Figurenführung ist herzerwärmend, wo findet man schon finnische Barbarossas, denen man sein Herz zufliegen lässt, schön, das Moira so etwas zulassen kann, sie ist überhaupt sehr offen für spontane positive Eindrücke, sie "pflückt" sich was sie erwischen kann..

  • Ich mag Deine Figuren auch total gerne, Nina :bussi:
    Also, natürlich habe ich zB Danae nicht ins Herz geschlossen, aber als Figur ist sie trotzdem klasse.


    Toll ist einfach, daß sie so "echt" sind mit ihren Ecken und Kannten und daß sie auch so "aus einem Guß sind". Sie machen immer mal DInge bei denen ich erst denke "Nee, oder !?" und dann aber doch finde, daß es einfahc gut zu ihnen passt, obwohl es für mich überraschend kommt.
    Wie im wahren Leben halt.


    Und Mo und Aino und Stacheligkeit sind eben trotz ihrer Sperrigkeit irgendwie liebenswert.


  • Die Familie ist indiskutabel, ich weiß echt nicht, ob ich da noch "differenzieren" will..sie können doch nicht alle - vom Kanarienvogel bis zum Enkel und Exfreund - eine Entschuldigung für dieses Verhalten haben.


    Und was ist mit Nadja?

  • Die Geschichte hat mich total gepackt. Die Vielschichtigkeit der Hauptfiguren finde ich einzigartig. Nach und nach öffnen sich die Schalen. es wird Schicht um Schicht abgeworfen und es kommen verletzte, sensible Menschenseelen, die sehr viel gelitten haben, ans Tageslicht. - Einfach grossartig!


    Wieviel Recherchierarbeit Nina geleistet hat, ist überall spürbar und wirkt direkt ansteckend. Ich habe mir eine Menge Infos zu Finnlands Geschichte runtergeladen und gelesen. Mir ist beim Lesen des Buchs klar geworden, wie rudimentär meine Kenntnisse sind, besonders was Finnland im Zweiten Weltkrieg betrifft. Ist es doch eher selten, dass mir so etwas beim Lesen eines Romans passiert.


    Ganz wunderbar fand ich auch die Ausführungen zum Epos 'Kalevala'und die Verknüpfung zu den Romanfiguren: Dani, als 16 Jährige, als die Sirene Aino und später erfahren wir ja, dass die so oft grimmige Aino als junge schöne Frau von Mathilda ebenfalls als Sirene gezeichnet wurde.


    Ebenfalls aufgefallen ist mir, dass Danae während Mos Kindheit 'Dani' war und erst später, wohl nach dem Bruch' zu 'Danae' wurde.

    Herzlichst<br />Margrith<br /><br /><br />Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

  • Jetzt geht es auch bei mir endlich weiter! Tut mir leid für meine Verspätung! Ich hatte eigentlich eine Prüfung, aber die wurde nun verschoben und das gab wieder einiges an Stress und Rennerei >:(


    Immerhin hab ich so etwas Zeit in Ruhe zu lesen ;) Auch wenn es natürlich trotzdem doof ist, weil ich jetzt den ganzen Stoff im Kopf habe :'( Naja, ändern kann ich leider auch nichts. Da wende ich mich doch liebre Mo und Aino zu! ;)


    Aino ist mein Superstar, die Frau hat was, die gefällt mir total ;D In Helsinki anzukommen und dann so von Menschenmassen buchstäblich überrannt zu werden, wow. Das ist bestimmt beängstigend. Es sieht ja logischerweise auch alles ganz anders aus als in ihrer Erinnerung. Wenn ich das erste Mal dieses Jahr nach Frankfurt reise werde ich Ainos Gefühle vielleicht noch ein bisschen besser verstehen, zwar nicht dieses Gefühl, dass die Stadt anders ist als erwartet und gekannt, aber zumindest das Gefühl der vielen Menschen und der leichten Überforderung werde ich bestimmt gut verstehen können!


    Ich fand es total cool, wie sie sich wieder gefangen hat und dann schnurstracks zu diesem Kunstmuseum hin ist. Ich glaub, ich an ihrer Stelle, wäre erstmal total verängstigt gewesen. Aber die Frau hat Lebenserfahrung und Biss, das gefällt mir echt total gut an ihr! :)
    Die Beschreibungen von der Stadt haben mir auch gut gefallen, auch wenn ich noch nie in Helsinki war, hatte ich so doch schon ein grobes Bild von mir (was ich mit ein paar Bildern im Internet intensivieren konnte ;D)


    Und meine Ehrfurcht und Liebe für Aino nahm dann nochmal so richtig Fahrt auf, als sie die Wohnung von Aarto übernimmt! ;D Sie ist definitiv mein Highlight der Geschichte!


    Mit den "Kriegsgeschichten" konnte ich jetzt nicht so viel anfangen, aber ich mochte die Verbindung zwischen Aino und Matilda. Dass Aino wissen möchte, was mit ihrer Freundin ist, ist sehr verständlich. Mo hat bei der Geschichte ja eher die Familienebene interessiert. Da sieht man mal, wie sehr sie dieses Thema belastet und beschäftigt. Dass sie überall, auf ihren Fotos oder auch schon bei Geschichten, die sie hört, immer nur an Familien, Väter und Mütter denkt...


    Ansonsten fand ich die Tour durch das Museum eher langweilig, aber ich bin auch nicht mehr so kunstbewandert wie ich es noch zu Schulzeiten war.

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/


  • Mit den "Kriegsgeschichten" konnte ich jetzt nicht so viel anfangen,


    Aber Aino hat auch da recht, wir können uns nicht nur die netten Geschichten unserer Großeltern anhören. Der Krieg war ein Teil ihrer Geschichte und kein unwesentlicher. Wir sind privilegiert, weil wir in einer langen Zeit des Friedens zu leben. Leider ist es aber in der Welt nicht so. Deshalb finde ich solche Erinnerungen ganz wichtig. Gerade auch wenn hier die Flüchtlingsdebatten wieder so stark sind.



    Ansonsten fand ich die Tour durch das Museum eher langweilig, aber ich bin auch nicht mehr so kunstbewandert wie ich es noch zu Schulzeiten war.


    Ich empfand es nicht so, als müsse man bei der Tour durch das Museum kunstbewandert sein. Es ging doch hauptsächlich um die Sagenwelt Finnlands und die ist doch spannend. Vor allem, weil auch Bezüge zum Tod von Mos Mutter hergestellt wurden.


  • Schon wieder so ein emotionaler und berührender Abschnitt. Es gefällt mir richtig, wie sich die Beziehung von Aino und Mo immer weiter entwickelt. Und dass Aino Mo sogar schon so intime Erlebnisse erzählt, die bisher niemand wissen durfte.


    Das hat mir auch sehr gut gefallen und stellte ein Highlight für mich dar! :)



    Hach, Mos Vergangenheit wird immer bedrückender. Bei mir legt sich ja immer sofort ein Schalter um, wenn ich mitbekomme, dass jemand geschlagen wird. Dann werde ich direkt wütend und fordere im Kopf laut Gerechtigkeit. Aber was soll man denn tun? :( (Besonders jetzt hier in der Geschichte natürlich, da kann man ja nichts tun) Es ist ja schon vorher angeklungen, dass Mo wahrscheinlich misshandelt wurde und deshalb jetzt auch unter anderem Fotos wie die von Kim macht. Aber direkt noch mal von den Umständen zu lesen, ist noch schlimmer. Zunächst dachte ich noch, dass Suzana sich immerhin Mühe gibt und versucht, alles richtig zu machen, damit Mo sie mag. Wenn es mir auch insgesamt zu bemüht vorkam und sie Mo eher zu sehr bemuttert und deshalb nicht ernst genommen hat. Aber wenn man dann auch noch liest, wie leichtfertig der Vater Mo in fremde Hände gibt, wird mir ganz anders. Mal abgesehen von Dani, die ja so richtig abgeschoben wurde, die arme. Es kam mir so vor, als wäre der Vater so richtig froh, endlich wieder seine Freiheit zu haben. Das führt nur leider dazu, dass er nicht nur seine Töchter, sondern auch seine neue Freundin vernachlässigt und die lässt es ausgerechnet an Mo aus. Unfaire Welt.


    Ich finde Mos familiäre Hintergründe sehr traurig. Da kann man gut verstehen, dass ihr das auf der Seele lastet und sie überall die Augen (äh Entschuldigung, Linse ;D) offen hält und familiäre Bilder festhält.Immer auf der Suche danach Fehler zu finden. Denn ihre Erfahrungen haben sich eingebrannt und sie denkt natürlich, dass es doch überall so negativ sein muss, wie bei ihr. Vielleicht sucht sie dies ja auch verzweifelt, um sich selber so zu trösten (dass eben nicht nur bei ihr in der Familie traurige Umstände herrschten, sondern dass es auch bei anderen passiert. Als Kompensation für ihre Erfahrungen, damit sie sich nicht mehr so alleine damit fühlt).

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/


  • Aber Aino hat auch da recht, wir können uns nicht nur die netten Geschichten unserer Großeltern anhören. Der Krieg war ein Teil ihrer Geschichte und kein unwesentlicher. Wir sind privilegiert, weil wir in einer langen Zeit des Friedens zu leben. Leider ist es aber in der Welt nicht so. Deshalb finde ich solche Erinnerungen ganz wichtig. Gerade auch wenn hier die Flüchtlingsdebatten wieder so stark sind.


    Natürlich ist das wichtig, vor allem wenn man bedenkt, wie oft noch Schuldzuweisungen zu nachfolgenden Generationen gemacht werden, obwohl diese ja nicht die Kriege begonnen haben. Aber für mich ist das alles sehr sehr weit entfernt und in der Schule wurde das Thema recht ausgereizt. :)

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/


  • Natürlich ist das wichtig, vor allem wenn man bedenkt, wie oft noch Schuldzuweisungen zu nachfolgenden Generationen gemacht werden, obwohl diese ja nicht die Kriege begonnen haben. Aber für mich ist das alles sehr sehr weit entfernt und in der Schule wurde das Thema recht ausgereizt. :)


    In der Schule wurde viel theoretisch über den Krieg erzählt. Dann haben wir "Befreiung" gesehen und "Die Abenteuer des Werner Holt" gelesen, schlimmer waren meine Eltern, die der Meinung waren, ich müsse mir die Bilder vom Vietnamkrieg ansehen, damit ich den Krieg hasse. Dessen hat es bei mir nicht gebraucht. Es hat gereicht zu wissen, dass meine Mutter ihren Vater verbluten sehen hat, weil er einen Bombensplitter abbekommen hatte. Da habe ich schon als Kind Angst vor Krieg gehabt.

  • Ich finde Kriegsgeschichten sehr berührend, wenn sie von einzelnen Personen erzählen.
    Also, wenn es nicht um Jahreszahlen etc. geht sondern um "Menschen". Und da ist es mir dann auch egal "wie weit das weg ist", bzw empfinde ich es auch nicht so.
    Und zB von Finnland wußte ich vorher auch nicht wirklich viel, wie das dort im 2. Weltkrieg gewesen ist.


    Also, ich interessiere mich allgemein für Geschichte, aber schwerpunktmäßig für das Leben der "ganz normalen Menschen".


    Und hier im Buch ist es ja wichtig für die Story und für "den Menschen Aino". Da ist es für mich keinesfalls "weit weg" sondern gehört doch ganz nah zu der Person, von der erzählt wird.


  • schlimmer waren meine Eltern, die der Meinung waren, ich müsse mir die Bilder vom Vietnamkrieg ansehen, damit ich den Krieg hasse. Dessen hat es bei mir nicht gebraucht. Es hat gereicht zu wissen, dass meine Mutter ihren Vater verbluten sehen hat, weil er einen Bombensplitter abbekommen hatte. Da habe ich schon als Kind Angst vor Krieg gehabt.


    :o Was für eine traumatische, schlimme Erfahrung für Deine Mutter - und schlimm als Vorstellung für Dich als Kind!