02 - Seite 106 bis 199 (ab Walgesang)

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  • Entschuldigt bitte, dass ich bis jetzt (fast) ausgefallen bin und nicht mitdiskutiert habe. Ich wurde mit Notarzt und Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht und kann erst jetzt wieder weiterlesen. Somit werde ich nun etwas nachhinken. Es gibt ja auch sehr viel nachzulesen. Die Diskussionsrunde ist ja immer sehr spannend und ich möchte nichts verpassen! :-\

    Herzlichst<br />Margrith<br /><br /><br />Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

  • Ach Du meine Güte... Ich hoffe, es ist jetzt aber alles soweit wieder gut oder jedenfalls "gut auf dem Wege der Besserung", Heckenrose !?


    Viel Spaß jetzt beim Nachlesen und Weiterlesen.

  • Auch von mir gute Besserung und hoffe es geht dir besser?! LG

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

  • Vielen Dank für die guten Wünsche! :-* Man hat mir den Finger hoch gehalten und mich sehr zur Vorsicht ermahnt. Lesen ist ja Gott sei Dank Erholung! :lesen: Und Zeit zum Erholen muss ich mir nun nehmen. Hoffen wir, dass es wieder wird!


    Jedes Mal dann, wenn Bruchstücke aus Mos Kindheit hervorgeholt werden, sträuben sich mir die Nackenhaare!! Einfach schrecklich! Ich habe u.a. mit solchen Kindern gearbeitet und weiss um ihr Leiden und die unzähligen Verletzungen. Kein Wunder, dass sich Mo innerlich total verschliesst und panische Angst vor der vermaledeiten Schachtel hat! - Und trotzdem: Die Vergangenheit kann man weder wegwerfen, noch abschütteln. Man kann ihr nur ins Auge blicken und sich ihr stellen.


    - Nina, Du mutest Deinen Lesern so Einiges zu und zwingst sie, über so Vieles nachzudenken!


    Finnland -neue Ufer. neuer Anfang, neues Leben. Doch das wird bestimmt nicht so einfach sein!

    Herzlichst<br />Margrith<br /><br /><br />Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

  • Liebe Heckenrose,


    wie schön, dass du wohlbehalten wieder da bist! Und wir drücken hier die Daumen, dass bald wieder alles im Lot ist! :trost:


    Zitat

    Ich habe u.a. mit solchen Kindern gearbeitet und weiss um ihr Leiden und die unzähligen Verletzungen. Kein Wunder, dass sich Mo innerlich total verschliesst und panische Angst vor der vermaledeiten Schachtel hat! - Und trotzdem: Die Vergangenheit kann man weder wegwerfen, noch abschütteln. Man kann ihr nur ins Auge blicken und sich ihr stellen.
    - Nina, Du mutest Deinen Lesern so Einiges zu und zwingst sie, über so Vieles nachzudenken!


    Das fürchte ich auch ...


    Liebe Grüße :winken:
    Nina


  • Ich finde diesen Teil auch erholsamer als den ersten, ich glaube, weil Danae weit weg ist. Der "Krieg" zwischen Mo und Aino ist viel klarer, schlichter, die Fronten sind eindeutig. Und die Intrigendanae kann sich immer noch nicht raushalten und beschert Mo sozusagen im Ergebnis eine Reise nach Finnland.


    Danae und die ätzende Familie von Leon sind zwar weg, aber nun ist Aino da. Da spüre ich eine latente Agressivität, ich denke zwischen Aino und Mo wird es noch öfter mal krachen. Aber sie scheinen sich auf der anderen Seite ja gesucht und gefunden zu haben und brauchen sich offenbar auch. Ohne einander hätten sie den Absprung wohl nicht geschafft - der begann ja schon etwas kriminell ...


    Am allerallerallerbesten gefallen mir die Passagen zu Finnen & Alkohol - es ist wirklich DAS Thema: mein Vater war Este und als ich 1984 das erste Mal in seiner Heimat war (er galt als politischer "Feind" und durfte selbst nicht einreisen, ich war sozusagen die Vorhut) war ich im damals fast einzigen West-Hotel. Das hatte über 20 Etagen hatte (ich war ganz oben) und als ich das erste Mal den Aufzug betreten wollte, kam mir ein (älterer) besoffener Finne entgegengekrabbelt, buchstäblich, auf allen Vieren und hat vor meinen Füßen gek... ein zweiter schlief im Lift seinen Rausch aus und ich musste mit ihm nach oben fahren, wenn ich nicht zu Fuß gehen wollte! Das war traumatisch für mich, ich habe mich aber gottseidank schnell berappelt, denn solchen Herrschaften begegnete ich dann ständig - sie waren mehr oder weniger harmlos. Ich habe ihnen gottseidank keine Hilfe angeboten, ich hätte mich das gar nicht getraut.


    Die spinnen, die Finnen! ;) Scherz beiseite - je teurer oder schwerer an Alkohol zu kommen, desto schlimmer treiben sie es dann ... da stehen auch die Dänen oder die Isländer den Finnen in nix nach! Prost! Ich würde gerne wissen, welche Rechnung Leons Oma bei oder mit? den Finnen noch offen hat.


  • Entschuldigt bitte, dass ich bis jetzt (fast) ausgefallen bin und nicht mitdiskutiert habe. Ich wurde mit Notarzt und Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht und kann erst jetzt wieder weiterlesen. Somit werde ich nun etwas nachhinken. Es gibt ja auch sehr viel nachzulesen. Die Diskussionsrunde ist ja immer sehr spannend und ich möchte nichts verpassen! :-\


    Oh, ich hoffe, es geht Dir wieder besser!
    Mit Blaulicht ins Krankenhaus ... ohjeh ...
    Ich habe das in meinem Leben bisher 1x erlebt und fand es schrecklich, neben dem Kranksein an sich ...


    :)


    Ich bin auch noch nicht so weit wie die anderen, ganz einfach, weil dies ein Buch ist, das ich nicht abends im Bett noch lesen kann. Ich weiß auch gar nicht, woran es liegt. Vielleicht bin ich zu nah dran (emotional gesehen ) an solch unterschwelligem Familienzwist. Das Bedürfnis, die PKWs meiner Anverwandten oder Angeheirateten zu zerstören hatte ich allerdings noch nie. Ich war von der Agressivität Mos dann doch etwas entsetzt.

  • Manchmal frage ich mich, ob nur ich dann die Deutschen so erlebe. Z.B. wenn einer in der Kneipe kotzt und die Wirtin in rauswerfen will, nicht weil er gekotzt hat, sondern weil er sich entschuldigt hat - in Deutschland. Seit der Wende sehe ich sie überall, die Alkoholiker, die vor den Kaufhallen stehen oder schon liegen, wenn sie nicht am Rande der Bannmeile einen Platz finden. Leider sind sie nicht in der Sauna und riechen demzufolge schlimmer.


  • Ich mag den kleinen Finnisch-Grundkurs, auch die Benimm-Regeln scheinbar hilflosen Männer gegenüber..lol..
    "Paska" ist wirklich ein schönes Universal-Schimpfwort..Finnen bringen einen viel Blödsinn bei..
    ;)


    Mir ging das ebenso :)
    Das Kapitel 'Big Five' fand ich sehr witzig. Das war sehr erholsam :D

    Herzlichst<br />Margrith<br /><br /><br />Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.


  • Manchmal frage ich mich, ob nur ich dann die Deutschen so erlebe. Z.B. wenn einer in der Kneipe kotzt und die Wirtin in rauswerfen will, nicht weil er gekotzt hat, sondern weil er sich entschuldigt hat - in Deutschland. Seit der Wende sehe ich sie überall, die Alkoholiker, die vor den Kaufhallen stehen oder schon liegen, wenn sie nicht am Rande der Bannmeile einen Platz finden. Leider sind sie nicht in der Sauna und riechen demzufolge schlimmer.


    Ich bin abends nicht mehr soviel unterwegs ... aber kotzende Menschen in einer Kneipe habe ich bisher wirklich noch nicht erlebt, auch nicht zu früheren Zeiten. Ganz ehrlich! Dabei ist Aachen eine Studentenstadt, er wird viel gefeiert!
    :)
    Allerdings war ich oft bei einem Freund in London - damals gab es die Sperrstunde noch - da war Binge Drinking offenbar selbst bei seriösen Geschäftsleuten gesellschaftsfähig. Die Iren trieben es am schlimmsten ... aber mit denen es gab auch schöne feuchtfröhliche Abende mit viel Gesang! :)

  • :D Oh Gott, nachdem ich dann eingeschlafen war am PC bin ich abends nicht mehr dazu gekommen, hier meine weiteren Eindrücke zu posten :D Sowas ist mir aber auch noch nie passiert! (Naja besser ich schlafe vorm PC ein statt beim Lesen der Bücher ;D).


    Aino finde ich cool, sie ist nicht auf den Kopf gefallen und findet Mittel und Wege Mo dazu zu bekommen, mit ihr nach Finnland zu kommen (*hust* auch wenn diese Mittel und Wege ja alles andere als nur nett und freundlich zu fragen sind ;D)


    Ich finde ja Ainos Familie gemein. Erklären sie als unzurechnungsfähig, obwohl sie ja alles andere als das ist (ich find sie ist noch sehr kess und frech ;) ) und dann unterstützen sie sie noch nicht mal dabei, noch einmal ihre Heimat Finnland zu sehen. Ich würde meiner Oma sowas ermöglichen, wenn sie denn aus einem anderen Land käme. Ich würde mit ihr hinfliegen/fahren und ihr bei der Orientierung helfen.


    Aber Aino findet ja Mittel und Wege auch ohne familiäre Hilfe eine Begleitung zu finden ;D Wobei sie ja dennoch sehr stur und eigensinnig ist, wenn sie meint immer alles alleine machen zu müssen. Das sieht man ja auch, als Mo ihr versucht beim Duschen zu helfen. Da hat Mo sich zwar durchgesetzt, aber ich konnte Aino da auch gut verstehen. Mir wäre es auch unangenehm gewesen, mit jemandem Fremdes nackt unter der Dusche zu stehen und dann auch noch Hilfe zu bekommen. Andererseits ist das vielleicht der Eisbrecher, der die beiden eng zusammenschweißt :)

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/


  • Auf jeden Fall gefällt mir die gemeinsame Reise von Aino und Mo schon jetzt richtig gut. Die alte Dame überrascht echt immer wieder. Ich habe zwar nie so richtig glauben können, dass sie verwirrt und senil ist, doch in ihr steckt trotzdem noch so viel mehr.


    Aino ist in meinen Augen richtig cool und sympathisch :) Ich muss immer ein wenig an den Film Frau Ella denken, da geht es ja auch um eine rüstige Rentnerin und irgendwie hat Aino sowas für mich. (Wenn ihr den Film noch nicht kennen solltet, schaut ihn unbedingt, er ist wirklich toll!)



    Die Wortgefechte der beiden sind aber auf jeden Fall sehr amüsant. Für Aino wahrscheinlich das erste mal seit langem außerhalb des Heims eine Unterhaltung auf Augenhöhe. Niemand will sie unterbuttern, niemand ist vorsichtig, sondern Mo sagt das, was sie sagen will. Gut so! Und wie man in diesem Abschnitt schon sehen kann, wirkt das offensichtlich auch, denn sie sind sich schon wesentlich näher als vorher. Wenn man das überhaupt so nennen kann? Zu Beginn der Autofahrt war das alles noch so zweckmäßig, mittlerweile ist das aber schon anders. Ich glaube auch schon nicht mehr, dass Mo nur nach Finnland mit Aino flüchtet, weil sie es gewohnt ist wegzulaufen, sondern weil ihr tatsächlich was daran liegt, dass Aino dort wohl behütet ankommt. Da haben sich auf jeden Fall zwei Gleichgesinnte oder Artgenossen mit ähnlichem Schicksal gefunden.


    Im Klappentext stand ja auch schon, dass die beiden sich annähern und ich denke auch einfach, dass dieser "Roadtrip" nach Finnland die beiden so oder so aneinanderschweißen wird :) Reisen haben sowas aber auch irgendwie an sich: das Abenteuer, das man gemeinsam erlebt, die gemeinsamen Erinnerungen und Erfahrungen, Geheimniisse und der Spaß. Das führt Menschen ja immer zueinander hin. Dass wir dies nun direkt mitverfolgen können, finde ich richtig schön. Zumal zwischen den beiden ja auch schon ein Altersunterschied besteht und man normalerweise eigentlich nicht erwarten würde, dass sie Freundinnen sind, sondern eher Mutter-Tochter-Gefühle füreinander entwickeln würden. Wobei ich mich hier noch überraschen lasse, welche Gefühlsebene es schlussendlich zwischen den beiden wird :) Freundinnen oder eher familiäre Gefühle. Und dass Mo Aino behandelt wie jeden anderen auch und sie nicht mit Samthandschuhen anpackt finde ich auch sehr toll. Wenn man mit älteren Menschen nur so reden würde, als wären sie geistig umnachtet und nicht mehr fit, dann lässt das ja irgendwann auch nach. Natürlich ist es normal, dass man mit dem Alter abbaut und sich auch Dinge nicht mehr so merken kann. Aber das geht ja nur umso schneller, je mehr man wie ein Kind behandelt wird und je weniger man jemanden normal behandelt.

    Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel... und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen. (Walt Disney)<br /><br />http://skyline-of-books.blogspot.de/

  • Oh, ich hoffe, es geht Dir wieder besser!
    Mit Blaulicht ins Krankenhaus ... ohjeh ...
    Ich habe das in meinem Leben bisher 1x erlebt und fand es schrecklich, neben dem Kranksein an sich ...


    :)


    Ich bin auch noch nicht so weit wie die anderen, ganz einfach, weil dies ein Buch ist, das ich nicht abends im Bett noch lesen kann. Ich weiß auch gar nicht, woran es liegt. Vielleicht bin ich zu nah dran (emotional gesehen ) an solch unterschwelligem Familienzwist. Das Bedürfnis, die PKWs meiner Anverwandten oder Angeheirateten zu zerstören hatte ich allerdings noch nie. Ich war von der Agressivität Mos dann doch etwas entsetzt.


    Danke für die guten Wünsche! :) Ich lebe im Augenblick etwas auf Sparflamme ;)


    Mir haben Teile eins und zwei auch etwas zugesetzt. Der witzige Finnischkurs und 'Big Five' haben für den Ausgleich und manchen Lacher gesorgt. ;D

    Herzlichst<br />Margrith<br /><br /><br />Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

  • Absolut deiner Meinung! Aber kennt nicht jeder aus dem Bekannten-, Freundes-, Nachbars-, Kollegenkreis ... eine Geschichte von so einem miesen "warmen Wechsel"? Dass die neue Flamme dann drei Wochen später gleich das nächste Weihnachtsfest mit den Eltern bestreitet (und die Eltern da auch nichts sagen), habe ich im Bekanntenkreis auch schon erlebt. Man kann manchmal nur den Kopf schütteln.


    Liebe Grüße
    Nina


    Ich kenne das zwar auch, dass das nach außen hin so aussieht. Aber ich verurteile das nicht. Oft ist dann die gefühlsmäßige - die also eigentliche Trennung des einstigen Paares schon lange besiegelt - nur erst vor kurzer Zeit öffentlich bekannt und ausgesprochen.
    Das wirkliche Schlimme ist die Tatsache, dass Leon wohl nicht ehrlich ist in seiner Beziehung, dass er Geheimnisse hat, dass er MO wohl nicht wirklich liebt.

  • Ich finde es ein wenig anstrengend, alles zu sortieren.
    Mo hat ja nun diese Kiste "geerbt" und darin befindet sich so Einiges, das sie lieber verdrängt hätte. Wohl ein Tagebuch? ( die kursiv geschriebenen Stellen? oder sind es bloß Gedanken )
    Und ein Bild mit Wasserflecken, das Mo sehr erschreckt. ( ...DIESES Bild ... denkt sie ) Was hat es damit auf sich?
    Moiras Mutter hat sich eventuell umgebracht? Im Wasser? IN der Badwanne vielleicht? UNd diese Fotografie mit den Wasserflecken lag evtl. am Ort des Geschehens? Was ist darauf abgebildet?


    Mo und Danae sind also offenbar nach dem Tod ihrer leiblichen Mutter nicht zusammen aufgewachsen - irgendein Ereignis hat die beiden entzweit ( das wurde ja schon öfter angedeutet ).


  • Moiras Mutter hat sich eventuell umgebracht? Im Wasser? IN der Badwanne vielleicht?


    Ob Badewanne oder Badegewässer habe ich hier auch überlegt, weil im Prolog von Wasserpflanzen die Rede ist, könnte es eigentlich nicht die Badewanne gewesen sein. Andererseits gibt es diesen Erinnerungsfetzen mit der Badewanne ...

  • Ob Badewanne oder Badegewässer habe ich hier auch überlegt, weil im Prolog von Wasserpflanzen die Rede ist, könnte es eigentlich nicht die Badewanne gewesen sein. Andererseits gibt es diesen Erinnerungsfetzen mit der Badewanne ...


    Stimmt, ich habe die erste Seite noch einmal gelesen ...
    Beim ersten Lesen habe ich den Prolog einfach als Traum gedeutet, aber wahrscheinlich hat sich die Mutter der Schwestern Mo und Dai ja tatsächlich das Leben genommen. Das Foto mit den Wasserflecken zeigt ja wahrscheinlich die beiden Mädchen.