01 - Seite 5 bis 105

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  • Liebe Nina, liebe Mitleser/innen,


    hier treffen wir uns zur Leserunde zu dem Buch "Liebten wir" und ich begrüße alle TeilnehmerInnen und ganz besonders Autorin Nina Blazon - schön, dass Du uns wieder einmal begleitest!


    Ihr dürft Nina duzen.


    Bitte lest Euch kurz vorher nochmal die Informationen zu Leserunden und auch die Ausführungen zur Netiquette durch.
    Postet hier bitte erst, wenn ihr angefangen habt und etwas zu dem Buch zu sagen oder fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze zu sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.
    Auch ist es nicht nötig, den Inhalt nachzuerzählen, wir lesen ja alle das gleiche Buch.


    Es wäre schön, wenn ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte!


    Viel Spaß uns allen beim Lesen und Diskutieren! :winken:



    Hier könnt ihr zum Inhalt von Seite 106 bis 199 (ab Walgesang) schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.

  • Ich habe zweimal geguckt - es ist hier der erste Teil. Es ist ziemlich schmerzhaft diese ersten Seiten zu lesen. Zunächst die Beschreibung eines Todes im Wasser. Es ist also die Mutter von Moira. Aber es klingt nicht so, als sei es ein Unfalltod gewesen. War es Selbstmord? Hat die Mutter deshalb Schwimmen zu ihrem Hobby gemacht? Wurde sie von ihrem Mann misshandelt? Wie alt waren ihre Töchter?
    Dann die beiden Schwestern. Was ist da vorgefallen? Warum weigert sich Danae so sehr ihre Schwester zu lieben? Was tun sich die beiden an? Wieso hat Danae ihren Vater zur Hochzeit eingeladen?
    Moira habe ich sofort ins Herz geschlossen und es ist sicher ihr Trauma mit der Familie, dass sie in anderen Familien sucht, wo sich der Schmutz befindet, denn sonst würde sie ständig die tollen Familien sehen und denken sie lebt als einzige in einer kaputten.
    Ich frage mich allerdings, wieso sie der Meinung ist, dass die Fotos aus Leons Album nicht lügen? Wie kann sie einen Mann wegen seiner Familie lieben? 'Ich denke das wird gründlich schief gehen und ich leide gewaltig mit Moira beim Treffen mit ihrer Schwester und dann noch schlimmer beim gemeinsamen Treffen mit Leon. Meint Danae ihr stünde jemand wie
    Leon zu? Denkt sie ihre Schwester hätte wieder das bessere Los gezogen? Was ist mit ihrer Ehe? Gruslig! Ich habe noch nicht alles gelesen, aber diese Familienfeier kann nur schief gehen. Schon diese Anusch, ohje, da friert doch schon alles ein und Leons Empathie schein auf einmal weg zu sein. Die Begrüßung in der Familie ist ja auch nicht so wie sich Moira das vorgestellt hat. Ich befürchte, sie wird in der Familie mehr Schmutz erleben als sie sich vorstellen kann. Leon geht viel zu bereitwillig auf die Anmache der Schwester ein. Von dem sollte sie sich schnell trennen, wenn er möchte, dass sie aussieht wie ihre Schwester. Nach der Beschreibung müßte er eigentlich gleich auf Abstand gehen.
    Ich fürchte mich fast weiter zu lesen.

  • :winken:
    Moira ist Fotografin, hält sich mit Aufträgen über Wasser, wie Hochzeiten, das ist nicht unbedingt ihr Erstreben, aber sie macht eine Art Spiel daraus. Meistens kommt immer einer an, der ihr sagt, wie sie wo was am besten einfängt, das lässt sie genervt über sich ergehen und macht die Fotos so wie sie es gelernt hat und auch aus einem neugierigen Gefühl heraus. Die Kamera ist ihre Leinwand, sie lässt ihre Eindrücke und Empfindungen hineinfliessen. Das Hochzeitspaar bekommt perfekte Fotos, aber die Bilder, die wirklich eine Geschichte erzählen gibt sie nicht weiter. Was wäre das auch für ein Skandal, wenn die Braut schüchterne Blicke zum Trauzeugen wirft und dieser sie sehnsuchtsvoll in Empfang nimmt, die Schwiegermutter ihr Haar richten muss, weil es ihr vorher jemand durcheinander gebracht hat, der nicht ihr Mann ist..eine plötzliche Laufmasche..
    ;) Tiefenschärfe bekommt eine ganz andere Bedeutung..
    Das alles lässt sie ihren Freund Leon wissen, dem es plötzlich ob der Vorstellung gruselt, wie seine Freundin ihre Kamera handhabt und was sie dadurch alles sieht. Es kam mir so vor, als ob beide es kurz bereuten darüber gesprochen zu haben, es war zu persönlich. Leon möchte auf keinen Fall, das sie die Kamera zum Familien-Kennenlern-Tag mitnimmt, ausserdem hat dieses Recht schon eine seiner Schwestern, die gerade versucht das Fotografieren zu erlernen, natürlich ist sie schon "perfekt" und würde wohl sauer werden..kein guter Einstieg.
    ---
    Das Kapitel über die Narben, schleicht sich so an und zeigt ein persönliches Drama von einer jungen Kundin, wie ich es noch nie betrachtet habe.. (wie soll man auch, ohne eine solche Erfahrung) Das Wort "berührend" hat sich eigentlich schon abgenutzt, aber ich empfand es trotzdem so. Das Mädchen wurde misshandelt und empfand die Darstellung des Polizeifotos als äußerst herabwürdigend.. "Wie ein Stück Fleisch.." Ich kann es mir gut vorstellen, es setzt die Würde des Opfers herab und verliert durch die "lieblose Neutralität" an "Schwere".. Auf einem schön fotografierten Körper fallen Misshandlungen viel mehr auf, sie sind fehl am Platze, sie klagen an.. Auch eine stille Provokation, die Untat hinreichend ernst zu nehmen.
    Könnte sie so gedacht haben?

  • Also wirklich, Leon hat die blödeste Idee seit langem, er will auch noch Moiras Schwester kennenlernen, und überredet sie, sie anzurufen. Für deren Nummer, sie ein Extra-Handy hat..wow, wie "psycho". Nervös wählt sie die Nummer, doch sie hat Pech, Danae nimmt ab.. "Was willst du?" .. Schließlich verabreden sie sich in einem Restaurant, Danae hat ihren Sohn dabei, der allen Gästen durch seine laute nervige Stimme viel Geduld abverlangt.
    Genial der Vergleich mit Oskar Mazerath aus der Blechtrommel, sie nennt ihn Max Mazerath. Nie werde ich David Bennent als klein Oskarchen vergessen: "Wenn ich schrie, zerrrbrrach Kostbarrstes!!" Schauder..
    :o
    Scheint aber ganz zu der "Eisprinzessin" im schicken Anwaltskostüm, die seine Mutter ist, zu passen. Die timmung zwischen den Schwestern ist mehr als eisig..als Danae erfährt, das Moiras Freund Leon sie unbedingt kennenlernen will, hagelt es Spott und Schimpf und Schande, weil er russischstämmig ist, schon verpasst sie ihm den Namen "Igor"..
    Nun, soviel Kälte ist nicht normal, da muss etwas "Schlimmes" zwischen den beiden vorgefallen sein, etwas, das Danae nicht verzeihen kann. Ihr Daumen ist größer und mit sadistischer Freude drückt sie ihre Schwester nieder..
    ------
    Die Familienfeier ist nicht das, was ich erwartet habe, ich dachte es wird eine schöne Feier zwischen warmherzigen Menschen, mit deftigen Witzen und plumpen Vertraulichkeiten, die die Freundin ihres Sohnes mit offenen Armen empfangen..
    :o
    Man könnte nur noch heulen, wenn man Moira wär und als dann noch ihre Schwester vorbeikommt, ist das Chaos perfekt, die Zwei machen lange Gesichter und Danae führt sämtliche "Nachteile" von ihrer Schwester auf..
    Wie schlimm kann es beim ersten Date mit den Freundeseltern noch gehen??
    Doch es kann! Als Leon sich bei der "Berufsbefragung" in die Ecke gedrängt fühlt, sagt er:"ihre Schwester ist Anwältin!"
    (Und das war noch bevor Danae aufgetaucht ist, ich hätte ihn ...grrrrr..geschüttelt.)
    ...
    Der erste Abschnitt war schnell gelesen, ich bin gespannt, was da jetzt noch kommt!


  • Ich habe zweimal geguckt - es ist hier der erste Teil. Es ist ziemlich schmerzhaft diese ersten Seiten zu lesen. Zunächst die Beschreibung eines Todes im Wasser.


    Mir ist es auch so ergangen. Dieser Prolog wird bestimmt wieder seine Fäden über das ganze Buch hinweg spinnen. Was für ein Schicksal muss hinter einer solchen Todessehnsucht, der totalen Sehnsucht nach der Flucht aus dem Leben stehen? Bestimmt bedeutet es ein Abschotten des Innersten gegen Aussen. Aber die Geschichte dazu werden wir ja erfahren.


    Entspricht Moira mit ihrem Kamera-Blick nicht genau dieser Situation? Vielleicht nicht die Todessehnsucht an sich, aber ein sich nicht selber Preisgeben gegen Aussen, einer Flucht vor neuem Verletztwerden.


    Die Kamera begrenzt den Blick, erhascht einen bestimmten Ausschnitt. Ein Vergleich zu Moiras Innerem drängt sich mir geradezu auf. - Ich lese mal weiter ...

    Herzlichst<br />Margrith<br /><br /><br />Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.

  • Hallo liebe Nina und liebe Mitleser :winken:


    Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen (was anderes hätte mich bei Nnas Büchern aber auch gewundert) und bin nun sehr gespannt, was Mo zusammen mit Aino erleben wird.


    Erstmal der Prolog, der ziemlich düster und deprimierend ist. Ist das Suzana, deren Tod wir hier erleben? Anfangs dachte ich, sie wäre wirklich ertrunken; ich hatte fest damit gerechnet, sie wäre ins Wasser gegangen, als Mo Hilke fragt, ob Suzana Selbstmord begangen hätte.


    Anfangs mußte ich ja grinsen, was Mo alles durch und mit ihrer Kamera entdeckt, das ist ja schon sehr spannend, wie genau sie hinschaut ;D Aber bei Leons frustrierter Reaktion kam ich dann doch ins Grübeln, warum sie das eigentlich macht, denn das war ja nicht das erste Mal. Und spätestens als sie die neuesten Fotos wieder als Bestätigung sieht, daß Familien grundsätzlich nicht zu trauen ist, war klar, daß in ihrer Familie irgendwas gravierend schief gelaufen sein muß.


    Sehr schön fand ich in diesem Zusammenhang den Satz: "Fotos verraten alles. Sie zeigen das, was gezeigt werden soll - aber darüber hinaus zeigen sie die Lücken in den Familien, die schadhaften Stellen am Haus." Mo sucht regelrecht nach diesen schadhaften Stellen.


    Mo ist wirklich extrem, wie sie alles und jeden analysiert, aber vllt. ist das auch das Geheimnis für ihren Erfolg als Fotografin, sie scheint dafür ja eine natürliche Begabung gehabt zu haben. Und ohne ihre Kamera fühlt sie sich schutzlos. Wie kam sie überhaupt zur Fotografie?


    Spielte in ihrer Familie damals auch Gewalt eine Rolle? Der Spitzname Suzana Eisenhand und Mos Bereitschaft, mißhandelte Mädchen und Frauen kostenlos zu fotografieren, sprechen dafür. Und was ist mit dem Vater? Ist es nur Enttäuschung auf Seiten der Töchter, weil er die Familie damals im Stich gelassen hat und sich nicht mehr um sie gekümmert hat? Andererseits, konnte Suzana damals alleine das Internat für Danae bezahlen? Wirklich scharf scheinen beide Töchter nicht darauf zu sein, ihren Vater wiederzusehen.
    Und ich denke nicht, daß die Fotos, die Hilke für Suzana deponiert hat, einfache Atelierfotos sind.


    Oder kam ein Stiefvater irgendwann in die Familie? An einer Stelle wird doch erwähnt, als Dani und Mo sich als Kinder noch besser verstanden haben, daß ihre Zeit zu dritt in x Stunden vorbei sein würde, was sie damals noch nicht wußten. Oder war das der Zeitpunkt, an dem Dani ins Internat kam? Aber hätte sie das wirklich erst so kurzfristig erfahren? Oder hat das Jugendamt eingegriffen? Hat das vllt. mit Mos Vorsatz als Kind zu tun, daß eine andere Familie in Zukunft ihr gehören soll? Ich bin sehr gespannt.


    Ihr Bedürfnis nach familiärer Liebe und Geborgenheit ist enorm, sie gibt ja selber zu, daß Leons Familie der Grund ist, warum sie mit ihm zusammen ist. Naja, und es stellt sich nachher raus, daß die Beziehung eher eine Seifenblase ist, so schnell wie er sich auf Danae eingelassen hat. Und Mo ist bereit, Lügen zu erfinden, um ja nur von ihrer wahren Familie abzulenken.


    Woher rührt die Sprachlosigkeit und Ablehnung zwischen den beiden erwachsenen Schwestern? Mo wirft Danae vor, daß sie mit ihrer Ausbildung immer voll unterstützt wurde, während das bei ihr nicht der Fall war. Und Dani scheint Mo vorzuwerfen, sich Dinge/Menschen (?) zu nehmen, die anderen gehören. In jedem Fall muß die Frustration sehr tief sitzen, wenn Dani, die doch eigentlich besser dasteht (aber vielleicht nicht glücklich ist?) Mo vor Leons Familie so ins offene Messer laufen lässt. Der Besuch entwickelt sich zu einem Albtraum und Mo muß sich wie einem schlechten Film vorkommen - und das meine ich jetzt nicht negativ auf das Buch bezogen, bitte nicht falsch verstehen.


    Ich finde es aber auch blöd, daß sich Leons Familie so sehr an der Ausbildung von Mo (und auch von Leon) aufhängt. Man muß nicht immer eine Ausbildung oder Studium haben, um seine Sache gut zu machen, was man an Inna sieht, die zwar eine fundierte Ausbildung durchläuft, aber scheinbar kein Talent als Fotografin hat. Inna fand ich übrigens ziemlich pubertär in ihrem Verhalten Mo gegenüber.


    Ich sehe Mo und Aino gar nicht so verschieden, bei stehen in der Familie als Außenseiter da, vllt. hat das Aino auch erkannt und sich deswegen zu Mo ins Auto gesetzt. Bei der Karambolage am Ende des Abschnitts mußte ich grinsen, eine gewisse Schadenfreude konnte ich nicht unterdrücken ;D Wenn Aino allerdings weiterhin so kratzbürstig gegenüber Mo bleibt, dann wird es aber spannend.


  • War es Selbstmord? Hat die Mutter deshalb Schwimmen zu ihrem Hobby gemacht? Wurde sie von ihrem Mann misshandelt? Wie alt waren ihre Töchter?


    Selbstmord war es nicht, an die Stelle kommst du aber noch. Aber stimmt, bei der Erwähnung des Hobbies Schwimmen habe ich auch die Verbindung zum Prolog gezogen.



    Genial der Vergleich mit Oskar Mazerath aus der Blechtrommel, sie nennt ihn Max Mazerath.


    Und bei Tante Mo war er plötzlich ganz ruhig, das würde mir zu denken geben.



    Man könnte nur noch heulen, wenn man Moira wär und als dann noch ihre Schwester vorbeikommt, ist das Chaos perfekt, die Zwei machen lange Gesichter und Danae führt sämtliche "Nachteile" von ihrer Schwester auf..


    Das habe ich auch überhaupt nicht verstanden, daß Dani sich dazu hinreissen läßt und einfach so bei der Feier auftaucht. In meinen Augen hat sie die ganze Zeit die Zerstörung der zarten Beziehung zwischen Mo und Leons Familie als Ziel gehabt. Hat Mo ihr irgendwann auch mal etwas zerstört, daß für Dani sehr wichtig war und worüber sie bis heute nicht weggekommen ist?

  • Oh Gott... was für furchtbare Familiengeschichten... Ich muß sagen, mir wurde fast übel beim Lesen der ganzen Abgründe die sich hier im Buch auftun.
    Ich finde es schrecklich, wenn Menschen sich so behandeln. Allen voran hier Daneas Verhalten ihrer Schwester gegenüber.
    Ehrlich gesagt verstehe ich aber auch nicht, warum Mo das Risiko auf sich nimmt, ihren Freund und ihre Schwester zusammen zu bringen. NICHTS was er ihr an den Kopf geworfen hätte, hätte doch so schlimm sein können wie das was Danane tut !?!?! Und sie WUSSTE doch wie es werden würde (zumindest hatte ich nicht den EIndruck daß irgendwas was Danae tut Mo wirklich überrascht hat)


    Und dann Inna... Hallo !?!? Was für eine blöde Oberzicke.
    Hier hätte aber auch Leon eingreifen müssen. Mo kann ja nicht wirklich was tun, beim ersten Treffen. Aber er hätte sie beschützen müssen, erst recht, wiel er ja weiß, was für eine Zicke seine Schwester sein kann.


    Die Großmutter ist ein rechter Besen, aber vielleicht offenbart sie ja jetzt bei der Flucht noch andere Seiten >:D
    Daß Moira die ganzen Auto "umfährt" finde ich übrigens dann doch etwas krass.


    Oh Gott und der arme Vogel... wie gruselig.
    Wobei ich es auch schon nicht okay finde, daß niemand Moira sagt, daß und warum die Gläser abgedeckt werden müssen. Daß Nadja es dann noch sagt, kann ja von den Erwachsenen niemand wissen.


  • Also wirklich, Leon hat die blödeste Idee seit langem, er will auch noch Moiras Schwester kennenlernen


    Na ja, das ist doch grundsätzlich eine ganz normale Idee, oder ? Er kann ja nicht wissen, daß die beiden kein... äh... gutes Verhältnis zueinander haben.



    Die Familienfeier ist nicht das, was ich erwartet habe, ich dachte es wird eine schöne Feier zwischen warmherzigen Menschen, mit deftigen Witzen und plumpen Vertraulichkeiten, die die Freundin ihres Sohnes mit offenen Armen empfangen..


    Ja, ich hatte auch erwartet, daß Moira da das richtige Gespür hätte.
    Aber vielleicht kann sie zwar die Fehler und Probleme erkennen, aber andersherum nicht das "Gute" - bzw eben nicht erkennen, ob es "gut" oder nur "Fassade" oder Zufall ist !?
    Warum sind die Fotos in Leons Album so ganz anders als die, die in der Wohnung der Familie hängen ?


    Ist das Suzana, deren Tod wir hier erleben? Anfangs dachte ich, sie wäre wirklich ertrunken; ich hatte fest damit gerechnet, sie wäre ins Wasser gegangen, als Mo Hilke fragt, ob Suzana Selbstmord begangen hätte.


    Ich dachte im Prolog sei das die Mutter von Danae und Moira ? Da steht doch daß sie das "Bild ihrer Töchter" sieht...
    Und auf Seite 31 steht dann etwas von den Mädchen und ihrer Mutter - da sind die Mädchen noch klein (Zauberwürfel und Papierkugeln... ) und es steht da, daß das "gemeinsame Leben der drei" nur noch 58 Minuten dauert, ich habe das so verstanden daß ihre Mutter kurz darauf ertrunken ist (siehe Prolog).
    Bei Leons Familie erzählt Moira , daß ihre Eltern starben als sie 7 Jahre alt war, und daß das nicht ganz gelogen ist. Ich denke also, in der Szene auf Seite 31 war sie 7 Jahre alt.


    Und Suzana ist doch die Patentante, die die beiden nach dem Tod der Mutter aufnimmt ? Und die dann "im Juni" stirbt wie Moira durch Hilke erfährt.


  • Das habe ich auch überhaupt nicht verstanden, daß Dani sich dazu hinreissen läßt und einfach so bei der Feier auftaucht. In meinen Augen hat sie die ganze Zeit die Zerstörung der zarten Beziehung zwischen Mo und Leons Familie als Ziel gehabt. Hat Mo ihr irgendwann auch mal etwas zerstört, daß für Dani sehr wichtig war und worüber sie bis heute nicht weggekommen ist?


    Nachdem ich mitbekommen habe wie die beiden Schwestern miteinander umgehen und Danae nicht nur aus einer Laune heraus Moira so behandelt, hat sie das mit voller Absicht getan, für mich sieht das nach Rache aus..Das einfachste was ich mir denken kann, ist, das Moira ihr vielleicht einmal den Mann weggenommen hat, oder das sie etwas offenbart hat, was die Beziehung zerstörte.. Das wäre ein logischer Grund dafür. Einfach so, macht man sich nicht diese Mühe..
    Was mich auch wieder fragen lässt, wieso hat sich Moira von Leon überreden lassen, sie hätte doch wissen müssen, das da nichts "Gutes" herauskommt, diese Schwester hätte ich keinem presentiert..
    Ich wette, das mit dem Brief war eine Anwaltsfinte, wahrscheinlich ist nur eine Einkaufsliste darin..etc.. guter Trick und bei der falschen Adresse, die sie nannte, fiel Leon natürlich gleich darauf rein.. ::)
    Mir kommt es so vor, als hätten die beiden sich gegeneinander vor ihren Familienangehörigen warnen müssen..

  • Hatte den Abschnitt gestern schon gelesen, komme aber leider erst heute dazu meine Eindrücke zusammen zu fassen...


    Als erstes muss ich sagen, dass Mo mir von Anfang an sympathisch erscheint und Leon auf den ersten Blick auch, das hat sich aber am Ende des Abschnitts rasch geändert... Danae ist mir von Anfang an sehr suspekt muss ich sagen-


    Leons Familie hatte es auch ab dem Zeitpunkt bei mir verscherzt, als rauskam, dass sie den Platz immer noch für Katharina - Leons Exfreundin - freihalten. Ab dem Zeitpunkt hätte ich mich glaub ich rasch davon gemacht. Aber der dreiste Kerl geht zeitgleich, statt für Mo dazusein, mit ihrer Schwester fremd... Autsch!
    Dem hätte ich die Hölle heiß gemacht, ich finde Mo`s Abgang war in Bezug auf die Umstände echt noch harmlos.


    Inna ist die Oberzicke schlechthin und absolut nicht mein Fall, ebenso, dass Leon vor Mo verheimlicht, dass er mit seiner Ex noch in Kontakt steht, bzw. Computerspiele spielt, find ich auch nicht ok.


    Irgendwie ist Mo von Anfang an aus vielem ausgeschlossen...


    Die Großmutter wird anfangs als einen ziemlichen Drachen dargestellt, aber irgendwie bin ich mir sicher, dass sich dort das Bild noch ändert und sie gar nicht so gruselig ist, wie sie erstmal dargestellt wird.

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.


  • Das habe ich auch überhaupt nicht verstanden, daß Dani sich dazu hinreissen läßt und einfach so bei der Feier auftaucht. In meinen Augen hat sie die ganze Zeit die Zerstörung der zarten Beziehung zwischen Mo und Leons Familie als Ziel gehabt. Hat Mo ihr irgendwann auch mal etwas zerstört, daß für Dani sehr wichtig war und worüber sie bis heute nicht weggekommen ist?


    Diese Frage stellt sich mir auch, aber ich bin mir sicher, dass noch rauskommt... bzw. hoffe ich es ;)

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

  • Na ja, das ist doch grundsätzlich eine ganz normale Idee, oder ? Er kann ja nicht wissen, daß die beiden kein... äh... gutes Verhältnis zueinander haben.


    OK..dann eine aktuell "blödeste Idee" nur auf diesen Fall bezogen..
    Aber, es ist auf jeden Fall eine blöde Idee, bei einem erstmaligen Familienkennenlern-Event die Schwester seiner Freundin mitzubringen..

  • Ich finde es auch komisch, also nicht, dass er Mo`s Schwester kennenlernen will, sondern, dass er sie gleich mit zu seinen Eltern nehmen will... das kommt schon komisch an, also auf die Idee würde ich nun beim ersten Aufeinandertreffen auch nicht kommen.

    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche die Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.


  • Ich dachte im Prolog sei das die Mutter von Danae und Moira ? Da steht doch daß sie das "Bild ihrer Töchter" sieht...
    Und auf Seite 31 steht dann etwas von den Mädchen und ihrer Mutter - da sind die Mädchen noch klein (Zauberwürfel und Papierkugeln... ) und es steht da, daß das "gemeinsame Leben der drei" nur noch 58 Minuten dauert, ich habe das so verstanden daß ihre Mutter kurz darauf ertrunken ist (siehe Prolog).
    Bei Leons Familie erzählt Moira , daß ihre Eltern starben als sie 7 Jahre alt war, und daß das nicht ganz gelogen ist. Ich denke also, in der Szene auf Seite 31 war sie 7 Jahre alt.


    Und Suzana ist doch die Patentante, die die beiden nach dem Tod der Mutter aufnimmt ? Und die dann "im Juni" stirbt wie Moira durch Hilke erfährt.


    Suzana ist nur offiziell die Patentante, tatsächlich steht sie in einem anderen Verhältnis, das wird an einer Stelle erwähnt. Daher war dann mein erster Gedanke, daß Suzana in Wirklichkeit Mo und Danis Mutter war, die sich jetzt umgebracht hätte (was sie nicht hat) bzw. damals etwas schlimmes getan hat, von dem Mo nicht will, daß es jemand erfährt, daher ihre Lügen mit der Patentante Suzana. Aber über die Zeitdiskrepanz bin ich auch gestolpert, einmal mit 7 Jahren und dann eben jetzt. Außerdem habe ich den Prolog auch so gesehen, daß die Mutter ertrinkt. Das war jetzt auch nur ein Gedanke von mir, bisher wurde noch nicht definitiv erwähnt, ob Suzana und ihre Mutter identisch sind. Genauso wenig, ob die Mutter im Prolog sich selbst ertränkt hat oder ob hier jemand nachgeholfen hat, immerhin war sie eine sehr gute Schwimmerin.


  • Ich finde es auch komisch, also nicht, dass er Mo`s Schwester kennenlernen will, sondern, dass er sie gleich mit zu seinen Eltern nehmen will... das kommt schon komisch an, also auf die Idee würde ich nun beim ersten Aufeinandertreffen auch nicht kommen.


    Das fand ich auch etwas komisch, er scheint mir schon arg angetan von Dani zu sein - oder Mo interpretiert das falsch, wir erleben das ja nur aus ihrer Sicht.


  • Ich wette, das mit dem Brief war eine Anwaltsfinte, wahrscheinlich ist nur eine Einkaufsliste darin..etc.. guter Trick und bei der falschen Adresse, die sie nannte, fiel Leon natürlich gleich darauf rein.. ::)


    Da war doch der Brief von der Hilke drin ? ???



    Aber, es ist auf jeden Fall eine blöde Idee, bei einem erstmaligen Familienkennenlern-Event die Schwester seiner Freundin mitzubringen..


    Ja, das finde ich auch... vor allem bespricht man das doch erst mal mit der Schwester (also mit Mo, meine ich) bevor man so eine Einladung ausspricht.
    Aber irgendwie war Leon wohl SEHR beeindruckt von Danae ::)


    Ich hatte in der Situation zuerst gedacht, daß Leon eben wirklich "eine große Familie in der ständig viele Gäste ssind" hat. Aber nachdem ich die Familie kennengelenrt habe, sehe ich die ja auch ein bißchen anders...Und Leon MUSS gewusst haben daß das gerade auch für Moira ein schwerer "Auftritt" werden würde. Ich meine, er muß doch wissen wie seine Familie an der "Ex" hängt - speziell die "Zickenschwester".



    Suzana ist nur offiziell die Patentante, tatsächlich steht sie in einem anderen Verhältnis, das wird an einer Stelle erwähnt.


    Echt ? :-[

  • Oh, da hängt insgesamt ein sehr, sehr düsterer Schatten über der Geschichte, was die Beziehungen der Charaktere untereinander angeht. Ich habe begonnen zu überlegen, zu wem denn eigentlich Mo einen guten Kontakt hat und es ist mir so richtig noch keiner aufgefallen - diese Beata vielleicht, die noch nicht so richtig in Erscheinung getreten ist.


    Mo und Leon - das ist jedenfalls definitiv nichts richtiges, keine klare, stabile Beziehung, das wird schon auf Seite 41 klar "In einer Beziehung, die ohne Geheimnisse auskommt, hätte ich Leon jetzt gesagt, dass...." Das ist schon eine ganz schöne Einschränkung, finde ich, die Geheimnisse, die die beiden voreinander haben und das betrifft ja nicht nur Mos Arbeit, sondern auch ihr ganzes Vorleben und auf Leons Seite ist es nicht anders.


    Ich weiß noch nicht so recht, ob Mo mir in Gänze sympathisch ist (muss sie auch nicht, damit mir die Geschichte richtig gut gefällt), aber es gibt auf jeden Fall Züge, die mich berühren, vor allem dieser: Mo ist eine "Fotografin Plus", sie fotografiert nicht nur einfach, sie erkennt die Seele des Menschen, sie demaskiert ihn, aber erkennt auch Verbindungen zu sich bspw. wie bei der kleinen Nadja.


    Sie erkennt, wenn Menschen sich verstellen und ist selber auch dazu imstande, wenn auch lange nicht so gut wie ihre Schwester Danae, ein richtiges Luder. Mein Verhältnis zu meiner Schwester ist auch nicht das Beste, aber mir liegt es fern, sie bloßzustellen oder ihr vor anderen zu schaden, auch wenn sie mich immer mal wieder ziemlich nervt (und umgekehrt).


    Auch Leons Familie ist verlogen, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen und auf verschiedene Art und Weise. Leon selbst - ich weiß es nicht, ich glaube, er ist einerseits ziemlich naiv und möchte andererseits das ein oder andere Eisen im Feuer behalten wie seine alte Freundin Katharina und seine brandneue "Verehrerin" Danae.


    Der Erzählstil ist sehr ungewöhnlich, finde ich, sehr sehr anspruchsvoll, ich lese ziemlich langsam, um möglichst nichts zu verpassen. Elegant und sehr gekonnt, aber es wird in jedem Satz soooo viel gesagt! Mal sehen, wie es weiter geht!


    Und die Oma - so richtig viel wissen wir ja noch nicht über sie, wenn auch sie anders sein wird, als sie bisher scheint, dessen bin ich mir sicher. Wer weiß, wohin sich die beiden nun begeben?

  • Huhu Nina :)


    erst einmal muss ich gestehen, dass ich ein bisschen Angst vor dem Buch hatte und deswegen mega aufgeregt war.
    Denn ich liebe deine Bücher und das ist eigtlich nicht mein Genre.
    Aber ich wurde von der ersten Seite eines besseren belehrt. Dein Schreibstil ist wunderschön und merke wieder beim ersten Satz, dass ich das Buch lieben werde.


    Mo hatte wohl kein schönes, einfacheres Leben. Es hört sich am Anfang so an, als ob Mann und Kinder gestorben sind. Das ist natürlich sehr traurig. Das tut mir wirklich leid für sie.
    Auf der nächsten Seite entdecke ich dann ihre wunderbare Beobachtungsgabe. Sie erkennt, was die Leute fühlen.
    Und dann ist da noch Leon, der ihr halt gibt. Irgendwie freue ich mich ja, dass sie so jemanden gefunden hat.
    Und ein klein wenig witzig finde ich sie auch.
    Ich frage mich ja, was da passiert ist, dass sie so eine schlechte Beziehung zu ihrer Familie hat. Was ist da lost mit der Schwester, das man so ist. Besonders nachdem treffen mit ihrer Schwester. Wer ist er, der auch eine Einladung hatte? Ihr Mann, der doch nicht gestorben ist oder ihr Vater?
    Nachdem treffen, frage ich mich, ob Mo das mit Leon und Dani nur so sieht oder ob da wirklich was ist. Ihre Schwester macht ihr schon das Leben da schwer, aber meint Leon es auch so? Und was ist da los? Warum ist Dani so zu Mo?
    Und was ist mit Leons Oma los, warum ist sie so abweisend?
    Auch die anderen in der Familie sind hintergründig nicht so nett, naja nicht alle. Was ist da los?
    Ich kenne ja sowas nicht, bei mir ist man immer nett und würde sowas nicht machen. Gehört doch zum guten Ton oder?
    Aber manche sind da wohl etwas freier.
    Hmmm und Leons Benehmen finde ich auch komisch. Es wirkt ein bisschen so, als ob er was von Dani wollen, aber das kann ja eben auch der Blickwinkel sein. Und er möchte nur nett sein, damit sie sich nicht ausgeschlossen fühlt.
    Aber ich finde Leon auch nicht nett, zu viele Geheimnisse oder was was nicht gesagt worden ist. Das er sie nicht in Schutz nimmt und das Dani sie so bloß stellt.


    Ich frage mich ja, was in der Kiste von Suzana ist. Was für Bilder sind da drin?
    Und warum hat Dani sich den Lippenstift neu raufgemacht? Hat sie tatsächlich Leon geküsst und ist er deswegen auch so schreckhaft? Das finde ich alles ganz schrecklich... Es tut mir so leid für Moira. Am Anfang wirkte er noch so gut und jetzt. Manche Situationen lassen echt das echte aus einem Menschen raus und da sieht man es.
    Ja und dann rastet Mo aus, sollte wohl nicht so viel Wut anstauen. Ich würde es vorher schon unmöglich finden, besonders wenn Leon so gar nicht sagt...
    Und was macht die Oma in Mos Auto und will da?


    Fragen über Fragen...


    Und bisher spannend, wie ich es eben von Nina gewohnt bin. Am liebsten würde ich gleich das ganze Buch weiterlesen und hoffe, es bleibt so