08: Kap. 32. Der Drakenpranger - Kap.37. Die Würde des Hauptmanns (S. 311 - 361)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Zarria am Drakenpranker. Nun der musste ja auch noch mal irgendwann in diesem Buch zum Einsatz kommen. ;) Aber musste das ausgerechnet mit Zarria sein? Interessanterweise konnten die Draken aber nur zu zweit einen Alptraum aus Zarria zerren. Wieso wirkt das Drachenblut bei ihr so stark? War das bei Gerro auch so? Oder ist das nur bei Frauen so, da der Drache ja männlich ist? Guter Onkel Podro, er liebt seine Nichte wirklich. Er war für Zarria wohl mehr Vater als ihr richtiger. Da manipuliert er mal eben die Schellen am Drakenpranger um Zarria eine Möglichkeit zur Flucht zu schaffen. So hätte ich ihn nie eingeschätzt. Irgendwie hatte ich Podro nie wirklich auf dem Schirm. Und erst jetzt erkenne ich, was er doch für ein guter Mensch ist/war. Er stellt sich sogar vor seine Leute, als ein Schuldiger gefordert wird für den Tod eines Patriarchen. Was für eine sinnlose Forderung, wo der Patriarch doch im allgemeinen Gefecht umgekommen ist. Dass Ulryk diese Forderung stellt ist absoluter Schwachsinn und beim besten Willen nicht nachvollziehbar. Hier zeigt sich mal wieder, wie weit der Wahnsinn in dieser Stadt doch fortgeschritten ist. Das Zarria Podro dann töten muss ist ziemlich grausam. Sicher ist diese Art von Tod, die er durch Zarria erfährt ein schneller und "ehrenvoller" Tod und garantiert auch besser, als von Hunden zerfleischt zu werden, aber schön finde ich das nicht und ich war sehr traurig. :'( Was für eine Kraft da auch von Zarrias Seite dazugehört einen geliebten Menschen zu töten.


    Bei dem Alptraum, den Zarria am Drakenpranker von Xina hat, wird sehr deutlich, wie viele Vorwürfe sich Zarria doch macht wegen dem Tod ihrer Schwester. Dabei hätte sie es wirklikch nicht verhindern können. Zum Glück schafft sie es Xinas Seele von ihren Qualen zu erlösen. Die Geister fürchten den DRACHEN doch sehr, wenn schon ein wenig von Zarrias mit Drachenblut vermischten Blut hilft, sie zurückzuhalten.


    Zarria sucht und findet Zuflucht und Schutz im Weberviertel. Wer hätte das am Anfang der Geschichte gedacht. Aber gut, dass sie Turan schon vorher mal getroffen hat und sie sich gegenseitig geholfen haben. So hatte sie wenigsten auch gute Chancen im Weberviertel. Endlich können Zarria und Turan auch ihrer Zuneigung zueinander freien Lauf lassen. ;D :herz:


    Und mal wieder zeigt sich, wie die Hohen Häuser so ticken und dass sie wirklich nur sich selbst und ihrer Macht am nächsten stehen. Da bekommen sie mit, dass ein Aufstand gegen die Rubinsteyns im Gange ist und schon werden ehemalige Verbündete zu Feinden. Unglaubliche Zustände herrschen da in Koda.


    Und irgendwie scheint Zarria jetzt auch ein klein wenig vom Wahn befallen zu sein. Da schlägt sie doch tatsächlich Turan hinterrücks nieder um ihren Weg durchsetzen zu können. Ob das wohl so richtig ist? Ob die Idee oder der Plan, den Zarria dann beschließt der richtige Weg ist weiß ich ehrlich gesagt nicht. Sie nimmt den Tod von vielen Menschen und ewige Qualen für die Verstorbenen in Kauf, um Josefa und den DRACHEN vernichten zu können. Wer weiß, was alles passiert, wenn die Glasfiguren zerstört werden und die Geister auf die Stadt losgehen. Wie viele Unschuldige werden dabei leiden oder ihr Leben verlieren? Sicher braucht die Stadt eine "Generalüberholung". Aber geht das nicht auch anders? Muss es unbedingt die Variante "Phönix aus der Asche" sein? Erst zerstöre ich alles komplett, einschließlich vieler unschuldiger Leben, um dann alles neu aufzubauen? Ich hoffe, das geht nicht komplett nach hinten los!

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)


  • Hier seid Ihr im vorletzten Leseabschnitt angelangt - das Finale steht an. Wie immer interessiert mich besonders: Was glaubt Ihr, wie es ausgehen wird?
    ;)


    Nun das ist für mich jetzt ziemlich schwer, da eine Vermutung anzustellen. Da es ja auch anscheinend so ist, dass in deinen Büchern immer mit Überraschungen zu rechnen ist. Wer weiß, ob Zarria nicht sogar am Ende noch stirbt und die ganze Geschichte vom Sterbebett aus erzählt? Von dem, was ich in der Leserunde so über die anderen Bücher von dir mitbekommen habe ist das ja nicht auszuschließen. Ich habe ehrlich gesagt etwas Angst vor dem Ende .... ;)


    Ich denke mal, dass es einen ziemlich großen Aufstand geben wird. Zum Finale wird wohl alles auf einmal passieren. Die Geister fallen in die Stadt ein, es gibt Kämpfe zwischen den Familien und den Bürgerlichen und die Kathedrale wird davon auch nicht verschont werden. Ich glaube, dass Josefa am Ende von Zarria getötet wird, bin mir aber nicht sicher, ob Zarria auch in der Lage sein wird, den DRACHEN zu töten. Ich weiß nicht, wie stark sich die Verbindung zwischen Zarria und dem DRACHEN auswirken wird, sollte sie wirklich versuchen, den DRACHEN zu töten. Zarria wird mit Sicherheit den Glasdrachen finden. Vielleicht zerstört sie die Figur sogar und befreit damit den DRACHEN. Eventuell waren ja die Bilder, die Zarria von dem Drachenflug im Kopf gesehen hat, eine Art Zukunftsvision und genau das wird passieren. Sicher wird am Ende die Stadt eine komplett neue Ordnung erhalten. Ob diese dann besser oder schlechter wird, da bin ich mir noch nicht so sicher.


    Ich hoffe bzw. wünsche mir natürlich ein Happy End! Das die Bösewichter vernichtet bzw. bestraft werden und die Guten überleben. Dass die neue Stadtordnung eine Gleichberechtigung für alle ist, es keine Mehrklassengesellschaft mehr gibt und dass Zarria mit Turan glücklich wird. Außerdem wünsche ich mir, dass Zarria den DRACHEN aus seiner Gefangenschaft befreit und er dann vor lauter Dankbarkeit die Stadt nicht zerstört, sondern einfach davonfliegt oder als freier Drache in der Stadt bleibt (vielleicht auf Grund der Verbindung zwischen Zarria und ihm). Und alle werden glücklich.
    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute ... ;) :D :P

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

    Einmal editiert, zuletzt von anschu74 ()

  • Hallo Ihr Lieben,


    das Buch ist im Moment so spannend, dass ich die ganze Zeit einfach weiter lesen muss. :)



    Zarria am Drakenpranker. Nun der musste ja auch noch mal irgendwann in diesem Buch zum Einsatz kommen. ;) Aber musste das ausgerechnet mit Zarria sein? Interessanterweise konnten die Draken aber nur zu zweit einen Alptraum aus Zarria zerren. Wieso wirkt das Drachenblut bei ihr so stark? War das bei Gerro auch so? Oder ist das nur bei Frauen so, da der Drache ja männlich ist?


    Meine erste Befürchtung war ja, dass Zarria im Kerker landet und gleich von Josefa ins Amphitheater gebracht wird. An den Pranger hatte ich gar nicht mehr gedacht.
    Interessant finde ich aber auch, dass Zarria nur durch 2 Draken gemeinsam einen Alptraum bekommt. Ich habe mich auch gefragt, ob das Drachenblut bei ihr so eine besondere bzw. intensive Wirkung hat, dass das passiert. Ich denke nicht, dass das bei Gerro auch der Fall war. Sonst hätte der sich, glaube ich, nicht so stark den Mönchen zugewandt. Interessante Frage, ob das nur bei Frauen so sein kann oder ob der Drache irgendwas Besonderes in ihr entdeckt hat? Vielleicht auch etwas was ihn von Josefa erlöst? :-\



    Guter Onkel Podro, er liebt seine Nichte wirklich. Er war für Zarria wohl mehr Vater als ihr richtiger. Da manipuliert er mal eben die Schellen am Drakenpranger um Zarria eine Möglichkeit zur Flucht zu schaffen. So hätte ich ihn nie eingeschätzt. Irgendwie hatte ich Podro nie wirklich auf dem Schirm. Und erst jetzt erkenne ich, was er doch für ein guter Mensch ist/war. Er stellt sich sogar vor seine Leute, als ein Schuldiger gefordert wird für den Tod eines Patriarchen. Was für eine sinnlose Forderung, wo der Patriarch doch im allgemeinen Gefecht umgekommen ist. Dass Ulryk diese Forderung stellt ist absoluter Schwachsinn und beim besten Willen nicht nachvollziehbar. Hier zeigt sich mal wieder, wie weit der Wahnsinn in dieser Stadt doch fortgeschritten ist. Das Zarria Podro dann töten muss ist ziemlich grausam. Sicher ist diese Art von Tod, die er durch Zarria erfährt ein schneller und "ehrenvoller" Tod und garantiert auch besser, als von Hunden zerfleischt zu werden, aber schön finde ich das nicht und ich war sehr traurig. :'( Was für eine Kraft da auch von Zarrias Seite dazugehört einen geliebten Menschen zu töten.


    Onkel Podro hat mich in diesem Abschnitt auch sehr positiv überrascht. Bis jetzt habe ich ihn die meiste Zeit auch nicht wirklich viel beachtet und er war für mich einfach eine kleine Nebenfigur. Aber in diesem Abschnitt zeigt er wahre Größe und endlich mal einer, der auch Menschlichkeit beweist: Zuerst in dem er die Ketten seiner Nichte lockerer hält und dann opfert er sich für seine Männer. Echt ein Lichtblick in dieser irren Stadt.
    Ja, Ullryk war ja hier wie besessen mit seiner Rache wegen des Todes des Patriachen. Wie wenn es noch nicht genug Tote gebe, dann muss er auch so einen Aufstand veranstalten und wirklich das nächste Todesopfer fordern. Oh man!
    Etwas Genugtuung habe ich aber auch verspürt, als Zarria dann Bento auch noch tötet. Bin zwar eigentlich nicht so der Mörder, aber das fand ich auch nur verdient. >:(


    Dass Zarria's Blut aufgrund des Gemisches mit dem Drachenblut die Geister fernhält, fand ich auch sehr spannend. Heftig auch die Aussage von Xina, dass die Geister einen absoluten Hass auf die Menschen verspüren und sie die ganze Zeit anfallen wollen. Kann man ja irgendwo auch verstehen, da das Leben als Geist ja irgendwie nicht so erstrebenswert ist. Schön fand ich, dass Zarria ihrer Schwester endlich den Segen geben konnte und diese damit erlöst ist von ihrem schrecklichen Geist-Dasein.



    Und irgendwie scheint Zarria jetzt auch ein klein wenig vom Wahn befallen zu sein. Da schlägt sie doch tatsächlich Turan hinterrücks nieder um ihren Weg durchsetzen zu können. Ob das wohl so richtig ist? Ob die Idee oder der Plan, den Zarria dann beschließt der richtige Weg ist weiß ich ehrlich gesagt nicht. Sie nimmt den Tod von vielen Menschen und ewige Qualen für die Verstorbenen in Kauf, um Josefa und den DRACHEN vernichten zu können. Wer weiß, was alles passiert, wenn die Glasfiguren zerstört werden und die Geister auf die Stadt losgehen. Wie viele Unschuldige werden dabei leiden oder ihr Leben verlieren? Sicher braucht die Stadt eine "Generalüberholung". Aber geht das nicht auch anders? Muss es unbedingt die Variante "Phönix aus der Asche" sein? Erst zerstöre ich alles komplett, einschließlich vieler unschuldiger Leben, um dann alles neu aufzubauen? Ich hoffe, das geht nicht komplett nach hinten los!


    Ja, ich stimme dir voll und ganz zu, dass Zarria wirkt, wie wenn sie absolut im Wahn wäre. Dazu trägt auch noch dieser rote Schleier bei, der sich andauernd über ihre Sicht legt. Ich habe ja eher das Gefühl, dass sie komplett unter dem Bann des Drachen steht und eigentlich gar nicht mehr so sehr wirklich eigene Entscheidungen trifft, sondern ganz stark vom Drachen beeinflusst wird. Bin mir auch nicht sicher, ob sie wirklich den Drachen töten wird oder ob nicht viel eher sie die Herrschaft über den Drachen und damit über die gesamte Stadt anstrebt.
    Dass sie dafür auch noch gnadenlos über Leichen geht und sogar Turan niederschlägt, finde ich auch heftig. Andererseits kann sie mittlerweile gar nicht mehr anders agieren. Sie hatte noch eine Chance bevor sie sich mitten in die Senatsversammlung gestellt hat und die Wahrheit über die Geister und die Stadt losgeworden ist. Davor hätte sie noch weiter im Stillen agieren können und dann vielleicht eher als Staatsstreich Josefa besiegen. Aber jetzt ist es dafür zu spät. Alle sind aufgerüttelt und nur noch mit Kampf und Machterhalt beschäftigt. Da hat sie jetzt wohl nur noch die Chance das einmal Begonnene auch wirklich bis zum bitteren Ende durchzuziehen. :o


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:


  • Hier seid Ihr im vorletzten Leseabschnitt angelangt - das Finale steht an. Wie immer interessiert mich besonders: Was glaubt Ihr, wie es ausgehen wird?
    ;)


    Puh, schwer zu sagen. Ich traue Zarria derzeit nicht zu, dass sie es wirklich schafft den Drachen zu töten. Jedoch weiß ich auch nicht, ob sie auf die Idee kommt den Drachen zu befreien? Aber was passiert dann? Gleichzeitig will sie denke ich schon allen Geistern endlich ihren Frieden bringen. Ob sie wohl dafür den Drachen einspannt, dass er alle Geister im Feuer aufgehen lässt? Dann bekommen sie ja auch ihren ewigen Frieden, oder? Schwere Frage, ich kann das im Moment wirklich noch nicht so richtig einschätzen.
    Vielleicht geht auch die ganze Stadt in einem Flammenmeer unter, nachdem Zarria den Drachen befreit hat?


    Alles nur Spekulationen, im Moment ist für mich noch jeder Ausgang irgendwie möglich.


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

  • Zuerst war ich von Podro enttäuscht, weil er seine Nicht „nicht mehr kennt“, obwohl ich mit sowas schon gerechnet habe, aber dann hat er mich doch sehr positiv überrascht, daß er die Schelle manipuliert hat. Das Drachenblut in Zarria ist sehr mächtig, sie kommt relativ gut mit den beiden Draken vor dem Pranger zurecht – ich denke, ein Normalsterblicher hätte deutlich mehr gelitten.
    Umso mehr hat es mich traurig gemacht, daß Podro schlußendlich so sinnlos sterben muß, als ob die Kriegsparteien keine anderen Sorgen hätten. Umso schwerer mußte für Zarria die Bürde wiegen, ihren Onkel zu töten, mit dem sie tatsächlich mehr als nur Familie verband, aber schlußendlich erspart sie ihm einen grausamen Tod.


    Zarrias Scham, was ihre nackten Hände angeht, ist echt seltsam, woher kommt das nur? Und Turan scheint ähnlich gestrickt zu sein. Ich habe mich für die beiden gefreut, daß sie in diesem ganzen Durcheinander noch ein wenig Zeit füreinander finden. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, daß sie Turan niederschlägt und damit hintergeht. Man könnte zwar sagen, sie will ihn schützen, indem sie ihn aus den Gefechten hält, aber früher oder später wird er wieder zu sich und zur Kathedrale kommen. Zarria geht es ja eher darum, die Weber und die Wordas als Ablenkung – und damit als Kanonenfutter – einzusetzen. Sie ist bereit, Menschen zu opfern, um die Stadt von Josefa zu befreien; so wie die Familien ihre Mitglieder opfern, die späteren Geister, um ihre Stadt zu schützen. Wobei ich gestehen muß, mir tut es mehr um die Weber leid als um die Wordas, denen traue ich für keine 5 Cent.


    Und wenn Zarria ihr Ziel erreicht, vielleicht bricht dann wirklich für die Überlebenden eine bessere Zukunft an? Allerdings macht mir der Gedanke, daß Zarria die Nachfolgerin von Josefa wird, etwas Magenschmerzen. Ich befürchte wie Turan, daß sie mehr und mehr unter den Einfluss des Drachen geraten könnte, um irgendwann genauso grausam und wahnsinnig wie Josefa zu werden.


    Den Drachen töten, ist das die Lösung? Er würde mir leid tun, denn er ist auch nur ein Gefangener ohne freien Willen. Was ist denn, wenn man ihm die Freiheit schenkt? Wenn ich das richtig verstanden habe, tauchte der Drache damals nur auf, weil Josefa ihn mit der Skulptur beschworen und nicht, weil er am Kriegsgeschehen teilgenommen hat.


    Es gelingt Zarria tatsächlich, Xinas Geist und Seele ihren Frieden zu geben. Mit Xina als Geist funktioniert die Kommunikation deutlich leichter und ohne Beschwörung, im Gegensatz zu den Geistern, die man über die Glasskulpturen rufen muß. Ich gönne es Zarria, daß in diesem letzten Gespräch zwischen ihr und ihrer Schwester Zarrias Zweifel zerstreut werden, die ihr der Albtraum am Pranger eingeflüstert hat.


  • Hier seid Ihr im vorletzten Leseabschnitt angelangt - das Finale steht an. Wie immer interessiert mich besonders: Was glaubt Ihr, wie es ausgehen wird?
    ;)


    Ich wünsche mir, daß Zarria überlebt, aber ihren freien Willen und ihr Denken behalten kann und nicht so wird wie Josefa. Außerdem hätte ich gerne, daß der Drache frei gelassen und nicht getötet wird. Und weil er so dankbar ist, daß man ihn frei läßt, vergisst er seinen früheren Groll und legt nicht alles in Schutt und Asche ;D Turan und Zarria werden gemeinsam alt und erlösen in der Zeit alle leidenden Geister. Vielleicht noch etwas Drachenodem, der bei den Familien Glücksgefühle auslöst. so daß sich alle lieb haben.


    Aber mal ehrlich, wie Wahrscheinlichkeit, daß Bernd ein Happy End schreibt, liegt bei höchstens 50:50!!! :D Da muß man echt mit allem rechnen. Da wir das letzte Mal schon ein recht glückliches Ende hatten, bin ich umso mißtrauischer, daß unser lieber Autor diesmal wieder alles kurz und klein schlägt.



    Wer weiß, ob Zarria nicht sogar am Ende noch stirbt und die ganze Geschichte vom Sterbebett aus erzählt?


    Oder sie ist bereits tot und wir lesen ihre Biografie, die irgendwie den Feuersturm des Drachen überlebt hat und in einem lufdichten Gefäss irgendwo im Moor die Jahrhunderte überdauert hat und nun von irgendwelchen Menschen zufällig gefunden wurde.


  • Zarria am Drakenpranker. Nun der musste ja auch noch mal irgendwann in diesem Buch zum Einsatz kommen.


    Den hat Timo Kümmel übrigens auf der Karte sehr schön ausgearbeitet, finde ich: Schaut man genau hin, sieht man, dass er fünf Plätze hat - wie im Text beschrieben.



    Dass Ulryk diese Forderung stellt ist absoluter Schwachsinn und beim besten Willen nicht nachvollziehbar.



    Ja, Ullryk war ja hier wie besessen mit seiner Rache wegen des Todes des Patriachen.


    Wir wollen dem guten Ulryk anrechnen, dass er von der Hitze des Gefechts und dem Ableben seines Patriarchen emotional bewegt war. ;)



    Da bekommen sie mit, dass ein Aufstand gegen die Rubinsteyns im Gange ist und schon werden ehemalige Verbündete zu Feinden. Unglaubliche Zustände herrschen da in Koda.


    Ein Zyniker würde sagen: "Wie im echten Leben." ;D



    Sie nimmt den Tod von vielen Menschen und ewige Qualen für die Verstorbenen in Kauf, um Josefa und den DRACHEN vernichten zu können.


    Bist Du keine Verfechterin der Maxime: "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende?"



    Ich habe mich auch gefragt, ob das Drachenblut bei ihr so eine besondere bzw. intensive Wirkung hat, dass das passiert.



    Das Drachenblut in Zarria ist sehr mächtig, sie kommt relativ gut mit den beiden Draken vor dem Pranger zurecht – ich denke, ein Normalsterblicher hätte deutlich mehr gelitten.


    Ist das die einzige Wirkung des Drachenbluts, die Ihr bei Zarria beobachtet? ;)
    Hier haben wir schon die zweite:


    Dass Zarria's Blut aufgrund des Gemisches mit dem Drachenblut die Geister fernhält, fand ich auch sehr spannend.


    ... und (vielleicht?) die dritte:


    Ja, ich stimme dir voll und ganz zu, dass Zarria wirkt, wie wenn sie absolut im Wahn wäre. Dazu trägt auch noch dieser rote Schleier bei, der sich andauernd über ihre Sicht legt. Ich habe ja eher das Gefühl, dass sie komplett unter dem Bann des Drachen steht und eigentlich gar nicht mehr so sehr wirklich eigene Entscheidungen trifft, sondern ganz stark vom Drachen beeinflusst wird.



    Davor hätte sie noch weiter im Stillen agieren können und dann vielleicht eher als Staatsstreich Josefa besiegen.


    Seid Ihr vielleicht in der Geschichte jemandem begegnet, der diesen Weg bereits - erfolglos - probiert hat? ;)



    Es gelingt Zarria tatsächlich, Xinas Geist und Seele ihren Frieden zu geben. Mit Xina als Geist funktioniert die Kommunikation deutlich leichter und ohne Beschwörung, im Gegensatz zu den Geistern, die man über die Glasskulpturen rufen muß.


    Über diesen Aspekt habe ich intensiv mit meiner Lektorin gesprochen. Gemäß der Logik der Welt können sich die Geister eigentlich nicht mit Menschen verständigen - sonst wüssten viel mehr Leute in Koda Bescheid, was Sache ist. Sowohl mit Glad (in der Zelle) als auch mit Xina am Grab kann Zarria jedoch sprechen. In Kapitel 24 berichtet Zarria:

    Zitat


    Ich hörte diese Worte, und doch hörte ich sie nicht. Meine Ohren nahmen nur das Stöhnen wahr, und dennoch …


    Das erscheint beim Lesen vielleicht als Floskel, aber es ist wörtlich gemeint. Zarria hört die Geister nicht mit ihren Ohren. Wenn Ihr genauer wissen wollt, wie sie die Geister wahrnimmt, verrät sie es Euch auf Seite 337. ;)


  • Den hat Timo Kümmel übrigens auf der Karte sehr schön ausgearbeitet, finde ich: Schaut man genau hin, sieht man, dass er fünf Plätze hat - wie im Text beschrieben.


    Stimmt. Da habe ich noch gar nicht so genau hingeschaut.



    Wir wollen dem guten Ulryk anrechnen, dass er von der Hitze des Gefechts und dem Ableben seines Patriarchen emotional bewegt war. ;)


    Also wenn ich emotional bewegt bin will ich nicht, dass Unschuldige sinnlos getötet werden ... :P



    Bist Du keine Verfechterin der Maxime: "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende?"


    Prinzipiell bin ich schon für diesen Leitspruch, aber wenn der Schrecken den Tod von zahlreichen Unschuldigen fordert sollte man diese Einstellung eventuell nochmal überdenken.



    Das erscheint beim Lesen vielleicht als Floskel, aber es ist wörtlich gemeint. Zarria hört die Geister nicht mit ihren Ohren. Wenn Ihr genauer wissen wollt, wie sie die Geister wahrnimmt, verrät sie es Euch auf Seite 337. ;)


    Zarria kann durch das Drachenblut in ihr mit den Geistern reden. Das ist mir schon bei dem Gespräch oder besser der Vision mit dem Kardinal aufgefallen aufgefallen.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Ja, stimmt, das Drachenblut hat mehrere Auswirkungen auf Zarria - vielleicht auch, daß es ihr möglich ist, mit Fidelius und Xina zu kommunizieren, da die se Kommunikation eher im Inneren abläuft? Vielleicht ist ihr Gespräch mit ihrer Schwester auch besonders klar, weil sie sie sehr geliebt hat und damit eine starke emotionale Bindung besteht?



    Seid Ihr vielleicht in der Geschichte jemandem begegnet, der diesen Weg bereits - erfolglos - probiert hat? ;)


    Einen Staatstreich? Hm, da fällt mir gerade niemand ein, außer vllt. Gerro, aber ob er wirklich einen Staatstreich gegenüber Josefa geplant hat?

  • Einen Staatstreich? Hm, da fällt mir gerade niemand ein, außer vllt. Gerro, aber ob er wirklich einen Staatstreich gegenüber Josefa geplant hat?


    Mir ist jetzt auch nur Gerro eingefallen. Aber eigentlich war er ja schon sehr rebellisch unterwegs durch seine Verbindung zu den Mönchen. Kann schon sein, dass er den stillen Staatsstreich geplant hat? Erstmal allen Geistern Frieden geben und dann die Stadt befreien? :-\


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:


  • Mir ist jetzt auch nur Gerro eingefallen. Aber eigentlich war er ja schon sehr rebellisch unterwegs durch seine Verbindung zu den Mönchen. Kann schon sein, dass er den stillen Staatsstreich geplant hat? Erstmal allen Geistern Frieden geben und dann die Stadt befreien? :-\


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:


    Das könnte möglich sein, wenn dann alle Geister befreit sind, dann wäre vllt. die Absetzung von Josefa und dem Drachen gekommen.

  • Jetzt zieht das Tempo in diesem vorletzten Leseabschitt noch weiter an. Die Ereignisse überschlagen sich. Und mir geht es ehrlich gesagt zu schnell.


    Die schönste Szene in diesem Abschnitt für mich, ist die Befreiung Xinas von ihren Geistqualen. Das war überzeugend geschildert, und sehr stimmungsvoll.


    Dann rettet sich Zarria also zu Turan, und findet gleich die Erfüllung ihrer Liebe, die vorher nur kurz angedeutet wurde. Er baut sie wieder auf. Aus Dankbarkeit schlägt sie ihn nieder, nachdem er nicht so will wie sie. Sehr traurig.
    Natürlich kann man mit dem Drachenblut in ihren Adern argumentieren. Aber ist denn wirklich der Wille des Drachen für diese Taten verantwortlich? Oder weckt das Blut nur Gefühle und Denkweisen, die sowieso in Zarria stecken, und die sie bisher nur in ihrem Leben nicht zugelassen hat?
    Zarria führt sich in den Kampfszenen in diesem Abschnitt auf, wie eine Fury. Der Tod geht ihr leicht von der Hand.


    Podro ist für mich, der Lichtblick in diesem Kapitel. Er denkt und handelt nach seinen eigenen hohen moralischen Ansprüchen, und zeigt damit deutlich, was bei Zarria derzeit schief läuft. Seine Rechtschaffenheit holt sie ja kurzzeitig wieder aus ihrem 'Wahn' zurück.


    Die neue Haltung der Wordas kommt überraschend, und hat sich woher so gar nicht angekündigt. Für mich nicht unbedingt glaubhaft. Aber wenn man so ihr Waffenarsenal sieht, arbeiten sie seit längerem an diesem Aufstand, auch wenn es für sie nur ein Kampf gegen die Rubinsteyns ist.


    Zitat

    Hier seid Ihr im vorletzten Leseabschnitt angelangt - das Finale steht an. Wie immer interessiert mich besonders: Was glaubt Ihr, wie es ausgehen wird?


    Es sind nur noch dreißig Seiten bis zum Ende, viel kann da nicht passieren. Ich glaube Josefa wird sterben, durch Zarrias Hand. Der Drache wird befreit und rächt sich an der Stadt, dann zieht er ab und überläßt die Menschen sich selbst.
    Und was wird mit Zarria? Der Gedanken, der ja schon geäußert wurde, das sie uns die ganze Geschichte auf dem Totenbett erzählt, würde mir gefallen. Ein Happy End mit Turan wird es hoffentlich nicht geben.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Die schönste Szene in diesem Abschnitt für mich, ist die Befreiung Xinas von ihren Geistqualen. Das war überzeugend geschildert, und sehr stimmungsvoll.


    Schön, dass diese Szene so gut ankommt. Sie war nicht einfach auszubalancieren, weil Zarria christliche Erlösungskonzepte grundsätzlich fremd sind. Trotzdem hat sie natürlich den generellen Wunsch, dass es ihrer Schwester gutgehen möge. Da musste ich ein bisschen knobeln, damit sich dieser in Handlungen ausdrückt, die für den Leser verständlich sind.



    Natürlich kann man mit dem Drachenblut in ihren Adern argumentieren. Aber ist denn wirklich der Wille des Drachen für diese Taten verantwortlich? Oder weckt das Blut nur Gefühle und Denkweisen, die sowieso in Zarria stecken, und die sie bisher nur in ihrem Leben nicht zugelassen hat?


    Um diese Frage zu beantworten, können wir an die Albtraumsequenz zurückdenken, die der Drake zu Beginn der Geschichte in Zarria geweckt hat. Dabei kam die Leserunde zu dem Schluss, dass sich die Albtraumbilder aus Ängsten zusammensetzen, die Zarria bereits in sich getragen hat. Daraus kann man wohl ableiten, dass auch ihre jetzigen Handlungen zwar vom Drachenblut einen Energieschub erhalten und extremer als gewöhnlich ausfallen, ihr aber nicht wesensfremd sind.



    Podro ist für mich, der Lichtblick in diesem Kapitel. Er denkt und handelt nach seinen eigenen hohen moralischen Ansprüchen, und zeigt damit deutlich, was bei Zarria derzeit schief läuft. Seine Rechtschaffenheit holt sie ja kurzzeitig wieder aus ihrem 'Wahn' zurück.


    Podro ist sicherlich ein Gegenentwurf - schon von Anfang an macht die Erzählerin deutlich, dass der Weg, den er gewählt hat, untypisch für einen Patrizier ist. Die Machons lächeln darüber, dass er sich für die Stadtwache entschieden hat. Vor diesem Hintergrund ist auch die Frage, ob Zarrias Handlungsweise in dieser Nacht besonders ungewöhnlich ist - oder ob sie vielmehr ein Produkt der Gesellschaft ist, in der sie lebt und die sie geprägt hat.



    Aber wenn man so ihr Waffenarsenal sieht, arbeiten sie seit längerem an diesem Aufstand, auch wenn es für sie nur ein Kampf gegen die Rubinsteyns ist.


    Ich bin mir nicht sicher, ob "Aufstand" das richtige Wort ist - für mich beinhaltet das den Wunsch, die Führungsriege zu beseitigen, und geht von Unterdrückten aus. Die Wordas gehören aber bereits zur Elite - sie wollen nur zur Nummer eins aufrücken, dabei aber nicht das bestehende System der Stadt ändern, sondern es noch besser für sich nutzen.

  • Ein sehr schöner Abschnitt. Bei Zarrias Befreiung sind aber mindestens zwei Sachen am Werk. Onkel Pedro und die Wut des Drachen, die die Kraft verstärkt (so eine Art Berserker).
    Es sind wohl zwei Draken nötig, um zarria zu zwingen und selbst dann schaffen sie es nur bis dahin als Zarria ihre volle Konzentration einsetzt. Ich denke sie sollte wirklich die nächste Drachenmeisterin werden, denn hier sind doch einige Eigenschaften, die sie dann braucht. Ihre Konzentration und die Fähigkeit die Wut zu nutzen sind eindeutig vom Drachen.
    Die Szene am Grab fand ich auch sehr gelungen! Hut ab! Keine unnötige Aufbauscherei und keine Sentimentalität. Einfache Trauer und Erlösung. Gut, dass zarria herausfindet, wie sie sich die Geister vom Leibe hält und auch gut, dass sie erfährt, warum die Geister über die Menschen her fallen. sie haben also in der Position keinen wirlich eigenen Willen mehr.
    Warum die Geisterfürsten so weiter machen wie im Leben verstehe ich noch nicht, denn sie haben doch nooicht davon, oder? hat Josefa ihnen versprochen, sie nach einiger Zeit in Ruhe gehen zu lassen?


    Auch die Kampfszenen konnte ich diesmal mit lesen. sie warn genau abgezirkelt, nicht zu viel und nicht zu wenig. Die beste Stelle für mich war aber das Gespräch zwischen Turan und Zarria. Es spricht viel Weisheit aus Turan und es ist schade, dass Zarria der Meinung ist, darüber nicht nachdenken zu müssen. Macht korrumpiert und absolute Macht korrumpiert absolut.


    Was jetzt losgeht ist aus Zarrias Sicht verständlich. sie ist den Weg einmal gegangen und muss weiter. Eigentlich sehe ich die roten Schlieren weiterhin nicht als direkte Beeinflussung, sondern nur als Steigerung der Wut. Dann erlaubt der Meister ihr in den Berserkermodus zu wechseln, was dann auch alle moralischen Anwandlungen beiseite drängt. zum Überleben manchmal nicht so schlecht.


    Interessante Lösung das mit ihrem Onkel und auch hier: Hut ab vor Zarria!. Das muss man erst einmal können. In unserer Welt gibt man "...nur Pferden den Gnadenschuss" (kennt den Film noch jemand)


    Ob es richtig ist, Turan zu hintergehen und all die Menschen, die ihr anvertraut sind? Ja, wenn es Krieg ist und die einzige erfolgsversprechende Taktik dies verlangt. Ich muss immer an das Beispiel denken, wenn ein Befehl einen ganzen Trupp einen Hügel erkämpfen läßt und dabei eigentlich völlig sinnlos Soldaten sterben, aber das ist eben die Ablenkung die benötigt wird, um an anderer Stelle siegreich zu sein. Das ist nicht schön, aber Krieg ist nicht schön und kein noch so hehres Motiv macht ihn schöner. Der Krieg ist nun schon da und Zarria will dann auch gleich die Situation ausnutzen. Allerdings glaube ich nicht, dass sie einen Plan hat. Sie muss in Josefas Gemächer eindringen, vermute ich, wenn sie die Drachenfigur finden will. Meint sie dazu stark genug zu sein? Noch ist Josefa Drachenmeisterin.
    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Gerro genau die Variante gewählt hat, heimlich einen Staatsstreich zu führen. Aber er kann bei seinen Bemühungen nicht weit gekommen sein. wo sind die, die er schon überzeugt hatte? Ja, wo sind eigentlich die, die Zarria in der Ratsversammlung geschützt haben und ihr zuhören wollten?


  • Ich denke sie sollte wirklich die nächste Drachenmeisterin werden, denn hier sind doch einige Eigenschaften, die sie dann braucht.


    Wer weiß ...? ;)
    Wem würde es besser ergehen, wenn Zarria zur Drachenmeisterin würde - und wer würde dadurch verlieren?



    Die Szene am Grab fand ich auch sehr gelungen!


    :freu:
    In diese Szene ist viel Arbeit geflossen.



    Was jetzt losgeht ist aus Zarrias Sicht verständlich. sie ist den Weg einmal gegangen und muss weiter.


    Wenn ich die Leserunde richtig verfolge, gibt es hierzu unterschiedliche Meinungen. Ich glaube aber, dass es da kein Richtig oder Falsch gibt - es hängt eben davon ab, wie der jeweilige Leser die Entscheidungen der Figuren bewertet.



    Ich muss immer an das Beispiel denken, wenn ein Befehl einen ganzen Trupp einen Hügel erkämpfen läßt und dabei eigentlich völlig sinnlos Soldaten sterben, aber das ist eben die Ablenkung die benötigt wird, um an anderer Stelle siegreich zu sein.


    Das ist ein sehr passender Vergleich, finde ich.



    Ja, wo sind eigentlich die, die Zarria in der Ratsversammlung geschützt haben und ihr zuhören wollten?


    Schau mal in die Reihen der Familien, wo die Degen blitzen und es Ruhm zu erwerben gibt ... ;)


  • Wer weiß ...? ;)
    Wem würde es besser ergehen, wenn Zarria zur Drachenmeisterin würde - und wer würde dadurch verlieren?


    Ich bin überzeugt am meisten würde Zarria verlieren. Es würde vielleicht eine Zeit lang den armen Menschen besser gehen, vielleicht würden sich manche Rollen umkehren, aber es würde sich früher oder später das Gleiche Gefüge vielleicht in anderer Struktur wieder finden.
    Ob sie die Geister generell retten würde? Das hieße ja dann wirkliche Befreiung, aber das geht nur, wenn sie eben nicht, jedenfalls nicht auf Dauer, Drachenmeisterin wird. Dann muss sie ihre Macht benutzen um sie abzuschaffen.

  • Die Szene am Pranger war sehr bedrückend. Mir war erst nicht klar wie die gute Zarria da wieder rauskommen soll. Die Draken, die Alpträume, das war alles so übermächtig. Die Lösung mit Onkel Podro fand ich dann sehr gelungen. Die Familie hält eben zusammen.


    Die Szene auf dem Friedhof war dann auch noch mal spannend. Ich fand es gut das Zarria sich noch mal um Ihre Schwester kümmern wollte und dies dann am Ende auch konnte. Der Respekt der Geister vor dem Drachenblut war dann auch hier eine elegante Lösung um die Gefahr in Schach zu halten.


    Die Stelle mit dem Handschuh-Sex fand ich dann auch ganz interessant. Komischer Fetisch. Kannte ich bisher noch nicht aber man lernt ja nie aus.


  • Die Familie hält eben zusammen.


    Am Ende ist die Familie alles, was zählt. - Podro legt "Familie" dabei nicht als "unser Hohes Haus" aus, sondern eher emotional als Bindung zu einem Menschen, dem man nahe steht.
    ;)



    Ich fand es gut das Zarria sich noch mal um Ihre Schwester kümmern wollte und dies dann am Ende auch konnte.


    Liebes Tagebuch,
    durch die Idylle zwischen den Gräbern wiegt sich die Leserschaft nun in Sicherheit ...