05: Kap. 18. Im Traumreich - Kap. 21. Die Erwählten (S. 183 - 227)

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  • Oh es gibt interessante Enthüllungen, die am Ende bloß wieder zu neuen Fragen führen ???


    Zarrias Erkundung der Kathedrale war spannend und ich bin ihr sehr interessiert gefolgt. Am besten gefallen und auch am meisten verwirrt hat mich der Bereich der Medien. Ich stelle es mir durchaus schon ziemlich anstrengend und verwirrend vor, dort herumzulaufen und nicht zu wissen, was ist jetzt Realität und was haben die Medien gerade in meinen Kopf projiziert. :spinnen: Das Gespräch mit Glad und auch das "Kennenlernen" des Drachen war für mich aufschlussreich in Bezug auf Glad und seine Ängste. Er gibt Zarria gegenüber viel von seinen inneren Zweifeln und Ängsten preis. Ich kann gut nachvollziehen, warum Glad Angst hat. Für ihn sind die Grenzen zwischen Realität und Traumwelt teilweise nur noch schwer zu erkennen. Ein Leben mit "unendlich vielen Wahrheiten" ist schwer vorstellbar. Es kann einen schnell in den Wahnsinn treiben oder man verliert sich irgendwann selbst darin. Davor hat Glad Angst und das würde mir genauso gehen.


    Zarrias Besuch bei dem Mönch Fidelius hat bestätigt, was hier in der Leserunde von jemandem (ich weiß leider nicht mehr wer) schon so in der Art vermutet wurde. Gerro hat mit den Mönchen zusammengearbeitet und war selbst einer von ihnen. Was für eine Enthüllung! Was bedeutet das jetzt? Hat die falsche Person das herausgefunden und deshalb musste Gerro beseitigt werden und am besten die Mönche gleich mit? Fidelius selbst mag ich. Ich mag seine verwegen/schelmische Art und wie es das Leben einfach so nimmt, wie es kommt. Mal sehen was wir von ihm noch zu lesen bekommen. Ich hoffe, es war nicht das letzte Mal.


    Zarrias Verbindung zu dem Drachen scheint auch etwas Besonderes zu sein. So etwas hat sich bei der Zeremonie ja schon angedeutet. Das Drachenblut wirkt ziemlich lange nach und die Berührung, wo sie eine kurze Verbindung aufgebaut hat, verfliegt auch nicht so schnell wieder, wie Glad gesagt hat. Auch kann Zarria die Draken unbewußt spüren/wahrnehmen, ohne dass sie eine Drachenschuppe benutzen muss. Das Drachenfeuer überlebt sie unbeschadet und der DRACHE verteidigt Zarria dann sogar vor Josefa als diese Zarria danach angreift. Warum macht der DRACHE das? Woher kommt diese Verbindung zwischen Zarria und dem DRACHEN? Wird Zarria am Ende die nächste Drachenmeisterin?


    Warum haben die Geister den Draken angegriffen? Das die Weber den verletzen Draken dann in die Kanalisation verfolgen und zerstückeln find ich schon ganz schön heftig. Hat er noch gelebt, als sie damit angefangen haben? Wie grausam. Aber ich habe mich gefreut, dass Turan wieder aufgetaucht ist. Bahnt sich da was an zwischen Zarria und Turan? Ich bin gespannt...


    Die Glasfiguren dienen also wirklich dem Schutz vor den Geistern. Warum haben die Funken in den Figuren Angst vor Josefa? Sind das Anteile der Geister, da sie ja auch unterschiedliche Farben haben wie die Geister auch? Eine Art Geisel oder Pfand? Und die Geister wollen diese Anteile zurückhaben, greifen die Stadt aber nicht an aus Angst, dass diese Teile dann zerstört werden? Als Strafe dafür das ihr Schutz versagt hat sollen die zerstörten Figuren ja in den Netol geworfen werden, unter eine Brücke, wo kein Licht hinkommt. :-\

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)


  • Oh es gibt interessante Enthüllungen, die am Ende bloß wieder zu neuen Fragen führen


    Na ja, ein paar neue Antworten gibt es schon ... ;)



    Am besten gefallen und auch am meisten verwirrt hat mich der Bereich der Medien. Ich stelle es mir durchaus schon ziemlich anstrengend und verwirrend vor, dort herumzulaufen und nicht zu wissen, was ist jetzt Realität und was haben die Medien gerade in meinen Kopf projiziert.


    Genau. Die Medien, vor allem die fortgeschrittenen unter ihnen, gelten auch nicht unbedingt als geistig stabil - eher im Gegenteil.



    Das Gespräch mit Glad und auch das "Kennenlernen" des Drachen war für mich aufschlussreich in Bezug auf Glad und seine Ängste. Er gibt Zarria gegenüber viel von seinen inneren Zweifeln und Ängsten preis.


    Glaubt Ihr, Glad hat viele Leute, mit denen er reden kann? Josefa? Die anderen Medien? Die Gardisten und die Angehörigen des Hauses Rubinsteyn?



    Mal sehen was wir von [Fidelius] noch zu lesen bekommen. Ich hoffe, es war nicht das letzte Mal.


    Pass auf, was Du Dir wünschst - er könnte in Erfüllung gehen ... >:D



    Bahnt sich da was an zwischen Zarria und Turan? Ich bin gespannt...


    Wenn Ihr zwischen den beiden wählen solltet - wer wäre in "Team Turan", wer in "Team Glad"?
    :flirt:



    Als Strafe dafür das ihr Schutz versagt hat sollen die zerstörten Figuren ja in den Netol geworfen werden, unter eine Brücke, wo kein Licht hinkommt. :-\


    Sogar unter die Kathedrale. Der Netol fließt ja durch den Berg, dann unter dem Boden der Kathedrale durch und stürzt schließlich als Wasserfall in die Tiefe.


  • Glaubt Ihr, Glad hat viele Leute, mit denen er reden kann? Josefa? Die anderen Medien? Die Gardisten und die Angehörigen des Hauses Rubinsteyn?


    Nein, eher im Gegenteil. Ich denke Zarria ist die einzige mit der er reden kann. Der Rest würde ihn gar nicht verstehen können/wollen.



    Pass auf, was Du Dir wünschst - er könnte in Erfüllung gehen ... >:D .


    Jetzt bekomme ich etwas Angst ... :angst:



    Wenn Ihr zwischen den beiden wählen solltet - wer wäre in "Team Turan", wer in "Team Glad"?
    :flirt:


    Ich bin im Team Turan. Glad mag ich zwar, aber er ist mir doch zu zartbesaitet.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)

  • Zitat

    Glaubt Ihr, Glad hat viele Leute, mit denen er reden kann? Josefa? Die anderen Medien? Die Gardisten und die Angehörigen des Hauses Rubinsteyn?


    Ich halte Glad für einen einsamen Menschen. Seine Rolle als Medium gefällt ihm nicht sonderlich. Warum hat er sich dafür entschieden? Seine Ängsten machen es nicht leichter für ihn. Ich bin gespannt, ob ihn seine Angst auf den Weg zu Freiheit und Unabhängigkeit führt, mit Zarrias Hilfe. Oder doch eher zum Verrat (an Zarria), wenn es darum geht Josefa und den Drachen zu bekämpfen.
    Die Medien scheinen alle in ihrer eigenen 'Weltsicht' zu leben, wie das Mädchen auf der Schaukel ja sehr deutlich macht. Da hat Glad sicher wenig Möglichkeiten zu reden.
    Josefa ist nicht zu trauen. Sie herrscht uneingeschränkt mit der Hilfe des Drachen über die Stadt. Sie wird Zweifel eher nicht zulassen. Und wenn Glad diese nicht ablegt, könnte es ihm schlecht ergehen.
    Zwischen den Gardisten und den Medien, bzw. Glad liegen Welten. Die einen sind Krieger, die andere Intellektuelle. Da wird sicher wenig Gesprächsstoff aufkommen.
    Zarria ist auf ihre Art unkonventionell und neugierig. Ich denke, das mag Glad an ihr. Deshalb können die beiden gut miteinander reden. Da muss niemand Angst haben, das er den anderen anschwärzt.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Seine Rolle als Medium gefällt ihm nicht sonderlich. Warum hat er sich dafür entschieden?


    Die Frage ist: Hat er sich jemals dafür entschieden - oder haben andere diese Entscheidung getroffen?
    [quote author=Seite 42f]
    Die Rubinsteyns waren bereit, ihren Schutz schon Neugeborenen zu gewähren, aber sobald man laufen konnte, erwarteten sie Gegenleistungen.[/quote]

  • Der Besuch in der Welt der Medien war sehr interessant. Diese Traumwelt hatte etwas wirklich surreales. Insbesondere die Angst von Glad sich darin ganz verlieren zu können. Bei sowas kommen einem direkt wieder so Gedanken an eine art Matrix oder Inception. Das Konzept vom Traum im Traum oder das Leben in einer Traumwelt könnte vieles der Merkwürdigkeiten und Ähnlichkeiten zu unserer realen Welt erklären.


    Das Gespräch mit Fidelius fand ich aufschlussreich und hat einem die Natur der Mönche noch mal näher gebracht. Fidelius erscheint ja sehr sympathisch. Zarria scheint ihn ja auch zu mögen.


    Als ich gerade schon wieder den Namen Zarria geschrieben habe ist mir aufgefallen, dass die beiden Hauptpersonen Zarria und Josefa sich fast so anhören wie Maria und Josef. Zufall?


    Den Kampf um den abgestürzten Draken fand ich ebenfalls spannend. So organisiert wie das ablief hat man fast den Eindruck, als ob sowas öfter passiert. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass die Geister wieder unruhig geworden sind. Irgendetwas hat sich ja scheinbar geändert durch den Mord, dass diese immer wieder ihre alten Grenzen überschreiten und neue Grenzen ausprobieren.


  • Als ich gerade schon wieder den Namen Zarria geschrieben habe ist mir aufgefallen, dass die beiden Hauptpersonen Zarria und Josefa sich fast so anhören wie Maria und Josef. Zufall?


    Du hast recht! Das ist mir gar nicht aufgefallen.
    :totlach:



    Irgendetwas hat sich ja scheinbar geändert durch den Mord, dass diese immer wieder ihre alten Grenzen überschreiten und neue Grenzen ausprobieren.


    Also ist der Mord das auslösende Ereignis? Aber was war das Motiv für den Mord?

  • Hallo Ihr Lieben,


    die Erkundung der Kathedrale durch Zarria und dann ihre Unterhaltung mit Glad fand ich ja sehr interessant. Richtig philosophisch, hat mir sehr gut gefallen. Ich kann verstehen, dass Glad die Welt der Medien eher Angst macht: Das muss ganz schrecklich sein, wenn man nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden kann und andauernd zwischen den beiden hin und her driftet. Ja, dass die Medien zum Teil dann nicht mehr wirklich geistig stabil sind, wundert mich nicht.



    Zarrias Verbindung zu dem Drachen scheint auch etwas Besonderes zu sein. So etwas hat sich bei der Zeremonie ja schon angedeutet. Das Drachenblut wirkt ziemlich lange nach und die Berührung, wo sie eine kurze Verbindung aufgebaut hat, verfliegt auch nicht so schnell wieder, wie Glad gesagt hat. Auch kann Zarria die Draken unbewußt spüren/wahrnehmen, ohne dass sie eine Drachenschuppe benutzen muss. Das Drachenfeuer überlebt sie unbeschadet und der DRACHE verteidigt Zarria dann sogar vor Josefa als diese Zarria danach angreift. Warum macht der DRACHE das? Woher kommt diese Verbindung zwischen Zarria und dem DRACHEN? Wird Zarria am Ende die nächste Drachenmeisterin?


    Diese Verbindung zwischen dem DRACHEN und Zarria finde ich auch sehr spannend. Meine Gedanken gingen auch schon in die Richtung, ob der Drache sich vielleicht eine neue Meistern sucht, da Josefa zu alt wird oder er was in Zarria sieht, das Josefa nicht mehr hat? Als junges Mädchen im Prolog schien sie auch noch irgendwie offener für die Welt und nicht so verbittert und bösartig. Mittlerweile macht Josefa ja den Eindruck, dass in ihr eigentlich nichts Menschliches mehr schlummert.
    Auf jeden Fall eine sehr interessante Wendung und Josefa bemerkt das ja auch. Ob sie sich traut Zarria hinterrücks zu ermorden, damit der DRACHE wieder ihr alleine gehört oder hat sie dann doch zu viel Angst vor der Wut des Drachen? :-\


    Interessant fand ich auch, wie Josefa voller Wut die Glasfiguren zerstört und damit ja irgendwie irgendwem droht. Sind die Funken auch Geister von Verstorbenen, die sie in das Glas eingesperrt hat? Oder können die Geister gerade wegen diesen eingesperrten Funken nicht diese Welt verlassen, sondern müssen als Geister im Moor sich herum treiben? Hm, da habe ich noch keine so rechte Idee.


    Das Gespräch zwischen Fidelus und Zarria fand ich auch sehr aufschlussreich. Vor allem auch noch die Erwähnung, dass Gero sich heimlich hatte taufen lassen und von dem Glauben überzeugt war. Das wirft ja dann mal einen ganz anderen Blick auf den Mord an ihm. Da könnte ich mir sogar vorstellen, dass es Josefa selber war, die ihn aus dem Weg geräumt hat, da er ihr zu gefährlich wurde, wenn er sich mit den Mönchen verbindet.
    Spannend fand ich auch die Aussage von Josefa, dass Vitoria wohl nie zur Obristin geworden wäre, da ihr die Weitsicht fehlt. Hm, interessant, auch wenn ich noch nicht so genau weiß, was ich mit dieser Information anfange. ;D


    Ich bin im Team Turan. Glad mag ich zwar, aber er ist mir doch zu zartbesaitet.


    Ja, ich bin auch eindeutig Team Turan. Alleine das Wortgeplänkel zwischen Turan und Zarria zeigt schon, dass er ihr wenigstens gewachsen ist und sie eindeutig auch schon so eine kleine Schwäche für ihn hat. ;D Glad ist eindeutig zu zart besaitet und jetzt hat Zarria auch noch das Gefühl, dass sie ihn zum Teil beschützen muss bzw. Sorge dafür tragen muss, dass er sich nichts antut.


    Spannend, spannend. Da hilft nur :lesen:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

  • Ach, Gerro hat sich dem christlichen Glauben zugewandt? Einer unserer Leser hier hatte ja schon was in die Richtung gemutmaßt, meine ich. Also könnte auch hier das Mordmotiv liegen. Wenn das tatsächlich der Grund für seinen Tot sein sollte, dann gehe ich davon aus, daß die Mönche mitnichten als harmlose Spinner angesehen werden, sonst hätte man sich als Bestrafung für Gerro auch etwas weniger Drastisches einfallen lassen können. Aber es wurde ja absichtlich die Spur zu den Mönchen gelegt. Wollte man vllt. zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem man die Mönche auch noch mundtot macht? Aber wie sie den Patriziern und evtl. dem Drachen gefährlich werden können, kann ich immer noch nicht so recht greifen.


    Der Durchgang durch das Blütentor ist ja sehr spannend, alles nur Illusion. Das und die Aussagen Glads zur Illusion geben mir zu denken, was tatsächlich real ist und was nicht. Der Drachenatem erzeugt ja ebenfalls Illusionen und Träume; ich könnte mir schon vorstellen, daß die Menschen zwar denken, etwas ist real, aber in Wirklichkeit sind sie das Ziel raffinierter Manipulation. Ich frage mich zunehmend, woher Glad sein ganzes Wissen hat? Nur aus der Ausbildung zum Medium? Dafür ist er mir beinahe zu kritisch, die anderen Medien scheinen eher nichts zu hinterfragen.


    Sehr schön, daß Zarria sich weiterhin ihre eigenen Gedanken macht und auch Fidelius aufsucht, nun bin ich wieder beruhigt ;D


    Dann die Geister: sie sind also tatsächlich ruhelos und finden keinen Frieden. Eine Stelle habe ich jetzt allerdings nicht ganz verstanden: Fidelius sagt, daß diejenigen, die im Feuer des Drachen sterben, verdammt sind zu ewiger Ruhelosigkeit. Aber Xina wurde doch nicht verbrannt, sondern vergraben und ist nun als ruheloster Geist unterwegs. Habe ich hier was falsch verstanden?
    Drache und verdammte Seelen, das hört sich wieder sehr nach dem Teufel an.
    Die Steintische in der Kathedrale, die immer wieder erwähnt werden und die so unpraktisch gebaut sind, daß man an ihnen nicht sitzen könnte, erinnern mich immer wieder ein Steinsärge. Befinden sich in ihnen vllt. die Gebeine von Heiligen, die der Grund sind, warum die Geister versuchen, in die Stadt zu gelangen? Durch das Stein sind sie ja ebenfalls geschützte Reliquien wie die im Moor.


    Nun haben die Geister also einen Draken angegriffen und das innerhalb der Stadtmauern, irgendwas ist eindeutig im Gange. Daß Zarria ausgerechnet bei der Verfolgung auf Turan wiedertrifft, damit hatte ich nicht gerechnet. Angst scheint er wirklich keine zu haben ;D Aber ob das Vertrauen ist, bezweifle ich auch noch, teilweise kommt es mir vor, als ob er ebenfalls ein Meister der Manipulation ist. In jedem Fall bin ich froh, daß Zarria ihn gehen läßt.


    Wer hätte das gedacht: Josefa verliert die Contenance! Irgendwas läuft nicht so, wie sie sich das vorstellt, aber mit der Sprache rückt sie deswegen dennoch nicht raus. Von wem redet sie genau, als sie sagt, daß sie sie enttäuscht hätten, ihre Milde nicht mehr zu schätzen wüßten und den Krieg wollen? Ich tippe auf die Geister. Wenn die Skulpturen aber wirklich Schutzschilder gegen die Geister ist, warum zerstört sie sie dann? Um ihnen den Zutritt zu ermöglichen, damit es zum direkten Krieg kommt? Oder sind die Funken etwas, daß eigentlich den Geistern gehört, wie ihre Seele beispielsweise? Ist das vllt. ihre Art von "Milde", daß sie Seelen in den Skulpturen aufbewahrt, anstatt sie direkt irgendwo zu entsorgen? Dann wäre das Zerstören und Versenken der Skulpturen im tiefen Netol sicherlich eine fürchterliche Strafe für die Geister.


    Und beim Drachen scheint sie auch nicht mehr alleine in der Gunst zu stehen. Ich bin zwar froh, daß Zarria nicht geröstet wird, aber ich fürchte nun Manipulation Zarrias durch den Drachen (falls er das nicht sowieso schon getan hat).


  • Ich kann gut nachvollziehen, warum Glad Angst hat. Für ihn sind die Grenzen zwischen Realität und Traumwelt teilweise nur noch schwer zu erkennen. Ein Leben mit "unendlich vielen Wahrheiten" ist schwer vorstellbar. Es kann einen schnell in den Wahnsinn treiben oder man verliert sich irgendwann selbst darin. Davor hat Glad Angst und das würde mir genauso gehen.


    Ich kann seine Angst auch immer besser nachvollziehen - und einen Ausweg scheint es für ihn nicht zu geben.



    Fidelius selbst mag ich. Ich mag seine verwegen/schelmische Art und wie es das Leben einfach so nimmt, wie es kommt. Mal sehen was wir von ihm noch zu lesen bekommen. Ich hoffe, es war nicht das letzte Mal.


    Ich hoffe auch, daß Fidelius nicht das letzte Mal zu Wort gekommen ist, aber ich habe ein wenig die Befürchtung, daß die Stadtwache, die Zarria holen sollte, petzt und Fidelius dann schnell auf die Seite geschafft wird, damit er mit Zarria keine weiteren Gespräche führen kann.



    Warum haben die Funken in den Figuren Angst vor Josefa? Sind das Anteile der Geister, da sie ja auch unterschiedliche Farben haben wie die Geister auch? Eine Art Geisel oder Pfand? Und die Geister wollen diese Anteile zurückhaben, greifen die Stadt aber nicht an aus Angst, dass diese Teile dann zerstört werden? Als Strafe dafür das ihr Schutz versagt hat sollen die zerstörten Figuren ja in den Netol geworfen werden, unter eine Brücke, wo kein Licht hinkommt. :-\


    Ah, deine Überlegungen gehe in die gleiche Richtung.



    Glaubt Ihr, Glad hat viele Leute, mit denen er reden kann? Josefa? Die anderen Medien? Die Gardisten und die Angehörigen des Hauses Rubinsteyn?


    Ich habe das Gefühl, daß er kaum jemanden hat, mit dem er so reden kann wie mit Zarria.



    Wenn Ihr zwischen den beiden wählen solltet - wer wäre in "Team Turan", wer in "Team Glad"?
    :flirt:


    Ich muß gestehen, ich kann mich zwischen den beiden nicht entscheiden, tendiere aber eher ein wenig zu Turan. Glad kommt mir inzwischen mehr wie ein guter Freund vor.



    Ich halte Glad für einen einsamen Menschen. Seine Rolle als Medium gefällt ihm nicht sonderlich. Warum hat er sich dafür entschieden?


    Ich hatte es so verstanden, daß die Medien das nicht selber entscheiden, das wird über für sie entschieden.



    Mittlerweile macht Josefa ja den Eindruck, dass in ihr eigentlich nichts Menschliches mehr schlummert.


    So geht es mir auch, der Drache scheint sie komplett vereinnahmt zu haben. Vllt. ist sie allmählich auch wie "erloschen", da sie kein eigenes Potenzial mehr in sich trägt und der Drache damit wirklich einen Nachfolger für Josefa sucht. Anscheinend müssen die Drachenmeister immer weiblich sein ;D



    Ob sie sich traut Zarria hinterrücks zu ermorden, damit der DRACHE wieder ihr alleine gehört oder hat sie dann doch zu viel Angst vor der Wut des Drachen? :-\


    Das würde ich der alten Hexe direkt zutrauen :D



    Spannend fand ich auch die Aussage von Josefa, dass Vitoria wohl nie zur Obristin geworden wäre, da ihr die Weitsicht fehlt. Hm, interessant, auch wenn ich noch nicht so genau weiß, was ich mit dieser Information anfange. ;D


    Bei der Aussage bin ich mir auch unschlüssig, ob sie damit bloß von Zarrias Frage/Aussage ablenken wollte oder ob die Aussage eine versteckte Information enthält. Daß sie Vitora nicht leiden kann, verwundert wenig, denn wen kann Josefa überhaupt leiden, außer dem Drachen?

  • Endlich kann ich weiter lesen. Bei uns mußtedie Küche renoviert werden und die Ausräumarbeiten haben doch viel Zeit gebraucht. Meine Mittagspausen wurden auch besetzt, weil so viel unvorhergesehenes passierte. Nun habe ich aber den Vorteil dann gleich weiter lesen zu können.


    Also Gerro war zum christlichen Glauben übergetreten. Er wußte also, was es mit den Geistern auf sich hat und wollte diesem Schicksal entgehen.

    Dann die Geister: sie sind also tatsächlich ruhelos und finden keinen Frieden. Eine Stelle habe ich jetzt allerdings nicht ganz verstanden: Fidelius sagt, daß diejenigen, die im Feuer des Drachen sterben, verdammt sind zu ewiger Ruhelosigkeit. Aber Xina wurde doch nicht verbrannt, sondern vergraben und ist nun als ruheloser Geist unterwegs. Habe ich hier was falsch verstanden?


    Die Frage habe ich mir ja auch gestellt, denn ich hatte ja schon angenommen, dass die Toten, die in ungeweihter Erde vergraben werden, als Geister weiter existieren müssen und dass den Vornehmen gestattet wird, durch den Drachenatem ausgelöscht zu werden. Auch ich dachte, durch Xina bestätigt zu sein. Wenn es der Drachenatem ist, der Geister produziert, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass die Patrizier das nicht wissen. Wer würde dann eine solche Feuerbestattung haben wollen?


    Es hat sich etwas verändert, das ist ja klar, aber warum? War der Mord an Gerro zuerst und dann die Veränderung der Geister? Haben die Geister aufbegehrt, weil es an die Einzigen ging, die ihnen Frieden bringen können?


    Die Medien leben in Illusionen. Sind sie es, deren Phantasie der Drache braucht, um die Produkte zu schaffen, die er "verschenkt". Eigentlich dachte ich, das käme alles aus den Träumen. allerdings, wenn nur Albträume das Futter der Draken sind, dann bräuchte es die Medien für die positiven Dinge. Ähnlich wie in der Unendlichen Geschichte werden sie wohl nach und nach ihrer Gedanken beraubt.


    Ich kann seine Angst auch immer besser nachvollziehen - und einen Ausweg scheint es für ihn nicht zu geben.


    Ich denke, er redet nicht umsonst so viel mit Zarria. sicher ist sie die Einzige, mit der er reden kann, aber sie könnte auch helfen. Ich habe
    immer das Gefühl, dass Glad nach einem Ausweg sucht. Er kann sich nicht verweigern, weil die Familie dahinter steht und ich denke er ist nicht mutig genug allein gegen die Familie zu kämpfen. Obwohl es ein Buch von Bernard ist, hoffe ich, dass Zarria es merkt und ihm hilft, seinem Schicksal zu entgehen.

    Das würde ich der alten Hexe direkt zutrauen :D


    Ja, das würde ich ihr auch zutraun, denn ich denke, der Drache ist ihr Leben, die einzige Bezugsperson, die sie jemals gehabt hat und nach ihrer Sicht und sicher auch real, die einzige Person, v der sie sich angenommen und geliebt fühlt. Das muss schmerzen, zu erkennen, diese einmalige Beziehung ist vorbei und es bleibt nichts.



    Spannend fand ich auch die Aussage von Josefa, dass Vitoria wohl nie zur Obristin geworden wäre, da ihr die Weitsicht fehlt. Hm, interessant, auch wenn ich noch nicht so genau weiß, was ich mit dieser Information anfange. ;D


    Bei der Aussage bin ich mir auch unschlüssig, ob sie damit bloß von Zarrias Frage/Aussage ablenken wollte oder ob die Aussage eine versteckte Information enthält. Daß sie Vitora nicht leiden kann, verwundert wenig, denn wen kann Josefa überhaupt leiden, außer dem Drachen?


    [/quote]
    Ich könnte mir vorstellen, dass der Grund in ihrer Beziehung zu Gerro liegt. Entweder vermutet Josefa, dass Vitora von Gerros Glaubensbekenntnis wußte oder sie findet es allgemein nicht weitsichtig, sich mit so jemandem abzugeben, der vom Charakter her zu "weich" ist.


  • Die Frage habe ich mir ja auch gestellt, denn ich hatte ja schon angenommen, dass die Toten, die in ungeweihter Erde vergraben werden, als Geister weiter existieren müssen und dass den Vornehmen gestattet wird, durch den Drachenatem ausgelöscht zu werden. Auch ich dachte, durch Xina bestätigt zu sein. Wenn es der Drachenatem ist, der Geister produziert, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass die Patrizier das nicht wissen. Wer würde dann eine solche Feuerbestattung haben wollen?


    Gut, dann bin ich nicht alleine ;D



    Es hat sich etwas verändert, das ist ja klar, aber warum? War der Mord an Gerro zuerst und dann die Veränderung der Geister? Haben die Geister aufbegehrt, weil es an die Einzigen ging, die ihnen Frieden bringen können?


    So hatte ich das noch gar nicht gesehen, da könnte was dran sein.



    Sind sie es, deren Phantasie der Drache braucht, um die Produkte zu schaffen, die er "verschenkt". Eigentlich dachte ich, das käme alles aus den Träumen. allerdings, wenn nur Albträume das Futter der Draken sind, dann bräuchte es die Medien für die positiven Dinge.


    In dem Fall ist es nicht verwunderlich, daß die Lebensmittel nicht besonders schmecken.

  • Glad ist gerne in Zarrias Nähe, weil sie so einfach ist, wie er es ausdrückt. Denn in ihrem "Leben gibt es nicht unendlich viele Wahrheiten, zwischen denen es zu unterscheiden gilt, sondern nur eine einzige." (Seite 193)


    In den Traumsequenzen und Visionen in der Nähe des Drachen verweben Realität und Illusion. Das ist nicht nur für Zarria verwirrend, merkwürdig und zugleich voller Faszination. Interessant finde ich nicht nur, dass Glad sich fürchtet, in den Traumwelten des Drachen zu verlieren, sondern dass er zudem Überlegungen anstellt: "Alles ist unwichtig, wenn nichts mehr Bedeutung hat... Aber woher sollen wir wissen, was Bedeutung hat, wenn wir die Wirklichkeit nicht mehr vom Traum unterscheiden können?" (Seite 194) - Was ist, wenn der Tod Freude und Schmerz, die es in jedem Leben gibt, dem kein Ende setzt?


    In meinen Augen ist die Begegnung mit Fidelius, dem Mönch, dessen Aufgabe es ist, alles zu besorgen, was nötig ist, für Zarria wichtig.


    Mir gefällt, dass Zarria Fidelius nicht als Feind wahrnimmt, sie eher verwirrt darüber ist, was er sagt: Die Mönche beten zur Jungfrau, die keinen Körper aus Fleisch und Blut hat, um den Geistern Ruhe zu schenken, obwohl sie bei ihnen tatsächlich Verzweiflung in Hass verwandelt, so dass sie Menschen auflauern und mit ihrem Hass zu vernichten trachten. "Manche Taten machen es schwer, dass man ihre Verursacher nicht hasst. (Seite 197) - Fidelius scheint keine Angst vor dem Tod zu haben. Jedoch vor dem, was danach kommt. Vor allem, wenn die Mönche nicht mehr da sind. Denn der "DRACHE herrscht über Traum und Nachtmahr, aber die Toten träumen nicht, weil sie keine Ruhe finden." (Seite 198 f.) - Das spricht dafür, dass mit dem Tod nichts alles zu Ende ist.


    Dann ist der noch die Behauptung, dass der Drache einst die Stadt rettete und diejenigen, die in seinem Feuer starben, also tot sind, trotzdem nicht die Welt verlassen können, weil sie zu ewiger Ruhelosigkeit verdammt sind. "Das sind die Geister... Es sind diejenigen, die hier qualvoll umkamen." (Seite 200) - Die Geister sehen (logischerweise) nicht wie Menschen aus, aber es ist doch interessant, dass Fidelius behauptet, dass sie durchaus unter großer Kraftanstrengung eine Gestalt annehmen können, die der menschlichen ähnelt.


    Ich hatte es ja schon vermutet, dass Gerro mit den Mönchen sympathisiert hat. Er war sogar einer von ihnen und hatte zum Glauben gefunden. Deshalb war er als Obrist der Drachengarde wohl nicht mehr "tragbar"...


    Es ist schon ein explosiver Moment, als Josefa einige Glasfiguren zerstört. Erneut dachte ich an Lebewesen, als die Funken, die sich darin befinden, vor ihr zurückweichen. Weil sie Angst haben? Gibt es vielleicht nicht nur die Geister vor der Stadt, sondern auch solche, die in den Glasfiguren eingeschlossen sind. Es scheint fast so, als wüsste Josefa davon und hält (auch) diesbezüglich die Macht in ihren Händen. "Sie wissen meine Milde nicht länger zu schätzen... Sie wollen Krieg... Sie sollen ihren Krieg haben!" (Seite 222) - Meint sie damit alle Geister oder nur bestimmte. Denn beim Anblick einer edel gekleidete Dame besinnt sie sich und beendet das Zerschlagen.


    Doch nach wie vor lodert so viel Hass in ihr, dass er eine Welt zerstören kann. Die Frage, "in wessen Brust das tödlichere Feuer loderte - in der des DRACHEN oder in der seiner Meisterin" (Seite 223), ist nicht unberechtigt.


    Dann gibt da noch diesen Schreckmoment. Als das Feuer des Drachen Zarria erfasst, dachte ich wirklich, das war's. Um so beeindruckender ist gewesen, wie Zarria sich dieser Herausforderung stellt, nicht ausweicht... und nicht verbrennt, sondern wie gereinigt aus dem Feuer hervorgeht: "Das Brüllen der Flammen um mich herum enthob mich der Welt, in der ich sonst lebte. Die Hitze brannte alles von mir, was vergänglich und unvollkommen war. Nur ich selbst blieb bestehen. (Seite 226)


    Dass sie lebt, überrascht Josefa. Hatte sie gehofft, dass Zarria im Feuer des Drachen umkommt? Ich glaube schon. Nichts anderes ist aus ihrer Reaktion zu schließen: Es ist ihr unbegreiflich, und sie geht auf Zarria los. Bis der Drache sich mittels Knurren zu Wort meldet. Da hört sie auf. Es ist deutlich zu spüren, nicht nur wegen der einsamen Träne, dass sie davon sehr getroffen ist. Wie eine Geliebte, deren Geliebter sich einer anderen zuwendet...

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Glaubt Ihr, Glad hat viele Leute, mit denen er reden kann? Josefa? Die anderen Medien? Die Gardisten und die Angehörigen des Hauses Rubinsteyn?


    Ich vermute, dass Glad sich mit niemanden wirklich austauschen kann, weswegen er das Gespräch mit Zarria sucht. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass es verwirrend für ihn ist, dass Zarria gerade auch seine eigenen Gedanken und Mutmaßungen zu Tage fördert, die ihn unsicher werden lassen.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Interessant fand ich auch, wie Josefa voller Wut die Glasfiguren zerstört und damit ja irgendwie irgendwem droht. Sind die Funken auch Geister von Verstorbenen, die sie in das Glas eingesperrt hat? Oder können die Geister gerade wegen diesen eingesperrten Funken nicht diese Welt verlassen, sondern müssen als Geister im Moor sich herum treiben? Hm, da habe ich noch keine so rechte Idee.


    Ich hatte ja schon den Gedanken, dass die Funken eine Art Lebewesen sind. Warum also nicht auch Geister? Schließlich reagieren sie auf Josefa. Haben sie folglich Gefühle? So wie die Geister vor der Stadt. Die keine Ruhe finden, wie Fidelius erklärt. Irgendetwas muss sie doch aufgescheucht haben, wenn sie plötzlich angreifen und töten. Für mich ist es deshalb gut möglich, dass Josefa, die ja vor Jahren mit Hilfe des Drachen die Stadt rettete, genau weiß, was mit den Geistern ist und eben jene meint, als sie ihre Drohungen ausstößt.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Und beim Drachen scheint sie auch nicht mehr alleine in der Gunst zu stehen. Ich bin zwar froh, daß Zarria nicht geröstet wird, aber ich fürchte nun Manipulation Zarrias durch den Drachen (falls er das nicht sowieso schon getan hat).


    Das "Rösten" im Feuer war für mich ein besonderer Moment. Vielleicht ist es ein Wendepunkt, zumindest in der "Beziehung" zwischen Josefa und dem Drachen.


    Wenn das Feuer des Drachen bewirkt, dass Zarria sich danach als sie selbst fühlt, ist das nicht die übelste "Manipulation". Was würde der Drachen wollen, wenn er Zarria beeinflussen wollte. Und würde das auf Grund der starken Verbindung nicht auch in gegensätzlicher Richtung funktionieren?

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

  • Und noch eine Formulierung, die ich fabelhaft finde.


    "Der Fluss des Lebens floss in seltsamen Schleifen." (Seite 218)

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen


  • Glad ist gerne in Zarrias Nähe, weil sie so einfach ist, wie er es ausdrückt. Denn in ihrem "Leben gibt es nicht unendlich viele Wahrheiten, zwischen denen es zu unterscheiden gilt, sondern nur eine einzige." (Seite 193)


    Liebes Tagebuch,
    vielleicht gibt es doch noch ein Comeback für Team Glad! Ein gewisses Mitgefühl regt sich für den sensiblen Träumer ...



    Ich hatte es ja schon vermutet, dass Gerro mit den Mönchen sympathisiert hat. Er war sogar einer von ihnen und hatte zum Glauben gefunden.


    Die Mönche wirken ja normalerweise in den schlechteren Stadtvierteln. Dort sind sie für ihre Mildtätigkeit bekannt und haben sicher Anhänger, von denen auch einige Christen geworden sein dürften. Gerro war ebenfalls ein Christ - wenn auch kein Mönch. Die Aktivitäten der Mönche missfallen den Mächtigen in der Stadt - hinzu kommt, dass sich Gerro als hochrangiger Patrizier mit Leuten aus der Gosse abgibt.



    Es scheint fast so, als wüsste Josefa davon und hält (auch) diesbezüglich die Macht in ihren Händen.


    Hier nochmals die Frage, welche Macht Josefa wirklich hat, wenn es hart auf hart kommt. Viele Leute tun, was sie von ihnen will - aber hat sie eine formale Befehlsgewalt?



    Als das Feuer des Drachen Zarria erfasst, dachte ich wirklich, das war's.


    Leichtes Anschocken der Leserschaft, um sicherzustellen, dass alle noch wach sind. ;D



    Dass sie lebt, überrascht Josefa. Hatte sie gehofft, dass Zarria im Feuer des Drachen umkommt? Ich glaube schon.


    Also seitens Josefa eine Falle, die nicht zugeschnappt hat?


  • Leichtes Anschocken der Leserschaft, um sicherzustellen, dass alle noch wach sind. ;D


    Das hat prima geklappt :).



    Also seitens Josefa eine Falle, die nicht zugeschnappt hat?


    Das ist durchaus vorstellbar. Schließlich hat der Drache Josefa schon einmal "gestoppt", und ich denke, sie spürt deutlich, dass Zarria (warum auch immer) ihre größte Konkurrenz sein könnte.


    Wobei mir gerade der Gedanke kommt, dass der Drache seinerseits eine Chance zieht, in Zarria jemanden gefunden zu haben, der ihn von seinen Ketten und Josefa befreit. Ist doch möglich, dass er "die Nase" voll hat...

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen