02: Kap.5.Begegnung mit einem Albtraum - Kap.7. Auf der Spur der Kutte (S.54-97)

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  • Na dann will ich mal Abschnitt 2 eröffnen. Die 3 Kapitel haben mir heute den Mittag schnell vergehen lassen. Am liebsten hätte ich gleich weiter gelesen. Sehr spannend geschrieben!


    Nachdem ich jetzt also 3 Kapitel schlauer bin habe ich so langsam den Eindruck als ob in dieser Stadt irgendetwas ganz und gar nicht richtig verläuft. Wir bekommen mit, dass die Draken in der Stadt Albträume aus der Bevölkerung sammeln um diese in sich aufzusaugen. Ein Bild das mich etwas an die Angst sammelnden Vampire aus Bernds Schattenherren Romane erinnert hat. Die Bevölkerung zahlt also scheinbar einen hohen Preis für den Schutz in der Stadt.


    Im nächsten Kapitel bekommt man dann einen Blick in die Kathedrale. Hier hat sich seit dem Prolog scheinbar alles geändert! Der gewaltige Drache scheint Schutz und Geißel der Stadt gleichzeitig zu sein. Ich vermute hier das nicht alles so ist wie es scheint. Der Drache mag mit Ketten gebunden sein aber evtl. hält ihn noch etwas ganz anderes fest. Er wird von den Draken mit den Albträumen versorgt und frißt die Draken sogar. Wieso opfern sich diese Freiwillig um ihn am leben zu halten? Kann der Drache die Draken steuern und damit auch gleichzeitig die Stadt schützen? Spannend finde ich hier auch die Frage ob der Drache männlich oder weiblich ist und ob es evtl noch einen sich sorgenden Partner gibt. Wo kommen die Draken denn her? Legt der Drache in der Kathedrale ab und an Eier? Oder gibt es einen weiblichen Partnerdrachen ausserhalb der Stadt der Josefa mit neuen Draken oder Dracheneiern versorgt?


    Auf der andern Seite gibt der Drache Geschenke, die aus den "Träumen" in die Realität geholt werden um hier körperlich zu werden. Was ist das Druckmittel das er dies tut? Läßt Josefa ihn sonst verhungern? Und Josefa ist glaube ich eh das große Thema. Sie hat im Prolog dem Kardinal gesagt, dass er für seinen Sünden, ihr die Glasbläserei zu verbieten, büßen muss. Wie es scheint hat sie die gesamte Kirche zerschlagen und durch ihren Drachenkult ersetzt. Die wenigen restlichen Mönche sind die einzigen die noch von dem alten Gott wissen. Dies läßt auf ein Religionsverbot für den "Kreuz"-Glauben schließen. Ich muss sagen das ich von der Jesusanspielung etwas verwirrt war. Nicht das mich das aus religiösen Gründen gestört hätte, aber ich frage mich jetzt doch, ob das Fantasyreich einen irdischen Bezug bekommt und evtl. auf unserer Erde spielen soll? Wie auch immer, der alte Gott ist weg und durch einen Drachenkult scheinbar auf wirken von Josefa hin ersetzt worden. Irgendwie habe ich ein ungutes Gefühl dabei, dass die Herrschaft und die Sicherheit der Stadt auf der Qual und Gefangenschaft einer edlen Drachenkreatur beruht.
    Wenn man jetzt etwas philosophisch werden möchte kann man behaupten, dass der Reichtum der Stadt auf dem Raubbau an der Natur besteht und dies von allen toleriert wird. Ermöglicht wurde dies auch erst, als die alten religiösen Strukturen und die bestehende ehemalige Ordnung verbannt wurde. Erinnert hat mich das ganze auch an die Star Trek Folge TNG 1.1 Farpoint Station(für Kenner ;))


    Das der Drache seine Geschenke in einem alles verhüllenden Nebel übergibt könnte theoretisch auch bedeuten, dass dies alles nur ein Taschenspielertrick ist und die Körbe einfach im Nebel von anderen Menschen dort hingestellt werden und nur als das schöne Geschenk des Drachen Dargestellt werden. In Wahrheit unterdrückt aber Josefa mit ihrer "Drakenarmee" das Umland und stielt dem restlichen Reich alles was die Stadt zum leben braucht. Die Bevölkerung wird dann mit der Lüge bzgl. von Drachengeschenken und einem Geisterring um die Stadt, der eine Kommunikation mit der Aussenwelt verhindert, ruhig gehalten. Insgesamt halte ich meine Theorie 2 aber eher für unwahrscheinlich.


    Hier noch meine aktuellen Gedanken zu dein Geistern. Ich glaube das die Geister ein Produkt der Vertreibung der alten Religion ist. Das könnte mit der Kathedrale und dem "neuen" Drachenkult zusammenhängen.


    Nun aber noch kurz zum letzten Kapitel. Die Verfolgung der Männer in den Brunnen und die Unterhaltung mit dem Unterstadt Boss Turan fand ich sehr gelungen. Ich hatte irgendwie das Bild eines klassischen Jokers vor den Augen mit seiner Gesichtsbemalung und der skurillen Kleidung. Der Mann scheint in seinem Bereich sehr mächtig zu sein. Außerdem hat Zarria Machon sich sehr cool verhalten. Das hat mir gut gefallen, dass sie sich der Situation passend verhalten hat und mit dem Ganoven eher zusammen gearbeitet und eine Auge zugedrückt hat.


  • Am liebsten hätte ich gleich weiter gelesen. Sehr spannend geschrieben!


    Vielen Dank.
    :freu:



    Nachdem ich jetzt also 3 Kapitel schlauer bin habe ich so langsam den Eindruck als ob in dieser Stadt irgendetwas ganz und gar nicht richtig verläuft.


    Denkt Ihr, die Bürger leben gern in der Stadt? Oder würden sie fortgehen, wenn sie könnten?


    Spannend finde ich hier auch die Frage ob der Drache männlich oder weiblich ist und ob es evtl noch einen sich sorgenden Partner gibt. Wo kommen die Draken denn her? Legt der Drache in der Kathedrale ab und an Eier? Oder gibt es einen weiblichen Partnerdrachen ausserhalb der Stadt der Josefa mit neuen Draken oder Dracheneiern versorgt?


    Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich ankündige: Das wird noch im Detail gezeigt. Was Euch aber nicht vom Spekulieren abhalten soll ...
    ;)


    Und Josefa ist glaube ich eh das große Thema. Sie hat im Prolog dem Kardinal gesagt, dass er für seinen Sünden, ihr die Glasbläserei zu verbieten, büßen muss.


    Habt Ihr Euch entschieden, dass der Prolog zeitlich vor der eigentlichen Handlung spielt und dass das Mädchen Josefa Rubinsteyn ist?


    Ich muss sagen das ich von der Jesusanspielung etwas verwirrt war. Nicht das mich das aus religiösen Gründen gestört hätte, aber ich frage mich jetzt doch, ob das Fantasyreich einen irdischen Bezug bekommt und evtl. auf unserer Erde spielen soll?


    Das habe ich ausführlich mit dem Lektorat diskutiert und wir haben den Text gründlich getrimmt, damit gerade dieses Element die für die Geschichte passende Gewichtung erhält.



    Irgendwie habe ich ein ungutes Gefühl dabei, dass die Herrschaft und die Sicherheit der Stadt auf der Qual und Gefangenschaft einer edlen Drachenkreatur beruht.


    Inwiefern erscheint Dir der Drache edel? Teilen die anderen Leserundenteilnehmer diesen Eindruck?



    Das der Drache seine Geschenke in einem alles verhüllenden Nebel übergibt könnte theoretisch auch bedeuten, dass dies alles nur ein Taschenspielertrick ist und die Körbe einfach im Nebel von anderen Menschen dort hingestellt werden und nur als das schöne Geschenk des Drachen Dargestellt werden. In Wahrheit unterdrückt aber Josefa mit ihrer "Drakenarmee" das Umland und stielt dem restlichen Reich alles was die Stadt zum leben braucht.


    ... immerhin scheinen sich die Draken der Geister erwehren zu können. Somit könnten sie vielleicht in Gebiete vorstoßen, die den Menschen verwehrt sind. Haltet Ihr das für wahrscheinlich?
    Denkt Ihr, dass die Draken alles beschaffen können, was (eventuell angeblich?) materialisiert wird - auch das, was Zarria auf Seite 72 oben durchdenkt?



    Hier noch meine aktuellen Gedanken zu dein Geistern. Ich glaube das die Geister ein Produkt der Vertreibung der alten Religion ist. Das könnte mit der Kathedrale und dem "neuen" Drachenkult zusammenhängen.


    Diesen Gedanken finde ich besonders spannend. Magst Du ihn noch etwas weiter ausführen?


    Die Verfolgung der Männer in den Brunnen und die Unterhaltung mit dem Unterstadt Boss Turan fand ich sehr gelungen.


    Das freut mich. :)

  • Im nächsten Kapitel bekommt man dann einen Blick in die Kathedrale. Hier hat sich seit dem Prolog scheinbar alles geändert! Der gewaltige Drache scheint Schutz und Geißel der Stadt gleichzeitig zu sein. Ich vermute hier das nicht alles so ist wie es scheint. Der Drache mag mit Ketten gebunden sein aber evtl. hält ihn noch etwas ganz anderes fest. Er wird von den Draken mit den Albträumen versorgt und frißt die Draken sogar. Wieso opfern sich diese Freiwillig um ihn am leben zu halten? Kann der Drache die Draken steuern und damit auch gleichzeitig die Stadt schützen? Spannend finde ich hier auch die Frage ob der Drache männlich oder weiblich ist und ob es evtl noch einen sich sorgenden Partner gibt. Wo kommen die Draken denn her? Legt der Drache in der Kathedrale ab und an Eier? Oder gibt es einen weiblichen Partnerdrachen ausserhalb der Stadt der Josefa mit neuen Draken oder Dracheneiern versorgt?


    Ich denke das hängt mit der Frage zusammen, ob der Drache ein natürliches Geschöpf ist, oder ein von Josepha erschaffenes.
    Ich denke ja ersteres, besonders nachdem Zarria von dem Drachenatem berührt wurde und den Traum vom Fliegen hatte, und den wie uninteressant diese Menschen sind. Ich denke, das waren Gedanken des Drachen, die sie erreichten, weil sie nicht in der Erwartung von Geschenken war. Toll fand ich dabei, dass dem Drachen die Rache nicht wichtig ist, weil sie unbedeutenden Objekten gilt.


    Auf der andern Seite gibt der Drache Geschenke, die aus den "Träumen" in die Realität geholt werden um hier körperlich zu werden. Was ist das Druckmittel das er dies tut? Läßt Josefa ihn sonst verhungern? Und Josefa ist glaube ich eh das große Thema. Sie hat im Prolog dem Kardinal gesagt, dass er für seinen Sünden, ihr die Glasbläserei zu verbieten, büßen muss. Wie es scheint hat sie die gesamte Kirche zerschlagen und durch ihren Drachenkult ersetzt. Die wenigen restlichen Mönche sind die einzigen die noch von dem alten Gott wissen. Dies läßt auf ein Religionsverbot für den "Kreuz"-Glauben schließen.


    Verboten scheint die Religion nicht zu sein, aber sie verlacht und das nicht wegen ihres Glaubens an Gott, sondern wegen ihrer fehlenden Gier nach Reichtum. So zumindest habe ich es empfunden. Der Drache ist wie ein goldenes Kalb um das alle tanzen.



    Ich muss sagen das ich von der Jesusanspielung etwas verwirrt war. Nicht das mich das aus religiösen Gründen gestört hätte, aber ich frage mich jetzt doch, ob das Fantasyreich einen irdischen Bezug bekommt und evtl. auf unserer Erde spielen soll?


    Bisher könnte es tatsächlich so sein, wenn man davon ausgeht, dass der Drache ein Schöpfung von Josefa ist, dann wäre es möglich, dass alles einen technischen Hintergrund hat, aber so richtig glaube ich da nicht dran.


    Wie auch immer, der alte Gott ist weg und durch einen Drachenkult scheinbar auf wirken von Josefa hin ersetzt worden. Irgendwie habe ich ein ungutes Gefühl dabei, dass die Herrschaft und die Sicherheit der Stadt auf der Qual und Gefangenschaft einer edlen Drachenkreatur beruht.
    Wenn man jetzt etwas philosophisch werden möchte kann man behaupten, dass der Reichtum der Stadt auf dem Raubbau an der Natur besteht und dies von allen toleriert wird. Ermöglicht wurde dies auch erst, als die alten religiösen Strukturen und die bestehende ehemalige Ordnung verbannt wurde. Erinnert hat mich das ganze auch an die Star Trek Folge TNG 1.1 Farpoint Station(für Kenner ;))


    Ja, aber da war die Knechtschaft doch sehr geheim, oder? Wenn ich mich richtig erinnere durften die dort nur arbeiten wurden aber nicht verehrt? Ich muss noch mal nachsehen. Es war jedenfalls eine schöne Folge, ob es hier so gut ausgeht?


    Ja, ich sehe auch ziemlich viel philosophischen Stoff darin. Aber ich denke weniger an den Raubbau an der Natur, als daran, dass die Menschen bereit sind, alles für die Sicherheit aufzugeben. Ein ziemlich aktuelles Thema. Sie haben sich im Prinzip versklaven lassen um sicher zu sein. Vielleicht am Anfang nur um zu überleben, aber ohne an die Konsequenzen zu denken.
    Nehmen wir mal an, dass Verbot an Josefa (ich habe mich entschieden) hatte einen tieferen Sinn. Vielleicht war den Kirchenoberhäuptern bekannt, dass die Glasbläser nicht nur schöne Dinge schaffen, sondern damit auch etwas bewirken können, was aber nicht zu kontrollieren ist oder was einen zu hohen Preis fordert?


    Das der Drache seine Geschenke in einem alles verhüllenden Nebel übergibt könnte theoretisch auch bedeuten, dass dies alles nur ein Taschenspielertrick ist und die Körbe einfach im Nebel von anderen Menschen dort hingestellt werden und nur als das schöne Geschenk des Drachen Dargestellt werden. In Wahrheit unterdrückt aber Josefa mit ihrer "Drakenarmee" das Umland und stielt dem restlichen Reich alles was die Stadt zum leben braucht. Die Bevölkerung wird dann mit der Lüge bzgl. von Drachengeschenken und einem Geisterring um die Stadt, der eine Kommunikation mit der Aussenwelt verhindert, ruhig gehalten. Insgesamt halte ich meine Theorie 2 aber eher für unwahrscheinlich.


    Ich auch, denn das Zeug schmeckt nicht. Das heißt hier wird etwas nur nach dem Äußeren geschaffen ohne Kenntnis der inneren Gehaltstoffe. So was kann man natürlich auch züchten (brauchen wir nur in unsere Kaufhallen zu gehen), ist aber wirklich unwahrscheinlich.


    Hier noch meine aktuellen Gedanken zu dein Geistern. Ich glaube das die Geister ein Produkt der Vertreibung der alten Religion ist. Das könnte mit der Kathedrale und dem "neuen" Drachenkult zusammenhängen.


    Ja, es könnte sein, dass die Art des Sieges bedeutete, dass die Seelen der Verstorbenen in den Glasskulpturen gefangen wurden und deshalb nun die Geister da rum schwirren. Irgendwas in der Art denke ich.


    Außerdem hat Zarria Machon sich sehr cool verhalten. Das hat mir gut gefallen, dass sie sich der Situation passend verhalten hat und mit dem Ganoven eher zusammen gearbeitet und eine Auge zugedrückt hat.


    Ja, das ist der Unterschied für mich zu Morga, von der Zarria erzählt, dass sie schnelle Lösungen anstrebt, um größere Schäden zu vermeiden. Da kommt nicht immer Gerechtigkeit heraus. Allerdings würde ich es nicht als Zusammenarbeit sehen, wenn sie, um größeren Schaden zu vermeiden schneller weiter machen möchte und deshalb verspricht nichts zu verraten. Das ist für mich kein Schnellschuss nur um Ruhe zu erhalten.


  • Ich denke das hängt mit der Frage zusammen, ob der Drache ein natürliches Geschöpf ist, oder ein von Josepha erschaffenes.
    Ich denke ja ersteres, besonders nachdem Zarria von dem Drachenatem berührt wurde und den Traum vom Fliegen hatte, und den wie uninteressant diese Menschen sind. Ich denke, das waren Gedanken des Drachen, die sie erreichten, weil sie nicht in der Erwartung von Geschenken war.


    Aha! Du vermutest also, dass das, was derjenige mitbringt, Einfluss auf den Drachentraum hat?


    Der Drache ist wie ein goldenes Kalb um das alle tanzen.


    Ein schöner Vergleich. :) Glaubst Du, er fühlt sich als "Kalb" wohl?



    Ja, ich sehe auch ziemlich viel philosophischen Stoff darin. Aber ich denke weniger an den Raubbau an der Natur, als daran, dass die Menschen bereit sind, alles für die Sicherheit aufzugeben. Ein ziemlich aktuelles Thema. Sie haben sich im Prinzip versklaven lassen um sicher zu sein. Vielleicht am Anfang nur um zu überleben, aber ohne an die Konsequenzen zu denken.


    Liebes Tagebuch,
    unvermutet bekommt meine kleine Fantasy-Geschichte einen aktuellen Bezug ...



    Ja, es könnte sein, dass die Art des Sieges bedeutete, dass die Seelen der Verstorbenen in den Glasskulpturen gefangen wurden und deshalb nun die Geister da rum schwirren. Irgendwas in der Art denke ich.


    Ich freue mich, dass Drachenmahr offenbar viele Ansatzpunkte zum Mitraten bietet. :)
    Auch dies ist eine schöne Theorie. Aber wenn die Geister von den Glasfiguren angezogen werden - wieso kommen sie dann nicht in die Stadt, wo es viele davon gibt?



    Übrigens: Drachen sind a priori edle Tiere!


    Verstehe. ;)

  • Also ich bin definitiv gefesselt! !!! Die Geschichte ist toll und entwickelt sich sehr spannend weiter.


    Die Draken werfen auch bei mir viele Fragen auf. Woher kommen sie eigentlich, wenn es doch nur einen DRACHEN gibt? Wie funktioniert dann die Fortpflanzung? Das sich die Draken von den Ängsten und Alpträumen der Stadtbewohner ernähren finde ich ziemlich gruselig :angst: Da heißt es dann wenn es dunkel wird, nichts wie weg in die Häuser :wegrenn:und selbst da ist man noch nicht zu hundert Prozent sicher. Das ist ein sehr wirksames Prinzip zum durchsetzen einer Sperrstunde ;). Warum frisst der DRACHE seinen eigenen Jungen?
    Ansonsten muss ich sagen, dass mir der DRACHE irgendwie auch leid tut. Und dass er seinen "Gefängniswärtern" gegenüber hasserfüllt ist kann ich durchaus nnachvollziehen.


    Von der Rolle der Mönche und die Parallelen zu Jesus bin ich etwas verwirrt. Da muss ich erst noch abwarten, was ich davon halte ...


    Zarrias auftreten fand ich tough. Weiter so Mädel! Sie wird mir immer sympatischer. Ich finde auch, dass Zarria die Situation mit Turan sehr gut gemeistert hat. Das Zarria gelegentlich innerlich Zweifel hat finde ich nicht schlimm. Sie ist noch sehr jung und muss erst noch in ihre neue Rolle hereinwachsen. Das macht sie gleich noch ein Stück menschlicher.


    Diese Materialisierungen, die der DRACHE den Bewohnern gewährt finde ich auch irgendwie rätselhaft. Die 2. Theorie von Xeledorn halte ich auch eher für unwahrscheinlich. Aber warum schmecken die Lebensmittel nicht? Ist das vielleicht eine Art kleine Rache des DRACHEN für seine Gefangenschaft?


    Jaa ... Fragen über Fragen ???


    Ich muss schnell weiterlesen. Vielleicht werden dann einige beantwortet. :lesen:

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)


  • Also ich bin definitiv gefesselt! !!! Die Geschichte ist toll und entwickelt sich sehr spannend weiter.


    :freu:


    Das sich die Draken von den Ängsten und Alpträumen der Stadtbewohner ernähren finde ich ziemlich gruselig ... Warum frisst der DRACHE seinen eigenen Jungen?


    Darüber - und auch darüber, was es mit dem DRACHEN macht, wenn er die Draken frisst - lohnt es sich, nachzudenken ... ;)



    Zarrias auftreten fand ich tough. Weiter so Mädel!


    Zu Befehl!
    :schwert:



    Aber warum schmecken die Lebensmittel nicht?


    Da kann ein Blick auf Rheas Theorien helfen ... ;)



    Fragen über Fragen ...
    Ich muss schnell weiterlesen. Vielleicht werden dann einige beantwortet. :lesen:


    Ganz bestimmt sogar! ;)


  • Aha! Du vermutest also, dass das, was derjenige mitbringt, Einfluss auf den Drachentraum hat?


    Nicht das was er mitbringt, es sei denn seine Erwartungshaltung. Bei Zarria trifft der Drachenatem auf ein Gehirn, dass nicht mit ihm und dem Wünschen zusammenhängt. Irgendeine Erklärung muss es doch geben, dass ausgerechnet sie die Gedanken des Drachen erlebt.



    Ein schöner Vergleich. :) Glaubst Du, er fühlt sich als "Kalb" wohl?


    Das glaube ich auf keinen Fall, egal ob natürliches oder künstliches Geschöpf. Er sehnt sich nach Freiheit.



    Liebes Tagebuch,
    unvermutet bekommt meine kleine Fantasy-Geschichte einen aktuellen Bezug ...


    Ich habe schon gewartet, wann das Tagebuch wieder auftritt.



    Ich freue mich, dass Drachenmahr offenbar viele Ansatzpunkte zum Mitraten bietet. :)
    Auch dies ist eine schöne Theorie. Aber wenn die Geister von den Glasfiguren angezogen werden - wieso kommen sie dann nicht in die Stadt, wo es viele davon gibt?


    Ich glaube nicht, dass sie von den Glasskulpturen angezogen werden, sondern dass diese der Schutz gegen die Geister sind.
    Nach den üblichen Theorien würde natürlich der Geist versuchen, seine Seele wieder zu bekommen, aber in meiner derzeitigen Theorie ist dem nicht so. Irgendetwas ist mit dem Glas, was die Geister fern hält, davon bin ich überzeugt und da jede Figur einen anderen Menschen darstellt, scheint es einfach so zu sein, als seien die darin auf irgendeine Art gefangen.

  • Ich denke auch, dass die Glasfiguren dem Schutz dienen. Josefa ist ja Glasbläserin und zum glasblasen braucht man ja Feuer. Vielleicht hat Josefa diese Figuren mit Hilfe des Drachenfeuers hergestellt und die Funken darin sind Rester des Drachenfeuers. Und durch diese Reste und die Verbindung zu dem DRACHEN entsteht sowas wie ein magisches Schutzfeld. Es würde mich auch nicht verwundern, wenn Josefa mit Hilfe der Figuren die Stadt überwacht. Da sie ja überall verteilt sind und die Wachübergabe sollte ja auch vor der Figur stattfinden, wo über besondere Vorkommnisse berichtet werden soll.

    Liebe Grüße Andrea

    "Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. "(Helen Hayes)


  • Übrigens: Drachen sind a priori edle Tiere!


    Interessant. Das hängt sicherlich vom Blickwinkel ab, und der Tradition aus der der Drache kommt, eher europäisch mittelalterlich oder asiatisch.
    Die Fantasyliteratur tat ein Übriges um den Drachen zum 'edlen Tier' zu machen (Eragon, Drachenreiter von Pern u.a.).


    Mich hat dieser Leseabschnitt noch neugieriger auf die Geschichte gemacht, als der erste. Das Zusammentreffen von Christentum und Fantasy mit Horrorelementen finde ich sehr spannend; und habe ich in dieser Deutlichkeit bisher noch nicht gelesen.
    Ich bin sehr gespannt, wo die Reise hingeht.


    Vielleicht hat Josefa den Drachen auch nicht geschaffen, sondern ihn lediglich gefangen, mit Hilfe ihrer Glasbläserei und der Figuren. Das wäre auch eine Erklärung wieso das Christentum als Religion aus der Kathedrale verbannt wurde, und gegen den Drachenkult ersetzt wurde.
    In diesem Zusammenhang freue ich mich auf die erste Begegnung mit den Mönchen, die vielleicht hier Aufklärung bringen können.


    Warum geht der Widerstand gegen die herrschende Ordnung von den Webern aus. Bei Weberaufständen (Heinrich Heine, Gerhardt Hauptmann) denke ich immer an die Maschinenstürmer, die im 19.Jahrhundert Angst um ihre Arbeitsplätze hatten.


    Dann haben wir hier Therme und ein Amphitheater, Überbleibsel römischer Kultur.
    Ich bin wirklich gespannt, wie diese Welt im Detail aussieht. Sind hier Fantasyelemente ins historische Mittelalter eingedrungen oder eher umgekehrt.


    Zarria ist nach den Erlebnissen im Weberviertel in meiner Achtung noch weiter gestiegen.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL


  • Josefa ist ja Glasbläserin und zum glasblasen braucht man ja Feuer. Vielleicht hat Josefa diese Figuren mit Hilfe des Drachenfeuers hergestellt


    Einige haben vermutet, dass das Mädchen im Prolog Josefa sei, dass der Prolog vor der Geschichte spiele und dass in der Truhe ebenfalls eine Glasfigur liege. Glaubst Du, dass das Mädchen den DRACHEN bereits kannte und die Figur mit seiner Hilfe hergestellt hat? Oder hast Du eine andere Theorie zum Prolog?



    Es würde mich auch nicht verwundern, wenn Josefa mit Hilfe der Figuren die Stadt überwacht. Da sie ja überall verteilt sind und die Wachübergabe sollte ja auch vor der Figur stattfinden, wo über besondere Vorkommnisse berichtet werden soll.


    Ah, die allsehende Drachenmeisterin ... ein interessanter Gedanke! Wenn sie dann etwas Interessantes erfährt - wie handelt sie dann? Wen schickt sie, um die Dinge in ihrem Interesse zu regeln? Ihr untersteht ja kein Hohes Haus und auch nicht die Stadtwache ...


  • Ah, die allsehende Drachenmeisterin ... ein interessanter Gedanke! Wenn sie dann etwas Interessantes erfährt - wie handelt sie dann? Wen schickt sie, um die Dinge in ihrem Interesse zu regeln? Ihr untersteht ja kein Hohes Haus und auch nicht die Stadtwache ...


    Vielleicht kann Josefa Einfluss auf die Draken ausüben, da sie ja auch den Drachen 'beherrscht'. Damit hätte sie eine mächtige Waffe in der Hand.

    Literatur erweitert unser Dasein...Durch das Lesen großer Literatur werde ich zu tausend Menschen und bleibe doch ich selbst. CSL

  • Spannender Abschnitt! Ja, also ich bin bisher wirklich sehr begeistert! 8)


    So viel zu erwähnen und so viel schon gesagt...


    Also erst mal:
    Ganz furchtbar was mit dem Drachen da geschieht. :'( Er tut mir so leid wie er da gefesselt und benutzt wird... benutzt um "Scheinessen" zu erzeugen und Schmuck und Tand und was auch immer. Man könnte das ja tatsächlich sehr metaphorisch sehen. Aber ist das denn wirklich die Intention eines Fantasyromans? Sag mal Bernard! :)
    Die Armen werden mit Schein abgespeist, während die Patrizier wahres Essen bekommen - was dann auch noch - welche Ironie - von den kleinen Leuten erarbeitet wird. Könnte man ja fast eine Anlehnung an die derzeit heisse Debatte um die Medien sehen. Aber das ist vielleicht gar zu weit ausgeholt.
    Wieso sind die Draken eigentlich seine Kinder? Braucht man dazu nicht irgendwie einen männlichen und einen weiblichen Drachen? Ich stelle mir diese Draken ja auch eher humanoid vor und nicht so klassisch wie den DRACHEN. Sind es nur im übertragenen Sinne seine Kinder? Der DRACHE frisst durch die Draken die ALBTRÄUME der Menschen und verwandelt sie in das was die Menschen WÜNSCHEN!! Ganz schön schräg!
    Wie Josefa da durch die Kathedrale wandelt kommt sie mir wie eine richtige böse alte Hexe vor. Also die ist es schon mal, der ich alles Böse zutraue. Sicherlich auch einen Mord. Vielleicht gefällt ihr einfach etwas in der derzeitigen Hirarchie nicht?


    Ist der Turm eigentlich inzwischen mit einer neuen Wache belegt worden? Hab ich das überlesen? Oder ist der jetzte die ganze Zeit verlassen? :-\


    Ah - in diesem Abschnitt ist mit Turan übrigens gleich eine potentielle Lieblingsfigur für mich aufgetaucht. Herrlich - solche Typen liebe ich - bunt, verwegen, bisschen illegal ;D
    Auch die "Räuberhöhle" hatte ich direkt lebhaft vor Augen. Hoffe es führt unsere Zarria wird es nochmal in das Weberviertel führen. Das war schön!!


    Zarrias Schwester hingegen scheint ja eine ganz schön oberflächliche Tussi zu sein. ::) Und dann dieses Pokern damit was nun als "Belohnung" für die Befreiung dieser Patrizierin rausspringt. ::)


    Arlbert fand ich in diesem Abschnitt auch immer noch sehr cool Wie er einfach weiter macht obwohl die ganze Halle raunt und mosert. Aber ich war wahrscheinlich auch einfach bei roten Augen und langen schwarzen Haaren direkt ein wenig parteiisch geworden. ;D Hoffe also immer noch, dass er nicht der Böse ist. Und auch wenn sein Bruder tot ist - the show must go on. Hat er doch gut gemacht.


    Insgesamt stellt sich das Leben in der Stadt nun nach dem Lesen der letzten Seiten nicht mehr sehr rosig dar. Ist die Therme wohl für Patrizier verboten weil die anderen nur dort die Möglichkeit haben zu baden? Eine solche Klassengesellschaft ist wirklich furchtbar. Das schreit ja danach, dass es zu einer Revolution kommen wird. Also auf die Strasse! Stürzt den Drachenkult! Befreit den großen DRACHEN!!! 8)


    Die Sache mit dem Christentum (?) ist ja auch interessant. Hatte direkt bei der Beschreibung der Szenen mit dem Kreuz in der Kathedrale dran gedacht - das hat sich dann ja bestätigt.
    Hast du das in den anderen Büchern auch immer eingebaut? Ich habe ja sonst nur Sanguis B von dir gelesen und da war das ja auch Thema.


    Weiss nicht ob ich jetzt was vergessen habe. Aber das kann ich ja noch nachtragen.

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich habe heute auch gleich den 2. Abschnitt gelesen und finde es sehr spannend, was man so als Leser nach und nach erfährt.



    Vielleicht hat Josefa den Drachen auch nicht geschaffen, sondern ihn lediglich gefangen, mit Hilfe ihrer Glasbläserei und der Figuren. Das wäre auch eine Erklärung wieso das Christentum als Religion aus der Kathedrale verbannt wurde, und gegen den Drachenkult ersetzt wurde.
    In diesem Zusammenhang freue ich mich auf die erste Begegnung mit den Mönchen, die vielleicht hier Aufklärung bringen können.


    Ja, das ist ja im Moment auch meine Spekulation, dass Josefa mit Hilfe ihrer Glasbläserei es geschafft hat, den Drachen zu bannen. Spannend fand ich ja dann hier wirklich, dass der vorher herrschende Glaube komplett verbannt wurde und zwar so stark, dass sich die meisten nicht einmal mehr daran erinnern können. Mir fiel es auch erst wie Schuppen von den Augen, dass ja alles auf religiöse Artefakte und Gebäude (Kathedrale) hindeutet, jedoch anstatt dem ursprünglichen Glauben jetzt der Drache dort sitzt. Das würde gut zu der Aussage von dem Mädchen (für mich Josefa) aus dem Dialog passen, die da ja sagt, dass diejenigen, die ihr verboten haben mit Glas das zu tun, was sie kann, dafür bestraft werden. Da hat sie wohl hart durchgegriffen.


    Insgesamt scheint sie die Stadt in einem engen Griff zu haben. Irgendwo wurde ja auch kurz erwähnt, dass es nicht gerne gesehen wird, wenn sich jemand zu sehr mit der Geschichte der Stadt beschäftigt. Da will wohl jemand mit allen Mitteln verhindern, dass der aktuelle Zustand zu stark in Frage gestellt wird oder jemandem noch auffällt, dass die Stadt vielleicht nicht immer so abgeschieden war.



    Ich auch, denn das Zeug schmeckt nicht. Das heißt hier wird etwas nur nach dem Äußeren geschaffen ohne Kenntnis der inneren Gehaltstoffe. So was kann man natürlich auch züchten (brauchen wir nur in unsere Kaufhallen zu gehen), ist aber wirklich unwahrscheinlich.


    Ja, ich denke auch eher, dass die Geschmacklosigkeit daher rührt, dass sich die Menschen das Essen zwar vorstellen können und der Drache es so "sieht", aber der Geschmack dabei nicht übertragen wird. Wahrscheinlich können sich die Menschen zum einen gar nicht mehr an den Geschmack von dem Essen erinnern, aber ich vermute fast, dass der Drache zwar die Träume "sehen" kann, dabei aber die anderen Sinne, wie schmecken und fühlen nicht funktionieren.


    Aber spannend, wie hier eindeutig eine 2-Klassengesellschaft aufgebaut wird und trotzdem die obere Klasse sich zum Teil gegenseitig dezimiert. Das finde ich wirklich interessant und auch schrecklich, dass in dieser Stadt die Menschen so viel gegeneinander arbeiten. Die Patrizierhäuser beäugen sich andauernd selber und der kleinste Funke kann zu einem regelrechten Krieg ausarten. Dann kämpfen natürlich die Bürgerlichen gegen die Patrizier und die Bürgerlichen auch noch gegeneinander. Wenn man dann noch die Erinnerungen von Zarria dazu nimmt, in der immer wieder Gewaltverbrechen eine Rolle spielen, muss ich sagen, dass diese Stadt doch relativ viele Agressionen in sich birgt und Leute wohl nicht wirklich glücklich darüber sind, dass sie zwar von dem Drachen und den Draken beschützt werden, aber gleichzeitig eigentlich ja auch wie in Gefangenschaft leben. Da bin ich ja gespannt, warum Josefa das so weit hat kommen lassen bzw. ob sie das wirklich wollte. :-\


    Ich war auch etwas entsetzt, als ich gelesen habe, dass der Drache seine eigenen Kinder frisst! :o Obwohl ich mich auch schon gefragt habe, wo die Kinder denn herkommen? Legt der Drache einfach so Eier und die schlüpfen dann oder gibt es irgendwo noch eine kleine männliche Version des Drachen, dessen Aufgabe nur in der Befruchtung besteht? Natürlich kann das auch umgekehrt der Fall sein, da ja noch nicht feststeht, welches Geschlecht der Drache überhaupt hat. Aber anscheinend frisst der Drache die Draken vor allem deswegen, damit er die gesammelten Alpträume aufnehmen kann, oder? Zumindest war das so meine Interpretation...


    Die Vorstellung nachts von so einem Draken Alpträume beschert zu bekommen, finde ich auch ganz gruselig. Vielleicht wirklich kein Wunder, dass das Gewaltpotenzial in dieser Stadt so groß ist. :o


    Spannend auch die weiteren Hinweise zum Tod von Gerro. Er hatte einen leichten Schlaf und soll einfach so von einem stumpfen Dolch erstochen worden sein? Schön langsam glaube ich ja auch eher an die Gifttheorie aus dem ersten Abschnitt. Das würde dann auch gut damit zusammenpassen, dass Albert gleich so beschäftigt war, das angebliche Blut wegzuwischen. Vielleicht gab es überhaupt nie irgendwo Blut? :-\ Aber welches Motiv hätte Albert seinen eigenen Bruder zu töten? Die Nachfolge als Obrist oder hat er noch andere Pläne?


    Zarria ist wirklich ein sehr taffes Mädel und ich habe ihr im Stillen applaudiert, wie selbstbewusst sie sich da in dieser Räuberhöhle schlägt. Auch finde ich es klasse von ihr, dass sie die Diebe, Diebe sein lässt und nicht anfängt, sie möchte da irgendwas aufklären. Macht sie mir sehr sympathisch, da sie wohl auch sieht, dass es ziemlich ungerecht in der Stadt zugeht... Interessant ist nur die Frage, was die mit dem gesamten Diebesgut dann machen? Schaffen sie es irgendwie aus der Stadt raus? Aber die alten Handelswege gibt es ja gar nicht mehr, oder?


    Fragen über Fragen, da hilft nur :lesen:


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:


  • Spannender Abschnitt! Ja, also ich bin bisher wirklich sehr begeistert!


    :freu: :freu:



    Vielleicht kann Josefa Einfluss auf die Draken ausüben, da sie ja auch den Drachen 'beherrscht'. Damit hätte sie eine mächtige Waffe in der Hand.


    Absolut!
    Frage in die Runde: Glaubt Ihr, dass Josefa Rubinsteyn so etwas kann - und dass sie es will?



    Ganz furchtbar was mit dem Drachen da geschieht. :'( Er tut mir so leid wie er da gefesselt und benutzt wird...


    Glaubt Ihr, es wäre eine gute Idee für die Bürger der Stadt, ihn freizulassen?



    Man könnte das ja tatsächlich sehr metaphorisch sehen. Aber ist das denn wirklich die Intention eines Fantasyromans? Sag mal Bernard!


    Fantasy hat keine aktuellen Bezüge, man kann mit dieser Literatur schlecht auf die griechische Staatsschuldenkrise oder die Überlastung von Angestellten in Kindertagesstätten eingehen. Aber jedes Genre hat seine Schwesterwissenschaft, und bei der Fantasy ist das die Tiefenpsychologie. Wir begegnen dem Monster, dem Helden, dem Magier, der Festung - alles psychologische Archetypen. Von daher ist Fantasy immer auch metaphorisch. Bei mir sind die Romane das allerdings nicht in dem Sinne, dass ich mir erste eine Aussage überlege und diese dann ins Metaphorische übersetze, sondern in denke von Anfang an in der Metapher, und wenn dann die Rückübertragung in echte Alltagssituationen funktioniert, ist das ein Nebeneffekt.



    Braucht man dazu nicht irgendwie einen männlichen und einen weiblichen Drachen?


    Bei manchen Tierarten, etwa vielen staatenbildenden Insekten, reicht eine einmalige Befruchtung für ein ganzes Leben. Das Weibchen bewahrt den Samen dann im Körper auf und kann damit letztlich beliebig viele Eier befruchten.



    Ich stelle mir diese Draken ja auch eher humanoid vor und nicht so klassisch wie den DRACHEN.


    Sie sind in jedem Fall humanoider als der DRACHE, weil sie zwei Beine und zwei Flügel haben.



    Der DRACHE frisst durch die Draken die ALBTRÄUME der Menschen und verwandelt sie in das was die Menschen WÜNSCHEN!! Ganz schön schräg!


    Um noch einmal die Metapher-Karte zu ziehen: Mir hat mal jemand gesagt, die hauptsächlichen Inhaltsstoffe des Kaffees, der auf unserem Frühstückstisch dampft, seien Schweiß und Tränen von Leuten, die am anderen Ende der Welt dafür schuften ... So gesehen ist es nicht unüblich, dass aus Leid an einem Ende Freude am anderen entsteht.



    Wie Josefa da durch die Kathedrale wandelt kommt sie mir wie eine richtige böse alte Hexe vor.


    Ich bin ein Freund von bad girls. Nach den vielen bad young girls in meinen Romanen war es jetzt Zeit für ein bad old girl. ;D



    Ist der Turm eigentlich inzwischen mit einer neuen Wache belegt worden? Hab ich das überlesen? Oder ist der jetzte die ganze Zeit verlassen?


    Du hast nichts überlesen, die Antwort kommt in einem späteren Leseabschnitt. ;)



    Ah - in diesem Abschnitt ist mit Turan übrigens gleich eine potentielle Lieblingsfigur für mich aufgetaucht. Herrlich - solche Typen liebe ich - bunt, verwegen, bisschen illegal


    Da habe ich beim Schreiben auch geschmunzelt. :)



    Zarrias Schwester hingegen scheint ja eine ganz schön oberflächliche Tussi zu sein.


    Ähm ... räusper ... Ich wurde kürzlich gefragt, mit welcher meiner Romanfiguren ich denn gern mal ein Date hätte, und da ist mir doch glatt der Name Xina rausgerutscht ... :-[



    Arlbert fand ich in diesem Abschnitt auch immer noch sehr cool ... Und auch wenn sein Bruder tot ist - the show must go on. Hat er doch gut gemacht.


    Einmal bitte Abstimmung: Arlbert Rubinstein - hopp oder top?
    :)



    Die Sache mit dem Christentum (?) ist ja auch interessant. ...
    Hast du das in den anderen Büchern auch immer eingebaut?


    Nein, mit Ausnahme eines unveröffentlichten Science-Fiction-Manuskripts.
    Das Grundsetting der High Fantasy ist der Dreiklang: Technologie aus dem Mittelalter - Philosophie aus der Neuzeit - Theologie aus der polytheistischen Antike. Ich hebe gern solche Prämissen gedanklich auf und schaue, was dann passiert. Man darf aber nicht alles über Bord werfen, sonst erkennen die Leserinnen und Leser ihr Genre nicht wieder.


  • Mir fiel es auch erst wie Schuppen von den Augen, dass ja alles auf religiöse Artefakte und Gebäude (Kathedrale) hindeutet,


    Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um die Karte noch einmal genau zu studieren ... ;)



    Irgendwo wurde ja auch kurz erwähnt, dass es nicht gerne gesehen wird, wenn sich jemand zu sehr mit der Geschichte der Stadt beschäftigt.


    Liebes Tagebuch,
    wieder einmal entgeht der Leserunde nix! Da plagt man sich, etwas möglichst nebenläufig und unauffällig einzustreuen, damit es erst bei der zweiten Lektüre auffällt ...



    Ja, ich denke auch eher, dass die Geschmacklosigkeit daher rührt, dass sich die Menschen das Essen zwar vorstellen können und der Drache es so "sieht", aber der Geschmack dabei nicht übertragen wird. Wahrscheinlich können sich die Menschen zum einen gar nicht mehr an den Geschmack von dem Essen erinnern, aber ich vermute fast, dass der Drache zwar die Träume "sehen" kann, dabei aber die anderen Sinne, wie schmecken und fühlen nicht funktionieren.


    Der DRACHE "sieht" also die Träume, und die Draken "sehen" die Albträume?



    Legt der Drache einfach so Eier und die schlüpfen dann ...


    Da werdet Ihr in einem späteren Leseabschnitt Zeuge. ;)



    Schön langsam glaube ich ja auch eher an die Gifttheorie aus dem ersten Abschnitt.


    Frage in die Runde: Welche Theorie führt?
    Selbstmord können wir bei einem Dolch im Rücken ausschließen, denke ich. ;D



    Interessant ist nur die Frage, was die mit dem gesamten Diebesgut dann machen? Schaffen sie es irgendwie aus der Stadt raus? Aber die alten Handelswege gibt es ja gar nicht mehr, oder?


    Unter der Annahme, dass die Stadt komplett isoliert ist, ist der Warenverkehr (fast) ein geschlossener Kreis. Man kann den Patriziern Luxuswaren stehlen, sie dann aber nur entweder selbst verwenden oder sie anderen Patriziern wieder verkaufen.

  • Ah doch - das war mir auch aufgefallen - es ist nicht gern gesehn sich mit der Geschichte zu beschäftigen.... pfff... :-\
    Und daran halten sich alle?
    Fehlt eigentlich noch ein neuer Charakter, der sich NICHT dran gehalten hat und Zarria damit bei ihren Nachforschungen auf die Sprünge hilft.


    Zum Mord: Wie wäre es mit einer Kombination aus Gift und Frau? ;D


    Aber ein Date mit Xina? ;D
    Männer....



    Also ist es ein weiblicher Drache der aber schon mal von einem männlichen Drachen befruchtet worden ist? Wo ist der dann hin? Hat bestimmt die böse alte Hexe getötet, weil er sich nicht so leicht unterdrücken liess. ;) Spricht natürlich gegen die Erschaffungstheorie und für eine "Zähmung" . Aber wie kann das ein kleines Mädchen mit einer Glasfigur? Die Glasfiguren an sich scheinen ja nicht magisch zu sein - die Hexe ist es, die ihnen die Magie einhaucht.
    Ob es wohl einen Catfight am Ende gibt? Wir werden sehen... ;D

    Greetz,<br />Weratundrina<br /><br />...alll I ever wanted, all I ever needed - is here in my arms... DM

  • Ja, das ist ja im Moment auch meine Spekulation, dass Josefa mit Hilfe ihrer Glasbläserei es geschafft hat, den Drachen zu bannen. Spannend fand ich ja dann hier wirklich, dass der vorher herrschende Glaube komplett verbannt wurde und zwar so stark, dass sich die meisten nicht einmal mehr daran erinnern können. Mir fiel es auch erst wie Schuppen von den Augen, dass ja alles auf religiöse Artefakte und Gebäude (Kathedrale) hindeutet, jedoch anstatt dem ursprünglichen Glauben jetzt der Drache dort sitzt. Das würde gut zu der Aussage von dem Mädchen (für mich Josefa) aus dem Dialog passen, die da ja sagt, dass diejenigen, die ihr verboten haben mit Glas das zu tun, was sie kann, dafür bestraft werden. Da hat sie wohl hart durchgegriffen.


    Wenn man bedenkt, dass sie noch ein Kind war, ein Kind, dem man verboten hatte mit etwas zu spielen, dass sie aber gern tun wollte, ein Kind, das völlig unterfordert wurde, dessen Können unterschätzt wurde und welches bei niemandem Verständnis gefunden hat (so scheint es zumindest) Sie entdeckt dann, dass sie die ganze Stadt retten kann und die Erwachsenen dabei versagen. Keiner glaubt ihr und keiner nimmt sie ernst. Also nimmt sie alles selbst in die Hand und hat auf einmal die Verehrung der Stadt und die Macht eines Drachen. Ich bin überzeugt, dass sie schnell verehrt wurde und genug Speichellecker um sie rum waren. Andererseits hatte bestimmt alle Angst vor ihr und somit ist sie allein. Allein mit der absoluten Macht. Ich glaube nicht, dass sie besonders hart durchgreifen mußte. Die Menschen der Stadt waren zumindest zuerst begeistert von ihr und dann gab es ja nicht nur Einschränkungen, sondern auch Geschenke, die Stellung der Patrizier wurde gefestigt. Dann braucht man nur noch die Notwendigkeit des Verbleibs des Drachen zu betonen, um den Gefahren des Umlandes nicht wieder schutzlos ausgeliefert zu sein. Da werden die meisten Menschen begeistert zustimmen. (Siehe Realität)



    Aber spannend, wie hier eindeutig eine 2-Klassengesellschaft aufgebaut wird und trotzdem die obere Klasse sich zum Teil gegenseitig dezimiert. Das finde ich wirklich interessant und auch schrecklich, dass in dieser Stadt die Menschen so viel gegeneinander arbeiten. Die Patrizierhäuser beäugen sich andauernd selber und der kleinste Funke kann zu einem regelrechten Krieg ausarten. Dann kämpfen natürlich die Bürgerlichen gegen die Patrizier und die Bürgerlichen auch noch gegeneinander. Wenn man dann noch die Erinnerungen von Zarria dazu nimmt, in der immer wieder Gewaltverbrechen eine Rolle spielen, muss ich sagen, dass diese Stadt doch relativ viele Agressionen in sich birgt und Leute wohl nicht wirklich glücklich darüber sind, dass sie zwar von dem Drachen und den Draken beschützt werden, aber gleichzeitig eigentlich ja auch wie in Gefangenschaft leben.


    Die Stadt schmort im eigenen Saft. In unserer Welt kann man sich mit anderen Ländern bekriegen. Außerdem ist es eigentlich keine wirkliche 2 Klassengesellschft, denn es gibt ja unter den Bürgerlichen scheinbar auch noch die ganz armen Schichten. Oder haben alle Bürgerlichen gleiche Rechte? Warum ist das Weberviertel so gefürchtet? Sind es aufrührerische Weber? Eigentlich wird nur von Prügeleien geredet und die Stadtwache hat dort wohl öfter einen abbekommen.



    Die Vorstellung nachts von so einem Draken Alpträume beschert zu bekommen, finde ich auch ganz gruselig. Vielleicht wirklich kein Wunder, dass das Gewaltpotenzial in dieser Stadt so groß ist. :o


    Wenn ich es richtig verstanden habe bescheren die Draken keine Alpträume, sondern holen sie sich aus den Köpfen ihrer Opfer .
    (Erinnert auch an die Gierfalter bei China Miéville)


  • Außerdem ist es eigentlich keine wirkliche 2 Klassengesellschft, denn es gibt ja unter den Bürgerlichen scheinbar auch noch die ganz armen Schichten.


    Zudem gibt es Bürgerliche, die unter dem Patronat eines Hohen Hauses stehen - erkennbar am arn im Namen - und solche, die diesen Schutz nicht genießen.



    Wenn ich es richtig verstanden habe bescheren die Draken keine Alpträume, sondern holen sie sich aus den Köpfen ihrer Opfer.


    Wenn Ihr Zarrias Albtraum in Kapitel 5 anschaut - stimmt Ihr Rhea zu? Ist das ein spezifischer Albtraum, gebastelt aus den Ängsten, die Zarria ohnehin hat - oder wird ihr dieses Schreckensbild aus einem "neutralen Fundus" eingegeben?