01 - Anfang bis einschl. Kap. 2 (bis S. 85)

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  • Hallo Ihr Lieben,


    hier treffen wir uns ab dem 04.09.2015 zur Leserunde zu "Die Lilie von Bela Vista". Ich begrüße alle TeilnehmerInnen herzlich und ganz besonders Sylvia Lott, die Autorin. Wir freuen uns sehr, dass Du, liebe Sylvia, uns bei der Lektüre Deines Buches wieder begleitest!


    Bitte lest Euch kurz die Informationen zu Leserunden und auch die neuen Ausführungen zur Netiquette durch. Postet bitte erst, wenn Ihr mit der Lektüre begonnen habt und etwas zum Buch zu schreiben oder zu fragen habt. Die Beiträge "Buch liegt bereit, ich fange heute Abend an" ziehen das Ganze sehr in die Länge und passen besser in den Buchvorschlag.


    Es wäre schön, wenn Ihr darauf achtet, nicht einzeln zu sehr vorzupreschen, damit wir größtenteils zusammenbleiben können. Grobe Faustregel ist hierbei, dass pro Tag nicht mehr als ein Abschnitt gelesen und dazu gepostet werden sollte.


    Hier könnt Ihr vom Anfang bis Seite 85 schreiben.
    Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.


    Ich wünsche uns allen viel Spaß beim Lesen, Spekulieren und Diskutieren!


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

  • Hallo ihr Lieben :winken:


    bevor ich weiterlese, fasse ich mal meine Eindrücke vom ersten Abschnitt zusammen :


    wir lernen Josie kennen, die in einer Lebensphase steckt, die sie irgendwie nicht ausfüllt. Sie vermisst neue Herausforderungen, Bewegung und
    Abenteuer. Sie kann es nicht genau beschreiben, aber sie möchte mehr vom Leben als ihr Partner Edgar, der sich Ruhe, Sicherheit und ein
    Eigenheim wünscht. Ich habe den Eindruck, dass ihre Beziehung nur vor sich hinplätschert und sie nicht den Mut haben, klar zu sagen, was ihnen
    fehlt und wie sie sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen - falls es für die Beziehung der beiden noch eine Zukunft gibt.
    So ist das Erbe ihrer Großtante Martha, - ein antikes Collier mit Ohrschmuck und das Gemälde einer jungen Frau - für Josie mehr als nur eine schöne
    unerwartete Überraschung. Der Schmuck und mehr noch das Bild wecken ihre Phantasie und machen sie neugierig auf die Geschichte dahinter.
    Besonders die junge Frau auf dem Gemälde berührt sie emotional, sie taucht ein in eine andere Welt und spürt die Sogkraft der Vergangenheit und ihrer verborgenen Geheimnisse.
    So macht sie sich auf Spurensuche bei einem Teil ihrer Familie, zu der sie früher kaum Kontakt hatte und lernt Ada kennen, die eine Freundin von Martha war. Die alte Dame stellt die Verbindung zur Vergangenheit her und erzählt ihr die Geschichte von Sophie, der jungen Frau auf dem Gemälde.
    Wir machen einen Zeitsprung in das Jahr 1827 und begleiten die 13-jährige Sophie nach Idar- Oberstein, wo sie eine kostbare Achatschale in eine Färbewerkstatt bringen soll. Es ist eine Zeit des Umbruchs nach den Napoleonischen Kriegen und Sophie ist kein Kind mehr, aber auch noch nicht erwachsen. Sie findet in dem jungen Edelsteinschleifer Karl einen Vertrauten und Gesprächspartner und erzählt ihm ihre Sorgen.
    Warum macht ihr Vater sie für Fehlschläge und Probleme verantwortlich? Vielleicht hatte ihre Mutter damals eine Affäre, als ihr Mann im Krieg war und sie ist gar nicht sein leibliches Kind ? Das ist jedenfalls meine Vermutung nach dem, was Karl ihr aus dieser Zeit erzählt hat.

  • Oh je, ich hätte wohl auch erst mal aufgemuckt, wenn ich einen B rief von meiner Bank bekommen hätte, von wegen Schließfach zahlen, obwohl mit gar nicht bekannt ist eines zu haben.


    Aber dieses Schließfach hätte ich dann auch bezahlt! Auch wenn ich eigentlich kein großer Schmuckträger bin. Ich vergesse das immer, zumal ich keinen echten habe.


    Edgar will wohl, dass Josie den Schmuck so schnell wie möglich verkauft, denn sie wollen ein Eigenheim oder ein kleines Häuschen kaufen, was Josie ja eigentlich auch will, und doch zögert sie, was ich sehr gut verstehen kann. Denn so ein Erbstück gibt man nicht so einfach aus der Hand. Aber Edgar wird das nicht verstehen, bestimmt nicht...


    Aber neugierig auf meine Verwandtschaft wäre ich dann wohl auch geworden, und es ist gut, dass Josie ihrem Onkel das Collier gezeigt hat.


    Ada, Großtante Marthas Freundin ezählt Josie von Sophie, die sich wohl in den jungen Karl verliebt hat, und das mit dreizehn Jahren. Wenn das ihr Vater wüsste, oh weh, denke ich. Auch wenn bisher eigentlich nichts passiert ist.


    Und als am Anfang ihrer ‚Beziehung‘ die beiden die Auswanderer auswandern sehen, bekommen sie wohl auch Sehnsucht nach Brasilien.


    Also ich kann mir gut vorstellen, dass dort nicht alles so war, wie ihnen vorgeschwärmt wurde. Auch dort musste man arbeiten um sich sein Brot zu verdienen, die gebratenen Tauben flogen ihnen dort wohl auch nicht ins Maul.


    Doch warum war der Vater so garstig zu seiner Tochter? Sie ist 1813 geboren, also eigentlich noch im Krieg gegen Napoleon, da keimt wirklich der Verdacht auf, dass sie nicht sein Kind sein könnte. Oder war er zwischendurch mal zu Hause?

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Mein Buch kam heute an und ich hab sofort angefangen zu lesen.
    Ich mag Bücher in denen in zwei Zeiten parallel erzählt wird und die Personen in einer Beziehung zueinander stehen.
    Josies Leben erscheint mir sicher und geordnet aber auch etwas langweilig. Sie selbst vermisst ja auch etwas ohne zu wissen was genau es ist. Da kommt die unerwartete Erbschaft doch genau recht. Mit Schmuck geht es mir so ähnlich wie Josie, ich habe kaum welchen, schon gar keinen teuren, und ich habe auch den Eindruck, dass er eher was für andere ist.
    Schön, dass Josie jetzt doch noch ihre Verwandten kennen lernt und die Welt der Edelsteine.
    Ich war auch einmal in einem Edelsteinmuseum in Idar-oberstein und auch total überwältigt beim Anblick der vielen Farben und Formen.
    Wie wunderbar, dass Josie von Ada die Geschichte ihrer Vorfahren Sophie, mit der sie etwas besonderes zu verbinden scheint, erfahren kann.
    Ich wusste zwar, dass viele Brasilianer europäische und sogar deutsche Wurzeln haben, aber dass es mit den Edelsteinen zu tun hatte ist mir neu.
    Sophies Leben ist nicht so leicht und dass sie sich vom Vater weniger geliebt fühlt macht es noch schwerer. Verständlich, dass sie sich bei Karl wohl fühlt und sich eine Liebesbeziehung zwischen ihnen entwickelt, auch wenn sie noch sehr jung ist. So ist sie auch noch gänzlich unerfahren uns arglos, auch wenn sie spürt dass es da noch etwas gibt.
    Aus dem Klappentext wissen wir ja schon, dass auch Karl nach Brasilien gehen wird und Sophie ihm folgt.
    So bin ich gespannt wie es weitergeht.
    Michelle

    Lesen heißt durch fremde Hand träumen.<br />Fernando Pessoa

  • Die Idee, dass Sophies Vater vielleicht an seiner Vaterschaft zweifelt kam mir auch bei Karlsxerzählung was damals so los war.


    Michelle

    Lesen heißt durch fremde Hand träumen.<br />Fernando Pessoa


  • Die Idee, dass Sophies Vater vielleicht an seiner Vaterschaft zweifelt kam mir auch bei Karlsxerzählung was damals so los war.


    Michelle


    Hallo Michelle :winken:


    das ist leider oft der Grund, wenn ein Kind vom "Vater" unbewußt abgelehnt wird und nicht weiß warum - wie im Fall von Sophie - der Zweifel an der Vaterschaft.
    Dennoch ist mir ihr Vater sympathisch, er scheint ehrlich und fleißig zu sein. Von der Mutter und den Geschwistern erfahren wir nicht viel - außer dass es für alle ein hartes Leben gewesen sein muss. Besonders für die arme Frau mit so vielen Kindern, wenn sie ohnehin wenig Geld hatten.
    Ich war vor vielen Jahren mal in Idar-Oberstein und damals war die Nahe noch nicht überbaut. Ich bin erschrocken, als ich diese Schnellstraße dann in einem Bericht gesehen habe, sie zerstört das ganze Stadtbild. :(
    Überhaupt würde ich gerne solche Städte mal so sehen, wie sie früher waren, wie Karl und Sophie sie gesehen haben - ohne Autos und moderne Häuser. Es wäre ungewohnt, aber interessant.

  • Ich war auch schon - ich glaube sogar schon zwei- oder dreimal, bin ja aus RLP - in Idar Oberstein. Aber du hast recht, mich würde die Stadt auch interessieren, wie sie damals aussah.

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Ich habe auch den ersten Abschnitt gelesen und freue mich auf den weiteren Verlauf der Geschichte.
    Bücher mit Erzählungen auf 2 Zeitebenen sind ja sehr "in", aber sie müssen auch gut gemacht sein, so dass beide Handlungen interessieren und überzeugen.


    Bisher haben wir einiges von Josie erfahren. Sehr schade, dass sie ihre Großtante Martha nicht rechtzeitig besucht hat. Aber immerhin fängt sie nun, sich auf Familienforschung zu begeben. Was ein Glück, dass die alte Freundin von Martha noch lebt und die Geschichte ebenfalls kennt - auch wenn die Lücken natürlich immer größer werden, je öfter so eine Geschichte weitergegeben wird!
    Ich finde es aber auch ein bisschen schade für die Söhne, dass Martha ihnen nie etwas erzählt hat. Immerhin führen sie das Familienunternehmen weiter, das anscheinend Sophie damals gegründet hat. Sie haben also schon auch irgendwie ein Anrecht auf die Geschichte, oder? Aber ich kann erstmal mit der Erklärung leben, dass Martha alles an eine weibliche Verwandte weitergeben wollte. Dennoch - sie hat damit riskiert, dass die ganze Geschichte mit ihrem Tod verlorengeht...


    Sophie finde ich total süß. Für ihr Alter ist sie sehr reif und erwachsen, aber das mussten Kinder damals wohl schon früh werden. Auch wenn sie es nicht leicht haben, ist mir die ganze Familie sympathisch.
    Ich finde es sehr spannend, was wir hier über Edelsteine und ihre Verarbeitung (damals und heute) lernen, genauso natürlich über die Auswanderung nach Brasilien damals!


  • wir lernen Josie kennen, die in einer Lebensphase steckt, die sie irgendwie nicht ausfüllt. Sie vermisst neue Herausforderungen, Bewegung und Abenteuer. Sie kann es nicht genau beschreiben, aber sie möchte mehr vom Leben als ihr Partner Edgar, der sich Ruhe, Sicherheit und ein Eigenheim wünscht. Ich habe den Eindruck, dass ihre Beziehung nur vor sich hinplätschert und sie nicht den Mut haben, klar zu sagen, was ihnen fehlt und wie sie sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen - falls es für die Beziehung der beiden noch eine Zukunft gibt.


    Ich glaube auch nicht, dass die Beziehung mit Edgar noch eine lange Zukunft hat. So wie Josie auf den südamerikanischen Traummann reagiert ;D Edgar wirkt halt recht bieder und irgendwie langweilig. Verlässlichkeit ist das eine, aber die Grenze zur Langeweile ist da schnell überschritten, fürchte ich.

  • Hallo, Ihr Lieben,
    freue mich sehr über diese Leserunde! :) :winken: Bin gerade aus Idar-Oberstein zurück in Hamburg, dort fand am Donnerstag die Premierenlesung im Deutschen Edelsteinmuseum statt. Es war wunderbar: Über einhundert Zuhörer kamen und wir mussten aus Platzgründen in die Halle des Museums ausweichen, weil der Salon nicht ausgereicht hätte. 8) Dann hat der Förderverein auch noch für brasilianische Bewirtung in der Pause gesorgt, und die Deutsche Edelsteinkönigin herself lauschte in der ersten Reihe. Besonders gefreut hat mich, dass der Stadtarchivar, der den Roman schon gelesen hatte, mir sagte, er fände ihn gut recherchiert! Überhaupt schlug mir soviel Wärme, Herzlichkeit und Freude entgegen, dass ich immer noch ganz erfüllt davon bin. Werde gleich mal einige Fotos auf meiner facebook-Seite posten und in nächster Zeit auch Fotos von Stationen aus dem Hunsrück zeigen, die mit dem Roman zu tun haben und die wir gerade nochmal besucht haben. Ich bin übrigens reich beschenkt zurückgekehrt – mit einer sehr schönen kleinen Amethystgrotte und einem tropfenförmig geschliffenen dunkellila Amethyst, der mich an ein gewisses Collier erinnert ;)
    Wir lesen uns!

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich bin auch mit dem ersten Abschnitt durch und habe mich gut in das Buch hinein gefunden. Spannend finde ich ja, die gesamten Hintergründe zu den ganzen Edelsteinen, was es alles für verschiedene Edelsteine gibt, wann welcher Edelstein wieviel wert ist und gleichzeitig muss ich gestehen, dass ich gar nicht wusste, dass Idar-Oberstein für seine Edelsteine bekannt ist. Gut ich war auch noch nie in dieser Stadt, aber ich glaube nach dem Buch muss, landet die Stadt auf jeden Fall auf der Liste der Städte, die ich mir unbedingt einmal ansehen möchte.



    freue mich sehr über diese Leserunde! :) :winken: Bin gerade aus Idar-Oberstein zurück in Hamburg, dort fand am Donnerstag die Premierenlesung im Deutschen Edelsteinmuseum statt. Es war wunderbar: Über einhundert Zuhörer kamen und wir mussten aus Platzgründen in die Halle des Museums ausweichen, weil der Salon nicht ausgereicht hätte. 8) Dann hat der Förderverein auch noch für brasilianische Bewirtung in der Pause gesorgt, und die Deutsche Edelsteinkönigin herself lauschte in der ersten Reihe. Besonders gefreut hat mich, dass der Stadtarchivar, der den Roman schon gelesen hatte, mir sagte, er fände ihn gut recherchiert! Überhaupt schlug mir soviel Wärme, Herzlichkeit und Freude entgegen, dass ich immer noch ganz erfüllt davon bin. Werde gleich mal einige Fotos auf meiner facebook-Seite posten und in nächster Zeit auch Fotos von Stationen aus dem Hunsrück zeigen, die mit dem Roman zu tun haben und die wir gerade nochmal besucht haben. Ich bin übrigens reich beschenkt zurückgekehrt – mit einer sehr schönen kleinen Amethystgrotte und einem tropfenförmig geschliffenen dunkellila Amethyst, der mich an ein gewisses Collier erinnert ;)


    Ui, das hört sich ja klasse an und richtig cool, wenn der Stadtarchivar die Recherche so lobt. Das macht mich ja jetzt gleich noch neugieriger auf den Rest des Romans!


    Bei Josefine habe ich auch so das Gefühl, dass sie nicht so wirklich zufrieden mit ihrem Leben ist und auch ihre Beziehung zu Edgar hört sich zwar ganz nett an, scheint mir aber auch so ein bisschen "gelangweilt" zu sein. Also sie haben sich wohl schon gern, aber so ein bisschen habe ich das Gefühl, dass Edgar ganz andere Ziele verfolgt, als Josefine. Sie will noch was erleben bzw. hätte vielleicht doch auch gerne Kinder und er ist für mich schon richtig fixiert auf das Eigenheim und ansonstne will er eigentlich seine Ruhe haben. Hm, ich glaube ja schon, dass dieser Brasilianer, den Josefine da gleich gezeichnet hat, noch für Aufregung bei ihr sorgen wird... ;D


    Ich finde es von Edgar auch etwas heftig, dass er das Collier v. a. gleich verkaufen möchte, um genug Geld zu bekommen. Eigenheim ist ja schön und gut und viel Geld ist natürlich auch schön, aber gleichzeitig handelt es sich ja hier um ein besonderes Erbstück und ich finde schon, dass Josefine erstmal die Geschichte dazu in Erfahrung bringen sollte.


    Sofie und Karl in der Vergangenheit finde ich ja sehr süß. Das ist ja richtig romantisch mit den beiden. :herz:


    das ist leider oft der Grund, wenn ein Kind vom "Vater" unbewußt abgelehnt wird und nicht weiß warum - wie im Fall von Sophie - der Zweifel an der Vaterschaft.
    Dennoch ist mir ihr Vater sympathisch, er scheint ehrlich und fleißig zu sein. Von der Mutter und den Geschwistern erfahren wir nicht viel - außer dass es für alle ein hartes Leben gewesen sein muss. Besonders für die arme Frau mit so vielen Kindern, wenn sie ohnehin wenig Geld hatten.


    Krass, ich hätte noch gar nicht daran gedacht, dass Sofie's Vater vielleicht gar nicht der leibliche Vater von ihr ist oder seine Vaterschaft selber anzweifelt, aber wenn ich jetzt nochmal so über die Zusammenhänge nachgrüble, könnte das natürlich gut sein. Würde auch erklären, warum er ihr gegenüber so abweisend die meiste Zeit agiert. Traurig so etwas!


    Liebe Grüße
    Tammy :winken:

  • Huhu =o)


    So, dann will ich auch mal meine ersten Eindrücke von mir geben.


    Ich habe gestern den ersten Abschnitt gelesen und muss sagen 'Gefällt mir'.


    Zunächst lernen wir Josefinde und Edgar kennen. Sie langweilt sich ein wenig in ihrem Job / Leben und denkt, dass das ja nicht alles sein kann. Versteh ich. So wie es beschrieben ist, würde ich eingehen. Ich kann nachvollziehen, dass sie einen Fels in der Brandung sucht an dem sie sich festhalten kann und Edgar scheint genau dieser Typ Mann zu sein. Doch irgendwie fehlt die Leidenschaft. Und wenn sie schon beim puren Anblick von Mr. da Silva ein feuchtes Höschen bekommt, läuft bei ihr daheim doch was gewaltig schief.


    Bei solch einem Brief würde ich auch gleich aus der Haut fahren ^^ Buchhalterkrankheit. Aber die Erklärung der Bank war natürlich einleuchend und nun weiß Josefine auch, dass es da noch immer dieses Schließfach gibt. Und siehe da - es ist gefüllt. Sehr traurig, dass sie es nie geschafft hat zu Martha zu fahren und sich von ihr die Geschichte anzuhören. Wie schon in 'Die Glücksbäckerin von Long Island' hat man auch hier wieder das Bedürfnis sofort zu seinen Großeltern und anderen Verwandten zu fahren *seufz*
    Die Jugend von heute ist einfach oft zu sehr abgelenkt vom wesentlichen.


    Edgar freut sich mehr oder weniger über das unerwartete Erbe - er sieht darin eine Geldanlage. Joah, kann ich verstehen. Allerdings empfinde ich ihn als ziemlich unsensibel. Zumal er schon nach kurzer Zeit davon genervt ist, dass sie sich das Gemälde anschaut. Ich mein, da bekommt sie das Bild von Sophia und schaut quasi in ein Spiegelbild. Da muss man doch neugierig werden.
    Und sie gibt der Neugierde dann auch nach und lernt die 'Obersteiner' kennen.
    Die hätte ich ja alle der Reihe nach knutschen können ^^ Waren die süß. Und wie Reinhard reagiert hat, als Josefine andeutete, dass jeder schließlich solche Steine besitzen wollen würde fand ich einfach toll ^^ Er ist quasi steinreich!
    Und was er da im Tresor gebunkert hat :boah:
    Nehm ich ^^


    Man merkt ihm auch seine Leidenschaft für die Steine total an. Das seine Mutter ihm nie die Geschichte um seine Urgroßmutter (?) erzählt hat, finde ich traurig. Aber sie hatte wohl einen Spleen dafür es immer nur an die weibliche Linie weiter zu geben. Deshalb hat sie auch so auf Josie gehofft *seufz*
    Aber nun ist Josie dran und will alles wissen. So lernen wir auch Ada kennen. Auch sehr süß die alte Dame =o) Und sie erzählt den ersten Teil der Geschichte in der wir ins Jahr 1827 reisen. Weit zurück ... Sophie ist eine mittlere Tochter und nicht sehr beliebt bei ihrem Vater.
    Der Rest der Familie scheint aber soweit normal zu sein und als Sophie dann ihren Vater bittet die Achatschale überbringen zu dürfen, lächelt er immerhin auch mal kurz =o) So ein schlechter Mensch scheint er erst einmal nicht zu sein.
    Dann lernen wir auch Karl kennen und nebenbei den Umgang von reich zu arm. Natürlich kümmert sich der reiche Händler nicht um das Mädchen, das er über den Haufen gefahren hat *aufreg*
    Aber wenigstens eine der beiden Kinder scheint nicht ganz so hochnäsig zu sein.
    Und Karl ist ja auch zur Stelle =o) Bei dem was ihr Vater gesagt hat (zum Thema Pech und so), hatte ich schon Angst die Schale wäre kaputt gegangen :o Aber das ging ja noch mal gut.
    Ich frage mich wie die Achatschale dann später in Adas Besitz kam *grübels*


    Jedenfalls haben sich Karl und Sophie in einander verschossen. Ihm machte es schon sehr zu schaffen, dass sie noch so jung war. Wäre sie 16 gewesen und er 21 wäre es wohl weniger ein Problem, weil sie dann heiratsfähig gewesen wäre. So mussten sie sich gedulden. Aber er scheint wirklich Interesse an ihr zu haben =o)
    Die Beschreibungen der beiden sind zuckersüß =o)


    Nun geht es weiter im zweiten Abschnitt =o)

  • Der erste Abschnitt liegt hinter mir und kann ich sagen: Derzeit liebe ich beide Zeiten, die Gegenwart mit Josie und die Vergangenheit mit Sophie, auch wenn wir derzeit natürlich etwas mehr aus der Gegenwart wissen.


    Nun, ich denke es liegt auf der Hand, dass die Beziehung zwischen Josie und Edgar sich dem Ende nähert. Es gibt zwar keine großen Streitigkeiten, aber auch irgendwie keine wirklich Gemeinsamkeiten oder nur solche, die wirken wie bei einem alten Ehepaar. Es knistert nicht, es gibt keine Begeisterungsstürme sondern nur realistische Wünsche und unterschwellige Langeweile. außerdem gefällt es mir ganz und gar nicht, dass Edgar von seiner Freundin den Verkauf des Schmucks quasi erwartet. Das geht gar nicht!


    Ich finde es aber toll, dass Josie sich nun den Mitgliedern der Familie nähert, die sie vorher gar nicht kannte und mit denen die anderen Familienmitglieder auch nichts zu tun haben wollten. Josie passt aber auch irgendwie dazu. Und sie wird mit so offenen Armen empfangen. Das ist einfach schön.


    Und natürlich bin ich ganz gespannt wie es mit Sophie und Karl weitergeht. Ich finde es schön, wie rücksichtsvoll er ihr gegenüber ist wegen des Alters. Herrlich!

  • Hallo Michelle :winken:


    das ist leider oft der Grund, wenn ein Kind vom "Vater" unbewußt abgelehnt wird und nicht weiß warum - wie im Fall von Sophie - der Zweifel an der Vaterschaft.


    Stimmt. Das könnte sein. Dieser Gedanke ist mir selbst beim lesen nicht gekommen, aber es muss ja einen Grund geben. Wobei alles was Karl so aufgezählt hat, könnte natürlich auch zu der Stimmung des Vaters beigetragen haben. Bei den nachfolgenden Kindern war die Situation dann ja schlecht, sie können also nicht mehr der Auslöser gewesen sein.
    Für mich ist es aber auch nicht so angekommen, dass Sophie sich ganz schlecht in der Familie fühlt. Es war einfach eine schwierige Zeit und die Familien hatten Mühe immer genug zum Leben für alle zu haben. Da kann für mein Empfinden auch die Stimmung schon einmal oder auch länger schlecht sein.

  • Hi Schlumeline! Dein Name ist mir noch gut im Gedächnis von einer früheren Leserunde, auch sonst hab ich schon hier und da in dieser Leserunde vertraute Namen gesehen – schön, dass Ihr hier wieder mitlest! :winken:


  • Hi Schlumeline! Dein Name ist mir noch gut im Gedächnis von einer früheren Leserunde, auch sonst hab ich schon hier und da in dieser Leserunde vertraute Namen gesehen – schön, dass Ihr hier wieder mitlest! :winken:


    Das konnte ich mir doch nicht entgehen lassen. Und ich mußte übrigens schmunzeln als Josie am Anfang nach dem Öffnen des Schliessfachs ein Cafe besucht und einen Cheese Cake isst. Herrlich! ;)

    Lesen ist meine Leidenschaft

    Einmal editiert, zuletzt von schlumeline ()

  • Nun, ich denke es liegt auf der Hand, dass die Beziehung zwischen Josie und Edgar sich dem Ende nähert. Es gibt zwar keine großen Streitigkeiten, aber auch irgendwie keine wirklich Gemeinsamkeiten oder nur solche, die wirken wie bei einem alten Ehepaar. Es knistert nicht, es gibt keine Begeisterungsstürme sondern nur realistische Wünsche und unterschwellige Langeweile. außerdem gefällt es mir ganz und gar nicht, dass Edgar von seiner Freundin den Verkauf des Schmucks quasi erwartet. Das geht gar nicht!


    Das hat mich an Edgar auch immens gestört!

    Liebe Grüße

    Lerchie

    ____________________________________________

    Nur wer aufgibt hat schon verloren

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen