Tod dem Zaren 02: Yegor bis einschließlich Die Zarentochter

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  • Freunde, Nachbarn, Landsleute... jetzt wird es kompliziert! :ohnmacht:


    Diese Aasgeier sind ja wirklich das ALLERLETZTE!!! Die würden sogar ihre eigene Mutter erschießen oder ins Blausteinlager einsperren, wenn sie damit Geld verdienen könnten.


    Was sagte Yegor: "In Cölln bezahlen die Mediziner und Wissenschaftler viel Geld für diese Blausteine."
    Tja und da werden die einfachen Menschen zu Verbrechern und Mördern, nur um an viel Geld zu kommen. Zu blöd aber auch, das sich diese Aasgeier auch noch untereinander beschei***!


    Olga hat auf ihrem Weg eine Begegnung der dritten Art! Da findet sie doch tatsächlich einen Mann in einer Schneehöhle, der behauptet der Zar zu sein! Aber andersherum behauptet er auch nur ein Double des Zaren zu sein. Hmmm, was stimmt denn nun??? ???
    Diese Tätowierung kann mich noch nicht so ganz überzeugen, aber das der echte Zar in einer Kiste durch halb Russland geschleppt wird, das kann ich auch noch nicht so ganz glauben. ???


    In diesem Abschnitt hat Olga ihre ganze kindliche Fantasie eingesetzt um zu überleben. Erst die Geschichte mit dem Tod der 4 Monde :D und dann gibt sie sich auch noch als Zarentochter aus. ;D
    Aber gerade deshalb mag Johann dieses Kind! ::)


    Obendrein versucht sie auch noch einen Aufstand anzuzetteln. Wahnsinn, sie ist verdammt Mutig.
    Aber die Leute im Lager haben nichts mehr zu verlieren und reagieren gar nicht auf Olgas Rebellion.


    Yegor hat mir auch sehr leid getan, er quält sich mit furchtbaren Schmerzen und hat dennoch Angst umgebracht zu werden.


    Boris fällt voll auf diesen fragwürdigen Zaren rein und lässt sich auch noch in Ketten legen. Er ist völlig willenlos und geht auch ins Bergwerk Steine abbauen.
    Der fragwürdige Zar muss Küchendienst schieben mit Olga. :D
    Das ist für Olga ein toller Dienst, da hat sie garantiert etwas zu Essen, aber für den Zar...


    Was sind das eigentlich für Homunkel? Sind das auch Menschen die man "umgebaut" hat?


    Hier im Abschnitt wird aber auch deutlich, das Boris doch schon eine innere Beziehung zu Olga hat. Als er sie vermisst und damit rechnet das man sie Umgebracht hat, will er ihr etwas an ihr Grab bringen. Blumen gibt es nicht in der Schneewildnis, aber einen schönen Stein findet er für sie. Diese ersten Gefühlsregungen von ihm haben bei mir eine Gänsehaut hervorgerufen.


    Nachdem Boris den falschen? oder echten Zar dabei beobachtet hat, wie er sich selbst einen Namen aufs Hinterteil schreibt, befreit er den Zaren und flieht mit ihm.


    Und dann erschießt der Zar Boris! Und Boris ist ihm auch noch dankbar dafür....


    Dieses Blausteinlager, was Johann als Erholungslager anpreist, ist ja furchtbar. Wie die Menschen da elendig verrecken....
    Eine verdammt grausame Welt in der sich unsere Helden da bewegen.


    Boris schafft es alle aus diesem Lager zu befreien, aber Olga sieht das er durch die Kugel geschwächt ist und bleibt als einzige bei ihm im Lager zurück.
    Yegor wird nur Wiederwillig mitgenommen von den fliehenden Lagerinsassen.


    Na da bin ich mal gespannt ob Olga im Lager alleine mit dem kranken Boris überleben kann.

  • Olga ist echt der Hammer, wie sie in dem Blausteinlager das Kommando übernimmt, selbst, als sie total geschockt ist, fällt ihr noch eine Ausrede ein. Ihre bisherige Geschichte ist aber auch ziemlich traurig: niemand, der sich um sie gekümmert hat, und diejenigen, die es getan haben, wurden getötet :'( Kein Wunder, dass sie für ihr Alter schon so „reif“ ist.


    Das Blausteinlager ist ein Ort des Grauens. Mir ging es wie Yegor, daß ich mich gefragt habe, wie man in dem Lager den Blaustein abbauen kann. Aus Simones und Susannes Büchern wissen wir, daß sich diese Kristalle in der Lunge der Menschen bilden. Es ist so grausam, wie Johann und seine Kumpanen die Menschen in diesen Krater packt und der blauen Strahlung aussetzt, damit sie tödlich erkranken und die Blausteine "produzieren". Und dabei die Mitgefangenen gezwungen sind, bei diesem grausamen Spiel mitzumachen, um etwas Nahrung zu bekommen.


    So, der falsche Zar ist gar nicht so falsch, wie es aussieht. War er der Mann in der Kiste, die Yegor und seinem Kameraden abhanden gekommen ist? Daß er Boris aber einfach erschießt, finde ich überhaupt nicht gut, auch wenn politisch viel auf dem Spiel steht. Außerdem ist er mir viel zu schnell dabei, als er die Erschießung Olgas fordert. Nein, ich mag den Zaren bisher nicht.


    Aber irgendwas stimmt mit seinen Erinnerungen nicht. Im ersten Abschnitt erwähnte Boris bereits auch einmal, daß der Zar im Empire sein könnte und er in keinem Fall dann zu ihm darf. Hm, das Empire ist doch aber komplett verseucht, herrschen dort nicht die gleichen Bedingungen wie in dem Blausteinlager? Wer geht denn dann freiwillig dorthin? Dann sah er auch irgendwann mal einen Araber, einen Blausüchtigen im Endstadium und eine Frau an einer Maschine. Moment mal, das sind doch die Figuren aus Susannes Romanen, der Blausüchtige ist doch Magnus. Da war doch was mit einem Araber und die Frau an der Maschine ist doch diese geniale Technikerin – die Namen fallen mir gerade wieder nicht ein. Edit: sie heißt Paulina. Und Rasul war derjenige, der die Pläne für die Maschine erstellt hat. Sein Freund Sahin hat dessen Hinrichtung mitangesehen. Ich hoffe, das war jetzt nicht ganz falsch.
    War da nicht was, dass die Maschine angeblich nicht richtig funktioniert hat, als Paulina und Magnus sie getestet haben? Vllt. hat doch irgendwas funktioniert.


    Was ich auch noch gar nicht einordnen kann, dass Olga gesehen hat, wie man Dämonen ruft, dass sie mit blau leuchtenden Kuppeln ein Loch in diese Welt sprengen, durch das sie hereinschlüpfen können. Wobei, war da nicht was mit Aetherkraken aus, die aus einer anderen Welt/Dimension/Ebene zu kommen scheinen?


    Der arme Boris macht echt was mit, seine Technik lässt ihn einfach nicht sterben. Lädt er nun in dem Blausteinlager auf? Haben seine Systeme ihn deswegen dorthin geführt?


    Ich bin jetzt sehr gespannt, wie es weitergeht.


  • Diese Tätowierung kann mich noch nicht so ganz überzeugen, aber das der echte Zar in einer Kiste durch halb Russland geschleppt wird, das kann ich auch noch nicht so ganz glauben. ???


    Im Moment gehe ich davon aus, daß der Zar echt ist, weil die Tätowierung eben eine Fälschung zum eigenen Schutz ist. Falls er wirklich derjenige ist, der in der Kiste war, frage ich mich allerdings auch, warum er überhaupt da drin war. Oder ist er doch der falsche Zar, der von seinen eigenen Truppen (hier muß dann an irgendeiner Stelle Verrat vorliegen) eingeschleust werden sollte?



    Was sind das eigentlich für Homunkel? Sind das auch Menschen die man "umgebaut" hat?


    Ich glaube, das sind gezüchtete künstliche Menschen, ohne eigenes Bewußtsein und eigene Entscheidungsfähigkeit.

  • Hui, das geht ja spannend weiter! Obwohl ich hier zugeben muss, dass ich manchmal etwas verwirrt war und nicht genau sagen konnte, wo genau jetzt der jeweils andere war, als sie nicht mehr zusammen waren. Aber zum Ende des Abschnitts haben sie sich ja wieder, also alles gut. ^^


    Seitdem ich zum ersten Mal vom Blausteinlager bzw. dem Abbauort gehört habe, fand ich das schon total verdächtig. Irgendwo tief vergraben gab es wohl noch die Erinnerung, dass man das natürlich nicht einfach so aus dem Stein hauen kann. Und als Karin dann auch noch im ersten Abschnitt meine Erinnerungen aufgefrischt hat bzgl. blaue Kristalle und Brustkörbe, hat es dann klick gemacht. Die sollen sich da alle nur die Krankheit einfangen, damit sie irgendwann platzen. Wie grauenhaft! Wie unmenschlich muss man werden, damit man Leute mit Absicht an so einen Ort schickt, darunter sogar Kinder!!



    So, der falsche Zar ist gar nicht so falsch, wie es aussieht. War er der Mann in der Kiste, die Yegor und seinem Kameraden abhanden gekommen ist? Daß er Boris aber einfach erschießt, finde ich überhaupt nicht gut, auch wenn politisch viel auf dem Spiel steht. Außerdem ist er mir viel zu schnell dabei, als er die Erschießung Olgas fordert. Nein, ich mag den Zaren bisher nicht.


    Diese ganze Verwechslungs-oh-doch-nicht-oder-doch? Geschichte finde ich auf eine Weise sogar ganz amüsant. Ein sehr guter Schauspieler ist dieser Mann allemal, egal wer er nun genau ist. Dass er Boris erschießt, nehme ich ihm allerdings auch übel. War das wirklich notwendig? Aus seiner Sicht offenbar schon… Was ich allerdings für positiv halte, ist dass er Boris vorher noch aus dem Dienst entlassen hat. Der ist zwar untröstlich, weil er eben als Soldat sterben wollte, der bis zum Ende treu gedient hat. Ich hoffe allerdings, dass er sich nun endlich frei fühlen und frei handeln kann. Wahrscheinlich wird es etwas dauern, bis er sich an den Gedanken gewöhnt hat, aber er ist nun zum ersten Mal in seinem Leben nicht gebunden und kann tun und lassen, was er für richtig hält. Und sich endlich mal eine eigene Meinung bilden.



    Dann sah er auch irgendwann mal einen Araber, einen Blausüchtigen im Endstadium und eine Frau an einer Maschine. Moment mal, das sind doch die Figuren aus Susannes Romanen, der Blausüchtige ist doch Magnus. Da war doch was mit einem Araber und die Frau an der Maschine ist doch diese geniale Technikerin – die Namen fallen mir gerade wieder nicht ein. Edit: sie heißt Paulina. Und Rasul war derjenige, der die Pläne für die Maschine erstellt hat. Sein Freund Sahin hat dessen Hinrichtung mitangesehen. Ich hoffe, das war jetzt nicht ganz falsch.


    Mensch toll, dass du so was bemerkst und uns erzählst. Mein Gedächtnis ist offensichtlich nicht gut genug für so was, aber nun erinnere ich mich auch. Ich versuche nun auch mal die Augen offen zu halten!

  • Puh, in diesem Abschnitt steckt wirklich viel drin...


    Beim ersten Lesen war ich sehr verwirrt, ob es nun der echte Zar war, oder eben ein Doppelgänger - aber ich glaube, dass ich es diesmal schneller verstanden habe: es ist der echte Zar, der sich aber als Doppelgänger ausgibt, damit er unbehelligt reisen kann. Ich denke, dass er unbehelligt von den Osmanen sein will und deshalb nicht als echter Zar reist, damit er nicht als "wichtiger Kriegsgefangener" dienen kann. So würde ich es zumindest machen ;D


    Olga ist echt großartig. Wobei ich finde, dass in diesem Abschnitt schon auch ihr Alter und ihre Verzweifelung deutlich werden. Was im ersten Abschnitt noch sehr frech und mutig gewirkt hat, wirkt jetzt eben verzweifelt und ängstlich. Was ich super finde und es Olgas Charakter viel Tiefe gibt. Auch, dass sie sehr loyal ist gegenüber Yegor und Boris ist nicht nur einer großen Sympathie (und eben dem gegenseitigem Leben-Retten) zu verdanken, sondern auch dem verzweifelten Versuch menschliche Bindung einzugehen.


    Wo ich gedanklich beim ersten Mal und auch jetzt hänge: was hat es mit der Kartusche auf sich? Erst ist sie so eine Art "Energieanzeige", je blauer desto mehr Energie? Und dann zerstört Boris sie - warum? Und sie scheint aber selber mit genug Energie gespeist zu sein, dass sie ihm auch wieder Energie gibt? ???


    Und als er dann halb tot los läuft, wie kommt es, dass er ausgerechnet auf das Blausteinlager trifft, in dem Olga ist? Zufall? Habe ich was überlesen? Ich bin mir ziemlich sicher, das sich mir diese beiden Fragen schon beim ersten Mal gestellt habe...



    Boris fällt voll auf diesen fragwürdigen Zaren rein und lässt sich auch noch in Ketten legen. Er ist völlig willenlos und geht auch ins Bergwerk Steine abbauen.


    Tja, was ein guter Soldat ist...wobei ich finde, dass man ihm schon eine gewisse Entwicklung anmerkt und zwar an der Stelle als er innerlich zumindest die Befehle in Frage stellt und selber für sich Wünsche formuliert.



    Moment mal, das sind doch die Figuren aus Susannes Romanen, der Blausüchtige ist doch Magnus. Da war doch was mit einem Araber und die Frau an der Maschine ist doch diese geniale Technikerin – die Namen fallen mir gerade wieder nicht ein. Edit: sie heißt Paulina. Und Rasul war derjenige, der die Pläne für die Maschine erstellt hat. Sein Freund Sahin hat dessen Hinrichtung mitangesehen. Ich hoffe, das war jetzt nicht ganz falsch.
    War da nicht was, dass die Maschine angeblich nicht richtig funktioniert hat, als Paulina und Magnus sie getestet haben? Vllt. hat doch irgendwas funktioniert.


    Die Verbindung habe ich auch direkt gezogen - dieser Roman ist auch kurz vor Magnus angesiedelt, oder? Denn in den Magnus Romanen erfahren wir von Rasul ja nur in Rückblenden...ich finde es so super, wenn wir so langsam Überschneidungen feststellen 8)



    Ich glaube, das sind gezüchtete künstliche Menschen, ohne eigenes Bewußtsein und eigene Entscheidungsfähigkeit.


    So habe ich es auch im Kopf - und dass wäre nämlich der Unterschied zwischen Homunkeln und den Menschen, die sich technisch optimieren lassen. Diese sind zwar auch teilweise künstlich, haben aber noch ihr eigenes Bewusstsein.

  • In diesem Abschnitt verwirrt mich der Zar am meisten... das ist ja wie mit diesem Becherspiel, wo unter einem der drei Becher eine Münze liegt :spinnen:
    Ich habe keine Ahnung, ob der Zar nun echt oder unecht ist... Irgendwo war doch auch eine Szene, wo der da "am Hintern rumschrubbt" oder so ?
    Aber egal ob echt oder unecht: so eine fiese Ratte !!


    Und nun hat er auch noch diesen Strahlendingens eingesteckt und ich bin mir ja sicher, das er damit Boris Anfälle hervorruft... Ich habe aber die Hoffnung das Olga ihn noch ausraubt "weil sie so dicht ja nie wieder rankommt" und dabei dann (in Ermangelung anderer Dinge in den Taschen) dieses kleine Ding klaut und einsteckt.
    Ich habe mich übrigens gewundert, das Olga das nicht behalten hat. So als Diebin läßt man doch solche Dinge nicht einfach liegen !?


  • Die sollen sich da alle nur die Krankheit einfangen, damit sie irgendwann platzen. Wie grauenhaft! Wie unmenschlich muss man werden, damit man Leute mit Absicht an so einen Ort schickt, darunter sogar Kinder!!


    Das finde ich auch so schrecklich und grausam :o



    Wo ich gedanklich beim ersten Mal und auch jetzt hänge: was hat es mit der Kartusche auf sich? Erst ist sie so eine Art "Energieanzeige", je blauer desto mehr Energie? Und dann zerstört Boris sie - warum? Und sie scheint aber selber mit genug Energie gespeist zu sein, dass sie ihm auch wieder Energie gibt? ???



    Und als er dann halb tot los läuft, wie kommt es, dass er ausgerechnet auf das Blausteinlager trifft, in dem Olga ist? Zufall? Habe ich was überlesen? Ich bin mir ziemlich sicher, das sich mir diese beiden Fragen schon beim ersten Mal gestellt habe...


    Hm, darüber habe ich mir noch gar nicht so viele Gedanken gemacht, immer, wenn ich das tue, passiert wieder irgendwas, was mich ablenkt. Aber du hast recht, was die Kartusche angeht. Daß Boris wie ein Magnet vom Blausteinlager angezogen wird, habe ich mir damit erklärt, daß die Kartusche nach Energie "schreit" und seine Schritte automatisch dorthin lenkt, um evtl. durch die Strahlung die Kartusche wieder zu laden. Iirgendwo wurde was mit "laden" erwähnt.


    Bei deinem Beitrag hatte ich kurz den Gedanken, ob es sich bei der Kartusche um ein perpetuum mobile handeln könnte, also, um den berühmten Maxwellschen Dämon, aber dann macht meine Theorie, daß Boris zum Lager gelenkt wurde, um die Kartusche aufzuladen, wenig Sinn, das hätte sie dann nicht nötig. Außer natürlich, er hat den Dämon k.o. geschlagen ;D



    Ich habe keine Ahnung, ob der Zar nun echt oder unecht ist... Irgendwo war doch auch eine Szene, wo der da "am Hintern rumschrubbt" oder so ?


    Nicht schrubben, er hat geschrieben :D Der Zar behauptete, seine Doppelgänger hätten alle eine Tätowierung auf dem Hintern, um sie vom Original unterscheiden zu können, als Beweis zeigt er Johann diese Tätowierung. Aber Boris ertappt den Zaren dabei, wie er sich mit einem Stift die angebliche Tätowierung aufmalt, was bedeuten würde, daß er doch das Original ist. Oder daß das mit der Tätowierung eine Notlüge war.

  • Das finde ich auch so schrecklich und grausam :o


    Ja, unfassbar.
    Bzw ja leider nicht mal so, daß ich sagen würde, daß so etwas nicht auch tatsächlich passieren kann. Das Menschen andere bis zum Tod (und vor allem auch den Tod mindestens "billigend in Kauf nehmend" ) ausbeuten um selber an Geld zu kommen ist ja leider keine "Idee aus Büchern" :(

  • Ja, leider. :(



    Hm, darüber habe ich mir noch gar nicht so viele Gedanken gemacht, immer, wenn ich das tue, passiert wieder irgendwas, was mich ablenkt. Aber du hast recht, was die Kartusche angeht. Daß Boris wie ein Magnet vom Blausteinlager angezogen wird, habe ich mir damit erklärt, daß die Kartusche nach Energie "schreit" und seine Schritte automatisch dorthin lenkt, um evtl. durch die Strahlung die Kartusche wieder zu laden. Iirgendwo wurde was mit "laden" erwähnt.


    Das ist ein interessanter Gedanke! Ich habe selbst vorher auch noch nicht drüber nachgedacht, aber eine solche Anziehungskraft klingt bei diesen Blausteinen ja schon logisch.



    Olga ist echt großartig. Wobei ich finde, dass in diesem Abschnitt schon auch ihr Alter und ihre Verzweifelung deutlich werden. Was im ersten Abschnitt noch sehr frech und mutig gewirkt hat, wirkt jetzt eben verzweifelt und ängstlich. Was ich super finde und es Olgas Charakter viel Tiefe gibt. Auch, dass sie sehr loyal ist gegenüber Yegor und Boris ist nicht nur einer großen Sympathie (und eben dem gegenseitigem Leben-Retten) zu verdanken, sondern auch dem verzweifelten Versuch menschliche Bindung einzugehen.


    Ich mag Olga auch wirklich gern. Klar ist sie ein Frechdachs, aber eben auch einer, der verzweifelt versucht zu überleben. Und zwar am besten nicht alleine. Genau aus diesem Grund finde ich die kleinen Missverständnisse zwischen ihr und Boris nicht mehr nur witzig, sondern auch wirklich berührend. Irgendwo gab es eine Stelle, da freut sie sich, dass "ihr Soldat" sie endlich umarmt. Da hätte ich heulen können!

  • Zitat von Cindy

    Genau aus diesem Grund finde ich die kleinen Missverständnisse zwischen ihr und Boris nicht mehr nur witzig, sondern auch wirklich berührend. Irgendwo gab es eine Stelle, da freut sie sich, dass "ihr Soldat" sie endlich umarmt. Da hätte ich heulen können


    Das empfinde ich auch so, Boris und Olga entwickeln eine Art Vater-Tochter Verhältnis. Beide vermissen die menschliche Wärme und Liebe in dieser rauen Welt. Für Olga ist Boris zur Bezugsperson geworden die jedes Kind instinktiv ja sucht.


    Zitat von smyrill

    In diesem Abschnitt verwirrt mich der Zar am meisten... das ist ja wie mit diesem Becherspiel, wo unter einem der drei Becher eine Münze liegt :spinnen:
    Ich habe keine Ahnung, ob der Zar nun echt oder unecht ist... Irgendwo war doch auch eine Szene, wo der da "am Hintern rumschrubbt" oder so ?
    Aber egal ob echt oder unecht: so eine fiese Ratte !!


    Da bin ich aber froh, das es nicht nur mir so ging mit diesem "Zaren-Verwirrspiel"! :schwitzen:
    Ich kann das immer noch nicht glauben das der Mann der echte Zar sein soll. Zumal es ja in den Magnus-Büchern auch schon Luftschiffe oder Zeppelins gab. Bestimmt gab es diese Luftschiffe dann auch in Russland und damit hätte der Zar doch viel besser reisen oder fliehen können.
    Das ist für mich irgendwie nicht ganz logisch! Aber die Entscheidungen unserer Bundeskanzlerin sind für mich auch nicht immer logisch oder nachvollziehbar! ::)

  • Zitat

    In diesem Abschnitt verwirrt mich der Zar am meisten... das ist ja wie mit diesem Becherspiel, wo unter einem der drei Becher eine Münze liegt :spinnen:


    Da klärt sich noch einiges auf. :D Auf eine Art, die neue (kleine) Fragen aufwirft, die im nächsten Band aufgegriffen werden.

  • Der echte Zar, der falsche Zar? Olga als Major oder als Leibwächterin der Zarentochter oder gleich selbst als Zarentochter? Ich bin verwirrt. ;D



    Beim ersten Lesen war ich sehr verwirrt, ob es nun der echte Zar war, oder eben ein Doppelgänger - aber ich glaube, dass ich es diesmal schneller verstanden habe: es ist der echte Zar, der sich aber als Doppelgänger ausgibt, damit er unbehelligt reisen kann. Ich denke, dass er unbehelligt von den Osmanen sein will und deshalb nicht als echter Zar reist, damit er nicht als "wichtiger Kriegsgefangener" dienen kann. So würde ich es zumindest machen ;D


    Ich denke auch, dass es der echte Zar ist - er hat sich den Namen nur auf den Hintern geschrieben um unbehelligt zu bleiben.


    Zitat

    Olga ist echt großartig. Wobei ich finde, dass in diesem Abschnitt schon auch ihr Alter und ihre Verzweifelung deutlich werden. Was im ersten Abschnitt noch sehr frech und mutig gewirkt hat, wirkt jetzt eben verzweifelt und ängstlich.


    Aber sie ist noch immer sehr forsch unterwegs, finde ich.


    Zitat von Annette B.

    Das empfinde ich auch so, Boris und Olga entwickeln eine Art Vater-Tochter Verhältnis.


    Echt? Ich hab das Gefühl, dass Boris zu nichts und niemandem ein Verhältnis hat. Noch nicht einmal zu sich selbst.


    Was ich nicht verstanden habe ist, wie er den Schuss überlebt hat? Außer einigen Modifizierungen ist Boris doch menschlich....?
    Und als er die Kartusche im Arm zerstört hat, hat er da etwas verbessert oder verschlechtert?


    Zitat

    Und als er dann halb tot los läuft, wie kommt es, dass er ausgerechnet auf das Blausteinlager trifft, in dem Olga ist? Zufall? Habe ich was überlesen?


    Die Frage habe ich mir auch gestellt. Bei Olga hatte ich auch nicht das Gefühl, dass sie sooooooooooooooo lange unterwegs waren. Bei Boris wird erwähnt, dass er einige Tage durch die Gegend marschiert.


    Zitat

    Tja, was ein guter Soldat ist...wobei ich finde, dass man ihm schon eine gewisse Entwicklung anmerkt und zwar an der Stelle als er innerlich zumindest die Befehle in Frage stellt und selber für sich Wünsche formuliert.


    Er bemerkt, dass sein Wärter eingeschlafen ist aber trotzdem klopft er noch stundenlang Steine .... stellt er da echt was in Frage? ;)


    Die Aasgeier waren ziemlich unorganisiert, da wusste ja die rechte Hand nicht was die linke Hand tut.


    Nun ist sie also mit Boris alleine, die anderen Gefangenen sind in Freiheit entlassen. Ich bin gespannt was Olga ausrichten kann um Boris zu "heilen".


    Ich bin noch nicht so ganz im Buch angekommen, leider.

  • Zitat von JanaBabsi

    Echt? Ich hab das Gefühl, dass Boris zu nichts und niemandem ein Verhältnis hat. Noch nicht einmal zu sich selbst.


    Vielleicht empfinde ich das so, weil ich mich von diesem schönen Cover-Bild, welches Selma hier eingestellt hat, inspirieren lies.
    Oder weil ich auch schon wieder etwas weiter bin in dieser Geschichte, etwa Mitte des dritten Abschnitts. Bei E-Books kann ich das immer schlecht schätzen. :-\



    Zitat von JanaBabsi

    Aber sie ist noch immer sehr forsch unterwegs, finde ich.


    Dazu habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, woher Olga ihren Mut und ihre große Klappe nimmt.
    Ich vermute mal, dadurch das sie sich immer alleine und Schutzlos in dieser grausamen Welt durchboxen musste ist sie zu dem Schluss gekommen:" Wenn nix mehr hilft, dann ist Angriff die beste Verteidigung." Als "ehrenhafte" Diebin ist sie bestimmt schon öfter in brenzlige Situationen gekommen. :D

  • Echt? Ich hab das Gefühl, dass Boris zu nichts und niemandem ein Verhältnis hat. Noch nicht einmal zu sich selbst.


    Auf eine Art stimmt beides.
    Ich denke es ist nicht gespoilert, da alle schon bis hierher gelesen haben, darum ein paar Hintergrundinformationen über Boris. Für den Fall, dass jemand im Laufe der Geschichte selbst zu dem Einblick in sein Wesen gelangen oder ihn nach und nach kennenlernen möchte, habe ich den folgenden Abschnitt etwas schwer zu lesen gemacht.



    Boris ist seit seine Kindheit in der Armee, er kennt nichts anderes, hat keine Vorstellungen davon, wie ein Leben ohne Krieg aussehen könnte. Alle Menschen, seine Kameraden, zu denen er vielleicht eine Beziehung hätte aufbauen können, sind im Krieg gefallen. Hätte er ein anderes Leben geführt, wäre aus ihm ein anderer Mensch geworden. Aber so hat er aus Selbstschutz einen nahezu undurchdringlichen Panzer um sich errichtet. Ja, er hat wirklich keine Beziehung zu sich selbst, zu sich selbst am allerwenigsten. Anderenfalls müsste er zu viel hinterfragen, würde Dinge erkennen, die nicht zu ertragen wären, da er an seiner Lebenssituation nichts ändern kann. Zum Beispiel das allgegenwärtige Sterben um ihn herum. Längst ist die einzige Aufgabe der Soldaten, andere Soldaten zu töten. Es ist leider keine Fiktion, dass Menschen in solchen Situationen verrohen, dass sie Lustgewinn aus Grausamkeiten ziehen. Aber Boris ist nicht grausam, gibt weder mit seinen "Heldentaten" an noch genießt er das Gefühl seiner Überlegenheit. Wenn er darüber nachdenken müsste, warum er seine Gegner schnell und schmerzlos tötet, würde er behaupten, weil es das Effektivste ist. Die Wahrheit ist: Er ist kein grausamer Mensch. Aber all das muss er nicht nur vor der Obrigkeit und seinen Kameraden verbergen, sondern in erster Linie vor sich selbst.


    Wie gesagt, er steckt in einem Panzer aus Selbstschutz und er hatte viel Zeit, um ihn zu errichten. Er bekommt nicht mit, wie dieser Panzer seine ersten Risse bekommt: der Grüß in Olgas Richtung, als er glaubt, sie sei beim Holzsammeln erfroren, der Stein den er anstatt Blumen vor ihre Leiche legen wollte.


    Das einzige worin Boris seine Gefühle investieren konnte, ohne seinen Selbstschutz zu gefährden, war die Treue zu seinem Zaren. Es ist das einzige, was ihm geblieben ist, sein einziges, positives Selbstbild, darum ist es ihm unmöglich, dem Zaren nicht zu gehorchen.






    Zitat

    Daß Boris wie ein Magnet vom Blausteinlager angezogen wird, habe ich mir damit erklärt, daß die Kartusche nach Energie "schreit" und seine Schritte automatisch dorthin lenkt, um evtl. durch die Strahlung die Kartusche wieder zu laden. Iirgendwo wurde was mit "laden" erwähnt.


    Ja, die Kartusche hat die Kontrolle übernommen und Boris ins Blausteinlager gelenkt, damit sie dort aufladen kann.


    Zitat

    Die Frage habe ich mir auch gestellt. Bei Olga hatte ich auch nicht das Gefühl, dass sie sooooooooooooooo lange unterwegs waren. Bei Boris wird erwähnt, dass er einige Tage durch die Gegend marschiert.


    Die Reise zum Blausteinlager hat schon etwas länger gedauert, sie mussten ja den Ural überqueren.


    Zitat

    Wo ich gedanklich beim ersten Mal und auch jetzt hänge: was hat es mit der Kartusche auf sich? Erst ist sie so eine Art "Energieanzeige", je blauer desto mehr Energie? Und dann zerstört Boris sie - warum?


    Boris versucht nur, sie zu zerstören.


    Zitat

    Der arme Boris macht echt was mit, seine Technik lässt ihn einfach nicht sterben. Lädt er nun in dem Blausteinlager auf? Haben seine Systeme ihn deswegen dorthin geführt?


    Ja. 8)


    Zitat

    Dann sah er auch irgendwann mal einen Araber, einen Blausüchtigen im Endstadium und eine Frau an einer Maschine. Moment mal, das sind doch die Figuren aus Susannes Romanen, der Blausüchtige ist doch Magnus. Da war doch was mit einem Araber und die Frau an der Maschine ist doch diese geniale Technikerin


    8)

  • Zitat von Karin

    Dann sah er auch irgendwann mal einen Araber, einen Blausüchtigen im Endstadium und eine Frau an einer Maschine. Moment mal, das sind doch die Figuren aus Susannes Romanen, der Blausüchtige ist doch Magnus. Da war doch was mit einem Araber und die Frau an der Maschine ist doch diese geniale Technikerin – die Namen fallen mir gerade wieder nicht ein. Edit: sie heißt Paulina. Und Rasul war derjenige, der die Pläne für die Maschine erstellt hat. Sein Freund Sahin hat dessen Hinrichtung mitangesehen. Ich hoffe, das war jetzt nicht ganz falsch.


    Ja, diese "Querverbindungen" zur Magnus-Serie sind mir auch schon aufgefallen. ;)


    Zitat von Selma

    Die Reise zum Blausteinlager hat schon etwas länger gedauert, sie mussten ja den Ural überqueren.


    Ich schätze bei diesen Wegen hast du den Leser nicht mit ellenlangen Weg-Beschreibungen langweilen wollen. Russland ist ein großes Land da habe ich mir schon gedacht, das Olga und Boris einige Tage gelaufen sind zu ihren Zielorten.

  • Hallo, :winken:


    Er bemerkt, dass sein Wärter eingeschlafen ist aber trotzdem klopft er noch stundenlang Steine .... stellt er da echt was in Frage? ;)


    Ich weiss natürlich, was du meinst - aber ich meinte trotzdem so einen kleinen Anflug aufblitzen zu sehen ;D


    Ja, die Kartusche hat die Kontrolle übernommen und Boris ins Blausteinlager gelenkt, damit sie dort aufladen kann.


    Ach krass - mir war nicht bewusst wieviel Macht diese Kartusche bzw. die mechanischen Teile haben. Ich habe bisher immer angenommen, dass sie tatsächlich rein mechanisch sind und nicht auch noch so eine Art "Eigenleben" entwickeln können. Finde ich tatsächlich noch gruseliger, als ich es mir bisher vorgestellt habe :o

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen