Tod dem Zaren 03: Jemand bis einschließlich Hunger

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  • Ist Olga stur? Aber so was von stur – und ich musste lachen, wie sie den Zaren in Schach hält, das ist ihm wahrscheinlich auch noch nie passiert :D Dem ich übrigens immer noch nicht traue. Wer weiß, was er mit Boris und Olga macht, wenn sie in Perm angekommen sind. Dabei sollte er sich wirklich überlegen, ob er nicht Verwendung für Olga und Boris hat: die beiden sind ein gutes Team, Boris ist der Körper, Olga der Kopf. Boris tut sich noch schwer mit dem eigenständigen Denken und den Emotionen, das hat ihm bisher nie jemand zugetraut bzw. wurde von ihm verlangt, gerade das nicht zu tun. Evtl. spielt auch sein halbes Maschinen-Sein eine Rolle. Umso schöner finde ich die zarten Bande zwischen ihm und dem Mädchen, zwischen diesen einsamen Seelen, die sich gegenseitig gut tun. Was man auch an Boris' zunehmend instinktiven Reaktionen zugunsten von Olga sieht. Auch wenn er noch nicht ganz glauben kann, dass Olga keine Halluzination ist.


    Die Informationen, die wir über die Vergangenheit von Olga und Boris nach und nach erfahren, sind einfach nur traurig. Ehrlich, ich hatte bei den Beschreibungen von Boris in dem Lager, bevor er „umgebaut“ wurde, Pipi in den Augen gehabt. Ich bin überzeugt, die gute Wassilissa hat in ihm den klitzekleinen Samen für den Glauben an das Gute im Menschen gelegt.


    Nun irren die beiden in so einen großen Gebiet umher und stolpern doch noch dem Zaren (was ist denn mit seinem Pferd passiert?) und Pawel über die Füße. Ich muss gestehen, ich hatte auch ein mulmiges Gefühl, als Olga partout zurück ins Blausteinlager will, um Yegor zu retten, aber ich finde es toll, wie loyal sie ist. Noch ein Punkt, den der Zar berücksichtigen sollte ;)


    Hm, mit dieser Zeitmaschine, könnte man da evtl. zu dem Zeitpunkt vor Boris' Umbau reisen? Andererseits, genau das hat Magnus auch versucht und ist gescheitert. Ich frage mich gerade, ob die Pläne überhaupt noch in der Hand des Arabers sind oder ob sie bereits in Cöln sind. Welche Auswirkungen diese Strahlenfresser auf Boris haben, ist dem Zaren sehr gut bekannt, ich hoffe nur, Olga sieht den Zusammenhang auch bald und kann diese Folter unterbinden. Ich sage ja, ich trau dem Typen nicht.


    Lachen musste ich im letzten Kapitel, als Olga Boris klar macht, dass sie die Bauern ehrlich bestehlen und es nicht auf die herkömmliche Art machen will :D

  • Ja, mir geht es mit dem Zaren wir Dir, Karin, ich traue dem nicht über den Weg.
    Wobei ich mittlerweile denke, das es ziemlich egal ist, ob er nun echt oder falsch ist, denn da kommt man wirklich vom Regen in die Traufe. Der echte Zar ist jedenfalls nicht die bessere Option für unsere beiden Helden.


    Der arme Boris, der da von Gehorsam und "eigenen Ansichten" hin und her gebeutelt wird. Gekrönt mit seinen technischen Problemen und dem Strahlenfresser.


    Aber ich finde das er wirklich auf einem guten Weg ist !!


    Und Olga ist einfach klasse... :herz:


  • Ja, mir geht es mit dem Zaren wir Dir, Karin, ich traue dem nicht über den Weg.
    Wobei ich mittlerweile denke, das es ziemlich egal ist, ob er nun echt oder falsch ist, denn da kommt man wirklich vom Regen in die Traufe. Der echte Zar ist jedenfalls nicht die bessere Option für unsere beiden Helden.


    Ich fürchte, damit hast du vollkommen recht.

  • Hach, Olga! Ihr stures Verhalten hat mich ganz schön oft zum Schmunzeln gebracht. Es ist aber auch amüsant, wie diese drei erwachsenen großen Männer gezwungenermaßen spuren. Ohne Boris' Vertrauen und Zustimmung würde das zwar alles weniger klappen, aber so ist das doch ganz praktisch. Wann Boris sich wohl eingestehen wird, dass Olga echt ist? In seinem tiefsten Inneren weiß er das bestimmt schon und durch seinen Glauben an Halluzinationen fällt ihm die Gewöhnung an die neue Situation vielleicht leichter? Im letzten Abschnitt habe ich noch geschrieben, dass ich es richtig toll finde, dass der Zar ihn aus dem Dienst entlassen hat. Finde ich natürlich immer noch, aber es ist auch bemerkenswert, dass Boris damit so viele Probleme hat. Natürlich kann man nach 40 Jahren nicht auf einmal frei denken. Aber wir sehen: Gefühle helfen sehr! Um Olga zu verteidigen, erhebt er sogar die Hand gegen seinen geliebten Zaren. Yay ;)



    Evtl. spielt auch sein halbes Maschinen-Sein eine Rolle.


    Daran habe ich auch schon gedacht. Sein Denken ist ja schon sehr speziell und auch ziemlich reduziert. Das mag zum einen daran liegen, dass er sich nie an etwas anderes als das Soldatenleben erinnern kann, aber die krassen Veränderungen an seinem Körper MÜSSEN was hinterlassen haben. Dieses "reduzierte" wirkt schon sehr maschinenhaft.



    Hm, mit dieser Zeitmaschine, könnte man da evtl. zu dem Zeitpunkt vor Boris' Umbau reisen? Andererseits, genau das hat Magnus auch versucht und ist gescheitert. Ich frage mich gerade, ob die Pläne überhaupt noch in der Hand des Arabers sind oder ob sie bereits in Cöln sind. Welche Auswirkungen diese Strahlenfresser auf Boris haben, ist dem Zaren sehr gut bekannt, ich hoffe nur, Olga sieht den Zusammenhang auch bald und kann diese Folter unterbinden. Ich sage ja, ich trau dem Typen nicht.


    Ich frage mich bei der Erwähnung von "Zeitmaschine" oder "Araber" ja jedes Mal, ob der Titel des zweiten Bandes ein kleiner Spoiler ist? ;)
    Aber dem Zaren, dem traue ich auch nicht über den Weg, der kommt mir viel zu hinterrücks vor! >:(

  • Also in diesem Abschnitt hätte ich Olga so manches mal schütteln können. Das sie so unbedingt zurück zum Blausteinlager wollte um Yegor zu finden. Ich glaube in ihrem kindlichen Denkschema hat sie die Gefahr nicht erkannt, in die sie sich begibt. Olga geht davon aus das Boris bei ihr ist und sie Beschützt.
    Was aber in diesem Abschnitt sehr deutlich wurde, war die Tatsache das Boris immer öfter den Sinn von Olgas "Geplapper" versteht und darüber nachdenkt was sie sagt.
    In den ersten beiden Abschnitten hat Boris zwar auch zugehört, aber er fühlte sich oftmals Überfordert. Das zeigte sich ja immer wieder, wenn Olga ihn aufforderte Entscheidungen zu treffen.
    Häufig sind seine Gedanken dann zu irgendeiner Szene zurück gewandert in der er in der Klinik lag oder von seinen Kameraden als "Glücksfresser" gemieden wurde.
    Je länger er jetzt aber mit Olga zusammen ist, um so öfter kann er ihren Worten folgen. Mit ihrem Geplapper hat Olga so poe à poe den menschlichen Teil in Boris wieder aktiviert. Er fängt wieder an sich Gedanken zu machen und merkt das er nicht ohne Olga sein will. Er entwickelt wieder Gefühle und auch ganz langsam eine eigene Meinung.
    Das sein Zar auf ihn geschossen hat und ihn somit aus dem Dienst entlassen hat und nun will genau der gleiche Zar ihm Befehle erteilen, das bringt das bisherige Weltbild von Boris sehr durcheinander. Aber seine Halluzination weiß genau was gemacht werden muss und zielt sogar auf sein Ideal, den Zaren. Da musste ich doch etwas schmunzeln, Olga ist schon eine Klasse für sich. :D
    Ich kann immer noch nicht glauben das der Mann der echte Zar sein soll. Er ist oftmals so widersprüchlich in seinem Handeln und Reden.... ::)
    Ganz zu schweigen von dieser miesen Tour mit dem Strahlenfresser.
    Er weiß genau was er Boris damit antut. auf mich wirkt der Zar (ob falsch oder nicht) genauso "unsortiert im Oberstübchen" wie die Aasgeier.
    Bei diesen furchtbar langen Wegen durch die eintönige Schneelandschaft, da müsste er doch genug Zeit haben über seine Situation nachzudenken.


    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann spielt diese Handlung mit Boris und Olga zeitlich noch vor der Magnus-Serie. Darum denke ich, dass die Pläne für die Zeitmaschine noch nicht in Cölln sind.
    Wahrscheinlich kommt daher auch diese Angst vor den Osmanen und Dämonen.


    Was ich aber in diesem Abschnitt als besonders schlimm empfunden habe, waren die Beschreibungen von den Geschwüren an den Bäumen die mit blauer Flüssigkeit gefüllt sind in denen sich irgendwas bewegt. *igitt-igitt*
    Da wäre ich an Olgas Stelle kein zweites mal hingegangen. :wegrenn:
    Aber Karin hat recht, Olga ist stur!

  • Zitat von Karin

    Ich bin überzeugt, die gute Wassilissa hat in ihm den klitzekleinen Samen für den Glauben an das Gute im Menschen gelegt.


    Ja Wassilissa hat bestimmt etwas im Herzen von Boris hinterlassen, was Olga nun wieder erweckt. Die Beschreibungen wie man Boris da "umgebaut" und gequält hat waren sehr berührend. Er hat mir furchtbar leid getan.


    Zitat von Cindy

    Hach, Olga! Ihr stures Verhalten hat mich ganz schön oft zum Schmunzeln gebracht. Es ist aber auch amüsant, wie diese drei erwachsenen großen Männer gezwungenermaßen spuren.


    Ja diese Szenen waren klasse und ich habe auch so manches mal schmunzeln müssen.
    Aber Olga hat eben den Proviant und damit hat sie die Macht! :D


  • Also in diesem Abschnitt hätte ich Olga so manches mal schütteln können. Das sie so unbedingt zurück zum Blausteinlager wollte um Yegor zu finden. Ich glaube in ihrem kindlichen Denkschema hat sie die Gefahr nicht erkannt, in die sie sich begibt. Olga geht davon aus das Boris bei ihr ist und sie Beschützt.


    Hm, ich weiß nicht, aber ich glaube, das sie einfach Yegor retten wollte... und sich um ihre eigene Sicherheit keine wirklichen Gedanken machte.


  • Was aber in diesem Abschnitt sehr deutlich wurde, war die Tatsache das Boris immer öfter den Sinn von Olgas "Geplapper" versteht und darüber nachdenkt was sie sagt.
    In den ersten beiden Abschnitten hat Boris zwar auch zugehört, aber er fühlte sich oftmals Überfordert. Das zeigte sich ja immer wieder, wenn Olga ihn aufforderte Entscheidungen zu treffen.
    Häufig sind seine Gedanken dann zu irgendeiner Szene zurück gewandert in der er in der Klinik lag oder von seinen Kameraden als "Glücksfresser" gemieden wurde.
    Je länger er jetzt aber mit Olga zusammen ist, um so öfter kann er ihren Worten folgen. Mit ihrem Geplapper hat Olga so poe à poe den menschlichen Teil in Boris wieder aktiviert. Er fängt wieder an sich Gedanken zu machen und merkt das er nicht ohne Olga sein will. Er entwickelt wieder Gefühle und auch ganz langsam eine eigene Meinung.


    Stimmt, Olgas Geplapper dringt immer mehr zu ihm durch. Bisher hat ja kaum jemand mit ihm gesprochen, jedenfalls nicht so, daß er sich ernst genommen gefühlt hat, daher ist da eine ganz neue Situation für ihn, in die er er allmählich reinfindet.



    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann spielt diese Handlung mit Boris und Olga zeitlich noch vor der Magnus-Serie. Darum denke ich, dass die Pläne für die Zeitmaschine noch nicht in Cölln sind.


    Spontan hätte ich das auch gesagt, aber warum hatte der Zar dann Magnus und Paulina gesehen, als sie die Zeitmaschine getestet haben? Dann müßte das ija schon in der Vergangenheit liegen - oder aber mit der Zeit stimmt ab und an was nicht ;D

  • Zitat

    Spontan hätte ich das auch gesagt, aber warum hatte der Zar dann Magnus und Paulina gesehen, als sie die Zeitmaschine getestet haben? Dann müßte das ija schon in der Vergangenheit liegen - oder aber mit der Zeit stimmt ab und an was nicht

    warm, wärmer, noch wärmer … :D


  • Also in diesem Abschnitt hätte ich Olga so manches mal schütteln können. Das sie so unbedingt zurück zum Blausteinlager wollte um Yegor zu finden.


    Ich wundere mich über dieses Hin- und Her und wie bereitwillig die da alle mit marschieren ... in Russland liegt jede Menge Schnee und nicht nur mal 10 cm ... da gehen die einfach den ganzen Weg wieder zurück um Yegor zu suchen? Olga hat die Männer gut in der Hand. ;D


    Bekommen sie Yegor wieder hin?
    Wie hat er sich so weit schleppen können mit dem brandigen Bein?
    Ich glaube ihm kommt hier echt die Kälte entgegen, sonst hätte er doch sicherlich schon die schönste Sepsis??


    Die haben jetzt aber nicht wirklich 1 Woche lang Schnecken gegessen?? Und wie geht es weiter, wenn jetzt Pawel und Yegor zusätzliche "Fresser" sind? Ich denke wenn Yegor aus der Ohnmacht erwachen wird, braucht er Substanz.


    Zitat

    Was aber in diesem Abschnitt sehr deutlich wurde, war die Tatsache das Boris immer öfter den Sinn von Olgas "Geplapper" versteht und darüber nachdenkt was sie sagt.
    In den ersten beiden Abschnitten hat Boris zwar auch zugehört, aber er fühlte sich oftmals Überfordert. Das zeigte sich ja immer wieder, wenn Olga ihn aufforderte Entscheidungen zu treffen.


    Ich finde generell, dass er anfängt mehr wahrzunehmen was in seinem Umfeld passiert. Seine Reaktion, als er Olga am Hals genommen hat ..... köstlich.


    Zitat

    Häufig sind seine Gedanken dann zu irgendeiner Szene zurück gewandert in der er in der Klinik lag oder von seinen Kameraden als "Glücksfresser" gemieden wurde.


    Er hatte bisher ja auch nicht wirklich etwas schönes im Leben. Der Rückblick, wie es ihm erging und wie er dann zum "Blauen Krieger" gemacht wurde, das war schon heftig. Dass man da aufhört zu fühlen, das kann ich nachvollziehen.


    Zitat

    Das sein Zar auf ihn geschossen hat und ihn somit aus dem Dienst entlassen hat und nun will genau der gleiche Zar ihm Befehle erteilen, das bringt das bisherige Weltbild von Boris sehr durcheinander. Aber seine Halluzination weiß genau was gemacht werden muss und zielt sogar auf sein Ideal, den Zaren. Da musste ich doch etwas schmunzeln, Olga ist schon eine Klasse für sich. :D


    Das ist aber auch schwer zu verstehen. Sein ganzes Leben lang hat er nix anderes gemacht als zu dienen und jetzt wurde er aus dem Dienst entlassen. Eigentlich ist er ja Zivilist, aber damit kann Boris nix anfangen und sein Pflichtbewusstsein kann er nicht ausschalten. Ich hatte erwartet, dass der Zar Boris dazu bringt ihn zu tragen statt Olga. :o


    Zitat

    Ich kann immer noch nicht glauben das der Mann der echte Zar sein soll. Er ist oftmals so widersprüchlich in seinem Handeln und Reden.... ::)


    Ich weiß auch noch nicht ob ich an echt oder unecht glauben soll. Aber Fakt ist, er ist auf Boris angewiesen, sonst kommt er nicht an sein Ziel. Warum wollte er mit Olga den Mantel tauschen?


    Ob Boris und Olga überhaupt bezahlt werden? Die "Rettungssumme" hat sich ja schon drastisch reduziert. Ich würde den Kerl ungespitzt in den Boden rammen und fertig. ;D


    Zitat

    Was ich aber in diesem Abschnitt als besonders schlimm empfunden habe, waren die Beschreibungen von den Geschwüren an den Bäumen die mit blauer Flüssigkeit gefüllt sind in denen sich irgendwas bewegt. *igitt-igitt*


    Ich fand die Dinger faszinierend. ;)

  • Zitat von JanaBabsi

    Ich hatte erwartet, dass der Zar Boris dazu bringt ihn zu tragen statt Olga. :o


    Der Zar wird sich hüten in Olgas Nähe so etwas von Boris zu verlangen. Da spielt er garantiert mit seinem Leben. Olga würde den Zar Hungern, Frieren und gnadenlos verrecken lassen.... :totlach:
    Der Platz auf dem Arm von Boris gehört ihr allein.

  • Der Zar wird sich hüten in Olgas Nähe so etwas von Boris zu verlangen. Da spielt er garantiert mit seinem Leben. Olga würde den Zar Hungern, Frieren und gnadenlos verrecken lassen.... :totlach:
    Der Platz auf dem Arm von Boris gehört ihr allein.


    Ich stelle gerade die Illustration vor, mit dem Zaren statt Olga auf dem Arm :D Nene, der Arm gehört Olga, wäre ja noch schöner ;D

  • Hallo, :winken:


    Boris hat Olga zu seiner Halluzination gemacht - psychisch gesehen ein sehr kluger Schachzug. Da scheint seine menschliche Psyche doch noch zu funktionieren und gibt Boris über die "Halluzination" die Möglichkeit sich auf eine Beziehung einzulassen, sich wichtig zu fühlen, Gedanken zu teilen etc. Etwas was Boris seit seinem 6. (!) Lebensjahr ja nicht mehr gemacht hat. Mit einer "echten" Olga wäre er bestimmt psychisch / emotional überfordert. Und wie man sieht funktioniert es auch noch: er kann sich immer mehr auf das Gesagte einlassen, denkt drüber nach und widerspricht sogar einmal dem Zaren :P


    Hehe, dass ist dem Zaren bestimmt auch noch nicht so oft in seinem Leben passiert, dass er sich vor jemanden rechtfertigen muss, und dass ihm jemand so "dreist" gegenüber tritt wie Olga - er sah sich ja sogar genötigt ihr zu beweisen, dass er "echt" ist. ;D
    Der Zar verhält sich schon echt übel. Allerdings kann ich es aus seiner Perspektive heraus sogar fast verstehen. Er hat auch seine Art und Weise (ähnlich wie Boris) nie etwas anderes kennen gelernt als dass er derjenige ist, der herrscht und der Befehle geben muss und die "Verantwortung" für alle Menschen in Russland trägt - und dass auch noch in einem Krieg. Dass er jetzt möglichst schnell nach Perm will und dafür bereit ist viele Opfer zu bringen...kann ich sogar verstehen :aaa:



    Also in diesem Abschnitt hätte ich Olga so manches mal schütteln können. Das sie so unbedingt zurück zum Blausteinlager wollte um Yegor zu finden. Ich glaube in ihrem kindlichen Denkschema hat sie die Gefahr nicht erkannt, in die sie sich begibt. Olga geht davon aus das Boris bei ihr ist und sie Beschützt.


    Ja, ich glaube auch, dass wir bei allem Mut und aller Loyalität nicht vergessen sollten, dass Olga tatsächlich noch ein Kind ist. Mir kommt es fast so vor, als ob sie ihre selbstgewählte "Familie" beschützen will und deshalb alles für die Anderen macht...wäre schön, wenn noch eine Mutterfigur für sie auftauchen würde. Ich glaube, da hätte sie noch etwas emotionalen Bedarf.


    Das ist allerdings ein starkes Argument :D


    Ich glaube, dass da noch mehr hinter steckt, kann aber gerade gar nicht so genau mit dem Finger drauf zeigen.


    Ich finde es auch super, wie Olga Boris zu einem ehrlichen Dieb machen und ihm das Soldat sein so langsam ausreden will 8)


  • Der Zar verhält sich schon echt übel. Allerdings kann ich es aus seiner Perspektive heraus sogar fast verstehen. Er hat auch seine Art und Weise (ähnlich wie Boris) nie etwas anderes kennen gelernt als dass er derjenige ist, der herrscht und der Befehle geben muss und die "Verantwortung" für alle Menschen in Russland trägt - und dass auch noch in einem Krieg. Dass er jetzt möglichst schnell nach Perm will und dafür bereit ist viele Opfer zu bringen...kann ich sogar verstehen :aaa:


    Nun ja, es gibt nur wenige "gute Gründe" um Menschen umzubringen... die, aus denen der Zar Boris erschossen hat, gehören sicher nicht dazu.
    Und auch sonst muß man nicht über Leichen gehen.
    Nein, mein Verständnis hält sich in Grenzen.


    Wobei Du natürlich Recht hast: es ist das was er sein Leben lang gelernt hat (so er denn der Zar ist).
    Trotzdem sollte es (ihm) möglich sein, zu erkennen, das es nicht in Ordnung ist, so zu handeln.

  • Ich kann auch verstehen, daß der Zar unter immensem Druck steht, wenn er wirklich der echte Zar ist, aber dann sollte er nicht seine wenigen, ihm wirklich treu ergebenen Soldaten erschiessen.