Tod dem Zaren 04: Die Räuber bis einschl. Wenn die Hölle gefriert

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  • Hier könnt Ihr zum Inhalt von Kapitel Die Räuber bis einschließlich Wenn die Hölle gefriert schreiben.


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  • Tolstoi! Wie cool, dass er hier auftaucht und du auch noch echte Sätze aus seinem Tagebuch verwendest! Ich fand auch die Entdeckungen im Mantel richtig witzig. Das stimmt schon, der Zar und Olga haben sich immer ordentlich gekabbelt, aber dass da mehr als Wärmezufuhr drinsteckt, hatte ich dann doch nicht erwartet. Auch wegen des Siegels am Mantel gehe ich jetzt schon davon aus, dass wir hier den echten Zar haben. Aber ändert das wirklich etwas? So viel kann der Zar momentan nicht machen und diejenigen, die nun an der Macht sind, handeln ja trotzdem wie der Zar. Das soll ja anscheinend keiner merken, weshalb sie auch die Unterschrift vom Zaren kopieren müssen etc. Aber falls das hier der echte Zar ist, wird er sich später bestimmt mal dran erinnern, dass diese Leute ihn sicher nach Perm gebracht haben. Vielleicht. Vielleicht auch nicht? Ein kleines Ars*** ist er ja schon oft genug.


    Boris Erinnerungen an die Zeit seiner "Umwandlung" werden immer trauriger. Diese rothaarige Pflegerin, aaaaargh! Ich könnte es ja schon verstehen, dass man abstumpft, wenn man täglich so viele schreckliche Dinge sieht, und dann auch keine Beziehung mehr zu den Testpersonen aufbauen will. Aber dass man dann so schrecklich, gemein und verachtend handelt? Das ist dann die eigene Grausamkeit, für die sich unsere Pflegerin hier freiwillig entschieden hat. Sie hat Boris vergewaltigt und sich dabei bestimmt die Blaukrankheit (oder irgendwas anderes) zugezogen, oder? Tja, Instant-Karma. Ihr Verhalten wird direkt bestraft und ich habe keinerlei Mitleid. Und auch die anderen Pfleger, ey. Ein bisschen schadenfroh war ich ja schon, dass sie sich so über die Rothaarige lustig gemacht haben, aber besser sind sie deshalb auf keinen Fall. Da werden die schrecklichsten Dinge mit den "Freiwilligen" angestellt und dann kommen die Pfleger und setzen noch einen drauf.

  • Ach mensch, ich würde es Boris und Olga so sehr gönnen, wenn sie ihren Traum vom Häuschen in Sibirien wahrmachen könnten, ich finde das so rührend. Aber das es einen zweiten und dritten Teil um Boris und Olga gibt, befürchte ich, dass sie so schnell nicht ihre Ruhe finden werden.


    Dass Pawel ein Gegner ist, damit hätte ich nie und nimmer gerechnet. Dann war das vllt. gar kein so großer Zufall, dass er Boris, Olga und dem Zaren über den Weg gelaufen ist? Und dass er Yegor im Stich gelassen hat, wundert mich dann auch nicht mehr. Sollte die Ochrana denn nicht dem Zaren treu ergeben sein? Hier stimmt doch irgendwas ganz und gar nicht. Rysakow gehört ebenfalls zur Ochrana, macht aber Geschäfte mit Johann, auf der anderen Seite hat er aber Boris instruiert und (mal wieder) benutzt, um den Zaren zu schützen? Oder hat er Boris angelogen? Sehr undurchsichtig, dieser Rysakow, umso gespannter bin ich darauf, ihn kennenzulernen.
    Dieser Selbstzerstörungsmechanismus mit seiner großen Zerstörungskraft war also der Grund, warum Boris auf keinen Fall ins Empire sollte?


    Ab und an kann der Zar sogar mal etwas nett sein, aber die meiste Zeit könnte ich ihn am liebsten erschießen ;D Aber er und auch Boris scheinen ab und an in unterschiedlichen Zeitebenen festzuhängen. Warum war der Zar dabei, als Paulina die Maschine getestet hat? Und warum kann Boris Hinterhalte plötzlich sehen, die erst in der Zukunft liegen? Oder ist das bei ihm nur Zufall, weil er Vergangenheit mit der Gegenwart vermischt :verrueckt:?
    Der Zar war also wirklich damals in der Kiste. Aber woher kennt Ilja ihn? Ilja ist doch nicht nur ein Knecht.


    Bingo, die Pläne für die Zeitmaschine sind also tatsächlich schon bei Magnus. Dann mischt sein undurchsichtiger Bruder sicher auch mit.


    Ah, jetzt erfahren wir, dass „Tod dem Zaren“ doch nicht so wörtlich gemeint ist. Und Ilja stellt die Frage, die wir uns auch gestellt haben: wie kann es passieren, dass bei so einer hoch entwickelten Mensch-Maschine es schlussendlich am Öl hängt. Entweder war der zuständige Wissenschaftler eine Pfeife oder es liegt Sabotage vor.
    Die Szenen aus Boris' Erinnerungen sind so furchtbar, meine Güte, was hat dieser arme Mensch alles erdulden müssen. Und diese Uljana kann sich meinetwegen die Beulenpest holen. Und nicht Yegor, was sind das nur für gruselige Geschwüre, in denen es sich auch noch bewegt :o
    Magister Karelius und Karel, der für Johann die Homunkel liefert … hm, ist die Namensähnlichkeit wirklich nur Zufall?


    Dass Tolstoi auch eine Rolle spielt, finde ich klasse, da ich Tolstoi-Fan bin. Ebenso gefällt mir das Einbinden seiner Zitate sehr gut. Außerdem ist er ein netter Mensch, davon laufen in dem Buch nicht so viele rum ;D


  • Ich fand auch die Entdeckungen im Mantel richtig witzig. Das stimmt schon, der Zar und Olga haben sich immer ordentlich gekabbelt, aber dass da mehr als Wärmezufuhr drinsteckt, hatte ich dann doch nicht erwartet.


    Darauf wäre ich auch nicht gekommen, aber jetzt wird klar, warum der Zar unbedingt den alten Mantel zurückhaben wollte.



    Auch wegen des Siegels am Mantel gehe ich jetzt schon davon aus, dass wir hier den echten Zar haben. Aber ändert das wirklich etwas? So viel kann der Zar momentan nicht machen und diejenigen, die nun an der Macht sind, handeln ja trotzdem wie der Zar.


    Tja, das habe ich mich auch gefragt ...



    Ihr Verhalten wird direkt bestraft und ich habe keinerlei Mitleid.


    Ich auch nicht!

  • Das ist ein schöner Traum, das Haus in Sibirien an einem See. Ich würde ihn gerne mit Boris und Olga zusammen erleben, aber bisher sind sie noch Meilenweit davon entfernt. :'(


    Brotteig in die Manteltaschen stopfen, da musste ich doch schmunzeln. Andersherum hat mir gerade diese Szene klar gemacht, welch beißenden Hunger Olga schon erlitten hat, in ihrem kurzen Leben.
    Das Ilja sie dann erwischt, hat mir zuerst einen Schrecken eingejagt, aber hinterher habe ich nur gedacht: Es war ihr Glück auf den "Grafen" zu treffen. :D


    Tolstoi, wie schön das auch er in dieser Geschichte einen Platz bekommt.

    Warum der Zar sich nicht von seinem gammeligen Mantel trennen wollte, ist nun auch klar. Die vielen Geldbündel und Diamanten waren schon ein starkes Argument weiterhin in Lumpen herum zu laufen.


    Mit diesem "Knecht" Ilja kann ich im Moment noch nicht wirklich etwas Anfangen. Er ist mir eigentlich zu misstrauisch. Andersherum habe ich mir aber auch überlegt, dass in dieser grausamen Welt JEDER Mensch misstrauisch sein musste um zu überleben.


    Boris hängt immer wieder in seinen Erinnerungen an seinen "Klinikaufenthalt" fest. Ich glaube er hat in der Zeit wirklich manches mal seinen Verstand verloren, weil er die Folterungen nicht mehr ertragen konnte. :'(
    Nun da sein Verstand von Olga und ihrem "Geplapper" immer mehr gefordert wird, kommen Erinnerungen wieder, die er eigentlich gar nicht haben möchte.
    Ich vermute aber mal, dass es sehr wichtig ist das diese Erinnerungen wiederkommen, denn nur so kann er in die Realität zurück kehren.


    Ja und dann der Zar, diese "Nobel-Pfeife" !!! Ich traue dem Sauhund immer noch nicht über den Weg. :boxen:
    Da kann er noch so nett reden und erzählen... Ich weiß nicht, das klingt für mich nur nach: "Hauptsache mein Kopf landet nicht in irgendeiner Schlinge!"
    Mit anderen Worten, der Zar kann mich immer noch nicht davon überzeugen das er echt ist!
    Auch wenn er diesen "Siegelknopf" am Mantel hat und viel Geld im Mantel hatte. Das kann er auch irgendjemanden gestohlen haben.


    Die Verbindungen nach Cöln werden hier immer deutlicher, nicht nur durch diese grässliche Uljana, sondern auch durch die Wissenschaftler die an diesem Projekt "Blauer Krieger" mitgearbeitet haben.


    Die Pläne für die Zeitmaschine sind offenbar wirklich in Cöln bei Paulina! Ich vermute mal, so wie eine Quantenmagierin ist, wird sie wohl diese Maschine schon gebaut haben.
    Da frage ich mich nun, ob es vielleicht durch diese Experimente mit der Maschine, die nach den Plänen des Arabers von Paulina gebaut wurde, schon zu Zeit-Verschiebungen gekommen ist? Könnte es nicht sein, das in Cöln experimentiert wird und in Russland keiner mitbekommt, das sich an der Zeit etwas verändert hat, weil ja keiner ahnt das es so eine Maschine gibt? ???


    Ich habe ja schon im letzten Abschnitt bemerkt, das ich mit den Zeitabläufen immer wieder etwas durcheinander kam. Das hat natürlich auch etwas mit den "Rückblenden" zu tun.
    Besonders da immer mehr Infos über die Cölner Unterwelt in den Erinnerungen von Boris auftauchen.
    Warten wir mal ab, was der nächste Abschnitt uns an Infos bietet. Irgendwo muss sich ja der Kreis schließen zwischen Cöln und Moskau.

  • Zitat von Karin

    Bingo, die Pläne für die Zeitmaschine sind also tatsächlich schon bei Magnus. Dann mischt sein undurchsichtiger Bruder sicher auch mit.


    Au Backe! Den Bruder hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm, aber du hast recht, irgendwo muss ja jemand sein der die Fäden zieht und Geld wie Heu hat.


    Zitat von Karin

    Sollte die Ochrana denn nicht dem Zaren treu ergeben sein? Hier stimmt doch irgendwas ganz und gar nicht. Rysakow gehört ebenfalls zur Ochrana, macht aber Geschäfte mit Johann, auf der anderen Seite hat er aber Boris instruiert und (mal wieder) benutzt, um den Zaren zu schützen? Oder hat er Boris angelogen? Sehr undurchsichtig, dieser Rysakow, umso gespannter bin ich darauf, ihn kennenzulernen.


    Ich hatte beim Lesen so das Gefühl, dass in der Ochrana der Zar gar keine große Rolle spielt. Ich schätze mal das ist nur eine Organisation in der die Mitarbeiter versuchen alles nieder zu schlagen was ihre eigenen Interessen stören könnte. Und diese Interessen bestehen hauptsächlich aus Geld, Macht und Informationen um andere zu erpressen.
    Bei dem Zaren - oder wer auch immer grad im Kremel sitzt - habe ich den Eindruck, das er nur eine Marionette ist. Die echte Macht und Politik liegt in den Händen der Leute die mit Geld alles und jeden kaufen können.


    Zitat von Cindy

    Aber falls das hier der echte Zar ist, wird er sich später bestimmt mal dran erinnern, dass diese Leute ihn sicher nach Perm gebracht haben. Vielleicht. Vielleicht auch nicht? Ein kleines Ars*** ist er ja schon oft genug.


    Da habe ich auch noch so meine Zweifel. ::)
    Ich sag ja, ich traue dem Mann nicht. Im Moment ist er noch auf Olga und Boris angewiesen, aber ich glaube er hat die Beiden schnell vergessen sobald er wieder sicher im Kremel sitzt.
    Ich habe mich sowieso schon ein paar mal gefragt, warum Olga für diesen Kerl sorgt wie eine Mutter?
    Ohne Olga wäre er schon längst verhungert und ohne Boris hätte er nie den richtigen Weg gefunden in der Schneewüste!!! >:(


  • Brotteig in die Manteltaschen stopfen, da musste ich doch schmunzeln. Andersherum hat mir gerade diese Szene klar gemacht, welch beißenden Hunger Olga schon erlitten hat, in ihrem kurzen Leben.


    Das dachte ich bei der Szene ebenfalls, daß hier deutlich wird, welchen Hunger sie schon gelitten hat.



    Mit diesem "Knecht" Ilja kann ich im Moment noch nicht wirklich etwas Anfangen. Er ist mir eigentlich zu misstrauisch. Andersherum habe ich mir aber auch überlegt, dass in dieser grausamen Welt JEDER Mensch misstrauisch sein musste um zu überleben.


    Ich denke, Ilja ist auch so mißtrauisch, weil Tolstoi vielleicht sehr gutgläubig ist, so eine Art Gegenpol, um den Grafen zu schützen.



    Ja und dann der Zar, diese "Nobel-Pfeife" !!!


    Nobel-Pfeife - das ist gut :totlach:



    Da frage ich mich nun, ob es vielleicht durch diese Experimente mit der Maschine, die nach den Plänen des Arabers von Paulina gebaut wurde, schon zu Zeit-Verschiebungen gekommen ist? Könnte es nicht sein, das in Cöln experimentiert wird und in Russland keiner mitbekommt, das sich an der Zeit etwas verändert hat, weil ja keiner ahnt das es so eine Maschine gibt? ???


    Ah, das ist kein schlechter Gedanke - das wäre aber echt perfide, dann hätte irgendwie keiner mehr die Kontrolle über die Zeit :o


  • Tolstoi! Wie cool, dass er hier auftaucht und du auch noch echte Sätze aus seinem Tagebuch verwendest!


    Ja, das hat mir auch gut gefallen !



    Auch wegen des Siegels am Mantel gehe ich jetzt schon davon aus, dass wir hier den echten Zar haben.


    Aber falls das hier der echte Zar ist, wird er sich später bestimmt mal dran erinnern, dass diese Leute ihn sicher nach Perm gebracht haben. Vielleicht. Vielleicht auch nicht? Ein kleines Ars*** ist er ja schon oft genug.


    Ich weiß es noch immer nicht... ich meine, auch das Siegel kann geklaut sein, oder der ganze Mantel.


    Daß er sich noch positiv an die Truppe erinnert mag ich ja nicht wirkllich hoffen... ich denke, ihm ist so ein einzelner Mensch echt total egal. Auch diese ganzen Schriftstücke setzt er ja nur auf, weil ihm das Wasser bis zum Hals steht, sicher nicht, weil er ein netter Kerl ist !!


    Annette, ich bin da ganz bei Dir, was den Typen betrifft.



    Boris Erinnerungen an die Zeit seiner "Umwandlung" werden immer trauriger.


    Ja, das ist wirklich schrecklich, der arme Kerl... und auch die ganzen anderen armen "Freiwilligen" !



    Ach mensch, ich würde es Boris und Olga so sehr gönnen, wenn sie ihren Traum vom Häuschen in Sibirien wahrmachen könnten, ich finde das so rührend.


    Ja, das ist wirkllich rühend... und ich wünsche es ihnen auch sehr !! Es ist toll, zu lesen wie die beiden sich immer weiter einander annähern uns sich so über menschliche Wärme und Zuneigung freuen !!


    Dass Pawel ein Gegner ist, damit hätte ich nie und nimmer gerechnet.


    Nee, ich auch nicht... allerdings habe ich auch nicht groß über ihn nachgedacht.

  • Zitat


    Zitat von: odenwaldcollies am 18. September 2015, 16:24:05
    Dass Pawel ein Gegner ist, damit hätte ich nie und nimmer gerechnet.


    Zitat von smyrill


    Nee, ich auch nicht... allerdings habe ich auch nicht groß über ihn nachgedacht.


    Da habt ihr recht! Ich habe über diesen Typen auch nicht lange nachgedacht und das er zur Ochrana gehört hat mich auch geschockt.
    Mit dieser Info hat Selma mich eiskalt auf dem falschen Fuß erwischt.
    Denn das war eine Wendung die für Boris und Olga wieder eine neue Gefahr sein kann. ::)

  • Puh - ich finde jetzt nimmt die Geschichte nochmal richtig fahrt auf. Ich merke, dass ich auf jeden Fall super gut aufpassen muss, um nicht die kleinen Details zu überlesen und um die Verbindung nach Cöln so richtig zu "verstehen" bzw. die Andeutungen mitzubekommen.
    Schwierig wird das Ganze, weil es auch noch mit Boris Erinnerungen gemischt ist. Ich befürchte, dass wir es mit mehr Zeitebenen und -verschiebungen zu tun haben, weil wir bisher im Blick haben :schwitzen:


    Also Boris tut mir immer mehr leid und ich empfinde es mit jedem Kapitel bzw. mit jedem Rückblick erstaunlicher, dass es Olga dann fast schon wieder "schnell" gelingt an ihn heran zu kommen. So was kann man doch nicht verkraften :'(


    Schmunzeln musste ich über die "Tod dem Beruf des Zaren" - Nummer :D


    Tolstoi mit in das Buch einzubauen finde ich klasse! Ich habe richtig Spaß mit ihm, seinen Versuchen Olga das Schreiben beizubringen, ihrer Interpretation von dem, was er von ihr will und seine Meta-Analyse über die armen Mädchen, die so dringend Bildung benötigten ;D


    Den Knecht finde ich merkwürdig - viel zu skeptisch und zu hinterfragend für jemanden, der "nur" der Knecht ist. Und so ganz passt es ja nicht in das Menschenbild von Tolstoi, das er einen Knecht hat (ich kenne den "echten" Tolstoi zu wenig, um es über ihn behaupten zu können, meine aber ein sehr offenes Weltbild bei diesem Tolstoi herauslesen zu können). Also auf der einen Seite dem armen Mädchen lesen und schreiben beizubringen, damit es besser in der Gesellschaft zurecht kommt und auf der anderen Seite einen "Knecht" in Abhängigkeit zu haben. Passt nicht so richtig, oder?



    Warum war der Zar dabei, als Paulina die Maschine getestet hat? Und warum kann Boris Hinterhalte plötzlich sehen, die erst in der Zukunft liegen? Oder ist das bei ihm nur Zufall, weil er Vergangenheit mit der Gegenwart vermischt :verrueckt:?



    Könnte es nicht sein, das in Cöln experimentiert wird und in Russland keiner mitbekommt, das sich an der Zeit etwas verändert hat, weil ja keiner ahnt das es so eine Maschine gibt? ???


    Oder anders herum: in Cöln hat niemand gemerkt, dass es in Russland zu einer Verschiebung gekommen ist...und dann gab es vielleicht später (oder früher - ich kann bei solchen Zeitmaschienensachen nicht so gut mitdenken :-\ ) noch einen Versuch und so entstehen plötzlich viele mögliche verschiedene Zeitebenen und wer weiß wie Boris als Halbmensch und Halbmaschine darauf reagiert...



    Magister Karelius und Karel, der für Johann die Homunkel liefert … hm, ist die Namensähnlichkeit wirklich nur Zufall?


    Es gibt doch auch einen Magister Karelius in Cöln, oder? War der nicht mal ein Kollege (oder sowas) von Magnus? Ich meine mich da ganz dunkel an irgendwas erinnern zu können...oder tauchte er bei Simone auf? Da gab es doch auch so eine zwielichtige Person, die Experimente mit anderen Menschen (und Tieren ? Katzen?) gemacht hat...sorry, ich hoffe, dass ich euch jetzt nicht verwirrt habe...

  • Es gibt doch auch einen Magister Karelius in Cöln, oder? War der nicht mal ein Kollege (oder sowas) von Magnus? Ich meine mich da ganz dunkel an irgendwas erinnern zu können...oder tauchte er bei Simone auf? Da gab es doch auch so eine zwielichtige Person, die Experimente mit anderen Menschen (und Tieren ? Katzen?) gemacht hat...


    Bei Simone tauchte ein zwielichtiger Quantenmagier auf, aber das war ein anderer. Er heißt Absolon Quast und sein alter Meister ist Magister Pötts. Später trifft Absolon noch einen Magister Van Rijn.

  • Der Leseabschnitt hat mir richtig gut gefallen und den Humor, der manchmal durchblitzt, den mag ich. Aber mir geht es hier wie Lärche ...



    Ich merke, dass ich auf jeden Fall super gut aufpassen muss, um nicht die kleinen Details zu überlesen und um die Verbindung nach Cöln so richtig zu "verstehen" bzw. die Andeutungen mitzubekommen.


    Ich muss aufpassen, dass ich nichts überlese, denn dann wird es undurchsichtig.


    Zitat

    Also Boris tut mir immer mehr leid und ich empfinde es mit jedem Kapitel bzw. mit jedem Rückblick erstaunlicher, dass es Olga dann fast schon wieder "schnell" gelingt an ihn heran zu kommen. So was kann man doch nicht verkraften :'(


    Ja, Boris tut mir auch entsetzlich leid. Wie kann man so etwas ertragen? Aber vermutlich ist er deswegen so abgestumpft - denn nach und nach kommt ja wieder Leben in ihn.


    Olga kommt mir so ein klein wenig vor wie ein Hütehund - die ganze Herde muss zusammengehalten werden, vorher passiert nix. ;D


    Zitat

    Schmunzeln musste ich über die "Tod dem Beruf des Zaren" - Nummer :D


    Aus der Geschichte kam sie ja gut raus. ;)


    Zitat

    Den Knecht finde ich merkwürdig - viel zu skeptisch und zu hinterfragend für jemanden, der "nur" der Knecht ist. Und so ganz passt es ja nicht in das Menschenbild von Tolstoi, das er einen Knecht hat (ich kenne den "echten" Tolstoi zu wenig, um es über ihn behaupten zu können, meine aber ein sehr offenes Weltbild bei diesem Tolstoi herauslesen zu können). Also auf der einen Seite dem armen Mädchen lesen und schreiben beizubringen, damit es besser in der Gesellschaft zurecht kommt und auf der anderen Seite einen "Knecht" in Abhängigkeit zu haben. Passt nicht so richtig, oder?


    Nein, das passt nicht wirklich. Aber da die 2 alleine auf dem Gut waren, musste sich ja einer um die Dinge des täglichen Lebens kümmern. Hätte Tolstoi Brot backen können? ??? Wahrscheinlich ist Ilja kein wirklicher Knecht sondern hat nur die Aufgaben übernommen, weil es einer von beiden tun musste?


    Wir wissen jetzt auch, warum der Zar den Mantel tauschen wollte. Als Olga das Geld und die Steine aus dem Mantel gefallen sind, dachte ich schon jetzt wäre alles aus für sie. Sie hat genau auf dem richtigen Hof eingebrochen.


    Das mit dem minderwertigen Öl stimmt - da bauen sie eine "Maschine" zusammen, überwinden die größten Widrigkeiten und dann nehmen sie minderwertiges Schmieröl das in der Kälte gefriert. Ich hoffe, dass Boris hier geholfen werden kann, wenn sie ihm zum Techniker-Arzt bringen.


    Die Verwandlung von Yagor ist ja grausam.


    Da Olga Pawel hat laufen lassen befürchte ich, dass sie noch einmal auf ihn treffen werden.

  • Ja, ich fürchte auch, das wir Pawel sicherlich jetzt nicht endgültig losgeworden sind.


    Übrigens hat Tolstoi ganz sicher Bedienstete gehabt... in der damaligen Zeit war man wohl alleine mit "Kamine heizen" lange genug beschäfftigt, um keine Zeit zum Bücher schreiben zu haben.
    Aber grundsätzlich ist ja mal nicht jeder, der jemanden hat der ihm das Essen kocht oder die Wäsche wäscht auch ein "Ausbeuter". Wenn er seine Leute vernünftig behandelt hat, ist das doch völlig okay, Personal zu haben.


    Trotzdem finde ich auch, daß Ilja sich nicht wie ein normaler Knecht benimmt.


  • Es gibt doch auch einen Magister Karelius in Cöln, oder? War der nicht mal ein Kollege (oder sowas) von Magnus? Ich meine mich da ganz dunkel an irgendwas erinnern zu können...oder tauchte er bei Simone auf? Da gab es doch auch so eine zwielichtige Person, die Experimente mit anderen Menschen (und Tieren ? Katzen?) gemacht hat...sorry, ich hoffe, dass ich euch jetzt nicht verwirrt habe...


    Jacqueline hat es zwar aufgeklärt, daß Karelius nicht sein Unwesen in Cöln treibt (jedenfalls nicht in den Büchern ;D), aber mir ging es wie dir, ich meinte eigentlich auch, den Namen irgendwo schon mal vernommen zu haben. Aber wahrscheinlich werden wir allmählich etwas paranoid - oder aber er taucht in einer anderen Zeit auf?

  • Jacqueline hat es zwar aufgeklärt, daß Karelius nicht sein Unwesen in Cöln treibt (jedenfalls nicht in den Büchern ;D), aber mir ging es wie dir, ich meinte eigentlich auch, den Namen irgendwo schon mal vernommen zu haben. Aber wahrscheinlich werden wir allmählich etwas paranoid - oder aber er taucht in einer anderen Zeit auf?


    ich kann ja leider nicht zu viel dazu sagen, ohne zu spoilern, aber wenn ihr alle euch an ihn erinnern könnt ist die naheliegendste Erklärung, das Lesen des Buches verursacht auch einen Riss im Raum-Zeit-Kontinuum. :unschuldig:

  • Zitat von JanaBabsi

    Der Leseabschnitt hat mir richtig gut gefallen und den Humor, der manchmal durchblitzt, den mag ich.


    Ja genau, dass wollte ich auch schon sagen. 8)
    Es nicht nur diese >Situationskomik< in manchen Szenen die mich schmunzeln lässt, sondern auch Olgas witzige Ideen. Ohne diese Blitzgescheiten Ideen von Olga wäre die Handlung nur halb so schön. ;)


  • Bei Simone tauchte ein zwielichtiger Quantenmagier auf, aber das war ein anderer. Er heißt Absolon Quast und sein alter Meister ist Magister Pötts. Später trifft Absolon noch einen Magister Van Rijn.


    Ahhh, danke für die Aufklärung :)



    Aber grundsätzlich ist ja mal nicht jeder, der jemanden hat der ihm das Essen kocht oder die Wäsche wäscht auch ein "Ausbeuter". Wenn er seine Leute vernünftig behandelt hat, ist das doch völlig okay, Personal zu haben.


    Trotzdem finde ich auch, daß Ilja sich nicht wie ein normaler Knecht benimmt.


    Klar, da hast du natürlich recht - aber es machte eben die Kombination der beiden Fakten aus, dass er mir merkwürdig vorkam.


    Den Verdacht habe ich langsam auch ;D


    Wir hätten einfach nicht so viel Zeit in Russland verbringen sollen ;D

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen