Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)

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  • Vielen Dank :winken:


    Zum Buch:


    Nicolas Eichborn und seine Partnerin Helen Wagner bekommen einen neuen Fall, der es wirklich in sich hat. Mehrere Ärzte wurden getötet, einige sogar gefoltert. Drei der Ärzte waren Juden. Die Suche nach dem Täter bringt viele Überraschungen ans Licht, und der Fall entwickelt sich in eine erschreckende Richtung.


    Mein Leseeindruck:


    "Falsche Fährten" ist bereits der zweite Band um das Ermittlerduo Eichborn und Wagner. Ich habe Band 1 ("Das Programm") leider noch nicht gelesen, hatte aber dennoch keinerlei Schwierigkeiten, der Handlung im zweiten Teil zu folgen.


    Nicolas Eichborn ist ein sehr eigenwilliger und spezieller Charakter. Er weiß ziemlich genau, was er will und setzt dieses auch meistens durch. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und ist auch oft rücksichtslos, und trotzdem war er mir sehr sympathisch.


    Auch andere Figuren im Buch haben mir sehr gefallen. Sie waren alle gut dargestellt und wirkten echt und authentisch.


    Die Handlung ist sehr komplex, sehr durchdacht und spannend. Das Erschreckende daran ist, dass der Fall auf wahren Tatsachen beruht. Das hat mir manches mal Gänsehaut bereitet.


    Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gefallen. Das Buch lässt sich flüssig und leicht lesen - trotz des ernsten Inhaltes. Ich konnte es bald nicht mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt.


    Nun bin ich sehr gespannt und neugierig auf den ersten Band, den ich auch unbedingt noch lesen möchte! :lesen:

  • Auch im zweiten Band geht es spannend weiter …


    Die beiden Ermittler Nicolas Eichborn und Helen Wagner, die seit ihrem ersten gemeinsamen Fall auch privat ein Paar sind, bekommen es in ihrem neuen Fall mit drei toten Ärzten zu tun. Eine Gemeinsamkeit zwischen den Opfern sind ihre jüdischen Namen – haben die Taten einen antisemitischen Hintergrund? Schnell stellt sich jedoch heraus, dass die Ärzte noch eine weitere Gemeinsamkeit haben und diese reicht zu einem geheimen Projekt in der DDR zurück.


    Auch dieser zweite Fall des Duos Eichborn/Wagner und ihrem Team beruht auf belegten Fakten. Es ist immer wieder erschreckend, welche menschenverachtenden Versuche im Namen der Wissenschaft und des Profits durchgeführt werden. Sowohl im Nachwort als auch in der Handlung geht der Autor intensiv auf diese Problematik ein.


    Es werden geschickt einige Spuren ausgelegt, die nicht alle in die richtige Richtung führen und es gibt einige Wendungen, die sehr überraschend waren, so dass ich mit dem Ende so nicht gerechnet habe. Aber auch alte Feinde geben keine Ruhe und wollen Nicolas das Leben schwer machen.


    Nicolas Eichborn ist genauso zynisch wie eh und je, sein Sarkasmus und schwarzer Humor haben mir wieder sehr gut gefallen. Gut, dass er Helen an seiner Seite hat, die ihn immer wieder erdet. Außerdem vergrößert sich in diesem Buch ihr Team um ein paar sehr interessante Charaktere. Ich freue mich schon sehr auf dieses Team und sein Zusammenspiel in den folgenden Bänden.


    Wie auch im ersten Band führt Nicolas' Weg nicht immer nur legal zum Ziel, aber ich konnte seinen und Helens Frust sehr gut nachvollziehen und finde, dass ihr Handeln das Ergebnis rechtfertigt. Die Alternative hätte mir ebenso wenig wie den beiden gefallen.


    Dieser Thriller hat mir wieder spannende Lesestunden beschert und Einblicke in einen Bereich, von dem man nicht möglich halten sollte, dass so etwas vor unserer Haustüre geschehen ist und heute noch mit gesetzlicher Absicherung weiter betrieben wird.


    Meine Rezension erscheint bei:
    Amazon
    Großes Literaturschock-Bücherforum
    Literaturschock.de
    LovelyBooks
    Thalia

  • Zum Buch


    Nicolas Eichborn und Helen Wagner, Kriminalkommissar und Fallanalytikerin beim LKA, ermitteln in einer Mordserie an Ärzten mit jüdischen Namen. Haben die Taten einen rechtsextremistischen Hintergrund oder steckt noch etwas anderes dahinter? Alle Ärzte haben zu DDR-Zeiten in der Berliner Charité offensichtlich gemeinsam an einem Projekt gearbeitet. Und die Pharmaindustrie hat anscheinend in der Angelegenheit ihre Finger im Spiel.


    Meine Meinung


    Das Ermittlerduo Eichborn und Wagner ermittelt hier im zweiten gemeinsamen Fall.


    Der Roman beruht auf wahren Fakten und das macht die Geschichte, die V.S.Gerling erzählt, umso unheimlicher. Wie geldgierig und skrupellos die Pharmaindustrie vorgeht, ist wirklich unglaublich. Auch ein japanisches Unternehmen und die Jakuza spielen eine Rolle. Und es bleibt im Laufe des Romans nicht bei den drei toten Ärzten vom Anfang.


    Auch dass der Vater von Helen der Chef eines der grössten inländischen Pharmaunternehmens ist, ist bei der Aufklärung des Falles nicht ganz unwichtig.


    Viel Spannung, interessante Hintergrundinformationen, detailliert beschriebene Fakten und ein tolles Ermittlerteam vereint der Autor sehr gut. Im Nachwort liefert V.S.Gerling interessante Hintergrundinformationen zu seiner Recherche zum Buch, so etwas gefällt mir immer besonders gut.


    Dadurch, dass Nicolas und Helen seit dem ersten gemeinsamen Fall auch privat ein Paar sind, kommt auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz. Nicolas hat seine etwas eigenwillige Art der Ermittlung und Beweisführung und seinen speziellen Humor glücklicherweise nicht abgelegt.


    Ich habe auch den ersten Fall der Reihe gelesen und bin vom zweiten Fall genauso begeistert. Gespannt warte ich jetzt auf den nächsten Band.


    Zur Leserunde


    Vielen Dank für die Leserunde und die Eindrücke der Mitleserinnen. Ohne euch wären mir so einige Feinheiten entgangen. Danke auch an Volker für die Begleitung. Wir lesen uns hoffentlich spätestens im nächsten Fall :winken:


    Rezensionslinks


    http://www.amazon.de/review/R2…m?ie=UTF8&ASIN=3956690338
    https://literaturschock.de/lit…ead/38013.0.html#lastPost
    Literaturschock.de (folgt nach Freischaltung)
    https://www.weltbild.de/artike…hrten_20410156-1#comments

    Liebe Grüße Claudia

    Einmal editiert, zuletzt von Delena ()

  • Hier auch meine Rezension


    Das Ermittlerpaar Nicolas Eichborn und Helen Wagner arbeiten im Amt für Innere Sicherheit und ermitteln in einem Fall von mehreren ermordeten Ärzten. Gemeinsam ist einigen, dass sie jüdischenNamen haben und alle haben in etwa das gleiche Alter. Könnte man ja auf dem ersten Blick meinen, die Morde haben einen politischen Hintergrund. Warum aber wurden einige noch gefoltert, andere aber augenscheinlich professionell aus dem Weg geräumt? Und nicht bei allen ermordeten Ärzten handelt es sich um Juden. Viele Fragen gilt es für Nicolas und Helen zu klären, um den Fall lösen zu können. Denn sie gehen nicht nur einer falschen Fährte nach.


    Ihnen zur Seite stehen Ermittler der Kriminalpolizei und so versuchen sie vereint, weitere Morde zu verhindern und die Täter zu schnappen. Dazu müssen sie aber in der Vergangenheit der Geschichte der DDR recherchieren, denn damals wurden geheime Versuche durchgeführt – mit schlimmen Folgen.


    Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Ermittler Nicolas Eichborn und Helen Wagner. Wichtig zu erwähnen ist, dass es sich bei der Handlung nicht um eine rein fiktive Geschichte handelt, sondern auf durch den Autor gut recherchierte Tatsachen beruht. Das macht die Handlung des Buches für mich noch erschreckender und ich möchte das ganze Ausmaß der wahren Fakten und Tatsachen lieber gar nicht wissen.


    Der Hauptprotagonist Nicolas Eichborn war mir sofort sympathisch. Eine große Klappe, flotte Sprüche und eine manchmal nicht ganz so legale Art der Ermittlung kennzeichnen seinen Charakter. An seiner beruflichen wie privaten Seite der Gegenpol in Person von Helen Wagner, Tochter eines Pharmakonzerninhabers. Die beiden ergänzen sich perfekt und so kam auch das Zwischenmenschliche im Buch nicht zu kurz, was ich als sehr angenehm fand.


    Das Buch ist in relativ kurze Kapitel eingeteilt und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Überraschende Wendungen lassen die Spannung schnell steigen und diese hält sich auch durch das ganze Buch, ehe sie sich zum Ende hin noch einmal steigert und der Leser die Seiten noch schneller umblättern möchte. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Dafür sorgte auch der immer wieder aufkommende schwarze Humor von Nicolas, was mich trotz des ernsten Themas öfters zum Lachen brachte.


    Allerdings fiel es mir schwer, die ganzen Charaktere im Buch richtig zu zuordnen. Da ist es vielleicht doch von Vorteil, erst Band 1 zu lesen, um zumindest mit den Hauptprotagonisten und den Ermittlern schon vertraut zu sein. Ich war manchmal von den vielen Personen im Buch ganz schön verwirrt und hatte zeitweise einige Fragezeichen im Kopf.
    Ein Personenregister wäre hier eventuell angebracht?


    Auf jeden Fall ist dem Autor Volker Schulz hier ein Thriller gelungen, der durch hohes Niveau überzeugt und nicht mal eben zwischendurch gelesen werden kann. Ein brisantes Thema auf realen Fakten beruhend gepaart mit den lockeren Sprüchen des Hauptprotagonisten machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen, das zumindest bei mir ob der Thematik nachhallt und auch nach Weglegen des Buches beschäftigt.


    Ich vergebe 4 von 5 Sterne für dieses Buch und freue mich auf „ Das Programm“ (Band 1 ), was ich definitiv noch lesen werde


    Gestreut wird die Rezension auf Amazon
    Literaturschock
    Lovelybooks
    Was liest du
    Thalia
    und auf meinem Blog

  • Nachdem alle Beiträge und Rezensionen eingestellt sind, werde ich diese Leserunde abschließen. Lieber Volker, herzlichen Dank für deine Begleitung dieser Leserunde und vielleicht lesen wir uns hier wieder zum dritten Fall von Helen und Nicholas. Ebenfalls ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer für eure Beiträge :winken:

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen