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  • Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein.


    Wir legen Wert darauf, dass ihr zum Abschluss der Leserunde ein Fazit einstellt. Eure Rezensionen hier und ihre Verteilung auf anderen Seiten sind wichtig für die Steigerung der Attraktivität von Leserunden.de und eine "Gegenleistung" für eure Freiexemplare. Ebenso sind sie ein Dankeschön für die Autoren, die mit uns hier ihre Zeit verbringen.


    Wir freuen uns natürlich auch, wenn die Autoren ebenfalls ein Fazit zu ihrer Leserunde einbringen.


    Bitte achtet bei eurem Feedback darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

  • Siebter Fall für Lila Ziegler und Ben Danner


    Nachdem es auf dem Gelände des Bochumer Allee-Hotels zwei prominente Tote gab, beauftragt der besorgte Hotelchef Hans Flegenfeld die Privatdetektive Lila Ziegler und Ben Danner, undercover im Hotel zu ermitteln. Gleichzeitig bittet Lilas beste Freundin Lena sie, ihren Vater, den Kriminalkommissar Lenny Staschek, zu observieren, da sie den Verdacht hat, dass er mal wieder fremdgeht. Sehr sensibel, denn Lenny ist auch ein guter Freund von Lila und Ben.


    Bei „Prinzenjagd“ handelt es sich um das siebte Buch rund um die Privatdetektive Lila Ziegler und Ben Danner, die nicht nur beruflich ein Paar sind. Man kann das Buch sicherlich auch ohne Vorkenntnisse der früheren Bände lesen, aber ich finde, da entgehen dem Leser doch viel Informationen, vor allem, was die Entwicklung der Beziehung zwischen Lila und Ben angeht. Die Beziehung der beiden ist einer der Höhepunkte der Reihe, in welche Richtung sie sich weiterentwickeln wird, denn es ist nicht immer einfach zwischen ihnen – aber es bewegt sich was.


    Ein weiterer großer Pluspunkt der Reihe ist die Auseinandersetzung mit bestimmten gesellschaftlichen Fragen, die oftmals in die Handlungen eingeflochten und von allen Seiten betrachtet werden. Diesmal geht es um die Integration von behinderten Menschen in den normalen Berufsalltag mit all seinen Chancen und Problemen.


    Was die Mordermittlung angeht, hatte ich zwar ziemlich schnell einen Verdacht, aber das tat der Spannung überhaupt keinen Abbruch. Besonders das Ende war ziemlich nervenaufreibend.


    Dass Lilas und Bens Freund Lenny fremdgehen soll, belastet die beruflichen und privaten Beziehungen zwischen den Dreien. Diese Thematik wird am Ende des Buches recht schnell abgehandelt, hier bleiben noch ein paar Fragen für den nächsten Band offen.


    Bei mir kam in jedem Fall auch beim siebten Fall keine Langeweile auf und ich freue mich sehr, unsere Protagonisten mit ihrem schrägen Humor in Band 8 wiederzutreffen.


    Meine Rezension erscheint bei:
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    LovelyBooks
    Thalia


    Ich bin auch weiterhin dabei, möchte mich aber schon bei dir, liebe Lucie, bedanken, dass du uns hier wieder begleiltet hast und freue mich auf den nächsten Fall, hoffentlich wieder mit Leserunde :winken:

  • Hier auch schonmal meine Rezension - vielen Dank, dass ich wieder mitlesen durfte und darf, es macht wieder einen Riesenspaß!


    Lila hat mal wieder zu tun


    Nach dem Ruhrstadion steht eines der weiteren Glanzlichter Bochums zwar nicht im Mittelpunkt, so doch aber durchaus im Vordergrund dieses Krimis: Das Musical "Starlight Express" tobt nämlich schon seit fast 30 Jahren in der Ruhrgebietsmetropole und ein Ende ist nicht abzusehen. Auch wenn das Musical - was mich als Antifan freut - überhaupt nicht thematisiert wird, ist es durchaus präsent, denn die Morde, um die es hier geht, ereignen sich im unmittelbaren Umfeld, nämlich im eigens neben der Veranstaltungshalle erbauten Hotel. Die Opfer, das sind Männer - und wie herauskommt, sind es ziemlich aufdringliche Typen. Also ein ganz wichtiges Thema, das hier behandelt wird - damit bleibt die Autorin sich treu. Und auch weitere brisante gesellschaftspolitische Aspekte: vor allem solche, bei denen es um Akzeptanz geht, wie Behinderungen und generelles Anderssein, werden hier angesprochen. Auf jeden Fall sind Ben und Lila hier wieder gefordert und ermitteln - wie so oft - an der Polizei vorbei.


    Lila Ziegler ist aber auch noch anderweitig eingebunden, denn ihre Freundin Lena hat sie gebeten, ihren Vater, den smarten Kommissar Staschek, zu beschatten. Sie hat nämlich das ungute Gefühl, dass er mal wieder - wie damals, als er ihre Mutter für die jetzige Stiefmutter Verena verließ - in fremden Gewässern fischt. Und Lila wäre die Letzte, die eine Freundin hängen lässt!


    Bei alldem gerät Lila - gemeinsam mit Ben Danner, aber auch im Alleingang - wie immer ins Kreuzfeuer der unterschiedlichsten Art: Mit und ohne Ben erlebt sie Höhen und Tiefen - nicht zuletzt in ihrer Beziehung. Wortwitz und Spannung halten sich wie immer die Waage! Was mir durchgehend gut bei den Krimis der Lila-Ziegler-Reihe gefällt: sie sind unterhaltsam und kurzweilig geschrieben und trotzdem steckt eine Botschaft dahinter, die auch durchaus tiefer geht.Wie bei allen Bänden der Lila-Ziegler-Reihe spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus:vor allem für die, die ein Herz für Menschen haben, die oft am Rande unserer Gesellschaft stehen. Und natürlich für meine frühere Heimat Bochum, die ich - auch wenn ich schon lange weg bin, nie so ganz vergessen und schon gar nicht aus dem Herzen lassen werde. Obwohl: ein bisschen Bochum ist überall, wenn man zu dieser wunderbaren Reihe greift. Lucie Flebbe ist eben eine wahre Künstlerin ihres Metiers und versteht es perfekt, sowohl Atmosphäre als auch Spannung durchgehend auf einem hohen Niveau zu halten.


    Ein Regionalkrimi, wie er runder und stimmiger nicht sein könnte - und lesenswert nicht nur für Bochumer!


    Natürlich gibt's mal wieder fünf Sterne....

  • Ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich bei Lucie für die tolle Begleitung bedanken, und bei allen anderen Teilnehmern der LR für die spannenden Diskussionen hier.
    Es hat viel Spaß gemacht mit euch zusammen das Buch zu lesen. :winken:


    Sehr eigenwilliges Ermittlerpaar - Lila & Ben


    Meine Meinung:


    Dieses Ermittlerpaar ist so verschieden wie Tag und Nacht.
    Während Lila Ziegler mit ihren 20 Jahren eher noch im Teenageralter ist, kann Ben Danner schon auf eine längere Dienstzeit bei der Bochumer Polizei zurückblicken. Nachdem er jedoch seinen Dienst quittiert hat, arbeitet er als Privatdetektiv.
    Was im ersten Teil der Serie eher zufällig begann, nämlich die gemeinsame Ermittlerarbeit und später auch die private Beziehung, hat zu vielen Erfolgen geführt, die auch in der Bochumer Presse erwähnt wurden.
    Auf diesem Weg hat auch der Hotelmanager Flegenfeld von diesem Ermittlerpaar erfahren.
    Nachdem zwei Männer tot auf dem Hotelparkplatz gefunden wurden, wendet sich Flegenfeld an die Detektei Danner & Ziegler und bittet um Hilfe.
    Zunächst will sich irgendwie gar keine Spur zum Täter zeigen. In mühevoller Kleinarbeit werden die Hinweise gesucht.
    Frau Flebbe beschreibt dabei jeden Charakter sehr detailliert.
    Besonders die Dialoge bei den Befragungen sind sehr lebendig und auch witzig.
    Für den Leser entstehen durch diese Beschreibungen nicht nur viele verschiedene Personen vor dem inneren Auge, sondern auch das Umfeld dieser Personen wird sehr deutlich.
    Dies erkennt man besonders genau bei der Charakterisierung der behinderten Mitarbeiter im Hotel. Es ist dem Hotelmanager wichtig auch diesen Menschen eine Arbeit zu bieten.
    Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin die Schwierigkeiten, die sich beim Personal des Hotels durch die Integration der behinderten Mitarbeiter ergibt.
    Mit viel Geduld und einer messerscharfen Beobachtungsgabe kommen Lila und Ben dem Täter immer näher.
    Die Spannung steigt und der Kreis der Tatverdächtigen wird immer kleiner.
    Da ich die Stadt Bochum gut kenne, war ich beeindruckt wie genau die Autorin die Wege und Orte beschrieben hat.
    Die besondere Atmosphäre dieser Stadt wurden sehr schön reflektiert während der Handlung.
    Die Auflösung der Morde war logisch und rund. Da gab es nichts zu meckern.
    Die Beziehungskiste zwischen Lila und Ben ist dagegen noch mit Altlasten der Vergangenheit gefüllt, die hoffentlich in den nächsten Büchern dieser Serie entsorgt werden können.
    Mir hat es großen Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und ich freue mich schon auf den 8. Fall den Lila und Ben lösen.


    Meine Rezension erscheint bei:


    Amazon


    Buchcouch


    Steffis Bücherkiste

  • Auch von mir, die sich so reingedrängelt hat, ein Dankeschön für die Leserunde. War wieder toll und ich will beim nächsten Buch wieder dabei sein.
    smyrill - ja, ätsch, ich kann jetzt die anderen Bücher noch lesen!


    Auch Prinzen können Schweine sein


    Lilas siebter Fall ist wieder ein Bonbon in der Krimiliteratur. Natürlich lebt der Fall wieder sehr stark von den beiden Hauptcharakteren Lila und Ben. Die Dialoge der beiden sind einfach herrlich zu lesen. Dazu kommt aber auch, dass der Leser an den Gedanken von Lila teilnehmen kann und auch da eröffnet sich immer wieder interessante Aspekte. Einiges läßt den Leser schmunzeln, ja lachen und anderes hinterlässt nachdenklich. Lila ist eine junge Frau, die keine einfache Vergangenheit hat. Sie war Punkerin und hat sich geritzt. In kurzen Blitzlichtern erfährt der Leser einiges aus ihrer Kindheit und die Gründe, warum sie sich geritzt hat. Mittlerweile hat sie damit aufgehört, aber sie kennt sich aus.
    Der Hintergrund dieser Geschichte ist Bochum und ein Hotel in der Nähe des Musicals „Starlight Express“. Obwohl es also ein Krimi mit Lokalkolorit ist, verliert sich nichts, wenn man kein Bochumer ist. Die Stammkneipe, deren Besitzer seine Stammgäste wie eine Mutter behandelt, könnte überall sein. Molle ist ein Unikum, ein Mann mit einem großen Herzen und viel Einfühlungsvermögen. Lila und Ben sind seine Stammgäste, lassen sich dort vor dem Verhungern retten und wenn nötig auch trösten. Der Dritte im Bunde ist Staschek, ein Kriminalbeamter der Mordkommission. Er ist ein gutaussehender Frauenheld und im Moment ist seine zweite Ehe in Gefahr. Seine Tochter Lena, beste Freundin von Lila, verlangt, dass letztere ihn beschattet. Eine schwere Sache unter Freunden, aber was ist denn mit ihm los? Es kann doch nicht sein, dass er ein Verhältnis mit der Ex seines Freundes hat? Die Freundschaft der drei wird einer harten Bewährungsprobe ausgesetzt. Staschek weigert sich auch den beiden Informationen zu geben, die seinen aktuellen Fall betreffen. Nun sind sie Konkurrenten, denn Lila und Ben wurden von einem Hotelbesitzer gerufen, der seinen Ruf gefährdet sieht. Zwei Gäste seines Hotels wurde ermordet. Das gibt den beiden Detektiven die Möglichkeit, in einem Luxusappartement ihr Büro aufzuschlagen.
    In diesem Hotel arbeiten zwei Zimmermädchen mit einer geistigen Behinderung. Die beiden sind nicht in der Lage, sich gegen Mobbing von Kollegen oder auch gegen Übergriffigkeiten von Gästen zu wehren. Sind sie in der Lage zu morden? Oder war es doch eher die Bardame, die nicht gut auf Männer zu sprechen ist? Oder kam der Mörder nicht aus dem Hotel?
    Die Ermittlungen sind für Lila diesmal mit einer ganz besonderen Schwierigkeit verbunden. Die ehemalige Punkerin muss sich in eine Tussi verwandeln mit blonder Mähne und rosa Röckchen und sie muss Danner anhimmeln, der sich nun auch wie ein Schwein verhalten muss. Allerdings wird das Ganze mit dem Himmelbett, dem Wirlpool und der Hausbar des Zimmers versüßt.


    Aber dann beginnt ein kleiner Wettlauf mit dem ehemaligen Freund um die Lösung des Falles und dieser ist nicht nur leichtsinnig, sondern lebensgefährlich. "Pass auf das Federvieh auf!"

    Wieder einmal sind in diesem Fall von Lila und Ben einerseits eine besondere Form von Leichtigkeit und andererseits ein engagiertes Thema genial verbunden. Ein Krimi, den man nicht aus der Hand legen möchte und dessen Schluss viel zu schnell kommt.
    Am Ende kennen wir den Mörder und sein Motiv.... oder nicht?


    Eine absolute Empfehlung für alle, die Krimis lieben, auf blutrünstige Beschreibungen verzichten können, schräge Charaktere mögen und gerne lachen.
    :buchtipp:

    Einmal editiert, zuletzt von Rhea ()

  • Zum Inhalt:


    "Ein Auftrag mit Beigeschmack: Lena Staschek bittet Lila Ziegler herauszufinden, ob ihr Vater fremdgeht. Der Bochumer Kommissar glänzt häufiger als sonst zu Hause durch Abwesenheit. Auch wenn es der jungen Detektivin missfällt, einem Freund hinterherzuschnüffeln, gibt Lila dem Drängen nach. Und stellt fest: Lennart Staschek hat derzeit eine harte Nuss zu knacken. Auf dem Parkplatz eines Hotels wurde die Leiche eines Starkochs gefunden – grausam hingerichtet und verstümmelt. Als ein zweiter attraktiver und erfolgreicher Mann auf ähnliche Art und Weise in einem Hotelzimmer zu Tode kommt, befürchtet nicht nur die Bochumer Kripo den Beginn einer Serie, die sich gegen vermeintliche Traumprinzen richtet. Hans Flegenfeld, der Hotelmanager, wendet sich an Ben Danner und Lila Ziegler. Die beiden Detektive sollen helfen, das Allee-Hotel, das bisher nicht nur wegen seiner vier Sterne, sondern auch wegen seines sozialen Engagements einen ausgezeichneten Ruf genossen hat, aus den geschäftsschädigenden Schlagzeilen zu bekommen. Damit hat Lila offiziell einen Grund, Staschek auf den Fersen zu bleiben. Allerdings kommt sie so auch dem Mörder sehr nah …" (Quelle: krimi-couch.de)


    Meine Meinung:


    Der siebte Lila-Ziegler-Krimi war mein zweiter Lila-Ziegler-Roman und ich wurde nicht enttäuscht. Sicher ist mir einiges entgangen, da ich nicht alle vorangegangenen Teile kenne, auser "Fliege machen".


    Mir hat der lockere Stil sehr gut gefallen, andere Krimis sind oft durchgehend düster gehalten, aber hier zieht einem die Protagonistin sofort in den Bann sowie die anderen, teils skurrilen, Figuren wie Molle in den Bann. Auch die recht amüsanten Dialoge zwischen Lila und Danner machen Spaß.


    Zwar war ich noch nie in Bochum, aber das hat dem Lesen keinen Abbruch getan, denn man kann sich auch so ein gutes Bild machen.


    Im siebten Teil der Serie wurde ein interessantes Thema gewählt, diesmal bekommen (behinderte) Menschen einen Auftritt, die sonst eher im Hintergrund stehen bzw. nur eine kleine Nebenrolle spielen, das hat mir gefallen.


    Zwar zeichnet sich der (potentielle) Täter recht schnell ab, aber dass hat der Handlung keinen Abbruch getan, im Gegenteil, zum Ende hin wurde es nochmal richtig spannend und temporeich.


    Alles in allem ein gelungener Roman, von dem es ruhig noch ein paar Nachfolger geben könnte.

  • Ich bedanke mich bei allen Leserunden-TeilnehmerInnen für die schöne Zeit, Eure cleveren Spekulationen und die interessanten Diskussionen zum Thema "Integration ins Arbeitsleben".


    Es hat mir wieder einmal viel Spaß gemacht, diese Leserunde zu begleiten, Eure Meinungen zu hören und mich mit Euch über das Buch auszutauschen.
    :-*


    Ich würde mich freuen, wenn zu Lila Zieglers nächstem Fall wieder eine Leserunde zustande käme - ähm, vorher muss allerdings erstmal das Buch zustande kommen...


    Bis dahin wünsche Euch viele weitere spannende Geschichten und alles Gute :winken: !
    Lucie

  • Liebe Lucie,


    ich bedanke mich auch sehr herzlich bei dir für deine nette und informative Begleitung. Wir freuen uns sehr, dass du immer wieder mit dabei bist. :-*



    Ich würde mich freuen, wenn zu Lila Zieglers nächstem Fall wieder eine Leserunde zustande käme - ähm, vorher muss allerdings erstmal das Buch zustande kommen...


    Du bist jetzt schon fest eingeplant, wann auch immer! ;D



    Meine Rezension folgt in den nächsten Tagen, auch die anderen Rezensionen werden sicher noch folgen, wenn alle durch sind. Es hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf den nächsten Fall! 8)

  • Zitat von Lucie

    Ich würde mich freuen, wenn zu Lila Zieglers nächstem Fall wieder eine Leserunde zustande käme - ähm, vorher muss allerdings erstmal das Buch zustande kommen...


    Ich würde mich auch sehr freuen, wenn wir im nächsten Jahr wieder eine gemeinsame Leserunde bestreiten könnten, um Lila und Ben bei ihrem 8 Fall zu begleiten.
    Es hat mir viel Spaß gemacht, Lucie, mit dir das Buch zu lesen. :winken:

  • So, hier kommt nun auch mein Fazit, das ich wie gewohnt auch noch im Internet verteile.


    Inhalt
    Das Bochumer Allee-Hotel liegt neben dem vielbesuchten Musicalhaus von „Starlight-Express“ und wird nicht nur von Theatergästen, sondern gerne auch mal von mehr oder weniger bekannter Prominenz als Übernachtungsort gewählt. Als zuerst ein Fernsehkoch auf dem Gelände ermordet und kurz danach junger Musiker im Hotel tot aufgefunden wird, beauftragt der besorgte Hotelmanager das Detektivbüro Ziegler und Danner, um diese verdeckt in seinem Hotel ermitteln zu lassen. Denn der Zustand der Leichen gibt Anlass zur Sorge, es könnten noch mehr Morde geschehen und einen Serienkiller kann der Hotelbesitzer nun überhaupt nicht in seinem Haus gebrauchen.


    Gleichzeit bittet Lena, die Tochter des Kommissars und Freund von von den beiden, Lila darum, ihren Vater zu beschatten und herauszufinden, ob er wieder eine Affäre hat. Schon einmal hat er die Familie mit Fremdgehen zerstört und gerade wieder verhält er ich sehr seltsam.

    Meine Meinung
    Dies ist der siebte Fall der jungen Lila und er ist, wie die anderen Fälle auch, unabhängig von den anderen Krimis lesbar. Trotzdem kann ich nur raten, von vorne zu beginnen und die Reihenfolge einzuhalten, um die Entwicklungen der Figuren Ben und Lila von Beginn an mitzuerleben. Denn die Beziehung der beiden ist so turbulent wie intensiv und gerade durch die Vergangenheiten der beiden, mit denen jeder von ihnen immer wieder mal zu kämpfen hat, erklären sich die Probleme und zeigen sich aber auch nach und nach die Entwicklungen der beiden viel besser. Sie haben in der kurzen Zeit, die sie zusammen leben, schon einiges mehr oder weniger gemeinsam durchgemacht und für mich ist neben den einzelnen Fällen auch die Geschichte um Lila und Ben besonders spannend.


    Gerade hier kämpft Lila wieder gegen ein paar Dämonen ihrer Vergangenheit. Sowieso gerade ein bisschen dünnhäutig, drängen sich ihr in Verbindung mit ihren Ermittlungen wieder einige Bilder aus von früheren Erlebnissen hoch. Gleichzeitig hat sie (und auch Ben) aber auch schon gelernt, dass es nicht immer hilfreich ist, gleich auszuflippen, wenn ihr etwas nicht gefällt, sondern im Gegenteil auch zuzulassen, dass man sich um sie sorgt. Das sind kleine Momente, die einfach schön sind, wenn man Lila und Ben eine Weile kennt. Mit den heimlichen Ermittlungen gegen den Kommissar, der gleichzeitig ein Freund der beiden ist, zieht allerdings eine etwas bedrückende Stimmung auf, denn einem Freund hinterher zu spionieren, kann schnell das Vertrauen zerstören. Hier bin ich auf die weiteren Entwicklungen gespannt, die sich aus der Sache vielleicht noch ergeben werden im nächsten Buch.


    Der Fall selbst ist wieder sehr spannend und voller Puzzleteile, die die Autorin wieder sehr geschickt verstreut. Auch wenn ich schnell einen richtigen Verdacht hatte, so tauchten im Laufe der Ermittlungen immer wieder neue Fragen und Möglichkeiten auf, wurden immer wieder neue Erkenntnisse gefunden, die zu neuen Theorien und neuen Tätern führen konnten. Das machte ein Miträtseln sehr gut möglich und hielt die Spannung schön oben. Die verdeckten Ermittlungen waren zudem nicht ungefährlich und ich konnte sehr gut mit Lila und Ben mitfiebern. Daneben kam aber auch hier der Humor wieder nicht zu kurz. Die schlagfertigen Dialoge und die bissigen Kommentare ließen mich wie gewohnt öfter auflachen.


    Wie auch in den anderen Krimis hat die Autorin auch hier ein gesellschaftliches Thema eingebunden, nämlich die Integration behinderter Menschen ins Arbeitsleben. Sehr eindringlich hat sie die Probleme, Vorurteile und Ängste mit denen die beeinträchtigten Menschen immer wieder zu kämpfen haben, dargestellt. Die Zusammenarbeit ist nicht immer einfach. Oft fehlt das Verständnis oder Vorurteile verhindern eine Annäherung. In schlimmen Fällen endet es in Mobbing, in noch schlimmeren Fällen in Missbrauch. Mir gefällt es immer wieder gut, dass die Krimis sich gesellschaftlichen Themen annehmen und mit dem Finger auf Probleme zeigen. So bieten die Krimis von Lucie Flebbe für mich immer wieder neben Spannung und Humor auch viel Tiefe.

  • Wie bisher bei jedem Folgeband, war es auch hier wieder eiin "Klacks" in die geshcichte hineinzukommen. Ich saß direkt bei Molle in der Kneipe neben Lila und Ben !
    Ich bin ein großer Fan der Serie, gehe auch mit hohen Erwartungen an jeden weiteren Band und bin bislang nie enttäuscht worden !
    Die tolle Mischung aus diesen ja doch speziellen Protagonisten, der spannenden Rahmenhandlung und jedes mal einem anderen brisanten und wichtigen Thema rund um den Kriminalfall machen das zu einem rienen Lesevergnügen.
    Und Lucie Flebbes lockerem, erfrischendem Schreibstil, der keine Längen aufkommen läßt und mit einem Humor, der einfach klasse ist !


    Manchmal denke ich, daß ich gar keinen Kriminalfall bräuchte, weil das Leben der Protagonsiten schon spannend und unterhaltsam genug ist.
    Auch in diesem Band geht es mit der Beziehung zwischen Ben und Lila packend weiter Es ist schön, zu lesen, daß sie sich tatsächlich immer mehr aufeiinander einlassen. Natürlich nach wie vor versehen mit "spitzen Stacheln".


    Als weitere Rahmenhandlung hält uns ja schon von Anfang an Danners ehemalige Freundin und dann Vorgesetzte in Atem, in diesem Band dann noch mal mit einer etwas größeren Rolle, bei der man gespannt sein kann, wie es im nächsten Band weitergeht.


    Der Mordfall ist diesmal eingebettet in die Frage der Integration von Menschen mit Handicap in den Berufsalltag. Eine Frage, mit der sich die Gesellschaft durchaus mehr befassen sollte - vielleicht gibt das Buch ja dem einen oder anderen den Anstoß dazu.


    Das Lesen in der Leserunde hat mir wieder viel Spaß gemacht, vielen Dank an alle Mitleser für die Spekulatioonen und Diskussionen. Ein besonderer Dank an Lucie für die tolle Begleitung ! :-*
    Ich freue mich schon auf Band 8 und hoffe sehr, daß es doch noch 10 Bände werden ! ;)

  • Und hier kommt nun meine Rezension. Ich entschuldige mich für die Verzögerung, die wie gesagt meiner derzeitigen familiären Situation geschuldet ist.


    Auf dem Gelände des Allee-Hotels in Bochum werden kurz hintereinander zwei Leichen gefunden. Es sind ein prominenter Koch und ein Musiker, die beide auf ungewöhnliche Weise ihr Leben lassen mussten. Der Hotelmanager möchte den Ruf des guten Hauses wahren und beauftragt daher die Privatdetektei von Ben Danner und Lila Ziegler mit internen Ermittlungen. Während ihrer Nachforschungen lassen es sich die zwei altersmäßig und auch ansonsten eher ungleichen Partner im Hotel gut gehen. Lila kommt der Auftrag ohnehin wie gerufen, denn sie soll für ihre Freundin Lena herausfinden, ob deren Vater gerade wieder einmal fremd geht. Lenas Vater ist kein geringerer als der im Fall der ermordeten Männer ermittelnde Hauptkommissar Lennart Staschek, mit dem Lila und Danner auch privat befreundet sind.


    Es gibt hier einige verdächtige Personen und so sind die Ermittlungen nicht gerade leicht und auch der Leser wird sicherlich ganz schnell einer falschen Fährte folgen. Genau das wollte die Autorin Lucie Flebbe sicher auch erreichen, denn sie gibt viele kleine Hinweise, lenkt die Aufmerksamkeit der Leserschaft mal in die eine und mal in die andere Richtung und wartet selbstverständlich auch mit nicht unerheblichen Problemen im Privatleben von Lila und Ben aber auch von Staschek auf. Hier kochen die Emotionen manchmal so richtig hoch.


    Auch die Gesellschaft wird hier sehr genau unter die Lupe genommen. Die Autorin beleuchtet diesmal die Frage ob und wie behinderte Menschen in das normale Arbeitsleben integriert werden sollen und können und wie es ihnen dabei ergeht oder ergehen kann. Dabei spielt auch die Thematik sexuelle Belästigung eine Rolle.


    Ben Danner und Lila Ziegler sind ein wirklich einzigartiges Team. Daher sollte man ihre Fälle wohl am allerbesten der Reihe nach verfolgen. Nur so erkennt man, wie die handelnden Personen sich verändern und wie das Erlebte auf sie wirkt.


    Ich freue mich schon heute auf den nächsten Band.


    Ihr findet die Rezension auch auf der Literaturschock Hauptseite:
    http://www.literaturschock.de/…iscussions/review?id=8982

  • Suse

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