Die Zeitmaschine 01: Folgt den Zeichen bis einschließlich Botschaften

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  • So, ihr Lieben, dann mache ich mal weiter bzw. hier den Anfang, ich bin doch so gespannt, wie es weitergeht :winken:


    Das Buch fängt so schön friedlich an: Boris und Olga weit weg von allen Menschen, mit genügend Nahrungsmittel und einfach nur Ruhe und Frieden. Aber damit ist es ganz schnell vorbei. Bei den Hilferufen an den Bäumen musste ich direkt an den Zaren denken, dass er derjenige ist, der um Hilfe ruft. Als dann Olga und Boris getrennt werden und Boris Karelius gegenübersteht, dachte ich nur, das darf doch jetzt nicht wahr sein, nicht schon wieder :o


    Es tut mir immer etwas weh, wenn ich lese, wie Boris und Olga jeweils Angst haben, den anderen wieder zu verlieren, ich hoffe sehr, dass sie nie für längere Zeit getrennt werden.


    Lachen musste ich aber, als Olga darüber sinniert, dass Graf ihr ein weniger langweiliges Buch hätte schenken können und sie sich über die Bordelle im Buch empört, vor allem bei dem Satz "Erst Bordelle, dann Geschlechtsleben und schließlich die Aufforderung, diesen Zeichen zu folgen." :D


    Auch wenn ich dem Zar im vorigen Buch bis fast zum Schluss nicht getraut haben, denke ich, dass seine Verzweiflung diesmal echt ist. Gut, man kann argumentieren, dass er lediglich um seine Macht Angst hat, aber mal ehrlich, die Vorstellung, dass Johann der nächste Zar wird, ist eindeutig noch gruseliger als der bisherige Zar. Und diesmal scheint es dem Zaren wirklich nicht nur um sich selbst zu gehen, er hat die Befürchtung, dass alles sterben müssen.


    Ist das ein Kuddelmuddel mit den ganzen Zeitebenen; ich hoffe nur, der Zar behält hier einigermaßen den Überblick, welches die günstigste Realität ist. Die Szene kurz vor Boris' Befreiung durch Olga mit den beiden unterschiedlich überlappenden Zeitebenen fand ich sehr gut gemacht und zeigt, wie durchlässig teilweise die Trennung der Ebenen ist. Ich habe erst kürzlich einen Roman gelesen, in der auch eine Maschine entwickelt wurde, um in parallele Zeitebenen zu reisen. Die Entwicklung in den verschiedenen Zeitebenen folgte der Chaostheorie, nach der z.B. der Schlag eines Schmetterlingsflügel ungeahnte Auswirkungen haben kann.


    Ich zitiere mich mal selber aus "Tod dem Zaren":


    Bei deinem Beitrag hatte ich kurz den Gedanken, ob es sich bei der Kartusche um ein perpetuum mobile handeln könnte, also, um den berühmten Maxwellschen Dämon, aber dann macht meine Theorie, dass Boris zum Lager gelenkt wurde, um die Kartusche aufzuladen, wenig Sinn, das hätte sie dann nicht nötig. Außer natürlich, er hat den Dämon k.o. geschlagen ;D


    Meine Theorie vom Perpetuum Mobile war gar nicht so ganz abwegig, nur hat der Dämon dann nichts damit zu tun, das habe ich versehentlich in einen Topf geworfen. Dass die Kartusche Strahlung absorbiert und gleichzeitig emittiert, haben wir ja auch beobachtet. Da aber auch Karelius den Mechanismus nicht versteht, beruhigt mich etwas, da uns die Kartusche ja auch einige Fragezeichen aufgegeben hat ;D
    Aber auch der Zar vermutet, dass die Kartusche eine wichtige Rolle spielt in dem ganzen Zeit-Wirrwarr, der damaligen Explosion der Versuchsanlage und auch für die Zukunft. Toll, das heißt, es sind weiterhin alle hinter Boris her.


    Boris beginnt allmählich wieder etwas zu fühlen? Und habt ihr auch das Gefühl, dass er in diesem Abschnitt deutlich entschlossener wirkt als bisher? Auch seine Zusammenfassung der Ausführungen des Zars werden immer ausführlicher, das hat er ihm doch alles gar nicht so detailliert gesagt. Hier wird auch der Krake erwähnt, der Menschen umbringt und die Zeitmaschine stiehlt. Ist das aber der Aetherkrake oder die Krakenbruderschaft, oder wie die nochmal genau heißt?


    Katorgin ist mir sehr sympathisch, aber ich hoffe, dass er niemals erfährt, was zwischen Wassilisa und Boris war, hüstel. Die beiden Männer verstehen sich so gut, weil sie das gleiche durchgemacht haben. Ich denke, das war für Wassilisa damals auch ein Grund, sich zu Boris zu legen, weil er ihrem Mann ähnlich ist. Sense mag ich nicht so gerne, seine blöden Sprüche über Boris in dessen Gegenwart finde ich völlig unpassend. Außerdem traue ich ihm nicht so ganz. Und ich hoffe, der Kapitän haut sie nicht auch noch über das Ohr.

  • Hallo, :winken:


    jetzt bin ich auch in den zweiten Band gestartet. Und es geht direkt spannend weiter!


    Erst entdecken Boris und Olga mysteriöse Zeichen - ich muss gestehen, dass ich erst vermutet habe, dass nur Boris sie sieht und es tatsächlich "echte" Wahnvorstellungen sind - keine Ahnung, warum ich ihm auf einmal misstraut habe, aber mir kam das Auftauchen bzw. die Erweiterung der Zeichen schon ein wenig "spanisch" vor.
    Als Olga sie dann vorgelesen hat, lief mir schon ein kalter Schauer über den Rücken.


    Boris und Olga geraten also in eine Zeitüberlagerung, die der Zar nutzt, um Kontakt mit Boris herzustellen. Der Zar erklärt wie es zu den Problemen mit der Zeit kommt. Das Konzept (bzw. die Fehlfunktion) kann ich relativ gut nachvollziehen. Aber es bedeutet doch auch irgendwie, dass wir gar nicht versuchen müssen "die" Zeitebenen auseinander zu halten und den Versuch die alternativen Handlungsstränge nachzuvollziehen fast aufgeben müssen, oder? Ich meine, wenn es eh alles dem Zufall obliegt und auch der Zar nur spekulieren kann, wie häufig er eine Kontaktaufnahme versucht hat, dann müssen wir uns einfach überraschen lassen, oder? ;)


    So bekommen Olga und Boris ihren Auftrag: der Zar aus der Zukunft schickt sie nach Cöln, um die Zeitmaschine zu zerstören. Puh, eine ganz schön lange und gefährliche Reise für die Beiden beginnt. Zum Glück treffen sie auch eine Gruppe von Anarchisten, die ihnen wohlgesonnen zu sein scheint.
    Wassilia ist wirklich eine bemerkenswerte Frau! ;D


    Ich hätte nie damit gerechnet, dass der Kaptain des Luftschiffes sich noch als jemand erweist, der wohl auf der Seite von Boris / Olga steht. Es war so ein richtig schöner Überraschungsmoment.


    Insgesamt gefällt mir die Entwicklung von Boris sehr gut. Er wird von Meister K. als weniger folgsam beschrieben, man erkennt immer mehr eigene Gedanken und er teilt sich im Luftschiff auch anderen Menschen mit.


    Ein wenig Schade finde ich es für Olga, dass er sie weiterhin für eine Halluzination hält - psychologisch kann ich es nachvollziehen, aber wie Boris so schön beschrieben hat: er muss seine Gedanken / Gefühle nicht groß mit Olga teilen, da sie als seine Halluzination eh in seine Gedankengänge eingeweiht ist...dies ist in der Kommunikation tatsächlich recht einseitig, auch wenn Olga gelernt hat Boris Gesichtsausdruck zu interpretieren, bin ich mir nicht sicher, ob es auf Dauer reicht, um eine persönliche Beziehung aufrecht zu erhalten.



    Auch wenn ich dem Zar im vorigen Buch bis fast zum Schluss nicht getraut haben, denke ich, dass seine Verzweiflung diesmal echt ist. Gut, man kann argumentieren, dass er lediglich um seine Macht Angst hat, aber mal ehrlich, die Vorstellung, dass Johann der nächste Zar wird, ist eindeutig noch gruseliger als der bisherige Zar. Und diesmal scheint es dem Zaren wirklich nicht nur um sich selbst zu gehen, er hat die Befürchtung, dass alles sterben müssen.


    So geht es mir auch. Ich fand den Zar ja im letzten Band schon nicht soooo übel - schlimm, aber immer noch nachvollziehbar in seinen Gedankengängen und Handlungsweisen. Er hat sich wirklich verzweifelt angehört.



    Boris beginnt allmählich wieder etwas zu fühlen? Und habt ihr auch das Gefühl, dass er in diesem Abschnitt deutlich entschlossener wirkt als bisher? Auch seine Zusammenfassung der Ausführungen des Zars werden immer ausführlicher, das hat er ihm doch alles gar nicht so detailliert gesagt.


    Genau so empfinde ich es auch. Da ist wirklich viel Entwicklung bei Boris festzustellen - und wie du schon schreibst - auch in der Quantität und Qualität seiner Sprache.



    Hier wird auch der Krake erwähnt, der Menschen umbringt und die Zeitmaschine stiehlt. Ist das aber der Aetherkrake oder die Krakenbruderschaft, oder wie die nochmal genau heißt?


    Ich hatte auch direkt beide Begriffe im Kopf und ich bin mir sehr sicher, dass sie auch so heißen. Ich war mir unsicher, ob wir schon genauere Informationen zu beiden hatten. Was genau war denn die Krakenbruderschaft nochmal? Bei der Aetherkrake habe ich das Bild von einem Kampf auf einem Luftschiff im Kopf, kriege es aber nicht mehr so richtig zusammen...


    Ich bin mal gespannt, was die Reise in diesem Luftschiff so mit sich bringt...


  • Aber es bedeutet doch auch irgendwie, dass wir gar nicht versuchen müssen "die" Zeitebenen auseinander zu halten und den Versuch die alternativen Handlungsstränge nachzuvollziehen fast aufgeben müssen, oder? Ich meine, wenn es eh alles dem Zufall obliegt und auch der Zar nur spekulieren kann, wie häufig er eine Kontaktaufnahme versucht hat, dann müssen wir uns einfach überraschen lassen, oder? ;)


    Ich glaube, das ist eine sehr gute Vorgehensweise, das gibt sonst so unschöne Knoten in den Gehirnwindungen :D



    Ein wenig Schade finde ich es für Olga, dass er sie weiterhin für eine Halluzination hält - psychologisch kann ich es nachvollziehen, aber wie Boris so schön beschrieben hat: er muss seine Gedanken / Gefühle nicht groß mit Olga teilen, da sie als seine Halluzination eh in seine Gedankengänge eingeweiht ist...dies ist in der Kommunikation tatsächlich recht einseitig, auch wenn Olga gelernt hat Boris Gesichtsausdruck zu interpretieren, bin ich mir nicht sicher, ob es auf Dauer reicht, um eine persönliche Beziehung aufrecht zu erhalten.


    Ja, irgendwie traut er sich noch nicht, seine Halluzination als Mensch zu akzeptieren.



    Ich hatte auch direkt beide Begriffe im Kopf und ich bin mir sehr sicher, dass sie auch so heißen. Ich war mir unsicher, ob wir schon genauere Informationen zu beiden hatten. Was genau war denn die Krakenbruderschaft nochmal? Bei der Aetherkrake habe ich das Bild von einem Kampf auf einem Luftschiff im Kopf, kriege es aber nicht mehr so richtig zusammen...


    Der Aetherkrake hat das Luftschiff angegriffen, auf dem sich Magnus, Paulina, Strix (glaube ich) und Lobsam befanden, und dieser ominöse Kapitän, in den sich Strix oder Paulina verguckt hat. Ich glaube, es war Strix. Der Krake hat Lobsam entführt, meine ich.
    Bei der Krakenbruderschaft bin ich mir gerade nicht sicher, hatten die nicht irgendwas mit diesem Lux-und-Irgendwas-Orden zu tun? Oder waren das getrennte Organisationen?

  • Der Aetherkrake hat das Luftschiff angegriffen, auf dem sich Magnus, Paulina, Strix (glaube ich) und Lobsam befanden, und dieser ominöse Kapitän, in den sich Strix oder Paulina verguckt hat. Ich glaube, es war Strix. Der Krake hat Lobsam entführt, meine ich.
    Bei der Krakenbruderschaft bin ich mir gerade nicht sicher, hatten die nicht irgendwas mit diesem Lux-und-Irgendwas-Orden zu tun? Oder waren das getrennte Organisationen?


    Ich bin mir im Augenblick nicht ganz sicher, ob Susanne mehrere begriffe verwendet hat, aber ja, die Kraken-gesellschaft stammt aus ihren Büchern und ist der weltliche Arm des Lux e Tenebris-Ordens:


    Ja, Strix hatte sich in den Kapitän verguckt und Paulina in James Maxwell, der mit dem Dämonen in der Maschine.


  • Ich bin mir im Augenblick nicht ganz sicher, ob Susanne mehrere begriffe verwendet hat, aber ja, die Kraken-gesellschaft stammt aus ihren Büchern und ist der weltliche Arm des Lux e Tenebris-Ordens:


    Susanne verwendet IMMER mehrere Namen :D



    Ja, Strix hatte sich in den Kapitän verguckt und Paulina in James Maxwell, der mit dem Dämonen in der Maschine.


    Maxwell ist Lobsam, oder?

  • Ich habe natürlich auch schon weitergelesen, komme aber gerade nicht recht zum posten.



    Das Buch fängt so schön friedlich an: Boris und Olga weit weg von allen Menschen, mit genügend Nahrungsmittel und einfach nur Ruhe und Frieden. Aber damit ist es ganz schnell vorbei.


    Ja, ich hätte es den beiden so gegönnt, da einfach friedlich weiterleben zu können. Sie haben es sich beide so sehr verdient !


    Und sie sind einfach so niedlich miteinander :herz:
    Auch wenn es immer noch das eine oder andere Mißverständnis gibt.
    Aber es ist so nett, zu lesen wie einer dem anderen genau das ist was der braucht !!!


  • Und sie sind einfach so niedlich miteinander :herz:
    Auch wenn es immer noch das eine oder andere Mißverständnis gibt.
    Aber es ist so nett, zu lesen wie einer dem anderen genau das ist was der braucht !!!


    Ja, diese Szenen finde ich auch immer so rührend.

  • Entschuldigt die Verspätung, es war etwas stressig in den letzten Tagen. Aber heute in der Sonne auf der Terrasse konnte mich wieder in aller Ruhe mit Boris und Olga durch den Schnee kämpfen.


    Das fing sooo schön an, diese harmonische Szene in der Boris Feuerholz besorgt, Olga Suppe kocht und im Buch des Grafen liest. Also ehrlich, warum hat Tolstoi nicht auch Geschichten von Rittern und Drachen geschrieben? ;) Aber Olga ist froh das sie überhaupt etwas zum lesen hat. Nur Bordelle und Geschlechtsleben sind nicht ihre bevorzugten Themen. :D


    Als diese Zeichen auftauchten hätte ich Boris am liebsten zugerufen "Ignoriere sie und Fliehe!" Aber Boris und Olga machen ja nie was gesund für sie wäre. :'(
    So landet Boris wieder in der Hölle und Olga soll getötet werden. Nee also auf diesen Ärger hätten die beiden locker verzichten können.
    Als dann noch der Zar im Nebel auftaucht, da habe ich nur gedacht: "Nee schon klar, erst erschießt er seinen treuesten Soldaten gleich zweimal und jetzt bettelt er um Hilfe." Der Zar hat aber wohl eine Mordsangst das die Wissenschaftler mit der Zeit Maschine einen neuen Super Gau oder ein Zeit-Chaos fabrizieren.
    Ich glaube als Boris so Stunde um Stunde gegraben hat, um für sich und Olga einen Weg aus der Grube freizulegen, da hatte er viel Zeit zum Nachdenken. Wahrscheinlich hat er sich überlegt, das es für Ihn und seine Halluzination kein friedliches Leben im Haus am See geben kann, wenn er nicht den Anweisungen des Zaren folgt.
    Irgend so ein wissenschaftlicher Blödsinn wird ja wohl hinter der Katastrophe von Tunguska gesteckt haben. Also bleibt Boris nichts anderes übrig als die wahnsinnigen Wissenschaftler aufzuhalten.
    Mir ist aufgefallen das Boris viel klarer und strukturierter denkt und handelt.
    Besonders ein Satz hat mich beeindruckt, als sie das Luftschiff Kapern wollen und nach einem Plan suchen, denkt Boris:
    "Mit Plänen verhielt es sich so wie mit dem Glück, beide waren nicht seine Freunde, machten ihm erst Hoffnung und ließen ihn dann ins offene Messer laufen."
    Respekt, derartige Überlegungen hatte Boris im ersten Teil noch gar nicht so konkret formulieren können. Da war er noch so furchtbar verwirrt und unsicher in seinem Denken und Handeln.


    Seine Halluzination tut ihm gut und sie sorgt auch bei der Begegnung mit Sense und Katorgin dafür das er die Beiden nicht gleich tötet.


    Katorgin ist offenbar Wassilias Ehemann und er ist auch Boris sehr zugetan. Wollen wir mal hoffen das Boris und er nicht so detailliert über die Zeit in der Versuchsanlage sprechen in der man Boris Umgebaut hat. :plapper:


    Wie entschlossen Boris dann das Luftschiff requiriert und wie einfach das dann abläuft, also da kann ich Olga verstehen, das sie Stolz auf ihren Blauen Ritter ist. :D
    Auch wenn der Flugkapitän Sense für Magister Karelius hält, so ist mir diese Aktion etwas zu leicht über die Bühne gegangen. Das der Kapitän so leicht nachgab....?? Ich weiß nicht, aber ich habe schon überlegt das er auch ein Widerstandskämpfer sein könnte, der auf dem Flugplatz eingeschleust wurde.


    Was Katorgin durchgemacht hat ist auch Unmenschlich gewesen und man kann ihn nur bewundern, das er trotzdem seiner Überzeugung treu bleibt und weiterhin im Wiederstand arbeitet.


    Als Boris sich erinnert, das an dem Abend, als Wassilia zu ihm ins Bett kam und alle die Geburt der Zarentochter gefeiert haben und "Lang lebe Olga" gerufen haben - da hatte er wirklich geglaubt sie meinten das Zarenbaby. Und nun wird ihm bewusst, das da schon seine Halluzination bei ihm war und mit den Jubelrufen gemeint war.


    Ganz ehrlich, da habe ich die Stelle im Text auch zweimal gelesen, weil ich erst dachte: "Was ist das jetzt wieder? Manipuliert die Zeit Maschine schon zu diesem Zeitpunkt im Lazarett die Ereignisse? Aber dann habe ich begriffen, das Olga wohl halbtot und verhungert in der Nähe des Lazaretts gefunden wurde von Wassilia. Das war ein Zufall den Boris nun wieder auf seine eigene Art interpretiert hat. :D


    Aber Boris braucht halt seine Zeichen damit er mit seiner Halluzination zusammen die richtigen Entscheidungen treffen kann.
    Es ist so schön zu lesen, wie besorgt die Beiden (Boris & Olga) miteinander umgehen.
    Nun bin ich gespannt ob sie wirklich in Cöln ankommen und den Super Gau verhindern können. ::)

  • Zitat von Karin

    Auch wenn ich dem Zar im vorigen Buch bis fast zum Schluss nicht getraut haben, denke ich, dass seine Verzweiflung diesmal echt ist. Gut, man kann argumentieren, dass er lediglich um seine Macht Angst hat, aber mal ehrlich, die Vorstellung, dass Johann der nächste Zar wird, ist eindeutig noch gruseliger als der bisherige Zar. Und diesmal scheint es dem Zaren wirklich nicht nur um sich selbst zu gehen, er hat die Befürchtung, dass alles sterben müssen.


    Ja Richtig!!!
    Die Vorstellung das ausgerechnet Johann die Nachfolge vom Zar antreten soll ist schlicht weg der Horror. Nur allein deshalb muss Boris wirklich etwas unternehmen.
    Johann hatte ja einen Narren an seiner Halluzination gefressen, da steht zu befürchten das er Boris und Olga gnadenlos trennt. Wahrscheinlich würde Johann jeweils den anderen (z.B. Boris) mit der Drohung erpressen, das er Olga tötet, wenn Boris nicht macht was er will und umgekehrt würde er Olga genauso erpressen.
    Nee das geht gar nicht!!! >:(


    Auch wenn ich den Zar nicht mag, aber da ist mir der Zar dann doch lieber als Johann.


    Zitat von Lärche

    Boris und Olga geraten also in eine Zeitüberlagerung, die der Zar nutzt, um Kontakt mit Boris herzustellen. Der Zar erklärt wie es zu den Problemen mit der Zeit kommt. Das Konzept (bzw. die Fehlfunktion) kann ich relativ gut nachvollziehen. Aber es bedeutet doch auch irgendwie, dass wir gar nicht versuchen müssen "die" Zeitebenen auseinander zu halten und den Versuch die alternativen Handlungsstränge nachzuvollziehen fast aufgeben müssen, oder? Ich meine, wenn es eh alles dem Zufall obliegt und auch der Zar nur spekulieren kann, wie häufig er eine Kontaktaufnahme versucht hat, dann müssen wir uns einfach überraschen lassen, oder


    Ja da bin ich auch schon drauf gekommen, das es besser ist gar nicht lange über die Zeit- Verschiebungen nachzudenken. Das führt nur zu einem Knoten in meinem Hirn. Ich konzentriere mich mehr auf die Personen und deren Denkweise und Handlungsart. Auf diesem Weg bekomme ich dann die "Zeit-Knoten" früher oder später erklärt. ;D


    Zitat von Karin

    Sense mag ich nicht so gerne, seine blöden Sprüche über Boris in dessen Gegenwart finde ich völlig unpassend. Außerdem traue ich ihm nicht so ganz.


    Ja bei Sense habe ich auch noch meine Zweifel. Ich fürchte wenn es brenzlig wird für ihn dann wird er alle Widerstandskämpfer die er kennt verraten nur um seinen Hals zu retten. :(

  • Endlich, endlich bin ich gestern Abend auch dazu gekommen den zweiten Band anzufangen. Ich hatte Boris und Olga schon richtig vermisst! Und Mensch, den beiden wird aber auch gar keine Ruhe gegönnt, oder? Bei den Zeichen im Baum bin ich zuerst davon ausgegangen, dass Olga die da rein geritzt hat, weil sie Langeweile hatte oder tatsächlich so was wie Willkommensschilder aufstellen wollte, aber später war sie dann ja selbst überrascht. Aha aha, unser sympathischer Zar mal wieder. Zum Ende von Band 1 hatte er auch immer mal wieder freundliche Momente, aber ich bin mir immer noch unsicher, was ich von ihm halten soll. Mein Kopf wird übrigens schon wieder ganz schwurbelig, wenn ich darüber nachdenke, wie der Zar die Hilferufe in die Bäume geschnitzt haben könnte. Er erzählt ja, dass es nicht ganz einfach wäre in die Vergangenheit zu reisen und er erscheint ja auch nur so durchscheinend. Wie schafft er es mit einem Körper, der nicht ganz da ist, diese Zeichen zu setzen? :D Oder ist das diese Zeitüberlagerung?


    Boah, dieser Karelius. "Lasst doch das tote Mädchen einfach da, ich will nachher mal ein bisschen den Körper aufschlitzen." Unglaublich, wie schrecklich man sein kann!! :angst:
    Puh, zum Glück konnten sie entkommen und sind dann auch noch Genossen begegnet, wie passend! Wie sie sich ins Luftschiff eingeschlichen haben, fand ich richtig klasse. Ich finde es immer witzig, wenn Olga sich Gedanken macht, wie sie auf andere wirkt und sich entscheidet etwas, das für ihr Alter vielleicht typisch wäre, nicht zu tun. Zum Beispiel ganz viele Fragen zu stellen. Und dann kommt eine Situation, in der sie vor lauter Panik doch mit allen Fragen raussprudelt.


    Unter allen möglichen Genossen haben sie nun tatsächlich den Mann von Wassilisa getroffen, das könnte ja noch was geben. Wenn der wüsste… Es macht mich übrigens richtig traurig, dass Boris denkt, Wassilisa wäre so geschockt gewesen zu sehen, was für ein Monster aus ihm geworden ist. Geschockt war sie tatsächlich, da hat er recht, aber sie verabscheut ihn natürlich nicht. Ich hoffe, dass er das auch irgendwann noch bemerken wird.



    Auch wenn der Flugkapitän Sense für Magister Karelius hält, so ist mir diese Aktion etwas zu leicht über die Bühne gegangen. Das der Kapitän so leicht nachgab....?? Ich weiß nicht, aber ich habe schon überlegt das er auch ein Widerstandskämpfer sein könnte, der auf dem Flugplatz eingeschleust wurde.


    Das stimmt, das ging tatsächlich recht einfach und total nach Plan über die Bühne. Aber selbst wenn der Kapitän kein Widerständler gewesen wäre, glaube ich auch, dass ein Auftauchen von Boris überzeugend genug ist. Seine Gestalt ist ja schon recht mächtig und wirkt auch viele bestimmt furchteinflößend. (Zum Glück nicht auf Olga :herz:)

  • Zitat von Cindy

    Boah, dieser Karelius. "Lasst doch das tote Mädchen einfach da, ich will nachher mal ein bisschen den Körper aufschlitzen." Unglaublich, wie schrecklich man sein kann!! :angst:


    Ja bei diese unmenschlichen Taten, nicht nur von Karelius sondern auch in dem Straflager in dem Katorgin eingesperrt war, habe ich nur Angst bekommen. Gar nicht auszudenken was man Boris und Olga noch antun würde, wenn man sie erwischt und einsperrt. :'(


  • Auch wenn ich den Zar nicht mag, aber da ist mir der Zar dann doch lieber als Johann.


    Ich glaube auch, daß der Zar hier das kleinere Übel ist. Ich habe auch beinahe den Eindruck, daß es das Schicksal von Boris und Olga ist, dem Zaren zu helfen, daß ihnen gar nichts anderes übrig bleibt, außer, sie greifen in diesen Zeitkuddelmuddeln ein. Jedenfalls hoffe ich, daß sie wirklich was bewirken können.


  • Boah, dieser Karelius. "Lasst doch das tote Mädchen einfach da, ich will nachher mal ein bisschen den Körper aufschlitzen." Unglaublich, wie schrecklich man sein kann!! :angst:


    Dieser Karelius ist wirklich auch ein ganz besondere fiese Type, der passt hervorragend zu Johann :o