BoD und DKZ?

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  • Och, das war jetzt aber nicht nett von dir. Was aufbauendes wäre mir lieber gewesen. So in der Art. " Sie wissen schon, dass ihre Frau eine Koryphäe ist?" Das sagte nämlich mein Verleger zu meinem Mann auf der Messe in Leipzig nach meiner Lesung. Schon klar, er will mich beim Verlag halten. Aber ich finde, das sagt dennoch etwas aus.


    Natürlich weiß ich mittlerweile, dass unzählige Menschen schreiben oder schreiben wollen. Mein Vater schreibt schon seit Jahren ebenso an einem Buch über den Sinn des Lebens. Ob er den je findet?
    Trotzdem ist es etwas anderes, wenn man nachher wirklich den Mut aufbringt, mit diesem Werk auch an die Öffentlichkeit zu gehen, oder ob man es dann in die Schublade legt. Schon beim Schicken eines Exposes an den Verlag, wird einem einiges abverlangt. Es ist doch wie ein eigenes Kind und es verletzt, wenn der Verlag es ablehnt. Wenn es dann tatsächlich gedruckt wird, hört die Kritik ja nicht auf. Möglicherweise fängt sie jetzt sogar erst richtig an.


    Ich glaube also, wir können schon stolz darauf sein, dass wir Autoren sind.


    Viele liebe Grüße
    deine Leseratte

  • edit sandhofer: Ich habe die Quotes richtig gesetzt - nix für Ungut - sandhofer
    [/quote]


    Ich danke Dir :-[
    Hatte ich schon erwähnt, dass ich Pc technisch eine Null bin und mich alles, was damit zu tun hat zum :schwitzen: bringt? ;D


    Liebe Grüße
    Deana

    &#039;Der Pestreiter&#039; - Goldmann Verlag 2014<br />&#039;Der Hexenschwur&#039; - Goldmann Verlag 2013<br />&#039;Das Pestzeichen&#039; - Goldmann Verlag 2012<br />&#039;Der Schwur der Sünderin&#039; - Goldmann Verlag 2011<br />&#039;Der Hexenturm&#039; - Goldmann Verlag 2010<br />&#039;Die Gabe der Jungfrau&#039; - Goldmann Verlag 2010<br />&#039;Das Hexenmal&#039; 2008 - Goldmann Verlag

  • Hallo!
    Ich glaube hier bin ich im richtigen Forum gelandet.


    Ich habe heute eine Zusage vom novum Verlag erhalten, allerdings nur mit deren Partnerschafts-Modell. Jetzt habe ich ein bisschen Internetrecherche betrieben und bin das erste Mal auf den Begriff DKZ Verlag gestossen. Ich hatte mich natuerlich ueber die Moeglichkeit mein Buch veroeffentlichen zu koennen gefreut, hoere aber nun von diesem Forum und anderen Seiten, dass solche Verlage pure Abzocke sind.
    Natuerlich will ich nicht in so eine finanzielle Falle treten zumal ich sowieso erstmal sehen muss, wie ich das Angebot des novum Verlags finanzieren koennte.
    Aber was fuer eine andere Moeglichkeit habe ich denn?


    Ja habe auch gerade von BoD gehoert und wahrscheinlich waere das eine kostenguenstige Alternative, aber ich bin mir nicht so sicher. Ich haette schon gerne den Rat von Lektoren. Da es sich nicht um einen Roman sondern eine illustrierte Kindergeschichte handelt, weiss ich auch nicht so recht was die Beste Seitenaufteilung waere und so weiter.


    Der Verlag schlaegt 3000 Exemplare vor. Das kommt mir ein wenig (sehr) heftig vor. Wie soll das an den Mann (oder eher gesagt an das Kind) gebracht werden?
    Es ist auch ganz schoen teuer fuer ein kleinen Papeback Buch und ich persoenlich wuerde nicht so viel Geld dafuer ausgeben wollen (als Kaeufer).


    Was denkt ihr darueber?


    Ach uebrigens, ich bin Ariane und freue mich dieses Forum gefunden zu haben :winken:

  • Hallo Ariane!


    3000 Bücher zu verkaufen, wenn kein 'Vertretersystem'dahinter steckt, ist unmöglich :o
    Versuche einen anständigen Verlag zu bekommen - lieber warte etwas länger! DKZ ist reine Abzocke!!!!!!
    Liebe Grüße
    Deana


    P.S. Herzlich willkommen

    &#039;Der Pestreiter&#039; - Goldmann Verlag 2014<br />&#039;Der Hexenschwur&#039; - Goldmann Verlag 2013<br />&#039;Das Pestzeichen&#039; - Goldmann Verlag 2012<br />&#039;Der Schwur der Sünderin&#039; - Goldmann Verlag 2011<br />&#039;Der Hexenturm&#039; - Goldmann Verlag 2010<br />&#039;Die Gabe der Jungfrau&#039; - Goldmann Verlag 2010<br />&#039;Das Hexenmal&#039; 2008 - Goldmann Verlag

  • Hallo Ariane,


    auch erstmal herzlich willkommen :winken:


    Verlage findest Du viele auf der uschtrin-Seite, hier der Direktlink zu den Kinderbuchverlagen:
    http://www.uschtrin.de/kinder.html


    und hier:
    http://www.hoppsala.de/index.php?menueID=97&contentID=596


    und hier wird über einzelne Verlage gesprochen:
    http://autorenforum.montsegur.…yabb/YaBB.pl?board=verlag


    Liebe Grüße
    Maren

  • Hallo Ariane!
    Maren hat somit Deine Fragen beantwortet 8)
    Ich wünsche Dir viel Glück bei Deiner Suche und falls Absagen kommen - nur nicht aufgeben - Rom wurde auch nicht... ;)


    Liebe Grüße
    Deana

    &#039;Der Pestreiter&#039; - Goldmann Verlag 2014<br />&#039;Der Hexenschwur&#039; - Goldmann Verlag 2013<br />&#039;Das Pestzeichen&#039; - Goldmann Verlag 2012<br />&#039;Der Schwur der Sünderin&#039; - Goldmann Verlag 2011<br />&#039;Der Hexenturm&#039; - Goldmann Verlag 2010<br />&#039;Die Gabe der Jungfrau&#039; - Goldmann Verlag 2010<br />&#039;Das Hexenmal&#039; 2008 - Goldmann Verlag

  • Für mich ist die ganze Diskussion auf zwei Dinge reduzierbar:


    1. Wer für seine Arbeit auch noch bezahlen muß, hat kein gutes Geschäft gemacht.
    2. Wer für seine Arbeit kein Geld bekommt, dessen Arbeit ist eventuell auch nichts wert. (Ev. schmerzhafte Selbsterkenntnis, nachdem doch alle Freunde und Verwandte meinten, wie gut das Manuskript doch sei.)


    Peter

  • Ich habe meine Schreibkarriere als Fan begonnen und Jahrelang in Fanmagazinen veröffentlicht, bevor ich mich für gut genug gehalten habe, mich an einige Verlage (Bastei, Goldmann) zu wenden, bei denen ich dann auch einige Sachen unterbringen konnte.


    Das Veröffentlichen in diesen Fanmagazinen hat mich nichts gekostet, mir aber sehr viel an Erfahrung gebracht, die mir den Weg zu meinem heutigen Stand ermöglicht hat. Den meisten der Autoren, die in DKZV-Verlagen und auch im BoD veröffentlichen, fehlen aber die notwendigen Entwicklungsschritte, die für das Schreiben wichtig sind, und die Ergbnisse sind daher meist auch entsprechend.


    Es wird mit Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich von Schiller argumentiert. Genauso gut könnte man sagen, die einzig mögliche Art zu reisen sei, eine Postkutsche zu benützen. Wir schreiben nicht mehr das Jahr 1797.


    Außerdem kommt es auf ein Manuskript mehr oder weniger in der Schublade wirklich nicht an. Agatha Christie z.B. hat erst ihren siebten Roman angebracht. Ob sie auch so erfolgreich geworden wäre, wenn sie ihren ersten Roman gleich im DKZV-Verfahren unter die Leute zu bringen versucht hätte, wage ich zu bezweifeln.


    Auch wir haben nicht unseren ersten geschriebenen Roman angebracht, aber trotzdem weitergemacht und uns verbessert.


    Gheron

  • Hallo liebe Freunde,


    ich habe lange gezögert, mich zu registrieren und hier etwas zu dem Thema zu posten, aber ich muss einfach... ich dachte ja, dass Autoren an sich sehr reflektiert und überlegt argumentieren können, aber einige hier machen es sich zu einfach, die Argumente sind einfach zu billig... Also versuche ich mal, meine Gedanken zu dem Thema ein wenig zu sortieren:


    Peter hat recht mit seiner Kurzaussage... aber er liegt auch falsch. Wenn man als Autor LEBT, also das HAUPTberuflich macht, dann sollte man dafür Geld kriegen..... wenn man das aber nur als Hobby macht, dann zählt die komplette Argumentation nicht mehr... und ich fände es schade, wenn Peter der Meinung ist, dass ALLES, was nur aus Hobby geschrieben ist, der Veröffentlichung und damit für andere Augen als unwürdig deklariert wird.


    Dann wird hier immer in 3 Schubladen gedacht... "richtige" Verlage, BoD und DKZ. Ist das nicht auch zu primitiv? Man kann einfach nicht alle "richtigen" Verlage in einen Topf werfen. Heyne oder Piper oder ähnliches sind ein komplett anderes Kaliber als ein Kleinverlag. Die denken und handeln anders, vor allem wirtschaftlich. Genauso ist es dann mit der Akzeptanz von Euren Manuskripten.... der Verlag muss natürlich zu Eurem Roman passen... tut er das nicht, dann kann er noch so gut sein, ihr könnt es vergessen... es ist entsprechend schlecht, da einen Ratgeber zu schreiben.


    Noch schlimmer finde ich hier bei Euch die Schublade DKZ und was dazu erzählt wird. Es hat da fast jeder Verlag seine eigenen Regeln, was bezahlt werden muss und wie der Service aussieht:


    Mal muss man gar nichts zahlen, kriegt aber auch nichts. Oder man zahlt nur den Druck, kriegt aber nichts.. oder man zahlt den Druck und kriegt entsprechend Bücher vom Wert her... Es gibt Verlage, die lassen sich das Endlektorat extra bezahlen oder eben nicht.. es gibt welche, die machen Werbung für die Bücher, erstellen Leseproben, Lesezeichen, Plakate, schalten Anzeigen, finanzieren Messe- und Con-besuche... andere Verlage machen das nicht, sondern lassen den Autor einfach hängen. So gibt es hunderte verschiedene Kombinationen, wie man finden kann... deswegen kann und darf man den Bereich des DKZ einfach nicht über einen Kamm scheren. Das ist unfair den vielen DKZs gegenüber, die keine Halsabschneider sind und die durch den schlechten Ruf der schwarzen Schafe leiden...


    Auch bei den "richtigen" Verlagen gibt es schwarze Schafe... so ist das nun mal..... eigentlich muss man von Fall zu Fall unterscheiden. Und gerade bei wirklich grossen Verlagen kommt dann noch eine entsprechend gigantische Portion Glück dazu, denn man muss mit dem richtigen Werk zur richtigen Zeit da sein... da ist die Qualität des Buches fast Nebensache. Wenn ich zB schaue, was im Fahrtwind von Herr der Ringe an Schrott veröffentlicht wurde, weil es ins Marketing passte.. aber die Quali war grottig... selbiges passiert bei jedem neuen Roman von Diana Gabaldon, wenn die Highland-Saga weiter geht... dann tauchen überall irgendwelche kitschigen, fürchterlich schlecht gemachte Historik-Schmalzschinken auf... Oder schaut Euch nach dem Erfolg von Dan Brown an, wie viele HUNDERTE von Büchern aufgetaucht sind, die vom Stil her das gleiche Artwork als Cover hatten? Wer denkt, dass Qualität etwas mit einem Vertrag bei einem Grossverlag zu tun hat, der ist ein wenig naiv.


    Ich sags mal provokant... wenn Prof. Tolkien heute sein Skript an Heyne schicken würde, er hätte KEINE Chance. Niemals!


    Deswegen ist es gut, dass es DKZs gibt und man sollte diese niemals generell schlecht machen, denn sowas wie eine "Sippenhaft" bei Verlagsvarianten ist doch eigentlich unter unserem Niveau, oder?


    Marc

  • Man kann DKZ und Verlage deutlich trennen. Es gibt eine einfache Möglichkeit der Unterscheidung: bei den einen bezahlt man Geld, bei den anderen bekommt man Geld. Dazu kommen noch einige andere Faktoren, wie zum Beispiel dass DKZ-Veröffentlichungen bei einer späteren Suche nach Agenturen oder Verlagen eher hinderlich sind. Nicht wenige Autoren landen keineswegs mit ihrem ersten Manuskript; auch Schreiben will gelernt sein. Nur, wer seine ersten Ergebnisse schon "verbrennt", mindert seine Chancen später Erfolg zu haben. Viele andere Dinge wurden in diesem Thread ja bereits angesprochen.


    Prinzipiell muss jeder selbst wissen, was er oder sie mit dem eigenen Geld anstellt. Aber ist die DKZ-Szene ist nun einmal sehr mit "schwarzen Schafen" durchsetzt, und deren Versprechungen sind leider oft hohl. Ich muss immer lachen, wenn ich die Goethe- und Schiller-Vergleiche lese, aber wie man hier ja auch in diesem Thread sieht, funktioniert die Marketing-Maschinerie sehr gut, deswegen sollte man darauf hinweisen, dass Bezahlen keineswegs Usus, oder gar der erste Schritt auf die Bestsellerlisten ist. Wer danach immer noch ein hunderte bis tausende Euro zu viel hat, dem bleibt es ja unbenommen, diese wie auch immer auszugeben. Nur: eine Autorenkarriere kann man sich nicht kaufen, auch wenn das leider häufig suggeriert wird. Außer man ist Prominenter, aber das ist eine andere Geschichte, ebenso wie Sach- und Fachbuch oder wissenschaftliche Veröffentlichungen.


    Das Geschäft mit Büchern ist nicht fair, aber wer denkt, dies durch die Zahlung von Geld aushebeln zu können, wird bitterlich enttäuscht sein. Und wenn es nur um ein Hobby geht, um die Veröffentlichung im sehr kleinen Kreis, da gibt es auch andere, meist billigere Methoden.


    Eine Verbindung zwischen "schlechten" Büchern von "richtigen" Verlagen und DKZ kann ich übrigens nicht erkennen. Was haben Diana-Gabaldon-Klone mit DKZ zu tun?


    Ich sags mal provokant... wenn Prof. Tolkien heute sein Skript an Heyne schicken würde, er hätte KEINE Chance. Niemals!


    Nebenbei, solche generellen Aussagen, die nicht beweisbar und damit auch nicht diskutabel sind, zerstören in meinen Augen jede Diskussion. Klingt gut, ist aber inhaltsleer.


    Lieben Gruß,


    Christoph

  • Hallo zusammen!
    Das, was Christoph schreibt, kann ich nur unterstreichen.
    Das, was Marc schreibt kann man so, oder so ähnlich auch in anderen Foren nachlesen, die ebenfalls dieses Thema hatten. Sogar der Satz/Vergleich mit anderen großen Autoren ist gleich.
    Ich kenne einige, die bei DKZ veröffentlicht haben und sehr enttäuscht wurden und was noch viel schlimmer ist, sie haben ihren Traum verloren.
    Glaubt jemand schreiben zu müssen oder zu wollen, dann sollte er sich andere Möglichkeiten der Veröffentlichung suchen. Auch, wenn es nicht direkt ein Großverlag ist, alles ist bessser als DKZ, um seinen Traum zu leben.
    Kommen Absagen, dann muss man sein Manuskript überarbeiten, denn Schriftsteller ist ein Handwerk, das erlernt werden kann - allerdings muss auch etwas Fantasie vorhanden sein. ;)
    Nur, wenn ich bei diesem Thema eine Meinung lese, die von einem Neuling kommt und mit den Worten:"...habe ich mir lange überlegt, ob ich mich anmelde, aber zu dieses Thema blablabla...", dann klingeln alle Alarmglocken in mir.
    Liebe Grüße
    Deana

    &#039;Der Pestreiter&#039; - Goldmann Verlag 2014<br />&#039;Der Hexenschwur&#039; - Goldmann Verlag 2013<br />&#039;Das Pestzeichen&#039; - Goldmann Verlag 2012<br />&#039;Der Schwur der Sünderin&#039; - Goldmann Verlag 2011<br />&#039;Der Hexenturm&#039; - Goldmann Verlag 2010<br />&#039;Die Gabe der Jungfrau&#039; - Goldmann Verlag 2010<br />&#039;Das Hexenmal&#039; 2008 - Goldmann Verlag

  • Gabaldon-Clone haben in soweit mit DKZs zu tun, als das hier mehr oder weniger behauptet wird, dass bei "richtigen" Verlagen nur gute Bücher landen und der ganze Schrott dann bei DKZs über bleibt..... und ich wollte diverse Beispiele dafür geben, dass vor allem bei einigen GANZ grossen Verlagen eine Menge Schrott einfach geschickt vermarktet an den Kunden gebracht wird.... das sind die Dan Brown Clone, die Gabaldon Clone, die HerrderRinge Clone, uswuswusw...


    Wobei ich betone, dass nicht alle dieser Clone schlecht sind.. es gibt sehr gute Sachen. Aber es gibt auch viele Sachen, die einfach Müll sind oder aufgewärmter alter Kram...


    Klaro kann man eindeutig zwischen DKZs und "richtigen" Verlagen unterscheiden... aber ich finde, es sollte auch innerhalb der DKZs Unterschiede gemacht werden, genauso wie man bei den "richtigen" Verlagen solche und solche findet... und ich sag mal, lieber bei einem guten DKZ veröffentlichen, der sich ernsthaft Mühe gibt und wirklich auch was für den Autor tut (ja, solche gibt es), als bei einem "richtigen" Verlag, der einen dann doch hinten rum über den Tisch zieht, denn die gibt es auch.


    Marc


  • und ich wollte diverse Beispiele dafür geben, dass vor allem bei einigen GANZ grossen Verlagen eine Menge Schrott einfach geschickt vermarktet an den Kunden gebracht wird


    Das mag schon so sein, aber diese Autoren werden für ihren Schrott, wie du es bezeichnest, bezahlt.


    Ich kenne nur einen DKZ-Verlag, nämlich den Novum Verlag (ich denke, der fällt auch in diese Schiene), und kann mir daher auch kein Pauschalurteil erlauben. Ich kann nur sagen, dass ich in meiner Tätigkeit als Journalist einige Bücher von dem Verlag gelesen habe. Und da waren einige sehr gute dabei. Nur leider habe ich diese Bücher nie in einer Buchhandlung gefunden, ich habe nie außerhalb dieses Verlages von den Autoren gehört.
    Da frage ich mich dann schon: Wie kann dieser Autor glauben bekannt zu werden, wenn keine Buchhandlung seine Bücher führt?? Woher sollen die Leser wissen, dass es ihn gibt?


    Und ich würde für meine Arbeit nie Geld hinlegen. Ich gehe ja auch nicht in meinen Job und bezahle meinen Arbeitgeber auch noch dafür, dass ich hier arbeiten kann. :-\
    Und für mich sind Autoren Menschen, die für ihre Arbeit Geld bekommen sollten.


    Katrin

  • Zitat

    Zitat von Yantro:
    Gabaldon-Clone haben in soweit mit DKZs zu tun, als das hier mehr oder weniger behauptet wird, dass bei "richtigen" Verlagen nur gute Bücher landen und der ganze Schrott dann bei DKZs über bleibt.....


    Gabaldon-Clone haben rein gar nichts mir DKZV zu tun, sondern mit Marktstrategie. Es sind Bücher, die im Augenblick ihres Erscheinens ihr Publikum finden.


    Doch genau dieses Publikum finden DKZV-Erzeugnisse nicht. Das ist der große Unterschied.


    Auch wird einem Gabaldon-Clone-Schreiber nicht erklärt, dass er der Größte ist und die richtigen Verlage dies aus reiner Bosheit oder sonstwas nicht anerkennen. Bei dem DKZ-Verlag aber würde er den großen Durchbruch schaffen.


    Über das Ansehen von DKZV-Autoren im normalen Verlagsgeschäft hat Christoph sich ja bereits ausgelassen.


    Wer im Schreiben etwas erreichen will, muss es in einem Verlag schaffen, der für die Manuskripte bezahlt und sich nicht bezahlen lässt.


    Veröffentlichen in einem DKZ-Verlag ist in meinen Augen ähnlich, als würde jemand ins Bordell gehen und statt geschäftsmäßigem Sex die wahre Liebe erwarten.


    Gheron

  • Lieber Gheron,


    auch wenn ich dir absolut Recht gebe, der letzte Satz war schon etwas heftig. Meinst du nicht?
    Wir dürfen hier nicht eine Zweiklassengesellschaft einführen. Hier die tollen, richtigen Autoren und dort die, die im DKZV veröffentlicht haben.


    Liebe Grüße von
    deiner Leseratte

  • Zitat

    Zitat von Leseratte:
    Wir dürfen hier nicht eine Zweiklassengesellschaft einführen. Hier die tollen, richtigen Autoren und dort die, die im DKZV veröffentlicht haben.


    Tut mir leid, aber das ist eine Zweiklassengesellschaft! Oder glaubst du, der 36. adoptierte "Sohn" eines selbst adoptierten Prinzen wird in Adelskreisen wirklich ernst genommen? Dabei ist so eine erkaufte Adelsadoption noch um einiges mehr wert als eine erkaufte DKZV-Veröffentlichung. .


    Gheron

  • Hmhmhmhm, ich bin keine Werbefigur eines DKZVs, aber ich habe mir dennoch lange überlegt, ob ich mich hierzu äußere.


    Ich bin einer dieser verschwindend geringen Minderheit, der es nach einer "Print on Demand"-Veröffentlichung mit der selben Geschichte (allerdings 2 Jahre und unzählige Überarbeitungen später) noch zu einem richtigen Verlag geschafft hat.
    Ich hatte damit aber wahnsinniges Glück. Und ich muss ein wenig weiter ausholen.
    Ich schreibe Fantasy, die Idee einer Trilogie oder Reihe reifte sehr lange in mir. Den ersten Band schrieb ich, neben meiner Ausbildung. Man konnte damals noch von Hobby sprechen. Als er fertig war, habe ich ihn einfach so, als Rohfassung, mit einem unglaublich schlechten Exposé zwei großen Verlagen angeboten. Natürlich kamen Absagen. Heute ist mir die damalige Ungeduld und Unwissenheit fast peinlich.
    Ich sah meinen Traum vom Autor gescheitert und dachte "dann wenigstens noch für dich und deine Freunde". Dass es sich dann über Mundpropagande so häufig verkaufte, dass ich die Druckkosten reinholen konnte, ist auch unglaubliches Glück gewesen.


    Allerdings schrieb ich weiter, begann mich auch intensiver mit der Materie Schreiben als Beruf zu beschäftigen. Es wurde nach der Ausbildung und mit dem Beginn meines Studiums schnell klar, dass Schreiben mein Traumberuf ist. Entsprechend groß war der Schock, als ich vermehrt las, dass PoD-Geschichten für richtige Verlage verbrannt seien. Ich hatte Glück, dass der Roman heute dem damaligen sehr entwachsen ist und es sich um den Beginn einer Trilogie handelte.
    Heute weiß ich einiges mehr und würde die Finger von PoD und DKZV lassen.
    Das muss nicht für jeden gelten. Wer das Schreiben als Hobby betrachtet und eben für das eigene Seelenheil eine eigene Geschichte unter den gekauften im Regal stehen haben möchte, der soll zu PoD greifen. DKZs sind für ein Hobby deutlich zu teuer.


    Und wer das Schreiben zum Beruf machen möchte, der sollte von PoD oder DKZ die Finger lassen. Ich habe die Lektion gelernt und werde in Zukunft meine Geschichten nur noch für Geld zur Verfügung stellen. Es ist nun meine Arbeit, und für meine Arbeit will ich auch bezahlt werden.
    Und es stimmt auch zu 100%, was gheron, Peter, Christoph usw. gesagt haben. Mit einer DKZ Veröffentlichung schafft man es höchstens noch ins Regal des ansässigen Buchhändlers, wenn man ihn gut kennt. Alles andere ist illusorisch.
    Wer das Schreiben ernsthaft betreiben möchte, als Beruf, der sollte auch nur Kontakt zu ernsthaften Verlegern und Agenten aufnehmen. Das ist die simple Wahrheit.