02: S. 92- 181, Kapitel 9 - 16

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  • Rutger geht mir total auf den Geist... Meine Güte ::)
    Gabriele, hat er irgendeine "echt Krankheit" , wirklich was mit dem Herzen ? Oder ist er irgendwie sowas wie Depressiv oder hat irgendeine "Phobie" ?
    Normal ist das ja jedenfalls nicht, wie er sich benimmt.


    Ich denke das er sehr Depressiv ist. Damals war diese Krankheit ja noch nicht bekannt. Vielleicht wurde er aber auch durch den vielen Aderlas durch den Medicus tatsächlich krank. Ansonsten glaube ich nicht das er wirklich ernsthaft erkrankt ist.

  • Die Versklavung kann ich noch nachvollziehen. Da hat Conrad zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zunächst hat er zwei Mitwisser "beseitigt", indem er sie mitnahm und nicht tötete (was ja die Alternative gewesen wäre), und so hat er zwei Sklaven bekommen. Auf Grund der Entfernung ist eine Entdeckung auch nicht zu befürchten, ebenso wie sich keiner dafür zu interessieren scheint, wer bei ihm im Steinbruch arbeitet.


    Dass sich ausgerechnet Frauen von Rujana und eben auch Brana Sklavinnen von Conrad sind, finde ich nicht so gelungen. Das ist mir ein Zufall zu viel. Ich kann mir aber vorstellen, dass Gabriele ein bisschen mehr Würze in die "Beziehung" von Antonia und Jaramir bringen wollte, und Brana einen entsprechenden biestigen Part zugewiesen bekommt...


    Über diese beiden Stellen habe ich auch nachgedacht. Ich gehe davon aus das Conrad so geldgierig ist das er deshalb Jaramir und Dragon versklavt hat. Er hätte sie ja auch töten können. Aber so hat er noch zwei Arbeiter mehr in seinem Steinbruch.


    Die Stelle mit Brana und Jaramir war für mich auch ein Zufall zuviel. Aber so wie du schon schreibst kommt so etwas mehr Würze in die Beziehung von Antonia und Jaramir.

  • Mit Jaramir hat sie aber einen neuen Grund, sich mit Conrad gutzustellen.


    Wobei das ja wohl eher ein schwieriges Unterfangen ist, sich mit ihm gutzustellen
    Und es ist ja auch etwas gruselig, ihn dann womöglich zu heiraten "um noch die Chance zu haben, Jaramir zu helfen".
    Ist mir ein wenig zu märtyrerhaft - ich meine, Conrad heiraten ist ja mehr als ein großes Opfer !
    Andererseits ist hre Alternative ja ohnehin nur, im Kloster zu landen. Auch nciht verlockend.


    Ich bin etwas irritiert über den Zusammenhang Brana - Jaramir. Aber da gibt es sicher noch eine Erklärung?! Meines Wissens war doch nur Dragans Frau verschwunden.


    Ja ich auch...
    Wo steht das, mit Dragans Frau ich habe das gleube ich überlesen :-[


    Jaramir ist kein einfacher Mann und er wird gesucht. Wenn Wizlaw auf die Hilfe des Deutschordens aus ist, könnte vielleicht auch Severin ein Verbindungsmann sein. Der ist/war ja gerade in der Nähe. Das wären dann aber verdammt viele Zufälle.


    Das hoffe ich auch, daß Jaramir "ausreichend lange" gesucht wird !
    An Severin mußte ich natürlich auch sofort denken - allerding kann man da nur hoffen, daß er, wenn er für den Orden arbeitet, mal etwas pflichtbewußter ist als bei seinem Job als Vormund der Schwester.
    Wäre natürlich schön, wenn er sehen würde, mit was für einem Widerling er seine Schwester da verheiraten will.



    Die Beschreibungen der Burg gefallen mir sehr gut, ich selber war vor vielen Jahren auch schon einmal dort und war von der Gegend total fasziniert.


    Das ist immer toll, wenn man die Orte kennt, an denen Bücher spielen !



    Sehr Schade finde ich das Rutger nicht den Mut hat seinen Bruder die Stirn und Einhalt zu gebieten. Da flüchtet er sich lieber in seine Krankheit und Depression. Er schient innerlich doch zu fühlen das das was Conrad macht nicht richtig ist.


    Wenn er eine Depression hat, KANN er halt gar nicht anders. Aber Schade ist es auf jeden Fall.


  • Wo steht das, mit Dragans Frau ich habe das gleube ich überlesen :-[


    Seite 45: "Anders als Dragan, der ein sanftes Mädchen gefunden hatte. Aber das Meer hatte sie beim Fischfang geholt, und Dragan hatte zusehen müssen, wie sie ertrank..."


    Dragans Frau ist also nicht verschwunden, sondern auf See zu Tode gekommen. Das war fünf Jahre vor den geschilderten Ereignissen. Danach hat Dragan keinen Fuß mehr auf ein Boot gesetzt und keine andere Frau mehr angesehen.

    Das Leben ist das schönste Märchen. Hans Christian Andersen

  • Ach so... ich dachte schon ich hätte überlesen das seine Frau verschleppt wurde. :-[
    Daß sie ertrunken ist, hatte ich gelesen und vergessen. (Auch nicht viel besser... )


  • Sind Corad und Rutger eigentlich hier im Roman erfundene Figuren oder gab es sie wirklich?


    Rutger wird urkundlich als Burgherr zu Drachenfels benannt und war mit Metza von Renneberg verheiratet. Viel ist jedoch nicht über sein Leben bekannt und somit habe ich mir die Freiheit genommen, ihm seinen Charakter und das Umfeld anzudichten. Von daher ist Conrad eine fiktive Figur.
    Liebe Grüße
    Gabriele


  • Oh ja, die war wirklich gut. Soetwas hätte ich Antonia gar nicht zugetraut.


    Die Szene hat mir auch gefallen, allerdings hat Antonia den Nachttopf ja nicht gezielt nach Metza geworfen, erst im Nachhinein hat sie mitbekommen wer dort unten lang gelaufen ist ;D


  • Na ja, aber bei denen war der Tod durch verhungern und harte Arbeit ja nicht nur einkalkuliert sondern sogar geplant.
    Conrad dagegen braucht seine "Sklaven" ja doch noch länger, da macht es irgendwie gar keinen Sinn, denen nicht zumindest vernünftiges Essen zu geben.


    Da hast du absolut Recht. Er braucht die Arbeitskraft, also sollte wenigstens genug Nahrung da sein.

    "Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)


  • Daß sie ertrunken ist, hatte ich gelesen und vergessen. (Auch nicht viel besser... )


    Ach stimmt, sie war ertrunken. Jetzt fällt es mir auch wieder ein. :-[


    Rutger wird urkundlich als Burgherr zu Drachenfels benannt und war mit Metza von Renneberg verheiratet. Viel ist jedoch nicht über sein Leben bekannt und somit habe ich mir die Freiheit genommen, ihm seinen Charakter und das Umfeld anzudichten. Von daher ist Conrad eine fiktive Figur.
    Liebe Grüße
    Gabriele


    Sehr interessant. Danke für die Infos, Gabriele. :)


    Zitat von smyrill

    Wobei das ja wohl eher ein schwieriges Unterfangen ist, sich mit ihm gutzustellen
    Und es ist ja auch etwas gruselig, ihn dann womöglich zu heiraten "um noch die Chance zu haben, Jaramir zu helfen".
    Ist mir ein wenig zu märtyrerhaft - ich meine, Conrad heiraten ist ja mehr als ein großes Opfer !
    Andererseits ist hre Alternative ja ohnehin nur, im Kloster zu landen. Auch nciht verlockend.


    Ihr scheint ja wirklich etwas an Jaramir zu liegen. Wenn es der Mann ihrer Träume ist, zieht sie das durch. Aber ich an ihrer Stelle würde ja ins Kloster gehen und in einer Nacht- und Nebelaktion versuchen, die Sklaven zu befreien, Hilfe suchen etc. Zur damaligen Zeit aber sicher auch ein schwieriger Plan. Ach, das ist alles verzwickt. ::)

  • Rutger wird urkundlich als Burgherr zu Drachenfels benannt und war mit Metza von Renneberg verheiratet. Viel ist jedoch nicht über sein Leben bekannt und somit habe ich mir die Freiheit genommen, ihm seinen Charakter und das Umfeld anzudichten. Von daher ist Conrad eine fiktive Figur.
    Liebe Grüße
    Gabriele


    Vielen Dank für die Info, die Personen sind sehr gut beschrieben und da bin ich davon ausgegangen das sie existiert haben. Also super gelungen. Vielleicht als Anmerkung für das nächste Buch es wäre sehr schön wenn solche Infos am Ende des Buches stehen würde. Ich finde das immer sehr schön, interessant und wissenswert.

  • Vielleicht als Anmerkung für das nächste Buch es wäre sehr schön wenn solche Infos am Ende des Buches stehen würde. Ich finde das immer sehr schön, interessant und wissenswert.


    Stimmt, das finde ich auch immer toll, wenn dann am Ende des Buches steht, welche Teile des Buches fiktiv sind und welche nicht.
    Und gerne auch ein bißchen die historischen Hintergründe erläutert.

  • Werde ich mir hinter die Ohren schreiben. ;)
    Meist hatte ich das auch bisher so gehandhabt, wenn fiktive mit historischen Begebenheiten/Personen vermischt wurden. Da jedoch Rutger so unscheinbar in der Historie auftaucht, dachte ich, es wäre nicht von Nöten. Aber ihr habt recht, ein Nachwort wäre schön gewesen.

  • Nun, was Rutger betrifft, da muss ich ihn ein wenig in Schutz nehmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung als Selbstbetroffene wie es ist, mit einer generalisierten Angststörung zu leben. Mag sein, dass man damit seiner Umwelt auf die Nerven gehen kann, aber auch Rutger hat sich das sicherlich nicht ausgesucht. Und Aderlass ist sicherlich auch bei dieser Erkrankung nicht das Mittel der Wahl. :-\ Aber man kann kannte das als Medicus damals leider nicht anders, zur Ader zu lassen, wenn man keine Behandlungsmethode anwenden konnte. Ist das richtig?!


    Was ich mit Conrad an Antonias Stelle machen würde, ich glaube, ich würde zu drastischeren Mitteln greifen, als mich an den Erzbischof zu wenden. Trotzdem schade, dass sie diesen nicht angetroffen hat und ihr kein Glauben geschenkt wurde. Ich würde mich an Antonias Stelle mit jemanden verbünden, der Conrad auch nicht leiden kann, auch wenn ich Moment nicht weiß, wer das sein könnte.


    Aber vielleicht taucht diese Person ja noch auf und es gibt einen Hoffnungsschimmer für Antonia und Jaramir. Wie ihn dieser Aufseher behandelt, das geht so gar nicht.


    Die Hochzeit mit Conrad rückt nun leider auch immer näher. ich sehe da schwarz für Antonia, wenn da nicht noch ein Wunder passiert oder Antonia einen Ausweg aus dieser verzwickten Situation findet.

    If I couldn&#039;t read, I couldn&#039;t live.&quot;<br /><br />Thelma Green


  • Nun, was Rutger betrifft, da muss ich ihn ein wenig in Schutz nehmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung als Selbstbetroffene wie es ist, mit einer generalisierten Angststörung zu leben. Mag sein, dass man damit seiner Umwelt auf die Nerven gehen kann, aber auch Rutger hat sich das sicherlich nicht ausgesucht. Und Aderlass ist sicherlich auch bei dieser Erkrankung nicht das Mittel der Wahl. :-\ Aber man kann kannte das als Medicus damals leider nicht anders, zur Ader zu lassen, wenn man keine Behandlungsmethode anwenden konnte. Ist das richtig?!


    Das verdorbene Blut durch Aderlass zu entfernen, war zu dieser Zeit meist ein Versuch wert. ::)
    Mir hat der arme Rutger beim Schreiben richtig leid getan. Zumal ihm ja damals keiner sagen konnte, dass seine Beschwerden nur von der Psyche sein könnten. :'(


    Liebe Grüße
    Gabriele

  • Suse

    Hat das Thema geschlossen