06 - Kapitel 86 bis 109 (Seite 349 bis Ende)

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  • So nun kommt der letzte Streich.....


    durch den Weinhändler Escradin gibt es jetzt auch mal Info außerhalb des Dorfes und es schaut durchaus so aus, als könnte sich da ein gewisser Widerstand gegen die Nafarroner aufkommen.


    Mit dieser interessanten Hintergrundinfo geht man jetzt an die Vorbereitung gegen 140 Soldaten. Irgendwie schon unheimlich oder?


    Genau die gleichen Personen sind auch dieses Mal die Köpfe der Kriegsmaschinerie. Manchmal frage ich mich schon, woher die Dörfler ihr ganzes Wissen zum Beispiel über mobile Barrikaden haben. Alles wird gut geplant.


    Seite 353 wird in kurzen Sätzen zusammengefasst, wie Varlie oder auch Mardein die Lage jetzt sehen. Schon beängstigend welche Dimension das alles plötzlich annimmt oder? Erst nur das Dorf und plötzlich möchte man ganz Akitania befreien....klar ohne Absprache mit den anderen Dörfern. Frage nur, ob sie das wiederum auch wirklich wollen?


    Mittlerweile ist der Lauf der Ereignisse wirklich umgeschrieben worden und so fest in den Köpfen der Menschen verankert. Das auch Varlie wenig Mühe hat, dass sich die Leute verpflichtet fühlen zu kämpfen....Siegen oder Untergang....dazwischen gibt es nicht mehr und keine Alternative.


    Und sie siegen wirklich.


    Auf die einzelnen Kampfhandlungen möchte ich nicht näher eingehen. Denn sie haben mich schon beim Lesen erschüttert und sehr traurig gestimmt. Arme und anständige Soldaten...kein Kampf gegen Frauen, was mit zu ihrem Untergang geführt hat.


    Wird fortgesetzt war der letzte Satz und ich bin wirklich gespannt, was mich dann erwartet.


    Noch mehr Blutvergießen und Größenwahn, Rückzug oder wirklich verbrannte Erde..

  • Auch dieser letzte Abschnitt war wieder sehr bewegend und das Kampfgeschehen wird schon gut beschrieben. Ich finde es schon gut, dass solche kriegerischen Auseinandersetzungen - teilweise werden die Soldaren ja regelrecht abgeschlachtet und sich selbst überlassen - nicht beschönigt werden. Sie führen dazu, dass alles total bedrückend ist, man fühlt sich als Leser unwohl, wenn man liest, wie die jeweiligen Soldaren sterben und wie die Dorfbewohner - sei es Frau, Mann, Kind oder Hund - so in ihren Aufgaben aufgehen und sich teilweise immer mehr in den Kampf einfügen. Wie sie beherzter eingreifen - die Scheu sich gelegt hat. Man bekommt das Gefühl, dass alle in ihrer Aufgabe immer mehr aufgehen und es ihnen nicht so viel ausmacht, diese Soldaren zu töten.
    Alleine die ganzen Vorbereitungen, die getroffen wurden sind - wieviel Mühe darin steckt..Die Zweifel, die noch zu Beginn der Diskussion entstanden sind, sind schnell vergessen und jeder fügt sich seiner persönlichen Aufgabe - das ganze Dorf zieht mit. Einerseits ist diesser Zusammenhalt echt etwas gutes, andererseits..Ich finde es toll, wie mit den Gefühlen der Leser gespielt wird - man ist sich nicht sicher, wem die Sympathien jetzt eigentlich gelten söllten..Man sieht beide Seiten und es ist echt nicht einfach..


    Im Allgemeinen hat mir das Buch gut gefallen, auch die Sprache fand ich ansprechend - aber leider konnte mich das Buch nicht 100%ig überzeugen. Das liegt vielleicht einfach daran, dass ich mit falschen Erwartungen an das Werk herangegangen bin. Irgendwie hatte ich mehr einen Fantasy- Roman, gefüllt mit Schlahtszenen, erwartet. Im Mittelpunkt liegt an sicher nicht die fantastische Welt und dessen Einwohner, sondern eher um die Besatzung des Dorfes und wie diese auf die Dorfbewohner wirkt, wie diese sich verhalten und welche Folgen das hat...
    Mir tut es wirklich leid, dass ich nicht himmelhochjauchzend bin :-[

  • Nachdem der Mord an den ersten 30 Soldaren ziemlich lang gedauert hat, geht es mit diesen 140 ziemlich schnell, trotzdem ist alles richtig detailliert beschrieben. Der Plan der Hagetmauer ist ziemlich gut ausgegangen, in mancher Hinsicht hatten sie aber auch wieder mehr Glück als Verstand. Kaum Verluste auf der eigenen Seite und lediglich der Capitar ist entkommen, was ja nicht überraschend war.



    Was mich wirklich überrascht hat, ist Mardeins Tod.. damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Warum ist er gestorben, ist Abelion doch nicht mit dem Widerstand einverstanden oder warum war Mardein nicht in der Lage Feuermagie zu wirken?


    Sinion hat aufgehört zu stottern! Was ich etwas gruselig gefunden habe, waren die Gedanken, die er während dem Kampf hatte. Ich kann nicht nachvollziehen wie gerade er, der immer eher belächelt und es durch das Stottern nicht leicht hatte, die Menschen in Looser und Gewinner einteilen kann. Und sich selbst über jemanden stellt, der gerade gestorben ist?!



    Das Buch hat einen guten Abschluss gehabt, trotzdem bin ich schon ungemein gespannt wie es weitergeht!

  • Genau die gleichen Personen sind auch dieses Mal die Köpfe der Kriegsmaschinerie. Manchmal frage ich mich schon, woher die Dörfler ihr ganzes Wissen zum Beispiel über mobile Barrikaden haben. Alles wird gut geplant.


    Das Hauptwissen bzw. Kommando gibt ja Sinion, ich dachte er hätte einfach eine so gute Grundlogik dafür? Allerdings bauen sie ja auch Häuser, Ratshallen usw. dabei muss die Statik ja auch stimmen.




    Noch mehr Blutvergießen und Größenwahn, Rückzug oder wirklich verbrannte Erde..


    Wenn ich durch das Buch eines gelernt habe, dann dass alles anders kommen kann, als man denkt.



    Ich finde es toll, wie mit den Gefühlen der Leser gespielt wird - man ist sich nicht sicher, wem die Sympathien jetzt eigentlich gelten söllten..Man sieht beide Seiten und es ist echt nicht einfach..


    Da hast du Recht, vor allem, wenn man liest, dass die Soldaren zögern Frauen anzugreifen und später aber beschrieben wird wie brutal dieselbigen mit wiederum mit den Soldaren umgehen o.o



    Das liegt vielleicht einfach daran, dass ich mit falschen Erwartungen an das Werk herangegangen bin. Irgendwie hatte ich mehr einen Fantasy- Roman, gefüllt mit Schlahtszenen, erwartet. Im Mittelpunkt liegt an sicher nicht die fantastische Welt und dessen Einwohner, sondern eher um die Besatzung des Dorfes und wie diese auf die Dorfbewohner wirkt, wie diese sich verhalten und welche Folgen das hat...
    Mir tut es wirklich leid, dass ich nicht himmelhochjauchzend bin :-[


    Mir ging es zu Beginn genau wie dir, ich bin auch mit einem Kampf-Fantasy Epos in das Buch gestartet, man merkt aber dann auch ziemlich schnell, dass es in eine ganz andere Richtung geht. Ich muss aber sagen, dass ich das Buch -obwohl es meine ganzen Erwartungen über den Haufen geschmissen hat- einfach faszinierend finde und ich durchaus positiv überrascht bin, weil ich sowas vorher noch nicht gelesen habe. Aber Geschmäcker sind verschieden ;)


  • Was mich wirklich überrascht hat, ist Mardeins Tod.. damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Warum ist er gestorben, ist Abelion doch nicht mit dem Widerstand einverstanden oder warum war Mardein nicht in der Lage Feuermagie zu wirken?


    Hm, auch beim ersten Kampf gab es auf Seiten der Dörfler nur einen Toten, vielleicht hält Tobias hier gerne mit Absicht die Verluste klein. Um uns, Lesern zu zeigen, ein Widerstand/Kampf ist immer möglich.


    Aber ich persönlich tendiere eher zu der Auffassung. Mardein gehört noch zur alten Machtgilde und diese ist damit endgültig gestorben und vorbei. Die Jungen nehmen ihre Geschicke selber in die Hand. Zudem denke ich mit Mardein stirbt auch etwas an Glaube und Religion im Dorf. Beides war doch stark auf Mardein zugeschnitten und deshalb nur sind die Menschen gefolgt. Es braucht doch immer einen Führer dafür oder?


    Jetzt ist er weg und damit passiert ein Umbruch weg vom Glaube an Götter hin zum Glauben an sich selber und sein Tun als Mensch.
    Vielleicht auch ein Akt der Befreiung und möglicherweise stottert Sinion deshalb jetzt auch nicht mehr. Die Dörfler haben das Joch des Glaubens abgelegt und führen sich jetzt selber....sind nicht mehr gebunden an eine höhere Macht.



    Sie erreichen eine neue Entwicklungsstufe.

  • Vielen Dank! Ich finde nur schade, dass es Mardein getroffen hat, mit deiner Begründung ist er natürlich die logische Wahl, aber ich mochte ihn :(
    Wenn jetzt dann eine neue Entwicklungsstufe beginnt, bin ich noch mehr auf den nächsten Band gespannt!

  • Dieser letzte Abschnitt war nochmal ziemlich spannend bzw. nervenaufreibend.


    Als sich die Soldaren nicht blicken lassen, dachte ich schon, das Buch endet damit, wenn die ersten Soldaren am Horizont auftauchen ;D


    Wobei ich insgeheim irgendwo gehofft habe, dass tatsächlich keine Soldaren auftauchen und es kein weiteres Blutvergießen gibt. So wie es wahrscheinlich den meisten Hagetmauern gegangen ist. Aber das ist reines Wunschdenken, denn der Alltag, wie ihn Hagetmau bisher gekannt hat, ist definitiv vorbei. Man kann die Zeit nicht mehr zurückdrehen. Und daran wird sich so schnell auch nichts ändern: nach der Schlacht ist vor der Schlacht – fürchte ich, solange sich Nafarroaner noch in Akitania bzw. im restlichen Land aufhalten.


    Die Diskussionen und Zweifel, die in der Bevölkerung aufkommen, mussten früher oder später kommen. Und je größer die Gruppe werden wird, umso mehr wird es Diskussionen, Murren, Grüppchenbildung usw. geben. In der Brandnacht mit den zwei Handvoll Menschen war das noch einigermaßen übersichtlich, aber schon bei 500 Dorfbewohnern wurde es schwieriger. Wie wird das werden, wenn es um ganz Akitania geht? Wer wird sie anführen? Baresin macht das zwar innerhalb Hagetmau ganz gut, aber er zweifelt viel zu viel, ist extrem nervös, wechselt von Optimismus zu Pessimismus, kurz, er steht unter enormen Druck. Da bleiben Schlafstörungen und Magengeschwüre nicht aus. Wie wird das erst, wenn der Widerstand immer größer wird? Die Dörfer müssen untereinander koordiniert werden.


    Hagetmau schafft es tatsächlich mit Sinions Plan, auch diese 140 Soldaren aufzureiben, lediglich der Capitar kann entkommen, aber damit haben die Hagetmauer ja gerechnet. Aber nicht nur die Nafarroaner werden von der Schlacht erfahren, sondern bestimmt wird sie auch in den Dörfern bald die Runde machen. Was mit Escradin ist, würde mich allerdings auch interessieren. Wurde er nur aufgehalten?


    Ich muss gestehen, die Schlacht hat mir etwas weniger ausgemacht, obwohl es hier viel mehr Tote gibt, aber sie bleiben eher unpersönlich. Schlimm eigentlich, denn auch diese Soldaren haben Familie und eigene Geschichten. Gut, ich habe mich innerlich auch schon aufs Schlimmste gefasst gemacht, nachdem wir wussten, was auf uns bzw. auf Hagetmau zukommt.


    Sinion geht völlig in seiner neuen Rolle auf, er sonnt sich in seinem Erfolg. Und läuft damit Gefahr, größenwahnsinnig zu werden. Entweder ist davon überzeugt, ihn kann nichts und niemand etwas oder aber er wird mit der Zeit, weil er an seinen bisherigen Erfolgen gemessen wird. Ich glaube aber eher das Erstere, denn die unsichere Phase lässt er gerade hinter sich. Außerdem sorgt Baresin bisher nach außen hin dafür, dass niemand den Eindruck erhalten soll, die Schlachtenpläne wären nur auf Sinions Mist gewachsen, das nimmt von Sinion etwas Druck. Die Frage ist nur, ob er damit irgendwann noch zufrieden ist oder ob er den Ruhm einheimsen möchte, der ihm seiner Meinung nach zusteht?


    Die Verluste im Dorf sind wieder sehr gering, aber dafür erwischt es Mardein. Es hat mich etwas enttäuscht, dass es diesmal nicht mit dem Feuerzauber geklappt hat. Und ich gebe zu, dass ich mich ebenfalls abergläubisch gefragt habe, ob der Apfelgott hiermit ein klares Zeichen der Ablehnung gegeben hat. Wieviele der Bewohner werden sich das ebenfalls fragen? Und was es mit dem Männlein am Waldrand auf sich hat, wissen wir auch noch nicht, in jedem Fall lässt er Baresin nicht mehr los. Ich könnte mir vorstellen, dass Baresin und Sinion irgendwann die Rollen tauschen: Baresin wird ängstlicher und unsicherer und leidet unter Verfolgungswahn, während Sinion immer selbstsicherer wird. Das erste Stottern bei Baresin sowie das Nicht-mehr-Stottern bei Sinion könnten erste Anzeichen sein.


    Typisch Tobias: in den Kapiteln 92 und 93 passiert eigentlich nichts, und dennoch würde man am liebsten Nägel kauen ;D
    Und ebenso typisch für Tobias sind die Beschreibungen der Schlacht: keine langen Beschreibungen, sondern sie wird einfach nur durch einzelne markige Worte aneinandergereiht beschrieben – und ich wusste genau Bescheid und das Kopfkino lief auf Hochtouren.


    Ein tolles Buch und ich bin nun sehr gespannt, wie es weitergeht. Tobias, ist der zweite Teil schon geschrieben?


  • Mir ging es zu Beginn genau wie dir, ich bin auch mit einem Kampf-Fantasy Epos in das Buch gestartet, man merkt aber dann auch ziemlich schnell, dass es in eine ganz andere Richtung geht. Ich muss aber sagen, dass ich das Buch -obwohl es meine ganzen Erwartungen über den Haufen geschmissen hat- einfach faszinierend finde und ich durchaus positiv überrascht bin, weil ich sowas vorher noch nicht gelesen habe. Aber Geschmäcker sind verschieden ;)


    Ich habe mir eben mal den Klappentext durchgelesen und finde, dass er völlig falsche Erwartungen weckt: schon die Bezeichnung der Krieger, die als die skrupellosesten Krieger bezeichnet werden, stimmt doch ganz und gar nicht für Angaszins Truppe.



    Aber ich persönlich tendiere eher zu der Auffassung. Mardein gehört noch zur alten Machtgilde und diese ist damit endgültig gestorben und vorbei. Die Jungen nehmen ihre Geschicke selber in die Hand. Zudem denke ich mit Mardein stirbt auch etwas an Glaube und Religion im Dorf. Beides war doch stark auf Mardein zugeschnitten und deshalb nur sind die Menschen gefolgt. Es braucht doch immer einen Führer dafür oder?


    Jetzt ist er weg und damit passiert ein Umbruch weg vom Glaube an Götter hin zum Glauben an sich selber und sein Tun als Mensch.
    Vielleicht auch ein Akt der Befreiung und möglicherweise stottert Sinion deshalb jetzt auch nicht mehr. Die Dörfler haben das Joch des Glaubens abgelegt und führen sich jetzt selber....sind nicht mehr gebunden an eine höhere Macht.


    Die Interpretation gefällt mir.


  • Ich muss gestehen, die Schlacht hat mir etwas weniger ausgemacht, obwohl es hier viel mehr Tote gibt, aber sie bleiben eher unpersönlich. Schlimm eigentlich, denn auch diese Soldaren haben Familie und eigene Geschichten. Gut, ich habe mich innerlich auch schon aufs Schlimmste gefasst gemacht, nachdem wir wussten, was auf uns bzw. auf Hagetmau zukommt.


    Stimmt, diese Mal hat Tobias uns Lesern die Soldaten "nur" als graue, gefährliche Masse Mensch geschildert und als ernsthafte Bedrohung für die Dörfler.


    Aber als die Soldaten plötzlich dann gezögert haben..die Frauen an zu greifen...was ja auch zu ihrem Untergang beigetragen hat. Habe ich mir auch gedacht, wie schnell vergisst man das auch Soldaten ein Herz, Familie und eine, eigene Geschichte haben.


  • Sinion geht völlig in seiner neuen Rolle auf, er sonnt sich in seinem Erfolg. Und läuft damit Gefahr, größenwahnsinnig zu werden. Entweder ist davon überzeugt, ihn kann nichts und niemand etwas oder aber er wird mit der Zeit, weil er an seinen bisherigen Erfolgen gemessen wird. Ich glaube aber eher das Erstere, denn die unsichere Phase lässt er gerade hinter sich. Außerdem sorgt Baresin bisher nach außen hin dafür, dass niemand den Eindruck erhalten soll, die Schlachtenpläne wären nur auf Sinions Mist gewachsen, das nimmt von Sinion etwas Druck. Die Frage ist nur, ob er damit irgendwann noch zufrieden ist oder ob er den Ruhm einheimsen möchte, der ihm seiner Meinung nach zusteht?


    Ja, Sinion hat wirklich eine erstaunliche Entwicklung durchaus gemacht...von einer bemitleidenswerten Lachnummer zum Anführer. Und der Größenwahn hat ihn auch schon gepackt Seite 406. Einem anderen Dorf den Heiler einfach wegnehmen zu wollen, halte ich schon für sehr bedenklich/überheblich. Denn plötzlich geht es nicht mehr nur um Hagetau ..nein man will ganz Akitania befreien.


    Ähnlich wie bei Hilter :(

  • In diesem Abschnitt zeigen die Hagetmauer, zu was sie fähig sind. Sie bereiten sich gemeinsam auf das Eintreffen der Soldaren vor und setzen die Pläne dann auch genauso um. Viele helfen beim Töten, egal ob Männer oder Frauen, jeder auf seine Art und Weise. Die Vorstellung der eingepferchten Soldaren fand ich schlimm. Wenn man liest, dann sieht man nicht, wie schlimm das aussehen würde wenn 140 Menschen getötet werden, von den Schreien ganz zu schweigen.
    Das stelle ich mir am schlimmsten vor, die verzweifelten Schreie und die angstvollen Blicke.
    Das ganze Dorf scheint im Blutrausch zu sein. Niemand hält inne, sondern alle ziehen es gnadenlos durch. Ja, das trifft es gut "gnadenlos".


    Das ist also der Beginn des Widerstandes. Im nächsten Band geht es bestimmt mit der Befreiung der umliegenden Dörfer weiter, wobei es bestimmt das letzte Mal war, dass sie unterschätzt werden.


    Marien stirbt. Ich konnte es gar nicht fassen und habe bis zu seinem Tod damit gerechnet, dass er doch noch mit Feuer um sich wirft. Was bedeutet das, dass er dazu nicht fähig war? Hat er nicht mehr die Unterstützung Abelions oder waren seine Kapazitäten einfach erschöpft. Schade, ich hätte ihn gerne in den Folgebänden dabeigehabt.


    Diese Schlacht hat die Menschen sicher verändert. Bei Sinion wird es sofort deutlich, durch den Verlust seines Stotterns. Ob das auf Dauer so bleibt?


    Es gibt so viele Möglichkeiten wie sich die Handlung weiterentwickelt und ich bin gespannt, für welche sich Tobias entscheiden. Außerdem bin ich neugierig auf die Menschen/Wesen die im Wald leben und scheinbar bisher der Bevölkerung unbekannt sind.


  • Was mit Escradin ist, würde mich allerdings auch interessieren. Wurde er nur aufgehalten?


    Ich vermute, dass er es zeitlich einfach nicht geschafft hat rechtzeitig wieder da zu sein. Wie es für ihn wohl ist, wenn er zurückkehrt, eventuell sogar mit Verbündeten, und in Hagetmau ein Blutbad vorfindet. Denn diese vielen Toten lassen sich sicher nicht so schnell verstecken.



    Sinion geht völlig in seiner neuen Rolle auf, er sonnt sich in seinem Erfolg. Und läuft damit Gefahr, größenwahnsinnig zu werden. Entweder ist davon überzeugt, ihn kann nichts und niemand etwas oder aber er wird mit der Zeit, weil er an seinen bisherigen Erfolgen gemessen wird. Ich glaube aber eher das Erstere, denn die unsichere Phase lässt er gerade hinter sich. Außerdem sorgt Baresin bisher nach außen hin dafür, dass niemand den Eindruck erhalten soll, die Schlachtenpläne wären nur auf Sinions Mist gewachsen, das nimmt von Sinion etwas Druck. Die Frage ist nur, ob er damit irgendwann noch zufrieden ist oder ob er den Ruhm einheimsen möchte, der ihm seiner Meinung nach zusteht?


    Ja, Sinion hat eine erstaunliche Entwicklung gemacht und ich stimme dir zu, dass sie nicht nur positiv ist. Bis jetzt sind nur Ansätze spürbar und ich bin gespannt, wie er sich weiterentwickelt.



    Ich könnte mir vorstellen, dass Baresin und Sinion irgendwann die Rollen tauschen: Baresin wird ängstlicher und unsicherer und leidet unter Verfolgungswahn, während Sinion immer selbstsicherer wird. Das erste Stottern bei Baresin sowie das Nicht-mehr-Stottern bei Sinion könnten erste Anzeichen sein.


    Oje, das habe ich scheinbar überlesen, dass Barsein ins Stottern kommt. :-[ Das könnte tatsächlich ein Hinweis auf künftige Rollen sein.


  • Ich vermute, dass er es zeitlich einfach nicht geschafft hat rechtzeitig wieder da zu sein. Wie es für ihn wohl ist, wenn er zurückkehrt, eventuell sogar mit Verbündeten, und in Hagetmau ein Blutbad vorfindet. Denn diese vielen Toten lassen sich sicher nicht so schnell verstecken.


    Stimmt, die "Aufräumarbeiten" werden bei manchem nach dem Kampfrausch sicherlich noch für Ernüchterung sorgen.


  • Als "Rohtext" ist er tatsächlich bereits geschrieben, aber ich habe noch bis Ende Januar Zeit zum Überarbeiten und An-den-Details-Feilen. Am 1. Februar geht das Manuskript dann an meine Lektorin.


    :baden:
    Tobias


    Ich habe gerade gelesen, dass du mit der Veröffentlichung nächsten Herbst rechnest - sehr schön 8)

  • Ich hoffe, ihr hattet ein paar schöne Feiertage. :winken: Ich habe den Abschnitt vor den Feiertagen gelesen, kam nur noch nicht zum Schreiben.



    Als sich die Soldaren nicht blicken lassen, dachte ich schon, das Buch endet damit, wenn die ersten Soldaren am Horizont auftauchen ;D


    Wobei ich insgeheim irgendwo gehofft habe, dass tatsächlich keine Soldaren auftauchen und es kein weiteres Blutvergießen gibt.


    Das ging mir auch so. Je länger es dauerte, bis sie auftauchten, um so mehr hatte ich gehofft, dass sie einfach gar nicht erscheinen. Aber um unangenehme Dinge kommt man nun mal einfach nicht drum herum, ist mit Zahnarztbehandlungen ja auch nicht anders. ;)



    Ich muss gestehen, die Schlacht hat mir etwas weniger ausgemacht, obwohl es hier viel mehr Tote gibt, aber sie bleiben eher unpersönlich. Schlimm eigentlich, denn auch diese Soldaren haben Familie und eigene Geschichten. Gut, ich habe mich innerlich auch schon aufs Schlimmste gefasst gemacht, nachdem wir wussten, was auf uns bzw. auf Hagetmau zukommt.


    Das empfand ich ähnlich. Also mir hat es schon sehr viel ausgemacht dieses Gemetzel, es war ja auch intensiv beschrieben und ich hatte entsprechend schlimme Bilder vor Augen. Aber was hier fehlte und was es einfach vorher noch etwas schlimmer machte, war der persönliche Bezug. Namen oder kurze Gespräche, bei denen man die Soldaren so "kennenlernte" wie einzelne von den ersten 30, das gab es nun ja kaum. Hervorgehoben waren besonders die, die nicht gegen Frauen vorgehen wollten, deren Tod ich dann auch besonders fies fand, aber es waren eben "fremdere" Soldaren als vorher die. Hier war es aber das Abschlachten einer großen Menge, was besonders erschütternd wirkte in Zusammenhang mit der "Begeisterung" mit der gegen sie vorgegangen wurde. Das Hauen und Stechen, das den Dorfbewohnern nach den ersten Überwindungen wie im Rausch von der Hand ging, wirkte erschütternd.



    Sinion geht völlig in seiner neuen Rolle auf, er sonnt sich in seinem Erfolg. Und läuft damit Gefahr, größenwahnsinnig zu werden. Entweder ist davon überzeugt, ihn kann nichts und niemand etwas oder aber er wird mit der Zeit, weil er an seinen bisherigen Erfolgen gemessen wird. Ich glaube aber eher das Erstere, denn die unsichere Phase lässt er gerade hinter sich. Außerdem sorgt Baresin bisher nach außen hin dafür, dass niemand den Eindruck erhalten soll, die Schlachtenpläne wären nur auf Sinions Mist gewachsen, das nimmt von Sinion etwas Druck. Die Frage ist nur, ob er damit irgendwann noch zufrieden ist oder ob er den Ruhm einheimsen möchte, der ihm seiner Meinung nach zusteht?


    Ja, Sinion finde ich mittlerweile etwas beängstigend in seinem Eifer. Ich hatte hier auch das Gefühl, es dauert nicht mehr lange und er schnappt über. Es muss toll für ihn sein, vom Dorfclown zu einer wichtigen Führungsposition zu werden. Diese Anerkennung und das Gefühl von Macht ist ihm ja bisher fremd. Gerade das Gefühl von Macht erscheint mir aber nicht gerade förderlich für seinen Charakter zu sein, denn damit kann er nicht umgehen und scheint wirklich so etwas wie Größenwahn in ihm zu erzeugen. Ich bin gespannt, wie weit das noch gehen wird. Bald wird er sich vielleicht nichts mehr vorschreiben oder sagen lassen und in dem Zusammenhang dann Fehler machen.


    Sehr überrascht wurde ich auch vom Tod Mardeins. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, ich dachte eher, er wird auch in Laufe der weiteren Handlung immer wieder eine Rolle spielen. aber vielleicht ist es wirklich so, dass das Zepter nun die Jungen übernehmen und die Alten ihren Einfluss verlieren, wie es Rauthne ja vorher schon überlegt hatte. Die alten Zeiten im Dorf sind mit dem Gemetzel vorbei.



    Hagetmau schafft es tatsächlich mit Sinions Plan, auch diese 140 Soldaren aufzureiben, lediglich der Capitar kann entkommen, aber damit haben die Hagetmauer ja gerechnet. Aber nicht nur die Nafarroaner werden von der Schlacht erfahren, sondern bestimmt wird sie auch in den Dörfern bald die Runde machen. Was mit Escradin ist, würde mich allerdings auch interessieren. Wurde er nur aufgehalten?


    Tja, auf Escradin habe ich ja auch gewartet. Mal gespannt, was er und die, die er vielleicht mitbringen wird, zu dem Anblick nach der Schlacht sagen werden. Und der entkommene Capitar wird nun dafür sorgen, dass seine Leute von der Gefahr erfahren. Und den anderen Dörfern wird nichts anderes übrig bleiben, als in den Kampf mit einzusteigen, denn selbst wenn sie sich weiterhin raushalten wollten, würden sie die volle Wut der Nafarroaner abbekommen und sowieso nicht mehr wie vorher "in Ruhe gelassen werden". Es ist wirklich spannend zu lesen, wie diese eine einzelne Tat Tautuns sich auf die ganze Region auswirkt. Was ich bei den Kämpfen in Hagetmau aber nicht erwartet hätte, ist, dass es unter den Dörflern keine Todesopfer gab, dass nicht ein einziger der vielen Hiebe tödlich war, die Soldaren aber alle starben. Das wirkt schon fast unheimlich, finde ich.


    Ich bin nun auch sehr gespannt, wie es weitergehen wird!


  • Ja, Sinion finde ich mittlerweile etwas beängstigend in seinem Eifer. Ich hatte hier auch das Gefühl, es dauert nicht mehr lange und er schnappt über. Es muss toll für ihn sein, vom Dorfclown zu einer wichtigen Führungsposition zu werden. Diese Anerkennung und das Gefühl von Macht ist ihm ja bisher fremd. Gerade das Gefühl von Macht erscheint mir aber nicht gerade förderlich für seinen Charakter zu sein, denn damit kann er nicht umgehen und scheint wirklich so etwas wie Größenwahn in ihm zu erzeugen. Ich bin gespannt, wie weit das noch gehen wird. Bald wird er sich vielleicht nichts mehr vorschreiben oder sagen lassen und in dem Zusammenhang dann Fehler machen.


    Sinion scheint es ähnlich zu gehen, wie vielen jungen Menschen unserer Zeit, die plötzlich zu Stars mutieren. Sie können das nur schwer verkraften und damit umgehen. Bei einem Wandel von einem Schattendasein zum plötzlichen Rampenlicht ist es für starke Charaktere, die vielleicht auch schon etwas älter sind, schon schwer auf dem Boden zu bleiben. Wie geht es da erst einem jungen Menschen, der plötzlich von allen wahrgenommen und ernst genommen wird?


  • Es ist wirklich spannend zu lesen, wie diese eine einzelne Tat Tautuns sich auf die ganze Region auswirkt.


    Wie ein Stein, den in einen See wirft und dessen Kreise immer größer werden.




    Was ich bei den Kämpfen in Hagetmau aber nicht erwartet hätte, ist, dass es unter den Dörflern keine Todesopfer gab, dass nicht ein einziger der vielen Hiebe tödlich war, die Soldaren aber alle starben. Das wirkt schon fast unheimlich, finde ich.


    Ja, das war wirklich unheimlich.


  • Ja, das war wirklich unheimlich.


    Ja, dass stimmt denn es verschafften mit Bewohner von Hagetmau so "einen Mantel der Unbesiegbarkeit". Ähnlich wie Siegfried und die Aktion mit dem Drachenblut......


    Aber auch der wurde geknackt und ich denke mal, die Niederlage/der Untergang von Hagetmau und seinen Menschen könnte irgendwann mal auch durch Personen aus dem Dorf Hagetmau selber erfolgen.....