06 - Kapitel 86 bis 109 (Seite 349 bis Ende)

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  • ich denke mal, die Niederlage/der Untergang von Hagetmau und seinen Menschen könnte irgendwann mal auch durch Personen aus dem Dorf Hagetmau selber erfolgen.....


    Interessante Theorie. Unbesiegbar von außen, weil sie von dort nach wie vor dauernd unterschätzt werden, aber im Inneren zerbrechlich, weil die entfesselten Kräfte die Beteiligten in unterschiedliche Richtungen drängen...
    Aber ich verrate nichts. :plapper:


    :)
    Tobias

  • Es ist vollbracht. Die Revolution hat begonnen und ich habe das Buch vollendet. Bevor ich mich mir durchlese, was ihr zu sagen habt, möchte ich an dieser Stelle noch meine Gedanken zu dem Abschluss preisgeben. Was "Sieben Heere" insgesamt betrifft, werde ich dann das Fazit nutzen.


    Hier bekommen wir es im Wesentlichen mit einer Schlacht oder eher einer Abschlachtung innerhalb von Hagetmau zu tun, so wie der düsteren Vorstimmung und der euphorischen Nachstimmung. Diese beiden Stimmungen hat Tobias meiner Meinung nach sehr gut eingefangen. Ich fand Baresins Umherstreifen in der Nacht, auch seinen Dialog mit Naejon sehr gut in Szene gesetzt. Außerdem wurde das Szenario gut aufgebaut. Ich konnte mir den ehemaligen Hafen (Der nun einen anderen Namen bekommen hat, "Pfuhl" oder etwas in der Art, war es glaube ich) recht gut vorstellen.


    Zu dem Kampf an sich. Insgesamt kann ich auch hier über die Beschreibung des Schlachtverlaufs nicht klagen. Man bekommt ein sehr gutes Bild der Lage. Auch die Beschreibungen am Ende, in denen die Leichen der Soldaren aufgezeigt werden, sind mir gut im Gedächtnis geblieben (Ich erinnere an den Soldaren, der wie ein Insekt von Pfeilen an eine Hauswand genagelt wurde). Wirklich überrascht hat mich der Schlachtenausgang aber nicht, muss ich sagen. Trotz der großen Anzahl an Soldaren, schien von Anfang an alles recht gut für die Dörfler zu funktionieren.
    Natürlich- der Trupp außerhalb des Hafens war im Plan nicht vorgesehen gewesen, aber dennoch hatte ich während des gesamten Lesens nie das Gefühl, dass die Soldaren eine Chance hätten. Was mich tatsächlich überrascht hat war Mardeins Tod. Und dabei spiegelt dieser im Grunde das Ende des Capitars wieder, der ebenso plötzlich ausgelöscht wird und bei dem ich auch schon ziemlich überrascht war. Jetzt bekommt Mardein die Rechnung scheinbar zurück. Es ist auch wirklich interessant, dass es ihn erwischt hat, was ja im Grunde ein Zeichen dafür sein muss, dass sein Gott ihm nicht mehr gewogen ist, während dem Rest des Dorfes aber rein gar nichts geschieht! Ist er ein notwendiges Opfer für dieses Glück? Und warum sollte der Apfelgott ihn ihm Stich lassen? Als er das erste Mal gegen die Soldaren vorging, handelte er aus Notwehr. Dieses Mal ging er zu ihnen, um sie zu töten. War das der Grund, warum ihn seine Kräfte verließen?
    Oder was mir noch in den Sinn gekommen ist: Die Opfer des Semanen. Bislang musste er immer etwas für seine Taten zahlen. Bei der Hyäne waren es die verbrannten Hände, bei den Soldaren in der Ratshalle eine Rauchvergiftung. Kann es sein, dass er dieses Mal einfach zu viel verlangt hat?


    Diese Stelle erinnert mich irgendwie auch unwillkürlich an Tobias Roman' Die Soldaten. Das erste Buch, dass ich von ihm gelesen habe. (Ich packe das Ganze mal in einen Spoiler, um niemanden den Lesespaß zu verderben ;) )


    Hmm...hier gab es doch eine Spoilerfunktion oder? Irgendwie bin ich gerade blind glaube ich. Kann mir jemand erklären, wie ich das am Besten mache? Vielen Dank im Vorraus.^^


    Wie gesagt, Mardeins Tod hat mich überrascht. Der Rest der "Schlacht" weniger. Insgesamt muss ich sagen, hätte es bestimmt spannendere Wege gegeben das Buch zu beenden. Aber an dieser Stelle muss man wohl auch bedenken, dass es sich hier nur um Band 1 handelt. Ich denke, wenn ich die anderen Bücher auch gelesen habe, werde ich damit kein Problem mehr haben. Für sich alleinstehend stellt mich dieser Abschluss aber noch nicht wirklich zufrieden, auch wenn hier ein Meilenstein erreicht wird.


    So, jetzt bin ich gespannt, was ihr denkt. Mein Fazit und meine Rezension liefere ich noch nach. Ich muss mich entschuldigen, dass ich so hinterher hinke. Zu Beginn der Leserunde dachte ich, den Roman wirklich in 2 Wochen abhandeln zu können. Nun ja^^
    Rein was das Lesen betrifft hätte ich das auch geschafft, aber was Schreiben betrifft habe ich mir zu viel Zeit gelassen. Aber darauf will ich eigentlich auch lieber im Fazit eingehen. :)


    LG,
    Fisherman


  • Escradin wird ja deswegen auch befragt. Die anderen Dörfer, die es teilweise auch schlimmer erwischt hat, als Hagetmau, scheinen dem Gedanken zumindest nicht völlig abgeneigt zu sein.


    Die Szene, in der die Frauen angegriffen wurden, fand ich auch wieder sehr interessant. Die Soldaren werden hier nicht als Monster dargestellt, wie es wohl in ziemlich vielen anderen Fantasyromanen der Fall wäre. Sie scheinen eher die Opfer zu sein. Und diese Szene macht das nur ein weiteres Mal deutlich. Deshalb ist es wohl auch so schwer, wirklich Sympathie für die Dörfler zu empfinden.
    Bis jetzt muss ich sagen, dass ich die Charaktere zwar durchaus interessant finde, aber eine wirklich emotionale Bindung ist nicht vorhanden.


    Was den Größenwahn betrifft. Ich habe völlig vergessen Sinion zu erwähnen. Das dieser recht gefühlskalt in seinen Plänen ist, ist mir auch bisher schon aufgefallen, weshalb ich mich trotz seiner unbestreitbaren Intelligenz nicht mit ihm angefreundet habe. Doch dieser Epilog, wenn man ihn so nennen darf, bringt das Ganze auf ein anderes Level. Bisher wurde er nämlich tatsächlich noch einigermaßen sympathisch dargestellt, gerade wegen seiner Außenseiterrolle. Doch nun scheint er seine eigene Macht erst richtig zu begreifen. Ich vermute mal, dass sich deine Größenwahnaussage auch zu einem guten Teil auf Sinion bezieht, starone und da würde ich dir auch recht geben. Er scheint mittlerweile an die Unbesiegbarkeit Hagetmaus zu glauben.
    Ich bin gespannt, was die Folgebände für ihn bereithalten. Ich befürchte das dieser Wahn nur noch größer werden wird. Er hat sich über das Buch hinweg von einem scheinbaren Versager, zu einem der wichtigsten Köpfe der Revolution hochgearbeitet. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er Baresin irgendwann ersetzen will.

  • Sinion hat aufgehört zu stottern! Was ich etwas gruselig gefunden habe, waren die Gedanken, die er während dem Kampf hatte. Ich kann nicht nachvollziehen wie gerade er, der immer eher belächelt und es durch das Stottern nicht leicht hatte, die Menschen in Looser und Gewinner einteilen kann. Und sich selbst über jemanden stellt, der gerade gestorben ist?!


    Finde ich im Grunde schon verständlich. Gerade weil er sich selbst immer als Looser gesehen hat, ist es eigentlich nur logisch, wenn er eine solche Aufteilung der Welt vornimmt.
    Was bei Sinion eigentlich auch noch interessant ist: Zu Beginn wurde er ja durch Zufall vom Capitar ausgewählt. Jetzt ist er eine der wichtigsten Personen der Handlung und ohne ihn hätte Hagetmau es nie geschafft mit den Soldaren fertig zu werden. Also ein weiterer Plan von Angaszin, neben der Wachenaufteilung, der fatal zurückgefeuert hat ;D



    Hmm, als Befreiung habe ich das Ganze nie gesehen. Bisher scheint der Apfelgott die Bewohner durchaus im Kampf unterstützt zu haben (Ratshalle) und die Hagetmauer schienen auch an ihm zu hängen und ihn nicht für die naffaroanische Königin aufgeben zu wollen. Und was die Entwicklungsstufe der Dörfler angeht. Bisher konnten sie sich zwar auch von den Soldaren befreien, aber ob sie sich dadurch wirklich positiv entwickelt haben, bezweifle ich ziemlich. Sie scheinen viel brutaler und blutrünstiger geworden zu sein...


    Hagetmau schafft es tatsächlich mit Sinions Plan, auch diese 140 Soldaren aufzureiben, lediglich der Capitar kann entkommen, aber damit haben die Hagetmauer ja gerechnet. Aber nicht nur die Nafarroaner werden von der Schlacht erfahren, sondern bestimmt wird sie auch in den Dörfern bald die Runde machen. Was mit Escradin ist, würde mich allerdings auch interessieren. Wurde er nur aufgehalten?


    Ich würde es vermuten...wenn er den Soldaren in die Hände gekommen wäre, dann hätten diese ja vorgewarnt sein müssen. Oder aber er hat in den Dörfern nicht die erwartete Unterstützung erhalten.


  • [quote='starone','https://leserunden.de/forum/index.php?thread/&postID=257643#post257643']
    Was den Größenwahn betrifft. Ich habe völlig vergessen Sinion zu erwähnen. Das dieser recht gefühlskalt in seinen Plänen ist, ist mir auch bisher schon aufgefallen, weshalb ich mich trotz seiner unbestreitbaren Intelligenz nicht mit ihm angefreundet habe. Doch dieser Epilog, wenn man ihn so nennen darf, bringt das Ganze auf ein anderes Level. Bisher wurde er nämlich tatsächlich noch einigermaßen sympathisch dargestellt, gerade wegen seiner Außenseiterrolle. Doch nun scheint er seine eigene Macht erst richtig zu begreifen. Ich vermute mal, dass sich deine Größenwahnaussage auch zu einem guten Teil auf Sinion bezieht, starone und da würde ich dir auch recht geben. Er scheint mittlerweile an die Unbesiegbarkeit Hagetmaus zu glauben.


    Ja, denn als wäre es das normalste der Welt fordert Sinion jetzt plötzlich von einem anderen Dorf den Heiler....ohne Absprache, einfach so und das geht für mich gar nicht und hat mich mich einen Hang zur Überheblichkeit/Größenwahn.


    Genau wie seine Entwicklung vom bemitleideten/gerade noch geduldeten Außenseiter zum Anführer . Eine Art kleiner Hitler, der sich selber nun für die Spitze von Akitanien hält.

  • Also ich hatte am Schluss beim Lesen von Sinions Plänen auch eine Gänsehaut und mir ist er auch inzwischen sehr unsympathisch. Aber zu seiner Verteidigung: er hat zwar bisher den Plan den Heiler "zu klauen", aber wenn der das nicht will und das alles für schwachsinnig hält, kann auch Sinion niemanden dazu zwingen ihn zu unterstützen.


    Ich würde mir für den nächsten Band aber auch mehr Heiler/Magier wünschen, ich finde das eigentlich sogar ganz interessant!


  • Hmm...hier gab es doch eine Spoilerfunktion oder? Irgendwie bin ich gerade blind glaube ich. Kann mir jemand erklären, wie ich das am Besten mache? Vielen Dank im Vorraus.^^


    Da hier ja einzelne Leseabschnitte für die Leserunden eingerichtet werden, ist keine Spoilerfunktion notwendig und daher nicht vorhanden. Das gibt es im großen Literaturschock-Forum, vielleicht kennst du es daher? Hier kannst du nur warnen bevor du spoilern willst und evtl. noch Schriftgröße und Farbe (weiß) ändern.


  • Aber zu seiner Verteidigung: er hat zwar bisher den Plan den Heiler "zu klauen", aber wenn der das nicht will und das alles für schwachsinnig hält, kann auch Sinion niemanden dazu zwingen ihn zu unterstützen.
    Ich würde mir für den nächsten Band aber auch mehr Heiler/Magier wünschen, ich finde das eigentlich sogar ganz interessant!


    Hm, wenn es wirklich "so siegreich" weitergeht....scheint trotzdem ein Heiler extrem wichtig für jedes Dorf zu sein. Und da denke ich mir, im Siegestaumel und der Unbesiegbarkeit verwischen schnell die Grenzen zwischen Mein und Dein bzw. richtig oder falsch.


    Da nimmt man sich einfach, was man denkt was in der Folge gebraucht wird. Stimmt mit den Tod des Heilers wurde alles noch realer.

  • Ich habe auch endlich den letzten Abschnitt gelesen :-[


    Direkt zu euren Überlegungen wegen dem Semanen:


    Sinion scheint sich / Hagetmau über die anderen zu stellen.
    Hagetmau befreit schließlich die anderen Dörfer. Es macht den ersten Schritt, darum denkt er vielleicht auch, dass Hagetmau das Sagen haben sollte. Also der Kriegsrat und folglich er selbst, da er derjenige ist, der die Pläne schmiedet.


    Ich fand seine Ansichten während des Abschlachtens auch befremdlich, allerdings habe ich es so gesehen, dass er meint jeder der Gefallenen hat es schlimmer als er selbst... Ich habe es also nicht ganz so schlimm aufgenommen wie ihr.



    Das Abschlachten nun ging ja sowohl in erzählter Zeit als auch in Erzählzeit deutlich schneller als die Beseitigung der ersten 30.
    Das hat für mich den Eindruck unterstützt, dass sich Hagetmau gewandelt hat. Für die ersten 30 brauchte man Anlauf, man war unsicher und unbeholfen. Jetzt ging man schwungvoll mit einem Plan an die Sache. Man entschied sich nicht spontan zu töten, man plante es. Durch die bloße Masse wurde es dann deutlich routinierter.


    Ich bin gespannt was der zweite Teil bringt...

  • Wenn der Kampf gegen die 120 im gleichen Tempo stattgefunden hätte wie die ersten 30, wäre es vielleicht auch etwas langweilig geworden, aber so war das noch mal ein spannendes Finale! Ich hab das Ende dadurch in einem Stück verschlungen.

  • Ich habe heute meine letzten 40 Seiten duchgelesen. Ich habe wohl über eine Woche Lesepause gahabt und so ist es nun denn, dass ich aus einem Meißner Buch rausgehe und nicht hellauf von Begeisterung erfüllt bin.
    Ja, Tobias hat es geschafft, eine Situation sehr alltagsnah und realistisch auf den Leser zu projizieren, aber für meinen Geschmack gab es leider zu viele Passagen, in denen über "WAS WÄRE WENN" diskutiert wurde. Sicher könnte man es als nötig erachten, um zu erkennen, dass da jemand wirklich alle Eventualitäten bedenkt, oder um uns Leser die Zweifel der Protagonisten nachempfinden zu lassen ... aber ich spürte in diesen Passagen beihnahe schon Langeweile ... :verlegen:


    Mardeins Tod überraschte mich nicht wirklich. Abelions Segen hatte er wohl doch nicht. Überrascht hat mich dann eher, dass die Dörfler trotzdem weiterkämpften, und ihnen der Mut nicht verloren ging, nach Mardeins Tod. Wahrcheinlich haben diesen zu wenig beobachtet. Ich frage mich, was wäre geschehen, wenn der vermeintiche Führer des Dorfes nicht durch einen Stein K.O. gegangen wäre, nachdem er Mardeins Untergang beobachtet hatte? Ihm schien der Mut geschwunden, so war es also Glück dür den weiteren Verlauf, dass er keinen Einfluss mehr nehmen konnte.


    Für eine Überraschung hätte Nendlece noch sorgen können, indem sie doch auf ihren Gryph gestiegen, und den Offizier heruntergepflückt hätte.


    Ich vermisste auch noch den Verstärkungstrupp.


    Was ist denn nun mit dem hageren Männlein am Waldesrand? Dieses Männlein macht mich neugieriger, als der weitere Verlauf der Geschichte.


    Und: Tobias, kann es sein, dass dies das erste Buch ist, in dem kein "Elefantenartiges" erschien? (Gab es in Klingenfieber so etwas schon? Auch da kann ich mich nicht erinnern, so ist es dann dein zweites Buch ohne?!!)


  • Und: Tobias, kann es sein, dass dies das erste Buch ist, in dem kein "Elefantenartiges" erschien? (Gab es in Klingenfieber so etwas schon? Auch da kann ich mich nicht erinnern, so ist es dann dein zweites Buch ohne?!!)


    Es muss nicht unbedingt in jedem einzelnen meiner Bücher ein Elefant oder ein Mammut auftauchen, sondern in jeder von mir geschilderten WELT, also in jedem Zyklus einer. Insofern habe ich bei "Sieben Heere" noch zwei weitere Bände Zeit, einen Elefanten einzuflechten. Ich fand, in die südfranzösische Dorfatmosphäre von Band 1 passte er überhaupt nicht. In Band 2 auch noch nicht. Aber in Band 3 werde ich Gelegenheit haben, in den Erinnerungen eines Vielgereisten einen auftauchen zu lassen.


    Bei "Klingenfieber" greift ebenfalls die "Welt"- (oder "Zyklus"-)Regel: "Klingenfieber" spielt in derselben Welt wie "Barbarendämmerung", und dort begegnete der Barbar ja einem dickhäutigen, dickbäuchigen, rüsseligen "Elfen" (oder so ähnlich...) ;D


    (ist klar, welcher Smiley jetzt kommt, oder?) :elefant:
    Tobias

  • Unter "Auffinden von Leichen" kann man aber nicht von unheimlich sprechen. Hey, haben wir hier nich 'n Schlag Fantasy anbei? Da kommt es vielleicht schon mal vor, dass Moorzombies erwachen, oder so was. Zombies, das wäre für Tobias schon fast eine Novität, wenn man mal seinen Hiob ausnimmt (Hiob - erstes Buch, als Hiob auf dem Friedhof herumspinnt ... ;D)


    Hm, für mich ist der Schlag "Fantasy" mit dem Tod des Heiler verschwunden und damit weg.


    Alles viel zu real und wieso soll bei den Dörflern nicht auch ein Gefühl des unheimlichen Unheils aufkommen....bis dato läuft doch alle viel zu glatt für meinen Geschmack....


    Ungesiegbarkeitswahn


  • Mir ging es zu Beginn genau wie dir, ich bin auch mit einem Kampf-Fantasy Epos in das Buch gestartet, man merkt aber dann auch ziemlich schnell, dass es in eine ganz andere Richtung geht. Ich muss aber sagen, dass ich das Buch -obwohl es meine ganzen Erwartungen über den Haufen geschmissen hat- einfach faszinierend finde und ich durchaus positiv überrascht bin, weil ich sowas vorher noch nicht gelesen habe. Aber Geschmäcker sind verschieden ;)


    Da hat der Verlag mit seinem unsinnigen "Das neue High-Fantasy-Epos" wohl seinen Beitrag geleistet.


    An sich lehne ich die Einteilung in High- und Low-Fantasy ja sowieso ab, aber wenn man diese Kategorisierung vornehmen will, dann auch richtig. Ich zitiere mal aus der Wikipedia:
    [quote author=https://de.wikipedia.org/wiki/Low_Fantasy]Entscheidend ist [bei Low Fantasy] vor allem der Verzicht auf epische Strukturen der Fantasy und auf die klare Unterteilung in gute und böse Figuren. Statt eines klar erkennbaren Helden stehen oft zwiespältige Charaktere im Mittelpunkt[...]


    Low Fantasy verzichtet meist auf eine weltumfassende Handlung. Nicht die Weltrettung steht im Vordergrund, sondern das persönliche Schicksal der Hauptfiguren. An die Stelle höherer Konflikte treten direkte Konfrontationen mit Gegnern und Gefahren. Betont werden Action-, Sex- und Gewaltszenen, die die Handlung schnell vorantreiben.[/quote]


    Passt doch so weit ganz gut zu "Sieben Heere", oder nicht?
    Man sollte also diese ganze High/Low-Einteilung da hin stecken wo sie hingehört: In den Sumpf am Zeitaltersee.

  • Dankeschön! Und von mir auch noch ein etwas verspätetes "Frohes Neues" ;)



    Man sollte also diese ganze High/Low-Einteilung da hin stecken wo sie hingehört: In den Sumpf am Zeitaltersee.


    Oder in den Sumpf zu den armen 30 Soldaren :D