05 - Kapitel 71 bis 85 (Seite 275 bis 349)

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  • Aber ein bisschen mache ich mir Gedanken um die versteckten Waffen und zwar wegen der Erwähnung, dass eine Steinplatte doch sicherer wäre, als die verwendete Holzplatte. So eine Erwähnung muss doch einen Grund haben... ;)


    Stimmt, die Holzplatte hatte ich ganz verdrängt :o



    Ich werde immer wieder, auch jetzt noch, hin und her geworfen, was ich nun für gut und richtig halten soll und was nicht. Teilweise hatte ich beim Lesen schon selbst das Gefühl bekommen, als Bewohner des Dorfes am liebsten die Decke über mich ziehen zu wollen in der Hoffnung, dass dann alles Übel verschwindet. ;D


    Genauso geht es mir auch. Und ich ertappe mich dabei, dass ich mri wünsche, Hagetmau schafft es irgendwie, obwohl ich ihr Tun auf der anderen Seite überhaupt nicht gut finde.


  • Ja, nun verstehe ich Tautuns Verhalten einerseits auch besser - aber andererseits auch wieder gerade nicht. Denn mit dem Wissen über die Sache mit den Eltern wundert es mich jetzt auch, dass er Rauthne gerettet hat. Hat er doch zu viel anerzogenen Respekt oder Angst vor ihrer Autorität, als er selbst zugeben kann und deshalb Skrupel, selbst Hand an sie zu legen trotz der Vorfälle? Ist das vielleicht auch einer der Gründe für sein aggressives Verhalten, dass er es Rauthne all die Jahre gerne heimgezahlt hätte, aber diesen Schritt einfach nicht schafft? Und sich darüber über sich selbst ärgert und daher nicht vom Dorf "wegkommt", weil er darauf wartet, es doch irgendwann zu schaffen, sich an ihr zu rächen? So brutal wie er mit den Soldaren umgehen konnte, wundert es schon ein bisschen, dass er diese Brutalität nicht gegen seine eigenen und persönlichen "Feinde" vorbringen kann. Die Soldaren sind als fremde Feinde offensichtlich einfacher zu töten als von Kindheit an "bekannte Feinde"


    Ja, das ist treffend analysiert. Ich glaube, Tautun sieht in Rauthne (als der "Mutter" des Dorfes) so etwas wie einen Mutterersatz, den er gerne lieben wollen würde, aber eigentlich hassen muss. Ähnlich geht es ihm mit Mardein als "Vater". Irgendwie bekommt er beides nicht dauerhaft hin, weder die Liebe noch den Hass, vielleicht auch deshalb, weil er als Kind sozusagen kaputt gegangen ist. Und da ist es dann verhältnismäßig einfach für ihn, auf Fremde einzudreschen, die nicht verstrickt sind in die verhängnisvolle Geschichte seines Lebens. (Eine solche "Sündenbock"- oder "Ersatzbefriedigungs"-Mentalität findet sich bei vielen, die Flüchtlingsheime anzünden. Nur dass es bei denen auch noch einen verquasten, von außen eingeflüsterten Nationalstolz zu geben scheint, der Tautun ebenfalls längst abhanden gekommen ist. Tautun agiert nur sein eigenes Unwohlsein aus. Eine wie auch immer geartete Aussage oder auch nur Konsequenz sind ihm egal. Euch ist ja auch die Szene aufgefallen, wo er nach dem Mord an den ersten beiden Soldaren im Wirtshaus die Waffen fallen lässt und sich dem Dorf regelrecht ausliefert. Die hätten ihn fesseln und dem Capitar übergeben können, er hätte sich nicht gewehrt. Aber stattdessen entscheidet das Dorf sich aus Selbstschutz dafür, Tautuns "Talente" weiterhin mit einzubinden...)


    :horac:
    Tobias

  • Hm... ich glaube, Tautuns ist durch seine Kindheitserlebnisse Trauma...immer noch in der kindlichen Entwicklung steckengeblieben.
    Er kann sich von allem dem einfach nicht wirklich lösen, egal ob Rauthne die für ihn ein Mutterersatz darstellt.


    Wobei irgendwie versucht Rauthne ihre Schuldgefühle mit Geld wieder gut zumachen an Tautun. Öffentlich kann/darf und will sie ihre Schuld nicht eingestehen. Denn es würde das Ende ihrer Macht im Dorf bedeuten und dazu liebt Rauthne ihrem Posten im Dorf einfach zu sehr.


    Das ein, einziges Fehltritt deshalb alles ins Wanken bringen mag sie für sich selber nicht akzeptieren.


    Und so funktioniert diese "Horse and Carriage Verbindung " auch desweiteren. Tautun wird auch weiterhin willigen den Wagen/das Dorf für Rauthne und die Dörfler aus dem Dreck ziehen. Und auf Hilfe durch das Dorf kann hier Tautun auch nicht hoffen, denn es werden immer weniger die seine, spezielle Vergangenheit kennen und da eine Ursache für sein Verhalten überhaupt erkennen können oder wollen.


    Abhängigkeit und Hass in Verbindung mit seinem Kindheitstrauma eine gefährliche Mischung normalerweise. Aber hier gut verpackt.

  • Hallo,


    140 Soldaren sollen Richtung Hagelmau marschieren. Was mich hierbei gewundert hat ist, dass jeder davon ausgeht, dass sie lediglich im Dorf einmarschieren. Mein erster Gedanke war, dass sie an dem Ort ein Exempel statuieren wollen und die Bewohner direkt angreifen. Mir ist klar, dass das strategisch nicht die erste Wahl ist. Trotzdem wundert es mich, dass das als Option überhaupt nicht in Frage zu kommen scheint.


    Der Markttag und das Verhalten der Hagelmauer werden stimmig beschrieben. Aber es zeigt sich, dass man eben doch nicht alles einplanen kann. Was sich der Fremde bei der Antwort des Kindes wohl denkt? Ob er wirklich ein Spion der Feinde ist? Bis jetzt sieht es ganz danach aus.


    Tautuns Geschichte finde ich schlimm. Was da für ein Schaden in einem Kind angerichtet wird, wenn es so etwas Traumatisches erleben muss ist unvorstellbar. Kein Wunder, dass er so ist, wie er ist.
    Ob er im Laufe der Reihe zu ernsthaften Gefühlen und einer Bindung fähig sein wird?


    LG, Aurian


    P.S.: Ich habe ein neues Notebook und das macht immer automatisch aus Aurian "Adrian". Also bitte nicht wundern, wenn ihr irgendwo einen falschen Namen entdeckt. ;) Einmal habe ich es schon entdeckt und korrigiert. ;D

  • Genauso geht es mir auch. Und ich ertappe mich dabei, dass ich mri wünsche, Hagetmau schafft es irgendwie, obwohl ich ihr Tun auf der anderen Seite überhaupt nicht gut finde.


    Das geht mir oft in diesem Buch so, dass ich hin- und hergerissen bin, zwischen Verstehen und Ablehnung.

  • Nun, ich bin mit diesem Abschnitt nun schon seit geraumer Zeit durch und habe nun auch gestern das Buch fertig gelesen, weil ich nicht mehr warten wollte. Möchte mich trotzdem noch kurz zu diesem Abschnitt äußern.


    Dass es nun gegen 140 Soldaren gehen soll und das der "Rat" vorhat diese allesamt auszuschalten, hatte ich dann doch nicht erwartet. Diese Anzahl kommt mir ziemlich groß vor und wenn man davon ausgeht, dass es sich hierbei um gut ausgebildete, kampferprobte Männer handelt und von den Dorfbewohnern die Meisten wohl nicht mal einen Hammer halten können, könnte das eine große oder auch zu große Bedrohung für Hagetmau sein. Sinion hingegen geht wieder völlig in seinem Element auf. Er ist mittlerweile eindeutig zum Kopf der Unternehmung geworden.



    Ja, Sinions Überlegungen sind wirklich ganz gut durchdacht und schnell. Es stimmt, dass die anderen Dörfer geschwächt sind und man diesen Zustand nutzen könnte, aber das ist erst "nachher" . Vorher müssen erst mal die 140 Soldaren besiegt werden. Ich hatte hier auch teilweise das Gefühl, dass Sinion dermaßen in seinem Element ist und Theorien entwirft, als würde er ein Spielbrett vor sich haben und Figuren hin und her schieben. Dieses Bild hatte ich auch. Und es ist eben auch Theorie, neben der so vieles schief gehen kann oder sich anders entwickeln könnte, als geplant und was dann? Und Fehler oder unvorhersehbare Dinge passieren ja tatsächlich trotzdem, so dass das Ganze auf sehr wackeligen Füßen steht.


    Diesen Eindruck habe ich bei Sinion auch. Er scheint perfekt darin zu sein, Strategien zu entwerfen wie sie ihren Feind vernichten können, aber moralische Skrupel hat er hierbei in keinster Weise.
    Bei den anderen scheint dies aber auch nicht anders zu sein. Mardein erwähnt zwar, dass die Soldaren auch Familien haben, aber nur, um darzulegen, dass sie den Krieg nach der Bezwingung von drei/vier Heeren gewinnen könnten.


    Am Meisten überrascht mich aber Varlie, muss ich sagen. Von allen Dorfbewohnern hatte sie am ehesten erfahren, wie schwierig es ist einen Menschen zu ermorden und hat sich auch dafür geschämt. Jetzt scheint sie aber wieder Feuer und Flamme zu sein und als Tautun meint, dass er mit dem Erschlagen der Soldaren das "Notwendige" getan hat, stimmt sie ihm auch noch zu. Zumindest für Letzteres habe ich nicht wirklich Verständnis :/


    Insgesamt weiß ich nicht, ob der Plan die beste Lösung ist und man nicht doch eher hätte versuchen sollen dichtzuhalten. Andererseits erscheint es wirklich unwahrscheinlich, dass die Soldaren keine Anhaltspunkte finden werden. Allein wenn sie das Grab von Ranien untersuchen und feststellen, dass dieser nicht verbrannt ist, wird die Lage unbequem werden. Wie dann die Vergeltung aussehen wird? Alle die an der Brandnacht beteiligt waren werden mit ziemlicher Sicherheit getötet werden und auch für den Rest kann nicht zwingend Sicherheit gewährleistet werden. Die Lage ist wirklich extrem :plapper: und ich bin froh nur innerhalb des Buches mit einer Lage konfrontiert zu werden, aus der es scheinbar keinen "richtigen" Ausweg gibt.


    Gut in Szene gesetzt fand ich im Übrigen den Ermittler der Naffaroaner, der am Markttag nach Spuren sucht. Insgesamt hat er mich ein wenig an Hans Landa aus dem Film Inglorious Basterds erinnert, falls ihr den kennt. Das war ebenfalls ein Ermittler, der es geschafft hat seine "Opfer" durch Fragen immer weiter in die Enge zu treiben. Dieser hier ist vielleicht nicht ganz so weit gegangen, aber hat sich trotzdem ziemlich gewieft angestellt. Nach den Antworten, die er am Markttag erhalten hat, wird er auch definitiv Misstrauen geschöpft haben.


    Die Auflösung von Tautuns Vergangenheit fand ich ebenfalls wirklich interessant. Auch damals wurde das Dorf mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert. Dem Kind und seinen Eltern helfen und damit womöglich Unglück in Form einer Krankheit auf ganz Hagetmau laden oder das ganze Auszusitzen und mit den Folgen leben zu müssen.
    Vielleicht hat Tautun auch Parallelen zu dieser Situation gezogen und wollte das nun neu aufgetretene Problem (Soldaren) nicht einfach aussitzen und mit den Folgen (Aufgabe akitanischer Werte, Eingliederung in das naffaronaische Reich, Annahme ihrer Kultur, Sprache) leben. Nur könnte gerade das, was im Falle seiner Familie die vielleicht richtige Entscheidung gewesen war, nun die Falsche sein und tatsächlich Unglück über die gesamte Bevölkerung Hagetmaus bringen. Diesbezüglich können wir aber wohl nur abwarten^^

  • Wobei irgendwie versucht Rauthne ihre Schuldgefühle mit Geld wieder gut zumachen an Tautun. Öffentlich kann/darf und will sie ihre Schuld nicht eingestehen. Denn es würde das Ende ihrer Macht im Dorf bedeuten und dazu liebt Rauthne ihrem Posten im Dorf einfach zu sehr.


    Ja das stimmt, wenn Tautun nicht gesagt hätte, dass Rauthne ihm Geld gibt, hätte man das Schuldeingeständnis von ihrer Seite nicht mitgekriegt, wenn sie von Tautun gesprochen hat, dann immer nur als "Störenfried" und "unliebsames Gemeindemitglied", da wurden ihre Schuldgefühle nicht deutlich.



    Die Auflösung von Tautuns Vergangenheit fand ich ebenfalls wirklich interessant. Auch damals wurde das Dorf mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert. Dem Kind und seinen Eltern helfen und damit womöglich Unglück in Form einer Krankheit auf ganz Hagetmau laden oder das ganze Auszusitzen und mit den Folgen leben zu müssen.
    Vielleicht hat Tautun auch Parallelen zu dieser Situation gezogen und wollte das nun neu aufgetretene Problem (Soldaren) nicht einfach aussitzen und mit den Folgen (Aufgabe akitanischer Werte, Eingliederung in das naffaronaische Reich, Annahme ihrer Kultur, Sprache) leben. Nur könnte gerade das, was im Falle seiner Familie die vielleicht richtige Entscheidung gewesen war, nun die Falsche sein und tatsächlich Unglück über die gesamte Bevölkerung Hagetmaus bringen. Diesbezüglich können wir aber wohl nur abwarten^^


    Das hört sich interessant an, diese Verbindung hatte ich gar nicht gezogen. Vielleicht hat Tautun doch mehr Tiefgang als gedacht^^

  • Uff...


    Es wird also Krieg geben.


    Im ersten Abschnitt des Buches war ich noch völlig entsetzt darüber, dass sich die Bewohner einfach so besetzen lassen.
    Nun wurde gekämpft und getötet. Dadurch wird bewusst was es heißt sich zu wehren.


    Ich bin allerdings immernoch der Auffassung, dass es falsch gewesen wäre die neue Ordnung nicht zu hinterfragen.
    Ob man gleich das Morden beginnen musste ist fraglich.


    Tautuns Vergangenheit ist schockierend.
    Aber ich finde Rauthnes Verhalten zeigt sich in der Diskussion am Ende des Abschnittes erneut.
    Sie fragt ob Hagetmau sich nicht zum Wohle der anderen opfern sollte. Also Wenige für Viele.
    Da sie sich hier auch selbst opfern würde zeigt es meiner Meinung nach, dass es sich hierbei um ihre persönliche Einstellung handelt und es bei Tautuns Eltern nicht darum ging die eigene Haut zu retten. Sie hat einfach dieses Prinzip verfolgt und versucht das Wohl der Vielen in den Vordergrund zu stellen.
    Natürlich möcht eich dadurch ihr Handeln im Falle von Tautuns Eltern nicht gutheißen, aber ich finde man sieht hier ein Muster.


  • Aber ich finde Rauthnes Verhalten zeigt sich in der Diskussion am Ende des Abschnittes erneut.
    Sie fragt ob Hagetmau sich nicht zum Wohle der anderen opfern sollte. Also Wenige für Viele.
    Da sie sich hier auch selbst opfern würde zeigt es meiner Meinung nach, dass es sich hierbei um ihre persönliche Einstellung handelt und es bei Tautuns Eltern nicht darum ging die eigene Haut zu retten. Sie hat einfach dieses Prinzip verfolgt und versucht das Wohl der Vielen in den Vordergrund zu stellen.
    Natürlich möcht eich dadurch ihr Handeln im Falle von Tautuns Eltern nicht gutheißen, aber ich finde man sieht hier ein Muster.


    So ging es mir auch: ich hatte ebenfalls das Gefühl, dass sie Tautuns Eltern geopfert hat, um ganz Hagetmau (vermeintlich) zu schützen.


  • Aber ich finde Rauthnes Verhalten zeigt sich in der Diskussion am Ende des Abschnittes erneut.
    Sie fragt ob Hagetmau sich nicht zum Wohle der anderen opfern sollte. Also Wenige für Viele.
    Da sie sich hier auch selbst opfern würde zeigt es meiner Meinung nach, dass es sich hierbei um ihre persönliche Einstellung handelt und es bei Tautuns Eltern nicht darum ging die eigene Haut zu retten. Sie hat einfach dieses Prinzip verfolgt und versucht das Wohl der Vielen in den Vordergrund zu stellen.
    Natürlich möcht eich dadurch ihr Handeln im Falle von Tautuns Eltern nicht gutheißen, aber ich finde man sieht hier ein Muster.


    Ich stimme dem zu.
    Ich bin sicher, wenn Rauthne selbst "infiziert" gewesen wäre, hätte sie gesagt: "Lasst mich sterben, Hauptsache, ihr anderen steckt euch nicht auch noch alle an."
    Problematisch wird es halt erst, wenn man - wie Tautun - zu jenen gehört, die unter diesem hehren Ansatz dem Wohle der Allgemeinheit geopfert werden sollen.
    Ich glaube, das ist eines der Hauptmotive der gesamten "Sieben Heere"-Erzählung: Heiligt der Zweck wirklich die Mittel? Oder können die Mittel den Zweck komplett verunheiligen?


    :wahrsager:
    Tobias


  • Ich stimme dem zu.
    Ich bin sicher, wenn Rauthne selbst "infiziert" gewesen wäre, hätte sie gesagt: "Lasst mich sterben, Hauptsache, ihr anderen steckt euch nicht auch noch alle an."
    Problematisch wird es halt erst, wenn man - wie Tautun - zu jenen gehört, die unter diesem hehren Ansatz dem Wohle der Allgemeinheit geopfert werden sollen.


    Trotzdem hat Rauthne ihr Versagen nicht öffentlich gemacht....Scham, die Angst von den Leuten nicht mehr ernst genommen zu werden. Also hat sie die Harte weiterhin gespielt, aber Tautun gerne ein Schweigegeld gezahlt.


    Und somit sich ihren eigenen, kleinen Vulkan herangezüchtet, wie ich finde. Der wiederum genau gewusst hat, dass ihn nichts passieren kann....wenn er mal am Ausbrechen ist.

  • Dieser Abschnitt hatte es auch sehr in sich! Total gespenstisch und gruselig, wie sie die Leichen im Sumpf entsorgen. Ob da nicht doch noch eine wieder entdeckt wird? Im Moor werden doch auch immer wieder Leichen gefunden, die dort sozusagen konserviert wurden. Aber ob Sumpf und Moor sich da ähnlich verhalten weiß ich nicht.


    Sinion wird noch zum echten Strategen. Aber wie hier schon angesprochen wurde, sind die Menschen für ihn anscheinend nur Schachfiguren und in seinem Wunsch Varlie zu gefallen, merkt er gar nicht, dass es um echte Menschenleben geht, mit denen er spielt.


    Endlich erfahren wir mehr über Tautuns Vergangenheit. Gut gefallen hat mir, wie hier jemand erwähnt, das Dorf Hagetmau hätte schon lange vor der Geschichte mit den Soldaren seine Unschuld verloren. Dass Tautun nicht einfach geht, ist denke ich schon verständlich. Zum einen sind schwierige Fremde anderswo sicher auch nicht allzu willkommen. Zum anderen hätte er ja dann keine Gelegenheit mehr, den Dorffrieden zu stören, was wohl seine Art ist, sich am Dorf zu "rächen". Wenn schon nicht offen feindselig, dann eben so. Allerdings - wie auch hier schon gesagt - sind ja hier auch Rauthne und Mardein, die trotz - oder wegen - ihrer Fehler für ihn sorgen, sowie Varlie die ihn liebt oder das zumindest glaubt.


    Als der Kundschafter kam hatte ich schon Sorge, dass alles auffliegt. Durch die Beschwichtigungen von Baresin ging es nochmal vorerst gut aus, aber ob der Kundschafter das wirklich alles so geschluckt hat und nicht doch noch einen Verdacht hegt wissen wir nicht. Aber wie die Dorfbewohner schon sagten: Bei 140 Soldaren und 500 Hagetmauern wird sich früher oder später einer verplappern...


  • Dieser Abschnitt hatte es auch sehr in sich! Total gespenstisch und gruselig, wie sie die Leichen im Sumpf entsorgen. Ob da nicht doch noch eine wieder entdeckt wird? Im Moor werden doch auch immer wieder Leichen gefunden, die dort sozusagen konserviert wurden. Aber ob Sumpf und Moor sich da ähnlich verhalten weiß ich nicht.


    Schlauer Verdacht.
    Sümpfe sind zwar flüssiger als Moore, aber dennoch wird es im Zweiten Band eine unheimliche Szene geben, in der :plapper:


    ;D
    Tobias


  • Sümpfe sind zwar flüssiger als Moore, aber dennoch wird es im Zweiten Band eine unheimliche Szene geben, in der :plapper:


    Hm, dass erinnert mich an den Film " Mississippi Burning" mit Gene Hackman und Willem Dafoe und da war auch eine der Schlüsselszence
    die Sümpfe von Mississippi und das Auffinden der verschwundenen Menschenrechtlern ;)

  • Ohja ich auch, den Sumpf hatte ich eigentlich gar nicht mehr so im Blickfeld. Nafarroa weiß ja jetzt was mit den verschundenen 30 Mann passiert ist, aber vielleicht ist diese gruselige Schlüsselszene ja für die Hagetmauer?!^^

  • Hm, dass erinnert mich an den Film " Mississippi Burning" mit Gene Hackman und Willem Dafoe und da war auch eine der Schlüsselszence
    die Sümpfe von Mississippi und das Auffinden der verschwundenen Menschenrechtlern ;)


    Unter "Auffinden von Leichen" kann man aber nicht von unheimlich sprechen. Hey, haben wir hier nich 'n Schlag Fantasy anbei? Da kommt es vielleicht schon mal vor, dass Moorzombies erwachen, oder so was. Zombies, das wäre für Tobias schon fast eine Novität, wenn man mal seinen Hiob ausnimmt (Hiob - erstes Buch, als Hiob auf dem Friedhof herumspinnt ... ;D)


  • Unter "Auffinden von Leichen" kann man aber nicht von unheimlich sprechen. Hey, haben wir hier nich 'n Schlag Fantasy anbei? Da kommt es vielleicht schon mal vor, dass Moorzombies erwachen, oder so was. Zombies, das wäre für Tobias schon fast eine Novität, wenn man mal seinen Hiob ausnimmt (Hiob - erstes Buch, als Hiob auf dem Friedhof herumspinnt ... ;D)


    Das war in HIOB 2, wo sich der alte Druide als verrotteter Zombie aus seinem Grab schindet ... ;)


    Aber ansonsten glaube ich auch, dass das reine Auffinden der Leichen im Sumpf keinen Hund mehr hinterm Ofen hervorlocken würde nach dem, was in den letzten Kapiteln von "Sieben Heere" dann noch passiert. Der Verbleib der ersten dreißig spielt dann einfach keine Rolle mehr.


    :capone:
    Tobias