04 - Kapitel 45 bis 70 (Seite 203 bis 274)

Leserunden.de wurde am 31.12.2018 eingestellt. Registrierungen und Antworten sind nicht mehr möglich. Der Betrieb geht im Bücherforum von Literaturschock weiter.
Leserunden.de positioniert sich. Nazifreie Zone, denn wer neben Nazis marschiert, ist entweder selbst ein Nazi oder eine nützliche Marionette der Nazis. Andere Kategorien gibt es nicht.
  • Hallo und guten Tag,


    ich musste jetzt einfach mal weiterlesen. O.K.


    So recht kommt jetzt im schwarzen Lamm keine Freunde mehr auf, denn auch auf der Seite der Dörfler gibt es einen Verletzen und einen Toten. Beide aus der Wirtsfamilie.


    Interessanterweise bringt das trotzdem, aber keinen zum Umdenken oder gar Besinnung. Es wird lustig weitergemordet.
    Tauntus hat die Spirale der Gewalt los getreten und irgendwie trotz nun eigener, möglicher Verluste macht jeder einfach weiter, wie im Wahn. Aber dieser Wahn hat jetzt System mit genauen Anleitungen geht man an die Restvernichtung.


    Man befreit die Rauthne und hat somit seine Galionsfigur zurück. Der Mardein gibt eine Kostprobe seiner Feuerkunst gegen den Capitar. Was zur Folge hat, dass das Ratshalle abbrennt und somit auch die anderen Soldaten ihr Leben auf grausame Weise lassen müssen.


    Langsam erwacht auch der Rest der Dörfler. Löschversuche werden von den "Anführer der Revolte" unterdrückt und dem Rest eine abenteuerliche Geschichte aufgetischt, wie es zu all dem kam. Die Ereignisse somit zu Gunsten der Dörfler umgeschrieben und auch noch schön geredet.


    Irgendwie schon schlimm...maximal 24 Leute haben hier Entscheidungen für fast 500 Leute getroffen, die jetzt ob sie wollen oder nicht erst einmal damit leben müssen. Wahrscheinlich werden sie auch damit leben, denn wieso solchen sie an den Worten ihrer Nachbaren und Freunden zweifeln.


    Einzig Rauthne macht sich so ihre Gedanken.


    Unsere Hauptakteure haben damit für meinen Geschmack jegliche Achtung und Würde vor den Soldaten als Menschen für mich persönlich verloren...Luyiz, der Soldat..der so gut mit Kindern konnte ist nur noch ein schwarzer verschmorter Klumpen >:(


    Traurig...traurig....


    Die Soldaten sind soweit tot, bleibt nur noch der Gryhy als letzter Punkt auf der Vernichtungsliste.
    Bin gespannt, was mit ihm passiert.


  • Luyiz, der Soldat..der so gut mit Kindern konnte ist nur noch ein schwarzer verschmorter Klumpen >:(


    Traurig...traurig....


    Nur, damit keine weitere Verwirrung entsteht: Der Soldar, der so gut mit Kindern umgehen konnte und sich bei Hernyets Unterricht mit eingebracht hat, hieß Demtri, und wurde von Tautun am Fenster umgebracht.
    Luyiz dagegen ist einer, der erst auf den Seiten 244 und 245 namentlich erwähnt wird, genau genommen zu spät.


    :explodier:
    Tobias

  • Nur, damit keine weitere Verwirrung entsteht: Der Soldat, der so gut mit Kindern umgehen konnte und sich bei Hernyets Unterricht mit eingebracht hat, hieß Demtri, und wurde von Tautun am Fenster umgebracht.
    Luyiz dagegen ist einer, der erst auf den Seiten 244 und 245 namentlich erwähnt wird, genau genommen zu spät.


    :explodier:
    Tobias


    Tobias,


    stimmt, stimmt und um meinen Fehler wieder gut zu machen...der schwarze Klumpen war Juyan, der Soldaten vom Anfang der Geschichte im Stall bei dem Gryph. Der sich mit Nendlece durchaus nett und höflich unterhalten hat ;)

  • ..und der Schlächter von Hagetmau wütet weiter!!


    Nun hier passiert so Einiges.. summa summarum am Ende ist jeder einzelne Nafarroaner mausetot, nicht mal Juyar konnte dem Feuer entrinnen, eine Tatsache, die dem armen Luyiz aber auch nix geholfen hat..


    Wer mich beeindruckt hat war Mardein, diese Feuermagie war wirklich Wahnsinn und meiner Meinung nach auch gerechtfertigt, im Gegensatz zum Rest von Hagetmau wurde er als Geisel genommen und wirklich bedroht!


    Schon beim Lesen des letzten Abschnitts ist mir immer wieder Dürrenmatt’s "Besuch der alten Dame" im Kopf rumgespukt, als ich das gelesen habe, habe ich mir auch gedacht WIE DUMM KANN EIN DORF SEIN?! o.O
    Ich glaube du, starone, hast das Buch schon mal mit einer Bauernkommödie verglichen, was ich ziemlich treffend finde.
    Aber genau dieser Aspekt, also die Diskussionen und Gedankengänge der Dörfler sind das, was mich hier so fasziniert, das gibt dem Ganzen so etwas gesellschaftskritisches, was ich ungemein interessant und spannend zu lesen finde.


    Und nun sehen wir auch welches Schicksal nach Baresin dem Gryph bevorsteht, allerdings bin ich mir sicher, dass Nendléce das zu verhindern weiß.


    ..und zum Schluss noch in Varlie’s Namen, weil sie noch nicht dazu gekommen ist, darüber zu Wort zu kommen: „Was ist mit der Säge??“ ..die muss ja auch noch geborgen werden^^

    Liebe Grüße<br />Sara

    Einmal editiert, zuletzt von Sara ()


  • Interessanterweise bringt das trotzdem, aber keinen zum Umdenken oder gar Besinnung. Es wird lustig weitergemordet.
    Tauntus hat die Spirale der Gewalt los getreten und irgendwie trotz nun eigener, möglicher Verluste macht jeder einfach weiter, wie im Wahn. Aber dieser Wahn hat jetzt System mit genauen Anleitungen geht man an die Restvernichtung.


    Ja ich glaube die wissen sonst einfach nicht, was sie tun sollen?! Also halten sie mehr aus Verzweiflung an ihrem vorherigen Plan fest.
    Was ich mich beim Lesen gefragt habe, was hätte Rauthne gemacht, wenn sie nicht gefangen gewesen wäre und das Tautun-Problem hätte lösen müssen?



    Irgendwie schon schlimm...maximal 24 Leute haben hier Entscheidungen für fast 500 Leute getroffen, die jetzt ob sie wollen oder nicht erst einmal damit leben müssen. Wahrscheinlich werden sie auch damit leben, denn wieso solchen sie an den Worten ihrer Nachbaren und Freunden zweifeln.


    Da hast du Recht, das ist echt Wahnsinn, wenn man darüber so nachdenkt, allerdings macht ja jetzt der Rest also alle übrigen 476 bisher "Unschuldigen" bei dem Plan auch mit..


  • Ich glaube du, starone, hast das Buch schon mal mit einer Bauernkommödie verglichen, was ich ziemlich treffend finde.


    Sara,


    stimmt, weil es eigentlich so unwirklich, komödienhaft dargestellt ist...ein Unsympath mischt eine bis dato friedliche Dorfgemeinschaft auf.
    Und statt den Täter aus zu liefert. Fasst man plötzlich den Mut und die Überlegung den Soldaten den Garaus zu machen.


    Bauernschlau, siehe Varlie an der Brücke schafft man es weitere Soldaten ins Jenseits zu befördern. Tote Soldaten in den Keller, dann wieder nicht, dann in den Fluss und wieder heraus...das hat schon was vom eine Possenspiel und Bauerntheater an sich.


    Und wie bei einer Bauernkomödie geht es Akt für Akt einfach weiter mit dem Morden.


  • Da hast du Recht, das ist echt Wahnsinn, wenn man darüber so nachdenkt, allerdings macht ja jetzt der Rest also alle übrigen 476 bisher "Unschuldigen" bei dem Plan auch mit..


    Nun hier ist das Problem, der passiven, schlafenden, grauen und großen Restmasse an Dörflern. Ihnen wird das und das gesagt und sie, glauben es erst einmal. Denn die Gerüchteküche brodelt und von der Seite, der Soldaten gibt es niemanden der etwas anders behaupten kann.


    Und damit sind die 24 Dörfler erst einmal aus dem Schneider und keiner kann ihnen etwas.

  • Meine Güte, das macht einen echt fertig diese Morde, einen nach dem anderen und mit aller Gewalt, egal wie, Hauptsache irgendwie tot. :o Ich muss sagen, ich bin froh, dass nun alle tot sind - nicht weil ich das gut finde, sondern weil dieses schreckliche Morden nun erstmal vorbei ist - vielleicht ... Zumindest konnte man jetzt irgendwann mal "Luft holen" , weil man erst mal keine weitere dieser schrecklichen Szenen noch unmittelbar vor sich hat. Frieden wird jetzt sicherlich nicht einkehren, aber Tautun kann erst mal keine Soldaren mehr töten, weil keine mehr da sind. Es ist wirklich schwer zu ertragen, wenn man die Soldaren gerade erst so freundlich kennengelernt hat und sie kurz darauf als verbrannte Klumpen enden. :( Mir ging es mit der Zeit so, dass ich, obwohl das Dorf ja feindlich besetzt wurde, ich mehr und mehr mit den Soldaren Mitleid bekam und mir die Dorfbewohner teilweise unsympathisch wurden (besonders Tautun und Baresin, aber auch diejenigen, die am Ende wie im Wahn auf den Soldaren einschlugen, nachdem die übrigen Dorfbewohner, die bisher nichts von der Sache mitbekommen hatte, sogar den verletzten Soldaren helfen wollten, wie es ihnen die Menschlichkeit vorgab. Ich wurde da richtig wütend darüber).


    Die Frage ist nun, wie geht es weiter? Warten, bis neue Soldaren kommen und wieder von vorne beginnen? Oder macht sich Tautun gleich auf den Weg ins nächste Dorf, um dort zu wiederholen, was in seinem Dorf so überraschend gut funktioniert hat? Die Situation ist seltsam jetzt, wie ein Schwebezustand mit noch ungewissem Ausgang.


    Ehrlich gesagt musste ich hier an Asterix und Obelix denken:


    Zitat

    Ganz Gallien ist von den Römern besetzt... Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten


    ;D ;D ;D Und kurz nachdem ich den Gedanken hatte, sagte auf einmal die Heberin zu den anderen etwas in der Art, sie seien das einzige Dorf zwischen lauter Besetzten. Na also, da hatte sie wohl den gleichen Gedanken wie ich. ;) ;D Nur fehlt hier der Zaubertrank ... allerdings wirkten Tautuns Morde ja teilweise so, als hätte er doch übernatürliche Kräfte in sich, so ausdauernd wie er einen nach dem anderen umbrachte.


    Ein bisschen hat mich der Capitar erstaunt, der sich irgendwann überfordert fühlte. Ich hatte ich ihn eigentlich bisher nicht so "schwach" empfunden, dass er sich so sehr verunsichern lässt und er nicht mal viel schneller und energischer nach dem Rechten sieht. Er wirkte auf mich viel zu langsam und fast energielos und das als Anführer. Auch wenn er sich offensichtlich nicht vorstellen konnte, dass die "dummen" Dorfbewohner einen geheimen Aufstand auf die Beine bringen könnten, so hätte ich doch erwartet, dass er als Krieger zumindest schneller auf seltsame Geschehnisse und Geräusche reagiert und nicht wie apathisch in der Gegend rumsteht. So kann man doch nicht erfolgreich Krieg führen, wenn man so lange braucht, bis man mal in die Gänge kommt, wenn man etwas seltsam findet. ::)


    Barsein wird immer selbstsicherer und kann offensichtlich gut reden und motivieren und die Leute zusammenhalten und zusammenbringen. Seine Rede vor dem Dorf war wohl sehr eindringlich und kam bei den Leuten an. Was das betrifft, hat er seine Qualitäten. Lachen musste ich aber, als er wegen der Glockenläuterei erst mal Sinion um Rat fragen musste. ;D Entscheidungssicher ist er dann doch nicht. Aber er als Sprecher und Sinion als sein Berater gäben wohl ein überzeugendes und schlaues Team ab. Dass er seine Mutter am liebsten aus seiner Nähe verschwinden lassen würde, war klar. Und Tautun auch. Die Drecksarbeit durfte er machen, aber jetzt wäre es besser, er würde verschwinden. Klar - und beim nächsten Soldaren, der auftaucht, schreit Barsein dann wieder nach ihm. ::)


    Jetzt bin ich mal gespannt, was mit dem Gryphen passiert. Ich hoffe irgendwie, dass Nendlèce ihn retten kann. Ich will nicht, dass er auch abgeschlachtet wird, nachdem wir ihn ja auch schon kennengelernt haben und er eine so besondere Ausstrahlung hatte. Aber ich fürchte, auch er wird nicht verschont werden. Warum sollte gerade er überleben, wenn damit der ganze Plan gefährdet ist? Dann wären die 30 Männer ja umsonst gestorben, wenn man den Gryph am Leben lässt und gerade das das Massaker verraten würde (wobei ich immer noch der Meinung bin, dass die ganze Aktion sowieso nicht geheim bleiben wird, bzw. in dem Sinn nichts nützen wird, weil einfach neue Soldaren nachkommen).


    Aber wer weiß, ich lasse mich auch gerne überraschen und bin sehr gespannt, was nun passiert. Ich habe keine Idee ...


  • Wer mich beeindruckt hat war Mardein, diese Feuermagie war wirklich Wahnsinn und meiner Meinung nach auch gerechtfertigt, im Gegensatz zum Rest von Hagetmau wurde er als Geisel genommen und wirklich bedroht!


    Ja, das war wirklich beeindruckend. Aber trotzdem hatte gerade er sich nicht gut dabei gefühlt, die jungen Soldaren zu töten. Trotz seiner Situation fiel es ihm schwer, über den Tod der anderen zu bestimmten. Er tat es im Gegensatz zu Tautun nicht gerne und das spricht für ihn.



    ..und zum Schluss noch in Varlie’s Namen, weil sie noch nicht dazu gekommen ist, darüber zu Wort zu kommen: „Was ist mit der Säge??“ ..die muss ja auch noch geborgen werden^^


    Ja, die Säge. Ob sie noch in Ordnung ist? Oder im Feuer zerstört wurde? So viel Aufhebens, wie um sie gemacht wurde, sollte man annehmen, dass sie noch da ist. Aber wer weiß, vielleicht ist es auch nur etwas, das einen Namen bekommen hatte, um dann zu sterben. ;)



    Aber genau dieser Aspekt, also die Diskussionen und Gedankengänge der Dörfler sind das, was mich hier so fasziniert, das gibt dem Ganzen so etwas gesellschaftskritisches, was ich ungemein interessant und spannend zu lesen finde.


    Ja, das finde ich auch äußerst spannend zu beobachten, was die Leute diskutieren und wie sie reagieren, ob jetzt einzelne oder als Gruppe.


  • der schwarze Klumpen war Juyan, der Soldaten vom Anfang der Geschichte im Stall bei dem Gryph. Der sich mit Nendlece durchaus nett und höflich unterhalten hat ;)



    Genau. Um Juyan habt ihr euch zu Beginn der Leserunde viele Gedanken gemacht. Da liegt er nun...




    Was ich mich beim Lesen gefragt habe, was hätte Rauthne gemacht, wenn sie nicht gefangen gewesen wäre und das Tautun-Problem hätte lösen müssen?



    Sehr gute Frage. Schaut nochmal auf S. 41, da versucht Rauthne nämlich ganz zaghaft, den Capitar auf seinen womöglichen Fehler hinzuweisen...




    Und wie bei einer Bauernkomödie geht es Akt für Akt einfach weiter mit dem Morden.



    Nach wie vor habe ich ein Problem mit dem Begriff "Bauernkomödie".
    Ich kenne nicht viele, "Kohlhiesels Töchter" zum Beispiel - aber ich kenne keine, in der viel gemordet wird!
    Das scheint mir doch eher eine Eigenart von schwarzen Kriminalkomödien wie "Arsen und Spitzenhäubchen" oder "Ladykillers" zu sein, dass sich die Leichen häufen. Aber in Bauernkomödien? Geht es da wirklich um Mord und Totschlag?
    Ich verstehe natürlich, was ihr meint. Weil die Dörfler oft sehr ratlos sind, und natürlich auch nicht immer sofort das Richtige tun, wirken sie manchmal unfreiwillig komisch. Aber ich denke, das ist nur realistisch. Woher sollen sie denn plötzlich die absoluten Superstrategen sein?




    Ehrlich gesagt musste ich hier an Asterix und Obelix denken:



    DAS wiederum ist eine Assoziation, die sich förmlich aufdrängt. Da ich eine Résistance-Geschichte schreiben wollte, wurde mir schnell klar, dass es Parallelen zu "Asterix" geben wird. Und dann gibt es sogar noch quasi einen Druiden im Dorf... :D
    Aber immerhin ist der Häuptling bei mir Gutemine statt Majestix, und auf einen Barden habe ich auch verzichtet.
    Damit's nicht zu bauernkomödienhaft wird ...
    :nudelholz:


    ;)
    Tobias

  • Ich finde den Begriff "Komödie" generell seltsam für dieses Buch und mir erschließt sich nicht, wie man überhaupt nur ansatzweise darauf kommen kann. Tragödie. Das Wort ist viel passender.


  • Ich finde den Begriff "Komödie" generell seltsam für dieses Buch und mir erschließt sich nicht, wie man überhaupt nur ansatzweise darauf kommen kann. Tragödie. Das Wort ist viel passender.


    Nun, mein Ansatz war..1. es sind Bauern...also Bauern....und dann habe ich mir erlaubt das Wort Komödie dran zusetzten, denn die Bauern in ihrem einfach und mit unter auch wenig weitschauenden Art...haben sie doch auch komische Momente einbauen.


    Unsympath mischt ganze Dorfgemeinschaft auf, trotzdem hält Dorfgemeinschaft fest zusammen. Vertuschung usw. Kommt auch gerne im Bauertheater vor.
    Leichen in den Keller, Leichen aus dem Keller, Leichen in den Fluss, Leichen müssen wieder aus den Fluss geborgen werden.



    Die weitere Vernichtung geht dann, aber in guter Planung von statten...also Step by Step. Akt bei Akt.


    Komödie/Tragödie oder Bauertheater....das komödienhafte verändert sich bald in zumindest für die Soldaten klar in eine Tragödie. Auch für die Dörfler könnte es eine Tragödie werden. Aber das steht zur Zeit noch auf einem anderen Blatt.


    Auf der anderen Seite spielen sie für ihre anderen Mitbewohner des Dorfes, aber auch großes Theater....also Bauerntheater. Und verändern so die Ereignisse zu ihren Gunsten.

  • Ich muss mal anmerken, dass die Abschnittseinteilung genial ist 8)


    Die Hagetmauer haben es also tatsächlich geschafft und alle 30 Soldaten umgebracht! Und das mit nur einem eigenen Verlust und 1 Schwerverletzten - das hätte ich nicht gedacht. Durch Mardeins Feuer ging es dann auch ziemlich schnell und ich muss gestehen, ich war nicht böse um das Feuer, dass wir nicht noch 11 x Abschlachten miterleben mussten :-[


    Wir hatten ja schon den Verdacht, dass in Mardein mehr steckt als bisher geahnt, aber mit seinem Feuer hat er doch meine Erwartungen übertroffen. Und dass er selber in dem Feuer überleben kann, denn ehrlich, ich war auch davon überzeugt, dass er das nicht überleben kann, vor allem, nachdem er auf Tautuns Rufe nicht mehr reagiert hat.


    Der Vorschlag, alle Leichen zu verbrennen und im Wald auszulegen, sagt mir jetzt auch am meisten zu, so können sie für nachforschende Nafarroaner eine bessere Begründung konstruieren. Und dass Akitania magiebegabt ist, scheint in Nafarroa, wenigstens teilweise, bekannt zu sein. Und eine angebliche Strafe durch Abelion könnte Angst und Aberglauben unter den Besatzern schüren, was den Akitaniern wieder zu Gute kommen kann.


    Ein paar unserer Überlegungen aus den vorigen Abschnitten werden jetzt relevant: wie die Frage, was mit den Waffen der toten Soldaren zu tun ist und ob Hagetmau eine Art Initialzündung für die Befreiung ganz Akitanias sein könnte.


    Was mich überrascht hat, dass Tautun daran gelegen war, Rauthne und unter Vorbehalt auch Mardein zu befreien, da er bei den beiden Alten doch nicht so angesehen war, hatte ich den Eindruck. Aber das war ihm jetzt doch wichtig. Ich dachte ja wirklich, um Rauthne wäre es geschehen, als sie den Kopf zum Fenster rausstreckt, aber Tautun realisiert gerade noch, dass es sich bei ihr um keinen Soldaren handelt.


    Auch wenn mir nicht alles gefällt, was Baresin macht und denkt, aber ich muss gestehen, er macht seine Aufgabe gar nicht so schlecht. Und er ist nicht so arrogant zu verkennen, dass er Sinion an seiner Seite braucht. Sinion könnte keine Rede halten, um die Dorfbewohner auf eine Linie einzuschwören, dafür ist Baresin besser geeignet. Dass er über eine Einmischung seiner Mutter nur mäßig begeistert wäre, kann ich auch ein wenig nachvollziehen: bis zum vorigen Abend führte er eher ein zielloses Leben und spielte eine passive Rolle im Dorf, aber jetzt hat er eine Aufgabe, an der er zu wachsen scheint, daher wundert es mich nicht, dass er diese Aufgabe ungern abgeben möchte. Aber Rauthne kann im Moment noch gar nicht fassen, was alles geschehen ist, die Dinge sind ihr aus der Hand genommen und sie ist klug genug, das einzusehen und erstmal den Anderen freie Hand zu lassen. Ich bin gespannt, ob sie ihre Position weiterhin ausfüllen oder ihr Amt abgeben wird. Ich denke, im Moment wäre es für die Hagetmauer günstiger, wenn sie weiterhin die Byrgherin bleibt, da sie eine Konstante in deren Leben ist, evtl. zusammen mit Baresin als Doppelspitze.


    Baresin ist jetzt der Politiker und Koordinator im Dorf, Sinion der strategische Kopf, Tautun der Mann für das Grobe und Varlie die Stimme des Gewissens. Wenn man mal überlegt, an welchen Positionen diese Charaktere vor einigen Stunden noch standen ... Tautun sehe ich auch weniger bei den Entscheidungsträgern, zumal es ihn jetzt nach dem Kampf auch nicht weiter zu interessieren scheint, da er seine Aufgabe erfüllt hat und er nun endlich ausschlafen kann.


    Die Zukunft des Grphyen sieht bisher düster aus - und wie erwartet hält sich Nendlèces Begeisterung über sein Schicksal arg in Grenzen. Ob sie versuchen wird, ihn zu befreien? Im Moment traue ich ihr das eher nicht zu, höchstens Varlie würde ihr helfen. Oder Sinion fällt noch etwas ein, wofür sie den Gryphen benötigen könnten.


  • Langsam erwacht auch der Rest der Dörfler. Löschversuche werden von den "Anführer der Revolte" unterdrückt und dem Rest eine abenteuerliche Geschichte aufgetischt, wie es zu all dem kam. Die Ereignisse somit zu Gunsten der Dörfler umgeschrieben und auch noch schön geredet.


    Das fand ich auch sehr spannend zu sehen, wie schnell Geschichten die Runde machten, die mit dem ursprünglichen Auslöser nichts mehr gemein hatten. Aber immerhin erzählt Baresin ihnen, wie es tatsächlich vor sich gegangen hat, wenn auch entsprechend angepasst - Politiker eben ;D



    Unsere Hauptakteure haben damit für meinen Geschmack jegliche Achtung und Würde vor den Soldaten als Menschen für mich persönlich verloren...Luyiz, der Soldat..der so gut mit Kindern konnte ist nur noch ein schwarzer verschmorter Klumpen >:(


    Bei Demtri musste ich auch schlucken, ebenso bei dem Soldaren, dem einige Hagetmauer zuerst helfen wollen und dann die Meute ihn doch zu mehreren abstechen. Sehr gut fand ich in diesem Zusammenhang auch die Aussage, dass die Soldaren ebensowenig wie der Gryph ihnen irgendwas getan hätte.


  • Ehrlich gesagt musste ich hier an Asterix und Obelix denken:


    Daran musste ich auch schon öfters denken :D



    Ein bisschen hat mich der Capitar erstaunt, der sich irgendwann überfordert fühlte. Ich hatte ich ihn eigentlich bisher nicht so "schwach" empfunden, dass er sich so sehr verunsichern lässt und er nicht mal viel schneller und energischer nach dem Rechten sieht. Er wirkte auf mich viel zu langsam und fast energielos und das als Anführer. Auch wenn er sich offensichtlich nicht vorstellen konnte, dass die "dummen" Dorfbewohner einen geheimen Aufstand auf die Beine bringen könnten, so hätte ich doch erwartet, dass er als Krieger zumindest schneller auf seltsame Geschehnisse und Geräusche reagiert und nicht wie apathisch in der Gegend rumsteht. So kann man doch nicht erfolgreich Krieg führen, wenn man so lange braucht, bis man mal in die Gänge kommt, wenn man etwas seltsam findet. ::)


    Der Capitar in seiner Hilflosigkeit hat mich auch überrascht, vielleicht war er einfach zu "weich" für deses Geschäft und überfordert, sobald es um Gewalt geht. Aber andererseits war er doch sicherlich schon einige Zeit dabei, sonst hätte er es doch nicht bis zum Capitar geschafft, oder?



    Und Tautun auch. Die Drecksarbeit durfte er machen, aber jetzt wäre es besser, er würde verschwinden. Klar - und beim nächsten Soldaren, der auftaucht, schreit Barsein dann wieder nach ihm. ::)


    GARANTIERT!


  • Ja, die Säge. Ob sie noch in Ordnung ist? Oder im Feuer zerstört wurde? So viel Aufhebens, wie um sie gemacht wurde, sollte man annehmen, dass sie noch da ist. Aber wer weiß, vielleicht ist es auch nur etwas, das einen Namen bekommen hatte, um dann zu sterben. ;)


    Ich könnte mir vorstellen, dass sie in Mardeins Feuersturm ebenfalls verschmolzen ist ;D Oder wenigstens etwas verformt?



    Genau. Um Juyan habt ihr euch zu Beginn der Leserunde viele Gedanken gemacht. Da liegt er nun...


    Seufz ja, das war es wohl mit ihm.



    Sehr gute Frage. Schaut nochmal auf S. 41, da versucht Rauthne nämlich ganz zaghaft, den Capitar auf seinen womöglichen Fehler hinzuweisen...


    Stimmt, an die Stelle hatte ich gar nicht mehr gedacht. Das ist jetzt natürlich ein interessantes Gedankenszenario: was wäre gewesen, wenn ...


  • Bei Demtri musste ich auch schlucken, ebenso bei dem Soldaren, dem einige Hagetmauer zuerst helfen wollen und dann die Meute ihn doch zu mehreren abstechen. Sehr gut fand ich in diesem Zusammenhang auch die Aussage, dass die Soldaren ebensowenig wie der Gryph ihnen irgendwas getan hätte.


    Das ist der springende Punkt, dieses vollkommene ausrasten dieser Handvoll Dörfler...wie im Wahn oder Irrsinn.


  • ... und auf einen Barden habe ich auch verzichtet.


    Das wäre auch fatal gewesen, wenn der z. B. jeden einzelnen erfolgreichen Mord erst mal besungen hätte. ;D



    Was mich überrascht hat, dass Tautun daran gelegen war, Rauthne und unter Vorbehalt auch Mardein zu befreien, da er bei den beiden Alten doch nicht so angesehen war, hatte ich den Eindruck. Aber das war ihm jetzt doch wichtig.


    Stimmt, hier hat er mich auch überrascht, denn ich hätte ihn auch eher so eingeschätzt, dass ihm die beiden und ihr Schicksal nicht besonders wichtig sind. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass es ihm nur darum ging, den Soldaren ihr Druckmittel zu nehmen, sondern dass er wirklich froh war, Rauthne retten zu können. Was auch immer sein Problem mit oder in dem Dorf ist, eine Bindung scheint es doch zu geben.



    Der Capitar in seiner Hilflosigkeit hat mich auch überrascht, vielleicht war er einfach zu "weich" für deses Geschäft und überfordert, sobald es um Gewalt geht. Aber andererseits war er doch sicherlich schon einige Zeit dabei, sonst hätte er es doch nicht bis zum Capitar geschafft, oder?


    Denke ich auch. Er müsste eigentlich für seinen Job nicht so hilflos erscheinen, es sei denn er ist neu darin. Vielleicht war er das ja? Er brauchte ja immer die Gespräche mit seinem mittlerweile toten "Vize" (mir fällt gerade der Name nicht ein), vielleicht hatte er ja doch noch nicht so viele Kriegszüge geleitet oder mitgemacht. Oder sie hatten bisher nie wirklich viel Arbeit mit ihren Gegnern, so dass er sich immer um Probleme "herummogeln" konnte. Auf jeden Fall wirkte er längst nicht mehr so beängstigend im Laufe der Geschichte, wie er anfangs auf mich wirkte, als er ins Dort kam (vielleicht war er ja der "Zwilling" von Baresin, der auch gut reden, aber nicht gut entscheiden kann ;) )


    Stimmt, aber die gehen auch nicht liebevoll mit ihren Gegnern um, auch wenn alles total lustig rüber kommt.


    "Lustig" hatte mit meinem gedanklichen Vergleich dabei nicht viel zu tun, sondern die ähnliche Situation, dass sich ein einzelnes Dorf innerhalb einer Umzingelung so erfolgreich wehrt. Auch wenn es hier ein paar Situationen gibt, die mich mal grinsen lassen, so ist das für mich immer kein "lustiges Grinsen", sondern eher ein "verzweifeltes Grinsen", weil mir im gleichen Moment schon wieder ein Kloß im Hals steckt. Die Grundstimmung empfinde ich hier insgesamt als tragisch und düster.