04 - Kapitel 45 bis 70 (Seite 203 bis 274)

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  • Der Capitar in seiner Hilflosigkeit hat mich auch überrascht, vielleicht war er einfach zu "weich" für deses Geschäft und überfordert, sobald es um Gewalt geht. Aber andererseits war er doch sicherlich schon einige Zeit dabei, sonst hätte er es doch nicht bis zum Capitar geschafft, oder?


    Hilflosigkeit so würde ich es nicht bezeichnen. Denn es gab doch eigentlich kein Anzeigen für so ein Verhalten der Dörfler. Alles war ruhig bis Tautuns wieder auf der Bildfläche aufgetaucht ist. Und so nahm das Unglück seinen Lauf.


    Der Capitar hat die Anführer in Arrest genommen, Wachen aufgestellt, versucht freundlich durch Demtri den Kinder gegenüber zu treten und als Entgegenkommen zwei seiner Soldaten ins schwarze Lamm geschickt.


    Ich glaube, dass er eher viel zu vertrauensselig war und deshalb zu spät gemerkt hat, dass die Dörfler plötzlich aufbegehren und sich mit ihren Mittel gegen die Soldaten stellen.

  • Hallo, werte Mitleser :winken:


    So viel also zu meiner Theorie das sich der Rest des Buches mit der Nacht und dem Kampf gegen die Soldaren beschäftigen wird^^


    An dieser Stelle möchte ich auch mal eine Rückmeldung zu den einzelnen Bezeichnungen geben. Während "Byrgherin" und "Semane" mir am Anfang noch einige Probleme bereitet hatten, haben sich die neuen Namen über die letzten Abschnitte immer weiter normalisiert. Inzwischen denke ich nicht mehr darüber nach und komme gut mit ihnen zurecht. :)


    Die Situation wird nun wirklich schnell geklärt, was für mich äußerst überraschend war. Ich hatte erwartet das der Kampf zwischen Soldaren und Dörflern nun spannender werden würde und sich erst zu Buchende klären würde. Aber ich habe wohl nicht mit Mardeins Geheimwaffe gerechnet. Das er Rindenhyänen explodieren lassen konnte, wussten wir ja bereits und anhand des Capitars demonstriert er das auch. Selbst das hat mich überrascht, obwohl ich das Szenario mit der Rindenhyäne noch irgendwo im Hintergrund hatte.
    Das Verhalten des Capitars in der Situation erschließt sich mir auch nicht unbedingt. Mardein soll Tautun zum Aufgeben überzeugen? Wofür hat der Capitar denn so viele Männer? Das sollte ja theoretisch ausreichen, um dem Feind den Garaus zu machen, selbst wenn Tautun es scheinbar auch mit mehreren Soldaren gleichzeitig aufnehmen kann.
    Nun ja. Jedenfalls fackelt Mardein erstmal die gesamte Ratshalle ab. Und das er an dieser Stelle zum Angriff übergeht nehme ich ihm auch nicht übel, schließlich steht sein Leben und potentiell auch das von Rauthne und Mardein auf dem Spiel. Das er über solche, gewaltige Macht verfügt, damit hatte ich nicht gerechnet....und die Naffaroaner auch nicht.


    Die Dörfler haben damit einen gewaltigen Sieg errungen, auch wenn viel (naffaroanisches) Blut dafür fließen musste. Beinahe ohne Verluste haben sie die gesamte Mannschaft von Angsazin, Freconvil und dem verklumpten Juyan bezwungen. Und Folster und sein Sohn werden nun zu Märtyrern stilisiert. In Anbetracht dieser Situation und des Erfolgs der Dörfler finde ich die Gedanken an eine Ausweitung der "Revolution" gar nicht so abwegig. Nur mit ein paar Mann haben sie die erste Truppe der Soldaren bezwungen. Sie haben Mardein auf ihrer Seite, der es mit einem ganzen Dutzend Soldaren aufnehmen kann (Gegen das Explodieren scheint man sich ja in keinster Weise wehren zu können O.o). Sie haben 30 Rüstungen und Waffen, von denen sie in jedem Dorf mehr bekommen und auch immer mehr Mann die sich ihnen anschließen.
    In Hagetmau sind die Dörfler so schnell vorgegangen, dass die Besatzer nicht oder zumindest nicht gut darauf reagieren konnten. Wenn sie nun auch weiterhin in diesem Tempo fortfahren haben sie vielleicht eine Chance sich genug Macht aufzubauen, bevor Naffaroa ihre Einheiten richtig koordinieren kann.


    Ob das Ganze sinnvoll ist? Nun, auch das Blutvergießen in Hagetmau kann man stark anzweifeln. Sind die Hagetmauer nun wirklich freier? Blut klebt nun an ihren Händen. Noch halten sie alle zusammen, aber es ist gut möglich, dass dieses Ereignis und womöglich noch kommende Ereignisse das ändern und das Dorf spalten. (Die Theorie wurde ja von euch auch schon des Öfteren geäußert)


    Was nun mit dem Gryphen passieren wird? Ich kann mir vorstellen warum sie ihn am Leben lassen könnten. Nämlich um ihn selbst als kriegerische Unterstützung zu nutzen.


    Insgesamt muss ich sagen, dass ich nun tatsächlich fast ein wenig enttäuscht bin, dass die Gefahr bereits bewältigt ist, auch wenn das nun vielleicht eine unpopuläre Meinung ist. Die Morde waren grauenerregend, aber die Situation war auch sehr spannend, wie ich finde. Was hingegen nun weiterhin geschehen wird, davon habe ich keine Ahnung. Wir haben immerhin noch weitere hundert Seiten vor uns. Womöglich werden wir also doch schon mehr zum Fortschreiten des Widerstands erfahren...
    Und vermutlich auch, was es mit diesem Menschen /Geschöpf am Waldesrand auf sich hat. Sie wollen ja die Leichen im Wald "entsorgen". Da würde sich eine Begegnung anbieten.


    Ob der Plan der Dörfler, wie er im Augenblick aussieht, zweifle ich ehrlich gesagt an. Wenn man verbrannte Leichen im Wald findet und dann die verbrannte Lagerhalle entdeckt, denke ich, dass die Naffaroaner 1 und 1 zusammenzählen werden. Derart feuerfest erscheint mir der Plan dementsprechend nicht unbedingt :-\


    Die Asterix-Assoziation hatte ich schon, als ich den Klappentext gelesen habe (Was ich immer noch bereue ;D)
    Ich finde den Vergleich durchaus passend. Nur das hier eine weitaus blutigere Realität vorherrscht und kein fröhliches Kloppen.


    Ich habe nun auch schon einige der Charaktere identifizieren können:


    Miraculix - Mardein: Quasi-Druide
    Obelix-Tautun: Unüberlegt, chaotisch, Freude am Kämpfen. Nebulöse Vergangenheit...ist er als Kind in den Zaubertrank gefallen?
    Varlie-Asterix: Seine bessere Hälfte
    Troubardix-Sinion: Er hat ja schon erwähnt, dass er gerne dichten würde. Vermutlich wurde das Dorf nur dank seines Sprachfehlers davon verschont ;)
    Idefix-Der Gryph: Selbsterklärend. Die Ähnlichkeit ist gar nicht zu übersehen :P


    Fürs Erste fällt mir nichts weiteres ein...


  • Ob das Ganze sinnvoll ist? Nun, auch das Blutvergießen in Hagetmau kann man stark anzweifeln. Sind die Hagetmauer nun wirklich freier? Blut klebt nun an ihren Händen. Noch halten sie alle zusammen, aber es ist gut möglich, dass dieses Ereignis und womöglich noch kommende Ereignisse das ändern und das Dorf spalten. (Die Theorie wurde ja von euch auch schon des Öfteren geäußert)


    Das Blut an ihren Händen klebt stört sie, aber nicht im Mindesten und das finde ich auch das Schlimme daran.
    Denn die Soldaten haben ihnen ja nichts zu leide getan und es war auch keine namenlose Masse an Menschen. Es gab keine Plünderung oder Schändungen der Frauen des Dorfes. Was durchaus im Bereich des Möglichen wäre oder?


    Und dann diese Blutorgie....


  • (vielleicht war er ja der "Zwilling" von Baresin, der auch gut reden, aber nicht gut entscheiden kann ;) )


    Diese Beobachtung finde ich sehr interessant.
    Tatsächlich gibt es einige Parallelen zwischen Capitar Angaszin und Baresin.
    Beide haben ein charismatisches Äußeres, können ausgezeichnet reden (Angaszin sogar mehrsprachig), sich gut vor anderen in Position bringen, sind klug, zu taktischem Vorgehen in der Lage - aber wenn es dann brenzlig wird, wenn etwas Unvorhergesehenes/schwer Einzuordnendes passiert, brauchen sie eigentlich jemanden, mit dem sie sich beraten können, denn sonst neigen sie zur Passivität aus Übervorsicht. Dieser Berater ist bei Baresin Sinion, und beim Capitar war es sein Unteroffizier Freconvil, und der fehlte ihm am Ende in der Ratshalle.



    8)
    Methusalix gibt es auch: das Tortenmacherpärchen
    und Varlies und Nendlèces Vater Erac ist Fischhändler, wie Verleihnix
    der Geschmeideschmied ist Automatix
    aber wer könnte Nendlèce sein? Sie erinnert mich am ehesten an den unbeugsamen Pepe in "Asterix in Spanien"...


    :banane:
    Tobias


  • Das wäre auch fatal gewesen, wenn der z. B. jeden einzelnen erfolgreichen Mord erst mal besungen hätte. ;D


    DEN hätte ich dann persönlich an den nächsten Baum gefesselt ;D



    Denke ich auch. Er müsste eigentlich für seinen Job nicht so hilflos erscheinen, es sei denn er ist neu darin. Vielleicht war er das ja? Er brauchte ja immer die Gespräche mit seinem mittlerweile toten "Vize" (mir fällt gerade der Name nicht ein), vielleicht hatte er ja doch noch nicht so viele Kriegszüge geleitet oder mitgemacht. Oder sie hatten bisher nie wirklich viel Arbeit mit ihren Gegnern, so dass er sich immer um Probleme "herummogeln" konnte. Auf jeden Fall wirkte er längst nicht mehr so beängstigend im Laufe der Geschichte, wie er anfangs auf mich wirkte, als er ins Dort kam (vielleicht war er ja der "Zwilling" von Baresin, der auch gut reden, aber nicht gut entscheiden kann ;) )


    Stimmt, der Vergleich mit Baresin und dass beide, wie Tobias aufzeigt, einen Berater brauchen, ist mir so gar nicht aufgefallen.


  • Was nun mit dem Gryphen passieren wird? Ich kann mir vorstellen warum sie ihn am Leben lassen könnten. Nämlich um ihn selbst als kriegerische Unterstützung zu nutzen.


    Nendlèce (und ich) befürworten deinen Vorschlag sofort.



    Insgesamt muss ich sagen, dass ich nun tatsächlich fast ein wenig enttäuscht bin, dass die Gefahr bereits bewältigt ist, auch wenn das nun vielleicht eine unpopuläre Meinung ist. Die Morde waren grauenerregend, aber die Situation war auch sehr spannend, wie ich finde. Was hingegen nun weiterhin geschehen wird, davon habe ich keine Ahnung. Wir haben immerhin noch weitere hundert Seiten vor uns. Womöglich werden wir also doch schon mehr zum Fortschreiten des Widerstands erfahren...
    Und vermutlich auch, was es mit diesem Menschen /Geschöpf am Waldesrand auf sich hat. Sie wollen ja die Leichen im Wald "entsorgen". Da würde sich eine Begegnung anbieten.


    Ich hatte auch erwartet, dass die Hagetmauer noch einige Seiten lang durch Blut und Gedärm waten würden, dass das alles so ein schnelles Ende findet, hat mich ebenfalls ziemlich überrascht. Enttäuscht bin ich weniger, weil ich nun gespannt bin, wie es weitergehen wird. Und du hast recht: dieses Geschöpf aus dem Wald könnte wieder auftauchen, wenn die Dörfler die Leichen entsorgen wollen.

  • Ich möchte gerne das Augenmerk mal auf Seite 268 legen.


    Der Schwur....


    Hier finde ich werden geschickt die entscheidenden Weichen gestellt, wie es weitergeht wird im Dorf Hagetmau.


    Jeder wird jetzt mit eingebunden, keiner bleibt außenvor und man erteilt sich selber mit diesem Schur Absolution für seine Taten und ist plötzlich .....oh Wunder wieder das "unschuldige Lamm" oder mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.


    Schon interessant oder?


    Und so entsteht eine ganz, neue und andere Abfolge der Geschehnisse.

  • 8)
    Methusalix gibt es auch: das Tortenmacherpärchen
    und Varlies und Nendlèces Vater Erac ist Fischhändler, wie Verleihnix
    der Geschmeideschmied ist Automatix
    aber wer könnte Nendlèce sein? Sie erinnert mich am ehesten an den unbeugsamen Pepe in "Asterix in Spanien"...


    :totlach: Das is gut, irgendwie gibt's da echt Parallelen!


    Das Blut an ihren Händen klebt stört sie, aber nicht im Mindesten und das finde ich auch das Schlimme daran.
    Denn die Soldaten haben ihnen ja nichts zu leide getan und es war auch keine namenlose Masse an Menschen. Es gab keine Plünderung oder Schändungen der Frauen des Dorfes. Was durchaus im Bereich des Möglichen wäre oder?


    Und dann diese Blutorgie....


    Damit hast du Recht, aber bisher hatten die Hagetmauer auch noch nicht wirklich Zeit das sacken zu lassen, vielleicht kommt der große Zusammenbruch eh noch und die meisten haben die Morde ja auch nur aus 2. Hand erfahren.


  • Damit hast du Recht, aber bisher hatten die Hagetmauer auch noch nicht wirklich Zeit das sacken zu lassen, vielleicht kommt der große Zusammenbruch eh noch und die meisten haben die Morde ja auch nur aus 2. Hand erfahren.



    Ich glaube, auch nicht das den Hagetauer wirklich viel Zeit bleibt um alles sacken zu lassen.


    Denn die Außenwelt z.B. die anderen Nafarronaer Heerführer wissen, dass auch in Dorf Hagetau Soldaten aus ihren Reihen einmarschiert sind und es bis jetzt noch keine Rückmeldung gab. Und genau dieser Punkt könnte auch für Unruhen und Rebellion in den ordnungsmäßig besetzen Dörfern rundherum hervorrufen haben.


    Aber davon wissen unsere Rebellen ja bis dato doch nichts, weil sie keinen Kontakt zur Außenwelt z.Z. aufgenommen haben. Wird sich aber ändern, wenn denn der Markttag kommt.


  • Mir erging es im Bezug auf die Soldaren ähnlich wie dir. An der Stelle, als die Dorfbewohner einfach auf den hilflosen Soldaren eingetreten, -geschlagen,.. haben - da hatte ich für diese Dorfbewohner keine Sympathie übrig..erst hilft ihm ein Dofbewohner, der von der allgemeinen Lage noch nicht ganz Bescheid wusste und dann gehen sie auf den Soldaren los und lassen all ihre Wut an ihm aus? Und er muss daran leiden, dass das Dorf ihre Aggressionen bewältigt, teilweise auch, weil falsche Geschichten erzählt wurden sind..teilweise sind mir die Dorfbewohner schon fast unsympathisch geworden..einerseits verteidigen sie ihr eigenes Dorf/ ihr Reich, aber andererseits ist ihre Vorgehensweise..ich bin echt zwiegespalten..


    Bei dem Capitar ging es mir ähnlich. Ich war ebenfalls überrascht, dass er doch recht hilflos gewirkt hat. Aber dann hatte ich mir die Vergleiche mit Baresin durchgelesen und konnte es etwas mehr nachvollziehen. Bisher hat er auf mich nicht den Eindruck gemacht gehabt, dass er noch ganz tauffrisch ist und in keinster Weise Erfahrungen haben könnte..Er war wohl doch total überrascht gewesen und ihm hat es gefehlt, erstmal alles zu sortieren und sich zu besprechen und somit sich zu sammeln..


    Ohja, wie es mit dem Gryphen weitergeht - da bin ich auch schon gespannt. Bis jetzt glaube ich leider nicht, dass er wirklich überleben wird. Die Dorfbewohner riskieren doch nicht alles und lassen sich am Ende den Plan wegen eines Gryphen vermasseln. Die Mehrheit wird vielleicht dafür sein, dass man auch ihn beseitigt..Aber wer weiß, vielleicht kommt es ja ganz anders, als ich vermute ;)

  • Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass in diesem Abschnitt nun die restlichen Soldaren alle niedergemacht werden..Hier passiert auch wieder recht viel und ich bin jetzt schon gespannt, wie es wohl weitergehen wird..
    In diesem Abschnitt wird Rauthne befreit und sie scheint recht schockiert von dem Vorhaben der Dorfbewohner zu sein. Auch sagt sie eigentlich, dass sie in dieser Nacht ihr Dorf verloren hat - als ob sie es nicht verstehen kann, warum dieses Dorf so gehandelt hat..Ich kann es schon verstehen und auch ihre Distanziertheit ist für mich nachvollziehbar. Sie scheint eher den großen Rahmen im Sinne zu haben - kann mögliche Konsequenzen vielleicht überlegen, als das hitzige Dorf, dass scheinbar in der Vernichtung der Soldaren aufgeht.
    Von Mardeins Fähigkeiten war ich echt überrascht. Klar, wir haben schon mal gelesen, dass er so eine Hyäne zum explodieren gebracht hat, aber bei mir ist das ziemlich in Vergessenheit geraten :-[ Und das er dann den Capitar einfach so explodieren lässt, ich war da schon etwas schockiert. Klar, dieser hat ihm mit Folter und einem scherzhaften Tod gedroht, aber dennoch war ich schockiert gewesen. Und dann diese Feuerbrunst. Die Soldaren verbrennen eigentlich sogur wie alle und verbrennen dabei zu einem formlosen Klumpen organischem Materials.. Dass Mardein da noch lebendig herauskommt - damit hätte ich nun auch nicht gerechnet gehabt. Das Feuer scheint ihm nichts auszumachen, nur mit dem Rauch hat er so seine Schwierigkeiten ;) Ich habe seine Macht auch total unterschätzt..
    Ich muss sagen, mit Baresin tue ich mich immer noch sehr schwer - wir werden wohl keine Freunde mehr sein. Einerseits scheint er seine Reden gut schwingen zu können und kann auch die Schwingungen, die vom Dorf und der Masse ausgehen, gut interpretieren und diese dementsprechend lenken, aber seine Art und Weise..Sinion benutzt er quasi als Hirn und Tautun für Drecksarbeiten - aber die Lorbeeren sackt er ein..Ob das ein guter Anführer werden könnte? Und wie er über seine Mutter denkt..Klar, er hat jetzt 'Blut' geleckt - erfreut sich an seiner derzeitigen Stellung, dass man ihn um Rat fragt und dass er Befehle gibt, aber ob er die beste Wahl wäre? Ich vage es zu bezweifeln,..
    Sinion gefällt mir dagegen schon besser oder auch Varlie. Mit ihnen kann ich mich eher anfreunden..
    Und Tautun - wie er danach seelenruhig in seiner Hütte schlafen kann..klar, er scheint körperlich total am Ende zu sein, dennoch - mir kam es merkwürdig vor..
    Und natürlich kommt es zur Diskussion wegen dem Gryphen. Da bin ich echt gespannt, wie man dieses Problem lösen wird. Allgemein stellt sich natürlich die Frage, wie es nun weitergehen wird..Ich bin gespannt..

  • Mir erging es im Bezug auf die Soldaren ähnlich wie dir. An der Stelle, als die Dorfbewohner einfach auf den hilflosen Soldaren eingetreten, -geschlagen,.. haben - da hatte ich für diese Dorfbewohner keine Sympathie übrig..


    Wirklich sympathisch finde ich im Augenblick keinen der Protagonisten muss ich sagen. Am Ehesten mag ich noch die Schwestern, wo wir leider von Nendlèce in letzter Zeit nichts mehr gesehen haben. Varlie scheint mittlerweile zumindest ihre Perspektive auf die Morde geändert zu haben, was ich schon mal ganz gut finde, war sie am Anfang doch noch in äußerst freudiger Kriegsstimmung.


    Sinion gefällt mir dagegen schon besser oder auch Varlie. Mit ihnen kann ich mich eher anfreunden..
    Und Tautun - wie er danach seelenruhig in seiner Hütte schlafen kann..klar, er scheint körperlich total am Ende zu sein, dennoch - mir kam es merkwürdig vor..


    Mit Sinion habe ich das Problem, dass er auch keinerlei moralische Bedenken bezüglich der Morde zeigt und auch ansonsten recht egoistisch auf mich wirkt.


    Das Schlafen an sich finde ich nachvollziehbar. Nach Stresssituationen / größeren Anstrengungen kann man das eigentlich immer gut, ist meine Erfahrung. Außerdem hat er ja schon angemerkt, dass ihm die Morde nichts ausmachen, sondern (glaube ich) sogar Freude bereiten.


  • Wirklich sympathisch finde ich im Augenblick keinen der Protagonisten muss ich sagen. Am Ehesten mag ich noch die Schwestern, wo wir leider von Nendlèce in letzter Zeit nichts mehr gesehen haben. Varlie scheint mittlerweile zumindest ihre Perspektive auf die Morde geändert zu haben, was ich schon mal ganz gut finde, war sie am Anfang doch noch in äußerst freudiger Kriegsstimmung.


    Meine Sympathie für die Dörfler ging dann flöten als Tautun ins Spiel kam. Denn er hat das Unglück ausgelöst und letztendlich waren plötzlich alle gegen die Soldaten....


  • Die spinnen die ... ähm, die Leserundler!

  • Also, eine Assoziation mit Asterix hätte ich sicherlich nie gehabt, hättet ihr das hier nicht eingebracht. An Frankeich ja, wegen (Par(ar)is und Pyr(enäen)) aber da sich das Dorf Hagetmau am südlichen Rand und nicht am nordwestlichen Rand wie unser "wohl bekanntes Dorf" befindet, klickte es bei mir partout nicht.


    Bauernkomödie? Nein, da stimme ich nimue zu: Eher Bauerntragödie!


    Dieser Abschnitt hatte ein berauschendes Tempo und ich hatte Glück, dass mich nicht einer meiner drei hiesigen drei Hauskobolde genau in diesem Leseflow unterbrochen haben. nach Kapitel 50 hatte ich die Befürchtung, dass es um unsere Byrgherin nun geschehen ist. Ein paar mal musste ich hier noch einmal lesen, um gewahr zu werden, dass die Byrgherin doch noch am Leben ist.
    Die Macht des Semanen hatte mich irgendwie nicht überrascht. Ich denke er musste nur auf die Gelegenheit warten, dass seine Byrgherin außer Gefahr steht, um seiner Magie freien Lauf zu lassen. Was mich nur wundert: Hatte der Semane zu seiner Zeit, als er diese Hyäne explodieren ließ, nicht Brandwunden an seinen Händen gehabt? Nun kommt er nur mit Rauchvergiftung da raus, obwohl auch er sich in gewaltiger Hitze befunden hatte?

  • [...]
    Das Schlafen an sich finde ich nachvollziehbar. Nach Stresssituationen / größeren Anstrengungen kann man das eigentlich immer gut, ist meine Erfahrung. Außerdem hat er ja schon angemerkt, dass ihm die Morde nichts ausmachen, sondern (glaube ich) sogar Freude bereiten.


    Mit Tautun haben wir hier einen solchen typischen Protagonisten wie wir ihn aus zig 0815 Heldengeschichten kennen: Der Krieger ohne Skrupel, Gewissen oder Emotionen, der seine Gegner tötet als würde er sein Butterbrot zurecht schneiden. Dass das Töten durchaus vor unvorstellbaren Hindernissen/Problemen stellt, oder auch in der Folge emotionale Schwierigkeiten hervorruft sahen wir bei Varlie und der Frau vom Gastwirt. Ich habe einmal eine Gans zum Schlachten getötet, weil ich meinte, so etwas mal gemacht haben zu müssen, denn wer gerne Fleisch isst muss auch wissen, wie man dazu kommt .... :schwitzen: ..... nie wieder! Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die so etwas für mich übernehmen .... und ich begegne diesen Schlachtern heute stets mit Achtung, weil ich das nicht kann, was er alltäglich macht.


  • Mit Tautun haben wir hier einen solchen typischen Protagonisten wie wir ihn aus zig 0815 Heldengeschichten kennen: Der Krieger ohne Skrupel, Gewissen oder Emotionen, der seine Gegner tötet als würde er sein Butterbrot zurecht schneiden.



    Ich glaube, immer noch das es auch für Tautuns Tuen immer noch einen Grund gibt. Keiner mag grundlos für andere die Drecksarbeit sprich hier auf Töten/Morden oder wie man es sonst formulieren möchte gerne freiwillig übernehmen.


    Etwas muss ihn doch dazu antreiben oder? Ich finde auch nicht, dass das eine Heldengeschichte ist. Wenn sind es tragische bzw. traurige denn das Töten und Morden wird nicht enden.....


  • Dieser Abschnitt hatte ein berauschendes Tempo und ich hatte Glück, dass mich nicht einer meiner drei hiesigen drei Hauskobolde genau in diesem Leseflow unterbrochen haben. nach Kapitel 50 hatte ich die Befürchtung, dass es um unsere Byrgherin nun geschehen ist. Ein paar mal musste ich hier noch einmal lesen, um gewahr zu werden, dass die Byrgherin doch noch am Leben ist.


    Durch den schnellen Kapitelwechsel war das aber auch ziemlich rasant gemacht - ich musste auch nochmal nachlesen, damit ich nichts verpasst habe, gerade bei spannenden Szenen neigt man dazu, allszu schnell drüberzulesen ;D


  • Was mich nur wundert: Hatte der Semane zu seiner Zeit, als er diese Hyäne explodieren ließ, nicht Brandwunden an seinen Händen gehabt? Nun kommt er nur mit Rauchvergiftung da raus, obwohl auch er sich in gewaltiger Hitze befunden hatte?


    Das erklärt sich aus der alten Weisheit "Gebranntes Kind scheut das Feuer".
    Da er sich beim ersten Versuch selbst verletzt hat, hat er nun eine andere Methode angewendet. Aber auch die scheint nicht ganz ohne zu sein: Ist euch aufgefallen, dass er ziemlich lange gebraucht hat, bis er aus der Halle herauskam? Man könnte meinen, er ist selbst ohnmächtig geworden oder so etwas...


    >:D
    Tobias


  • Dieser Abschnitt hatte ein berauschendes Tempo und ich hatte Glück, dass mich nicht einer meiner drei hiesigen drei Hauskobolde genau in diesem Leseflow unterbrochen haben. nach Kapitel 50 hatte ich die Befürchtung, dass es um unsere Byrgherin nun geschehen ist. Ein paar mal musste ich hier noch einmal lesen, um gewahr zu werden, dass die Byrgherin doch noch am Leben ist.


    Diese Zuspitzung bei Kapitel 50 liegt ziemlich genau in der Mitte des Buches.
    Tautun erschlägt um ein Haar die Byrgherin, sprich: das alte Hagetmau.
    Das fasst symbolisch vieles zusammen.


    :kochen:
    Tobias