03 - Kapitel 25 bis 44 (Seite 135 bis 203)

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  • Hallo,


    dieser Abschnitt war sehr spannend und sehr erschreckend. Vielleicht habe ich ihn deshalb so flott gelesen. Zum Teil wollte ich wissen, wie es weitergeht und dann wieder wollte ich dieses ganze Morden hinter mich bringen.


    Es sind ganz normale Männer, die in den Uniformen Nafarroas stecken. Sie fallen nicht durch Brutalität auf, sondern versehen einfach nur ihren Dienst, während sie z.T. an ihre Familien denken. Einen nach dem anderen bringt sie Tautun kaltblütig um und auch Varlie muss einen töten. Während es bei Tautun wirkt, als ob ihn das nicht im geringsten berührt, ist es Varlie durchaus bewusst, dass hier Menschen getötet werden. Ich kann ihre Gefühle nachvollziehen und das einzige was sie bei der Stange hält ist der Gedanke an ihre Schwester.


    Tobias lässt uns lesen, was einige der Soldaren vor ihrem Tod gedacht haben, oder er erwähnt, dass der Soldar auf dem Turm ein Jüngling war. Das machte mir die Brutalität des ganzen noch deutlicher.


    Mich erstaunt, dass Tautun und Varlie nicht gestoppt werden und ihr Plan doch einigermaßen glatt läuft. Doch so langsam wird die Situation brenzlig. So kann es doch nicht weitergehen, oder? Was passiert, wenn der Capitar mit seinem Grüppchen die Ratshalle verlässt?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es den Bewohnern gelingt alle Soldaren zu töten.


    Wen sieht Baresin am Waldrand? Einen extrem dünnen Menschen, der sich durch die Bäume schwingt? Wer oder was ist das? Sorry, aber mir fiel da spontan ein magerer Tarzan ein. :-[
    Nein, im Ernst, kann es ein Waldvolk geben, von dem selbst die Bewohner Akitanias nichts wissen?
    Ich warte ja auch noch darauf, dass der Apfelgott auf die ein oder andere Weise die Bewohner unterstützt. Doch wie könnte das aussehen?


    Auf der einen Seite hoffe ich, dass das Töten aufhört, aber andererseits habe ich Angst davor, was das für die Dorfbewohner bedeutet. Ich muss jetzt ganz schnell weiterlesen.


    LG, Aurian

  • Hallo,


    nun dieser Abschnitt war nichts für Weicheier mit alldem morden.


    Tobias führt uns Lesern hier gut vor Augen, wie schnell aus passiven Menschen, aktive Menschen werden. Ein kleiner Anstoß genügt und den hat Tautun mit seinen zwei toten Soldaten gemacht und er tritt damit eine Spirale der Gewalt los. Die ich persönlich echt schlimm finde.


    Denn es gibt keinen halten mehr. Irgendwie sind die Menschen wie von Sinnen und plötzlich ist das einzige Mittel, dass wohl etwas bringen mag, der Tod der ganzen Mannschaft um den Capitar um wieder frei zu sein.


    Tautun im Schlepptau mit Varlie schlachten sehr planmäßig die Soldaten auf den einzelnen Wachposten systematisch ab. Auch hier bin ich versucht es wie eine Bauernkomödie mit entsprechenden Akten zu sehen. Das Böse nimmt seinen Lauf.


    Und so dürfen wir uns als Leser von Totem zu Totem hangeln. Ich glaube, dass Tautun und auch Varlie gar nicht richtig bewusst ist, was sie für verdammtes Glück bei der ganzen Aktion haben.


    Und das dieses Glück auch mal enden kann und ironischerweise endet es auch da wo das Unglück seinen Lauf genommen hat in der Schenke. Auf einmal ist es mit der Freude vorbei, denn jetzt haben auch die Dörfler Tote zu beklagen.


    Haben die wirklich gedacht, dass geht immer so weiter ohne Gegenwehr. Kann man wirklich so dumm sein?


    Der Capitar hat immer noch Männer und merkt langsam da läuft etwas total verkehrt. Bin gespannt, wie es weitergehen mag.


  • Es sind ganz normale Männer, die in den Uniformen Nafarroas stecken. Sie fallen nicht durch Brutalität auf, sondern versehen einfach nur ihren Dienst, während sie z.T. an ihre Familien denken.


    Schlimm finde ich z.B. das Zusammentreffen an der Brücke. Varlie versucht es mit plumper Verführung, aber die Männer sind daran überhaupt nicht interessiert und haben eher angst um sie, dass der mögliche Alkohol sie nicht sicher nach Hause bringen wird.


    Und somit ist eines der Argumente zumindest in diesem Fall für mich entkräftet...das die Frauen angst vor Übergriffen durch die Soldaten haben müssten. Trotzdem werden sie auf das brutalste umgebracht. Oder das halbe Kind auf dem Turm.


    Irgendwie begreife ich es nicht :(


  • Wen sieht Baresin am Waldrand? Einen extrem dünnen Menschen, der sich durch die Bäume schwingt?
    Ich warte ja auch noch darauf, dass der Apfelgott auf die ein oder andere Weise die Bewohner unterstützt.


    Das frage ich mich auch...
    aber es könnte auch ein Zeichen des Apfelgottes sein. Nicht weiterhin das Land seiner Bäume mit Blut zu tränken.


    Denn für mich macht das Morden keinen Sinn. Und auch die Gedanken, die Varlie beim Morden in Richtung ihrer Schwester hegt sind meiner Meinung nur Augenwischerei.


    Wenn die nafarriarischen Soldaten wirklich alle tot sind schickt die Königin sicherlich eine, neue kleine Armee und die wird dann sicherlich nichts mehr verhandeln mit den Dörflern :(

  • Gut der Plan hat sich ja im letzten Abschnitt ganz nett angehört, aber wenn man hier so die Umsetzung liest und bei jedem einzelnen Mord von unschuldigen Soldaren dabei ist, ist das eine ganz andere Sache. Und gerade dadurch, dass es sich bei dem Plan eigentlich um zwei Seiten einer Medaille handelt bin ich hin und hergerissen. Tobias ist schuld, dass man bei dem Ganzen geschehen nicht stiller Beobachter der Rebellenbewegung ist, sondern auch die Perspektive der Opfer miterlebt..
    Mir tut jeder einzelne von diesen armen Soldaren leid! Mir ist schon klar, dass sie diejenigen sind, die in Hagetmau einmarschiert sind und sich dort breit gemacht haben, aber eigentlich hat doch wirklich keiner von denen etwas getan. Der arme Junge auf dem Turm, die Soldaren an der Brücke, die Varlie eigentlich auch eher helfen wollten, oder der Unteroffizier, der seine Tochter nie wieder sieht...?! Dass zumindest Varlie langsam ein Gewissen entwickelt beruhigt mich sehr und das macht sie sehr sympathischer!


    Das Lesen ist -bei mir zumindest- eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Manche Szenen sind absolut unglaublich witzig und dann kommen wieder die Angriffe auf die armen Soldaren und ich bin kurz vorm Verzweifeln, weil man als Leser viel hilfloser ist als alle andern.
    Außerdem mach ich mir Sorgen um Juyar, man weiß nicht mal ob er schon tot ist, oder ob man die Hoffnung vielleicht doch langsam aufgeben sollte.


    Warum gibt man Soldaren überhaupt einen Namen, wenn sie eine Seite später eh abgeschlachtet werden?? :'(


    Das Gemetzel, das losgeht, kann –wenn man das Ganze noch mal Revue passieren lässt- ja eigentlich auch nicht als Widerstand bezeichnet werden, weil das doch eine Verzweiflungstat war um eine Lösung für diesen Unfall zu finden oder? Oder würdet ihr das klar als Widerstand ansehen?

  • Das frage ich mich auch...
    aber es könnte auch ein Zeichen des Apfelgottes sein. Nicht weiterhin das Land seiner Bäume mit Blut zu tränken.


    Für mich ist dieser "Tarzan" die verehrte Apfelgottheit :P Ich hätte sein Auftauchen aber nicht als Warnung interpretiert, für mich war es lediglich ein Hinweis für den Leser etwas mystisches einzubringen, wenn es eine Warnung sein sollt, hätte er auch aktiv etwas sagen oder tun sollen, außerdem verteidigen die Bewohner ja mehr oder weniger den Abellion-Glauben mit.


    ..nun dieser Abschnitt war nichts für Weicheier mit alldem morden.


    Ich bin ja auch wirklich alles andere als allzu zartbesaitet, aber der Abschnitt war für mich auch ganz schön heftig :o


    Schlimm finde ich z.B. das Zusammentreffen an der Brücke. Varlie versucht es mit plumper Verführung, aber die Männer sind daran überhaupt nicht interessiert und haben eher angst um sie, dass der mögliche Alkohol sie nicht sicher nach Hause bringen wird.


    Ja da war ich auch ganz verzweifelt und als Leser hat man ja leider keine Chance einzugreifen, ich hatte irgendwie gehofft, dass Varlie vielleicht eingreifen würde.. :(


    Wenn die nafarriarischen Soldaten wirklich alle tot sind schickt die Königin sicherlich eine, neue kleine Armee und die wird dann sicherlich nichts mehr verhandeln mit den Dörflern :(


    Der Plan ist ja so zu tun als ob die Soldaten sie nie erreicht hätten, dadurch wären sie ja de facto unschuldig und könnten mit einem neuen Heer einen "Neuanfang" starten! So war zumindest der anfängliche Plan, wie ich ihn verstanden habe.


  • Der Plan ist ja so zu tun als ob die Soldaten sie nie erreicht hätten, dadurch wären sie ja de facto unschuldig und könnten mit einem neuen Heer einen "Neuanfang" starten! So war zumindest der anfängliche Plan, wie ich ihn verstanden habe.


    Ziemlich naive Idee, denn 30 Männer..die auch noch Familie haben also mit Bindung in die Heimat verschwinden nicht einfach so. Und was ist mit dem Gryph, Vogelpferd das Nendleces so ans Herz gewachsen ist. Das müsste dann auch tot gemacht werden und da gibt es zumindest Nendlece, wie ich mal schwer hoffe, die sicherlich da etwas dagegen hätte oder ;)?

  • Wie schon überlegt, sind über das Töten reden und es zu tun zweierlei Paar Stiefel. Mir gefällt es unheimlich gut, wie die betroffenen Hagetmauer unterschiedlich mit dem Töten umgehen, wie sie Zweifel, Skrupel, Angst und Panik abwechselnd anspringen. Außer Tautun: er benimmt sich wie der geborene Kämpfer, ohne Skrupel, ohne Gewissensbisse - und auch mit den Streithammern geht er ziemlich geschickt um. Berührt ihn das alles wirklich überhaupt nicht? Ich denke, mit Tautun haben sie sich den falschen Anführer ausgesucht, unter Umständen treiben sie, wie die Lemminge, dem gemeinsamen Untergang zu. Wobei ich den Lemmingen Unrecht tue, das stimmt ja so gar nicht ;D


    Ganz anders Varlie, die bei den ersten getöteten Soldaren plötzlich Gewissensbisse bekommt, die hinter der Soldarenkleidung die Menschen dahinter sieht, ihre evtl. Familien usw. Sie hat sich das Töten deutlich leichter vorgestellt, als es dann tatsächlich ist. Außerdem gibt es eigentlich keinen Grund, die Soldaren zu töten: sie sind nicht aggressiv, sondern hilfsbereit, sie gehen nicht auf das anzügliche Angebot von Varlie ein - das macht die folgende Tat natürlich noch schwerer. Und das Töten entfremdet sie zunehmend Tautun. Von ihrer ursprünglichen Wut ist nicht mehr viel übrig: Ekel, Entsetzen und große Angst vor der Vergeltung, bei der sie Nendlèce verlieren könnte, sind an ihre Stelle getreten. Ich muss gestehen, anfangs hat mich Varlie mit ihrem naiven Haudrauf-Gehabe teilweise genervt, aber inzwischen empfinde ich sie als eine der spannendsten Figuren. Wohin wird sie ihr Weg führen, falls sie lange genug überlebt?


    An der Stelle, als Varlie sich überlegt, ob die Soldaten, an deren Tötung sie beteiligt ist, womöglich Familie haben, dachte ich nur, das hättest du dir mal früher überlegen sollen. Genauso an der Stelle, als Baresin von Panik durchflutet wird, dass Hagetmau langfristig nicht vor Vergeltungsmaßnahmen durch Nafarroa geschützt sein wird. Wenn die Krone es nicht schafft, Akitanien zurückzuerobern, dann sehe ich ebenfalls für das Dorf sehr schwarz. Irgendwann können sie die Vorkommnisse nicht mehr unter den Teppich kehren.


    Bei den ersten beiden Toten im Wirtshaus hätten die Dorfbewohner vielleicht noch irgendwie aus der Sache rauskommen können, aber spätestens nach den nächsten beiden Toten war das vorbei. Jetzt haben die Hagetmauer keine Möglichkeit mehr, als weiterhin zu versuchen, am Leben zu bleiben, was bedeutet, dass sie das Besatzerheer auslöschen müssen.


    Aber wirklich frei sind sie danach nicht: es würde dann zwar erstmal keine Besatzer geben, aber dafür würde die Panik und Angst und die Ungewissheit im Dorf Einzug halten, wann weitere nafarroanische Heere nachkommen, um nach dem Rechten zu sehen. Wenn die Krone wirklich fällt, will das Dorf dann bis an sein Ende nafarroanische Soldaren töten? Der Alltag, wie er bisher bekannt ist, wäre Vergangenheit, die Menschen könnten vor Furcht aus Überfällen nicht mehr ihrem Tageswerk nachgehen, der Handel mit anderen Dörfern fällt weg usw.


    Wenn die Krone allerdings Akitanien zurückerobern kann, dann könnten die Hagetmauer zu Helden werden. Aber zu welchem Preis? Unter den Dorfbewohnern gibt es nun auch die ersten Toten, welche bei den Angehörigen psychische Belastungen hervorrufen werden. Und was werden diejenigen dann tun? Was wird z.B. Clarde tun, wenn sie aus ihrem Schmerz um Sohn und evtl. Mann wieder auftaucht? Gibt sie die Schuld am Tod ihrer Familie den fremden Soldaren oder aber Tautun? Wenn sie Tautun als den Schuldigen sieht, könnte sie vielleicht versuchen, ihn an die Nafarroaner zu verraten oder ihn selbst umzubringen. Selbst Varlie kam kurz der Gedanke, Tautun zu töten, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Ich habe es im letzten Abschnitt bereits geschrieben, dass ich mir vorstellen kann, dass das Töten der Soldaren das Dorf spalten könnte, dass Misstrauen und Furcht regieren und man bereit ist, Mitbewohner zu verraten, um die eigene Haut zu retten.


    Ich bin wirklich gespannt, was Rauthne und Mardein zu den Vorgängen im Dorf sagen werden - ich hoffe, sie leben lange genug, damit wir ihre Meinung erfahren. Und ob Mardein nicht doch etwas von den Vorgängen "sieht".


  • Das Lesen ist -bei mir zumindest- eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Manche Szenen sind absolut unglaublich witzig und dann kommen wieder die Angriffe auf die armen Soldaren und ich bin kurz vorm Verzweifeln, weil man als Leser viel hilfloser ist als alle andern.


    Warum gibt man Soldaren überhaupt einen Namen, wenn sie eine Seite später eh abgeschlachtet werden?? :'(



    So geht es mir auch ;).


    Ich denke, Tobias teilt hier seine Figuren bewusst nicht in "Die Guten" und "Die Bösen" auf. Denn so einfach sollte man es sich im Krieg/kriegerische Handlungen nicht machen, finde ich. Er gibt ihnen eine Gesicht, den Namen, Persönlichkeit und zeigt damit auch Soldaren sind in erster Linie "Menschen mit Namen, Gefühlen, bestimmten Eigenschaften" also keine graue Masse.


    Die nur ans Töten denken.


    Zumal die Dörfler ja auch nicht namenlos sind. Jeder hat seinen Namen und wird in seiner Persönlichkeit beschrieben.


    Bei mir hat genau dieses Beschreibung von Tobias eine neue Sichtweise im Puncto auf Soldaten gebracht. Weg vom "Die sind die Bösen".


    Ich habe echt Mitleid mit diesen Menschen, die da abgeschlachtet werden, trotz eigentlich einem guten Basisplanes.


  • Zum Teil wollte ich wissen, wie es weitergeht und dann wieder wollte ich dieses ganze Morden hinter mich bringen.


    Mir ging es ähnlich: nachdem Tautun und Varlie die nächste Zweiergruppe Soldaren ausgeschaltet hat, dachte ich, jetzt wäre es gut mit dem ekligen Morden; mir selber tut das in der Seele weh. Und dann habe ich festgestellt, dass das ja erst 5 tote Soldaren sind, dass sie noch 25 vor sich haben :ohnmacht:



    Wen sieht Baresin am Waldrand? Einen extrem dünnen Menschen, der sich durch die Bäume schwingt? Wer oder was ist das? Sorry, aber mir fiel da spontan ein magerer Tarzan ein. :-[
    Nein, im Ernst, kann es ein Waldvolk geben, von dem selbst die Bewohner Akitanias nichts wissen?
    Ich warte ja auch noch darauf, dass der Apfelgott auf die ein oder andere Weise die Bewohner unterstützt. Doch wie könnte das aussehen?


    Gut, dass du es erwähnst: ich habe auch keine Ahnung, wer oder was das gewesen sein kann, das Baresin am Waldrand gesehen hatte. Zuerst dachte ich an einen Affen, aber das schließt er ja aus. Könnte das Abelion sein?



    Auf der einen Seite hoffe ich, dass das Töten aufhört, aber andererseits habe ich Angst davor, was das für die Dorfbewohner bedeutet. Ich muss jetzt ganz schnell weiterlesen.


    So geht es mir auch, dass ich hin- und hergerissen bin.


  • Der Capitar hat immer noch Männer und merkt langsam da läuft etwas total verkehrt. Bin gespannt, wie es weitergehen mag.


    Mich wundert echt, dass der Capitar nicht viel mißtrauischer wird, aber anscheinend kommt er gar nicht auf den Gedanken, dass die scheinbar friedlichen Hagetmauer plötzlich so blutrünstig sein können. Gut, er hat Tautun auch nicht kennengelernt, vielleicht hätte er bei ihm sehr schnell bemerkt, dass es besser wäre, ihn von den Anderen zu isolieren. Freconvil erkennt seinen Irrtum auch nicht bzw. viel zu spät, auch er kann es sich nicht vorstellen, dass die Dorfbewohner die Soldaren angreifen. Ein absolut tödlicher Fehler.



    Und somit ist eines der Argumente zumindest in diesem Fall für mich entkräftet...das die Frauen angst vor Übergriffen durch die Soldaten haben müssten. Trotzdem werden sie auf das brutalste umgebracht. Oder das halbe Kind auf dem Turm.


    Irgendwie begreife ich es nicht :(


    Ja, das macht es wirklich schwer zu begreifen. Wenn sich die Soldaren wie Drecksäcke benehmen würden, dann hätte man weniger Mitgefühl mit ihnen, aber so erinnert das Ganze wirklich an ein reines Abschlachten.


  • Außerdem mach ich mir Sorgen um Juyar, man weiß nicht mal ob er schon tot ist, oder ob man die Hoffnung vielleicht doch langsam aufgeben sollte.


    Warum gibt man Soldaren überhaupt einen Namen, wenn sie eine Seite später eh abgeschlachtet werden?? :'(


    An Juyan muss ich auch immer denken, ob er bereits unter den Toten ist. Ja, das ist besonders fies vom Autor, den Soldaren zuvor noch Namen zu geben, das bringt sie einem direkt näher.



    Das Gemetzel, das losgeht, kann –wenn man das Ganze noch mal Revue passieren lässt- ja eigentlich auch nicht als Widerstand bezeichnet werden, weil das doch eine Verzweiflungstat war um eine Lösung für diesen Unfall zu finden oder? Oder würdet ihr das klar als Widerstand ansehen?


    Nein, ich kann das irgendwie auch nicht als organisierten Widerstand ansehen, eher auch als Verzweiflungstat und reines Abschlachten. Bei Tautun habe ich teilweise das Gefühl, dass ihm das sogar richtig Spaß macht. Er stürzt damit ein ganzes Dorf in die Verzweiflung.

  • Mich wundert echt, dass der Capitar nicht viel mißtrauischer wird, aber anscheinend kommt er gar nicht auf den Gedanken, dass die scheinbar friedlichen Hagetmauer plötzlich so blutrünstig sein können. Gut, er hat Tautun auch nicht kennengelernt, vielleicht hätte er bei ihm sehr schnell bemerkt, dass es besser wäre, ihn von den Anderen zu isolieren. Freconvil erkennt seinen Irrtum auch nicht bzw. viel zu spät, auch er kann es sich nicht vorstellen, dass die Dorfbewohner die Soldaren angreifen. Ein absolut tödlicher Fehler.


    Mich eigentlich nicht mehr so ganz, denn Fakt ist bis dato waren die Dörfler eine brave Herde von Lämmern.
    Ihre Anführer in Haft genommen, die Säge konfisziert und keiner hat aufgemuckt.


    O.K. keiner hatte Tautun auf seiner Rechnung. Der sind jetzt quasi als geheime Trumpf....Killer herausstellt. Armer Freconvil, armer Capitar und arme Soldaten.


    Kleine Auffälligkeit am Rande...alles begann im "Schwarzen Lamm"
    Könnte doch ein geschickter Schachzug/Wortspiel von Tobias sein als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl..... Lamm kann auch seine Farbe/Gesinnung ändern und ist plötzlich nicht mehr brav und willig.


  • O.K. keiner hatte Tautun auf seiner Rechnung. Der sind jetzt quasi als geheime Trumpf....Killer herausstellt. Armer Freconvil, armer Capitar und arme Soldaten.


    Von den Soldaren weiß auch keiner von Tautun, sonst wäre das vielleicht ganz anders gelaufen. Auch Rauthne hat nichts von ihm gesagt, hoffte nur, dass er einfach nicht auf der Bildfläche erscheint.



    Kleine Auffälligkeit am Rande...alles begann im "Schwarzen Lamm"
    Könnte doch ein geschickter Schachzug/Wortspiel von Tobias sein als kleiner Wink mit dem Zaunpfahl..... Lamm kann auch seine Farbe/Gesinnung ändern und ist plötzlich nicht mehr brav und willig.


    Ich musste an das schwarze Schaf denken ;D

  • Puh, dieser Abschnitt hat mir doch etwas zu schaffen gemacht. :( Dieses systematische Töten von einem Soldar nach dem anderen war echt intensiv erzählt. Es ist nochmal einen Schritt schlimmer, wenn es so detailliert beschrieben wird (z. B. die knackenden Wirbel) und die Soldaren kurz davor sogar noch eine Persönlichkeit bekommen, weil sie einen Namen haben und/oder von ihren Gedanken, Familien, etc. erzählt wird. Das macht es für mich als Leser noch persönlicher, als das oft übliche anonyme Gemetzel in solchen Szenen. Ich fand es sehr belastend, hier von einem Soldaren zum anderen zu kommen, nur um dann zu beobachten, wie sie abgeschlachtet wurden. Ich wollte und will irgendwann einfach nicht mehr zum nächsten. :(



    Wie schon überlegt, sind über das Töten reden und es zu tun zweierlei Paar Stiefel. Mir gefällt es unheimlich gut, wie die betroffenen Hagetmauer unterschiedlich mit dem Töten umgehen, wie sie Zweifel, Skrupel, Angst und Panik abwechselnd anspringen. Außer Tautun: er benimmt sich wie der geborene Kämpfer, ohne Skrupel, ohne Gewissensbisse - und auch mit den Streithammern geht er ziemlich geschickt um. Berührt ihn das alles wirklich überhaupt nicht?


    Ja, Tautun zeigt ja überhaupt keine Regung außer Spaß bei der Sache. Ist er so kaltblütig oder überspielt er das bzw. schaltet er alle Gefühle aus? Für mich wirkt er fast mehr so, als würde er richtig Spaß bei der Sache haben. Ob es etwas mit seiner Vergangenheit zu tun hat, dass er so gefühllos damit umgeht? Die Emotionen der anderen Dorfbewohner waren jedenfalls wirklich toll beschrieben. Man konnte richtig spüren, wie diese Sache bei einigen innerlich "arbeitete".



    Ganz anders Varlie, die bei den ersten getöteten Soldaren plötzlich Gewissensbisse bekommt, die hinter der Soldarenkleidung die Menschen dahinter sieht, ihre evtl. Familien usw. Sie hat sich das Töten deutlich leichter vorgestellt, als es dann tatsächlich ist. Außerdem gibt es eigentlich keinen Grund, die Soldaren zu töten: sie sind nicht aggressiv, sondern hilfsbereit, sie gehen nicht auf das anzügliche Angebot von Varlie ein - das macht die folgende Tat natürlich noch schwerer. Und das Töten entfremdet sie zunehmend Tautun. Von ihrer ursprünglichen Wut ist nicht mehr viel übrig: Ekel, Entsetzen und große Angst vor der Vergeltung, bei der sie Nendlèce verlieren könnte, sind an ihre Stelle getreten. Ich muss gestehen, anfangs hat mich Varlie mit ihrem naiven Haudrauf-Gehabe teilweise genervt, aber inzwischen empfinde ich sie als eine der spannendsten Figuren. Wohin wird sie ihr Weg führen, falls sie lange genug überlebt?


    Das geht mir auch so. Gerade Varlies Emotionen kommen besonders intensiv rüber. Mir geht es wie dir, dass ich Varlies Verhalten etwas "unangenehm" fand und gerade ihre Aufforderungen, gegen die Soldaren vorzugehen etwas erschreckend aufgrund ihrer gezeigten Kaltblütigkeit. Aber jetzt, wo das Wort "töten" nicht mehr nur Theorie ist, sondern sie dies direkt miterlebt, zeigt sich doch, dass sie das nicht so einfach wegsteckt, was ich dann doch sehr erleichternd finde, denn alles andere hätte ich nicht verstanden. Bei Tautun bin ich gespannt, warum er so kalt ist, aber bei Varlie, die bisher ja wohl eher nichts mit Mord und Totschlag zu tun hatte, hätte es mich doch erschreckt, wenn sie daran auch Spaß gehabt hätte. Tja, und nun sollte sie also Menschen, Persönlichkeiten, töten, die ihr nichts getan haben, die es im Gegenteil auch noch gut mit ihr meinten und ihr helfen wollten und die zudem noch eine Familie und Kinder haben. Auf einmal sieht die Sache nicht mehr so eindeutig aus für sie und das Gewissen meldet sich. Mit taten die Soldaren auch sehr leid und um so schlimmer empfand ich dann das Abschlachten durch Tautun. Hier spielst du aber echt ganz schön mit den Nerven deiner Leser, Tobias. Die Morde werden durch die einzelnen Persönlichkeiten, die hier gezeigt werden, und durch Varlies gleichzeitige Beobachtungen der Taten und ihrer wechselnden Emotionen dazu irgendwie "intimer" und damit belastender beim Lesen. Puhhh.



    Aber wirklich frei sind sie danach nicht: es würde dann zwar erstmal keine Besatzer geben, aber dafür würde die Panik und Angst und die Ungewissheit im Dorf Einzug halten, wann weitere nafarroanische Heere nachkommen, um nach dem Rechten zu sehen. Wenn die Krone wirklich fällt, will das Dorf dann bis an sein Ende nafarroanische Soldaren töten? Der Alltag, wie er bisher bekannt ist, wäre Vergangenheit, die Menschen könnten vor Furcht aus Überfällen nicht mehr ihrem Tageswerk nachgehen, der Handel mit anderen Dörfern fällt weg usw.


    Ich frage mich die ganze Zeit auch, was die Bewohner eigentlich glauben, wie es nach den Morden weitergehen soll. Es ist doch mit den Morden an den 30 Soldaren nicht getan. Glauben sie ernsthaft, es kümmert sich dann keiner mehr um sie? Sie leben doch anschließend nicht in einer Glaskugel und es ist doch abzusehen, dass Nachschub an Soldaren kommt. Sie können doch nicht auf Dauer immer wieder alle töten. Irgendwie haben sie das nach dem ersten Impuls doch nicht richtig durchdacht oder ich habe einen Denkfehler...



    Wenn die Krone allerdings Akitanien zurückerobern kann, dann könnten die Hagetmauer zu Helden werden. Aber zu welchem Preis? Unter den Dorfbewohnern gibt es nun auch die ersten Toten, welche bei den Angehörigen psychische Belastungen hervorrufen werden. Und was werden diejenigen dann tun? Was wird z.B. Clarde tun, wenn sie aus ihrem Schmerz um Sohn und evtl. Mann wieder auftaucht? Gibt sie die Schuld am Tod ihrer Familie den fremden Soldaren oder aber Tautun? Wenn sie Tautun als den Schuldigen sieht, könnte sie vielleicht versuchen, ihn an die Nafarroaner zu verraten oder ihn selbst umzubringen. Selbst Varlie kam kurz der Gedanke, Tautun zu töten, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Ich habe es im letzten Abschnitt bereits geschrieben, dass ich mir vorstellen kann, dass das Töten der Soldaren das Dorf spalten könnte, dass Misstrauen und Furcht regieren und man bereit ist, Mitbewohner zu verraten, um die eigene Haut zu retten.


    Das kann ich mir auch vorstellen. Jetzt ist der erste oder sogar schon zwei Dorfbewohner tot und Clarde wird irgendjemandem die Schuld dafür geben, das wird ein natürlicher Reflex sein. Und wenn noch mehr Opfer zu beklagen sein werden, werden noch mehr ihre Schuldigen dafür suchen. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass die Stimmung kippen kann und Tautun oder auch Sinion, Barsein .... dann nicht mehr Dorfbewohner sind, die das Dorf retten wollten, sondern Rebellen sind, die den Frieden weggenommen haben. Irgendwie habe ich das Gefühl, es könnte ein Krieg entstehen, der sich untereinander entwickelt und zur Zerstörung des Dorfes führen kann, ohne das der tatsächliche Feind auch nur einen Hammer gehoben hat.


    Für mich ist dieser "Tarzan" die verehrte Apfelgottheit :P Ich hätte sein Auftauchen aber nicht als Warnung interpretiert, für mich war es lediglich ein Hinweis für den Leser etwas mystisches einzubringen, wenn es eine Warnung sein sollt, hätte er auch aktiv etwas sagen oder tun sollen, außerdem verteidigen die Bewohner ja mehr oder weniger den Abellion-Glauben mit.


    Ja, sehr seltsam. Ich habe auch erst an etwas Mystisches gedacht, das mit dem Apfelgott zu tun haben könnte. Aber andererseits könnte es auch einfach eine seltsame Wahrnehmung von etwas ganz Normalem sein, dass Baresin nur aufgrund seines Zustands (Angst, Stress) etwas "überzeichnet" wahrgenommen hat. Vielleicht ist ein Kind (vielleicht sogar Nendlèce) im Baum geklettert, das von Geräuschen aufgeschreckt wurde und sich umgeschaut hat.


    An Juyan muss ich auch immer denken, ob er bereits unter den Toten ist. Ja, das ist besonders fies vom Autor, den Soldaren zuvor noch Namen zu geben, das bringt sie einem direkt näher.


    Da Juyan ja bisher im Stall als Wache eingeteilt war, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass er einer der dort getöteten Soldaren war. :( Mal gespannt, was Nendlèce zu der Sache sagt, die ja noch so freundlich mit ihm geredet hatte ...


  • Es ist nochmal einen Schritt schlimmer, wenn es so detailliert beschrieben wird (z. B. die knackenden Wirbel)


    Ohja, die knackenden Wirbel oder der eigene Wangenabschnitt, den der eine Soldar von sich wegfliegen sieht, schüttel :o



    Ich wollte und will irgendwann einfach nicht mehr zum nächsten. :(


    Seltsam, genauso ging es mir hier auch, und normalerweise machen mir solche Szenen eher weniger was aus, aber dadurch, dass Tobias bei uns Lesern Empathie für die Soldaren hervorruft, bevor er ihnen den Hals umdrehen lässt, ist es wirklich sehr unangenehm.



    Das kann ich mir auch vorstellen. Jetzt ist der erste oder sogar schon zwei Dorfbewohner tot und Clarde wird irgendjemandem die Schuld dafür geben, das wird ein natürlicher Reflex sein. Und wenn noch mehr Opfer zu beklagen sein werden, werden noch mehr ihre Schuldigen dafür suchen. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass die Stimmung kippen kann und Tautun oder auch Sinion, Barsein .... dann nicht mehr Dorfbewohner sind, die das Dorf retten wollten, sondern Rebellen sind, die den Frieden weggenommen haben. Irgendwie habe ich das Gefühl, es könnte ein Krieg entstehen, der sich untereinander entwickelt und zur Zerstörung des Dorfes führen kann, ohne das der tatsächliche Feind auch nur einen Hammer gehoben hat.


    Genau, die Zielsetzung der einzelnen Personen werden sich voneinander wegentwickeln, das denke ich auch. Außerdem gibt es nun plötzlich unter den vorher so friedlichen Dorfbewohner kaltblütige Schlächter, das könnte das gegenseitige Misstrauen schüren. Außerdem können diejenigen, die sich durch Kaltblütigkeit hervortun, der Meinung sein, besser als die Anderen zu sein, was wiederum zur Einschüchterung führen kann.



    Ja, sehr seltsam. Ich habe auch erst an etwas Mystisches gedacht, das mit dem Apfelgott zu tun haben könnte. Aber andererseits könnte es auch einfach eine seltsame Wahrnehmung von etwas ganz Normalem sein, dass Baresin nur aufgrund seines Zustands (Angst, Stress) etwas "überzeichnet" wahrgenommen hat. Vielleicht ist ein Kind (vielleicht sogar Nendlèce) im Baum geklettert, das von Geräuschen aufgeschreckt wurde und sich umgeschaut hat.


    Das ist auch möglich, dass es wirklich nur eine Reflexion von Baresins Ängste war.



    Da Juyan ja bisher im Stall als Wache eingeteilt war, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass er einer der dort getöteten Soldaren war. :( Mal gespannt, was Nendlèce zu der Sache sagt, die ja noch so freundlich mit ihm geredet hatte ...


    Auf die Reaktion all der schlafenden Dorfbewohner bin ich auch gespannt, wenn sie mitbekommen, was während der Nacht passiert ist. Sie werden vor vollendete Tatsachen gestellt und müssen die Folgen akzeptieren, ob sie wollen oder nicht, ob sie gefragt wurden oder nicht.


  • Auf die Reaktion all der schlafenden Dorfbewohner bin ich auch gespannt, wenn sie mitbekommen, was während der Nacht passiert ist. Sie werden vor vollendete Tatsachen gestellt und müssen die Folgen akzeptieren, ob sie wollen oder nicht, ob sie gefragt wurden oder nicht.


    Hm stimmt, das ist eine Tatsache, der bis dato noch zu wenig Beachtung geschenkt worden ist. Denn zur Zeit ist das aktive Volk ja nur eine überschaubare Anzahl an Dörflern. Die anderen schlafen alle selig vor sich hin.


    Vielleicht spaltet sich dann das Dorf möglicherweise in zwei Teile.

  • Was mich auch etwas beängstige ist die Sache, wie einfach uns Lesern, hier Tobias an Hand des Dorfes das Wort " Demokratie" erklärt.
    Wir als Volk werden geleitet von einigen wenigen, die letztendlich für uns alle entscheiden was gut oder nicht gut ist. :(


    Genauso machen das jetzt auch die überschaubare Anzahl an Dörflern mit den Hauptakteuren Tautus , Varlie und Baresin. ;)


  • Seltsam, genauso ging es mir hier auch, und normalerweise machen mir solche Szenen eher weniger was aus, aber dadurch, dass Tobias bei uns Lesern Empathie für die Soldaren hervorruft, bevor er ihnen den Hals umdrehen lässt, ist es wirklich sehr unangenehm.


    Es MUSS unangenehm sein, finde ich. Es ist ja schließlich auch für den Getöteten unangenehm. :unschuldig:



    Was mich auch etwas beängstige ist die Sache, wie einfach uns Lesern, hier Tobias an Hand des Dorfes das Wort " Demokratie" erklärt.
    Wir als Volk werden geleitet von einigen wenigen, die letztendlich für uns alle entscheiden was gut oder nicht gut ist. :(


    Genauso machen das jetzt auch die überschaubare Anzahl an Dörflern mit den Hauptakteuren Tautus , Varlie und Baresin. ;)


    Du sprichst hier einen interessanten Punkt an: Tautun, Baresin und Varlie sind keine gewählten Volksvertreter, im Grunde genommen usurpieren sie die Entscheidungsgewalt. Weil es unter den gegebenen Umständen gar nicht möglich ist, eine große Abstimmung durchzuführen, es muss ja schnell und unverzüglich gehandelt werden.
    Wenn es ihnen aber gelingt, sich als "die starken Entscheider" zu etablieren, steigt dadurch auch ihre Chance, hinterher gewählt und akzeptiert und dadurch rückwirkend bevollmächtigt zu werden. Hat es schon mehrmals gegeben in der Menschheitsgeschichte: Erst ein Putsch, und dann lässt sich der neue "starke Mann" noch demokratisch bestätigen, damit alles seine Ordnung hat. Weil das Volk immerhin denkt: "Der tut was." Und ihm deshalb Stimmen und Vertrauen schenkt.


    >:D
    T